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Mal explodieren die Kurse, mal die Menschen, mal beides zugleich

(Foto: Screenshot / Rockstar Games)


Der CEO des sozialen Netzwerks „LifeInvader“ stellt ein eigenes Smartphone vor – das in seiner Hand explodiert. Der Täter hatte vorher auf Aktien des Konkurenten iFruit gewettet und ist jetzt reich… Absurd? Klar, ist ja auch dem Computerspiel GTA V entnommen, in dem das Konkurenzgebaren im Kapitalismus ins Absurde übertrieben wird. Der Haken: Genau das ist jetzt im wahren Leben passiert – beim Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus.

Eine Passagiermaschine soll in die Luft gesprengt werden um den Aktienkurs zu manipulieren. Geheimagent James Bond kann es noch im letzten Moment verhindern (Casino Royal). Sowohl GTA als auch die Bond-Reihe kokettieren mit ihren vermeintlich überspitzten und unrealistischen Adaptionen der Realität. Aber sie sind von ihr überholt worden.

„Da, wo sich die wirkliche Welt in bloße Bilder verwandelt, werden die bloßen Bilder zu wirklichen Wesen und zu den wirkenden Motivierungen eines hypnotischen Verhaltens.“ (Guy Debord in Die Gesellschaft des Spektakels)

Insiderhandel ist illegal, Mord ist illegal. Aber was heißt das schon in der Krise – im Kapitalismus? Velleicht kann GTA V darauf eher eine Antwort geben, als die Plots der Realität.

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