Waldorfschule: Vorsicht Steiner

Nach dem „PISA-Schock“ suchen immer mehr Eltern nach einer Alternative zur öffentlichen Schule. Oft fällt ihre Wahl auf eine der 213 anthroposophisch geprägten Waldorfschulen in Deutschland.
Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart als Betriebsschule der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik gegründet. Die pädagogische Leitung lag bei Rudolf Steiner. Die von ihm entwickelte Weltanschauung „Anthroposophie“ ist bis heute verbindliche Grundlage des Unterrichts jeder Waldorfschule.
Nach anthroposophischem Selbstverständnis hatte Rudolf Steiner unmittelbaren Zugang zur „Geistigen Welt“, sprich: Steiner hatte hellseherische Fähigkeiten. Die Anthroposophie schöpft damit aus esoterischen und okkulten Quellen. Rudolf Steiner (1861–1925) promovierte 1891 in Philosophie; die 1894 versuchte Habilitation scheiterte. Um 1900 kam er in Kontakt mit Helena Petrovna Blavatskys esoterischer „Theosophie“. Von 1902 bis 1912 leitete Steiner die deutsche Sektion der „Theosophischen Gesellschaft“, die er 1912/13 abspaltete und unter dem Namen „Anthroposophie“ neu gründete. Bis heute ist Rudolf Steiner die unangefochtene Autorität der Anthroposophie und der Waldorfpädagogik. Wie weit die Verehrung geht, mag man am Umfang der Steiner-Gesamtausgabe ermessen: Sie hat zurzeit 354 Bände. Wir sprachen mit Andreas Lichte, einem ausgebildeten Waldorflehrer und heutigem Kritiker der Waldorfbewegung.
Ruhrbarone: Herr Lichte, Sie haben eine Fortbildung zum Waldorflehrer abgeschlossen aber trotz Job-Angebotes darauf verzichtet, in der wunderbaren Waldorfwelt zu arbeiten – warum?
Andreas Lichte: Als ich mich entschloss, Kunst- und Werklehrer in der Waldorfschule zu werden, wusste ich noch nicht, dass die wichtigste Qualifikation eines Waldorflehrers darin besteht, Rudolf Steiner (den Gründer der Waldorfschulen und der Anthroposophie) als absolute Autorität zu verehren, z.B. so etwas:
„Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will.“
Was soll das sein? Der Heilige Rudolf, Schutzpatron der Maniküren?
Ich bitte schon um ein wenig mehr Respekt vor der Waldorfpädagogik! Das ist ein Zitat aus Steiners „Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik“ [GA 293, S. 93f]. Wie der Titel dieses in jedem Waldorfseminar gelesenen Standardwerkes schon sagt, ist das die Basis der Arbeit des Waldorflehrers …
Wir gehen mal davon aus, dass Sie das bewusst aus dem Zusammenhang gerissen zitieren …
Sind Sie bei Anthroposophen in die Schule gegangen? Anthroposophen mögen es gar nicht, wenn öffentlich wird, was Rudolf Steiner wirklich sagte, dann heisst es jedes mal: „Aus dem Zusammenhang gerissen!“. Ist es aber nicht. Es wird alles noch viel, viel überzeugender, wenn Sie auch den Kontext kennen, lesen Sie doch bitte selber nach. Hier
Solch einen Wahnsinn müssen Waldorflehrer als Wahrheit akzeptieren?
Falls Sie erwägen sollten, Waldorflehrer zu werden, sollten Sie schon ein wenig flexibel sein … wie sagte Michael Handtmann, Leiter des „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ bei meinem Vorstellungsgespräch: „Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie Anthroposoph werden … Sie sollten schon ein wenig Offenheit für weltanschauliche Fragen mitbringen, mehr nicht …“
Im Ernst: Worin besteht denn nun die Qualifikation des Waldorflehrers?
Vielleicht sollten wir die Waldorfschüler fragen? Deren Spruch zur Sache:
„Und reicht es nicht zum Strassenkehrer, dann werd’ ich eben Waldorflehrer!“
Es gibt Straßen die es in sich haben.
Kennen Sie Prof. Hermann Avenarius ? Er ist einer der renommiertesten Deutschen Schulrechtler. Er stellte kürzlich in „Frontal 21“, ZDF, fest, dass die Ausbildung der Waldorflehrer ein Verstoß gegen das Grundgesetz ist, da die im GG genannten Mindestanforderungen nicht erfüllt werden – GG, Artikel 7, Absatz 4, Satz 3: "Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die privaten Schulen (…) in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulen zurückstehen …"
Die Waldorflehrer sind also schlechter qualifiziert als Lehrer an öffentlichen Schulen?
Lehrer, die an öffentlichen Schulen unterrichten dürfen, könnten jederzeit an einer Waldorfschule arbeiten. Umgekehrt gilt dies nicht: Die Ausbildung an den anthroposophischen Waldorfseminaren wird nicht für den öffentlichen Schuldienst anerkannt. Deswegen sind Waldorflehrer auch vielfach völlig unkritisch: Wer sich in der Waldorfschule unbeliebt macht, dadurch seinen Arbeitsplatz verliert, steht vor dem Nichts, hat keine berufliche Alternative.
Wo sollten Waldorflehrer denn kritischer sein?
„Steiner“? Haben wir den Namen schon einmal gehört? Alles, was in der „pädagogischen Schicksalsgemeinschaft“ Waldorfschule passiert, basiert letztlich auf Steiner, auch wenn das von den Verantwortlichen routinemässig geleugnet wird – man möchte ja keine möglichen Kunden abschrecken …
Werden die Eltern über den weltanschaulichen Hintergrund der Waldorfschulen aufgeklärt?
Waren Sie schon einmal auf einem Eltern-Informationsabend einer Waldorfschule? Ich schon. Da heisst es: „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“. Und: „Anthroposophie? Was soll das sein?“ Es wird abgestritten, dass die Anthroposophie auch nur die geringste Rolle im Unterricht spielen könnte.
Offiziell heisst es ja, dass nur die Pädagogik auf Rudolf Steiner beruhe, die Anthroposophie selber aber nicht unterrichtet werde.
Mir wurde nach dem Besuch einer Informations-Veranstaltung einer sich modern und liberal gebenden Waldorfschule ein Geschichts-Epochenheft zugespielt. Der Inhalt: Das anthroposophische Geschichtsverständnis nach Rudolf Steiner, kindgerecht aufbereitet. Inklusive Atlantis.
Sie meinen „Atlantis“?
„Atlantis“ fällt natürlich sofort ins Auge, weil das Heft damit beginnt und der Stoff so exotisch ist.
Was haben Sie denn daran auszusetzen, dass griechische Mythologie – der Atlantismythos Platons – in der Schule unterrichtet wird?
Platon? Es ist Steiner für Kinder! Ich habe ein Geschichts-Epochenheft mit Steiner verglichen, es ist eine fast wörtliche Wiedergabe von Steiners Neo-Atlantis-Mythos. Danach leben wir alle im „Fünften Nachatlantischen Zeitalter“.
Ist uns neu.
Atlantis spielt eine entscheidende Rolle im anthroposophischen Geschichtsverständnis: Atlantis ist für den Anthroposophen eine historische Tatsache. Im „Atlantischen Zeitalter“ werden die Voraussetzungen für die heutige Menschheit geschaffen: Die Rassen entstehen und es beginnt eine fiktive Völkerwanderung, angeführt von „Manu“, dem „Menschheitsführer“ …
Wohin geht denn die Reise?
Lichte: Kurz gesagt: „Vom Menschen zum Arier“ (siehe Abbildung oben).
Der Mensch steht am Anfang der Evolution?
Das ist Anthroposophie …
Das ist Humbug!
Sie sagen es! Und das ist für mich das eigentlich Erstaunliche: Wieso bemerken die Eltern nicht, womit ihre Kinder in der Waldorfschule Zeit verschwenden? Schaut denn niemand in die Hefte? Systematische Kindesvernachlässigung? Zu verstehen, dass Atlantis und die sich daran anschliessenden „Kulturepochen“ Original Steiner sind, ist ja eine Sache, aber dass das krudeste Esoterik ist, sollte jedem doch sofort klar sein.
Sie sagten vorhin, dass in Atlantis „die Rassen entstehen“ …
Und nach anthroposophischer Auffassung bis mindestens zum Jahre 3573 bestehen bleiben, dann endet die „Fünfte Nachatlantische Kulturepoche“. „Rassen“ wie „Rassismus“. Das ist nicht meine Privatmeinung, sondern wurde von einer Deutschen Bundesbehörde, der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) festgestellt, in ihrer Entscheidung zu zwei Büchern Steiners, Zitat: „Der Inhalt des Buches ist nach Ansicht des 12er-Gremiums in Teilen als zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen.”
Die BPjM nahm eine juristische Bewertung vor, sie konnte nur Textstellen beanstanden, die eindeutig ihren juristischen Kriterien entsprachen. Auch beurteilte sie nicht Steiners Gesamtwerk. Das tut der Historiker Helmut Zander in seinem preisgekrönten Monumental-Werk „Anthroposophie in Deutschland“, Zitat: „Steiner ordnete die Rassen einer Fortschrittsgeschichte zu, in der beispielsweise heutige Indianer als »degenerierte Menschenrasse« im »Hinsterben« (GA 105, 106, 107 [1908]) oder schwarze Afrikaner als defiziente Spezies der Menschen- und Bewusstseinsentwicklung, als »degenerierte«, »zurückgebliebene« Rasse (ebd., 106) erschienen. Umgekehrt habe die weisse Rasse »das Persönlichkeitsgefühl am stärksten ausgebildet« (GA 107, 288 [1909]). Dies sind nur Kernsätze einer Rassentheorie, die Steiner 1904 erstmals formulierte, um sie 1910 in einem komplexen System und in zunehmender Abgrenzung zu theosophischen Positionen auszufalten. Mit seinem Ausstieg aus der Theosophie hat er diese Vorstellungen keinesfalls über Bord geworfen, sondern sie 1923 nochmals in Vortragen vor Arbeitern des Goetheanum in vergröberter, »popularisierter« Form wiederholt, aber ohne Revision im inhaltlichen Bestand. Die weisse war nun »die zukünftige, die am Geiste schaffende Rasse« (GA 349, 67 [1923]). (…) Steiner formulierte mit seinem theosophischen Sozialdarwinismus eine Ethnologie, in der die Rede von »degenerierten«, »zurückgebliebenen« oder »zukünftigen« Rassen keine »Unfälle«, sondern das Ergebnis einer konsequent durchgedachten Evolutionslehre waren. Ich sehe im Gegensatz zu vielen Anthroposophen keine Möglichkeit, diese Konsequenz zu bestreiten.“
„Rassentheorie“ passt nicht zum Image der Waldörfler
Noch böser aber die Reaktion der Anthroposophie, die in ihrer Leugnung von Steiners Rassismus ihrem Ruf als „Sekte“ mehr als gerecht wird. Da setzt man sich auch ganz locker über Vereinbarungen mit einer Deutschen Bundesbehörde hinweg.
Wie akut ist denn der Rassismus in der Waldorfschule?
Akut kann er IN der Waldorfschule gar nicht werden, da Waldorfschulen weitgehend „ausländerfreie Zonen“ sind.
Waldorfschulen betonen doch immer wieder ihr soziales Engagement.
In Deutschen Waldorfschulen gibt es kaum Kinder mit „Migrationshintergrund“, oder Kinder aus „sozial benachteiligtem“ Milieu. Das ist auch der INOFFIZIELLE Grund für ihren Erfolg: Bei der privilegierten Klientel überrascht es nicht, dass die Abiturquote nicht so schlecht ist. Auch können finanziell besser gestellte Eltern den umfangreichen Nachhilfeunterricht bezahlen, der nötig ist, um die Defizite der Schule auszugleichen.
Wenn die Waldorfschulen so schlecht sind, wie Sie sie darstellen – unqualifizierte Lehrer, krude Esoterik – warum entscheiden sich dann so viele Eltern für sie?
WEIL sie ausländerfreie Zonen sind. Das sagt Ihnen natürlich niemand sofort, da braucht es schon ein wenig Fingerspitzengefühl, um nach stundenlangem Diskutieren die Antwort zu bekommen: „Ich wohne in Kreuzberg. Da schicke ich mein Kind doch nicht in eine Schule mit hohem Ausländeranteil …“
Gibt es vielleicht auch noch andere Gründe?
Attraktiv könnte für Eltern auch sein, dass es an Waldorfschulen leichter ist, einen staatlich anerkannten Abschluss zu erlangen. So wie die Ausbildung der Waldorflehrer ein bisher ungeahndeter Verstoß gegen das Grundgesetz ist, so gibt es zahlreiche Sonderregelungen für die Abschlüsse an Waldorfschulen, die einer strengen juristischen Überprüfung wohl kaum standhalten dürften. Schauen Sie sich beispielsweise die „Verordnung über den Erwerb von Abschlüssen der Sekundarstufe I an Waldorfschulen“ des Landes Nordrhein-Westfalen vom 21. Juni 2008 an – ein „Lex Waldorf“.
Wie erklären Sie es sich, dass den Waldorfschulen von der Politik all diese Privilegien eingeräumt werden?
Das fragen Sie am besten selber NRW Kultusministerin Dr. Barbara Sommer. Ich kann Ihnen von der Berliner Schulaufsicht berichten, dass auf unzählige Anfragen und Beschwerden zur Waldorfpädagogik nur mit nichts sagenden Standard-Briefen „geantwortet“ wurde. Ich verabschiede mich mal mit einem Auszug aus dem Brief eines Vaters, der an Landesschulrat Hans-Jürgen Pokall ging – nicht an „Dr. Sommer“, wie man vielleicht zu Recht vermuten könnte …:
„(…) Es stellt sich heraus, dass Steiner auch noch Visionen zum Wesen der Sexualität hat. Ich möchte mir gar nicht erst vorstellen, was für gravierende Folgen es für Heranwachsende hätte, wenn sie auch nur in kleinsten Dosen mit Steiners »Sexualkunde« in Berührung kämen, Zitat Steiner:
»Ursprünglich war auch der Mensch ein ätherisches Wesen von pflanzlicher Substanz. Damals hatte der Mensch diejenige stoffliche Natur, welche heute die Pflanze noch besitzt. Hätte der Mensch nicht die pflanzliche Substanz zum Fleisch umgewandelt, so wäre er keusch und rein geblieben wie die Pflanze. (…)
Die Fortpflanzungsorgane haben am längsten ihren pflanzlichen Charakter bewahrt. Alte Sagen und Mythen berichten uns noch von Hermaphroditen (…).
Manche glauben, das Feigenblatt, das die ersten Menschen im Paradies gehabt haben, sei ein Ausdruck der Scham. Nein, in dieser Erzählung hat sich die Erinnerung daran bewahrt, daß die Menschen an Stelle der fleischlichen Fortpflanzungsorgane solche pflanzlicher Natur gehabt haben (…).
Der Mensch wird nicht auf seiner jetzigen Stufe stehenbleiben. Wie er von der reinen Keuschheit der Pflanze in die Sinnlichkeit der Begierdenwelt hinabgestiegen ist, so wird er aus dieser wieder heraufsteigen mit reiner geläuterter Substanz zum keuschen Zustande.(…)
Wieso wird eine Schule staatlich gefördert, die sich ausdrücklich auf Rudolf Steiner beruft – einen prima-facie an einer psychischen Störung leidenden Menschen?"
Zum Interviewpartner: Andreas Lichte ist ausgebildeter Waldorflehrer und Grafiker, lebt in Berlin. Er ist Autor kritischer Artikel zur Waldorfpädagogik und Anthroposophie. Er erstellte für die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) ein Gutachten zur Indizierung zweier Werke Rudolf Steiners, die fortan nur noch in kommentierter Form erscheinen dürfen.






#51 | Jens Gerlach sagt am 6. Juli 2009 um 02:10
@ Ulrich Häpke
Was die Hibernia-Schule anbelangt:
Ein Blick auf die Internetseite genügt:
Tun Sie Ihrem Kind das nicht an!
Schöne Worte für das Steiner/Waldorf-Konzept in Reinkultur.
J.G.
#52 | Arnold Voß sagt am 6. Juli 2009 um 07:28
@ Felix Hau
Und schon wieder ein paar Taschenspielertricks. Es ist vielmehr kompletter Quatsch, dass Waldorfeltern darüber entscheiden können, ob die Steinerschen Position Grundlage ihrer Schulen sind oder nicht, geschweige können Waldorfschüler die Lehrinhalte ihrer Schule offiziell und kritisch in Frage stellen ! In jeder Regelschule kann jedoch sehr wohl jede Weltanschauung dikutiert und kritisiert werden. Und natürlich kann die Gesellschaft ihre Inhalte verändern, was zwar aufwendig und politisch langwierig ist, aber immer wieder geschieht.
Ansonsten habe ich natürlich nichts gegen Pluralismus des Schulsystems sofern er durch das Grundgesetz gedeckt ist.
#53 | Benjamin sagt am 6. Juli 2009 um 09:17
Eine Freundin von mir unterrichtet an einer Waldorfschule. In ihrer Lehrerausbildung wurde ihr beigebracht, dass Mädchen in der 10./11.-Klasse besonders hart rangenommen werden müssen, da in dieser Zeit der Eisengehalt ihres Bluts am höchsten sei und Eisen ja ein hartes Metall sei.
Dies nur als ein Beispiel für das wirkliche Anwenden des anthroposophischen Glaubenssystems in realer Pädagogik.
#54 | Robert sagt am 6. Juli 2009 um 10:25
“während meine gleichaltrigen Gymnasiums-Freunde zwei Jahre lang lustige LK-Punkte in Sport, Religion oder Kunst sammeln durften und das Abi bereits vor der Prüfung in der Tasche hatten.”
Wieso denn dann noch die Prüfungen?
Üblich war’s mal, dass man zwar Punkte sammeln konnte, die in die Note einflossen, die Prüfung aber war niemals unnötig (also nix mit Tasche, sondern eher mit: wenne datt schaffst, dann hasse mindestens ne zweikommadingens als Note.)
Man konnte übrigend auch Punkte in Physik, Chemie, Biologie, Geschichte, Philosophie etc. sammeln.
#55 | Philip sagt am 6. Juli 2009 um 10:29
weil es so schön auch zum Bätzing-Artikel passt:
http://tinyurl.com/pawxrw
#56 | Felix Hau sagt am 6. Juli 2009 um 11:25
“Es ist vielmehr kompletter Quatsch, dass Waldorfeltern darüber entscheiden können, ob die Steinerschen Position Grundlage ihrer Schulen sind oder nicht, geschweige können Waldorfschüler die Lehrinhalte ihrer Schule offiziell und kritisch in Frage stellen !”
Herr Voß – informieren Sie sich doch bitte. Es sind ja sogar *Eltern* – und zwar ausschließlich Eltern -, die Waldorfschulen *gründen*.
Selbstverständlich wird damit ein Grundstein für die pädagogische Ausrichtung der Schule gelegt, der im weiteren Verlauf richtungsbestimmend ist. Und selbstverständlich lehnt sich dieser Grundstein an Steiners Pädagogik an, sonst bräuchte man ja keine *Waldorf*-Schule zu gründen.
Das bedeutet aber weder, dass bei jeder Gründung ein genau umrissenes “Komplettpaket Steiner” gekauft werden muss, noch, dass die pädagogische Ausrichtung unhinterfragbar ist – und auch nicht, dass es im Laufe der Schulentwicklung keine Veränderungen geben kann. Und letztere werden in der Regel von Eltern initiiert – in jüngerer Zeit auch vermehrt von Lehrern. Dabei ist es wiederum selbstverständlich, dass nicht von heute auf morgen das komplette “System Waldorf” über Bord geworfen wird – aber nicht, weil das nicht ginge, sondern weil es mehrheitlich nicht gewollt wird: und zwar von Eltern, Schülern und Lehrern nicht. Ein etablierter Betrieb ist auch bei Waldorfs genau so träge wie überall sonst.
By the way: An meiner Mannheimer Waldorfschule, die zwischenzeitlich ab der Mittelstufe durch Elterndruck (Abi,Abi,Abi!) kaum noch als solche erkennbar war, hatten in den Neunzigerjahren die Oberstufenschüler zu einem Gesamtelternabend eingeladen, auf dem sie ihren Eltern und Lehrern erklärten, dass sie hier auf einer Waldorfschule seien und das auch merken möchten, ansonsten könnten sie ja auch auf die benachbarten Regelschulen wechseln.
Und wir haben zu meiner Zeit im Zweifelsfall komplette Unterrichte so lange boykottiert, bis eine annehmbare Veränderung stattfand.
Versuchen Sie doch mal an einer staatlichen Schule eine Schulreform zu bewerkstelligen oder als Schüler den unterrichtsprägenden Lehrplan oder den verpflichtenden pädagogischen Standard infrage zu stellen, wenn Ihnen da was nicht passt. Sie werden gnadenlos scheitern.
“In jeder Regelschule kann jedoch sehr wohl jede Weltanschauung dikutiert und kritisiert werden.”
Ja – aber die herrschende Weltanschauung hinsichtlich der praktischen Relevanz für die Schule garantiert ergebnislos, falls einem denn auffallen sollte, dass es sie gibt. Man merkt ja in der Regel nur dann, dass man überhaupt eine Weltanschauung hat und dass es lediglich eine unter vielen möglichen ist, wenn sie mit anderen, abweichenden kollidiert – und das ist schwer, wenn man Schaf in einer Herde von Schafen ist. Für eine autonome Reflexion sind die meisten Leute schlicht zu doof. Sie merken’s auch hier an der Debatte: Die Transzendierung des eigenen Denksystems fällt vielen ausgesprochen schwer, um es freundlich auszudrücken
.
#57 | Felix Hau sagt am 6. Juli 2009 um 11:31
@ Robert:
“Üblich war?s mal, dass man zwar Punkte sammeln konnte, die in die Note einflossen, die Prüfung aber war niemals unnötig”
Natürlich nicht – schon wegen der Anwesenheitspflicht
. Aber es bestand desöfteren keinerlei Gefahr mehr.
#58 | Seb sagt am 6. Juli 2009 um 11:51
Mhm… Ich frage mich auf welcher Waldorfschule Herr Lichte gewesen ist und vorallem wie lange??? Zum Thema Rassen und ausländerfreie Zonen. Ich finde den letzten Begriff gefährlich… Lassen Sie uns lieber von “Migrationshintergrund” sprechen. Der Anteil mag sicherlich niedriger sein als auf mancher staatlichen Schule. Wie siehts da aber im Vergleich zu anderen privaten Ersatzschulen aus? Ist das recherchiert worden Herr Lichte?
Im Geschichtsuntericht Atlantis usw.??? Also ich kann mich daran nicht erinnern. Wir haben die gleichen Themen durchgenommmen, die auch auf anderen Schulen gelehrt werden (Griechen, Römer, Germanen, etc.). Ich kann also die Ausführungen hier nicht bestätigen.
Also, nur um das mal abschliessend an alle Leser zu sagen: Ja, ich bin ehemaliger Waldorfschüler und nein,ich wurde keiner Gehirnwäsche unterzogen, und ja, ich habe (und tue das noch immer) mich sehr kritisch mit der Waldorfpädagogik auseinander gesetzt. Manche Dinge sind aus meiner Sicht gut und manche Dinge eben nicht. Wenn ich jedoch mal den Vergleich mit staatlichen Schulen mache, dann denke ich doch, dass die Waldorfschule einen wichtigen und unterm Strich auch guten Beitrag zur Bildung in unserem Lande bringt.
Seb.
#59 | Jens Gerlach sagt am 6. Juli 2009 um 12:03
Felix Hau agitierte:
“Herr Voß – informieren Sie sich doch bitte. Es sind ja sogar *Eltern* – und zwar ausschließlich Eltern -, die Waldorfschulen *gründen*.”
Das ist selbstverständlich falsch, da der Bund der Waldorfschulen stehts Gründungslehrer entsendet und für die notwendige staatliche Anerkennung sorgt. Die angeblich unabhängigen Elterninitiativen sind reiner Bluff.
Von den Inhalten und dem Personal bishin zur uniformen Architektur der Schulgebäude ist Steiners Wahn das alleinige und verbindliche Programm.
J.G.
#60 | Andreas Lichte sagt am 6. Juli 2009 um 12:17
@ Seb
du schreibst:
“Wir haben die gleichen Themen durchgenommmen, die auch auf anderen Schulen gelehrt werden (Griechen, Römer, Germanen, etc.)”
Auch in den anthroposophischen “Kulturepochen” gibt es Griechen, Römer, Germanen:
- Urindische Kultur (7227 – 5067 v. Chr.)
- Urpersische Kultur (5067 – 2907 v. Chr.)
- Ägyptisch-Chaldäische Kultur (2907 – 747 v. Chr.)
- Griechisch-Lateinische Kultur (747 v.Chr. – 1413 n. Chr.) > GRIECHEN und RÖMER
- Germanisch-Angelsächsische Kulturepoche (1413 – 3573 n. Chr., unsere gegenwärtige Epoche) > GERMANEN
- Slawische Kulturepoche (3573 – 5733 n. Chr.)
- Amerikanische Kulturepoche (5733 – 7893 n. Chr.)
Grundsätzlich gilt, dass der Schüler nicht bemerken soll, dass er Anthroposophie lernt. Dazu sagt der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange, ?Erziehung zur Anthroposophie?, Seite 86:
?In der Tat entsteht aus der Differenz von allgemeiner, öffentlicher Präsentation, die sich der üblichen Vokabeln und Formeln bedient, und dem, was eigentlich damit gemeint ist, der Eindruck, man habe es bei der anthroposophischen Pädagogik mit einer Art Mogelpackung zu tun, die ein sehr eigenwilliges Produkt in einer geläufigen und höchst normalen Verpackung an den Mann zu bringen versucht.?
#61 | Arnold Voß sagt am 6. Juli 2009 um 12:26
@ Felix Hau
“Selbstverständlich wird damit ein Grundstein für die pädagogische Ausrichtung der Schule gelegt, der im weiteren Verlauf richtungsbestimmend ist. Und selbstverständlich lehnt sich dieser Grundstein an Steiners Pädagogik an, sonst bräuchte man ja keine *Waldorf*-Schule zu gründen.”
Herr Hau, die einzige Richtungsbestimmung der pädagogischen Ausrichtung einer Schule sind die bislang zugänglichen und offen und kritisch zu diskutierenden Erkenntnisse der Pädagogik selbst.
Rudolf Steiner hat dazu schon deswegen nichts Entscheidendes zu sagen weil seine Aussagen, sofern sie sachlicher Natur waren, völlig überholt sind.Und, sofern sie ideologischer/esoterischer oder sonst welcher sachfremder Natur waren, sowieso nichts mit Pädagogig sondern ausschließlich mit der “Menschenformung” im Sinne von Manipulation nach den eigenen individuellen oder kollektiven Vorstellungen der Erwachsenen zu tun haben.
Deswegen habe ich was dagegen, wenn Eltern in vollem Bewußtsein und voller Absicht (ob mit oder ohne Gründungslehrerer) eine Schule gründen respektive ihren Kindern angedeien lassen wolle, die ausschließlich ihrer Weltanschauung entspricht. Und erst recht habe ich was dagegen, dass sie dafür auch noch staatliche Zuschüsse erhalten.
#62 | Felix Hau sagt am 6. Juli 2009 um 12:34
“… da der Bund der Waldorfschulen stehts Gründungslehrer entsendet und für die notwendige staatliche Anerkennung sorgt.”
Selbstverständlich, Herr Gerlach. Sie scheinen zu vergessen, dass die Elterninitiativen eine *Waldorf*-Schule gründen möchten. Die *wollen* einen erfahrenen Waldorf-Pädagogen als Gründungslehrer und Unterstützung durch die Dachorganisation.
#63 | Jens Gerlach sagt am 6. Juli 2009 um 12:52
Ja, ja, Herr Hau, die ?erfahrenen Waldorfpädagogen? des freundlichen Dachverbands mit seinen Exponenten wie dem skrupellosen und rassistischen Fanatiker Detlef Hardorp.
http://www.esowatch.com/index.php?title=Detlef_Hardorp
J.G.
#64 | Felix Hau sagt am 6. Juli 2009 um 12:56
@ Arnold Voß:
“Herr Hau, die einzige Richtungsbestimmung der pädagogischen Ausrichtung einer Schule sind die bislang zugänglichen und offen und kritisch zu diskutierenden Erkenntnisse der Pädagogik selbst. (…)”
Nein, Herr Voß. Oder haben Sie eine Enzyklika erlassen, die ich verpasst habe?
“Deswegen habe ich was dagegen, wenn Eltern in vollem Bewußtsein und voller Absicht (ob mit oder ohne Gründungslehrerer) eine Schule gründen respektive ihren Kindern angedeien lassen wolle, die ausschließlich ihrer Weltanschauung entspricht. Und erst recht habe ich was dagegen, dass sie dafür auch noch staatliche Zuschüsse erhalten.”
Ach so? Und ich habe etwas dagegen, dass Sie mir vorschreiben wollen, wie ich leben soll.
Sie verwechseln Demokratie mit Massendiktatur.
Aber schön, dass Sie’s so offen sagen – das erspart uns viel Hin-und-Her.
Dazu kann ich dann nur noch anmerken: Dann müssen Sie versuchen, die Freiheit der Eltern zu beschneiden und Schulen, die auf Prinzipien und Anschauungen fußen, die sich nicht mit Ihrer Weltanschauung decken und Ihnen deshalb nicht in den Kram passen, möglichst verbieten zu lassen. Das ist ein Rückfall ins 19. Jahrhundert; Sie sind auf dem lahmen Streitross der Herren Gerlach und Lichte dann bestens aufgehoben.
Ich kann Ihnen allerdings versichern, dass nicht nur ich und auch längst nicht nur Waldorfs, sondern sämtliche liberal eingestellten Menschen in diesem Land dann auf die Barrikaden gehen werden. Der vormundschaftliche Staat ist keiner, in dem ich leben will.
#65 | Stefan Laurin sagt am 6. Juli 2009 um 13:08
@Hau: Auch der liberale Staat hat zu gewährleisten, dass auch auf Privatschulen ein gewissen Niveau gehalten wird und die Lehrer nicht schlechter als auf staatlichen Schulen ausgebildet sind. Mit diesem Maßstab wird so mancher Buchstabentänzer und Elfenexperte wohl seine Schwierigkeiten haben.
#66 | Felix Hau sagt am 6. Juli 2009 um 13:10
Sie sinken langsam unter die Sumpfkante, Herr Gerlach; ich kann Ihre Nase kaum noch sehen.
Anonym betriebene Denunziantenseiten einer selbst ernannten Staatssicherheit sind keine tauglichen Quellen.
Das System, auf das Sie setzen, ist im Laufe des vergangenen Jahrhunderts schon zweimal untergegangen.
#67 | Jens Gerlach sagt am 6. Juli 2009 um 13:14
Ne, Herr Hau, niemand möchte Ihnen verbieten radikalem Unfug und schierem Sektenwahn zu huldigen. Für die allgemeine Schulbildung in einem demokratischen Staat gibt es aber Mindestanforderungen. Und Kindesmisshandlung und sexueller Missbrauch sind aus guten Gründen verboten, auch wenn Ihnen das nicht passt. Ihr menschenverachtendes Narrenparadies hat mit der Demokratie des Grundgesetzes nichts zu tun. Ihre verlogenen Phrasen vermögen das nicht zu kaschieren.
J.G.
#68 | Felix Hau sagt am 6. Juli 2009 um 13:18
“Auch der liberale Staat hat zu gewährleisten, dass auch auf Privatschulen ein gewissen Niveau gehalten wird und die Lehrer nicht schlechter als auf staatlichen Schulen ausgebildet sind. Mit diesem Maßstab wird so mancher Buchstabentänzer und Elfenexperte wohl seine Schwierigkeiten haben.”
Ich habe mit diesem Maßstab keinerlei Schwierigkeiten, wohl aber mit der scheinbaren Notwendigkeit Ihrer offenbar völlig unhinterfragten Behauptung.
Warum glauben Sie, dass der Staat die Bildung seiner Bürger besser kontrollieren kann, als die Bürger selbst? Wer legt mit welcher Begründung allgemeingültig fest, welche Kriterien zur Bestimmung von Lehrniveau und Lehrerausbildung herangezogen werden?
Wie wär’s denn z.B. mit der Abschaffung der Schulpflicht?
#69 | Arnold Voß sagt am 6. Juli 2009 um 13:29
@ Felix Hau
Kann es sein dass sie nicht richtig lesen können? Ich habe nichts davon geschrieben, dass es um meine Weltanschauung geht, geschweige denn darum, Schulen zu verbieten (wie könnte ich das?) die nicht meiner Weltanschauung entsprechen. Was soll diese Plattdemagogie schon wieder? Können sie nicht anders?
Statt darauf einzugehen, wieso Steiner sich eben nicht zu padagogischen Ausrichtung irgend einer Schule eignen kann,kommen sie erneut mit Unterstellungen und Lügen.Zum wiederholten Male tun sie das. Mittlerweile kann ich gut verstehen, wieso sie bei den Antroposophen auch offiziell den Hausdemagogen spielen dürfen.
Es ist immer das gleich äußerst durchsichtige Spiel. Auf das was ihnen nicht passt gehen sie einfach nicht ein, und stellen stattdessen schnell ein paar neue Behauptungen auf. Und natürlich sind sind die anderen die Einseitigen, die Dummen usw. usw…..
Glauben sie mir, sie tun ihrer antroposophischen Gemeinde damit keinen guten Dienst, denn sie demonstrieren hier als Person geradezu prototypisch diese besserwisserische und herrische “Überlegenheit” des weltanschaulichen Denkens, die mir immer schon an Leuten wie ihnen aufgestoßen ist. Leuten, die vor der “Massendiktatur” der Dummen warnen um ihre eigene Mittelmäßigkeit mit völlig unbegründetem Elitedünkel aufzuladen und das auch noch als Liberalität zu verkaufen.
Nicht ich erlasse hier ein Enzyklika sondern sie. Sie sind hier der kleine gerne-große Politkommissar. Und wenn sie könnten, würden sie Leute wie mich auch gerne in die Verbannung schicken. Und soll ich ihnen nochwas sagen: ich weiß jetzt schon wie sie antworten werden. Das ist das zweite Problem, was ich mit Leuten wie ihnen habe: Sie werden verdammt schnell langweilig. Und sie wollen immer bis zum Schluss der Sitzung bleiben und das letzte Wort haben. Wie Apparatschiks, sprich bezahlte Demagogen, halt so sind.
Ach ja und noch etwas: Kinder sind nicht das Eigentum, geschweige denn die Sklaven der Eltern. Sie können und dürfen mit ihnen nicht machen was sie wollen. Auch Kinder haben Menschenrechte. Schon mal was von gehört?
#70 | Stefan Laurin sagt am 6. Juli 2009 um 13:48
@Hau: Der Staat (also die Gesellschaft) hat ein Recht mitzureden weil er zahlt: Ohne staatliche Zuschüsse kein Buchstabentanzen – so einfach ist das. Und weil wir nicht in der Wildnis leben und der Staat wieder zahlen muss, wenn aus der Schule nur noch Elfenexperten und Zwergenkundler herauskommen, hat er das Recht und ein vitales Interesse daran, dafür zu sorgen, dass die Schüler gewissen Fertigkeiten erwerben: Fachoberschulreife: Man kanneine Berufsausbildung antreten. Hochschulreife: Man kann studieren. Und natürlich: Der Arbeitsmarkt für Zwergenkundler ist ja seit längerem ziemlich angespannt. Dazu kommt die Verantwortung der Gesellschaft für jeden Einzelnen: Das Kind kann nicht selbst entscheiden also hat die Gesellschaft die Pflicht die Eltern vor dem größten Unfug auf Kosten des Kindes abzuhalten. Wenn Erwachsene Unfug treiben wollen – sollen sie.
#71 | Felix Hau sagt am 6. Juli 2009 um 14:59
“Der Staat (also die Gesellschaft) hat ein Recht mitzureden weil er zahlt: Ohne staatliche Zuschüsse kein Buchstabentanzen – so einfach ist das.”
Meine Güte, Herr Laurin! Es sind – ich wiederhole mich – Waldorfeltern, die neben den Ausgaben für die Ausbildung ihrer Kinder die staatlichen Einrichtungen mitfinanzieren.
Jede Privatschule erspart dem Staat Ausgaben. Die Zuschüsse, die an Waldorfschulen pro Schüler gezahlt werden, sind geringer als die Kosten eines staatlichen Schulplatzes.
Im Übrigen kann und sollte in einer freien Gesellschaft die Einmischung des Staates in Belange des Bürgers gerade *nicht* prinzipiell mit dem Rechtsanspruch auf Finanzierung begründet werden. Es ist eine offene Diskussion, wie weit sich die hoheitliche Aufgabe des Staates in Sachen Bildung sinnvollerweise zu erstrecken hat.
Befassen Sie sich doch mal mit dem Bildungsgutscheinmodell.
Um die Zukunft der Zwergenkundler müssen Sie sich keine Sorgen machen. In der hier schon zitierten Ehemaligen-Studie von Barz/Randoll werden Sie finden, dass sie durchaus zurecht kommen.
“Das Kind kann nicht selbst entscheiden also hat die Gesellschaft die Pflicht die Eltern vor dem größten Unfug auf Kosten des Kindes abzuhalten.”
Oha. Und wer hält den Staat von größtem Unfug auf Kosten der Kinder ab?
Wer hält die Gesellschaft davon ab, Kinder als nachwachsendes Material zum störungsfreien Betrieb des status quo herrschender Pradigmen zu instrumentalisieren?
Sie glauben an die Vernunft der Masse und an Fortschritt durch zentrale Regulierung. Ich nicht; ich glaube an Freiheit und Wettbewerb.
#72 | Felix Hau sagt am 6. Juli 2009 um 15:12
“Ich habe nichts davon geschrieben, dass es um meine Weltanschauung geht, geschweige denn darum, Schulen zu verbieten (wie könnte ich das?) die nicht meiner Weltanschauung entsprechen.”
Doch, Herr Voß. Das ist genau das, was Sie geschrieben haben: Sie teilen die anthroposophische Weltanschauung nicht und haben etwas dagegen, dass Schulen, die auf Grundlage dieser Weltanschauung arbeiten, mit Steuergeldern finanziert werden.
Ich hätte natürlich auch antworten können, dass es mir dankenswerterweise schnurzpiepsegal sein kann, wogegen Sie etwas haben.
Ich halte Ihre Intention allerdings für durchaus erwähneswert.
Und jetzt ist mir das unsachliche Geklapper hier zu laut.
Machen Sie’s gut.
#73 | Stefan Laurin sagt am 6. Juli 2009 um 15:19
@Hau: “Und wer hält den Staat von größtem Unfug auf Kosten der Kinder ab?” In einer Demokratie das Volk. Wettbewerb? Gerne – dann aber nicht zu Lasten der Kinder deren Eltern sich keine Privatschulen leisten können. Ich will mehr Geld für öffentliche Schulen und faire Chancen für alle Kinder – unabhängig von deren Herkunft. Und wenn sie alle optimal gefördert wurden sollen sie als Erwachsene miteinander in den Wettbewerb treten.
“Sie glauben an die Vernunft der Masse und an Fortschritt durch zentrale Regulierung. Ich nicht; ich glaube an Freiheit und Wettbewerb.” Sie glauben an Steiner, Blavatsky, Atlantis, Menschenrassen, Zwerge und Elfen. Und tanzen Buchstaben. Mal ganz persönlich gefragt: Kommt man sich dabei nicht blöd vor?
#74 | Arnold Voss sagt am 6. Juli 2009 um 15:45
@ Hau
Kein Recht zu bekommen ist natürlich für einen Wissenden wie sie eine Kränkung. o.k. Aber selbst zum Abschied können sie sich nicht von ihrem elitären Weltbild lösen.
Nochmal: Ich plädiere nicht für eine Schule die meiner Weltanschauung entspricht sondern für eine, die alle Weltanschauungen, also auch die, die nicht die meinigen sind, zum Thema machen kann und darf. Und genau so habe ich es auch geschrieben.
Da sie nicht dumm sind, können sie ohne weiteres die folgende logische Schlussfolgerung aus diesem Satz nachvollziehen: Eine solche Schule verbietet eben nicht die Beschäftigung mit der antroposophischen Weltanschauung.Sie macht sie nur nicht zur padagogischen Basis einer Schule.
Das entscheidende an ihrer ausgesprochen schlitzohrigen Dialektik ist aber, dass sie schon mein individuelles “dagegen sein” als Zumutung für ihre Denke und noch schlimmer, als Einschränkung ihrer Freiheit empfinden. Die absichtliche Verwechselung meiner Position mit einer platten zentralistischen Steuerungs- und Staatsgläubigkeit wundert mich bei einem Berufsdemagogen wie ihnen nicht. Der dahinter stehende von äußerst aufgeblasenem pseudoakademischem Geschwätz unterlegte Herrenmenschenduktus verrät jedoch wer und was sie wirklich sind. Ein überzeugter Antidemokrat!
Offen gesagt empfinde ich es deswegen auch nicht als einen großen geistigen Verlust für diesen Blog, wenn sie sich zurückziehen.
#75 | Jens Gerlach sagt am 6. Juli 2009 um 22:20
Hallo Herr Laurin,
Sie fragten Felix Hau:
?(?) Mal ganz persönlich gefragt: Kommt man sich dabei nicht blöd vor??
Das läge zweifellos eigentlich nahe.
Aber genau darin, dass sich diese ?Anthroposophen? nicht nur nicht bekloppt vorkommen angesichts des für jeden anderen offenkundigen Schwachsinns untersten Niveaus, sondern als erleuchtete Elite, wird sehr schön deutlich, dass es sich bei dieser ?Bewegung? um eine restlos durchgeknallte Sekte handelt, anders als Scientology in Deutschland bestens etabliert, kräftig verdienend, staatlich subventioniert mit eigenen Schulen zur Nachwuchs- und Nachfragesicherung.
http://rudolf-steiner.blogspot.com/2008/12/anthroposophie-und-sektenbegriff_4138.html
J.G.
#76 | Jens Gerlach sagt am 12. Juli 2009 um 22:12
Heute neu:
http://rudolf-steiner.blogspot.com/2009/07/anthroposophische-fuhrerherrschaft.html
J.G.
#77 | Ulrich Häpke sagt am 13. Juli 2009 um 01:27
Ich finde alle Internetseiten dubios, die kein Impressum haben. So auch dieser merkwürdige rudolf-steiner-blogspot. Ist mir außerdem zu reißerisch im Ton.
#78 | Jens Gerlach sagt am 13. Juli 2009 um 10:34
Herr Häpke,
warum die Autorennamen in dem Blog nicht genannt werden geht aus zahlreichen Beiträgen hervor. Die anthroposophische Sekte reagiert eben ? wie Sie ? nicht auf Argumente, sondern auf Personen.
Reißerisch ist der Ton keineswegs angesichts des Wahnsinns, der dort zur Sprache kommt.
J.G.
#79 | Flo sagt am 13. Juli 2009 um 11:36
Lieber Ulrich,
wärmsten Dank für deine Werbung für die “Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie”
Wenn du Piep-Piep-Piep-Ulli-Hat-Die-Waldorfschule-Lieb,(dein Kommentar 49) “reißerisch” schreibst, dann muss man einfach noch mal genauer schauen!
Für alle Leser, die nicht Steiners “Atlantis” mit “Geschichte” verwechseln:
“Anthroposophische Führerherrschaft – Geschichtsklitterung, antidemokratische Programmatik und schulische Vermittlung”
http://rudolf-steiner.blogspot.com/2009/07/anthroposophische-fuhrerherrschaft.html
#80 | Hanram sagt am 16. Juli 2009 um 19:44
Ach ist das mal wieder schee hier! Da wird sich auf die immer gleichen Quellen und Namen berufen, um dem Heer der Nichtwissenden ein krudes Bild der WS zu vermitteln, das definitiv nichts mit wesentlichen Fakten zu tun hat.
Sich HIER in dieser epischen Breite mit seinen nichtssagenden Thesen und immergleichen Argumenten zu präsentieren spricht ja schon für sich! Wenn die lieben Ruhrbarone einzig und allein mit (Hetz-) Beiträgen wie “Nieder mit den Waldorfschulen?!”, “Vorsicht vor Steiner” und ähnlichem aufwarten, jedoch nichts zur kritischen Auseinandersetzung mit diesen Schulen beiträgt, liegt der Fall doch auf der Hand. Jeder, der auch nur ein bißchen Ahnung vom Thema hat, weiß, dass hier gezielt nur Halbwahrheiten und z.T. berechtigte Kritik an der Anthro-Fraktion verwendet wird, um die WS bei leichtgläubigen Mitmenschen weiter in Verruf geraten zu lassen. In keiner Weise werden hier aber positive wie negative Eigenschaften der WS abgewägt, was aus meiner Sicht einfach zu einer vernünftigen Ausübung von Kritik gehört.Ganz im Gegenteil: Es zeigt sich hier mal wieder, was sich überall im Netz zu dieser Thematik zeigt, nämlich die pure Hetze auf der einen und rosig klingende Verschleierungen auf der anderen Seite. Nichtsdestotrotz zeigt sich auf der Seite der Befürworter diesmal nur eine Tendenz zur Verschleierung, wohingegen der Fall der Kritiker mal wieder eindeutig ist.
Man kann jetzt hier seitenweise rumlamentieren -was mir angesichts des Erscheinungsortes dieser Peinlichkeit namens Interview jedoch recht überflüsig erscheint-, daher nur noch ein paar Fakten aus meinem persönlichen Erleben: Ich, selbst ehemaliger Waldorfschüler, habe einen stinknormalen Beruf erlernt, verdiene gutes Geld, bin mündiger Bürger und lebe ein autarkes Leben. Gleiches lässt sich für sämtliche meiner ehemaligen Schulkameraden sagen, die zum größten Teil studiert haben und in entsprechenden Berufen ihre Brötchen verdienen und zwar mit dem gleichen Erfolg wie Absolventen staatlicher Schulen. Welcher Hahn kräht denn bitte nach einer solchen langen Zeit außerhalb des Schullebens und diesen Gegebenheiten danach, ob ich meine Schulkarriere auf dem XY-Gymnasium, der WS oder der Hottentottenschule (nein, in diesem Fall ist nicht die WS gemeint) absolviert habe? Grad mal völlig egal, wenn denn alles so gut läuft. Und dass es so gut läuft zeigt ja nun mal, dass die WS Ihren wahren Zweck immer wieder erfüllt, nämlich Ihre Schüler auf ein selbstbestimmtes Leben vorzubereiten. Was soll dann also bitte dieser Terz mit Fakten, die für sich genommen Ihre Geltung haben mögen, aber einfach mal am Thema vorbei sind?! Grußlos, der Neutrale!
#81 | Björn sagt am 17. Juli 2009 um 11:08
@ Hanram
“Welcher Hahn kräht denn bitte nach einer solchen langen Zeit außerhalb des Schullebens und diesen Gegebenheiten danach, ob ich meine Schulkarriere auf dem XY-Gymnasium, der WS oder der Hottentottenschule absolviert habe?”
Alles total egal, Hauptsache Karriere, dein Ernst?
Ich kenn jemand, der ist super sympathisch, Schauspieler, hat Karriere gemacht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hardy_Kr%C3%BCger
“Krüger wurde als Sohn des Ingenieurs Max Krüger geboren und verbrachte seine Kindheit in Berlin-Biesdorf. 1941 kam er als 13-jähriger auf die Adolf-Hitler-Schule der Ordensburg Sonthofen.[1] Bis 1944 wurde er dort für eine künftige Führungsposition im NS-Staat erzogen …”
Nach deiner Logik sollten wir schnell Adolf-Hitler-Schulen gründen.
#82 | Hanram sagt am 17. Juli 2009 um 18:26
@björn: Du hast nichts verstanden! Genug der Worte..
#83 | M.I. sagt am 19. Juli 2009 um 00:00
Mensch, Mensch. In Sachen “Waldorf” gerät man schon in aufgeladene Diskussionen, die einen aggressiven Ton annehmen. Doch ist das angesichts der merkwürdigen Argumentationen verwunderlich? Die Anthroposophie- bzw. Waldorf-Anhänger sind anscheinend über jeden Zweifel erhaben und scheinen über die Kritik eine Bestätigung ihrer Weltanschauung zu finden: Sie sind eine erkennende Elite, die bitteschön als eine solche geachtet werden möchte. Liebe Pro-Waldorf-Leute, bringen Sie einer offenen Weltanschauung, wie auch der hier vertretenen, Achtung entgegen? Nein, halb spöttisch, halb sarkastisch geben Sie sich geläutert…
Ich war selbst eine Waldorfschülerin, nachdem ich eine Grundschule besucht und bevor ich mein Abitur an einer gymnasialen Oberstufe absolviert habe. Diese kruden Weltanschauungen haben unseren Unterricht durchzogen. Atlantis war vor meiner Zeit in der Waldorfschule dran, dafür wurde uns die Rassentheorie dargestellt, damit wir den Nationalsozialismus überhaupt verstehen können.
Kaum jemand aus meiner Klasse hatte offiziell einen Fernseher. Er war regelhaft in einer verschließbaren Kommode. Warum muss ich einen Fernseher verstecken, wenn ich ihn habe?
Diese Pro-Waldorf-Argumentationen habe ich auch lange Zeit vertreten, weil ich nicht als einzelner Mensch in dieser Gemeinschaft war, sondern weil ich mich über die Gemeinschaft definieren sollte. Abgrenzen? Nein, das ist nicht gut. Wir gehen alle fließend in einander über und wir sind die Elite und alle anderen einfach in ihrer Beschränktheit bedauerlich. Nein, das ist kein liberales, weltoffenes Denken und Ihr Netzwerk, liebe Waldörfler, ist allzu gut ausgeprägt, um sich von der übrigen Umwelt abzuschotten.
Für die Abiturzulassungen werden Auswahlgespräche geführt, die vorselektieren, nachdem jahrelang allen Schülern vermittelt wird, dass sie fähige Schüler sind. Diese Auswahlgespräche basieren nicht auf Leistungen, sondern auf der Kompatibilität zum eigenen, internen Denken.
Auf meiner Schule gab es keine Schüler mit Migrationshintergrund, obwohl genügende in der Umgebung lebten. Die einzigen Schüler mit ursprünglichem Migrationshintergrund waren aus den nordischen Ländern.
Dreiviertel aus meiner Klasse waren in der Christengemeinde. Meine Eltern haben sich dem obligatorischen Hausbesuch widersetzt und das fiel nicht gerade positiv auf, noch dazu waren wir Atheisten. Für Weltanschauuengen offen zu sein, heißt nicht, jeder weltanschauung unkritisch und bedingungslos gegenüber zu stehen. Ideologische Inhalte sollten auch als solche deklariert werden, andernfalls ist die ideologische Durchtränkung eine Gehirnwäsche. Schulbesuch, gerade in den jüngeren klassen, basiert auf Vertrauen. Ich möchte als Schüler darauf vertrauen können, dass das was in der Schule als allgemeingültig unterrichtet wird auch allgemeingültig ist. Darauf habe ich als Schülerin vertraut und musste feststellen, dass dem keineswegs so ist, wenn ich die Steinersche Weltauffassung rückblickend in meinem Gelernten wieder finde – ohne dass sie früher jemals als von ihm stammend ausgewiesen wurde.
Ich werde meine Kinder nicht auf eine Waldorfschule geben, obwohl ich mich da durchaus auch wohlgefühlt habe. Meine Erfahrung an einer staatlichen (Wirtschafts- !!!)Schule hat mir gezeigt, dass es auch dort verantwortungsbewusste und kritisch denkende Lehrer gibt.
M.I.
#84 | Thomas sagt am 25. Juli 2009 um 10:16
http://zooey.wordpress.com/2009/07/24/twilight/
moral twilight
[...] Maybe I am too mellow on anthroposophy. I think it is quite possible this is so. I have come to realize that what I previously regarded as exceptionally bad treatment in the case of myself was just the tip of an iceberg. I wasn?t hurt badly in comparison to others; my suffering was trivial. I am free to do this?I am free to complain and criticize and say whatever pleases me?anthroposophy isn?t holding be back. I know things are very different for people who grew up with anthroposophy or live in anthroposophical families. I am certainly not unaware that children still go to school?are forced to go to school?with fear, that children still receive a substandard education in waldorf, that patients are treated with medicines for which there is no valid evidence? and so forth. The waldorf movement is still insincere about its aims and its practices. Anthroposophists generally don?t want to acknowledge that they leave casualites?their unsuccessful projects, their hapless subjects?scattered along the ethereal highway like roadkill, who were blinded by the supposedly illuminated vehicle of spiritual progress and run over, left to oblivion by a movement that does not look in the rearview mirror and that does not consider the loss of subhumans?or non-humans, we demons in human form?a detriment to the higher cause. Discarded like garbage we are all asked to shut up, not place obstacles in the road that leads to higher worlds and the anthroposophical transformation of humanity. Because anthroposophists do so many good things, are so good hearted, so genuinely intelligent, so mentally sound? unlike us. [...]
#85 | Ulrich Häpke sagt am 27. Juli 2009 um 01:59
Werter Herr Gerlach,
zu Ihrem Kommentar Nr.78 kann ich nur erwidern, dass jemand, der zu seinen Behauptungen nicht steht, nicht glaubwürdig ist. Schenken Sie allen anonymen Behauptungen Glauben oder nur denen, die in Ihrem Sinne sind?
Ernsthaft: meine positiven Erfahrungen mit mehreren anthroposophisch ausgerichteten Ärzten lassen sich durch Verweise auf die abstrusen Texte eines Herrn Steiner nicht widerlegen.
Wohlbemerkt: ich maße mir kein Urteil über sämtliche anthroposophisch ausgerichteten Ärzte an, auch nicht über alle “normalen” Mediziner.
#86 | Timo sagt am 29. Juli 2009 um 10:34
“Die ?Atlantis-Debatte?. Anthroposophische Mythen in der Waldorfschule?”
http://waldorfblog.wordpress.com/2009/07/27/die-atlantis-debatte-anthroposophische-mythen-in-der-waldorfschule/
Kommentar eines Waldorfschülers:
“Guter Artikel, gutes Blog. Ich bin mit meiner Waldorfschulzeit eigentlich zufrieden, aber den Scheiß muss man endlich stoppen!
Hatte nicht in meiner Klasse, aber an der Schule eine Lehrerin, die hat ihre (5.) Klasse einen Aufsatz über Atlantis schreiben lassen.”
#87 | Ansgar Martins sagt am 30. Juli 2009 um 01:27
@ Timo
aber den Scheiß muss man endlich stoppen!
Dafür bemühe ich ja auch mein Blog. =)
#88 | Bastian sagt am 22. August 2009 um 11:25
O-Ton der Anthroposophen-Sekte gibts hier:
http://www.ruhrbarone.de/kampf-bis-zur-erleuchtung/
Kampf bis zur Erleuchtung – Lorenzo Ravagli und der Glaubenskrieg der Anthroposophie gegen Helmut Zander.
Von unserem Gastautor Andreas Lichte.
Frühjahr 2009. Als Antwort auf Helmut Zanders preisgekröntes Standardwerk ?Anthroposophie in Deutschland? erscheint Lorenzo Ravaglis Schmähschrift ?Zanders Erzählungen?. Im Vorwort sagt Dr. Walter Kugler, Leiter des Rudolf Steiner Archivs in Dornach, Ravagli habe das Ziel gehabt, ?zu retten, was noch zu retten ist? und dabei Mut bewiesen. Zum Beispiel so:
Ravagli beschuldigt Zander, dieser verfolge mit seiner publizistischen Tätigkeit zur Anthroposophie eine ?verdeckte Agenda? [S. 24].
Ravagli stellt Zander als ?Enthüllungsjournalisten marxistischer Orientierung? dar, der ?trotz seiner katholischen Vergangenheit einem marxistisch inspirierten, historischen Materialismus verpflichtet ist? [S. 35].
Ravagli stellt klar, dass nicht etwa die Anthroposophie eine Sekte ist, sondern: ?Zander als Eingeweihter einer trivialaufklärerischen Entmythologisierungtradition strebt wie alle Angehörigen von Wissenschaftssekten (sic!) danach, die Normativität seiner partikularen Rationalität zu universalisieren und alle Angehörigen abweichender Traditionen oder Diskursgemeinschaften als Ketzer zu stigmatisieren.? [S. 372]
Möchte jemand versuchen, das zusammenzufassen? Wie wäre es damit: Helmut Zander ? ein katholisch-marxistischer, materialistischer Verschörer der Sekte Wissenschaft gegen die Anthroposophie?
Solch mutige anthroposophische Charakterisierungen Zanders haben Tradition. Ein Blick zurück:
(…)
#89 | CAS sagt am 31. August 2009 um 20:35
Ich halte das oben angebrachte Kostenargument (Waldorfschule [=WS] billiger als Regelschule pro Schüler) für unzulässig. Es ist wenig bis gar nicht belastbar.
Zunächst könnte man polemisch einwenden: Qualität hat eben ihren Preis, daher sind die Kosten/Schüler an der WS niedriger – aber das wäre zu billig.
Es ist erstmal richtig, dass die WS für den Staat (also uns alle) weniger Kosten bedeuten, da pro Schüler ein Zuschuss seitens des Staates erfolgt, der unter den tatsächlichen Kosten der WS liegt. Obendrein liegen die Kosten pro Schüler an der WS ohnehin niedriger als an der Regelschule. D.h. die WS bekommen weniger Geld pro Schüler erstattet als ein solcher kostet, sind aber ohnehin kostengünstiger. Die Differenz muss durch Elternbeiträge, geringere Gehälter, Spenden, größere Klassen etc. aufgefangen werden.
Die Kosten pro Schüler und Jahr an einer WS liegen angeblich etwa durchschnittlich ?1000.- (vgl. SPON od. WS Karlsruhe) unter denen der Regelschule (das schwankt je nachdem, ob Oberstufe, Mittelstufe etc). Nun muss man aber berücksichtigen, dass an der WS die Klassen schnell mal 50% (oder mehr) größer sind als an der Regelschule, nicht wenige Lehrer über keinen Hochschulabschluß verfügen, schlechtere Medienausstattung vorliegt, keine Schulbücher zur Verfügung gestellt werden und das Unterrichtsangebot (von praktisch-künstlerischen Fächern abgesehen) doch eher schmal ausfällt. Insbesondere im Vergleich zum Gymnasium, das i.d.R. eine weitaus größere Fächerauswahl anbietet, die dann auch für das Abitur mehr Wahlmöglichkeiten (weitere Sprachen, Naturwissenschaften usw.) läßt. Das beeinflußt alles die Kosten. So ist es nicht verwunderlich, dass die WS billiger ist. Hinzu kommt, dass verglichen mit dem Gymnasium, die WS auch weniger Abiturienten hervorbringt (bezüglich der Schüler, welche die Sekundarstufe erreichen) und die ehemaligen Schüler (Absolventenstudie, Barz/Randoll) Wissensdefizite z.B. in Fremdsprachen bemängeln. Da muss dann schon die Frage erlaubt sein, ob sich der “Preis” nicht negativ auf die Qualität und die Effizienz auswirkt? Wenn schon das Kostenargument bemüht wird!
Ob die WS dann am Ende noch volkswirtschaftlich günstiger ist müsste m.E. ‘mal genauer eruiert werden.
Das Scheinargument, Eltern an der WS zahlen für die Regelschule mit, ist ebenfalls unzulässig und unredlich. Eltern, die eine “voll private” Schule ausgewählt haben oder kinderlose Bürger bezahlen auch Steuern und nutzen keine der beiden Schulformen. Das ist nun einmal so in unserer Solidargemeinschaft.
#90 | Dr. Alexander Dill sagt am 6. September 2009 um 09:11
Als Vater von erfolgreichen Waldorf Abiturienten, als Patient von wirksamer anthroposophisch-homöpathischer Medizin, als Besucher von Waldorf-Theaterabenden mit Stücken von Franz-Xaver Kroetz, Dürrenmatt und Arthur Miller, als Gesprächspartner, Bruder und Freund von Menschen, die eine Ausbildung als Waldorflehrer absolviert haben und an Waldorf-Schulen unterrichten, als Enkel meiner 1899 geborenen Großmutter Eleonore Dill, die eine der ersten Anthroposophinnen Deutschlands war, zuletzt als postmoderner Autor, Wissenschaftler und Softwareunternehmer kann ich die Aussage, in den Waldorfschulen werde Steiner’sche Geschichts- und Rassenlehre unterrichtet, nicht nachvollziehen.
Dass in katholischen Schulen die Kirchengeschichte mit der Inquisition, in evangelischen der Lutheranismus eine herausgehobene Bedeutung im Unterricht hätten, kann ich auch nicht bestätigen.
Alle Schulen in Deutschland leben in der selben Welt zwischen Hedonisten und Konsumverweigerern, zwischen Eltern und Schülern, die die verschiedensten Lebensführungsideen von Feng Shui bis Vegetarismus, von Engellehre bis zur Verneinung von Elektronik vertreten. Am Ende fahren dann doch fast alle ihre müden, oft weit von der Steiner-Schule lebenden Kinder mit dem Auto zur Schule und geben ihnen Taschengeld, damit sie sich zur Not auch eine Wurtstsemmel kaufen können, wenn sie den Körner-Auflauf in der Kantine nicht goutieren.
Es gibt Familien, die wähnen sich der Steiner’schen Lehre näher – und sie zerbricht durch Scheidung und das Weggehen der Kinder. Es gibt Kinder, die werfen ihren erfolgreichen Geschäfsleuten-Eltern nach einigen Jahren Waldorf-Schule vor, zuwenig für die Allgemeinheit zu tun. Diese bauen dann für 6 Millionen Euro einen neuen Versammlungssaal. Es gibt junge, idealistische Lehrer, die an der Coolness der doch eher aus Ober-, und Mittelschicht stammenden “Jeunesse Doré” verzweifeln und es gibt Industriellenfamilien, deren Sprösslinge selbst Waldorflehrer werden und deren Kinder vermutlich dagegen rebellieren werden.
Was es an den Schulen nur selten gibt: Hermeneutische Diskussionen um das Werk Rudolf Steiners. Insofern ist eine Kritik an der Anthroposophie und den Waldorfschulen, die sich auf das Werk Steiners beruft, dessen Umfang aus etwa 50 Büchern und über 3000 transkripierten Vorträgen besteht, von denen zwei im Jahre 2007 auf den Index der jugendgefährdeten Schriften gesetzt wurden – Gutachter war u.a. Andreas Lichte, der mir auf meine Frage, was er von den Anthroposophen erwarte, antwortete: “Ich möchte, daß die Anthroposophen sagen, ‘Rudolf Steiner war ein Rassist’.”, insofern ist eine solche Kritik vergleichbar mit einer Kritik der Evangelischen Kirche auf der Basis der Schriften Luthers oder der Katholischen Kirche auf der Basis der päpstilchen Enzyklika aus der Zeit von Rudolf Steiner.
Zumindest für Historiker könnte es interessant sein, wie verbreitet doch 1920 in Deutschland Rassenlehren jeder Couleur waren, man lese nur Brigitte Haman’s “Hitlers Wien”.
Aber zu der Frage, was Anthroposophie und Waldorfschulen zwische Demeter und Porsche (Daniel ist Waldorflehrer), dm-Drogeriemärkten, Weleda und geschätzten 80 Mio Stunden ehrenamtlicher Arbeit für Kinder und Eltern pro Jahr, was diese heute sind, trägt diese Debatte leider nichts bei.
Das teilt sie allerdings mit allen Debatten, die sich der sogenannten “Vergangenheitsbewältigung” widmen, weil deren Teilnehmer offensichtlich an der Gegenwart nichts mehr kommentierungswürdig finden.
Weil es allen im Vergleich zu 1919 unvorstellbar gut geht?
#91 | Arnold Voß sagt am 6. September 2009 um 10:05
Lieber Herr Dill, wenn sie ganz richtig sagen, dass viele Zeitgenossen Steiners nach den heutigen Kriterien Rassisten waren, warum fällt es dann den heute für die Waldorfschulen Verantwortlichen so schwer zu sagen, das Steiner (auch) ein Rassist war?
Ich vermute, weil das dann doch ein paar Folgen für die Gegenwart der Waldorfschulen hätte die den Verantwortlich nicht in den Kram passen. Wer würde den schon seine Kinder gerne auf eine Schule schicken dessen Gründungsvater historisch anerkannt und waldorfoffiziell ein Rassist war. Die Frage, wieso so jemand immer noch und unbestritten pädagogische und philosopische Leitfigur dieser Schulform ist, läge dann doch auf der Hand, oder?
#92 | Andreas Lichte sagt am 6. September 2009 um 14:02
Hallo Arnold Voß,
Du schreibst: “Wer würde den schon seine Kinder gerne auf eine Schule schicken dessen Gründungsvater historisch anerkannt und waldorfoffiziell ein Rassist war.”
Natürlich ins Schwarze getroffen. Und deshalb betreibt die Anthroposophie und der “Bund der Freien Waldorfschulen” einen gross angelegten Propaganda-Feldzug:
Ich führte kürzlich ein langes Telefonat mit Dr. Walter Kugler, Leiter des Rudolf Steiner Archivs in Dornach. Er bestätigte mir, dass Lorenzo Ravagli an entscheidender Stelle tätig ist. Ravaglis wichtigste Aufgabe ist es, die Öffentlichkeit über den Rassismus Steiners zu täuschen.
So entstand für den Bund der Freien Waldorfschulen das Buch von Lorenzo Ravagli und Hans-Jürgen Bader: ?Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit ? Anthroposophie und der Rassismusvorwurf.?
Jana Husmann-Kastein sagt dazu im Artikel des Stern ?Auf Tuchfühlung mit dem rechten Rand?, Zitat:
“(?) ?Der Rassismus Steiners wird dabei von Bader und Ravagli nicht nur abgestritten, sondern zum Humanismus umgedeutet?, schreibt Husmann-Kastein. Kritiker Steiners würden von den beiden Buchautoren massiv diffamiert. ?Insgesamt wird von Bader und Ravagli alles legitimiert, was Steiner zu ?Menschenrassen? gesagt und geschrieben hat. Das liegt nicht an der mangelnden Textkenntnis, denn die einschlägigen Rassismen Steiners werden zitiert.? (?)?
Quelle: http://www.stern.de/politik/deutschland/waldorf-paedagogik-auf-tuchfuehlung-mit-dem-rechten-rand-602719.html
#93 | Andreas Lichte sagt am 2. November 2009 um 18:16
Ein aussagekräftiger Erfahrungsbericht aus der Waldorfschule hier:
http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/
“Wie gut sind Waldorfschulen? – Eine Antwort einer Mutter aus dem Ruhrgebiet auf die gleichnamige TV-Dokumentation des SWR.”
#94 | Gertrud Kiefer-Volkert sagt am 29. November 2009 um 19:35
Die Frage “Wie gut sind Waldorfschulen” ist eigentlich die falsche Frage. Vielmehr muss man fragen, wie gut ihre Grundlagen sind, was diese Grundlagen hergeben. Darin sehe ich das Hauptproblem, alles andere artet leicht in Tratsch aus.
Sämtliche Diskussionsteilnehmer kommen nicht umhin, die Frage nach der Verfassungskonformität der Waldorfpädagogik (die mit dem Kindergarten anfängt – hier gibt es sehr harte Kritik anzubringen)
zu stellen.
Betrachtet man das neue Praxisfeld “Interkulturelle Waldorfschule”
(wie z.B. in Mannheim, weitere sind geplant – es geht vorrangig um die Integration von Muslimen), dann stellen sich noch schwierigere Fragen wie z.B. die (äußerst problematische und gefährliche) Haltung der Anthroposophie zum Islam. Wen dieses Thema interessiert, kann sich an den Priesterschriften versuchen. Auch hier gelangt man sehr schnell zu Grundgesetzfragen, muss sich mit dem Thema des Fundamentalismus beschäftigen, sich die Frage stellen, ob Steiners Schriften diesbezüglich heutzutage als Volksverhetzung aufgefasst werden können usw.
Normalerweise sollte Schule ein geschützter Raum sein. Waldorfs machen anscheinend lieber alles selber. Wie war das nochmal mit der Kulturhoheit – lernt man im Politikunterricht – fehlen nur noch die Staatsverträge. Wenn das mal gutgeht.
#95 | Die Waldorfschulen informieren » ruhrbarone sagt am 8. Dezember 2009 um 18:05
[...] „Waldorfschule: Vorsicht Steiner“ Interview mit Andreas Lichte [...]
#96 | Michael sagt am 12. Dezember 2009 um 16:50
Moin Herr Lichte,
anbei nur einige zeitgemäße Impulse von Menschen, die inspiriert worden sind durch die Anthrposophie.
Jeder mündige Bürger kann daran überprüfen ob darin rassistische oder nationlasoziallistische Ziele verfolgt werden:
Software AG Stiftung: Startseite
GLS Bank: Ihre Bank für sozial-ökologische Geldanlagen und Finanzierungen – GLS Bank
Weleda – Willkommen bei Weleda, Naturkosmetik, Arzneimittel …
Camphill Communities in England and Wales: Volunteering and Jobs
Camphill ? Wikipedia
Startseite
Startseite
Ägypten
1 Einrichtung(en)
Argentinien
10 Einrichtung(en)
Armenien
1 Einrichtung(en)
Australien
33 Einrichtung(en)
Belgien
22 Einrichtung(en)
Brasilien
32 Einrichtung(en)
Chile
5 Einrichtung(en)
China
1 Einrichtung(en)
Dänemark
16 Einrichtung(en)
Deutschland
217 Einrichtung(en)
Ecuador
1 Einrichtung(en)
Estland
6 Einrichtung(en)
Finnland
25 Einrichtung(en)
Frankreich
11 Einrichtung(en)
Georgien
1 Einrichtung(en)
Großbritannien
32 Einrichtung(en)
Indien
5 Einrichtung(en)
Irland
3 Einrichtung(en)
Island
2 Einrichtung(en)
Israel
7 Einrichtung(en)
Italien
33 Einrichtung(en)
Japan
6 Einrichtung(en)
Kanada
21 Einrichtung(en)
Kasachstan
2 Einrichtung(en)
Kenia
2 Einrichtung(en)
Kirgistan
1 Einrichtung(en)
Kolumbien
4 Einrichtung(en)
Korea (Republik)
2 Einrichtung(en)
Kroatien
2 Einrichtung(en)
Lettland
2 Einrichtung(en)
Liechtenstein
1 Einrichtung(en)
Litauen
3 Einrichtung(en)
Luxemburg
1 Einrichtung(en)
Mexico
5 Einrichtung(en)
Moldavien
1 Einrichtung(en)
Namibia
1 Einrichtung(en)
Nepal
2 Einrichtung(en)
Neuseeland
10 Einrichtung(en)
Niederlande
92 Einrichtung(en)
Norwegen
35 Einrichtung(en)
Österreich
15 Einrichtung(en)
Peru
3 Einrichtung(en)
Philippinen
3 Einrichtung(en)
Polen
5 Einrichtung(en)
Rumänien
13 Einrichtung(en)
Russland
18 Einrichtung(en)
Schweden
41 Einrichtung(en)
Schweiz
35 Einrichtung(en)
Slowakei
1 Einrichtung(en)
Slowenien
2 Einrichtung(en)
Spanien
7 Einrichtung(en)
Südafrika
17 Einrichtung(en)
Tadschikistan
1 Einrichtung(en)
Taiwan
2 Einrichtung(en)
Tansania
1 Einrichtung(en)
Thailand
2 Einrichtung(en)
Tschechische Republik
13 Einrichtung(en)
Ukraine
5 Einrichtung(en)
Ungarn
25 Einrichtung(en)
USA
130 Einrichtung(en)
Demeter-International e. V. – A World-wide Network
DEMETER: Blickwinkel
…………………………………………. ……………. ……..
Sie können noch so sehr denunzieren und diffamieren. Sie werden diese zukunftsweisenden Impulse mit Ihrem narzistischen Gebrabbel nicht aufhalten können.
Kritik gerne, bei einigen Aussagen Steiners streuben sich mir die Haare.
Aber nur aus einer narzistischen Kränkung heraus, die Walddorfpädagogik, die Anthoposophie insgesamt auf Rassismus und Sektierertum herabmindern zu wollen, damit werden Sie keinen Erfolg haben!
Die Impulse gehen mittlerweile bis in die Kantinen von großen Automobilherstellern – bis in die Chefetagen. ….
Und sie dümpeln in ihrem Blog selbstgefäällig und destruktiv herum, beweihräuchern sich selbst und wollen sich als aufgeklärt und modern darstellen.
Wie wir Hamburger sagen: Das kann doch nicht angehen
)
oder bring mal
Budder zu die Fische!
Erzählen Sie uns hier doch einmal, welche konkreten und konstruktiven Vorschläge sie beisteuern zur ” Solidargemeinschaft”.
Michael
#97 | Andreas Lichte sagt am 12. Dezember 2009 um 17:35
@ Michael
Danke für Ihr psychobabble der Ersten Güteklasse! Ein echter anthroposophischer “zeitgemäßer Impuls”!
Kommentieren Sie doch bitte auch noch hier:
“Die Waldorfschulen informieren – Heute: Die Johannes-Schule Berlin.
Fünf vor Zehn. Und um Zehn soll der Eltern-Info-Abend zum Thema ?Der musische, handwerkliche, künstlerische Unterricht? an der Johannes-Schule vorbei sein. Da kann man doch mal fragen, oder?
?Ich habe eine Frage zur Musik: Wir haben während meiner Ausbildung zum Waldorflehrer ganz oft Mozart gesungen und ich habe mich immer gefragt, was passiert wäre, wenn Mozart in den Genuss einer Waldorf-Erziehung gekommen wäre ? hätten wir dann die Zauberflöte? Wenn für Kinder nur die Pentatonik richtig ist.?
Tick-Tack, Tick-Tack, Tick-Tack. Drei Waldorflehrerinnen suchen eine Antwort. Tick-Tack, Tick-Tack, Tick-Tack. Endlich antwortet nicht die Musik-, sondern die Klassenlehrerin, Heilgart B.*.:
(…)”
weiter: http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/
Viel Spass!
#98 | Michael sagt am 12. Dezember 2009 um 18:55
Tach schön Andreas Lichte,
das müssen sie schon selber machen, das zu kommentieren. Sie wissen ja, die eigene Tätigkeit ist gefragt bei den Anthros
– dann sterngen Sie sich mal schön an sie “Ausweicher”.
Ja ich glaube mit ” narzistische Kränkung” liege ich nicht so falsch.
Ich werde sie nicht ändern, aber für mich sind sie ein Jüngelchen.
Schönen Gruß aus Hamburg nach Berlin!
#99 | Arnold Voß sagt am 12. Dezember 2009 um 19:50
Das ist aber jetzt ein peinlicher Rückzieher, Michael.
#100 | Andreas Lichte sagt am 12. Dezember 2009 um 21:03
@ Michael
hab da noch eine Frage: wieso schreiben Anthroposophen wie Sie eigentlich (fast) ausschliesslich anonyme Kommentare?
Um Beispiel auch hier:
http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/
?Die Waldorfschulen informieren – Heute: Die Johannes-Schule Berlin”