Vor der nächsten antisemitischen Protestwelle…
Ich weiß nicht, was in der Nacht im Mittelmeer passiert ist. Ich weiß, das Menschen gestorben sind, Israel den Tod der Free-Gaza-Aktivisten bedauert. Ich weiß aber auch, was in den kommenden Tagen auf unseren Straßen geschehen wird.
Die Flotte der Free-Gaza Aktivisten hatte das Ziel Israel, an den Pranger zu stellen und die Aktion heute Nacht hat dazu geführt, dass dieses Ziel erreicht wurde. Es ist tragisch das Menschen gestorben sind. Aber die Toten sind nicht gestorben, weil die Menschen in Gaza auf diese Hilfslieferungen angewiesen sind. Das macht ein Artikel aus der Welt deutlich:
Israel blockiert den Gazastreifen keineswegs, um es “auszuhungern”, sondern um Waffenlieferungen an die Hamas zu verhindern. Durch Hilfstransporte der UN ist die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet. Jedenfalls so weit, dass ein Vergleich der Lage in Gaza mit der in wirklich schlimmen humanitären Krisengebieten, etwa in Darfur oder Sri Lanka, völlig abwegig ist.
In keinem anderen Krisengebiet der Welt kümmert sich das UN-Flüchtlingshilfswerk im Übrigen so personal- und materialintensiv um Opfer von Krieg und Vertreibung wie in Palästina.
Sie starben für eine Propagandaaktion. Und was wir in den kommenden Tagen erleben werden, sind keine Proteste gegen die israelische Politik. Gegen die israelische Politik kann und soll demonstriert werden wie gegen die Politik jedes anderen Landes. Was wir erleben werden, ist eine antisemitische Protestwelle, wie während des letzten Gaza-Krieges. Und das bevor wir genau wissen, was heute Nacht geschah und gegen wen sich der Protest zu richten hat.
Ich fände es schon spannend zu erfahren, ob sich die Flotte wirklich geweigert hat, die Schiffe nach Waffen durchsuchen zu lassen. Oder warum das Angebot, die Hilfslieferungen über einen israelischen Hafen laufen zu lassen, abgelehnt wurde.
Ich würde auch gerne mehr über die “Friedensaktivisten” auf den Schiffen wissen und was genau geschah, bevor geschossen wurde. Aber ich glaube, diese Zeit werden sich viele nicht nehmen.






#51 | Helmut Junge sagt am 1. Juni 2010 um 19:47
@Patrizia,
sorry, ich hab jetzt erst Ihren Beitrag von gestern Abend entdeckt.
Ihre Betrachtungsweise ist mir übrigens absolut nicht fremd. Sie bezieht sich ja auf den Antisemitismus und der ist sicher eine wichtige, allerdings menschenverachtende, Basis für Politiker, die Anhänger finden wollen, um ihre Ziele zu verfolgen, bzw. ihr Süppchen zu kochen. Dieser Antisemitismus sitzt offensichtlich auch tief in den Köpfen von Leuten, die sich sonst gerne als Gutmenschen sehen wollen. Sehe ich auch so.
Also, Ihre Einschätzung kann ich gar nicht in Frage stellen.
Was bleibt also jetzt noch offen für eine Diskussion?
Sie sagen ja, daß Sie eine andere Sichtweise haben als ich.
Ich denke, daß das meine Vorstellung von einem politischem Plan ist, der Idee, daß nichts ohne eine Vorstellung von einem Ziel in Gang gesetzt wird.
Nur wenige Dinge in der Welt geschehen aus Zufall.
Es sind nach meiner Sicht immer Interessen, die aufeinanderprallen. Persönliche, oder Gruppeninteressen, die fast immer verdeckt gehalten werden. Wenn in einer Partei, oder einem Staat jemand Einfluß, oder gar die Dominanz erhalten will, sagt er nicht: Ich will das oder das erreichen, sondern er sucht sich seine Anhänger, die er ja benötigt, auf andere Weise. Er verkündet, daß er für eine besondere Idee steht, in der Erwartung dafür Verbündete (Anhänger) zu kriegen. Seine Gegner müssen das genau so machen, und dann stehen plötzlich zwei verschiedene Programmentwürfe im Vordergrund, obwohl es eigentlich um Personen geht. Das Programm kann später sogar getauscht werden.
Die Gruppierungen bleiben aber fast immer gleich.
Der Antisemitismus, wie jede Form der Fremdenfeindlichkeit, war und ist, so abscheulich er auch ist, offenbar immer wieder eine “gute” Möglichkeit für Demagogen Gefühle anzusprechen, um die Zahl ihrer Anhänger zu erweitern. Das ist in Nahost noch deutlicher als hier. Alle kochen sie dort ihre Süppchen damit. Damit kann man nämlich gut von den eigenen riesigen Problemen ablenken! Die Probleme verschwinden ja nicht, aber man kann einen Schuldigen benennen. Es geht, wie schon bei den Kreuzügen um den Export der inneren Probleme.
Es gibt aber zusätzlich noch Leute, die sich gut in diesen Konfliktbereichen eingelebt haben, daran verdienen, oder ihre gesellschaftliche Stellung daran knüpfen.
Für alle diese Personen ist es daher wichtig, solch einen Konfliktherd beizubehalten.
Das Feuer darf nie erlöschen. Und genau so handeln sie auch. Der Haß braucht immer frische Nahrung.
Zusätzlich denke ich, daß es meist auf beiden Seiten Menschen gibt, die Angst vor dem Frieden haben, weil sie dann verlieren würden. Es liegt für mich nahe, daß es schon längst Frieden gäbe, wenn diese Personen nicht immer Salz in offene Wunden streuen würden. Ich betrachte deshalb mit Mißtrauen solche Operationen, wie die, die gestern stattgefunden hat. Da ist, vielleicht, wie Sie schrieben, von Erdogan was inszeniert worden. Da ist vielleicht die andere Seite drauf hereingefallen, aber ich sagte ja bereits, daß ich mißtrauisch bin, vielleicht waren sich auch auf beiden Seiten Leute im Klaren, daß Frieden für sie persönlich
schlecht sein könnte. wer weiß das schon?
Ich bin für sachliche Friedensverhandlungen, weil die Völker den Frieden brauchen.
Abbas scheint zu solchen Verhandlungen bereit zu sein. Die Hamas ist offensichtlich nicht dazu bereit. Die arabischen Staaten…., aber das ist ein anderes Thema.
#52 | Thomas Rodenbücher sagt am 1. Juni 2010 um 19:57
@reizzentrum :
Zum Thema der Propaganda erliegen: Um den Holocaust zu überleben, wäre es zwingend notwendig, den Holocaust erlebt zuhaben. Hedy Epstein-Wachenheimer flüchtete 1939 nach England und kehrte erst nach Kriegsende zurück.
#53 | reizzentrum sagt am 1. Juni 2010 um 20:35
@ #52 | Thomas Rodenbücher
Sorry, ich verliess mich auf die TAZ
http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/israel-entert-hilfsflotte/
Dennoch hat Frau Epstein-Wachenheimer ihre Eltern in den KZs des Dritten Reichs verloren (wikipedia). Eher atypisch für einen Antisemiten, oder?
#54 | Dirk Haas sagt am 1. Juni 2010 um 21:07
@ Thomas R. (#52): Hedy Epstein ist keine Holocaustüberlebende, weil ihre Eltern sie unmittelbar vor der Einlieferung ins KZ noch nach England verschicken konnten? – Mit dieser Haltung, lieber Thomas Rodenbücher, hätten Sie es als Sachbearbeiter für Entschädigungsfragen im Nachkriegsdeutschland weit gebracht.
#55 | Thomas Rodenbücher sagt am 1. Juni 2010 um 21:25
@reizzentrum:
Nein eine Antisemitin ist sie wahrlich nicht. Mir geht es nur darum, dass vieles Geschriebenes nicht mehr hinterfragt wird. Lieber Dirk Haas, jemand der von 1939 bis 1945 in einer freundlichen Englischen Gastfamilie sich den Holocaust aus der Ferne angeschaut hat, ist nicht mit jenen Holocaustüberlebenden in Lägern auch nur ansatzweise zu vergleichen, auch wenn es die Argumentation aufpeppen würde.
#56 | Dirk Haas sagt am 1. Juni 2010 um 22:05
Thomas, ich verstehe: das Mädchen, das seine gesamte Familie im KZ verlor, hat einfach nicht genug gelitten, um das Label „Holocaustüberlebende“ verdient zu haben.
Der Begriff „Holocaust“ beschränkt sich jedoch nicht allein auf die Vernichtungslager ab 1941/42:
http://www.antisemitismus.net/shoah/holocaust.htm
#57 | Wähler sagt am 2. Juni 2010 um 02:10
Herr Laurin,
wann bereinigen sie ihren unerträglichen Artikel? Mittlerweile haben sich doch andere Aspekte ergeben, Siehe SPON!
Gruss
#58 | Malte sagt am 8. Juni 2010 um 10:03
Nur mal so:
[...]Hamburg/Teheran. Die politische Krise um die Erstürmung einer Hilfsflotte für den Gazastreifen durch israelische Spezialeinheiten könnte sich in den kommenden Tagen dramatisch zuspitzen. In Teheran kündigte Hodschatoleslam Ali Shirazi an, Kriegsschiffe der Revolutionsgarden stünden bereit, Hilfsschiffe mit Gütern für den Gazastreifen zu eskortieren. Shirazi ist ein enger Mitarbeiter des obersten geistlichen Führers Ajatollah Ali Khamenei. Der Chef des iranischen Roten Halbmondes, Abdul-Rauf Adibsadeh, erklärte, Ende der Woche werde Teheran zwei Schiffe mit Lebensmitteln und Helfern für Gaza entsenden[...] !
#59 | Joachim sagt am 8. Juni 2010 um 13:34
jetzt habe ich es auch kapiert!
wer zuletzt lacht…….Obwohl, bei diesem Thema bleibt einem wieder einmal das Lachen im Halse stecken! Nicht der Staat Israel, ich schreibe bewusst nicht das jüdische Volk, da in Israel zig Religionen zu finden sind, sondern der Staat Iran ist letztendlich auf diese Propagande-Kampagne reingefallen, da er sich zu einer solch dummen Aktion hinreisen lässt?
Jetzt einmal voller Ernst:
Durch meinen nicht immer ganz Ernst gemeinten Äusserungen zuvor kann man doch wirklich eins sehen – wie dumm doch das Argument ist, Israel wäre auf die Agitatoren aus der arabischen Welt hereingefallen.
Vielmehr ist es doch so, dass eine zunächst unpolitische, gutgemeinte Sache (schaut euch die Leute an, die für Aktion ihrem guten Namen und Ruf gegeben haben), nämlich die leidenden Bewohner des Gaza-Streifens mit dem Nötigsten zu versorgen- von den ideologisch Verblendeten beider Seiten ausgenutzt wird, um diesem fortwährenden “struggle” weiter Nahrung zu geben und zu forcieren. Meine Furcht ist es, dass irgendwann jemand dieser Fanatiker, und damit meine ich ausdrücklich beide Seiten, eine Atombombe zum Einsatz bringt, oder Israel sich Gründe konstruiert dem angeblich zuvorzukommen, und den Iran zu bombadieren. Dies wäre dann allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit gleichzeitig das Ende des Staates Israel.
Ansonsten ist es doch das jahrhundertealte, weltweite Spiel. Durch den Fanatismus Einiger sterben abertausende von Menschen, die eigentlich nur eines wollen – in Ruhe die kurze Zeit in der vorübergehenden Daseinsform “Mensch” in Frieden zu leben.
#60 | Malte sagt am 8. Juni 2010 um 14:47
@Joachim: Ich bin kein verschwörungstheoretiker, aber, einige Blogs berichten darüber, das die US-Arme sich vor der Küste Irans zusammenzieht [fünf Flugzeugträgerverbände] incl. deutscher Fregatten[alles nur Übungen] US-Medien berichten darüber, das auch Israelische U-Boote auf dem Weg dorthin sind. Mach die selbst einen reim darauf
Jetzt schau dir das noch an:
http://www.debka.com/article/8794/
http://www.youtube.com/watch?v=rYC_aSnKezY
Schon ist die Verschwörung perfekt :-/
#61 | Arnold Voss sagt am 8. Juni 2010 um 14:58
Joachim, es ist nicht so, dass die Bewohner des Gazastreifens nicht mit dem Nötigsten versorgt werden. Dass sie allerdings unter der Blockade leiden steht außer Zweifel.
Bin gespannt ob da auch wieder die weltweite Nur-wir-können-die-Geknechteten-dieser-Welt-mediengerecht-retten-Kulturschickeria mitfährt oder ob die endlich begriffen haben, was da gespielt wird.
#62 | Joachim sagt am 8. Juni 2010 um 15:32
Hallo Arnold, man kann sicher bei der ein oder anderen Sache darüber diskutieren, was den das Nötigste ist, aber, wie ich von Leuten weis, die nicht das geringste Interesse an Propaganda haben und es wissen müssen, fehlen dort lebenswichtige Medikamente, Grundnahrungsmittel und etwas, was ihnen nur Israel zurückgeben kann -ein menschenwürdiges Leben.
Ich weis auch von Leuten die lange in Israel lebten, wie auch nach so langer Zeit die Mehrheit der Menschen in Israel durch das was viele von ihnen erdulden mussten traumatisiert sind.
Nur so lässt sich die, lass es mich einmal auf recht euphemistische Art sagen, uneinsichtige Haltung Israels erklären. Es wäre mehr als eine menschliche Katastrophe, wenn der Staat Israel und damit die Menschen die dort leben, genau an dieser ignoranten und unnachgiebigen Haltung, die ja die Existenz des Staates Israel wahren soll, zum Gegenteil führt.
In diesem Kollektivtrauma und in der Angst der Menschen ist m. E. auch der Grund zu suchen, weshalb die Menschen in Israel (und auch anderswo) solche machtgeilen Schlächter zu ihren politischen Führern wählen. Ich glaube, das (fast) alle Menschen im nahen Osten einfach in Ruhe und in Würde ihr Leben leben wollen. Ohne Angst, ohne Elend, miteinander.
ansonsten schau dir mal den aktuellen Beitrag (#60) von Malte an.
Ich kann´s nicht fassen!!!!
#63 | Malte sagt am 8. Juni 2010 um 15:43
Zitat “Hallo Arnold, man kann sicher bei der ein oder anderen Sache darüber diskuti, wie ich von Leuten weis, die nicht das geringste Interesse an Propaganda haben und es wissen müssen, fehlen dort lebenswichtige Medikamente, Grundnahrungsmittel und etwas, was ihnen nur Israel zurückgeben kann -ein menschenwürdiges Leben….”
CROSSING STATUS WEEKLY REPORT:
The travel of humanitarian and medical cases is
maintained
http://hometown-glory.de/images/2010.pdf
#64 | Detlef Obens sagt am 8. Juni 2010 um 15:54
Ich verweise auf den Pressebericht: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/7565
Besonders zu erwähnen ist, unter dem Artikel, das ZITAT der WOCHE, welches diesmal von der MLPD stammt, einer bekennenden Unterstützerin der NRW-Linken.
Die LINKE NRW selbst nimmt dazu keine Stellung.
Braucht sie auch nicht, die Arbeit auf dem Gebiet “Israel” wird ihnen ja bestens abgenommen!
#65 | Joachim sagt am 8. Juni 2010 um 15:57
zu hometown-glory.de…..
Hallo Malte, da fällt mir ein alter Witz ein. Rauchen ist nicht mehr schädlich! gez. Dr. Marlboro.
Oder auch die Weisheit, Papier ist geduldig.
#66 | Malte sagt am 8. Juni 2010 um 16:17
Das steht eine Tel.Nr bei, rufe an
#67 | Arnold Voß sagt am 8. Juni 2010 um 21:54
Joachim, ihre Skepsis in Ehren, aber woher wissen sie so genau, dass die von Malte zusammen getragenen Informationen nicht stimmen? Habe sie das überprüft, und wenn, dann wie?
Was das menschenwürdige Leben der Palästinenser betrifft, so hat vor allem die Hamas den Schlüssel dafür in der Hand.
#68 | Joachim sagt am 9. Juni 2010 um 00:16
zu #67
Hallo Arnold, ich wollte keinesfalls mit meinem Kommentar zu Ausdruck bringen das Malte nicht die Wahrheit sagt. Vielmehr das ich etwas, nur weil es ein israelisches Ministerium so schreibt, nicht unbedingt als Fakt ansehe, weil eben diese Leute ein gesteigertes Interesse daran haben müssen global in einem guten Licht dazustehen.
Das gleiche gilt übrigens für den Hinweis von Detlef auf den Artikel der “jüdischen allgemeinen” – zu ideologisch eingefärbt. Dort kann man ausserdem wieder prima sehen, wie Religion und Staat unzulässig verquickt wird.
Hier geht es um einen dauerhaften Koinflikt zwischen Israel und dem nicht mehr existierenden Staat Palästina (was ja wohl letztendlich der Auslöser war und ist; interessant die Parallele zum Kurdenproblem), und nicht um Juden und Moslems.
Warum die Hamas vor allem den Schlüssel haben soll kann ich nicht nachvollziehen. Auch ich halte die Hamas für extremistisch und stufe sie in die Kathegorie derer ein, die keinen Frieden im Sinne eines Miteinanderlebens haben wollen, also in die gleiche Ecke wie Netanyahu und Liebermann.
Das es aber mehr von der Hamas abhängen soll seh ich nicht. Jeder trägt seinen Teil zum status quo bei. Der eine schießt mit Raketen aus alten Wasserrohren und Konservendosen die es gerade mal bis Israel schaffen, der andere schießt mit cruise missile zurück, usw. usw. usw……escalation as usual.
Es gibt da für mich keine Gewinner und Verlierer ( oder ausschließlich Verlierer?) oder Gutmenschen und Bösmenschen.
Es ist eine Schande das die gesamte Menschheit sich diese Farce anschaut und man sich nicht einig wird die verantwortlichen Parteien des Nahostkonflikts zu Vernunft und Frieden zu zwingen (mit friedlichen Mitteln versteht sich).
Vielmehr geht das alte Kettengerassel wieder los. Die Nation mit dem größten Sendungsbewustsein und mit dem zur Zeit weltweit größten Hoffnungsträger schickt wieder seine Träger los und gibt sich wie ein Auerhahn während der Balz. Vernunft und Deeskalation, nein danke. Zeigen wer der Stärkste ist ist da das gängige Verhaltensmodel, seit die Menscheit es gelernt hat auf zwei Beinen zu stehen und eine Keule zu schwingen (homo homini lupus est!).
So wird das nie was mit dem Sprung in eine neue Epoche. Während wir ökonomisch global player geworden sind fallen wir gesellschaftlich von einem Verhaltensatavismus in den nächsten.
Schau´n wir mal wie, und ob es überhaupt, weitergeht….
Sehr interessantes Freifeldexperiment!!!
#69 | Wähler sagt am 9. Juni 2010 um 02:07
@Stefan
“Ich weiß aber auch, was in den kommenden Tagen auf unseren Straßen geschehen wird.”
und? passiert ist gar nichts…
Gruss
#70 | Stefan Laurin sagt am 9. Juni 2010 um 06:48
@Wähler: Werfen Sie doch mal einen Blick in diesen Artikel: http://bszonline.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1753:protest-mit-bitterem-beigeschmack&catid=55:inhalt&Itemid=93
#71 | Otto Kleinbergmann sagt am 9. Juni 2010 um 09:03
@Stefan Laurin, Du (seit den Zeiten des Usenets gilt das Siezen im Netz als Beleidigung und hinsichtlich dessen bin ich Traditionalist;) benutzt in
Deiner Überschrift das Wort “antisemitisch..”.
Hältst Du diesen sehr unscharfen Begriff wirklich noch für zeitgemäß?
Auch Araber und Palästinenser sind Semiten. Wobei diese Einteilung der
Stammeszugehörigkeit nach alttestamentarischer Herleitung sicher auch überholt ist.
Es würde also von journalistischer Qualität zeugen wenn man die Dinge genau beim Namen nennt und sich nicht Vokabeln bedient, die ebenso zweifelhafter Herkunft wie auch unzutreffend sind.
Wäre es nicht klüger statt “antisemitisch” einfach “antiisraelisch” zu schreiben?
Das wäre nicht derart beleidigend aber weniger falsch und der Dialog bliebe möglich.
Und das wollen wir doch, oder?
#72 | Patrizia sagt am 9. Juni 2010 um 14:27
@Kleinbergmann
Hier ein link zu Ihrer Information …
http://de.wikipedia.org/wiki/Judenfeindlichkeit
Also hat unser Stefan Laurin seine Ausdrucksweise sehr richtig und sehr bewusst
gewählt. Auch die “neuen Judenhasser” bei der deutschen Linken wie Dierkes
liegen in der Tradition des deutschen Antisemitismus. So gesehen wäre es von
schlechter und verharmlosender journalistischer Qualität plötzlich den Begriff des
Antisemitismus durch andere weniger eindeutige Begriffe ersetzen zu wollen. Nur
weil die widerliche braune Sosse plötzlich von der rechten in die linke Hirnhälfte
schwappt, macht diese noch lange nicht dialogfähig.
Dem link in Beitrag #70 können Sie sehr schön die Dialogfähigkeit dieser linken und
rechten Antisemiten entnehmen.
#73 | Wähler sagt am 10. Juni 2010 um 00:38
@70 Stefan,
jeder Protest endet letztendlich in Antisemitismus ob man das als Veranstalter noch so sehr versucht das auszuschließen.. leider!
Gruss