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Wie ich beim Ahlener Tageblatt rausgeschmissen wurde …

Ein kleiner Ausflug in die Parallelwelt des bezahlten Journalismus: Ich arbeite als freier Journalist für verschiedene überregionale und regionale Medien. Manches mal verzweifle ich an den niedrigen Honoraren. Beim Ahlener Tageblatt habe ich jetzt versucht, die von Zeitungsverlegern und Gewerkschaften festgesetzten Vergütungsregeln zu bekommen. Und bin rausgeschmissen worden. "Herr Drepper, die Summe ist für die Abrechnung Dezember angewiesen, die Zusammenarbeit mit der Glocke damit dann beendet." [caption id="attachment_20853" align="aligncenter" width="300" caption="Die finale Mail der Glocke"]Die finale Mail der Glocke[/caption] Das ist das Ende meiner Arbeit für das Ahlener Tageblatt - auch "Die Glocke" genannt. Ich komme aus der Nähe von Ahlen, starte bei Lauf-Wettkämpfen noch für einen Ahlener Verein und habe als Schüler und Student jahrelang immer wieder für die Glocke geschrieben. Anfang November habe ich versucht, für einen Text die offiziellen „Vergütungsregeln für Tageszeitungen“ zu bekommen, die vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger und den Gewerkschaften DJV und dju unterschrieben wurden. Jetzt bin ich, wie man sieht, in ziemlich knappen Worten rausgeschmissen worden.

Ein kleiner Ausflug in die Parallelwelt des mal mehr meist weniger bezahlten Journalismus: Ich arbeite als freier Journalist für verschiedene überregionale und regionale Medien. Manches mal verzweifle ich an den niedrigen Honoraren. Wirklich gut zahlt kaum jemand, richtig schlecht die meisten Lokalzeitungen. Beim Ahlener Tageblatt habe ich zuletzt trotzdem versucht, die von Zeitungsverlegern und Gewerkschaften festgesetzten Vergütungsregeln zu bekommen. Und bin rausgeschmissen worden.

„Herr Drepper, die Summe ist für die Abrechnung Dezember angewiesen, die Zusammenarbeit mit der Glocke damit dann beendet.“

Die finale Mail der Glocke

Die finale Mail der Glocke

Das ist das Ende meiner Arbeit für das Ahlener Tageblatt – auch „Die Glocke“ genannt. Ich komme aus der Nähe von Ahlen, starte bei Lauf-Wettkämpfen noch für einen Ahlener Verein und habe als Schüler und Student jahrelang immer wieder für die Glocke geschrieben. Anfang November habe ich versucht, für einen Text die offiziellen „Vergütungsregeln für Tageszeitungen“ zu bekommen, die vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger und den Gewerkschaften DJV und dju unterschrieben wurden. Jetzt bin ich, wie man sieht, in ziemlich knappen Worten rausgeschmissen worden.

Ich habe einen Text über eine bayrische Leichtathletin geschrieben, die seit kurzem für einen Ahlener Verein startet. Typischer Lokaljournalismus. Immerhin habe ich neben dem Telefonat mit der Athletin noch zwei weitere Personen per Mail angefragt. Der Aufwand lag geschätzt bei zwei bis drei Stunden. Per Mail ging der Text an die Sportredaktion. In der Mail habe ich detailliert und ausdrücklich auf die neuen Vergütungsregeln verwiesen und diese als Bedingung für den Abdruck vorausgesetzt. Ein Sportredakteur rief mich zurück, vergewisserte sich, dass das tatsächlich eine Bedingung und keine Bitte war und sagte, dass die Redaktion den Honorarsatz nicht zahlen könne. Auf meinen Hinweis, dass ich als hauptberuflich tätiger, freier Journalist von den Honoraren leben müsse, hat er mir versichert, noch einmal mit dem Sportchef zu sprechen und sich dann erneut zu melden.

Am nächsten Tag war mein Text im Blatt – ohne dass sich nochmal jemand gemeldet hätte. Daraufhin schrieb ich dem Sportchef, dass ich mich freuen würde, dass alles so reibungslos geklappt hat und ich es mir von nun an eventuell wieder häufiger erlauben könne, für das Ahlener Tageblatt zu schreiben. Es ging um 86 Zeilen à 41 Cent. Die 41 Cent sind die untere Grenze des Zweitdruckrechts bei einer Auflage bis 25000 (-> pdf: Vergütungsregeln für freie Journalisten an Tageszeitungen). Insgesamt hätten mir für den Text also 35,26 Euro zugestanden. Der Sportchef schrieb zurück, dass diese Honorarsätze die üblichen Honorare des Ahlener Tageblattes deutlich übersteigen würden. Er habe mir 20 Euro plus Bildhonorar angewiesen (das von mir organisierte Bild der Läuferin war von einem Privatmann geschossen, aber fälschlicherweise mir zugeschrieben worden). Ich schrieb zurück, dass ich die Honorierung nicht akzeptiere, da ich vor der Veröffentlichung klare Bedingungen gestellt hätte und nicht von seinem Wohlwollen abhängig sein wolle. Und ich habe ihm eine Rechnung über 35,26 Euro geschickt. Vier Wochen lang bekam ich keine Antwort. Dann traf Anfang Dezember das Honorar der Glocke auf meinem Konto ein: 23,84 Euro.

Weil ich ziemlich sauer war, habe ich mich an den Deutschen Journalisten Verband DJV und die Freischreiber gewandt, eine Mahnung aufgesetzt und am Donnerstagnachmittag verschickt. Das Ergebnis steht oben: Rausschmiss. Diesmal hat die Antwort übrigens nicht lange auf sich warten lassen. Um genau zu sein: 55 Minuten.

Der Rauswurf tut mir persönlich nicht weh. Ich habe in letzter Zeit nur noch selten für die Glocke geschrieben. Mehr aus Lokalpatriotismus denn aus dem Zwang heraus, dort mein Einkommen verdienen zu müssen. Ich wohne mittlerweile in Mainz und arbeite für andere Medien. Mir fiel es dementsprechend leicht, mit der Redaktion auf Konfrontationskurs zu gehen. Für die meisten Kollegen vor Ort dürfte das schwerer sein.

Der DJV will jetzt mit der Glocke ins Gespräch kommen. Damit diese den Rausschmiss zurücknimmt und die Vergütungsregeln anwendet. Auch für andere Journalisten. Ich bin gespannt, was sich daraus entwickelt.

Infos zum Thema gibt es auch auf den Freien-Seiten des DJV und bei Freischreiber.

Der Beitrag ist auch auf meinem Blog danieldrepper.de erschienen.

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17 Kommentare zu “Wie ich beim Ahlener Tageblatt rausgeschmissen wurde …

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  • #2
    Paul Havers

    Ein guter Schritt, viele Zeitung lassen Freien keine Luft zum Leben. Absurd wird es, wenn in solchen Blättern dann Kommentare erscheinen, die mit Turbokapitalismus und abzockenden Banken abrechnen. Den Kollegen am Schreibtisch kann man aber keine Vorhaltung machen, sie müssen oft selbst Einschnitte beim Gehalt hinnehmen. Manche Verleger können nicht anders, andere wollen nicht anders.
    Im Kern geht es auch um die Frage, was ist ein Inhalt wert? Ist der Leser tatsächlich bereit, für einen Bericht über eine Leichtathlein auch mehr zu bezahlen? Als Journalisten müssen wir daran arbeiten, dass Inhalte auch besser honoriert werden.

  • #3
    Erika

    Die Zeitungsverleger bekommen auch den Hals nicht voll, jetzt muß ein Journalistisches App Geld kosten (noch nicht der Inhalt). Natürlich von den Verlegern gesteuert.. 🙁

  • #4
    Ex-Linker

    Nein, diese Dumping-Honorare können freie Journalisten nicht mehr hinnehmen. Ein Beispiel: In den siebziger Jahren zahlte ein großer Zeitungsverlag in Dortmund /damals noch selbständig) eine Monatspauschale für selbständige redaktionelle Bearbeitung einer Lokalseite 2000 DM.

    Für ein Bild bekam man zusätzlich bis zu 30 DM.

    Nimmt man die heutigen Honorsätze, hat sich nicht wirklich viel verändert.

    Ähnlich ist es beim privaten Hörfunk. Dort gibt es für Nachrichten-Aufsager maximal zwischen 25 €. Für einen „hgebauten“ Beitrag mit O-Tönen gibt es maximal 50 €. In diesen Honoraren sind Telefonkosten, Fahrkosten, Recherchekosten bereits enthalten! Seit zehn Jahren wurden diese Honorarsätze zudem kontinuierlich erfolgreich gesenkt!

    Inzwischen kaufen die meisten Sender nichts mehr an, beschäftigen statt freie Journalisten lieber Praktikanten, die nun gar nichts mehr kosten. So wurden viele Radiostationen zu Praktikantenstadeln mit Sendeerlaubnis. Ähnlich verfahren auch viele Zeitungsverlage, die Rentner, Schjüler und Praktikanten in den Lokalredaktionen schreiben lassen.

    Journalisten, die sich gegen dieses Honorar-Dumping zu Wehr setzen, werden rausgeworfen. Die Journalistenvertretungen von ver.di aber auch der DJV kann da nicht wirklich viel helfen. Das ist der allgemeine Trend. Immer weniger Freie können von solchen Hungerhonoraren leben!

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  • #6
    Daniel Drepper Beitragsautor

    Ob ein Leser mehr Geld bezahlt für einen Text über eine von Bayern nach Ahlen gewechselte Leichtathletin/Triathletin weiß ich natürlich nicht. Ich sehe aber das Problem, dass ich – und andere freie Journalisten – bei solchen Honoraren (und Umgangsformen) keine große Lust verspüren, überhaupt gute Geschichten zu machen/anzubieten (mal weg vom konkreten, typischen Lokalsport-Text). Glaubt irgendjemand, hauptberufliche freie Journalisten machen auf Dauer noch irgendwo einen rechercheaufwändigen Themenvorschlag bei einer Lokal-/Regionalzeitung, bei der solche Honorare gezahlt werden? Oder: Überhaupt einen Themenvorschlag? Wohl kaum. Schließlich muss ich davon leben und irgendwann vielleicht mal eine Familie (mit-)ernähren. Wenn überhaupt ein Tthema kommt, dann doch nur noch als Zweitverwertung. Oder aus Heimatverbundenheit. Gleichzeitig wird überall darüber geredet, dass Lokalzeitungen sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren müssen, das Lokale. Dass sonst irgendwann niemand mehr das Lokalblättchen liest und es nur noch drei-vier überregionale Blätter und das böse Internet gibt. Passt irgendwie nicht ganz zusammen …

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  • #8
    Urmelinchen

    Sehr geehrter Herr Drepper,

    herzlichen Dank für den Artikel und vor allem dafür, dass Sie mit dem Thema „Vergütung“ so transparent umgegangen sind.
    Das Traurige an der Sache ist nur, dass, so vermute ich, bereits ein Anderer, in der Regel jemand, der den Beruf des Journalisten anvisiert, auf der Matte steht, um bei diesem Blättchen „Ihre“ Artikel zu schreiben.
    Viele junge Leute – vorzugsweise die Generation Praktikum – kann man halt über ihren Idealismus ködern. Vorzuwerfen wiederum ist ihnen dieser Idealismus auch nicht, die Resignation/Frustration kommt noch früh genug.

  • #9
    Sven Halen

    das ist ein spieltheoretisches dilemma: ändern kann man nur was, wenn alle mitmachen und man geschlossen auftritt. da aber der eine journalist nicht weiss, was der andere macht, und es sowieso immer jemanden gibt, der es für die hälfte macht, ist es ein großes risiko, so vorzugehen wie daniel drepper in diesem fall. ich habe mir jedenfalls auch vorgenommen, unter einem gewissen honorarsatz prinzipiell nicht mehr zu arbeiten. damit macht man sich langfristig nur selbst den markt kaputt.

  • #10
    Jo Frank

    Danke, damit sehen all die Neider wenigstens mal, um was für Peanuts sie unsereins beneiden…

    Mit der „Glocke“ hast Du sicher nicht viel verloren. Aber leider halten Verlage und Chefredakteure zusammen. Wird woanders also jetzt auch knallen.

    Andererseits: Bei den Honoraren ist das auch egal.

  • #11
    Jan

    Also so wie die Homepage aussieht, scheint die Glocke ja ein ziemlich schrulliges Käseblatt zu sein.
    Die Frage ist doch die: wenn die Glocke mit den Rahmenvereinbarungen ihres Verbandes nicht einverstanden ist, wieso ist sie dann nicht so konsequent und tritt aus? Dann wird sie von ihm nicht mehr vertreten und ist auch an seine Vereinbarungen nicht mehr gebunden …

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  • #13
    Daniel Drepper Beitragsautor

    @Jan: Ich bin mir da nicht ganz sicher, am besten den DJV anfragen. Die Vereinbarungen sollen so weit ich weiß aber für alle Zeitungen gelten. So wie ein Tarifvertrag allgemeingültig wird, wenn nur genügend Arbeitgeber Mitglied sind. Nur sind die Vergütungsregeln leider kein Tarifvertrag, sondern eine Empfehlung. auf www.faire-zeitungshonorare.de gibt es eine Landkarte, wer die empfohlenen Honorare zahlt – und wer nicht. Hat der DJV noch viel Arbeit. Aber als Einzelner ist es natürlich schwierig. Außer andere Medien und Erlösquellen suchen auf Dauer weitere Verwertungswege aufbauen, wird es zumindest schwierig. Vor allem, wenn man sich fest vornimmt, ohne PR auszukommen.

  • #14
    Karlheinz Stannies

    Die Vergütungsregeln sind kein Tarifvertrag, sie regeln die im Urheberrechtsgesetz geforderte angemessene Honorierung sowie faire Vertragsbedingungen. Und zwar für alle Verlage (!) – egal ob sie im Verlegerverband sind oder nicht. Keiner darf da kneifen.
    Gewerkschaften und Verlegerverband hatten sich, wie vom Gesetzgeber gefordert, nach langen Verhandlungen (die für den Bereich Foto immer noch laufen) darauf geeinigt, was für schreibende hauptberufliche Freie Journalisten als angemessener Honorarsatz zu gelten hat. Wohlgemerkt: minimum. Ähnliches gilt auch für Geschäftsbedingungen.
    Die Vergütungsregeln sind also Teil eines Gesetzes. Das bedeutet: Jedes Gericht, das Honorar-Streitigkeiten zu klären hat, wird die Vergütungsregeln als Standard anwenden.
    Verlage, die bewusst weniger zahlen (oder sich zu viele Rechte nehmen wollen) werden in jedem Fall verlieren! Und sie müssen sogar rückwirkend (!) zahlen.
    Der große Nachteil dieser Messlatte für Vergütungen: Jeder einzelne Freie muss die Vergütungsregeln gegenüber dem Verlag für sich geltend machen. Hier sind also Selbstbewusstsein und Courage gefragt – und ein wenig Solidarität. Das macht die Sache so schwer und langwierig.
    Denn die ach so seriösen und gesellschaftlich hochstehenden Herren Verleger scheuen sich überhaupt nicht, ihre wirtschaftlich bedrohten Freien zu erpressen oder abzustrafen (siehe „Glocke“), damit sie sie weiterhin gesetzwidrig vergüten und Rechte klauen und Leute ausbeuten können.
    Übrigens, nur damit das übliche Heulen und Zähneklappern der Jammer-Verleger nicht zum x-ten Mal als dummes Gegenargument genutzt wird: Wenn es einem Verlag wirklich mies geht, haben die Gewerkschaften noch immer Wege gefunden, Ausnahmen und Einsparungen möglich zu machen.

  • #15
    C

    ein bisschen paradox, dass ein medium wie die barone, die einerseits noch journalismus (recherche, eigene texte) machen, andererseits eben auch nichts dafür bekommen oder wollen. sie sind trotzdem konkurrenz der zeitungen in der region. die nachrichtensortierer (mehr sind die lokalblättchen doch meist ohnehin nicht) beschäftigen ja nur noch wenige journalisten, machen das meiste über agenturmeldungen und eine handvoll redakteure; der rest wird mit werbeanziegen vollkgeklatscht, um geld zu verdienen. solche blätter braucht in wahrheit doch keiner, die sind nur für die älteren herrschaften ohne internet und irgendwo aufm land fürs gasthaus noch von belang. alles was man wissen muss, kann man im netz finden. ausgewogener, vielseitiger, manchmal tiefgründiger und sauberer recherchiert von irgendeinem „hobbyjournalisten“ (bezeichnung durch etablierte festangestellte kollgen) aka Blogger.

    zu solchen bedingungen, wie in dem text oben beschrieben, zu arbeiten und dabei inhalte, zeit, gedanken zu investieren und auch gegenwind auszuhalten (z.B. von der chefredaktion, wenn es um knifflige themen oder eitelkeiten geht, die exponential wachsen, desto mehr das thema lokal ist), erscheint fast krankhaft idealistisch.
    und dann hört man viel von der vierten gewalt im staat, von der demokratischen notwendigkeit der medien usw und sieht, dass immer mehr leute, für immer weniger geld in immer dünneren zeitungen ihr geld verdienen wollen. wie das ohne qualitätsverlust, abhängigkeiten und gefälligkeitsschreiberei abgehen soll, ist mir schleierhaft. auf der anderen seite ist es fast ein kleines wunder, wie es SZ und FAZ und taz und Rundschau noch hinkriegen, jeden Tag Inhalte zu liefern, wenn auch nicht ganz ohne verluste in den letzten jahren.

  • #16
    Lars

    Das ist ein existenzielles Problem. Der Lokaljournalist der alten Schule wird bei der Entwicklung aussterben. Allein aus meinem Abschlussjahr arbeiten 60% der Absolventen in der PR. Im Corporate Publishing, als Texter für Agenturen, und und und. Nur eine Handvoll hat den Weg in eine Lokalredaktion gewagt oder gar gewollt.

    Die Lokalzeitung gräbt sich in meinen Augen selbst das Grab. Die Qualität der Lokalberichte hat soviel Tiefgang wie nen Heißluftballon.

    Beispielsweise frage ich mich, wie oft die WAZ dieses Jahr im Lokalen noch mit irgendwelchen Tierfotos aufmachen will. Irgendwann müssen die ja komplett kartografiert worden sein. Unglaublich.

    Wer sein Konzept mit voller Absicht auf die Rentner und Rentnerinnen auslegt, wie die Recklinghäuserzeitung, darf sich nicht wundern, wenn der Markt nach und nach wegbricht.

    Und wer krampfhaft auf Jung macht, wie die Ippen-Zeitungen mit yourzz.fm, und da nichts weiter bringt als die Review der letzten Dorfpartys, kann auch keinen Blumentopf gewinnen.

    Es ist wie oben schon gesagt, der Verlust der Kernkompetenz (Lokalnachrichten), wird über kurz oder lang auch der Verlust des Geschäftsmodells der Lokalzeitungen sein.

    Sie machen sich selbst überflüssig, und schieben es dann auf das Internet, die Blogs und Blogger, den Zeitgeist – aber nie auf die eigene Qualität.

    Ich hab großen Respekt vor dem Mut von Herrn Drepper. Wirklich. Aber ich kenne auch selbst Journalisten bei der Glocke, die auf die unterirdischen Honorare angewiesen sind. Die würden eine Entlassung nicht so leicht kompensieren können.

    Ein Teufelskreis.

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