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Waldorfschule: Vorsicht Steiner

In Glaube, Sitte, Heimat | Am 3 Juli 2009 | Von Stefan Laurin

Nach dem „PISA-Schock“ suchen immer mehr Eltern nach einer Alternative zur öffentlichen Schule. Oft fällt ihre Wahl auf eine der 213 anthroposophisch geprägten Waldorfschulen in Deutschland.

Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart als Betriebsschule der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik gegründet. Die pädagogische Leitung lag bei Rudolf Steiner. Die von ihm entwickelte Weltanschauung „Anthroposophie“ ist bis heute verbindliche Grundlage des Unterrichts jeder Waldorfschule.

Nach anthroposophischem Selbstverständnis hatte Rudolf Steiner unmittelbaren Zugang zur „Geistigen Welt“, sprich: Steiner hatte hellseherische Fähigkeiten. Die Anthroposophie schöpft damit aus esoterischen und okkulten Quellen. Rudolf Steiner (1861–1925) promovierte 1891 in Philosophie; die 1894 versuchte Habilitation scheiterte. Um 1900 kam er in Kontakt mit Helena Petrovna Blavatskys esoterischer „Theosophie“. Von 1902 bis 1912 leitete Steiner die deutsche Sektion der „Theosophischen Gesellschaft“, die er 1912/13 abspaltete und unter dem Namen „Anthroposophie“ neu gründete. Bis heute ist Rudolf Steiner die unangefochtene Autorität der Anthroposophie und der Waldorfpädagogik. Wie weit die Verehrung geht, mag man am Umfang der Steiner-Gesamtausgabe ermessen: Sie hat zurzeit 354 Bände. Wir sprachen mit Andreas Lichte, einem ausgebildeten Waldorflehrer und heutigem Kritiker der Waldorfbewegung.


Ruhrbarone: Herr Lichte, Sie haben eine Fortbildung zum Waldorflehrer abgeschlossen aber trotz Job-Angebotes darauf verzichtet, in der wunderbaren Waldorfwelt zu arbeiten – warum?

Andreas Lichte: Als ich mich entschloss, Kunst- und Werklehrer in der Waldorfschule zu werden, wusste ich noch nicht, dass die wichtigste Qualifikation eines Waldorflehrers darin besteht, Rudolf Steiner (den Gründer der Waldorfschulen und der Anthroposophie) als absolute Autorität zu verehren, z.B. so etwas:
„Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will.“

Was soll das sein? Der Heilige Rudolf, Schutzpatron der Maniküren?
Ich bitte schon um ein wenig mehr Respekt vor der Waldorfpädagogik! Das ist ein Zitat aus Steiners „Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik“ [GA 293, S. 93f]. Wie der Titel dieses in jedem Waldorfseminar gelesenen Standardwerkes schon sagt, ist das die Basis der Arbeit des Waldorflehrers …

Wir gehen mal davon aus, dass Sie das bewusst aus dem Zusammenhang gerissen zitieren …
Sind Sie bei Anthroposophen in die Schule gegangen? Anthroposophen mögen es gar nicht, wenn öffentlich wird, was Rudolf Steiner wirklich sagte, dann heisst es jedes mal: „Aus dem Zusammenhang gerissen!“. Ist es aber nicht. Es wird alles noch viel, viel überzeugender, wenn Sie auch den Kontext kennen, lesen Sie doch bitte selber nach. Hier

Solch einen Wahnsinn müssen Waldorflehrer als Wahrheit akzeptieren?
Falls Sie erwägen sollten, Waldorflehrer zu werden, sollten Sie schon ein wenig flexibel sein … wie sagte Michael Handtmann, Leiter des „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ bei meinem Vorstellungsgespräch: „Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie Anthroposoph werden … Sie sollten schon ein wenig Offenheit für weltanschauliche Fragen mitbringen, mehr nicht …“

Im Ernst: Worin besteht denn nun die Qualifikation des Waldorflehrers?
Vielleicht sollten wir die Waldorfschüler fragen? Deren Spruch zur Sache:
„Und reicht es nicht zum Strassenkehrer, dann werd’ ich eben Waldorflehrer!“

Es gibt Straßen die es in sich haben.
Kennen Sie Prof. Hermann Avenarius ? Er ist einer der renommiertesten Deutschen Schulrechtler. Er stellte kürzlich in „Frontal 21“, ZDF, fest, dass die Ausbildung der Waldorflehrer ein Verstoß gegen das Grundgesetz ist, da die im GG genannten Mindestanforderungen nicht erfüllt werden – GG, Artikel 7, Absatz 4, Satz 3: "Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die privaten Schulen (…) in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulen zurückstehen …"

Die Waldorflehrer sind also schlechter qualifiziert als Lehrer an öffentlichen Schulen?
Lehrer, die an öffentlichen Schulen unterrichten dürfen, könnten jederzeit an einer Waldorfschule arbeiten. Umgekehrt gilt dies nicht: Die Ausbildung an den anthroposophischen Waldorfseminaren wird nicht für den öffentlichen Schuldienst anerkannt. Deswegen sind Waldorflehrer auch vielfach völlig unkritisch: Wer sich in der Waldorfschule unbeliebt macht, dadurch seinen Arbeitsplatz verliert, steht vor dem Nichts, hat keine berufliche Alternative.

Wo sollten Waldorflehrer denn kritischer sein?

„Steiner“? Haben wir den Namen schon einmal gehört? Alles, was in der „pädagogischen Schicksalsgemeinschaft“ Waldorfschule passiert, basiert letztlich auf Steiner, auch wenn das von den Verantwortlichen routinemässig geleugnet wird – man möchte ja keine möglichen Kunden abschrecken …

Werden die Eltern über den weltanschaulichen Hintergrund der Waldorfschulen aufgeklärt?
Waren Sie schon einmal auf einem Eltern-Informationsabend einer Waldorfschule? Ich schon. Da heisst es: „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“. Und: „Anthroposophie? Was soll das sein?“ Es wird abgestritten, dass die Anthroposophie auch nur die geringste Rolle im Unterricht spielen könnte.

Offiziell heisst es ja, dass nur die Pädagogik auf Rudolf Steiner beruhe, die Anthroposophie selber aber nicht unterrichtet werde.
Mir wurde nach dem Besuch einer Informations-Veranstaltung einer sich modern und liberal gebenden Waldorfschule ein Geschichts-Epochenheft zugespielt. Der Inhalt: Das anthroposophische Geschichtsverständnis nach Rudolf Steiner, kindgerecht aufbereitet. Inklusive Atlantis.

Sie meinen „Atlantis“?
 „Atlantis“ fällt natürlich sofort ins Auge, weil das Heft damit beginnt und der Stoff so exotisch ist.

Was haben Sie denn daran auszusetzen, dass griechische Mythologie – der Atlantismythos Platons – in der Schule unterrichtet wird?

Platon? Es ist Steiner für Kinder! Ich habe ein Geschichts-Epochenheft mit Steiner verglichen, es ist eine fast wörtliche Wiedergabe von Steiners Neo-Atlantis-Mythos. Danach leben wir  alle im „Fünften Nachatlantischen Zeitalter“.

Ist uns neu.
Atlantis spielt eine entscheidende Rolle im anthroposophischen Geschichtsverständnis: Atlantis ist für den Anthroposophen eine historische Tatsache. Im „Atlantischen Zeitalter“ werden die Voraussetzungen für die heutige Menschheit geschaffen: Die Rassen entstehen und es beginnt eine fiktive Völkerwanderung, angeführt von „Manu“, dem „Menschheitsführer“ …

Wohin geht denn die Reise?
Lichte: Kurz gesagt: „Vom Menschen zum Arier“ (siehe Abbildung oben).

Der Mensch steht am Anfang der Evolution?
Das ist Anthroposophie …

Das ist Humbug!
Sie sagen es! Und das ist für mich das eigentlich Erstaunliche: Wieso bemerken die Eltern nicht, womit ihre Kinder in der Waldorfschule Zeit verschwenden? Schaut denn niemand in die Hefte? Systematische Kindesvernachlässigung? Zu verstehen, dass Atlantis und die sich daran anschliessenden „Kulturepochen“ Original Steiner sind, ist ja eine Sache, aber dass das krudeste Esoterik ist, sollte jedem doch sofort klar sein.

Sie sagten vorhin, dass in Atlantis „die Rassen entstehen“ …
Und nach anthroposophischer Auffassung bis mindestens zum Jahre 3573 bestehen bleiben, dann endet die „Fünfte Nachatlantische Kulturepoche“. „Rassen“ wie „Rassismus“. Das ist nicht meine Privatmeinung, sondern wurde von einer Deutschen Bundesbehörde, der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) festgestellt, in ihrer Entscheidung zu zwei Büchern Steiners, Zitat: „Der Inhalt des Buches ist nach Ansicht des 12er-Gremiums in Teilen als zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen.”
Die BPjM nahm eine juristische Bewertung vor, sie konnte nur Textstellen beanstanden, die eindeutig ihren juristischen Kriterien entsprachen. Auch beurteilte sie nicht Steiners Gesamtwerk. Das tut der Historiker Helmut Zander in seinem preisgekrönten Monumental-Werk „Anthroposophie in Deutschland“, Zitat: „Steiner ordnete die Rassen einer Fortschrittsgeschichte zu, in der beispielsweise heutige Indianer als »degenerierte Menschenrasse« im »Hinsterben« (GA 105, 106, 107 [1908]) oder schwarze Afrikaner als defiziente Spezies der Menschen- und Bewusstseinsentwicklung, als »degenerierte«, »zurückgebliebene« Rasse (ebd., 106) erschienen. Umgekehrt habe die weisse Rasse »das Persönlichkeitsgefühl am stärksten ausgebildet« (GA 107, 288 [1909]). Dies sind nur Kernsätze einer Rassentheorie, die Steiner 1904 erstmals formulierte, um sie 1910 in einem komplexen System und in zunehmender Abgrenzung zu theosophischen Positionen auszufalten. Mit seinem Ausstieg aus der Theosophie hat er diese Vorstellungen keinesfalls über Bord geworfen, sondern sie 1923 nochmals in Vortragen vor Arbeitern des Goetheanum in vergröberter, »popularisierter« Form wiederholt, aber ohne Revision im inhaltlichen Bestand. Die weisse war nun »die zukünftige, die am Geiste schaffende Rasse« (GA 349, 67 [1923]). (…) Steiner formulierte mit seinem theosophischen Sozialdarwinismus eine Ethnologie, in der die Rede von »degenerierten«, »zurückgebliebenen« oder »zukünftigen« Rassen keine »Unfälle«, sondern das Ergebnis einer konsequent durchgedachten Evolutionslehre waren. Ich sehe im Gegensatz zu vielen Anthroposophen keine Möglichkeit, diese Konsequenz zu bestreiten.“

„Rassentheorie“ passt nicht zum Image der Waldörfler
Noch böser aber die Reaktion der Anthroposophie, die in ihrer Leugnung von Steiners Rassismus ihrem Ruf als „Sekte“ mehr als gerecht wird. Da setzt man sich auch ganz locker über Vereinbarungen mit einer Deutschen Bundesbehörde hinweg.

Wie akut ist denn der Rassismus in der Waldorfschule?
Akut kann er IN der Waldorfschule gar nicht werden, da Waldorfschulen weitgehend „ausländerfreie Zonen“ sind.

 Waldorfschulen betonen doch immer wieder ihr soziales Engagement.
In Deutschen Waldorfschulen gibt es kaum Kinder mit „Migrationshintergrund“, oder Kinder aus „sozial benachteiligtem“ Milieu. Das ist auch der INOFFIZIELLE Grund für ihren Erfolg: Bei der privilegierten Klientel überrascht es nicht, dass die Abiturquote nicht so schlecht ist. Auch können finanziell besser gestellte Eltern den umfangreichen Nachhilfeunterricht bezahlen, der nötig ist, um die Defizite der Schule auszugleichen.

Wenn die Waldorfschulen so schlecht sind, wie Sie sie darstellen – unqualifizierte Lehrer, krude Esoterik – warum entscheiden sich dann so viele Eltern für sie?
WEIL sie ausländerfreie Zonen sind. Das sagt Ihnen natürlich niemand sofort, da braucht es schon ein wenig Fingerspitzengefühl, um nach stundenlangem Diskutieren die Antwort zu bekommen: „Ich wohne in Kreuzberg. Da schicke ich mein Kind doch nicht in eine Schule mit hohem Ausländeranteil …“

Gibt es vielleicht auch noch andere Gründe?
Attraktiv könnte für Eltern auch sein, dass es an Waldorfschulen leichter ist, einen staatlich anerkannten Abschluss zu erlangen. So wie die Ausbildung der Waldorflehrer ein bisher ungeahndeter Verstoß gegen das Grundgesetz ist, so gibt es zahlreiche Sonderregelungen für die Abschlüsse an Waldorfschulen, die einer strengen juristischen Überprüfung wohl kaum standhalten dürften. Schauen Sie sich beispielsweise die „Verordnung über den Erwerb von Abschlüssen der Sekundarstufe I an Waldorfschulen“ des Landes Nordrhein-Westfalen vom 21. Juni 2008 an – ein „Lex Waldorf“.

Wie erklären Sie es sich, dass den Waldorfschulen von der Politik all diese Privilegien eingeräumt werden?
Das fragen Sie am besten selber NRW Kultusministerin Dr. Barbara Sommer. Ich kann Ihnen von der Berliner Schulaufsicht berichten, dass auf unzählige Anfragen und Beschwerden zur Waldorfpädagogik nur mit nichts sagenden Standard-Briefen „geantwortet“ wurde. Ich verabschiede mich mal mit einem Auszug aus dem Brief eines Vaters, der an Landesschulrat Hans-Jürgen Pokall ging – nicht an „Dr. Sommer“, wie man vielleicht zu Recht vermuten könnte …:

„(…) Es stellt sich heraus, dass Steiner auch noch Visionen zum Wesen der Sexualität hat. Ich möchte mir gar nicht erst vorstellen, was für gravierende Folgen es für Heranwachsende hätte, wenn sie auch nur in kleinsten Dosen mit Steiners »Sexualkunde« in Berührung kämen, Zitat Steiner:

»Ursprünglich war auch der Mensch ein ätherisches Wesen von pflanzlicher Substanz. Damals hatte der Mensch diejenige stoffliche Natur, welche heute die Pflanze noch besitzt. Hätte der Mensch nicht die pflanzliche Substanz zum Fleisch umgewandelt, so wäre er keusch und rein geblieben wie die Pflanze. (…)

Die Fortpflanzungsorgane haben am längsten ihren pflanzlichen Charakter bewahrt. Alte Sagen und Mythen berichten uns noch von Hermaphroditen (…).

Manche glauben, das Feigenblatt, das die ersten Menschen im Paradies gehabt haben, sei ein Ausdruck der Scham. Nein, in dieser Erzählung hat sich die Erinnerung daran bewahrt, daß die Menschen an Stelle der fleischlichen Fortpflanzungsorgane solche pflanzlicher Natur gehabt haben (…).

Der Mensch wird nicht auf seiner jetzigen Stufe stehenbleiben. Wie er von der reinen Keuschheit der Pflanze in die Sinnlichkeit der Begierdenwelt hinabgestiegen ist, so wird er aus dieser wieder heraufsteigen mit reiner geläuterter Substanz zum keuschen Zustande.(…)

Wieso wird eine Schule staatlich gefördert, die sich ausdrücklich auf Rudolf Steiner beruft – einen prima-facie an einer psychischen Störung leidenden Menschen?"

Zum Interviewpartner: Andreas Lichte ist ausgebildeter Waldorflehrer und Grafiker, lebt in Berlin. Er ist Autor kritischer Artikel zur Waldorfpädagogik und Anthroposophie. Er erstellte für die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) ein Gutachten zur Indizierung zweier Werke Rudolf Steiners, die fortan nur noch in kommentierter Form erscheinen dürfen.



183 Kommentare und 9 Ping(s) zu »Waldorfschule: Vorsicht Steiner«

  1. #151 | J. Luiten sagt am 24. Januar 2010 um 09:16

    Wenn man nur materialitisch denkt, scheint viel was aus der Geisteswissenschaft kommt Unsinn zu sein.
    Ich finde eine dogmatisch materialistische Haltung aber unwissenschaftlich. Man ist dann selber ein Gläubiger.
    Ein Gläubiger an das Dogma: es gibt keine geistige Welt.
    So trifft auf die Materialisten zu was sie die Anthroposophen vorwerfen.

  2. #152 | Stefan Laurin sagt am 24. Januar 2010 um 09:21

    @J Luiten: Antroposophie hat nichts mit Geisteswissenschaften zu tun und erreicht in keinem Punkt die Wissenschaftlichkeit von Geschichte etc. Es ist ein Gedankengebäude jenseits aller ernsthaften Diskurse, errichtet auf den Gedanken eine ziemlichen Spinners.

  3. #153 | Helmut sagt am 24. Januar 2010 um 09:49

    @Luiten
    “Wenn man nur materialitisch denkt, scheint viel was aus der Geisteswissenschaft kommt Unsinn zu sein.”
    Wollen Sie damit sagen, daß ich die hier diskutierten Gedanken Steiners nur deshalb für Unsinn halte, weil ich materialistisch denke? Gibt es Ihrer Meinung nach nicht auch Unsinn, der von allen als Unsinn erkannt wird, wo Sie und ich dann zur gleichen Einschätzung kommen könnten?

  4. #154 | J. Luiten sagt am 24. Januar 2010 um 09:57

    @Stefan Laurin Sie geben ein “Statement” ab, bringen aber keine Argumente. Zu einfach und zu billig, aber auch beleidigend Steiner gegenüber.
    Warum Menschen die die Sachen anders sehen wie Sie sofort beleidigen?

  5. #155 | J. Luiten sagt am 24. Januar 2010 um 10:02

    @ Helmut
    “Gibt es Ihrer Meinung nach nicht auch Unsinn, der von allen als Unsinn erkannt wird, wo Sie und ich dann zur gleichen Einschätzung kommen könnten”.
    Natürlich gibt es den. Völlig klar.

  6. #156 | Andreas Lichte sagt am 24. Januar 2010 um 10:04

    @ J. Luiten

    ist doch ganz einfach, Herr Luiten, erklären Sie den Lesern, was Rudolf Steiner hier sagt:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/#comment-40135

  7. #157 | J. Luiten sagt am 24. Januar 2010 um 11:53

    @ Andreas Lichte
    Zitate, Zitate…. Damit kommen wir nicht weiter.
    Mit Zitaten kann ich die unwissenschaftlichkeit jede Wissenschaft belegen.
    Es geht darum daß man weiss was Anthroposophie ist, und dann kommt man immer aus bei den Methoden.
    Das ist immer ausschlaggebend: welche Methoden werden benützt.
    Was ich hier bemerke – das ist nicht beleidigend oder unfreundlich gemeint- daß man leider wenig weiss über die Anthroposophie. Ich werde hier mit vielen Vorurteilen konfrontiert.
    Weiss man z.B. daß es innerhalb die Anthroposophische Subkultur auch eine linke Strömung gibt? Zu dieser Strömung gehörte der großen Dreigliederer Peter Schilinski (1916-1992). Bitte, durch ihn lernt man eine ganz andere Anthroposophie kennen als die “mainstream” – Anthroposophie. Er hat sich immer eingesetzt für direkte Demokratie. hat verzichtet auf eine reguläre Karriere und hat eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft gegründet in Wasserburg/Bodensee. Er hat das kritische Zeitschrift “Jedermann” später “Jedermensch” gegründet.
    Sehe auch: Beuys, Dutschke, Schilinski, Schmundt, Vier Leben für Freiheit, Demokratie und Sozialismus, FIU-Verlag, Rainer Rappmann (Hrsg.)isbn 3-928780-13-1

  8. #158 | Andreas Lichte sagt am 24. Januar 2010 um 12:22

    @ J. Luiten

    Wie lange wollen Sie noch “Des Kaisers neue Kleider” aufführen?

    Was trägt Rudolf Steiner denn? Was sagt er?

    Das sehen wir an den Steiner-Zitaten:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/#comment-40135

    die mehr sind als nur einige Zitate: Sie können die gesamten Vorträge lesen, die gesamten Bücher und Sie werden sehen, dass Steiner nackt ist, Unsinn redet.

    “»Aber er hat ja gar nichts an!« rief zuletzt das ganze Volk. Das ergriff den Kaiser, denn das Volk schien ihm recht zu haben, aber er dachte bei sich: »Nun muß ich aushalten.« Und die Kammerherren gingen und trugen die Schleppe, die gar nicht da war.”

  9. #159 | Arnold Voß sagt am 24. Januar 2010 um 13:21

    @ J. Luiten

    sie sind in ihrer Differenziertheit der Steinerschen Intepretation sowie der sonstigen antroposophischen Richtungen (leider) die Ausnahme in der “Steinergemeinde”. Aber selbst sie wagen es nicht,das Idol selber zu stürzen.

    Die Mehrheit ihrer Mitstreiter allerdings ist weitaus weniger tolerant bzw. duldet sie die Kritik an ihrem Lehrer nur als Ausdruck der Un- oder Nochnicht-Erleuchtetheit. Diese Leute haben eine Denkstruktur die religiösen Fanatiker sehr ähnelt und ihre vorgeblich Menschenliebe ist die derer, die die Welt erretten wollen, egal ob diese das will oder nicht.

    Das ganze wird getarnt mit einem pädagogischen Geschwurbel das wie alle ideologischen Konstrukte sowohl rationale als auch irrationale Elemente enthält.Die “guten” Seiten werden dann auch immer von denen betont, die ihre Kinder in die Waldorfschulen schicken. Quasi als Entschuldigung dafür, dass die anderen Elemente von den meisten Eltern mehr oder weniger akzeptiert werden müssen, wenn sie sich nicht mit den dort Verantwortlichen anlegen wollen. Und wer will das schon, den die geben die Beurteilungen,fördern oder vernachlässigen oder torpedieren die eigenen Kinder.

    Politisch gesehen würden die “Berufsantros” sehr gerne ihre Konzept zum herrschenden Konzept machen, verstehen sich aber in der Mehrzahl glücklicherweise nicht als Politiker. Im tiefsten ihrer Seele allerdings wünschen sich viele von ihnen die “Diktatur der Erleuchteten”.

    Das ist auch der wichtigste Unterschied zu ihren Kritikern, die sich diese mehrheitlich nicht wünschen, weil das mit ihrem eigenen gesellschaftlichen,kulturellen und wissenschaftlichen Konzept nicht übereinstimmt.

    Die Toleranz der Antroposophen ist deswegen auch sehr unglaubwürdig und sehr häufig mit einem elitären und undemokratischem Weltbild verknüpft, wie man es an der hier stattfindenen Debatte gut studieren kann. Da sind sie vielen überzeugten Muslimen sehr ähnlich. Deswegen traue ich den überzeugten Antroposophen den Gulag eher zu als ihren Kritikern, sofern diese beiden Gruppen überhaupt die Gelegenheit hätten ihn zu einem Mittel der Auseinandersetzung machen zu können.

  10. #160 | Andreas Lichte sagt am 24. Januar 2010 um 13:35

    @ Arnold Voß

    Als kleine Ergänzung zu Ihren letzten Kommentaren:

    Wilfried Jaensch war im “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin” für die Vermittlung von Rudolf Steiners “Allgemeine Menschenkunde” zuständig, also für das Allerheiligste der Anthroposophie, für die “Grundlagen”.

    Wilfried Jaensch hatte in gewisser Weise Narrenfreiheit, trat auf wie ein Künstler à la Beuys. Also durfte er auch mal Klartext reden. Bei der Raucherpause sagte er einmal:

    “Wenn die Anthroposophen in der Mehrheit wären, hätten wir längst den Faschismus.”

  11. #161 | Jan Luiten sagt am 24. Januar 2010 um 13:42

    @Andreas Lichte
    Ich glaube wirklich dass wir jetzt in der Phase der Projektion eintreten. Was bringen Sie selber ausser Zitate von anderen. Womit sind Sie selber dann bekleidet?
    Was sind ihre Ideale? Haben Sie die ? Wenn die Anthroposophie vernichtet sein würde ist dann die Welt wieder in Ordnung?
    Was macht aber mit diesen verrückten Leuten? Verbieten, Buchverbrennung, Gestze dagegen?
    Die Anthroposophie ist eine Wissenschaft. Sie macht zwar Wahrnehmungen die noch nicht so ûblich sind, aber das ist kein Problem. Wenn man den Mikroskop erfand konnte plötzlich ganz andere Sachen wahrgenommen werden als vor dieser Erfindung.
    Immer mehr Menschen werden selbständig forschen in die geistige Welt. Die Ergebnisse sind durch das logische Denken und die Wahrnehmungen von andere Forscher zu prüfen. Man hat hier nur nicht das Instrument ausser sich (Mikroskop z.B.) aber ist sein eigenes Instrument, d.h. man muss bestimmte sinnesorganen die jede(r) hat zur Entwicklung bringen.
    Wenn man dann nur sagt: “Unsinn das kann und darf nicht wahr sein”, ohne das weiter zu untersuchen, ist man ein Dogmatiker.

  12. #162 | Jan Luiten sagt am 24. Januar 2010 um 14:42

    @Herr Voss
    Bitte, studieren Sie ein wenig die soziale Dreigliederung, z.B. durch Peter Schilinski zu lesen. Sie werden sehen das die Demokratie eine sehr wichtige Rolle spielt. Leider ist es tatsächlich so dass diese Ideen auch in anthroposophischen Kreisen nich so gelaufig sind.
    Bitte keine “Diktatur der Erleuchteten” das wäre wirklich das allerschlimmste. In der Demokratie muss man doch immer damit rechnen dass der anderen Mensch recht haben könnte. Steiner würde das sehr bejahen.
    Die Waldorfschulen sollten ursprünglich freie Schulen sein, und sind fortgekommen aus der Bewegung der sozialen Dreigliederung. Sind sie aber jeh wirklich frei gewesen?
    Grundidee ist das die Kinder sich frei entwickeln können und nicht,
    grob gesagt, für die Wirtschaft erzogen und bereit gemacht werden.
    (Bekanntlich dient unser Staat die Interessen des Wirtschaftslebens)
    Eigentlich geht es um ein freies Unterrichtswesen, also für alle Schüler. Das Unterrichtswesen soll sich vom Staate emanzipieren wie es sich früher von der Kirche emanzipiert hat.
    Alle mögliche Richtungen sollten also frei sein Schulen zu gründen so dass man ein sehr vielfarbiges unterrichtswesen bekommt. Zukunftsmusik.

  13. #163 | Stefan Laurin sagt am 24. Januar 2010 um 16:34

    @J Luiten: Lesen in “geheimen” Chroniken sind keine Wissenschaft. Und Steiner war nicht alleine: In der Zeit der Jahrhundertwende gab es viele überspannte Menschen, die mit dem technologischen Fortschritt und seinen Folgen nicht klar kamen und sich in die Esoterik flüchteten. Spinner. Steiner war nur einer von ihnen.

  14. #164 | J. Luiten sagt am 24. Januar 2010 um 19:06

    Stefan Laurin macht es sich bequem. Nur Urteilen nichts untersuchen. Nicht wirklich auf mich eingehen. Nichts wissen wollen von der Anthroposophie, bloss verurteilen.
    Kopf im Sand stecken und die Entwicklungen in der Welt nicht Wahrnehmen. Stehen bleiben bei veralteten materialistischen Auffassungen. Kurz: reactionär sein.

  15. #165 | Stefan Laurin sagt am 24. Januar 2010 um 19:13

    @ J. Luiten: Der ach so böse Materialismus (Und die positiven Wissenschaften) haben uns immerhin einen verdammt hohen Lebensstandart, eine leistungsfähige Medizin und Erkenntnisse gebracht, die noch vor wenigen Jahrzehnten unvorstellbar gewesen sind. Mit Buchstabentanzen wär das nix geworden…

  16. #166 | Arnold Voß sagt am 25. Januar 2010 um 11:04

    @ J. Luiten (162)

    Von der Demokratie ist allerdings in den Waldorfschulen nichts zu merken. Da haben nur die Antroposophen recht. Da gibt es nur eine Ausrichtung. Wenn man sich dagegen stellt muss man gehen.

    Und wieso sollen unsere Kinder nicht auch für das Wirtschaftsleben ausgebildet werden. Immerhin kommen daher die Steuergelder die auch in die Waldorfschulen fließen.

  17. #167 | Andreas Lichte sagt am 25. Januar 2010 um 15:28

    @ Stefan Laurin

    apropos Steiner und die Naturwissenschaft …

    Klaus Prange, ”Erziehung zur Anthroposophie”, S. 123:

    “Wohin die gegenständliche Betrachtungsweise führt, zeigt Steiner in einer Nebenbemerkung an der ‘vertrackten Relativitätstheorie von Professor Einstein’. Sie spiegelt die gegenwärtige Kulturverfassung, das ‘Unselige in unserer Kultur’ und offenbart, ‘wie diese Dinge dann ihr wüstes Wesen treiben’. (Steiner scheint weder die Relativitätstheorie verstanden noch Einstein gekannt zu haben, der nun wirklich kein verknöcherter und moralisch verhärteter Begriffsmensch gewesen ist.)”

    Aber klar, wozu braucht die Anthroposophie Einstein und andere Wissenschaftler? Einfach mal schnell alles selber entdecken:

    http://www.scienceblogs.de/weitergen/2009/01/rudolf-steiner-und-die-schrodingergleichung.php

    “Rudolf Steiner und die Schrödingergleichung

    Das Verdrehen historischer Fakten ist eine beliebte Strategie der Pseudowissenschaftler, um ihren realitätsfernen Ansichten ein vermeintlich wissenschaftliches Fundament zu verschaffen. (…)

    Wer hats erfunden? Die Anthroposophen!

    Ein weiteres Beispiel für Geschichtsklitterung findet sich bei den Anthroposophen. Deren Oberindianer Rudolf Steiner soll schon sechs Jahre vor Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) die nach ihm benannte Gleichung erfunden haben. Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg und Anthroposoph zur Rolle Rudolf Steiners als Wissenschaftler: (…)”

    Bleibt noch zu sagen, dass der “Bund der Freien Waldorfschulen” trotz des ScienceBlogs-Artikels von Tobias Maier und der Expertise des Physikers Dr. Andreas Krämer weiter mit der ungeheuerlichen Behauptung wirbt, dass Rudolf Steiner der eigentliche Entdecker der Quantenphysik sei:

    http://www.waldorfschule.info/upload/pdf/paedagogik/Was_will_Waldorfpaedagogik.pdf

    “Was will Waldorfpädagogik?

    (…) Rudolf Steiner: Philosoph und Wissenschaftler

    (…) Bemerkenswert ist u.a., dass er in einem dieser Vorträge schon im Jahre 1920 eine Lichtwirkungsgleichung an die Tafel schrieb, die mit der von Erwin Schrödinger 6 Jahre später veröffentlichten und nach ihm benannten Schrödinger-Gleichung mathematisch identisch ist und die Interpretation Feynmans von einer Diffusion mit imaginärer Diffusionskonstante vorwegnimmt.(8) Sie spielte als Grundlage der Quantenphysik in der modernen Naturwissenschaft eine nicht unbedeutende Rolle. (…)”

  18. #168 | Jan Luiten sagt am 26. Januar 2010 um 18:10

    @ Stefan Laurin (165)
    Da haben Sie natürlich recht.
    Der Materialismus ist für mich auch nicht böse.
    Ich will Niemand verurteilen bloss weil er/sie materialistisch denkt.
    Was ich aber öfters bemerkt habe ist folgendes.
    Da gibt es Leute die materialistisch denken. In Gesprächen und Diskussionen sind sie aimable, tolerant, sozial, sogar empathisch.
    Wenn eine(r) aber zu ihnen kommt mit etwas was “riecht” nach übersinnlichkeit ist es aus dsmit. Dann werden dieselbe Leute plötzlich sehr unangenehm. Warum ? Weil es bei ihnen an das Fundament ihren Existenz geht. Wenn diese “Spinner” recht hätten dann fällt für diese Materialisten den Boden weg. Das kann und darf nicht wahr sein! Grob werden die “Verrückte” zurecht gewiesen. Leider sehen wir das auch hier passieren.

    @Herr Voß
    Generell sind Anthroposophen nicht besser als andere Menschen.
    Sie haben auch nicht immer recht.
    Wer hat hier aber Patent auf die Wahrheit? Wer weiss alles besser?
    Wer rechnet niemals damit daß der andere Meinung auch wahr sein könnte? Seine Name fängt mit L an, und ich bin es nicht.

  19. #169 | Helmut sagt am 26. Januar 2010 um 18:45

    @ J. Luiten (168)
    “Weil es bei ihnen an das Fundament ihren Existenz geht.”

    Stimmt nicht Herr Luiten.
    Beweisen Sie was, und ich schmeiß meinen Materialismus hin.
    Und alle anderen vermutlich auch.

  20. #170 | J. Luiten sagt am 27. Januar 2010 um 08:11

    @ Helmut
    OK Helmut, finde ich eine gute Haltung.
    Ich glaube aber nicht daß das für a l l e anderen auch gilt. Wenn man eine offene Haltung hat ist man kein Anhänger der materialistischen Kirche. Es gibt aber dort verstockte Gläubiger. Man kann auch sagen Ideologen.

    Die Beweise sind viele, man muß sie sehen wollen.
    Es gibt immer mehr Berichte von Leuten mit übersinnlichen Erfahrungen. Sie bilden das lebendige Beweis.
    Diese Berichte soll man ernst nehmen. Die Menschen mit diesen Erfahrungen sind im Mehrzahl gar nicht anthroposophisch orientiert. Die Materialisten versuchen diese Erfahrungen zu erklären durch Gehirnprozessen.
    Damit kommt man nicht aus. Es wird immer deutlicher das es Bewusstsein gibt ausserhalb des physischen Körpers.
    Man sehe die Berichte über die Near Death Experiences.
    Wissenschaftlich:
    Zum Beispiel der niederländischen Kardiologe Pim van Lommel
    in seinem Buch: Endloses Bewusstsein.

  21. #171 | Stefan Laurin sagt am 27. Januar 2010 um 08:33

    @Luiten: Bewiesen ist wisschenschaftlich etwas, wenn ein Experiment unter den selben Bedingungen an andere Orten wiederholt werden kann – nicht wenn irgendeiner etwas erfahren zu haben glaubt. Und Materialisten (oder Anhänger der Wissenschaft) sind keine Ideologen: Wären Engel nachweisbar gäbe es Engel, wäre die Wirkung von Homöopathie nachgewiesen – prima – Wissenschaft ist keine Ideologie, sondern ein ergebnisoffenes Verfahren. Und nach diesem Verfahren ist die ganze Steinerei schlicht und ergfreifend Unfug.

  22. #172 | Jan Luiten sagt am 27. Januar 2010 um 12:47

    @Laurin
    Haben Sie van Lommel gelesen?
    Laurin, ihre Beiträge sind ein Beleg für was ich über die materialistische Kirche und die Ideologen gesagt habe.
    Gerade haben sie wieder als Ideologe reagiert. Es tut mir Leid.

    über van Lommel:
    “Neben Arbeiten im Bereich der Kardiologie widmete sich van Lommel ab Mitte der 1980er Jahre verstärkt der Erforschung von Nahtod-Erfahrungen und Bewusstsein. Die Ergebnisse dieser Arbeiten flossen sowohl in Studien als auch in seine Vortragstätigkeit ein. In einer Vielzahl von Berichten und Interviews in den niederländischen und internationalen Medien findet van Lommel Erwähnung.
    Internationale Beachtung fand insbesondere seine im Jahre 2001 in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlichte prospektive Studie über die Nahtod-Erfahrungen von Überlebenden, die einen Herzstillstand erlitten hatten und reanimiert werden mussten. Schlussfolgerungen aus dieser Studie unterstrichen die Notwendigkeit einer tiefgreifenden Neubewertung der bis zu diesem Zeitpunkt bestehenden Interpretationen zur Entstehung von Nahtod-Erfahrungen und Bewusstsein”

    Information, einfach von Wikipedia.

  23. #173 | Stefan Laurin sagt am 27. Januar 2010 um 13:10

    J.Luiten: Und jetzt erklären Sie mir mal bitte was an der wissenschaftlichen Vorgehensweise Ideologie ist und schlagen Sie doch bitte gleich ein besseres Verfahren zur gesicherten Erkenntnisgewinnung vor.

  24. #174 | Andreas Lichte sagt am 27. Januar 2010 um 15:24

    @ Stefan Laurin, Arnold Voß, Helmut und alle anderen

    mal ne kleine Quizfrage:

    “Wenn Sie nicht wissen, wo eine Waldorfschule ist, wie finden Sie sie?”

    Hilfe: “RKI”, hat was mit Wissenschaft zu tun

    (auch Alternativ-Lösungen natürlich willkommen!)

  25. #175 | Stefan Laurin sagt am 27. Januar 2010 um 15:32

    @Andreas: RKI = Robert Koch Insitut? An der statistischen Häufung von Infektionskrankheiten im Umfeld der Waldorfschulen, weil die Waldis nicht geimpft werden? Klingt nach einem Darwin-Award!

  26. #176 | Andreas Lichte sagt am 27. Januar 2010 um 15:44

    @ Stefan Laurin

    Klasse! Gratulation!

    Unten die Lang-Antwort, geschrieben zur Einstimmung auf einen Vortrag, den ich über die Waldorfschule halten soll:

    ………………………………..

    Von: Andreas Lichte
    Datum: 26. Januar 2010 13:22:22 MEZ
    An:
    Betreff: Waldorfschulen und Masern: gefährliche “Parallelgesellschaft”

    Hallo “…”,

    hier die Auflösung der Quizfrage “Wenn Sie nicht wissen, wo eine Waldorfschule ist, wie finden Sie sie?”:

    “Ich besorge mir vom Robert Koch Institut (RKI) eine Karte der Masern Epidemien”

    .

    Der Hintergrund:

    Anthroposophen sind Impfgegner, an Waldorfschulen brechen immer wieder Masern aus, werden von Waldorfschule zu Waldorfschule übertragen.

    So auch im Falle des Masern-Ausbruches in Salzburg, über den in einem Artikel von “ScienceBlogs” berichtet wird:

    “Masernepidemie durch Anthroposophie”, http://www.scienceblogs.de/weitergen/2008/04/masernepidemie-in-osterreich.php

    .

    Die Infektionskette war hier:

    Von einer Schweizer Waldorfschule im Raum Basel (dort die Zentrale der Anthroposophie, das “Goetheanum”) reiste ein Schulorchester nach Salzburg. Von dort aus wurden die Masern auch nach Deutschland übertragen.

    Das wurde u.a. von “Eurosurveillance” dokumentiert: http://www.eurosurveillance.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=18838

    “AN ONGOING MULTI-STATE OUTBREAK OF MEASLES LINKED TO NON-IMMUNE ANTHROPOSOPHIC COMMUNITIES IN AUSTRIA, GERMANY, AND NORWAY, MARCH-APRIL 2008

    (…) Preliminary results of the outbreak investigation indicate the possible source case – a student from an anthroposophic school in Switzerland who visited the anthroposophic school in Salzburg city with colleagues. That student became ill with measles during their stay in Salzburg on 7 March, a week prior to the primary outbreak case in the anthroposophic school in Salzburg (13 March). Since November 2006, Switzerland is experiencing the largest measles outbreak registered in the country since notification for this disease in 1999 [1].

    Conclusions
    Recently, ultra-orthodox Jewish communities and travelling communities have been implicated in outbreak of measles [2,3]. The outbreak described here indicates that the anthroposophic community also is an at-risk group of measles spread, because many parents in this group choose not to vaccinate their children with the MMR vaccine [4]. Anthroposophy, based on the writings of the mystic and social philosopher Rudolf Steiner (1861-1925), combines human development with an investigation of the divine spark found in all of nature. The movement has marked education (Waldorf/Steiner schools) and medicine. Anthroposophical doctors emphasise nature-based therapies that support the body’s innate healing wisdom. Antibiotics, fever-reducing agents, and vaccinations are used at one’s own discretion only [5]. (…)”

    .

    Das Problem ist den Gesundheitsbehörden also bestens bekannt. Sie handeln jedoch nicht …

    Ich fände es spannend, wenn sich Ihre Teilnehmer, “kompetente Vertreter der verschiedensten Berufsgruppen und Einrichtungen (Psychologen, Rechtsanwälte, Mitarbeiter von Jugendämtern, Mitarbeiter von Ministerien, Mitarbeiter der sozialen Dienste der Justitz, Mitarbeiter von Gesundheitsämtern etc.)” damit auseinandersetzen könnten.

    An der Thematik wird deutlich, dass es sich bei Waldorfschulen tatsächlich um eine “Parallelgesellschaft” handelt. Aus “Glaubensgründen” hält man sich nicht an Empfehlungen von Behördenseite, setzt damit sogar das Leben aufs Spiel. Sehr eindrücklich der Fall von “Natalie” – sprich schockierend: http://www.youtube.com/watch?v=H_f9OE2HcZ4

    .

    Der “Bund der Freien Waldorfschulen” argumentiert, dass die Impfverweigerung der Eltern deren INDIVIDUELLE Entscheidung sei. Das entsprechende statement ist leider nicht mehr online. In jedem Fall handelte es sich dabei um eine Schutzbehauptung: An Waldorfschulen arbeiten anthroposophische Schulärzte, die Impfgegner sind. Ich sprach darüber auch mit Dr. Christoph König, Landessanitätsdirektor von Salzburg. Er sagte mir, man müsse anthroposophischen Ärzten die Approbation entziehen, ihr Verhalten sei ein Skandal. Dr. Christoph König: http://www.salzburg.gv.at/landessanitaetsdirektion.htm

    .

    Der jüngste Masern-Fall in einer Berliner Waldorfschule:

    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0122/berlin/0036/index.html

    “Masern an der Rudolf-Steiner-Schule

    22.1.2010, Berlin

    Amt schickt auch gesunde Kinder nach Hause

    Thorkit Treichel

    Rund 260 Kinder der Rudolf-Steiner-Schule in Dahlem müssen seit Montag nicht mehr zur Schule gehen. Das ordnete das Gesundheitsamt Steglitz-Zehlendorf an, nachdem in der Schule Masern aufgetreten waren. (…)

    “In diesen Schulen treten häufiger Masernfälle auf, weil die Eltern vehemente Impfgegner sind. Dabei können Masern zum Tod führen.” (…)”

  27. #177 | j.luiten sagt am 27. Januar 2010 um 16:19

    @Laurin
    Wenn es spannend wird kommt Lichte wieder mit Teksten die den Kern der Sache nicht tangieren.

    Ich habe gerade gezeigt wie auch nach der reguläre wissenschaftliche Methoden gezeigt werden kann daß es Bewusstsein geben kann ausserhalb des physisschen Körpers.
    Sie reagieren gar nicht darauf daß ein angesehener Wissenschaftler darüber berichtet in “The Lancet”.
    Ich hoffe doch daß Sie wissen was “The Lancet” ist.
    Das Buch von Van Lommel ist in der Deutschen Sprache übersetzt worden. Pim van Lommel “Endloses Bewusstsein”: Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung. ISBN: 3491360226

  28. #178 | Stefan Laurin sagt am 27. Januar 2010 um 16:39

    @Luiten: Wenn es wissenschaftlich bewiesen ist, ist es doch OK. Aber nach ein wenig rumsuchen scheinen durch die Studie mher Fragen aufgeworfen als beantwortett worden zu sein, was sie natürlich nicht abwertet. Wie gesagt: Es geht bei Wissenschaft um ein Verfahren, nicht um die Frage ob einem die Ergebnisse dieses Verfahrens ins weltbild passen.

  29. #179 | Helmut sagt am 27. Januar 2010 um 17:18

    @Luiten,
    in den Kritiken zu dem Buch ” Endloses Bewußtsein” wird kritisiert, daß van Lommel keine EEG gemacht hat.

  30. #180 | Jan Luiten sagt am 27. Januar 2010 um 18:10

    @ Laurin
    Einverstanden
    Nur sollte das Verfahren auch vorurteilslos sein.
    Es ist eigentlich nicht wissenschaftlich um von Anfang an bestimmte Ergebnisse aus zu schliessen. Das heisst man soll nicht sagen ich akzeptiere nur materialistische ergebnisse.

  31. #181 | undichte Gummizelle sagt am 1. Februar 2010 um 13:14

    “Selbstsicher dank Walddörferschule

    betr.: „Selbstsicher dank Waldorfschule“ von Richard Roman, taz vom 1. 10. 05

    Ich bin nicht auf die Waldorf-, sondern auf die Walddörferschule gegangen, in Hamburg Volksdorf, dem grünen Herzen der Walddörfer.

    Auf Klassenreisen z. B. konnte man gar nicht laut genug darauf hinweisen, weil Herbergsväter, wenn sie „Walddörfer“ hörten und „Waldorf“ verstanden, sofort Angst bekamen, sie müssten sich jetzt eine Woche lang mit verzärtelten, bettnässenden Einzelkindern herumschlagen, die keine Margarinestullen schmieren und nicht Backschaft machen können. Wegen der Epitheta „hochkarätig“ und „Elite“ will ich mal davon absehen, eingeschnappt zu sein.

    HARRY ROWOHLT, Hamburg”

  32. #182 | undichte Gummizelle sagt am 1. Februar 2010 um 13:15

    “GN: Haben Sie etwas dagegen, mit der Waldorfschule in Verbindung gebracht zu werden?

    Harry Rowohlt: Alles. Wegen der ewigen Verwechselung habe ich mich mal mit den Schriften Rudolf Steiners beschäftigt. Da fand ich eine schöne Textstelle: „Der Blonde, Blauäugige ist dem Dunkelhaarigen, Braunäugigen intellektuell überlegen, weil bei Letzterem zuviel Geisteskraft in die Pigmentierung fließt“. Das wäre geeignet gewesen für ein Quellenverzeichnis von Hitlers „Mein Kampf“. Töne wie aus einer undichten Gummizelle!”

    http://www.nordkolleg.de/uploads/media/pm-Interview-Durstewitz-Rowohlt_090909.pdf

  33. #183 | J. Luiten sagt am 3. Februar 2010 um 17:16

    @ 182
    Mit dem Link den sie geben kommen wir nicht weiter.
    Geben sie bitte an wo genau sie diese Textstelle gefunden haben.

  34. #184 | Waldorf-Kritik: Wenn das Licht ausgeht « Ruhrbarone sagt am 18. Februar 2010 um 11:00

    [...]  Schüler der Freien Waldorfschule Offenburg und widerspricht in seinem Beitrag den Thesen unseres Stamm-Gastautors Andreas [...]

  35. #185 | Steiner: Behinderte Kinder “minderwertig” « Aufklärung 2.0 sagt am 28. Februar 2010 um 15:31

    [...] Völkerlebens” und Indianer wären eine “degenerierte Menschenrasse” (siehe Interview mit Andreas Lichte). Eine kleine Einführung in Person und Denken Rudolf Steiners findet man am Anfang des neuen [...]

  36. #186 | Indoctrinatie « Steinerscholen.com sagt am 7. März 2010 um 15:51

    [...] Duitsland durft men het nog scherper te stellen. Eergisteren postte de Duitse steinerschoolcriticus Andreas Lichte onder ‘De steinerschool informeert’ een weinig aan de verbeelding overlatende tekst [...]

  37. #187 | Andreas Lichte sagt am 5. April 2010 um 09:41

    Neuer Artikel der Ruhrbarone zur Waldorfschule:

    http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschule-eine-soziale-frage/

    “Die Waldorfschule: Eine soziale Frage?”

    (…) Nach der Lektüre des Erziehungswissenschaftlers Prange und der anthroposophischen Autorität Veltman kann ich nur zu dem Schluss kommen – und dies auch in Hinblick auf meine eigenen Erfahrungen, als ich noch selber in der Waldorfbewegung aktiv war –, dass die soziale Umgebung einer Waldorfschule in keiner Weise Kindern die Grundlage bieten kann, eigenverantwortliche, soziale menschliche Wesen zu werden.”

  38. #189 | Waldorf und die Spielverderber « Aufklärung 2.0 sagt am 2. August 2010 um 15:16

    [...] „Waldorfschule: Vorsicht Steiner“ [...]

  39. #190 | Waldorfschule: Physik vom Hellseher | Ruhrbarone sagt am 6. August 2010 um 10:41

    [...] Lichte, intimer Kenner und Kritiker der Anthro-Szene kommt zu folgendem [...]

  40. #191 | Waldorfschule: Lehrer gesucht! | Ruhrbarone sagt am 15. August 2010 um 17:25

    [...] „Waldorfschule: Vorsicht Steiner“ [...]

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