WDR sagt Zusammenarbeit mit Antisemit Roger Waters ab

Roger Waters. Foto: Davidwbaker, CC BY-SA 4.0

Bombastmusiker Roger Waters bekommt ein Schlückchen seines eigenen Gifts zu kosten: Das kommende Konzert des BDS-Unterstützers (spielt nicht für Juden) in Köln wird nicht mehr wie geplant vom Oldie-Sender WDR4 präsentiert.

Das berichtet unter anderem die BILD. Zuvor hatte es eine Petition gegen die Kooperation gegeben (Ruhrbarone berichtete). Roger Waters verwendet bei Auftritten mitunter ein aufblasbares Schwein, auf das ein Davidstern geschmiert ist.

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10 Kommentare

  1. #1 | Gerd sagt am 26. November 2017 um 19:04 Uhr

    Gut. Der öffentliche Druck hat gewirkt. Dieses Mal.

  2. #2 | der, der auszog sagt am 26. November 2017 um 19:37 Uhr

    Wieviel Antisemitismus steckt im WDR?

    Besonders lernfähig sind Intendant Tom Buhrow und sein Fernsehdirektor Jörg Schönenborn nicht, wenn man bedenkt, dass das peinliche Debakel um die Antisemitismus Doku noch nicht einmal ein halbes Jahr her ist. Und der nächste "Faktencheck" kommt bestimmt…

  3. #3 | Werner G sagt am 26. November 2017 um 19:39 Uhr

    Roger Waters Haltung zur aktuellen israelischen Politik teile ich nicht. Israels Regierung ist nicht mit dem Apartheid-Regime gleichzusetzen. Auch das massive Angehen von Musikern, die – aus welcher Haltung heraus auch immer – in Israel auftreten wollen, halte ich für nicht angebracht. Beiträge zu Versöhnung und Friedensarbeit müssten so ja auch boykottiert werden. BDS ist keine Hilfe im Konflikt.

    Für sehr verwerflich halte ich aber auch, wenn Waters als Antisemit bezeichnet wird. Hierfür habe ich bis heute keinen Beleg gefunden, obwohl ich danach gesucht habe.

    Zitat aus dem Artikel:
    "Roger Waters verwendet bei Auftritten mitunter ein aufblasbares Schwein, auf das ein Davidstern geschmiert ist."
    Eindeutig manipulativ und hetzerisch ist es, wenn, wie hier im Artikel, wieder einmal vom fliegenden Schwein mit Davidstern geschrieben wird. Auf dem Schwein sind Kreuzsymbol, Mondsichel mit Stern, Hammer und Sichel, Logos von Shell und McDonald’s, Dollarzeichen, Mercedes-Stern und DANEBEN AUCH ein Davidstern. Als Kritik an "evil, and more specifically the evil of errant government.“

    Wer (selbst übertreibende) Kritiker der aktuellen israelischen Regierung so diffamiert, was will der eigentlich zu echten Antisemiten und anderen Rassisten sagen? Denn von denen gibt es wahrlich mehr als zu viel!

  4. #4 | Andreas Säger sagt am 26. November 2017 um 22:11 Uhr

    Es ist und bleibt ein ungerechtfertigter Akt politischer Zensur. Was Roger Waters vorgeworfen wird ist letztlich der Straftatbestand des Gedankenverbrechens. Wenn dieser Grad an Dissens nicht mehr ohne Zensur zu ertragen ist, dann sind wir am Arsch. Dann wars das mit Demokratie und Freiheit.

  5. #5 | verwundert sagt am 27. November 2017 um 03:11 Uhr

    Wieso ist dieser Artikel so unkritisch und unreflektiert? Bezeichnet Felix Christians Herrn Waters als Antisemiten oder sieht er es bereits als bewiesen und gegeben? Auch der Zusatz "Spielt nicht für Juden" das stimmt doch gar nicht und wäre auch überhaupt nicht möglich, wie kommt diese Aussage zustande und was rechtfertigt sie. Auch fehlt hier erneut die Information – man mag von der Aktion halten was man will – , dass auf dem Schwein u.a. alle weltreligiösen Symbole zu finden sind.

  6. #6 | Harry Kiesel sagt am 27. November 2017 um 04:00 Uhr

    Das Schwein wurde also per Gedankenübertragung aufgeblasen und der Davidsstern per Gedankenübertragung auf das Schwein geschmiert? Und seine Äußerung nicht für Juden spielen zu wollen hat er seiner Umwelt selbstverständlich per Gedankenübertragung mitgeteilt? Letztlich werter Herr Säger ist jede Straftat ein Gedankenverbrechen. Denn dort beginnt die Straftat für gewöhnlich.

  7. #7 | Gerd sagt am 27. November 2017 um 04:10 Uhr

    Zensur? Er hat nach wie vor das Recht zu hetzen. Niemand verbietet ihm den Mund. Der WDR sieht nur davon ab, ihm auch noch zu unterstützen.

  8. #8 | Michael sagt am 27. November 2017 um 10:08 Uhr

    #5
    Warum ist der „progressive“ Antisemitismus akzeptabel?
    http://www.mena-watch.com/warum-ist-der-progressive-antisemitismus-akzeptabel/

    #4
    "Auch der Zusatz "Spielt nicht für Juden" das stimmt doch gar nicht …"

    Israel-Boykott: Spielt nicht beim Juden!
    http://www.mena-watch.com/israel-boykott-spielt-nicht-beim-juden/

  9. #9 | der, der auszog sagt am 27. November 2017 um 10:24 Uhr

    @Werner G (#3) @verwundert(#5)

    Kennt Ihr den Unterschied zwischen "Kauft nicht bei Juden" (Judenboykott der Nazis)
    und
    Kauft nichts aus Israel? (Israelboykott des BDS)

    Ich kenne ihn nicht!

  10. #10 | sol1 sagt am 28. November 2017 um 01:58 Uhr

    @ Andreas Säger

    "Es ist und bleibt ein ungerechtfertigter Akt politischer Zensur."

    Wieso? Roger Waters darf doch auftreten.

    Ansonsten Zustimmung zum Posting von Werner G.

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