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Ziemlich gute Vorsätze für 2013

In Ruhrgebiet | Am 1 Januar 2013 | Von Gerd Herholz

Sich das Rauchen angewöhnen (Cigarre, Cohiba),
mehr Spott treiben,
Gesetzentwurf ‚Polygamie für alle‘ einbringen.
Noch einmal so viel italienisches Eis essen wie möglich,
mit Nils.
Den Mut haben, sich zu schaden.

Neue Natriumdampflampen für die Hanfschränke besorgen!
Das Leben des Dr. med. Rösler
als Elefant im Porzellangeschirr der Suppenküchen verfilmen
(„Denn Armut ist ein großer Glanz aus Innen…“, Arbeitstitel nach Rilke),
1.001 Staatsanwälte für Wirtschaftskriminalität einstellen
(nie wieder Selbstanzeige).

Anagramme für Angela Merkel finden:
A! Kreml-Naegele? – Al‘ egal. Merken!
Interviews führen für Ratgeber „Vom Schwarzgeldwäscher zum Millionär“.
Ausreichend weiße Westen bestellen!
Bettler mit alten Hüten neue empfehlen.
Tausend Bankern verflucht gut gemachte falsche Hunderter zustecken
und abwarten, was passiert.

Einen x-beliebigen Gott fragen, wie man überlebt als literarische Figur.
Keinen Gott dulden,
der keine Göttin neben sich duldet.
Fundamentalisten auffordern,
nicht nur den Namen des Herrn nicht zu missbrauchen,
sondern den Herrn selbst nicht.
11. Gebot?

Stephen Stills Liedchen summen:
And if you can’t be with the one you love, honey
love the one you’re with.
Sich umschauen, wer das sein könnte.


6 Kommentare zu »Ziemlich gute Vorsätze für 2013«

  1. #1 | Arnold Voß sagt am 1. Januar 2013 um 11:14

    Wherever you are, it is your friends who make your world…

    (William James)

    Alles Gute fürs neue Jahr, Gerd.

  2. #2 | Lokal Harmonie sagt am 1. Januar 2013 um 11:15

    sehr schön!

  3. #3 | Norbert sagt am 1. Januar 2013 um 11:15

    Fundamentalisten auffordern,
    nicht nur den Namen des Herrn nicht zu missbrauchen,
    sondern den Herrn selbst nicht.

    Großartige Idee! *applaudier*

  4. #5 | Gerd Herholz sagt am 1. Januar 2013 um 11:38

    Dir und den anderen Baroninnen, Baronen, Leserinnen und Lesern auch, Arnold!

  5. #6 | Eulalie sagt am 1. Januar 2013 um 16:38

    Ich lebte allein
    In Kummer und Pein
    Und krank an Seele und Leib,
    Da ward die liebliche Eulalie
    Mein sanftes, lächelndes Weib,
    Da ward die blondhaarige Eulalie
    Mein junges, erröthendes Weib.

    Ha, weniger hell
    Ist der silberne Quell
    Als die Augen der lieben Dirn’,
    Und kein Wölkchen der Höhn
    Ist so duftig und schön
    Als die Löckchen auf Eulalie’s Stirn’ –
    Wär’s beglänzt vom Mond,
    Oder wär’ es besonnt –
    Als die Löckchen auf Eulalies Stirn.

    Nun bin ich befreit
    Von allem Leid,
    Da sie mein ist mit Seel’ und Leib.
    Tagaus, tagein lacht Sonnenschein,
    Seit Eulalie mein junges Weib,
    Tagaus, tagein lacht Sonnenschein
    Auf mein junges, liebliches Weib.

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