Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte
Prof. Dr. Peter Loebell, Dozent an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart, behauptet, dass die für die Waldorfpädagogik zentrale „Jahrsiebte-Lehre“ Rudolf Steiners mit der empirischen Forschung vereinbar sei. Von unserem Gastautor Andreas Lichte.
Peter Loebell verweist als Quelle für seinen Artikel in der „erziehungsKUNST“ „Jahrsiebte: Naturgegebenheit oder gesellschaftliches Konstrukt?“ auf Rudolf Steiners Aufsatz „Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft“, ohne selber daraus zu zitieren. Dort sagt Steiner, Seite 320:
„Man sieht aus dem Vorhergehenden, dass man beim Menschen von vier Gliedern seiner Wesenheit sprechen kann: dem physischen Leib, dem Äther- oder Lebensleib, dem Astral- oder Empfindungsleib und dem Ichleib. (…) Als Erzieher arbeitet man an diesen vier Gliedern der menschlichen Wesenheit.“
Wenn man als Erzieher „an ihnen arbeitet“, dann müssen diese „Glieder“/„Leiber“ ja zentral für die Waldorfpädagogik sein. Aber was sind „Ätherleib“ und „Astralleib“? Rudolf Steiner erklärt, Seite 316:
„Der Ätherleib ist eine Kraftgestalt; er besteht aus wirkenden Kräften, nicht aber aus Stoff; und der Astral- oder Empfindungsleib ist eine Gestalt aus in sich beweglichen, farbigen, leuchtenden Bildern. (4)
Der Empfindungsleib [= „Astralleib“] ist in Form und Größe von dem physischen Leibe abweichend. Er zeigt beim Menschen die Gestalt eines länglichen Eies, in dem der physische und der Ätherleib eingebettet sind. Er ragt an allen Seiten über die beiden als eine Lichtbildgestalt hervor.“
Noch nie gesehen? Siehe Fussnote (4), Rudolf Steiner: „Man muss unterscheiden zwischen dem Erleben des Empfindungsleibes in sich und dem Wahrnehmen desselben durch den geschulten Hellseher. Das, was dem erschlossenen geistigen Auge des letzteren vorliegt, ist mit obigem gemeint.“
Aha. Das sieht der „geschulte Hellseher“ Rudolf Steiner. Aber warum meint Loebell, sich auf Steiner berufen zu können? Ist Loebell selber „geschulter Hellseher“? Oder plappert er einfach nur nach, was ihm Rudolf Steiner vorgesagt hat? Das möchten wir bei einem „Prof. Dr.“ doch nicht hoffen!
Aber noch haben wir ja gar nicht erfahren, wie es eigentlich zu den „Jahrsiebten“ kommt. Die vier „Glieder“/„Leiber“ könnten ja alle gleichzeitig, von Geburt an, da sein. Nein, Steiner erklärt, Seite 320f.:
„Vor der physischen Geburt ist der werdende Mensch allseitig von einem fremden physischen Leib umschlossen. (…) Die physische Geburt besteht eben darinnen, dass die physische Mutterhülle den Menschen entlässt, und dass dadurch die Umgebung der physischen Welt unmittelbar auf ihn wirken kann. (…)
Für eine geistige Weltauffassung, wie sie von der Geistesforschung [„Geistesforschung“ = Anthroposophie] vertreten wird, ist damit wohl der physische Leib geboren, noch nicht aber der Äther- oder Lebensleib. Wie der Mensch bis zu seinem Geburtszeitpunkte von einer physischen Mutterhülle, so ist er bis zur Zeit des Zahnwechsels, also etwa bis zum siebenten Jahre von einer Ätherhülle und einer Astralhülle umgeben. Erst während des Zahnwechsels entlässt die Ätherhülle den Ätherleib. Dann bleibt noch eine Astralhülle bis zum Eintritt der Geschlechtsreife. In diesem Zeitpunkt wird auch der Astral- oder Empfindungsleib nach allen Seiten frei, wie es der physische Leib bei der physischen Geburt, der Ätherleib beim Zahnwechsel geworden sind.
So muss die Geisteswissenschaft von drei Geburten des Menschen reden.“
Nun behauptet Loebel, Steiners hellseherische „Erkenntnisse“ seien mit der empirischen Forschung vereinbar. Und betreibt eifrig Namedropping, um die „Wissenschaftlichkeit“ Steiners zu suggerieren – in Loebells kurzem Artikel finden sich: die „Entwicklungspsychologin Lotte Schenk-Danziger“, der „Neurobiologe Manfred Spitzer“, die „Entwicklungspsychologen Rolf Oerter und Eva Dreher“, der „Neurobiologe Joachim Bauer“ und der „Neurobiologe Gerald Hüther“ …
Aber würde auch nur einer der von Loebell als Zeugen benannten Experten wagen, öffentlich zu bekennen, dass die oben zierten „Grundannahmen“ Steiners richtig sind?
Im Interview für die Ruhrbarone befragte ich Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, zu Steiners Jahrsiebten:
„Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das „Ich“ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?
Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun.“
Weiterführende Artikel der Ruhrbarone:
„Die Waldorfschulen informieren“ – u.a. über die praktischen Auswirkungen der „Jahrsiebtelehre“ in der Waldorfschule
„Waldorfschule: Lehrer gesucht!“ – zur Qualität der Ausbildung im Waldorfseminar „Freie Hochschule Stuttgart“
Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ – Erfahrungsbericht über die Ausbildung zum Waldorflehrer
Waldorfschule: Physik vom Hellseher, von Dr. Tobias Maier – über das „Wissenschaftsverständnis“ von Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg
Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“, Interview mit Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien






#1 | Willy Lohmann sagt am 19. August 2011 um 12:36
niedlich wie Loebell aus dem Hellseher Steiner Wissenschaft macht, fast so niedlich wie dieser Zwergen-Artikel der Erziehungskunst:
http://www.erziehungskunst.de/artikel/ohne-elementarwesen-laeuft-nichts/
Ohne Elementarwesen läuft nichts!
Von Thomas Mayer, April 2011
Kinder erleben die Welt nicht als materielle Gegenstandswelt wie wir Erwachsene, sondern als eine Kräfte- und Gefühlswelt. Alles ist belebt und beseelt. Selbstverständlich spielen sie mit Elementarwesen, manchmal sprechen sie auch mit ihnen. Deshalb ist die Kinderzeit so intensiv, reich und herrlich. Eine Blume oder ein Stein ist so beglückend, da die Blumenelfe oder der Steingnom mit dem Kinderherzen spricht. Eine Ecke im Garten ist so heimelig, weil dort eine vergnügte Zwergengruppe den Tag gut sein lässt. Auch die Seelen von uns Erwachsenen sind von Elementarwesen durchzogen …
… Es gibt heute an jedem Ort nicht nur Erdwesen, Wasserwesen, Feuerwesen und Luftwesen, sondern überall noch eine fünfte Art: die Christus-Elementarwesen. In der Wohnung von Susanne wird man von einem solchen gleich im Flur empfangen. Diese Christuselementarwesen setzen vor Ort das um, was Rudolf Steiner die »Erscheinung des Christus in der Ätherwelt« genannt hat. Doch ich habe keinen Platz, um mehr darüber zu schreiben, oder darüber, wie unser Seelenleben und Karma aus Elementarwesen gebildet wird oder wie es den Wesen in technischen Geräten geht oder wie wir dem Körperelementarwesen bei der Heilung helfen können. Deshalb kann ich nur ermuntern, sich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen. An jeder Ecke des Lebens arbeiten Elementarwesen mit. Ohne sie läuft nichts!
#2 | anonym sagt am 19. August 2011 um 15:45
Zitat von Hopmann: „Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im Klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun.“
Dass Waldorf unter Sekte einzuordnen ist, haben wir als Eltern zu spüren bekommen, nachdem unser Kind die Waldorf-Zeit nicht fortsetzen konnte. Er sei ein Überflieger, hieß es.
Die Waldorf-Schulen vereinbaren eine Probezeit von einem Jahr. Im 12. Monat der Probezeit kam dann der (Ein-)Schnitt. Schulrecht interessiert Waldorfianer nicht. Sie stehen über den Dingen. Was das für unter Zehnjährige bedeutet, darüber machen sich Waldorf-Jünger keine Gedanken.
Vorher werden Kinder, die „weg“ sollen von Lehrern geschnitten. Die Lehrer teilen den anderen Kindern mit, dass sie mit ‚diesen Kindern‘ nicht spielen dürfen. Ich habe selten so bekloppte E-Mails gelesen wie die von Waldorf-Lehrern. Mit denkenden Eltern haben sie offenbar auch Probleme… Mit dem Thema bin ich noch nicht durch. Wenn es nicht auch Nicht-Waldorfianer (Ganztag) gegeben hätte, welche alles notiert haben, ihren Job quasi riskierten, hätte die kurze Schulzeit an der Waldorfschule unser Kind kaputt machen können.
Steiner ist ein Spinner. Den Mist kann ich mir nicht durchlesen. Im Prinzip können wir froh sein, dass unser Kind nicht die Schulzeit an dieser Sektenschule fortsetzt…
Was unternimmt eigentlich die Schulaufsichtsbehörde, um die Verhältnisse an Waldorfschulen zu kontrollieren?
#3 | Andreas Lichte sagt am 19. August 2011 um 20:56
@ anonym #2
deine Frage: “Was unternimmt eigentlich die Schulaufsichtsbehörde, um die Verhältnisse an Waldorfschulen zu kontrollieren?”
Antwort, kurz:
Nichts.
Antwort, lang:
“Lichte: In Deutschland haben sich die Waldorfschulen nicht an der PISA-Studie beteiligt (eine gesonderte Auswertung für die Waldorfschulen gibt es hier nicht). Die staatlichen Schulaufsichten kontrollieren nicht, eine unabhängige, wissenschaftliche Forschung zum Innenleben der Waldorfschulen scheint nicht erwünscht.
Hopmann: Es gibt manchmal in anderen Ländern PISA-Daten für Waldorfschulen oder auch andere empirische Vergleichsdaten zu Schulleistungen. Im allgemeinen schneiden diese dabei nicht schlecht ab. Das besagt aber nicht viel, solange man nicht genau kontrolliert, ob die aus diesen Schulen Getesteten sozial, kognitiv usw. den anderen Testgruppen entsprechen und wie viel der Leistungsunterschiede tatsächlich auf schulische Faktoren zurückzuführen ist. Bei der anzunehmenden sozialen Zusammensetzung der Waldorfschulen wäre unbeschadet der Schulqualität alles andere als im Durchschnitt deutlich bessere Testleistungen ein Armutszeugnis. Die wenige sonstige empirische Forschung, die es zu Waldorfschulen gibt, stammt fast ausschließlich aus der Feder bekennender Waldorfianer oder ihnen nahestehender. Das liegt freilich daran, dass die Waldorfschulen eine wirklich unabhängige, ergebnisoffene Untersuchung ihrer pädagogischen Praxis nicht zu lassen.”
Auszug aus dem Ruhrbarone-Interview mit Prof. Hopmann zur Waldorfschule, http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/
#4 | Andreas Lichte sagt am 19. August 2011 um 21:00
@ anonym #2
dein Fazit: “Im Prinzip können wir froh sein, dass unser Kind nicht die Schulzeit an dieser Sektenschule fortsetzt…”
hier ein längeres Martyrium an der Waldorfschule:
––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
“Wie gut sind Waldorfschulen?
Eine Antwort einer Mutter aus dem Ruhrgebiet auf die gleichnamige TV-Dokumentation des SWR (…)
Die Wahnvorstellungen Rudolf Steiners werden in der Waldorfschule ausgelebt – mit kräftiger finanzieller Unterstützung des Staates. Dieser lässt diese Sekte schalten und walten, wie es ihr gefällt. Ohne Gegenleistung, ohne Auflagen, ohne wirksame Kontrollen. Wo leben wir? Der Gesetzgeber verpflichtet die Schulaufsicht, auch die Qualität von Privatschulen zu überprüfen. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass nur kompetente, gut ausgebildete Lehrer Schüler unterrichten dürfen. Selbstverständlich sollte es auch sein, dass jederzeit die Möglichkeit gegeben ist, an eine andere, auch öffentliche Schule zu wechseln – ohne riesige Wissenslücken und seelische Schäden aus der Waldorfschule im Ranzen mitzunehmen. An der PISA-Studie haben sich die Waldorfschulen gar nicht erst beteiligt …”
http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/
#5 | anonym sagt am 20. August 2011 um 13:25
@Andreas Lichte, danke für die Infos.
—————-
Schulgesetz NRW: http://bit.ly/q8P7Gi
§ 100 Abs. 5: „Ersatzschulen müssen gleichwertige Formen der Mitwirkung von Schülerinnen, Schülern und Eltern im Sinne des Siebten Teils dieses Gesetzes gewährleisten.“
Siebter Teil
§ 62
“Grundsätze der Mitwirkung
(1) Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Schülerinnen und Schüler wirken in vertrauensvoller Zusammenarbeit an der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule mit und fördern dadurch die Eigenverantwortung in der Schule. An der Gestaltung des Schulwesens wirken sie durch ihre Verbände ebenso wie durch die anderen am Schulwesen beteiligten Organisationen nach Maßgabe dieses Teils des Gesetzes mit.”
——————–
Eltern, Schülerinnen und Schüler werden in § 62 Abs. 1 neben Lehrern aufgezählt, gleichwertig.
An Waldorfschulen ist doch das Problem, dass Kritik, d.h. freie Meinungsäußerung, unerwünscht ist. Wer es wagt, den Klassenlehrer zu kritisieren, hat ganz schlechte Karten. Wenn es noch ein Schüler wagt, dann gibt’s die rote Karte (in der Probezeit) oder den Eintrag ins Waldorfbuch.
Wer sich nicht passend machend lässt im Waldorfsystem, wird geschnitten, rausgemobbt. Die Lehrer tragen auf eine widerliche Art dazu bei, animieren andere Schüler, Kinder zu schneiden, zu ignorieren.
Es ist auch erstaunlich, dass Waldorf-Lehrer sich dagegen sperren, Externe am Unterricht teilnehmen zu lassen. Ebenso sind Fotos auf Monatsfeiern unerwünscht. Alles wird innerhalb des Waldorfsystems geregelt, rechtsstattliche Grundsätze, das Schulrecht NRW interessieren nicht.
„Gestaltung des Schulwesens“ bedeutet nach Waldorfverständnis Gestaltung a la Steiner. Lehrer schweben oftmals über den Dingen, sind zu klaren Beurteilungen gar nicht mehr fähig. Der Gesetzgeber versteht unter § 62 Abs. 1 jedoch eine offene, freie Gestaltung!
Nach § 100 Abs. 5 i.V.m. § 62 Abs 1 SchulG NRW hätte die Schulaufsicht die Möglichkeit, die Waldorfschulen in NRW näher unter die Lupe zu nehmen. Gespräche mit Eltern und Ex-Schülern von Waldorfschulen können da sehr aufschlussreich sein. Die zuständigen Schulräte sind allerdings überlastet.
Wie wäre es mit den Regierungspräsidenten (als Verantwortliche der übergeordneten Schulaufsichtsbehörde)? Können Journalisten die Regierungspräsidenten in NRW nicht danach befragen, inwieweit Waldorfschulen i.S.v. § 100 Abs. 5 i.V.m. § 62 Abs 1 SchulG NRW beaufsichtigt werden. Das Ergebnis wäre ein Posting bei den Ruhrbaronen wert!
#6 | Prof. Dr. Hellseherei sagt am 20. August 2011 um 20:17
ist Loebell Prof. Dr. der Hellseherei?
#7 | Andreas Lichte sagt am 22. August 2011 um 10:05
@ anonym #5
“Wie wäre es mit den Regierungspräsidenten (als Verantwortliche der übergeordneten Schulaufsichtsbehörde)? Können Journalisten die Regierungspräsidenten in NRW nicht danach befragen, inwieweit Waldorfschulen i.S.v. § 100 Abs. 5 i.V.m. § 62 Abs 1 SchulG NRW beaufsichtigt werden. Das Ergebnis wäre ein Posting bei den Ruhrbaronen wert!”
Schlag das doch mal Stefan Laurin vor – er ist bei den Ruhrbaronen “Verantwortlich” – siehe Impressum: http://www.ruhrbarone.de/impressum/
Dort auch die e-mail-Adresse von Stefan Laurin. Deine mail wird vertraulich behandelt. Es gab schon einige von Waldorf-Betroffenen …
#8 | Andreas Lichte sagt am 22. August 2011 um 10:20
@ Prof. Dr. Hellseherei #6
“ist Loebell Prof. Dr. der Hellseherei?”
Prof. Dr. Peter Loebell unterrichtet an der anthroposophischen “Freien Hochschule Stuttgart” die Fächer: “Erziehungswissenschaft, Anthropologie, Methodik-Didaktik des Klassenlehrers”, siehe: http://www.freie-hochschule-stuttgart.de/portrait/kollegium.php
Über die “Freie Hochschule Stuttgart” gibt es hier mehr infos:
http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-lehrer-gesucht/
“Waldorfschule: Lehrer gesucht!
(…) So schreibt der SPIEGEL im Artikel „Die Lehre von Atlantis“: „(…) Dass empirische Forschung nichts zählt, steht sogar im »Studienbegleiter« für angehende Waldorflehrer an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart. Anfänger müssen am staatlich anerkannten Seminar Steiners Buch »Theosophie« nicht nur lesen, sondern dabei auch eine »geistige Schulung« durchlaufen, bei der »Inhalte nicht kommentiert oder interpretiert« werden. Ziel ist, wortwörtlich, das »allmähliche Hinaufarbeiten zur Ebene eines produktiven Erkennens, das im Gegensatz zu den analytischen Erkenntnismethoden steht«. (…)
(…) ZDF, Frontal 21, in seinem Beitrag „Kritik an Waldorf-Lehrern – »Wir haben die meiste Zeit gesungen«“. Dort heisst es: „Ein Beleg solcher Qualifikation [als Waldorflehrer] sind Abschlussarbeiten wie diese der Freien Hochschule Stuttgart. Sie lobt ausdrücklich eine Arbeit mit dem Titel: »Verstehen von Pflanzen durch lebendige Begriffe«. Es geht um Primelgewächse, angebliche Erdkräfte und Pflanzencharaktere. Erfüllen solche Diplomschriften wissenschaftliche Maßstäbe? Josef Kraus, Präsident Deutscher Lehrerverband, antwortet: »Die erfüllen nicht mal den Anspruch, der gestellt wird an die Facharbeit eines Zwölft- und Dreizehntklässlers. Ich würde eine solche Arbeit am Gymnasium als Zulassungsarbeit, als Facharbeit zum Abitur nicht annehmen.«“
Der Deutsche Lehrerverband kennt noch mehr Diplomarbeiten, die die staatlich anerkannte „Freie Hochschule Stuttgart“ selber lobte, nachzulesen hier: “Schule und Lehrerbildung im Zeichen von Atlantis und Saturn”. Um den zukünftigen Waldorflehrern zu zeigen, dass wirklich alles möglich ist, hier noch ein weiteres Beispiel:
„Vom Mai 2006 stammt die Arbeit »Alternative Betrachtungen zum Krankheitsbild AD(H)S«, also zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Eine der zentralen Aussagen lautet: »Es geht hier vor allem um kosmische und irdische Einflüsse.« Anschließend folgen seitenlang Betrachtungen etwa über den Kalender der Maya, das Wassermann-Zeitalter, die Metamorphose vom Geistigen ins Physische und die in Revolutionsjahren (etwa 1789, 1848 und 1917) ausgeprägten Sonnenfleckenmaxima.“ (…)”
#9 | Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte » Scharlatanerie » Kidmed sagt am 22. August 2011 um 17:47
[...] http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-prof-peter-loebell-verkauft-rudolf-steiners-jahrsiebte/ Related postsWaldorfschule: Lehrer gesucht!„150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“Neuer kritischer Blog zur Anthroposophie: Steiner im Brett Filed under: Scharlatanerie Comment (0) Article tags: Andreas Lichte, Anthroposophie, Waldorfschulen [...]
#10 | Andreas Lichte sagt am 25. August 2011 um 12:22
“Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte” auch hier übernommen: http://blog.esowatch.com/?p=3848
(wer drauf steht: dort viele durchgeknallte Kommentare von Anthroposophen)
#11 | Waldorfschule eine Sekte ? sagt am 26. August 2011 um 16:01
Celia Schönstedt, Pressesprecherin beim Bund der Freien Waldorfschulen, versteht nicht – bezogen auf obigen Artikel:
––––––––––––––––––––––––––––––
http://twitter.com/#!/Waldorfschule
Waldorfschule Celia Schönstedt
@Federlesen Wie meinst Du das jetzt genau mit dem “entschieden dagegen vorgehen, dass die #Waldorfschule eine Sekte sei”?
#12 | wie dagegen vorgehen ? sagt am 26. August 2011 um 16:35
Celia Schönstedt, Pressesprecherin beim Bund der Freien Waldorfschulen, weiß nicht, wie sie gegen den obigen Artikel vorgehen soll:
——————————————–
http://twitter.com/#!/Waldorfschule
Waldorfschule Celia Schönstedt
@Federlesen Ja, ich weiß leider, was da steht. Allerdings ist ein Dialog erfahrungsgemäß nicht zielführend, wie also dagegen vorgehen?
#13 | den Ruhrbaronen ist nicht mehr zu helfen sagt am 26. August 2011 um 18:14
Celia Schönstedt, Pressesprecherin beim Bund der Freien Waldorfschulen, sagt, daß den Ruhrbaronen nicht mehr zu helfen ist:
—————
Waldorfschule Celia Schönstedt
@Federlesen Nee, wahrscheinlich ist denen echt nicht mehr zu helfen:-) Naja, das gleiche sagen sie sicherlich auch über die Waldis & Anthros
#14 | Andreas Lichte sagt am 1. September 2011 um 11:52
“Waldorfschule: Dr. Detlef Hardorp verkauft Rudolf Steiners Rassismus als Multikulti
(…) Es ist also besser, niemals ungeprüft einem Funktionär der Waldorfschulen zu glauben, und schon gar nicht Detlef Hardorp, denn was ist von einem Anthroposophen zu halten, der wie Hardorp auch noch Rudolf Steiner zum eigentlichen Entdecker der Quantenphysik verklärt?
(…) Die Einordnung von Rudolf Steiners Rassimus überlasse ich Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, den ich für die Ruhrbarone interviewte, Zitat Hopmann:
„Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Steiner zu einer eigenen Weltanschauung amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein kann. Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist.”
zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-dr-detlef-hardorp-verkauft-rudolf-steiners-rassismus-als-multikulti/
#15 | Andreas Lichte sagt am 14. November 2011 um 16:59
siehe zu „Neurobiologe Gerald Hüther“, der vom Anthroposophen Peter Loebell als Zeuge für die “Wissenschaftlichkeit” der Jahrsiebtelehre Rudolf Steiners benannt wird:
“Frisch von der Alm: Gerald Hüthers neurobiologische Visionen”
http://blog.esowatch.com/?p=4736
–
“Nimm Abschied, mein Hirn”: Eso an der Uni
http://blog.gwup.net/2011/11/09/nimm-abschied-mein-hirn-wieder-eso-an-der-uni/
#16 | Pluralität im Bildungswesen sagt am 4. Dezember 2011 um 13:06
Presseinformation
Urteil des Verwaltungsgerichtshofs bekräftigt universitären Standard der Ausbildung von Waldorflehrern an der Freien Hochschule Stuttgart
Stuttgart. In einem richtungweisenden Urteil hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) als oberstes Verwaltungsgericht den universitären Status der Freien Hochschule Stuttgart und die Qualität der Waldorflehrerbildung bestätigt. „Wir sehen uns durch das Urteil in unserer besonderen Ausprägung als nichtstaatliche Hochschule, die in der Lehrerbildung tätig ist, gewürdigt“, erklärte dazu Prof. Dr. Peter Loebell für das Leitungsgremium der Freien Hochschule. Durch das Urteil werde der Beitrag der Freien Hochschule Stuttgart zur Pluralität im Bildungswesen nachdrücklich anerkannt. Das Urteil ist jetzt rechtskräftig geworden (Az. 9 S 2626/10).
Konkret hatte der VGH über den Fall einer Absolventin der Freien Hochschule Stuttgart zu entscheiden, die von 1999- 2004 an der Freien Hochschule Mannheim studiert und dann in einem an- schließenden Studienjahr den Diplomabschluss der Freien Hochschule Stuttgart als Waldorflehrerin erworben hatte. Sie war einer Waldorfschule im Landkreis Freiburg zwar als Sonderschullehrerin genehmigt worden, ihre Besoldung sollte allerdings nach BAT V statt wie für diese Schulstufe üblich BAT III erfolgen, da das Regierungspräsidium ihre Vorbildung nicht entsprechend anerkannte. Das Gericht verpflichtete nun das Land, die Absolventin durch Zuschüsse an die betroffene Schule wie eine staatliche Hochschulabgängerin zu refinanzieren.
In der Begründung der Entscheidung wird darauf hingewiesen, dass das in Mannheim und Stuttgart absolvierte Studium eine breite Basis fachlichen Wissens und umfassende, anwendungsorientierte Methodenkompetenz im Bereich der Waldorfpädagogik vermittelt. Ausdrücklich betont das Gericht die Freiheit der Freien Hochschule Stuttgart, Studienleistungen und -zeiten von Studierenden, die diese an anderen Einrichtungen erbracht haben, anzuerkennen und anzurechnen. Dies gelte auch dann, wenn die Einrichtungen staatlich nicht anerkannt sind. Mit der Anrechnung durch die Freie Hochschule Stuttgart erlangen die Studiengänge anderer Seminareinrichtungen den Status der Gleichwertigkeit mit denen staatlich anerkannter Hochschulen.
Die Freie Hochschule Stuttgart bietet waldorfpädagogische Studiengänge auf der Basis der anthroposophischen Geisteswissenschaft entsprechend den Bedürfnissen der deutschen Waldorfschulen an. Die Studiengänge führen zu wissenschaftlich anerkannten und den staatlichen Ausbildungen akademisch gleichwertigen Studienabschlüssen (Bachelor- und Masterstudiengänge).
Matthias Jeuken 28.11.2011
http://www.freie-hochschule-stuttgart.de/_downloads/aktuelles/freiehochschulestuttgart_pressemitteilung_urteilvgh_28.11.2011.pdf
#17 | Ron Hubby sagt am 10. Dezember 2011 um 15:11
@ #16
staatlich anerkannte Sekte! Ob Loebell einen Beratervertrag von Scientology angeboten bekommt?
#18 | Sekte für alle? sagt am 11. Dezember 2011 um 11:39
“Waldorfschule für alle? – Sekte für alle?”
http://www.publikative.org/2011/12/06/waldorfschule-fur-alle-sekte-fur-alle/
#19 | Techniker Krankenkasse lässt Versicherte für anthroposophische Pseudomedizin bezahlen | Ruhrbarone sagt am 17. Dezember 2011 um 15:43
[...] Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte – über den esoterischen Ursprung der „Jahrsiebte“ und das falsche Etikett „Wissenschaft“ [...]
#20 | Religionsschule Waldorfschule: ein „Umkreisen Gottes“ | Ruhrbarone sagt am 10. Januar 2012 um 13:38
[...] Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte – über den esoterischen Ursprung der „Jahrsiebte“ und das falsche Etikett „Wissenschaft“ [...]
#21 | zoom » Religion und Waldorfschulen: „Ein letztes Mal quietscht die Kreide über die Tafel.” « sagt am 11. Januar 2012 um 22:47
[...] Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte – über den esoterischen Ursprung der „Jahrsiebte“ und das falsche Etikett „Wissenschaft“ [...]
#22 | Publikative.org » Blog Archive » Ein „Umkreisen Gottes“ sagt am 13. Januar 2012 um 17:28
[...] Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte – über den esoterischen Ursprung der „Jahrsiebte“ und das falsche Etikett „Wissenschaft“ [...]