69

„Portrait Herr Höcke“

(Falls sein Schatten an andere Politik erinnert, ist dies ein Versehen. Derlei würde die AfD nie dulden.)

hoeckeportrait

RuhrBarone-Logo

69 Kommentare zu “„Portrait Herr Höcke“

  • #51
    Klaus Lohmann

    @Silke: Ich relativiere keine Straftaten mit sexueller Belästigung (s. meine obigen Kommentare #28 u. 39), sondern die reißerische, tendenziöse Berichterstattung darüber, die es anscheinend in Kauf nimmt, dass nun Mordaufrufe von Nazis gegen Ausländer die Foren und Blogs fluten.

  • #52
    Arnold Voss

    Menschen die ihre sexuellen Übermachtphantasien und den damit verbundenen Spaß als physisches Machtmittel zur totalen Verängstigung ihrer Raubopfer einsetzen, sind keine Diebe sondern sexuelle Gewaltstraftäter mit der Mentalität von Folterknechten. Geschieht das in der Gruppe, hat das mit "antanzen" einen Scheißdreck zu tun, bzw. ist die Pervertierung jede Art von Tanzanmache zur psychischen und physischen Gruppenfolter.

  • #53
    kE

    Es gab Terrordrohungen zu Silvester. Die Kölner Polizei inkl. Bundespolizei merkt nichts, hat im Vorfeld keine Kriminalität in dem Bereich unterbunden und war nicht in der Lage vor dem Dom und Bahnhof, also Bereiche, die in den Zeiten des Terrors durchaus Gefährdungspotenzial haben, diese Vorgänge zu bemerken.

    Sollen mir solche Behörden Sicherheit vermitteln? Soll ich mich auf diese Informationen verlassen?

    Dann kommen noch Verhaltenstipss für Frauen, nach den vielen Übergriffen auf Frauen. Willkommen in der Zeit, in der frau selbst Schuld war. Die Kommentare der "Pädagogen" verweisen ja auch darauf, wie es zu solchen Handlungen kommen kann und dass die Gesellschaft daran arbeiten muss. Das mag eine Erklärung sein, ich glaube aber an die Handlungsfreiheit von Menschen und erwarte von Menschen, dass die grundsätzlichen Regeln eingehalten werden. Wenn dies nicht der Fall ist, muss der Staat hart sanktionieren. Die erwähnten Länder Nordafrikas sind überwiegend Urlaubsländer, haben teilweise auch gute Werte bzgl. der Sicherheit (z.B. Marokko). Deshalb ist es auch sinnvoll, hier mit Ausweisungen bei Straftäter zu arbeiten.

    Was ist da in Köln los? Der WDR als Informationsquelle? Hier habe ich in letzter Zeit insbesondere in den Kommentaren oft gedacht , dass die Regierungssprecher der Landesregierung auf Sendung sind.

    Offen ist, warum diese Massentaten parallel stattfanden. Zufall? Gegenseitiges Hochschaukeln durch Informationsaustausch (Chat, Video)?

    Hier hilft nur saubere Polizeiarbeit und Informationspolitik, d.h. die Behörden müssen transparent sein. Nur so kann Vertrauen aufgebaut werden. Wenn dann solche Aussagen wie von der Polizei Kölns kommen, muss auch klar sein, dass dort sehr viel schief läuft. Das wissen wir aber schon von anderen Vorfällen, wo die Polizei auch die Situation falsch eingeschätzt hat.

    In Zeiten der sozialen Medien ist es nicht mehr Möglich, solche Vorfälle zu unterdrücken. Wenn Presse und Polizei nicht reagieren, bestimmen Gerüchte und Stimmungen das Geschehe. Das ist genau die Situation die Spaltungen der Gesellschaft und Radikalisierungen fördert.

    Wir brauchen in NRW und auch im Bund dringend "Trainerwechsel" im Bereich der Inneren Sicherheit, damit das verlorene Vertrauen wieder hergestellt werden kann.

    Auf Anfänge von Entwicklungen schauen:
    Ja. Dass meine Freiheit durch Kriminalität eingeschränkt wird, mag ich überhaupt nicht. Die einzelnen Punkt der Einschränkungen hatte ich im Vorfeld erläutert.

  • #54
    Helmut Junge

    @Klaus Lohmann, ich stimme dem Kommentar (52) von Arnold Voß im vollen Umfang zu.
    Der schrieb: "Menschen die ihre sexuellen Übermachtphantasien und den damit verbundenen Spaß als physisches Machtmittel zur totalen Verängstigung ihrer Raubopfer einsetzen, sind keine Diebe sondern sexuelle Gewaltstraftäter mit der Mentalität von Folterknechten. Geschieht das in der Gruppe, hat das mit "antanzen" einen Scheißdreck zu tun, bzw. ist die Pervertierung jede Art von Tanzanmache zur psychischen und physischen Gruppenfolter."
    Daraus resultiert m. A. einzig die Forderung nach Bestrafung der Täter und Verhinderung weiterer derartiger Straftaten. Das ist die einzige Antwort auf diese Art von Verbrechen. Jeder Kommentar, der als Relativierung angesehen werden könnte, oder auch so gemeint ist, bestärkt bei vielen Menschen in diesem Lande das Gefühl, daß solche Verbrechen von bestimmten Personengruppen, aus welchen Gründen auch immer, verschleiert, vertuscht werden sollen. Genau das aber führt dazu, daß es Pegida gelingen kann, Honig aus solchen Vorkommnissen zu saugen. Wenn die Behörden ihrer Aufgabe nachkommen, wird das nicht so, nicht in diesem Maße geschehen.
    Was hilft es also, die Angaben dieser Behörden argwöhnisch darauf abzutasten, ob sie nicht doch irgendwelche Ungereimtheiten enthalten? Welchen Zweck sollen solche umgedeuteten Erklärungsversuche erfüllen? Da ich mittlerweile einige solcher "Beweisführungen" gelesen habe, und auch ihre "linke" Herkunft kenne, denke ich, daß sie aus zwei Gründen entstehen. Einmal ist es wegen der Erschütterung eines schon lange bestehenden Weltbildes, daß von einigen Linken krampfhaft verteidigt wird, und zum Anderen ist es der Versuch, eine Antwort auf die maßlose Übertreibungen von Pegida und Konsorten zu formulieren.
    Das Problem dabei ist aber, daß solche Versuche von der Forderung nach sofortiger Strafverfolgung ablenken, ja diese als fragwürdig darstellen zu lassen. So wirken sie jedenfalls auf alle, die mit dem speziellen "linken" Selbstbewußtsein nichts am Hut haben.
    Soviel als Erklärung meiner Position.
    Und Sie, Herr Lohmann haben relativiert, obwohl Sie das nicht wissen wollen.
    Nehmen Sie mal Ihre Antwort im Kommentar 15 auf @Heikes Frage " "Hätten sich deutsche Männer so gegenüber ausländischen Frauen verhalten wäre schon Staatskrise."
    Sie schreiben da:
    "Nein, dann wäre Karneval, Schützenfest, Heimspiel, Weinfest oder – eben – Silvester. "
    Mit diesem Satz relativieren Sie aber diese Straftat.
    ODER NICHT?

  • #55
    bob hope

    Um noch einmal auf den Topic zurück zu kommen. Ich glaube, dass das, was an Silvester passiert ist, genau das ist, was Höcke mit "wir brauchen mehr Männlichkeit" meint. Dass ausgerechnet die neuen und alten Rechten, die Jünger von Sarrazin und Pirincci, die Wähler der AfD und Marschierer in Pegidas Namen sich zu Verteidigern des "schwachen Geschlechts" und zu Kämpfern für Emanzipation und Selbstbestimmung der Frau aufschwingen, ist absurd aber gehört zum Programm. In Wahrheit hätten nicht wenige von ihnen liebend gerne selbst mitgemacht bei den sexuellen Übergriffen. Schließlich gehört das "deutsche Weib" immer noch dem deutschen Manne, dem "natürlichen" Oberhaupt der Familie und Statthalter der Nation. Klaus Theweleit hat in seinem Buch "Männerphantasien" übrigens vor 40 Jahren den Korpsgeist analysiert, der nicht nur die Höckes dieser Welt gut beschreibt, sondern der auch zeigt, dass sie sich kaum von den religiösen Fundmentalisten unterscheiden. Der antiweibliche Geschlechterkampf gegen alles, was die patriarchale Ordnung bedroht, ist beiden gleich wichtig.

  • #56
    Walter Stach

    -43-

    1.
    Ich bin der Auffassung, daß die Bundesregierung bezogen auf Art. 16(2)GG n i c h t verfassungswidrig gehandelt hat bzw. ihr verfassungswidriges Unterlassen zuzurechnen ist.
    Über das Handeln, das Unterlassen aller (!!) europäischer Regierungen bezogen auf die sog. Schengen- und Duplin-Abkommen (Verträge?) ließe sich streiten, aber………..
    -die "Rechtslage" erscheint mir nicht zweifelsfrei-
    -es geht hier weniger um das Einhalten von Normen, sondern um die Frage eines politischen Konsens zwischen den europäischen Staaten, und wenn der nicht, nicht mehr besteht, läßt sich der unter Berufung auf Normen nicht widerherstellen.
    – Zudem fehlt es an hinreichenden Sanktionsmöglichkeiten/ an einem hinreichenden Sanktionswillen, falls hier -durch wen?-verbindlich festgestellt werden sollte, daß die Bundesregierung geltendes europäisches Recht verletzt hat. Eine Erklärung von Herrn Orban reicht da nicht. Und solange in der Realität mit einer Sanktion bei Rechtsverstößen nicht zwingend zu rechnen ist, ist die Rechtsnorm faktisch keine.

    2.
    Im übrigen:
    Der Hinweis auf die vorgebliche Nichteinhaltung von Rechtsnormen durch andere -hier durch die Bundesregierung- ändert nichts an dem, was ich meinte, grundsätzlich "beklagen" zu sollen, sondern wäre ggfls. eine Bestätigung dessen.
    Zudem ist es "typisch", wenn es um Rechtsverletzungen geht, stets auf Andere zu verweisen, die sich auch nicht…………….! Und exakt das ist ein Teil unseres Problemes -sh.z.B. die Diskussion über den Straftäter Höness -"……..haben ja andere auch"!

    Mich überrascht es nicht, daß sich niemand -auch nicht in der Disk. hier bei den Ruhrbaronen- mit dem Wesentlichen meiner Gedanken zum Thema "Geltendes Recht, seine Achtung, seine ,Beachtung,, seine Durchsetzung" unter dem Aspekt befaßt, ob einschlägige Mängel mittlerweile als kennzeichnend für unsere Gesellschaft gelten könnten und welche Folgen das für den "gesamtgesellschaftlichen Zustand" hat bzw. haben wird.
    Verständnis vom Wesen des Rechtes, von der Bedeutung einer Rechtsordnung für das Zusammenleben der Menschen in jeder menschlichen Gemeinschaft………..-fehlt das ‚was in unserer Gesellschaft?

    Ich weiß, und ich habe das in meinem Beitrag -35-benannt, daß diese meine Gedanken "auf taube Ohren stoßen" und erspare mir deshalb, sie zu vertiefen.
    Ich frage mich allerdings, warum das so ist.

    PS
    Ich bin weder ein Verehrer und schon gar nicht ein Verkehrer des GG, sondern ein Staatsbürger, der sich den wesentlichen Normen des GG verpflcihtet fühlt, also jemand, der sich "verfassungs-/rechtstreu" zu verhalten versucht, und das geschieht zudem in der Überzeugung,, daß unsere Verfassung in ihren wesentlichen Normen im weltweiten Vergleich vorbildlich ist, jedenfalls für denjenigen, der sich zu den Menschenrechten bekennt und für den die Prinzipien einer freiheitlich-demokratischen staatlichen Grundordnung alternativlos sind -bei allen ihren Schwächen und Mängeln im politischen Alltag-. Und -selbstverständlich- läßt sich über die Auslegung einer einzelnen Verfassungsnorm -hier z.B. über Art. 16(2)GG- trefflich streiten, ggfls. vor dem BVerfG, im übrigen m.E. ebenfalls eine weltweit vorbildiche Einrichtung!

    Und noch eines -provokant?- nachgefragt:
    Wie reagieren Viele von denen -Medien einbezogen-, die jetzt – naheliegend und verständlicherweise-die eklatanten Rechtsverstöße in Köln beklagen, die zudem jetzt mangelhaften Verhalten der Polizei anklagenbeklagen, wenn es zu Rechtsverstößen kommt, durch sie selbst, durch ihnen z.B. in der Gesinnung nahestehende Dritte, und wenn dann Polizei/Staatsanwaltschaft/die Strafgerichtsbarkeit konsequent, ohne Wenn und Aber ihren Pflichten nachkommen -präventiv und repressiv? ‚Mal darüber nachzudenken, war mein Anliegen, nicht etwa, wie man mir böswillig unterstellen könnte, um von den in jeder Hinsicht erschreckenden Ereignissen in Köln abzulenken, auf die bezogen es für mich immer noch gewaltige Lücken im sog. Sachverhalt gibt -bezogen auf die Täter, bezogen auf das Tun/Unterlassen der Polizei.

  • #57
    mike

    klausi Lohmann der sozialromantiker mit der knallroten brille relativiert hier sexuelle übergriffe.er glaubt tatsächlich das wäre eine Räuberpistole.na dann warten wir mal ab wie sich das ganze entwickelt.die ganze aktion passt nicht in ihr wir sind alle freunde Weltbild.sie sind zum lachen, immer witzig der klausi.

  • #58
    Klaus Lohmann

    @#54 Helmut Junge: Nochmal – ich versuche nichts Anderes, als die medial-hetzerische Berichterstattung über weißgott verabscheuungswürdige Strattaten auf ein Maß, welches *nicht* Simplifizierung, tendenziöse Berichte, Verdummung der Rezipienten und Aufstachelung zu blindem Fremdenhass im Netz zur Folge hat, zu relativieren. Damit stehe ich auch nicht allein, wie Ihnen z.B. das Prinzessinnenblog demonstriert.

    Wenn selbst heute noch n-tv in seinen Beiträgen die Argumentationskette "1000 männliche Angreifer aus Nordafrika/Arabischem Raum -> sexuelle Übergriffe -> 90 Strafanzeigen" ohne die mittlerweile bekannten Details und faktisch notwendigen Differenzierungen, insbesondere über die Anzahl der von der Polizei schon am Tattag benannten "40 – 50 einschlägig bekannte Diebstahls-Straftäter" und die Anzahl der Strafanzeigen wg. sexueller Belästigung, absondert, so ist das nicht nur in meinen Augen eine manipulative Berichterstattung, über deren gewalttätige Konsequenzen wir noch nichts wissen.

    *Jede* sexuelle Straftat ist eine verabscheuungswürdige Straftat zuviel. Die mediale Empörung darüber darf aber nicht als "Transportmittel" ausländerfeindlicher Ressentiments, Vorurteile und Fakten-Verwässerung führen, die dann wieder von den Nazis als "Argumentation" für ihren Rassen- und Ausländerhass genutzt werden.

    Womit wir wieder beim Ausgangspunkt dieses Threads, beim AfD-Rassisten Bernd Höcke wären (wie "bob hope" hier vorhin sehr schön kommentierte).

  • #59
  • #60
    Klaus Lohmann

    @mike: Um es innerhalb Deiner schriftstellerischen Schlichtheit zu beantworten: Du mich auch.

  • #61
    Thomas Weigle

    Was@Robin, die Sache mit den Einbrüchen angeht, so liegt Halle noch in der Provinz. Das wird so nicht bleiben, denn bei uns wird gerade die A33 gebaut und anlässlich der Bekanntgabe der neuesten Zahlen in Sachen Einbruch wurden dieser Tage die Bewohner längs der zu bauenden Autobahn darauf eingestimmt, dass mit Fertigstellung der A33 mit steigenden Einbruchszahlen zu rechnen ist. Das ist gewiss in Hinblick auf die Tätigkeit von organisierten Einbruchsbanden längs der A2 kein Blick in die Kristallkugel, eher Ausdruck der Hilflosigkeit der Strafverfolgungsbehörden angesichts dieser Kriminalität.

  • #62
    Walter Stach

    Ich habe Klaus Lohmann nicht als Relativerer verstanden, sondern als jemand, der Grund dafür zu haben scheint, ‚mal wieder darauf aufmerksam zu machen, wie im sog. Medienzeitalter, wie in der Zeit sich überschlagender Informationen und Kommunikatione via Internet, ein erschreckend, schreckliches Geschehen gebraucht -oder mißbraucht? wird, genutzt -oder benutzt?- wird, um "Auflage zu machen", um die "Einschaltquoten" zu erhöhen, um sattsam bekannten Vorurteilen Nahrung zu geben, um Schuld festzulegen und um Schuldige auszumachen, weil es nach dem eigenen Weltbild " ja gar nicht anders sein kann" , aber auch, um sich schon jetzt -sh.Polizeipräsident in Koln- zu exkulpieren.

    Etwas mehr Nachdenklichkeit über Ursachen und Folgen des Geschehens?

    Etwas mehr Geduld, wenn es um die lückenlose Aufklärung des Sachverhaltes geht -bezogen auf die Täter, bezogen auf das Tun/Unterlassen der Polizei mit der Folge, das verbale"Fallbeil" über den Köpfen der Polizei "bis auf Weiteres" stecken zu lassen?

    Leider gehört es zu den Gepflogenheiten unserer Gesellschaft, daß "morgen" dieses Geschehen weitestgehend das mediale Interesse verlieren wird und die Nachdenklichkeit bei den meisten Menschen, falls von einer solchen überhaupt geredet werden darf, sich mit anderen Geschehnissen befassen wird.
    Ich habe anhand eines Beispieles -Recht, Rechtsordnung, Rechtsverständnis-versucht darzulegen, daß ein solches erschreckendes Geschehen mit dazu beitragen könnte, über "Grundsätze, Grundlagen, Grundbedinungen " für ein weitestgehend friedliches, gewaltfreies Miteinander der Menschen in Deutschland nachzudenken.
    Das wird nicht geschehen. Ich nenne ein Beispiel als Begründung für diese Feststellung, nämlich den NSU-Prozess und damit die 12 NSU-Morde!!

    Seinerzeit gab es im Zusammenhang mit der Prozesseröffnung einen heftigen Journalisten-Streit über die Platz"zuweisungen" im Gerichtssaal, es gab darüber tagelange Berichte in den Medien, es gab dann zunächst tagtäglich Berichte in den Medien -weniger über die rassistisch motivierten Morde des NSU , über ihre möglichen Ursachen, mehr über die Person Tschäpe-, es gab m.E. zugleich eine für mich erschrekchende Gleichgültigkeit in der Mehrheitsgesellschaft gegenüber der Tatsache von 12 rassistisch motivierten Morden.
    Und heute?
    Gelegentlich wird über die Prozess-Taktik von Frau Tschäpe informiert und diskutiert. Der Fakt der 12 rassistisch motivierter Morde in Deutschland durch Deutsche scheint aus dem Bewußtsein der Menschen in Deutschland gänzlich verschwunden zu sein, nicht nur , aber auch deswegen, weil das dem medialen Geschäft nichts nutzt -vielleicht sogar schadet?

    Warum weise ich darauf hin?
    So "tickt" unsere Gesellschaft und so tickt sie folglich auch bezogen auf die Geschehnisse in Köln!
    "Bestenfalls, schlechtestenfalls" werden die Geschehnisse in den nächsten Monate noch deshalb mediale Erwähnung finden, wenn Pegida, AFD, CSU und andere versuchen werden, sie für ihre politischen Interessen nutzbar zu machen.

    PS
    So nebenbei angemerkt:
    Ich denke darüber nach
    (angesichts des U-Bahnneubau-Einsturzes in Köln, angesichts der für mich unbegreiflichen mehrfachen Mängel bei den Kommunalwahlen (OB-Wahl) in Köln, angesichts der jetzt anstehenden Nachfragen zum Tun/Unterlassen der Polizeibehörde u.ä. mehr),

    ob in Köln l das "Besorgen der öffentlichen Angelegenheiten", ob die Besorgnis der Verantwortlichen für das bonum commune generell " irgendwie in eine Schieflage " geraten sein könnte.
    Nur darüber detailiert nachzudenken ist nicht "mein Bier", sondern das der Kölner.

  • #63
    Helmut Junge

    @Klaus Lohmann, die Antwort auf meine Frage bzgl. Ihres Vergleichs dieser Straftat mit dem Karneval in Kommentar 15 haben Sie offenbar vergessen.
    Ich habe den Artikel im Prinzessinnenblog gelesen und Sie wegen Ihrer, von dort übernommenen Ansicht gescholten, weil Sie hier im Thread diskutieren, die Autorin des Prinzessinnenblogs zumindest namentlich bisher nicht. Die wird sicher bald hier Artikel veröffentlichen, und dann werden wir sehen, wie die Diskussion mit ihr abläuft. Ich bin da ganz zuversichtlich, daß ich mit ihr besser diskutieren kann, als mit Ihnen.
    Es gibt eben Wege, die in die falsche Richtung führen, auch wenn es anders gemeint ist. Und wenn jemand wirklich eine positive Absicht hat, läßt sich mit dieser Person auch über den Weg zum erwünschten Ziel diskutieren. Das ist bei Leuten, die eigentlich nur ihr eigenes Ego befriedigen wollen, prinzipiell nie der Fall, weil die sich niemals zurücknehmen können. Und falls Sie mich fragen würden, wie ich Ihre Kommentare einschätze, würde ich Ihnen auch sagen, daß ich Ihnen die, in den letzten 1 bis 2 Jahre von Ihnen gezeigte linke Position nicht wirklich abnehme, weil Sie früher unter anderem Blickwinkel diskutiert hatten. Ich könnte Ihre älteren Kommentare heraussuchen. Aber das ist mir die Zeit nicht wert, ist auch nur meine persönliche Einschätzung und würde auch bei Ihnen nichts bewirken, wie die fehlende Antwort auf den oben angesprochenen Karnevalsvergleich zeigt.
    Was die von Ihnen bei mir vermutete Wutschäumerei in Kommentar 50 betrifft, überrascht mich Ihre Feinfühligkeit in eigener Sache. Ich möchte gar nicht anfangen zu zählen, wieviele gute Kommentatoren Sie mit Ihren rüden Angriffen schon endgültig aus den Ruhrbaronen vergrault haben. Einen davon habe ich nach einer solchen Attacke persönlich kennengelernt, weil der sich an mich gewandt hatte. Sie haben sich bezüglich @Der, der auszog bis heute nicht entschuldigt. Ich vermisse seine Kommentare als gelernter Historiker sehr. Dagegen haben Sie andere Kommentatoren mit dickerem Fell, obwohl wahrscheinlich echte Nazis, nicht loswerden können. So sehe ich Ihre Bilanz. Wer Nazi ist, aber ein dickes Fell hat, diskutiert hier weiter, bis die Administration sie sperrt. Nur die sensiblen Nichtnazis, die gehen sofort, wenn sie so angepißt werden.

  • #64
    Klaus Lohmann

    @Helmut Junge: Sie können auch jetzt schon mit der Prinzessinnenblog-Autorin auf deren Blog diskutieren, wenn Sie meinen, da klappt Irgendwas besser als hier. Geht ganz einfach über die *dortige* Kommentarfunktion. Und Sie werden sicherlich auch in anderen Blogs sehr ausführliche Threads mit historischem Inhalt entdecken. Wie und warum Sie "meine Bilanz" aufstellen, ist für mich nicht maßgeblich, wenn ich für mich interessante Themen hier weiter diskutiere – auch mit Ihnen.

    Mit meiner Meinung zu Gewalt und Übergriffe gegen Frauen *auch* beim Karneval oder Oktoberfest stehe ich übrigens aktuell wohl nicht ganz allein, wie Sie mir zu unterstellen versuchen: http://www.report-k.de/Koeln/Koelnaktuell/Demo-gegen-Gewalt-gegen-Frauen-in-Koeln-52880

    Und PS: Dass ich hier in der großen Mehrheit "linke" Positionen vertrete, liegt wohl eher an einer verengten Sichtweise des Rezipienten – evt. deshalb, weil ich mich nach Meinung einer Minderheit von Law+Order-Vertretern hier zu wenig pauschal auf deren Seite schlage? Egal – ich bin weder "links" noch "rechts" gestrickt und muss das auch nicht sein, um weiter meine Meinung zu vertreten.

  • #65
    Nansy

    @Helmut Junge #52
    Zitat: "Ich möchte gar nicht anfangen zu zählen, wieviele gute Kommentatoren Sie mit Ihren rüden Angriffen schon endgültig aus den Ruhrbaronen vergrault haben."

    Gut, dass das jemand mal anspricht – mir geht es eigentlich ähnlich, ohne dass ich mir anmaßen will, ein "guter" Kommentator zu sein. Auch wenn Herr Lohmann unter #20 auf meinen Kommentar sachlich nachgefragt hat und ich eigentlich gerne darauf geantwortet hätte – irgendwann sagt man sich: nee, lass das mal, du bekommst doch nur eine der üblichen rüden Abfuhren.
    Eine offene Gesprächskultur bei den Ruhrbaronen, auch wenn man sich mal fetzt, ist was Schönes. Ständiges Anschießen von Kommentatoren im rüden Ton verdirbt die Lust an der Diskussion – nicht nur bei sensiblen Zeitgenossen…

  • #66
    Klaus Lohmann

    @Nansy: Ja. Ist mir aber für die braunen Gelegenheits-Rumtreiber ala "Gerd", "mike" oder "Dennis" hier völlig piep, wenn die die Hitze in der Küche nicht aushalten.

  • #67
    Daniel

    Natürlich Klausi, immer die gleiche Unterstellungen: alle, die ihren wirren Müll nicht vollumfänglich nachvollziehen können, ist braun, hat kein Niveau, sympathisiert mit der afd/Npd oder versteht die Zusammenhänge nicht.
    Ein frustrierter Opa eben, der die Welt nicht mehr versteht. An Stelle der Blog-Betreiber würde ich mich aber nicht darüber freuen, dass ein solcher Troll die Diskussion hier bestimmt.

  • #68
    Helmut Junge

    @Nansy (54), natürlich freue ich mich über Ihre Zustimmung zu meinem Kommentar 52,
    allerdings glaube ich mittlerweile, daß dieser Lohmannsche Ton im Bereich Sport kaum noch auffällt. Und da Klaus Lohmann dort häufig kommentiert, macht er vielleicht nicht den not wendigen Unterschied, wenn er im Bereich Politik kommentiert. Der erwartete Stil in der Politik ist eben gehobener als im Fußballjargon. Klaus Lohmann ist das vermutlich nicht bewußt.
    Das wäre doch die Erklärung für seine Ausfälle!
    Damit verabschiede ich mich aber endgültig aus dem ernsten Teil dieses Threads.

  • #69
    Thomas Weigle

    Ähemm @ Helmut Junge, auch unter den meisten Fußballfans herrscht ein durchaus ziviler Ton vor, was gegenseitiges Hämen, vor allen an Montagen, am Arbeitsplatz durchaus nicht ausschließt, sondern dazu gehört. Ansonsten volle Zustimmung zu Deinen Beiträgen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.