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SPD-Kraft erklärt sich mehr schlecht als recht

In Glaube, Sitte, Heimat | Am 29 Juni 2009 | Von David Schraven

Foto: Hannelore Kraft

Die Vorsitzende der nordrhein-westfälischen SPD und Spitzenkandidatin für den kommenden Landtagswahlkampf Hannelore Kraft hat sich nun erstmals zum Theater um ihren Lebenslauf geäußert. Sie sagt in Spiegel Online: Der Text im Lebenslauf auf ihrer Homepage sei mit der Zeit einfach zu lang geworden, deshalb habe sie die Firma raus gelassen, für die sie vor acht Jahren gearbeitet habe.

Mit anderen Worten: Hannelore Kraft hat auf ihrer Homepage zu wenig Platz gefunden, um zu schreiben:

1989 – 2001 Unternehmensberaterin und Projektleiterin beim Zentrum für Innovation und Technik NRW (ZENIT GmbH) in Mülheim an der Ruhr"

So wie sie es noch 2006 getan hatte.

Deswegen habe sie verkürzt auf:

1989 – 2001 Unternehmensberaterin und Projektleiterin"

 

 

Seltsam, oder? Kraft hatte gut 11 Jahre bei der Zenit GmbH gearbeitet. Selbst als Wissenschaftsministerin in der alten rot-grünen Landesregierung hatte sie noch mit Zenit zu tun. Aber dann ist zu wenig Platz IM NETZ, um die alte Firma, das Karrieresprungbrett auch nur im Lebenslauf zu erwähnen? Wer soll das glauben, wenn die weltweiten Bytes noch für folgenden Eintrag reichen:

1986 – 1987 Auslandsstudium am King’s College, London; Praktikum bei der Banque Populaire Tours, Frankreich; Praktikum bei der PROGNOS AG, Basel, Schweiz

Da ist die Rede von Praktika. sic!

Ehrlich, mir fällt es schwer, den Worten von Kraft zu vertrauen. Eher kann ich glauben, dass Kraft den Hinweis auf die Zenit GmbH gelöscht hat, weil die Firma in einen NRW-Förderskandal vor zwei Jahren verwickelt war.

Wie dem auch sei. Wenn Sie das sagt. Jeder Mensch kann sich seine eigene Meinung bilden.

Der Rechtsanwalt von Hannelore Kraft will mir unterdessen per Unterlassungserklärung verbieten lassen, dass ich nach diesem Zusammenhang frage. Die genauen Zusammenhänge habe ich hier erklärt: klack.

Die Frist für die freiwillige Abgabe der Erklärung ist heute abgelaufen. Ich bin gespannt, ob es nun vor Gericht weiter geht, oder ob wir es hier bei diesem Widerspruch belassen.

Zum Abschluss zitiere ich noch aus einem Landtagsprotokoll aus dem Jahr 2007, in dem die Rolle von Kraft im Skandal hinterfragt wurde.

Am 28. März 2007 sagte Innovationsminister Andreas Pinkwart

Der Landesrechnungshof setzt sich dezidiert mit einem rot-grünen Förderprojekt für das Ruhrgebiet auseinander. Er spricht von administrativen Fehlern der Ministerien Schartau, Behler und Kraft. Ich kann verstehen, dass Sie davon ablenken möchten. Aber, meine sehr verehrten Damen und Herren von der Opposition, das werden wir Ihnen nicht durchgehen lassen.



118 Kommentare und 2 Ping(s) zu »SPD-Kraft erklärt sich mehr schlecht als recht«

  1. #51 | 3fler sagt am 29. Juni 2009 um 23:49

    Es passt ins Bild… die SPD versucht sich mit allen Mitteln schön-zu-klagen bzw. zu beklagen. Sei es das Mitgehen bei Zensurgesetzen, dem peinlichen und offenbar gestellten Rauswurf von Jörg Tauss oder auch die Last-Minute (Be)Klage zum Wahlrecht… von dem die SPD ja bislang immer profitiert hat.
    Diese Partei ist nur noch peinlich, nicht mehr ernsthaft wählbar und ihre Spitzenpolitiker sind in meinen Augen zumeist machtgeile Postenhocker, die in der freien Wirtschaft (und ich meine keine halbstaatlichen Quasi-Behörden) nie eine Chance hätten!

    Daher vielen Dank an Frau Kraft, die uns gezeigt hat das die SPD nicht nur im Bundestag (siehe oben: Zensur, Tauss und Wahlrechtsklage) sondern auch auf Ebene des einzelnen Politikers eine höchst zweifelhafte und ekelerregende Veranstaltung ist!

  2. #52 | Tobias W. sagt am 29. Juni 2009 um 23:55

    Ich habe der guten Frau mal folgendes per Email zukommen lassen:

    Sehr geehrte Frau Kraft,

    mit Bezug auf Ihren Disput mit den “Ruhrbaronen” möchte ich folgendes anmerken:

    Ihre fadenscheinigen Gründe, aus denen Sie angeblich Ihren Lebenslauf geändert haben, glaubt Ihnen kein Mensch. Insbesondere die Argumentation der “Ruhrbarone” unter [1] ist wesentlich plausibler. Sie machen sich lächerlich.

    Die Art und Weise, wie Sie gegen den Beitrag der “Ruhrbarone” vorgehen, ist schändlich. Meinungsfreiheit mit einer Unterlassungserklärung durch einen Anwalt zu bekämpfen ist einer Demokratin unwürdig. Falls die Äußerungen der “Ruhrbarone” stimmen, dass die Unterlassungserklärung am Freitag mit Frist des heutigen Montag zugestellt wurde, grenzt das an sittenwidrigen Rechtsmißbrauch. Dafür sollten Sie sich schämen.

    Die SPD hat in Gestalt Ihrer Person mal wieder bewiesen, dass Sie für intelligente, freiheitsliebende Menschen wie mich nicht wählbar ist. In Bezug auf Bürgerrechte, Transparenz und Netzpolitik beweisen Sie in einer fast schon grotesk unterhaltsamen Weise Ihre Inkompetenz. Je rücksichtsloser Sie gegen die Verbreitung und Deutung von Information vorgehen, die ohnehin öffentlich waren (durch Sie persönlich, Ihre Partei, die Opposition usw.), desto größer wird das öffentliche Interesse auf diese Informationen und ihre Bedeutung gelenkt. Da Sie in der Sache hoffnungslos lächerlich und verloren sind, wäre es einfach besser gewesen, den Beitrag der “Ruhrbarone” zu ignorieren. Ich (und viele andere) wären nie auf den Beitrag gestoßen. Jetzt setzt der “Streisand-Effekt” [2] ein. Die Tatsache, dass Sie ein kleines, möglicherweise brisantes Detail aus ihrem Leben verheimlichen, wird im Vergleich zu Ihrem jetzigen Verhalten bedeutungslos erscheinen.

    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Partei noch einen erholsamen Lebensabend. Machen Sie weiter so und marginalisieren Sie sich selbst. Niemand braucht eine SPD mit Politikern wie Ihnen an der Spitze.

    mit freundlichen Grüßen,

    Tobias W.

    [1] http://www.ruhrbarone.de/spd-kraft-erklart-sich-mehr-schlecht-als-recht/
    [2] http://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt

  3. #53 | wwender sagt am 29. Juni 2009 um 23:58

    Muhahahah: Die SPD ist DIE Internetpartei in Deutschland. Wieder ein eindrucksvoller Beweis wie unfähig die Leute dort sind was den Umgang mit modernen Medien angeht. hehehe aber der münte twittert munter (ähhh lässt twittern :) )

  4. #54 | Bastian aus Koblenz sagt am 30. Juni 2009 um 00:03

    @ Patrick

    Lieber eifriger Genosse Patrick( ich vermute mal, daß Du einer bist – wenn nicht, dann schick mir ne Unterlassungserklärung zu und lese trotzdem aufmerksam !),

    dein Einsatz für die Partei ist allerlobenswert, nur es wird Dir keine(r) danken. Du forderst Beweise oder sonstige Zurückhaltung… ein guter Tip für Frau Kraft, diese vorzulegen , wie es im Moment aussieht.

    Wer innerparteiliche Strukturen kennt, weiss, dass gegenüber der Presse im allgemeinen eine überlegte und eher lässige Strategie angewandt wird. Nun scheint aber David wohl einen wunden Punkt bei Goliatha getroffen zu haben. Warum sollte Frau Kraft sonst so panisch reagieren ? Du scheinst auch nicht den Blog gelesen zu haben…sonst würdest Du dafür eintreten, dass Frau Kraft eine schlüssige Begründung auf den Tisch legt.

    Entschuldige, wir wissen vermutlich beide wie es läuft: Eine beratende Agentur schaut sich den öffentlichen Auftritt der Kandidatin im Vorfeld des Wahlkampfes an uns spricht Empfehlungen aus: “Dies und das würden wir verändern… Der Bezug auf die xy-GmbH könnte negative Assoziationen bei unentschiedenen Wählern wecken. Besser wäre eine neutrale Formulierung im Lebenslauf” Also wird geändert…

    Ich gebe Dir recht – keine staatstragende Vertuschung… aber dennoch eine Verschleierung des politisch Relevatem. Und das kommt eben nicht gut bei Poltikern. Und trotzdem gut, wenn politisch kompetente Journalisten darauf aufmerksam machen.

    Am Ende bleibt…eine überzogene Reaktion einer ehrgeizigen Politikerin, die die Recherche erst interessant macht… Klassisches griechisches Eigentor. “Hättest Du geschiegen, wärest Du ein Philosoph geblieben” ;-)

    …und frei nach Thomas Gottschalk:

    QEE Quod est expectandum ( Was zu erwarten war )

  5. #55 | vita112 sagt am 30. Juni 2009 um 00:09

    …vielleicht ist der Versuch einer Unterlassungsklage ja einfach mal der Versuch von Frau Kraft, um überhaupt einmal ein wenig Öffentichkeit zu bekommen. Wenn dem so ist, wäre an dieser stelle ein Glückwunsch angebracht. Steilvorlage für die CDU ist es wohl, nur hatten die ja auch genug Probleme mit ihrem Personal in letzter Zeit in NRW, da sei ihnen dieser kleine “Lapsus” von Frau Krafts Beratern ja mal gegönnt.

    vita112

  6. #56 | julia seeliger sagt am 30. Juni 2009 um 00:14

    kindische Begründung. bzw: Browser-was-sind-nochmal-Browser

  7. #57 | Patrick sagt am 30. Juni 2009 um 00:16

    Mal ganz ehrlich: Mir wird bei der Geschichte zu viel mit Anscheinsvermutungen gearbeitet.
    Möglich, dass Kraft (oder ein Büromitarbeiter) den Absatz löschen ließ, weil die Firma bei den mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten der Fördergelder involviert ist oder weil Wirtschaftsnähe von Politikern aktuell eher negativ besetzt ist.
    Daraus aber ganz unschuldig in den Raum zu stellen, dass sie womöglich persönliche Verantwortung trage, halte ich für viel weit gehend.

    Entweder gibt es dafür wirklich stichhaltige Be- oder wenigstens Hinweise (und die sehe ich hier eher weniger), oder man lässt es.
    Selbstverständlich weiß mittlerweile jeder, dass es äußerst unklug ist, Blogger juristisch anzurempeln, dennoch halte ich diese Anscheins-Kausalitäten für falsch.

  8. #58 | Patrick sagt am 30. Juni 2009 um 00:18

    Nachtrag: Ich bin ein anderer Patrick als #29, 38, 46, 48

  9. #59 | Thomas sagt am 30. Juni 2009 um 00:21

    Es gibt auch noch einen Nebenast zu diesem Konflikt, auf diesem “Hannelore Kraft über ihren Rechtsanwalt den CDU-Generalsekretär aufgefordert, diese rechtswidrigen Darstellungen zukünftig zu unterlassen».

    Laut ddp-nrw.

    Zitiert nach:
    http://www.pr-inside.com/de/rechtsstreit-zwischen-spd-und-cdu-r1352638.htm

  10. #60 | Seb sagt am 30. Juni 2009 um 00:37

    Wenn ich mir hier einige Antworten so ansehe, komme ich doch wirklich ins grübeln ob manche Leute hier nicht doch Probleme mit dem Recht auf freie Meinungsäusserung haben? David hat lediglich die Tatsache erwähnt (und das ist Fakt), dass hier Teile des Lebenslauf “korrigiert” wurden. Auch hat er in diesem Zusammenhang nur erwähnt, dass die besagte Firma in einem Skandal verwickelt war. Nichts steht da, dass Kraft in diesen Skandal verwickelt ist. So, wenn dann Kraft sagt, dass (ausgerechnet dieser Teil!) gekürzt wird, damit wieder mehr Platz (im Internet, auf Webservern, etc??) da ist, ist das schon ein wenig schräg und weckt doch die Neugierde. Warum darf man darüber nicht berichten? Wir sind hier in Deutschland und nicht im Iran, China, etc., aber einige Politiker haben offensichtlich Probleme damit…
    Dass Kraft dann mit dem Anwalt ankommt, zeigt wieder mal wie sehr man sich von der (neuen) Realität entfernt hat (insbesondere die SPD).

    Fazit: Kritik ist erlaubt solange sie fair ist. Wenn aber jemand wegen der Ausübung seines Rechtes auf freie Meinungsäusserung kritisiert wird, ist das schon bedenklich. Denn, hier wird mehr Demokratie gelebt als bei manchen Parteien.

  11. #61 | Die Stimme der freien Welt sagt am 30. Juni 2009 um 03:06

    Aus der Reihe “Die Abmahner lernen es nie” heute: Hannelore Kraft, SPD…

    Schau an, die Leute lernen nach wie vor nicht aus Monigate und Co.. Haben wir nicht endlich mal gelernt, daß das Schwingen einer juristischen Keule in Ersatz normaler Kommunikation keine sonderliche gute Idee ist?

    Normale Kommunikation unter Menschen…

  12. #62 | Jan-Robin sagt am 30. Juni 2009 um 07:40

    Moin,

    dass Frau Kraft ihren Lebenslauf aufgrund von Platzmangel kürzt mag man befremdlich finden und dass sie bei solchen Auseinandersetzungen einen Anwalt bemüht ist ärgerlich, aber:

    Bei aller journalistischen Freiheit muss es auch Grenzen geben, wenn diese mit nicht nachweisbaren Vermutungen und Unwahrheiten einhergeht.

    Beispiel: “Nicht mal mehr auf Seiten der damals SPD-nahen Firma ist ein Hinweis auf elf Jahre Kraft zu finden”.

    Auf dem Internetauftritt von Zenit lässt sich der Lebenslauf von Hannelore Kraft als PDF problemlos herunterladen und einsehen:

    http://netzwerk.zenit.de/de/ut_archiv/assets/2002/VitaKraft.pdf

    Dort ist auch ihre Projekttätigkeit dargestellt.

    Dass bei einer ausgeschiedenen Mitarbeiterin nicht prominent auf sie hingewiesen wird, halte ich für nachvollziehbar.

    Ansonsten an das Plenum die Frage: wie würdet ihr euch verhalten, wenn über euch in dieser Form berichtet wird? Als ich den Artikel von Herrn Schraven las, drängte sich der Eindruck auf, dass es mehr um Unterstellung und Skandal geht, als um fundierten und seriösen Journalismus.

    Wie gesagt: ich bin überhaupt kein Freund von sofortigen rechtlichen Schritten, aber Journalismus ist auch kein Freifahrtschein für Unterstellungen.

    Jan-Robin

  13. #63 | Patrick sagt am 30. Juni 2009 um 07:43

    #53: Leider ein Griff ins Klo! Weder bin ich SPD-Mitglied noch habe ich die SPD jemals gemählt (kann mich allerdings daran erinnern, verbotener Weise mal als Kind für meine Mutter das Kreuz an der entsprechenden Stelle gemacht zu haben). Und überhaupt selbt wenn was ändert das? Du unterstellst doch, dass man als Mitglied einer Partei oder Organisation mit dem Eintritt in selbige das kritische Denken eingestellt hat. Das ist eine Art und Weise wie sie vielleicht weit verbreitet ist (anscheinend auch im Internet (Blogger/Internetuser=gut; kritischer Beobachter=nicht-gut/SPD-Mitglied), sie ist aber nicht meine Art. Na ja, das war jetzt schon fast offtopic, aber es ist natürlich auch eine schöne Strategie nicht die inhaltlichen Argumente aufzugreifen, sondern andere persönlich anzugehen…ich bin weg und komme nicht mehr wieder (versprochen)

  14. #64 | RA-Koenen sagt am 30. Juni 2009 um 07:59

    Frau Kraft sowie einige Teile der SPD haben – wie die SPD schon mehrfach u.a. im hessischen Metzger – Ypsilanti- Skandal gezeigt hat- ein merkwürdiges Verständnis von Meinungsfreiheit und deren Einschränkung.
    Verfassungsmässig halte ich die Aufassung von Frau Kraft schon für stark bedenklich.

    Argumentativ darüher hinaus wenig einsichtig, zumal die SPD-Fraktion noch heute genug “Platz” für die “alte” Darstellung des Lebenslaufes von Frau Kraft hat, s.
    http://www.spd-fraktion.landtag.nrw.de/spdinternet/www/startseite/Koepfe/Fraktionsvorsitzende/index.jsp
    “1989 – 2001
    Unternehmensberaterin und Projektleiterin beim Zentrum für Innovation und Technik NRW (ZENIT GmbH) in Mülheim an der Ruhr”

    Naja, wo steht geschrieben, daß Erklärungen von Politikern immer logisch, einleuchtend und glaubwürdig sein müssen ;-)
    Schliesslich befinden wir uns ja nicht im Krieg, sondern “nur” im Wahlkampf :-)

  15. #65 | B. Hering sagt am 30. Juni 2009 um 08:05

    Interessant, Herr Schraven mag nicht mit Frau Kraft auf die stille Fischtreppe. Aber eine Zensur findet ja auch hier nur im Rahmen des Ermessens statt.

  16. #66 | Paul Havers sagt am 30. Juni 2009 um 08:40

    Frau Kraft reagiert in der Tat sehr kleinlich und zeigt sich bei Spon nicht einsichtig, dass sie mit der Aktion einen Bock geschossen hat. Vergessen sollte man aber nicht, dass es hier um die Einzelperson Kraft geht und nicht die SPD – auch wenn die Dame dort ein Spitzenamt hat. Mich würde interessieren, ob die NRW-SPD in dem Kraft-Angriff auf Autor David voll hinter ihr steht. Hat sich da schon jemand geäußert?

  17. #67 | David Schraven sagt am 30. Juni 2009 um 08:59

    @ Jan-Robin.

    So wie ich das sehe, ist die Kraft nicht auf zenit.de zu finden, sondern nur unter der Subdomain.

    Ich habe aber nur auf der Domain gesucht, weil da der direkte Zugriff ist.

    Dass die Zenit nicht alle Spuren auf Kraft löschen kann ist klar. Genauso wie Kraft nicht alle Spuren von Zenit aus ihrem Lebenslauf löschen kann.

    Im Landtag gibt es strenge Regeln, was da in der Vita zu stehen hat. Da kann keiner seinen CV frisieren wie er will.

    Anders sieht es im eigenen Bereich aus. Da kann man mal ein paar Worte aus einem Lebenslauf streichen – weil da kein Platz mehr im Netz ist.

    @ Patrick,

    ich habe nirgendwo gesagt, dass Kraft Verantwortung für den Skandal trägt. Ich habe gesagt, dass vor zwei Jahren ihre Rolle hinterfragt wurde, weil die Zenit GmbH in den Skandal verwickelt war.

    Dazu kann ich beweisen, dass

    a) Kraft eine Rolle spielte – weil sie auch noch als Ministerin Verbindungen zu Zenit hatte und

    b) dass damals die Rolle von etlichen Politikern und Medien hinterfragt wurde.

    http://www.ruhrbarone.de/spd-spitzenkandidatin-kraft-gegen-ruhrbarone/

    Man sollte schon so fair bleiben und mir nicht Sachen in die Tastatur legen, die da nicht stecken.

  18. #68 | Patrick (2) sagt am 30. Juni 2009 um 09:11

    “dass damals die Rolle von etlichen Politikern und Medien hinterfragt wurde.”

    Deshalb muss man sich diese Mutmaßungen doch nicht zu eigen machen. Selbstverständlich “hinterfragt” die politische Opposition bei solchen Fällen alles und jeden.
    Das ist aber aus meiner Sicht kein Grund, sich diese Unterstellungen anzueignen, indem man darauf hinweist, dass es diese Vorwürfe gegeben hat, ohne dem Leser weiteres Material an die Hand zu geben.
    Dabei muss man das auf zwei Ebenen sehen: Als Meinungsäußerung ist das in Ordnung, journalistisch sehe ich das allerdings an der Grenze zur Bodenlosigkeit, wenn man in den Raum stellt, dass damals schon jemand Vorwürfe in den Raum gestellt habe (offenbar ohne Ergebnis).

  19. #69 | David Schraven sagt am 30. Juni 2009 um 09:24

    @ Patrick,

    ich hab mir die Vorwürfe nicht zu eigen gemacht. Das legst Du mir in den Mund.

    Ich hab gesagt, dass ich es merkwürdig finde, wenn die Verbindungen zwischen der Politikerin und ihrer Ex-Firma im CV auf ihrer Homepage vertuscht werden. Das ist der entscheidende Punkt.

    Dann habe ich gefragt, ob vielleicht der Grund dafür der ist, dass damals die Firma in einen Förderskandal verstrickt war. Dass also Taue gekappt werden sollen. Ich habe mich über die Aktion besonders deshalb gewundert, weil damals eben auch die Rolle von Kraft in dem Förderskandal hinterfragt wurde. Warum also wird diese Passage gelöscht?

    Kraft sagt, weil zu wenig Platz im Internet da ist. Gut, das kann man glauben, das kann man auch lassen.

    Hab ich mir dabei hier einen Vorwurf zu eigen gemacht? Dann sag mir welchen konkreten Vorwurf.

    Tut mir leid. Ich kann das nicht sehen.

    Weiteres Material habe ich dem Leser vorgelegt. und zwar hier:

    http://www.ruhrbarone.de/spd-spitzenkandidatin-kraft-gegen-ruhrbarone/

  20. #70 | kellerkind sagt am 30. Juni 2009 um 09:44

    @Schraven

    Sagmal wurde hier irgendwer verurteilt? Oder bestand nur der verdacht? Wer glaubst du eigentlich wer du bist, das du hier jetzt mit Schmutz auf jemanden wirfst, der nie zur rechenschaft gezogen wurde, der nichtmal angeklagt wurde.

    Wer hat schon nicht in seinen CV details weggelassen. Was kommt als nächstes? Früher fand Sie Fotografie super und heute Malerei. AAAAAH SIE HAT IHR CV VERÄNDERT!!! (Ok ist weit her geholt)

    Aber eines möchte ich Schraven noch sagen: Menschen wie du es behauptest einer zu sein, sind verantwortlich, das unsere demokratisches System so nicht mehr funktioniert. Ich bin auch gegen vertuschung und gegen politikerlügen.

    Aber MANN wegen so einer kleinen scheisse gibst du den Politikern Grund nicht mehr über Politik zu sprechen. DU lenkst von den wirklichen Problem unserer Welt wegen deinen 15 Ruhm ab!! Wir stehen kurz vorm Staatsbankrott, 6 mio Arbeitslose werden erwartet und du hast als “Journalist” verdammte scheisse nix besseres zu tun als die um ein Detail eines CV zu kümmern. Geh und suche nach Themen und Lösungen die unsere Gesellschaft und Wirtschaft betreffen!!!!

    Ich kenne diese Frau nicht und ehrlich gesagt ist mir das völlig egal. Auf Spiegel bin ich auf das Thema gekommen. Achmadinichad macht gerade das selbe was du auch hier tust: Ablenken von den wirklichen problemen unserer Welt. Ja ich stelle dich in eine Reihe mit ihm!!!

    Denkmal darüber nach!

    MFG

    Kellerkind

  21. #71 | kellerkind sagt am 30. Juni 2009 um 09:55

    Übrigens einen tolles Filtersystem (Zensurfilter?) habt Ihr hier, da könnte van der Leien rotanlaufen vor neid.

  22. #72 | Der Meister sagt am 30. Juni 2009 um 09:59

    @Kellerkind:

    Geh zurück dahin, woher die gekommen bist.
    Die SPD hat zu viele Wähler. Und daher ein neues Geschäfsmodell: Abmahmen! Damit will die SPD Milliarden verdienen. Und die Kraft hat aus dem Vorgang Ypsilanti gelernt. Denh jede PR ist gute PR, egal was man macht.
    Wenn dir diese Frau egal ist, warum postest du dann deinen Mist hier? Geh doch zu Helmut Kohl und seinen Freunden und hol dir den Bimbes ab!

  23. #73 | RA-Koenen sagt am 30. Juni 2009 um 10:05

    Ich sehe das genauso wie Herr Schraven.

    Das Problem ist nur, daß anscheinend nicht nur Leute wie “Patrick” diese Botschaft – bewußt oder unbewußt? – gerne hier transportieren oder kolportieren wollen, sondern auch andere dies gerne in diesem “Fahrwasser” sehen würden.

    Ich halte eine solche Diskussion hier über diesen Punkt in mehrfacher Hinsicht für gefährlich.
    Einerseits wird der Blog zum Transport dieser Fehlinterpretation “missbraucht”, so daß man von der Gegenseite schon deswegen abmahnen könnte, weil das Gerücht hier durch Dritte aufgeworfen, verbreitet und intensiviert wird. Der Bloginhaber wirkt dann ungewollt und aufgezwungen durch die ständigen Diskussionen als mittelbarer Täter an der beginnenden und schleichenden Rechtswidrigkeit seines eigenes Bloges mit und begeht dadurch quasi seinen “Blog-Suizid”.
    Andererseits hat der Blog-Inhaber natürlich die (Mit-) Verantwortung für alles, was von Dritten veröffentlicht wird. Ob er sich davon distanziert oder nicht, spielt insoweit keine Rolle.

    Also, besser nicht auf´s “Glatteis” führen lassen!
    Wenn jemand der Meinung wäre oder ist, daß eine “andere Interpretation” als die geäußerte Meinung hier zum Tragen kommt, besser löschen als diskutieren…
    Das mag zwar vielleicht einigen “Netzindiandern” nicht schmecken, aber es kann sich nunmal nicht jeder Anwaltskosten in 4 bis fünfstelliger Summe monatlich leisten. Andere können dies ja gerne auf ihrer Website ergiebig austesten.

  24. #74 | David Schraven sagt am 30. Juni 2009 um 10:07

    @ RA Könen,

    Danke für den Tipp!!

  25. #75 | Stefan Laurin sagt am 30. Juni 2009 um 10:13

    @Kellerkind: Wir haben hier schon immer eine ganze Reihe von Kommentaren gelöscht: Alles was beleidigend ist fliegt ebenso raus wie alles Rechtsradikale. Dazu Behauptungen wie “Alle Politiker sind Verbrecher” oder auch offensichtlich falsche Behauptungen (“Der Islam schreibt seinen Gläubigen vor alle Christen zu töten”). Wir wollen hier ein Forum schaffen, in dem vernünftig diskutiert werden kann – und das ist uns, glaube ich, auch ganz gut gelungen. Mit Zensur hat das nix zu tun. Von mir aus kann jeder schreiben was er will – nur nicht bei uns.

  26. #76 | Fridolin sagt am 30. Juni 2009 um 10:14

    @David Schraven

    Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.

    1) und um welchen Förderskandal bei ZENIT geht es eigentlich? In Post #37 hast Du ja ‘schon’ Interesse geäußert, das rauszufinden. Für jemanden, der vollmundig von Förderskandalen bei ZENIT redet, ein wirklich früher Zeitpunkt, um sich darüber zu informieren. Bin gespannt, wann Du von ZENIT auch noch eine Aufforderung zur Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung bekommst.

    2) in #67 schreibst Du: “Dazu kann ich beweisen, dass a) Kraft eine Rolle spielte – weil sie auch noch als Ministerin Verbindungen zu Zenit hatte und …”
    ZENIT ist eine Organisation, die teilweise im Besitz des Landes NRW ist. Da ist es wirklich verwunderlich, dass eine Wissenschaftsministerin mit ZENIT Kontakt hatte. Aber der Skandal geht noch weiter. Kraft hatte, und das kann ICH beweisen, sogar Kontakt zu den Hochschulen in NRW.

    Mach erstmal deine journalistischen Hausaufgaben, bevor Du so eine Scheiße in die Welt setzt. Und liefere Beweise, statt Anspielungen, Verdächtigungen und üble Nachrede.

    Bin übrigens nicht SPD-Mitglied …

  27. #77 | Prinz John sagt am 30. Juni 2009 um 10:14

    Es gibt doch erfreulicherweise noch Journalisten die sich von unseren Politdeppen nicht gleichschalten lassen, bzw. Rückgrad zeigen.

    Vielen Dank

  28. #78 | kellerkind sagt am 30. Juni 2009 um 10:39

    @Stefan Laurin Du schriebst: “Mit Zensur hat das nix zu tun. Von mir aus kann jeder schreiben was er will – nur nicht bei uns.”

    Deine Worte sind weise gewählt. Sehen wir das in einem anderen Kontext:

    Hu Jintao (Präsident von China): Mit Zensur hat das nix zu tun. Von mir aus kann jeder schreiben was er will – nur nicht bei uns.

    Mahmud Ahmadinedschad (Präsident von Iran): Mit Zensur hat das nix zu tun. Von mir aus kann jeder schreiben was er will – nur nicht bei uns.

    Interessant wie ich finde. Worauf möchte ich hinaus? Das Filtersystem wird in den USA betrieben, die Betreiber dieser Seite haben keinen Einfluss darauf. Das bedeutet: Das im Falle einer Filterung, die vielleicht nicht von euch gewollt ist, aber durch Akismet gefiltert wird. Das wiederum fällt wieder auf den Betreiber des Blogs zurück, der dann der Zensur bezichtigt werden kann oder wird. Ich sitze alleine im Auto, aber ich fahre nicht, sondern jemand anderes. Wer ist im Falle eines Unfalls schuldig? GENAU!! ;-)

    Zum Thema:

    Kann mir jemand sagen was DerMeister von mir möchte?

    MFG

    Kellerkind

    PS: Ich bin kein Mitglied irgendeiner Partei in Deutschland. Mich stört es nur, das von der eigentlichen Problematik im diesen Land abgelenkt wird. Wer sagt mir, das der Verfasser dieses Artikels nicht mit der Politik unter einem Hut steckt? Klingt nicht so unlogisch wie es vielleicht im ersten moment den Eindruck macht. Ich unterstelle das nicht und ch weiss es auch nicht, aber mache mir halt meine Gedanken.

  29. #79 | Stefan Laurin sagt am 30. Juni 2009 um 10:46

    @Kellerkind: Der Vergleich hinkt gewaltig. Regierung können Menschen unter ihrem Herrschaftsbereich versuchen zu zwingen, etwas nicht zu schreiben. Wir wollen verschiedene Sachen nur nicht auf unserer Seite stehen. Hier bestimmen wir alle zusammen (Die über 26 Betreiber) was passiert – und was nicht. Das ist schon eine gänzlich andere Nummer. Wir machen das hier aus Spaß und mir macht es keinen Spaß jeden Unfug zu veröffentlichen. Deswegen tun wir das nicht.

  30. #80 | RA-Koenen sagt am 30. Juni 2009 um 10:54

    @Schraven

    Gern geschehen!

    Weiterhin viel Glück & Erfolg und nicht den Kopf verlieren ;-) !

  31. #81 | kellerkind sagt am 30. Juni 2009 um 11:01

    Naja wie auch immer. Es gibt eine Sache an der ganzen Blogszene die mich gewaltig stört. Blogger sehen ihre Meinungsfreiheit als unanstastbar, jeder der sich dagegen wehrt ist ein faschist,meinungstöter und was weiss ich noch alles.

    Jemand der sich Blogger nennt, der brauch genau wie jeder andere der sich zu Themen äußert eine qualifikation. Eine Prüfung meinetwegen, genau wie jeder Journalist, Redakteur, Frisör und Bäcker. Wenn man einfach in die Welt was raus posaunt ohne fachliche kompetenz, ohne backgroundcheck usw.. dann schadet das dem ganzen System des Internets und im ganzen der freiheit der Meinungsäusserung. Der Herr Schraven hat allen Bloggern, Menschenrechtsverteidigern und Freiheitliebenden einen Bärendienst erwiesen, in dem er hier wilde Spekulationen in die Welt hinausbrüllt ohne das vorher gründlich überprüft zu haben. Was ist das bei ZENIT gelaufen? Wer waren die Hintermänner? Wie hoch war der Schaden für die Bevölkerung? Wurde ermittelt und was waren die Ergebnisse?

    Als diese Fragen müssen Sie sich Herr Schraven gefallen lassen. Du kannst doch nicht einfach die Leute diffamieren und deren Ruf schädigen? Was bist du für ein Journalist?

    Was die Sache dann noch schlimmer macht ist die Bloggerszene! Die stellen sich nach Zeitungsberichten hinter Herrn Schraven. Was??? Warum sollten die das tun? Viele Blogger machen verdammt gute Arbeit. Sie beherrschen ihr Handwerk. Sie sind keine lästernden Waschweiber, sondern intelligente und fachkundige Bewacher unseres Systems!

    Ich sollte einen Blog über diesen Blog veröffentlichen! Eine Schande ist das.

    MFG

    Kellerkind

  32. #82 | Dennis sagt am 30. Juni 2009 um 11:33

    @Kellerkind Ich meine es nicht böse, aber der der hier von der zentralen Problematik ablenkt bist du. Bleib doch bitte problemzentriert.

    @ RA Koenen: Sehr nett, dass Sie diesen Hinweis erwähnen. Das wusste ich so auch noch nicht. Grundsätzlich müsste aber doch die Situation hier anders angegangen werden. Jede juristische Intervention hat doch in der Regel ein Ziel. Ich bin mir sicher, dass – sollte es das Ziel sein die Ruhrbarone resp. David zu “ruinieren” – hierfür multiple Möglichkeiten in Betracht kommen. Wenn wir nun allerdings in die Richtung der “Gegenseite” blicken, dann erscheint da nicht eine stupide Kochbuchbesitzerin, sondern eine Politikerin mit Vorbild- und Repräsentationsfunktion. Das Ziel irgendwen oder irgendwas zu “ruinieren” schließt sich daher sowohl moralisch wie politisch aus. Oder seit wann machen es sich Landespolitiker zum Ziel, Journalisten zu ruinieren, weil sie eine Veränderung im Lebenslauf konstatieren? Politik repräsentiert die Aushandlung von Interessen und den Diskurs. Diesem Grundsatz hat Kraft meiner Meinung nach schon mit ihrem Vorgehen den Rücken gekehrt. Kurzum: Natürlich ist es möglich, David juristisch weiter zu bedrohen, aber wer dafür letztlich den höheren Preis zahlt, das entzieht sich dem Einfluß der Juristerei und steht daher auf einem anderen Blatt.

  33. #83 | Peterle sagt am 30. Juni 2009 um 11:39

    Besten Dank

    Lieber Herr Schraven!

    Ich danke Ihnen sehr für diesen digitalen Tritt ins Gemächt der SPD. Bitte machen Sie weiter so. Zeigen Sie diesen analogen Steinzeitrelikten die sich heute noch das Internet ausdrucken (lassen) wo ihr Platz ist. Wenn Sie können, lassen Sie bitte keine Gnade walten. Meiner Unterstützung gegen diese scheintoten und anachronistischen Personifikation der Machtgeilheit können Sie sich sicher sein!!

    Gruss und Respekt!!

    Peterle

  34. #84 | RA kellerkind sagt am 30. Juni 2009 um 11:51

    Ich meine es auch nicht böse, aber leider habe ich hier explizit zum Thema, Herrn Schraven fragen gestellt. Leider ist der gute Herr nicht bereit zu antworten oder er kann es nicht. Ich meine es doch nicht sooo böse, ich will doch nur eine Antwort.

    §1 Absatz 1 der Bloggergesetzbuches:

    Meine Freiheit die Meinung zu äußern hört dort auf, wo die Freiheit eines anderen anfängt. Habe ich vor meine Freiheit die Meinung zu äußern soweit auszudehnen, das ich die des anderen überschreite, dann habe ich dafür erstklassige Beweise und es sind mir keine Fehler bei der Untersuchung des Vorfalls unterlaufen. AMEN

    Ich erwarte weiterhin Ihre Antwort Herr Schraven.

    Ich möchte hier auch noch mal abweichend zum Thema auf Herr RA KÖNEN antworten:

    Sie schrieben: “Also, besser nicht auf´s ?Glatteis? führen lassen!
    Wenn jemand der Meinung wäre oder ist, daß eine ?andere Interpretation? als die geäußerte Meinung hier zum Tragen kommt, besser löschen als diskutieren?
    Das mag zwar vielleicht einigen ?Netzindiandern? nicht schmecken, aber es kann sich nunmal nicht jeder Anwaltskosten in 4 bis fünfstelliger Summe monatlich leisten. Andere können dies ja gerne auf ihrer Website ergiebig austesten.”

    Sie sind ein Meinungs- und Dialogunterdrücker. Soll das RA vor Ihrem Namen Ihnen die glaubwürdigkeit eines RechtsAnwalts verleihen? Solltest du wirklich ein Anwalt sein (was ich sehr extrem bezweifele) dann würdest du dir in deinem Beitrag nicht 2 mal selber wiedersprechen. Man muss darauf acht geben was man sagt, wenn nicht löschen, wenn ja Anwalt, wenn nicht Verleumdung. Ich behaupte du bist kein Anwalt, sondern ein Scharlatan. So jetzt habe ich was behauptet und deine Rechte als Träger aller Menschenrechte denunziert. Was nun? Ich habe es nicht journalistisch hinterfragt, habe keine Untersuchung angestellt. Ich behaupte es einfach nur. Wie sieht den die rechtslage aus? Werde ich abgemahnt?

    MFG

    Kellerkind

  35. #85 | bonsay sagt am 30. Juni 2009 um 12:24

    Hallo liebes Kellerkind,

    man muss doch nicht nachweisen das jmd. in einen Skandal (mit einer Firma) verstrickt war um erwähnen zu dürfen das 1.) die Firma in einem Skandal involviert war und 2.) die Person auch schon mal von verschiedenen Zeitungen (ich rede von seriösen Zeitungen) in den Zusammenhang gebracht wurde. Keiner unterstellt der Person dann damit direkt eine Beteiligung an diesem Skandal. Nur das in der Vergangenheit darüber spekuliert wurde.

    Ich glaube (Achtung, Mutmaßung!!!) das es am ehesten wie in #54 abgelaufen ist. Negative Assoziationen stören im Wahlkampf. So einfach – ohne Hintergedanken.

    Und Zitate von Einzelpersonen auf andere Staatsführer (die ja nicht für sich sondern für das ganze Volk sprechen) zu übertragen ist ja wohl etwas… naja kindisch.
    Ich könnte jetzt auch ein Kellerkind-Zitat von Herrn Mahmud Ahmadinedschad sagen lassen:
    “Was die Sache dann noch schlimmer macht ist die Bloggerszene!”
    Wäre aber auch nicht sehr gerecht, oder?

  36. #86 | David Schraven sagt am 30. Juni 2009 um 12:24

    @ Kellerkind.

    bitte mäßige Dich.

  37. #87 | Patrick (2) sagt am 30. Juni 2009 um 12:28

    @69:
    “Dann habe ich gefragt, ob vielleicht der Grund dafür der ist, dass damals die Firma in einen Förderskandal verstrickt war. Dass also Taue gekappt werden sollen. Ich habe mich über die Aktion besonders deshalb gewundert, weil damals eben auch die Rolle von Kraft in dem Förderskandal hinterfragt wurde. Warum also wird diese Passage gelöscht?”

    Genau das ist das Problem das ich habe. Hier wird unter dem Mantel des “da kann man sich doch mal fragen?” subtil eine mögliche Verstrickung in diesen Fall impliziert. Nach dem Motto “wenn sie nichts damit zu tun hatte, warum löscht sie es dann?”
    Das halte ich journalistisch für unseriös, da einfach die konkreten(!) Anhaltspunkte fehlen.
    Ich finde dies sehr ärgerlich, weil diese Anscheinsbeweisketten meiner Beobachtung nach in der Blogosphäre immer mehr zunehmen und oft gerade noch an der Grenze zur Meinungsäußerung kratzen, mit Journalismus aber rein gar nichts zu tun haben.

    Seriöser wäre es: a) vorab nachzufragen und nicht “öffentlich”, b) eine These aufzustellen und diese gleichermaßen zu versuchen zu be- und widerlegen. Kommt dann nicht stichhaltiges heraus, wandert die Story in den Müll.

    Stattdessen verfährt man nach dem Alibi-Prinzip. “So, Sie waren also in der Tatnacht in der Nähe des Tatortes? Tadaaa, Fall gelöst!” ;)

  38. #88 | David Schraven sagt am 30. Juni 2009 um 12:30

    @ Kellerkind

    die Antworten auf Deine Fragen findest Du hier:

    http://www.ruhrbarone.de/wp-content/uploads/file/Zenit%205.pdf

    Der Zukunftswettbewerbes wurde von den Prüfern des Landesrechnungshof NRW gerüffelt.

    Nach Ansicht der Prüfer waren die Ziele und die Bewertungskriterien des mit 102 Millionen Euro Landesgeld ausgestatteten Wettbewerbs unklar. Wettbewerbsrechtliche Richtlinien seien verletzt und keine seriösen Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit von Projekten gemacht worden.

  39. #89 | kuba sagt am 30. Juni 2009 um 13:21

    Dieser sog. blogger ist nicht unabhängig. Er ist ein CDU Journalist, der sich wichtig machen will.

  40. #90 | schuri sagt am 30. Juni 2009 um 13:24

    wir leben in neuen zeiten, mit neuen medien, neuen regeln. denn natürlich wurden und werden zeitungsredaktionen häufig mit unterlassungserklärungen konfrontiert. die übrigens nur höchst selten unterschrieben werden – die kosten, die bei einer richterlichen prüfung anfallen, sind kaum höher, als wenn die u-erklärung direkt unterzeichnet wird. kluge verlage lassen es deshalb drauf ankommen. und kluge kläger können ihre beschwerden auch wieder zurückziehen. sollte hannelore kraft m.e. auch machen, weil verfahren gegen meinungsäußerungen, spekulationen, vermutungen kaum gewinnbar sind und alles sowieso nur noch schlimmer machen.

    in meinen printzeiten hatten wir uns auch häufig mit unterlassungserkläungen, einstweiligen verfügungen, gegendarstellungen usw. herumzuschlagen. der erweiterte schutz von persönlichkeitsrechten führte zur absurden situation, dass behauptungen in gegendarstellungen keineswegs der wahrheit entsprechen müssen, dass auch gegen aussagen von dritten gegendarstellungen möglich sind, uvm.

    ganz fies fand ich, dass leute einstweilige verfügungen erwirken konnten, ohne das eine richterliche prüfung stattgefunden hatte. trotzdem war es bis zum termin der anhörung unter androhung von happigen konventionalstrafen (mindestens 250.000 Euro) untersagt, strittige aber oft auch wichtige informationen etwa zu faschisten weiter zu verbreiten. nochmal: ohne richterliche inhaltliche prüfung wurden artikel aus angst vor den kosten vorauseilend aus dem archiv entfernt, fürs internet blockiert und der kläger konnte heraus posaunen, er habe eine einstweilige verfügung erwirkt, die aber keineswegs bedeutete, er habe recht bekommen.

    nun hege ich die hoffnung, dass angeführte einschränkungen der pressefreiheit wieder etwas zurückgefahren werden. wenn kläger damit rechnen müssen, dass ihr vorgehen öffentlich diskutiert wird, vielleicht sogar so öffentlich, wie jetzt hannelore krafts, zuvor auch silvana koch-mehrins vorgehen in diesen und anderen netzöffentlichkeiten, werden sie die füße gewiss etwas stiller halten. und nicht zuletzt entlastet das auch die gerichte ;-)

  41. #91 | RA-Koenen sagt am 30. Juni 2009 um 13:26

    @Dennis

    Mit Ihrem Einwand mögen Sie recht haben, nur wir befinden uns im Wahlkampf und nach absolut subjektivem Empfinden steht es derzeit nicht gut um die SPD. Nun gut, Alt-Kanzler Schröder würde das wieder anders sehen ;-) .

    Das ganze bekommt jetzt weiter eine politische Brisanz, die es vorher vielleicht gar nicht so hatte. Ich sehe da für die “Betroffenen” nicht viele andere Möglichkeiten als sich mit juristischen Mitteln gegen eine unabhängige Presse zu wenden, auch wenn diese nicht immer gewinnorientiert ist.

    Schauen Sie u.a. hier:
    http://www.rp-online.de/public/article/politik/deutschland/726292/Wirbel-um-Krafts-Internet-Seite.html
    http://www.derwesten.de/nachrichten/2009/6/29/news-124122467/detail.html
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,633281,00.html

    Das die juristische Vorgehensweise für eine Diplom-Ökonomin, die schon eigentlich “rechnen” kann, nicht unbedingt immer die Beste ist, haben ihr PR-Menschen anscheinend noch nicht mitgeteilt. Aber das kommt noch!

    Die Sache wird sich in der nächsten Zeit auch weiter hochschaukeln und nach der Wahl interessiert sich auch wieder keiner mehr dafür. Gilt allerdings ausnahmslos für Politiker aller Couleur, die SPD ist eben da keine Ausnahme.

    Nur nehmen die Dinge irgendwann ihren eigenen “Lauf”, s.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hannelore_Kraft

    PS:
    Bei Kindern, die im Keller spielen, empfehle ich immer ein bisschen mehr Sonne und Frischluft. Das wirkt meist doch schon Wunder….besonders, wenn man schon mit der Taschenlampe keinen zusammenhängenden Satz mehr erkennen kann.

    Mit freundlichen Grüssen aus Bonn

  42. #92 | lebowski sagt am 30. Juni 2009 um 14:01

    “1989 – 2001 Unternehmensberaterin und Projektleiterin”

    Das ist ein Beruf, dem nicht gerade SPD-Stallgeruch anhaftet- er müffelt ein wenig neoliberal. Eine Frau, die zwölf Jahre lang im feschen Hosenkostüm von Effizienzbrainstorming zu Personalverschlankungssitzungen geeilt ist, würde ich als SPD-Linker eher nicht wählen. Vielleicht ist es besser, für die Jahre von 1989 bis 2001 eine Lücke im Lebenslauf zu lassen.

  43. #93 | RA kellerkind sagt am 30. Juni 2009 um 14:03

    Ja na endlich, oder doch nicht?

    “Das Prüfungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.”

    Welche Rolle die Frau Kraft spielt und was da genau gelaufen ist, ist aus dem Dokument nicht ersichtlich. Also doch reine Spekulation und keine “Beweise”.

    Wo kann man das Dokument im Original beziehen und lesen? Bitte einen Quellenhinweis.

  44. #94 | David Schraven sagt am 30. Juni 2009 um 14:14

    @ Kellerkind

    Das Dokument ist ein Ausschnitt aus dem öffentlichen Teil des Landesrechnungshofberichtes für das Jahr 2007. Das steht da auch drüber.

    Wenn Du genau gelesen hättest, hättest Du bemerkt, dass die Anmerkung zum Abschluss des Prüfverfahrens sich nicht auf die Stellungnahme des LRH bezieht.

    In diesem Sinne…

  45. #95 | dot8 sagt am 30. Juni 2009 um 14:33

    Interessant auch die Tatsache, das der Bürgermeister von Castrop-Rauxel auf der Website von Castrop-Rauxel als Johannes geführt wird und im Wahlergebnis als Hans Felix http://tinyurl.com/m54kvs

  46. #96 | Oliver sagt am 30. Juni 2009 um 14:35

    Hannelore Kraft – das Eigengewächs der Zenit – wird immer unglaubhafter. Alles andere als ein Richtungswechsel wird langsam fatal für sie und die SPD. Genau so fängt man an, Wahlen zu verlieren.

  47. #97 | Marco sagt am 30. Juni 2009 um 15:51

    Bei unseren “Eliten” funktionieren immer noch die alten Reflexe. Unliebsame Meinungsäußerungen sollen juristisch plattgemacht werden. Das scheint aber im Internet immer weniger zu funktionieren. Erst die Schlappe der Deutsche Bahn AG gegen das Blog Netzpolitik. Dann Koch-Mehrin und Frau Kraft. Wahrscheinlich hätte ich weder von dem Fall Koch-Mehrin noch Kraft etwas mitbekommen, wenn die Damen nicht ihre Anwälte losgeschickt hätten. Jetzt schreibt schon Spiegel online über den Fall Kraft.
    (Fällt mir dazu gerade ein: Joschka Fischer machte damals im Handbuch des Deutschen Bundestages geradezu minimalistische Angaben zur Person. Die erste Angabe ist von 1983, als Fischer auch schon 35 war. Er erwähnt nicht einmal seine Zeit als Umweltminister des Landes Hessen. Andere Abgeordnete erwähnen jedes noch so kurze Gemeinderatsmandat oder die Tätigkeit im Kuratorium von Vereinen…)

  48. #98 | Dirk Fern sagt am 30. Juni 2009 um 17:49

    Sagen Sie mal Herr Schraven, sind Sie eigentlich von selbst auf diese Geschichte gekommen? Lesen Sie wirklich fleißig alle Lebensläufe von Politikern? Oder hat Ihnen da zufällig jemand einen kleinen Hinweis gegeben? Ich weis von Nichts und ich behaupte Nichts. Aber mir schwebt da so eine Ahnung….

  49. #99 | Nick R. Chen sagt am 30. Juni 2009 um 20:34

    Lustige Diskussion hier. Da will ich doch auch mal meinen Senf dazu geben.
    Die Frau Kraft hat ihren Lebenslauf auf ihrer Webseite verändert oder verändern lassen. Wahrscheinlich um die Firma Zenit nicht im Profil auftauchen zu lassen. Dumm nur, ganz dumm nur, dass es im Internet Menschen gibt die aufpassen und auch noch darüber schreiben oder jemand Schreibenden einen Tip geben.

    Nun passiert aber folgendes, die NRWCDU greift das Thema auf und schlachtes es begierig aus. Als Reaktion darauf jagt die gute Frau ihren Anwalt auf den schreibenden (und auch auf die NRWCDU), und will von ihm eine Unterlassungserklärung für das geschriebene. Ich meine, dass das schon fix dreist ist, immerhin kann man hier
    http://web.archive.org/web/20060303135708/www.hannelore-kraft.de/.net/html/8644/welcome.htm
    sehr schön sehen wie es da 2008 noch aussah.

    Ständig kriegen wir als Bürger von den Innenministern der Länder und des Bundes zu hören, dass wir wegen des Überwachungswahn(sinn) doch nicht immer so rumziggen sollen, wenn wir rund um die Uhr mittels Vorratsdatenspeicherung, großen Lauschangriff und der ständig Drohung in der Luft, dass man wegen irgendwelchen mp3s die man irgendwo mal runtergeladen hat,im Wert von 3,90 EUR, per Hausdurchsuchung seine Wohnung und seinen Ruf auf den Kopf gestellt kriegt, dass wir uns das gefallen lassen sollen weil wegen der bösen $Terroristen und den anderen 82 Millionen Gefährdern in diesen Land. Das ist ja alles nur für unsere eigene Sicherheit.
    Wenn allerdings der Spieß umgedreht wird, versucht man alles um die Meldung zu unterdrücken.
    (Sie haben doch nichts zu verbergen Frau Kraft, oder sollte da doch etwas sein? Wozu haben Sie die Eintrag verändert? Weil, wenn sie nichts zu verbergen haben, war Das ja gar nicht notwendig oder sehe ich das Falsch?)
    Was allerdings ganz doll nach hinten los geht. Vorher war es nur ein kleiner Sturm im Wasserglas, den man mit ein oder zwei Erklärungen aus der Welt hätte kriegen können, jetzt aber ist der mediale Supergau da und die Frau Kraft wird mit Sicherheit keine Freude daran haben, denn die Gefahr, dass diese kleine Korrektur im Lebenslauf der Guten zu einer unangenehmen und ungewollten Wendung ihres Lebenslaufes führt ist ziemlich groß. Mein herzliches Beileid jetzt schon.

  50. #100 | blindschleiche sagt am 30. Juni 2009 um 20:53

    herzlichen glückwunsch, liebe ruhbarone!
    ========================================

    wann hat es je bei euch 100 kommentare gegeben?

    liebe grüße!

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