Tauss, der Kinderschändergucker der Piraten, ist verurteilt – zu recht
Das Urteil ist milde. Wie so oft. Der Kinderschändungen sammelnde Piratenpolitiker Jörg Tauss, dieser Ex-SPD-Fachmann für das Internet, ist nur zu 15 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. In den Knast muss der Pirat wegen seiner Vergewaltigungsbildersammlung nicht. Schade. Ich hätte es ihm gegönnt.
Es ist nun gerichtsfest nachgewiesen, dass sich Tauss Bilder von Kindervergewaltigungen besorgt hat.
(Das Gericht hat nicht festgestellt, dass sich der Angeklagte die fiesen Missbrauchsdokumente aufgrund seines “sexuellen Interesses” besorgt hat. Das war bei der Urteilsfindung unerheblich, sagt das Gericht. Deswegen habe ich die ursprüngliche Passage hier oben geändert, auch wenn ich Tauss nicht ein Wort glaube. Danke an teacup Kommentar #2 für den Hinweis.)
Damit ist gleichzeitig Tauss’ Schutzbehauptung als solche entlarvt, er habe nur aus dienstlichen Gründen die Vergewaltigungen gesammelt. Nein, dem war nicht so. Tauss hat sich in seinem Lügengeflecht verfangen. Mit dem Urteil ist die Sache aber nun geregelt. Es gibt keine Unschuldsvermutung mehr, sondern nur noch eine Schuldgewissheit.
Wie gehen nun die Piraten damit um, mit dem Vergewaltigungsbildchensammler in ihren Reihen. Können sie es sich politisch leisten, mit einem Mann zusammen für die Freiheit im Netz zu streiten, der diese Freiheit missbraucht hat für ein ekeliges Verbrechen? Ich denke nein. Sie können es nicht.
Die Piraten müssen jetzt endlich den Schlussstrich ziehen, den sie nicht zu ziehen wagten, als der Überläufer Tauss sich anbot als erster Abgeordneter der Piratenpartei im Bundestag.
Tauss muss weg.
Aufgrund der aktuellen juristischen Auseinandersetzung mit Jörg Tauss haben wir die Kommentarfunktion ausser Kraft gesetzt.






#51 | reizzentrum sagt am 29. Mai 2010 um 00:44
Nahezu possierlich wie Catcontent, wenn der deutlichste Beistand von einem Mitautoren kommt während das Netz kritisiert. Baut ihr da eine intellektuelle Wagenburg?
Leute seht es ein, mit diesem Artikel hat Schröder TIEF ins Klo gegriffen und den Ruhrbaronen schweren Schaden zugefügt. Da kann Stefan Laurin noch so engagiert für seinen Mitautoren versuchen die Wogen zu glätten.
Arsch in der Hose beweist man indem man sagt: Sorry. Mist gebaut – war voll daneben. Dieses Rumlavieren ist das, was AUCH IHR an den Politikern kritisiert. Ihr seid keinen Deut besser als diese.
#52 | H. Schrozberg sagt am 29. Mai 2010 um 00:51
Der Beitrag oben von Hr. Schroeder wird als “reaktionärer Rülpser” in die Geschichte eingehen. ( http://www.kanzleikompa.de/2010/05/28/suffisantes-lacheln/ )
#53 | rjb sagt am 29. Mai 2010 um 00:51
“Es gibt keine Unschuldsvermutung mehr” – das trifft auch für diesen Blog zu. Ich stoße mich nicht daran, daß die Verurteilung von Tauss gutgeheißen wird. Sehr wohl aber an der Form, in der das geschieht. In der Vergangenheit habe ich hier gelegentlich über Vorgänge gelesen, über die ich keine Infomationen aus anderer Quelle hatte, mit denen ich die hier gegebene Darstellung abgleichen konnte. Jetzt lese ich über eine Sache, die breit dargestellt wird, und dabei finde ich hier jedes Schmierblattniveau unterboten. Das zwingt mich zu dem Schluß, daß ich diesem Blog nicht mehr trauen kann. “Ruhrbarone” sind für mich als seriöse Quelle gestorben.
#54 | JJ Preston sagt am 29. Mai 2010 um 01:14
Vorschlag, liebe Ruhrbarone:
Wenn das Urteil gegen Tauss vom Bundesverfassungsgericht letztinstanzlich aufgehoben wird, schließt Ihr das gesamte Blog…
Oder sollte das bloß eine plumpe Bewerbung für den ASV sein?
#55 | Wähler sagt am 29. Mai 2010 um 01:15
unter WAZ bzw Bild-Niveau..
Gruss
#56 | Stefan Laurin sagt am 29. Mai 2010 um 01:32
@Werner Maler: “Also wegen Tauss wurden Kinder missbraucht?” Ja. Für Leute wie ihn wurden Kinder missbraucht. Ohne Markt keine Nachfrage!
@RJB: “Es gibt keine Unschuldsvermutung mehr” Der Typ ist mittlerweile verurteilt und ich würde mir an Deiner Stelle Gedanken machen, wem ich da die Stange halten würde…
@all: Natürlich stehen wir zu diesem Text und distanzieren uns nicht.
@reizzentrum: Bildest DU Dir ein DU bist DAS Netz? Da ist schon etwas Hybris im Spiel…
#57 | QuerBlog.de » Beitrag » Bloß keine falsche Meinung äußern sagt am 29. Mai 2010 um 01:48
[...] 2010 in Mancherlei • 3 Leser 0CommentsShareDigg DiggAls ich heute Nachmittag bei den Ruhrbaronen Stefan Schroeders Artikel über die Verurteilung von Jörg Tauss las dachte ich gleich: das gibt Ärger. Die ersten [...]
#58 | Michael sagt am 29. Mai 2010 um 02:19
“Es gibt keine Unschuldsvermutung mehr, sondern nur noch eine Schuldgewissheit.” Interessante Aussage. Laut dieses Kommentars sprechen bundesdeutsche Gerichte also immer ausschliesslich Wahrheit und Recht. Zu 100 Prozent.
Warum, geehrte Autoren, gibt es dann aber in jedem einigermassen funktionierendem Rechtsstaat das Mittel der Revision? Natürlich mag man argumentieren, dass nach dieser Argumentation die Gültigkeit jeder Urteilsinstanz angezweifelt werden könnte. Doch selbst nach oberflächlicher Prüfung der Umstände, unter denen das ganze Ermittlungsverfahren zustande gekommen ist sowie angesichts der erheblichen Unregelmässigkeiten, die im Laufe der Ermittlungen auftraten, dürften bei jedem journalistisch geschulten Beobachter Skepsis an der Eindeutigkeit und Endgültigkeit des Urteils aufkommen.
Persönliche Meinungen sind das eine – die journalistische Aufarbeitung bzw. die Veröffentlichung eben jener, sowie der Umgang mit der Kritik daran etwas anderes. Hier würde ich mir etwas mehr Sorgfalt und Besonnenheit seitens der Autoren wünschen – denn zumindest bei mir kommen angesichts dieses Posts Zweifel an der Relevanz dieses Blogs auf.
#59 | Wähler sagt am 29. Mai 2010 um 02:33
@Stefan Laurin,
nur noch bedingungsloses Vertrauen in die Richter Deutschlands aber nicht in die Politik? Gut das wäre auch ein Widerspruch, ich hoffe sie nehmen gerade in Deutschland keinen Richter ernst, oder glauben sie noch an dem Märchen der Unabhängigkeit der Justiz? Selbst eine Verurteilter auf Bewährung kann unschuldig sein. Seltsam ist auch das “Otto-Normalbürger” mit einer Freiheitsstrafe nicht unter 2 Jahren davon gekommen wäre!
Gruss
#60 | Der Kommentator sagt am 29. Mai 2010 um 03:17
Mir ist meine Zeit zu schade, auf das Geschreibsel des “Journalisten” Schröder einzugehen. Ich möchte jedoch einen Kommentar nicht einfach unkommentiert stehenlassen:
@PMN (#12)
Du hast Recht, Deine Spekulationen um das Verhalten der Piratenpartei scheint mir auch ziemlich uninformiert.
Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung:
StGB § 45
“(1) Wer wegen eines Verbrechens zu Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt wird, verliert für die Dauer von fünf Jahren die Fähigkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden und Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen.
(5) Das Gericht kann dem Verurteilten für die Dauer von zwei bis zu fünf Jahren das Recht, in öffentlichen Angelegenheiten zu wählen oder zu stimmen, aberkennen, soweit das Gesetz es besonders vorsieht.”
-> Vorraussetzung für den Verlust des passiven Wahlrechts ist ein Verbrechen. Der Verlust des aktiven Wahlrechts muss explizit vorgesehen sein. Dies ist im 13. Abschnitt des StGB nicht der Fall.
StGB § 12
“(1) Verbrechen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind.
(2) Vergehen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit einer geringeren Freiheitsstrafe oder die mit Geldstrafe bedroht sind.”
-> Ein Verbrechen liegt nur bei einer Mindesfreiheitsstrafe von einem Jahr vor, ansonsten handelt es sich um ein Vergehen.
StGB § 184b
“(4) Wer es unternimmt, sich den Besitz von kinderpornographischen Schriften zu verschaffen,[...] wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.”
-> Verstoß gegen StGB § 184b (4) ist ein Vergehen.
Herr Tauss wird also auf keinen Fall sein aktives oder passives Wahlrecht verlieren, unabhängig davon, ob die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wurde. Er wird daher aufgrund des Urteils auf keinen Fall automatisch seine Mitgliedschaft in der Piratenpartei automatisch beendet. Er müsste entweder austreten oder aus der Partei ausgeschlossen werden.
#61 | teacup sagt am 29. Mai 2010 um 03:18
“@all: Natürlich stehen wir zu diesem Text und distanzieren uns nicht.”
Nun, ich wies ja darauf hin, daß zwischen “Der sich an Kinderschändungen ergötzende Piratenpolitiker [...]” und dem mitlerweile gestrichenen “[...] dass sich Tauss Bilder von Kindervergewaltigungen besorgt hat, um sich daran aufzugeilen.”, daraus explizit “ergötzend” und “aufzugeilen”, kein merklicher Unterschied auf der inhaltlichen Ebene besteht. Beide suggerieren etwas, daß so nicht auf den Fakten beruht. Sollte der Artikel ein Kommentar sein, müßte er als solcher gekennzeichnet werden und an den entsprechenden Stellen auf die entsprechenden sprachlichen Stilmittel zurückgreifen.
Soweit ich das mit Rückgriff auf meine Literatur zur Medienethik beurteilen mag, werden hier einige Gebote der Berichterstattung verletzt. Vielleicht sieht man das, nach ein paar Stunden gesunden Schlafes und nachdem sich die Gemüter wieder etwas heruntergekühlt haben, ein und überarbeitet die entsprechenden Stellen entsprechend. Und falls nicht bliebe dem erstaunten Leser noch der Weg zum Presserat, der einen solchen Disput als unabhängige Instanz gemäß Pressecodex prüfen kann.
#62 | Wow sagt am 29. Mai 2010 um 04:04
…ich weiß zwar nicht wie es kommt, dass ich zu so später Stunde auf diesem Blog gelandet bin, aber ich werde mein Möglichstes tun, dass mir das so schnell nicht mehr passiert.
#63 | Stefan W. sagt am 29. Mai 2010 um 04:39
Damit ist gleichzeitig Tauss’ Schutzbehauptung als solche entlarvt, er habe nur aus dienstlichen Gründen die Vergewaltigungen gesammelt.
Er hat Vergewaltigungen gesammelt? So wie andere Münzen und Briefmarken, ja? Wie sammelt man denn sowas?
#64 | Wayne … » Blog Archive » Ruhrbarone mit Hass-Artikel gegen Tauss sagt am 29. Mai 2010 um 05:02
[...] Ruhrbarone haben aber einen hasserfüllten Artikel veröffentlicht, bei dem man sich vor Ekligkeit schütteln muss, wenn man ihn sich durchliest. [...]
#65 | Joerg Tauss sagt am 29. Mai 2010 um 05:47
Geht es noch primitiver?
#66 | observer sagt am 29. Mai 2010 um 07:41
Liebe Mitleser,
zur Versachlichung:
Fotografien zu besitzen, zu beziehen, anzuschauen, und weiterzugeben, auf denen an Kindern sexuelle Handlungen verübt werden, ist strafbar. Und das ist auch gut so. Tauss hatte nun eine ganze Menge davon.
Die Staatsanwaltschaft hat detailliert die Fotos, die bei Tauss gefunden wurden, beschrieben. Die Presse hat darüber berichtet. Der Öffentlichkeit sind die Scheußlichkeiten auf den bei Tauss gefundenen Fotos bekannt.
Das Gesetz läßt eine Ausnahme zu, nämlich dann, wenn eine Person aus einer berufsbedingten Notwendigkeit – ich will mal sagen – gezwungen ist, solche Abbildungen anzuschauen.
Tauss hat, obwohl er Abgeordneter war, und sich bekanntermaßen mit Netzpolitik beschäftigte, das Gericht nicht überzeugen können, dass er die Bilder aufgrund seines Berufes hatte.
Warum ist es dem Abgeordneten Tauss dies wohl nicht gelungen?
Vielleicht, weil er etwas zu erklären versuchte, was nicht zu erklären ist.
“Das Gericht hat nicht festgestellt, dass der Angeklagte die Taten aufgrund eines sexuellen Interesses begangen hat.” Nun, das ist für die Verurteilung auch nicht wichtig.
Tauss hat widerrechtlich Bilder gesammelt und gehortet für deren Entstehung Kindern furchtbares Leid angetan wurde. Deshalb wurde er verurteilt, und deshalb gilt für diesen Sachverhalt für Tauss auch die Unschuldsvermutung nicht mehr. Das Gericht hat ihn für schuldig befunden und daher sollte die Piratenpartei Tauss rauswerfen.
#67 | Stefan Schroeder sagt am 29. Mai 2010 um 07:58
@ Michael Bergmann
ein Kinderschändergucker ist Jörg Tauss
@ Teacup
Dies ist ein Blog. Und keine Zeitung. Jeder Text hier ist sowas wie ein Kommentar, wie eine Nachricht, wie eine Reportage, wie ein Eindruck, eine Meinung. Wir leben hier nicht in den Fesseln fester Formen.
@ Joerg Tauss
Ja, es geht primitiver. ich finde ihre Vergewaltigungsbildersammlung noch primitiver. Ich finde Ihre Ausreden noch primitiver. Ich finde Ihre Widersprüche noch primitiver. “Oh, das Handy hab ich im Auto gefunden.” Dann “Oh, doch nicht, das Werner-Handy hab ich gehabt, um Undercover der Freiheit zu dienen” Wer soll so einen Mist glauben. Ich nicht. Sie haben Unfug erzählt und damit sind Sie mit 15 Monaten zu milde bestraft worden.
#68 | Lars sagt am 29. Mai 2010 um 08:22
Die Debatte hat hier etwas das Thema verlassen… Und bevor jemand meine Kommentare mit in einem falschen Zusammenhang zieht möchte ich mich genauer Positionieren:
“Ich glaube Jörg Tauss auch kein Wort!”
Ich persönlich glaube auch… das ein Bundestagsabgeordneter keine Untersuchungen in so einem Gebiet vorzunehmen hat. Dafür gibt es die Polizei und im Zweifelsfall gute Journalisten – die so eine Recherche nicht ohne Kenntnis der Polizei vornehmen sollten. Das Wort “Berufsethik” ist hier schon gefallen.
Meine Kritik hat sich an die Qualität des Ursprungsstücks hier auf der Seite gerichtet. Das in seiner Machart meinen Ansprüchen nicht genügt hat. Nach den mittlerweile eingeflossenen Korrekturen und Links zu weiterführenden Informationen hat sich die Qualität schon stark verbessert. Und allein das war Ziel meiner Kritik. Da ich diesen Blog und die Vielfalt der Themen schätze…
Zu keinem Zeitpunkt… und da möchte ich hier richtig verstanden werden… HABE ICH HIER FÜR JÖRG TAUSS ARGUMENTIERT.
ABER IMMER… GEGEN ANSPRUCHSLOSE und in dem Fall einfach hetzende Beiträge unter Bild Niveau…
Die Meinung die der Artikel im Kern vertrtitt… vertrete ich (als privat Person) auch. Aber ich glaube auch… dass er (der Ursprungsbeitrag) den Rahmen des rechtlich Vetretbaren verlassen hatte. Dass der Text korrigiert wurde… war richtig und wichtig.
Darf aber nicht mit der Schuld und Unschuldsdebatte über Jörg Tauss NICHT vermengt werden.
Beste Grüße
#69 | maik sagt am 29. Mai 2010 um 08:22
Hallo Stefan Schroeder,
Sie schreiben:
Woher kennen Sie eigentlich den Inhalt dieser Bilder?
#70 | René sagt am 29. Mai 2010 um 08:41
@ Observer:
„zur Versachlichung:“ gefolgt von „Vielleicht, weil er etwas zu erklären versuchte, was nicht zu erklären ist.“ Das entspricht dem nicht vorhandenen Niveau dieses… ähm… Artikels, Postings… Dings… whatever.
Selbstverständlich ist sowohl das Urteil, wie auch die Verteidigung zu erklären. Tauss dachte, in seiner Funktion als Abgeordneter zu Recherchen im Hintergrund berechtigt zu sein, was seiner Meinung die Beobachtung der Beschaffung des Material einschliesst. Dem ist scheinbar nicht so, wobei das juristisch noch nicht geklärt ist, sondern erst in letzter Instanz. Solange gilt die Unschuldsvermutung. Daran haben sich auch die Ruhraristokraten verfickt nochmal zu halten, selbst dann, wenn sich die hier bloggenden „Journalisten“ auf einmal auf ihren Bloggerstatus zurückziehen. Da gestehe ich Herrn Schröder sogar noch mehr Eier zu, denn der steht zu dem Dreck, den er geschrieben hat.
@ Stefan Schröder:
„ein Kinderschändergucker ist Jörg Tauss“
Nirgendwo, aus keiner Quelle, ist ersichtlich, dass Herr Tauss sich das gesammelte Material angeschaut hat. Es handelt sich um eine Datensammlung, nicht mehr und natürlich auch nicht weniger. Den „Markt“ für solches Material, den Ihr Mitblogger irgendwo weiter oben suggerieren wollte, gibt es (in der klassischen Markt-Definition) nicht, was wiederholt während der Zensursula-Debatte immer und immer wieder bestätigt wurde. Genau deshalb ist es (grade für einen Medienexperten einer Partei), hmm, „interessant“, sich die Mechanismen dieser „Szene“ anzuschauen und aufgrund der Erkenntnisse Entscheidungen zu fällen.
Um die Staatsanwaltschaft zu zitieren:
„Tauss hatte vor Gericht argumentiert, er habe mit dem Erwerb der Kinderpornos nachweisen wollen, dass sich die Verbreitungswege solcher Materialien vom Internet auf das Handy verlagert haben. Die Reaktion der Staatsanwältin darauf gestern: “Um nachzuweisen, was er nachweisen wollte, waren seine Fallzahlen aber viel zu gering”.“ (http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=6398466/11euk0j/index.html)
Im Umkehrschluss (problematisch, ja) bedeutet dies: Hätte Herr Tauss mehr Material gesammelt, wäre er möglicherweise nicht verurteilt worden. Muss man sich auch erstmal klar machen. An einer anderen Stelle beurteilt das Gericht übrigens genau andersrum (sinngemäß: Das Ausmaß der Sammlung sei maßgeben für privaten Gebrauch). Hier widerspricht sich das Gericht.
Wie die Ruhrbarone also leicht sehen könnten, ist der Fall alles andere als leicht gelagert, selbst ich, der gerne zu Rants neigt und nunmal wirklich nicht als „glaubwürdige Quelle“ gilt (zum Glück), würde sowas wie hier nicht bringen.
Ich möchte noch hinzufügen: Ich bin kein Freund von Herrn Tauss, tatsächlich mag ich den Mann nichtmal, so wie ich die meisten Politiker nicht mag. Dennoch gilt für mich die Unschuldsvermutung und auch ohne die würde ich ihm glauben.
Was bleibt ist ein zutiefst reaktionärer Artikel (man beachte die Kategorie: „Glaube, Sitte, Heimat“), der stinkt. Und der stinkt, so muss ich die Verteidigungsversuche von ein paar Herren hier interpretieren, vom Kopf her. Ich hab’ Euch sowieso nie gelesen und dieses Desaster hier überzeugt mich von der Richtigkeit dieser Ignoranz.
You suck.
#71 | Boomel sagt am 29. Mai 2010 um 08:45
@Autor
Wenn das Motto der Ruhrbarone “Journalisten bloggen das Revier” heißt, sollte man sich dann nicht an Grundlagen der journalistischen Arbeit halten?
Wenn du das nicht machst, ist die Bezeichnung Journalist definitiv falsch.
Hier mal ein Auszug aus diesem Pressekodex:
# Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.
# Nachrichten und Informationen sind auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.
# Veröffentlichte Nachrichten oder Behauptungen, die sich nachträglich als falsch erweisen, hat das Publikationsorgan, das sie gebracht hat, unverzüglich richtig zu stellen.
Dem Scheiterhaufen-Artikel aus dem tiefsten Mittelalter – ist ja auch noch nicht lange her – fehlt insgesamt der Kontext warum es zu dem Verfahren kam, sprich die Wahrheit. Die Menschenwürde obwohl das Urteil noch nicht rechtskräftig ist wird durch die bereits erlittene soziale Exekution erneut mit Füßen getreten. Ein Journalist der tendenziös auf am Boden liegenden ins Gesicht tritt, ist die Bezeichnung Journalist nicht wert.
Eine Implikation für das Verhalten der Piratenpartei rundet die ganze Geschichte noch ab…
Um mal ketzerisch zu fragen: Du bist nicht zufällig SPD´ler , denn die haben das Niveau desöftern schon gezeigt ?!
#72 | Bert sagt am 29. Mai 2010 um 08:48
Auch sehr interessant:
http://schrozberg.blogspot.com/2010/05/staatsanwaltschaft-doch-politisch.html
“Staatsanwaltschaft doch politisch vorbelastet? – Hintergrundinfos zum Prozess gegen Jörg Tauss”
#73 | Stefan Schroeder sagt am 29. Mai 2010 um 08:57
@ Rene
Ich glaube Tauss kein Wort.
Nehmen wir mal Deine Aussage:
“Nirgendwo, aus keiner Quelle, ist ersichtlich, dass Herr Tauss sich das gesammelte Material angeschaut hat.”
Ja was denn sonst. Woher sollte er denn sonst wissen, dass er sich Bilder von Kinderschändungen gekauft hat und keine Abbildungen von alten Autos? Das ist doch Unfug. Oder anders gesagt, eine Schutzbehauptung, mit so II kurzen Beinen.
Wieso zur Hölle verteidigst Du einen Typen mit dünnen Argumenten, der sich angesehen hat, wie Kinder gefickt werden. Das nämlich ist die Wahrheit.
Denk mal drüber nach, was der “Herr Tauss” da wirklich getan hat. Und was Du gesagt hast.
Ich les Dich übrigens auch nicht.
You suck too.
#74 | Enrico Kreft sagt am 29. Mai 2010 um 09:05
Herr Tauss ist verurteilt worden. Unsere Rechts- und Sozialordnung missbilligt sein Verhalten. Ob die Verurteilung (sowohl die rechtliche als auch die gesellschaftliche) als angemessen empfunden wird oder nicht: tendenziöser, sich selbst disqualifizierender Beitrag. Allein “ich hätte es ihm gegönnt” spricht Bände. Schade.
#75 | Stefan sagt am 29. Mai 2010 um 09:10
Interessant ist die inhaltliche Aussage des Autors allemal.
Aber eine Frage ist noch nicht erörtert worden: Was ist mit Zensursula, die solche Bilder präsentiert haben soll? Was ist mit den Journalisten, die sie sich angesehen haben und nicht umgehend den Raum verlassen haben?
Gehen wir einfach mal davon aus, dass Tauss nicht durfte. Wieso durfte sie? Und wenn alle, die sich solche Bilder auch aus nicht sexuellen Motiven ansehen, so unwürdig sind, was ist mit den Journalisten bei Zensursula damals?
Ach und dann:
Stefan Laurin schrieb
@Werner Maler: “Also wegen Tauss wurden Kinder missbraucht?” Ja. Für Leute wie ihn wurden Kinder missbraucht. Ohne Markt keine Nachfrage!
Nach allem was ich so höre, sehe und lese ist der “Markt” eher ein Tauschmarkt, auf dem nicht wirklich Geld fließt. Kann natürlich sein, dass ich mich irre. Aber wenn dem so ist und komischer Weise vermutlich auch dann wenn Geld fließt, dürften die Bilder doch aus anderen Beweggründen gemacht werden.
Geht man davon aus, dass auf den Bildern die wie auch immer geartete Vergewaltigung von Kindern zu sehen ist und nehmen wir die häufig kolportierte Aussage, dass das meiste Material sehr amateurhaft zu sein scheint: Kann es nicht eher sein, dass sich hier Täter mit den Bildern einen “Kick” verschaffen, mit dem Zeigen der Bilder angeben wollen und sie letztlich so auf den “Tauschmarkt” gelangen lassen? Dafür spräche auch der von Kriminalisten wohl anerkannte Fakt, dass der Tausch zunächst in geschlossenen Zirkeln stattfindet.
Der Missbrauch findet zunächst durch die Täter statt, die den Missbrauch begehen. Ich persönlich glaube, in Folge einer gestörten Sexualität des Täters und ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass man solche Bilder z. B. “bestellen” kann? (Vielleicht reicht aber auch einfach meine Phantasie nur nicht)
Statt also hier ein riesen Aufheben um jemanden zu machen der, verglichen mit anderen “Tätern” einen gerade winzigen Vorrat solcher Bilder besessen zu haben scheint, wäre ich doch dafür, dass wir uns bitte endlich, endlich, endlich mal wirklich um die Kinder kümmern. Ich meine im Fall Tauss gibt es ein Urteil und bis zur nächsten Instanz ist damit doch erst mal alles gesagt, oder?
Ich persönlich glaube, auch wenn es niemanden geben würde, der sich nicht selbst an Kindern vergeht sondern “nur” Bilder davon sich besorgt: Das Elend der Missbrauchsopfer wäre nicht zu Ende.
Noch mal ganz kurz zum Ursprungsbeitrag hier bei den Baronen: wie sehr wollen wir feiern, dass gerichtsfest festgestellt wurde, was Tauss nie besessen hat, nämlich die Beschaffung und den Besitz der Bilder? Der Autor übt sich in Polemik und versucht eine TINA-Strategie. Das ist in der Tat unter dem Niveau des Blogs.
#76 | Kreftige Worte - kommunikationskombattant sagt am 29. Mai 2010 um 09:13
[...] lese ich gern, was im ruhrbarone-blog verzapft wird. Doch der Beitrag zum Tauss-Urteil bedurfte eines [...]
#77 | René sagt am 29. Mai 2010 um 09:13
@ Stefan Schröder: Laut Deiner Aussage macht sich jeder Beamte, der sich mit dem Thema beschäftigen muss, strafbar. Dem ist aber nicht so. Dass Tauss seinen Beamtenstatus scheinbar falsch beurteilt hat, geschenkt. Es ist Aufgabe des Gerichts, das zu beurteilen. Mein Urteil steht mit dem Fakt fest, dass er diese Sammlung eben nicht zu seiner eigenen „Aufgeilung“ zusammenstellte, wass ja auch die erste Aussage dieses… Artikels… war. Umso mehr wundert mich ja die Einschätzung.
Wie auch immer man urteilt: Beides berechtigt niemanden zu so einer Hetzrede, wie oben, auch noch nach Korrekturen niedergeschrieben. Das ist schäbig.
Just stand to your mistakes, like Jörg Tauss. That is all. Just stand to it.
Ich denke, Du bist’n dufter Typ. Aber in dem Fall hier… no, sorry… No Mercy!
(Im Ernst: Ich kann die Reaktion total verstehen… aber Du musst auch sehen, dass Deine Reaktion total reaktionär ist… und mir fällt echt kein besseres Wort dazu ein!)
#78 | Stefan sagt am 29. Mai 2010 um 09:14
#73
Hätte ich den Kommentar vorher gelesen, hätte ich #75 nicht geschrieben. Zeitverschwendung.
Lieber Stefan S., Du schriebst
“Ja was denn sonst. Woher sollte er denn sonst wissen, dass er sich Bilder von Kinderschändungen gekauft hat und keine Abbildungen von alten Autos? Das ist doch Unfug. Oder anders gesagt, eine Schutzbehauptung, mit so II kurzen Beinen.
Wieso zur Hölle verteidigst Du einen Typen mit dünnen Argumenten, der sich angesehen hat, wie Kinder gefickt werden. Das nämlich ist die Wahrheit.
Denk mal drüber nach, was der “Herr Tauss” da wirklich getan hat. Und was Du gesagt hast.”
1) Ansehen was man erhalten hat und ansehen im Sinne von Konsumieren ist hier vermutlich die Unterscheidung. Du bist jedoch in Deiner Argumentationsschleife gefangen.
2) “Wieso zur Hölle….wie Kinder…Das ist … die Wahrheit” –> Ach ja. Totschlag-Argumente, richtig? TINA, There Is No Alternative zu Deiner Wahrnehmung und das machst Du auch recht deutlich. Bitte mach Dir mal die Mühe und analysiere die Argumentationsstruktur von Herrn Tauss.
3) “Den mal darüber nach…”
Meine Güte, auf mich wirkt das extrem arrogant. Du kennst die eine Wahrheit und alles andere darf nicht sein?
all right, sorry aber für mich endet die Diskussion an dieser Stelle. Das geht ja mal gar nicht.
#79 | H. Schrozberg sagt am 29. Mai 2010 um 09:15
Letzter Kommentar hier von mir, sorry aber dann bin ich weg:
Im Gegensatz zu den meisten Leuten hier war ich persönlich bei Gericht vor Ort, habe mit Beteiligten direkt gesprochen und meine Meinungsbildung nicht (nur) aus der Presse. Und der Eindruck im Gerichtssaal war schon ein ganz besonderer, nachzulesen in meinem Blog (siehe auch Kommentar #72).
Hr. Schroeder, Hr. Laurin, Hr. Schraven waren sie auch da? Haben sie die Zeugen gehört. haben sie die Beweisanträge der Verteidigung gelesen? Haben Sie was von der Atmosphäre mitbekommen, die Reaktionen und die Mimiken der Zuschauer und der Schöffen gesehen? Die zum Teil saudummen Fragen der beisitzenden Richterin gehört? Haben sie sich mit anderen Leuten ausgetauscht, die auch im Gerichtssal waren? Das wäre mal was in Richtung Qualitätsjounalismus gwesen!
Und noch was: Wer kam eigentlich auf die Idee diese Rubrik “Glaube, Sitte, Heimat” zu nennen? Warum nicht gleich “Zucht, Ordnung, Nation”.
Lesetipp: http://www.bruchsal.org/tauss-prozess (das sind richtige Journalisten dort die den “Süden bloggen”)
#80 | reizzentrum sagt am 29. Mai 2010 um 09:31
@Schröder
“Wieso zur Hölle verteidigst Du einen Typen mit dünnen Argumenten, der sich angesehen hat, wie Kinder gefickt werden. Das nämlich ist die Wahrheit.”
Ach DU weisst die Wahrheit – hast Du diese gepachtet? Auf wieviele Jahre? Merkst Du gar nicht, wie Du dich immer mehr blamierst?
An deiner Stelle würde ich es wirklich mit Nuhr halten http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA
#81 | René sagt am 29. Mai 2010 um 09:32
Ganz vergessen aufgrund des ganzen überwichtigen und überrelevanten Dinges hier:
„You suck too.“
Whooohooo, wir saugen gemeinsam! Na, dit is doch was! Ich mag Gemeinsamkeiten.
#82 | Walter Sobchak sagt am 29. Mai 2010 um 09:37
Sehr interessant Herr Schroeder, dass Sie Ihren Artikel nachtraeglich veraendern ohne erkennen zu lassen, was vorher mal Inhalt war.
Dafuer gibt es naemlich aus gutem Grund in ordentlichen Blogs die “Durchstreichfuntkion”. Mit der laesst sich sehr gut nachvollziehen woran viele hier an Ihrem Artikel Anstoss genommen haben.
#83 | reizzentrum sagt am 29. Mai 2010 um 09:44
@Walter Sobchak
Stimmt – der schreibt sich seinen eigenen Dreck nachträglich schön und lässt sich dann wohl von seiner Mami (sprich “Journalistenkollegen”) trösten, weil er gar nicht verstehen kann, was die Kommentatoren da auszusetzen haben.
Aber wer einmal die Wahrheit verdreht, der tut dies auch gern öfter. Vielleicht hat sich Schröder ja schon beim „Ministerium für Wahrheit” um eine Stelle beworben.
Das wird hier wirklich immer lustiger, schlimmer oder lächerlicher – abhängig von Standpunkt des Betrachters.
#84 | Mike sagt am 29. Mai 2010 um 09:50
Meine Güte, was für ein reaktionärer Superkwatsch, Herr Schroeder. Ihre Art zu argumentieren lässt mich nur darauf schließen, dass Sie ein sehr unangenehmer Mensch sein müssen. Gut, dass Sie nicht wirklich was zu sagen haben in diesem Land. Lesen Sie doch ruhig noch einmal die Argumetation von Stefan, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
#85 | René sagt am 29. Mai 2010 um 09:51
@ Walter: Ich wundere mich grade selbst über mich, aber: Die „Durchstreichfunktion“ ist keine Funktion des Journalismus, right?
Ich finde diesen Artikel auch, gelinde gesagt: –> zum Kotzen.
Aber ich hätte gerne die gängigen Regeln dabei.
Schröder sucker, okay. Barone sucks okay. Article sucks, okay. Aber auf einmal irgendwelche Sub-Standarts irgendwoher nehmen? Nope, not okay.
Die Barone sollen den Scheiß einfach als Kollumne kennzeichnen und alles ist gut.
Jeez, warum muss ich mir als Grafiker darum überhaupt Gedanken machen? (Because I can, that’s the secret… welcome to the fucking internet, n00bs). (<– das ist an alle gerichtet, nicht nur an die Tauss-Verteidiger).
#86 | Guten Morgen | Too much information :: toomuchinformation.de sagt am 29. Mai 2010 um 09:54
[...] Ruhrbarone erhalten von ihren Lesern starke Kritik für die Verurteilung von Jörg Tauss als Kinderpornokonsument. Tauss war vergangene Woche für den Besitz von Kinderpornographie zu einer [...]
#87 | Reizzentrum - Ruhrbarone eröffnen „Ministerium für Wahrheit” sagt am 29. Mai 2010 um 10:07
[...] Stefan Schröder mit George Orwell zu tun? Ganz einfach: Dort werden veröffentlichte Blogartikel nachträglich geändert. Dies geschieht aber nicht so, wie es Personen mit “Arsch in der [...]
#88 | Bert sagt am 29. Mai 2010 um 10:10
“Nach allem was ich so höre, sehe und lese ist der “Markt” eher ein Tauschmarkt, auf dem nicht wirklich Geld fließt.”
Dazu gibt es einen sehr ausführlichen Artikel bei Wikileaks.
Sehr lesenswert !!!
#89 | Beobachter sagt am 29. Mai 2010 um 10:10
Der Beitrag selbst ist bereits unterste Schublade und zerstört mit einem Wisch das gerade mit der Aktion “Rüttgers” bei vielen gewonnene Vertrauen.
Und die Reaktionen des Autors auf Leser-Kommentare schießen die ruhrbarone vollendens in Aus. Ich glaub, das wars.
#90 | Liz sagt am 29. Mai 2010 um 10:11
Ich wusste nicht das ihr so schmierig seit. pfui daibel ist der artikel schlecht.
#91 | Headhunter sagt am 29. Mai 2010 um 10:15
Und solch eine Hetze aus dem Ruhrgebiet, “Ruhrbarone”, ich lach mich schlapp. Primitivstes Niveau im Stil einer Fascho-Schmierblatts.
Jörg Tauss hat sich nicht aus sexuellem Interesse mit den Kinder-Schänder-Milieu beschäftigt. Daß er sich juristisch nicht besser abgesichert hat, ist sein einziger Fehler.
Um Menschen aus einer unfreien Umgebung zu befreien, würde ich auch eventuell das Recht “brechen”!
“Eine Nachricht ist erst dann eine Nachricht, wenn der zweite Blick die Nachricht bestätigt.”
Joseph Pulitzer
#92 | Schtuef sagt am 29. Mai 2010 um 10:18
“Können sie es sich politisch leisten, mit einem Mann zusammen für die Freiheit im Netz zu streiten, der diese Freiheit missbraucht hat für ein ekeliges Verbrechen?”
Er hat für die Beschaffung “das Netz” eben nicht genutzt.
Der Artikel entspricht nicht dem was ich sonst von den Ruhrbaronen gewohnt bin, schade.
#93 | Palov sagt am 29. Mai 2010 um 10:22
Der Besitz und die Verbreitung kinderpornografischer Bilder ist zu Recht verboten. Wenn jemand gegen solch ein elementares Verbot aus einem (wie auch immer gearteten) übergeordneten Sinn verstößt, dann muss er dies sorgfältig unter Zeugen zu dokumentieren. Das hat Tauss nicht getan, was er ja auch selbst als Fehler eingesteht. Dass ein Politiker hier zusätzlichen Schutz genießt, wäre nicht hinnehmbarer Wahnsinn. Daher ist seine Verurteilung völlig richtig und das Strafmaß müsste meiner persönlichen Meinung höher angesetzt sein. Als Piratensympathisant wünsche ich mir, dass sich die Partei deutlich von Tauss distanziert und seine Taten verurteilt.
Was den obigen Artikel angeht, das ist wirklich unterstes Niveau. Einige Aussagen sind schlicht und einfach unwahr und üble Nachrede. Auch wenn ich Tauss für schuldig halte, hätte ich in diesem Fall sogar Verständnis, wenn er eurer Blog dafür abmahnen lässt.
#94 | Werner Maier sagt am 29. Mai 2010 um 10:25
@Stefan Laurin “Ohne Markt keine Nachfrage!”
Das ist die Frage, wie dieser Markt funktioniert. Wär vielleicht eine Recherche wert. So wie man hört, soll im wesentlichen ein bestehender Pool an Uraltmaterial kursieren, bei einem digitalen Endprodukt nicht überraschend.
@Stefan W. “Briefmarken”
Ein Vergleich, der in Bezug auf Harmlosigkeit des Sammelobjektes sicher nicht passt, aber das im Urteil beschriebene Motiv zu scheint. Denn es war ja weder sexuelles “Aufgeilen” noch Recherche. “Aufgeilen” am Besitz könnte aber schon passen “Ich besitze die Blaue Mauritius”. Und bei Größe und Auflösung der Bilddateien scheint den Vergleich Briefmarke auch zu rechtfertigen.
#95 | zboson sagt am 29. Mai 2010 um 10:27
Liebe Güte, ist das ein schmutziger, mieser Artikel. Schade, dass ich mich bei meinem letzten Kommentar hier um sowas kümmere. Und diese Bunkermentalität bei den Coautoren. So kennt man das hier
.
@ #85: Reden wir von Redlichkeit, nicht von “Journalismus”: entweder stehe ich zu meiner Meinung und lasse alles stehen, oder ich entschuldige mich offen und korrigiere erkennbar. Bei “Journalisten” gibt es auch Gegendarstellungen, in Blogs ist das mit dem Durchstreichen einfacher und vielfach auch Usus. Aber heimlich alles zurechtbiegen: wer’s braucht
…
#96 | Informant sagt am 29. Mai 2010 um 10:33
Der o.g. Artikel findet sich hier:
http://wikileaks.org/wiki/Einblicke_in_die_Kinderpornoszene
#97 | Thomas sagt am 29. Mai 2010 um 10:42
@25, Stefan Laurin
“Hat sich mal einer von Euch klar gemacht, um was für Bilder es das geht? Dass dafür Kinder missbraucht wurden? Hat auch nur einmal einer daran gedacht, anstatt reflexartig Tauss zu verteidigen?”
Du machst doch exakt das selbe: Den pauschalen Hinweis auf die Abartigkeit der Bilder nimmst Du als Argument dafür, dass man reflexartig wohl alles schreiben darf, unabhängig von der Wahrheit.
Es geht hier nicht um Kritik oder eine komplett andere Einschätzung der Causa Tauss. Die ist zulässig und darf auch in hartem Ton erfolgen. Es geht darum, dass Stefan Schröder wohl meint, dass der verurteilte Tauss als billiges Opfer herhalten kann, an dem er sein Mütchen kühlt, wohl darauf spekulierend, dass angesichts des Inhalts der Bilder (und eben nicht des Urteils) er wohl genügend Rückendeckung hat. Sowas bezeichnet man zu Recht als feigen und billigen Populismus. Das die Rechnung am Ende so wohl nicht aufgegangen ist, tut dabei nichts zur Sache und spricht sehr für die Leser Eures Blogs.
Diese Haltung, dass das Fiese des Sujets das Fiese im Umgang damit rechtfertigt,
ging uns allen hier schon im Zusammenhang der Zensursula-Debatte so ziemlich auf den Sack bzw. die Eierstöcke. Wir lesen Blogs, weil wir hier mehr Abstand und Unabhängigkeit erwarten als in den üblichen Medien.
Stefan Schröder hat mit diesem Beitrag dieses Vertrauen verletzt und Du hast das Vertrauen in die Ruhrbarone mit dieser Verteidigung darüber hinaus massiv erschüttert. Was ist so schwer daran, einen extrem tiefen Griff ins Klo auch als solchen zu bezeichnen. Oder seit ihr der Meinung, dass ihr selbst erhaben über aller Kritik steht?
#98 | Stefan Laurin sagt am 29. Mai 2010 um 10:43
Wieso regt ihr euch über den Artikel auf und nicht über die Tat?
#99 | Liz sagt am 29. Mai 2010 um 10:49
@ Stefan Laurin: Thomas hat deine Frage beantwortet.
#100 | reizzentrum sagt am 29. Mai 2010 um 10:52
@96 Thomas
“Oder seit ihr der Meinung, dass ihr selbst erhaben über aller Kritik steht?”
Das “Ministerium der Wahrheit” (aka Ruhrbarone) gibt dem Pöbel keinen Grund kritisiert zu werden. Und WENN, dann entsteht diese Kritik aus irrenden Erinnerungen. Lies den Artikel doch mal – bis übermorgen beschreibt der Artikel bestimmt die Wahl des Vereinsvorsitzenden des Kaninchenzüchtervereins Bottrop-West. Von Tauss wird dort kein Wort mehr stehen und alle Kommentatoren sind Geistesgestörte die sich über etwas aufregen, was im Artikel gar nicht steht.