Atomalarm – Deutsche Behörden „Alert“

Die deutschen Behörden sind über den japanischen Atomalarm besorgt.

Bei dem schweren Erdbeben in Japan ist auch ein Kernkraftwerk beschädigt worden. Japan hat Atomalarm ausgelöst, obwohl keine Radioaktivität ausgetreten sein soll. Deutsche Behörden  sind nun ebenfalls in Bereitschaft. Sollte es doch noch zu einem Austritt von Radioaktivität kommen, könnte eine solche Wolke nach bis zu sieben Tage Europa erreichen. Nach uns vorliegenden Informationen sind die deutschen Behörden „Alert“.

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8 Kommentare

  1. #1 | Werner Jurga sagt am 11. März 2011 um 13:48 Uhr

    Die Angelegenheit ist wirklich äußerst bedrohlich. Auf WDR 2 hat soeben ein Expert erläutert, dass das Abschalten der AKWs allenfalls auf Tage von Nutzen sei. Solange jedoch aufgrund von Stromausfall das / die Kühlsystem(e) nicht funktioren, drohe die Kernschmelze, also der GAU.
    Nachrichten von nicht geläuschtem Feure im AKW, von ersten Evakuierungen in der Umgebung eines AKWs etc. kommen rein. Es droht tatsächlich eine sehr große Katastrophe. Für die Japaner freilich ungleich größer als evtl. für uns hier.

  2. #2 | Helmut Junge sagt am 11. März 2011 um 14:17 Uhr

    @Werner,
    Dann könnte man ja AKWs nie stilllegen, wenn die schon nicht abschaltbar sind.
    Hat der Experte dazu nichts gesagt?

  3. #3 | Julian sagt am 11. März 2011 um 14:28 Uhr

    Jetzt bleiben wir alle mal ruhig: Das Kühlsystem ist ausgefallen. Das bedeutet, dass es irgendein Protokoll gibt, dass jetzt abgearbeitet wird und das Problem wird gelöst. Es wird weder Radioakutvität austreten, noch wird ein Atomkraftwerk einfach so explodieren. Ich vertraue westlicher und japanischer Technik und Krisenmechanismen. Panikmache ist jetzt sicherlich der falsche Weg. Sollte es wirklich zum proklamatierten Erstnfall kommen, haben wir ja immernoch sieben Tage, um uns darauf vorzubereiten.

  4. #4 | Mao aus Duisburg sagt am 11. März 2011 um 15:48 Uhr

    @Julian: „Ich vertraue westlicher und japanischer Technik und Krisenmechanismen“

    Dann bist du verlassen. Die Schilderungen aus japan, von Greenpeace bestätigt, sehen so aus, dass die mit Ersatz-Dieselmotoren derzeit versuchen, die Kühlung wieder ans Laufen zu kriegen. Das klingt eher nach UdSSR-Technik….

  5. #5 | Werner Jurga sagt am 11. März 2011 um 15:49 Uhr

    Ich hatte den Experten so verstanden, dass der Ausfall des Kühlsystems – z.B. wegen Stromausfall – wegen der hohen Temperaturen im Reaktorkern das Risiko eines GAUs in sich trägt.
    @ Helmut: Freilich kann man ein AKW abschalten, aber nicht so, wie ein Elektrogerät zuhause. Es dauert halt eine Weile, bis es abgekühlt ist.
    @ Julian: Wir müssen hier ohnehin nicht in Panik geraten. Unser Mitgefühl gilt den Japanern, die es – auch ohne GAU (hoffentlich) – schlimm genug haben werden.

    Sorry, ich hatte mich etwas undeutlich ausgedrückt. Überstürtzt. Nicht aus Panik, sondern aus Entsetzen.

  6. #6 | Abnick Grabotki sagt am 11. März 2011 um 16:40 Uhr

    Die Siebe der Kühlwasserzufuhr müssen frei sein, doch genau dieses Zunami-Sperrgut vor den Sieben dürfte das Problem sein. Wenn man sieht wie die Zunami-Walze alles evtl. verstopft. Nicht Zunami sichere Kühlwasser-Siebe dürften das Problem sein. Hat nichts mit der Notstromversorgung zu tun, diese läuft immer wenn kein Netz mehr Spannung führt, über grosse Diesel Notstrom Generatoren.

  7. #7 | AKW Fukushima außer Kontrolle: Kernschmelze droht | Ruhrbarone sagt am 12. März 2011 um 01:21 Uhr

    […] Zu Recht. Deshalb haben auch die Ruhrbarone sehr frühzeitig über den japanischen Atomalarm informiert. Im Laufe des Nachmittags (MEZ) wurde klar, dass das AKW Fukushima außer Kontrolle geraten ist. […]

  8. #8 | Jahresrückblick 2011 März | Ruhrbarone sagt am 22. Dezember 2011 um 14:42 Uhr

    […] Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima änderte innerhalb weniger Wochen die gesamte Energierpolitik in […]

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