Live von der Landesdelegierten-Konferenz der NRW-Grünen: Ein Interview mit Volker Beck, dem ersten Parlamentarischen Geschäftsführer der grünen Bundestagsfraktion, über Koalitionsaussagen und -perspektiven seiner Partei.
Herr Beck, die SPD ist Wunschpartner der NRW-Grünen, eine Jamaika-Koalition mit FDP und CDU schließt Ihre Partei aus, Schwarz-Grün nicht unbedingt. Ist das eigentlich eine klare Koalitionsaussage? Ja, denn wir sagen, was wir inhaltlich wollen. Dafür werden wir kämpfen. Ich hoffe auf eine eigenständige Mehrheit für Rot-Grün.
Ist diese Hoffnung wirklich realistisch? Die schwarz-gelbe Mehrheit ist futsch, die FDP befindet sich im Sinkflug. Wir haben gute Chancen, unser Ziel zu erreichen.
Und wenn nicht: Was ist dann mit der Linken, was ist mit Rot-Grün-Rot, insbesondere nach den Erfahrungen in Hessen? Die SPD in Hessen hat Management-Fehler gemacht. In NRW ist die Situation politisch ganz anders.
Ypsilanti und Kraft: Zwei SPD-Spitzenkandidatinnen, die vor der Wahl ein Zusammengehen mit der Linken ausschließen – und sich damit eine Option verbauen. Da sind schon gewisse Ähnlichkeiten. Der Ball liegt derzeit im Feld der Linken: Wird sie sich für die Verantwortung entscheiden? Oder wird sie an bestimmten Schwachsinnsforderungen festhalten – wie der Vergesellschaftung von Energieunternehmen? Eines sagen wir ganz klar: Ein Tolerierungsexperiment wird es nicht geben, die Linke muss sich gegebenenfalls klar zur Regierungsverantwortung bekennen.
Foto: Bundestagsfraktion B90/Die Grünen



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