Laufzeitverlängerung: Berliner, Hamburger und Duisburger gegen Kernkraft


60 Prozent der Deutschen sind für eine Verlängerung der Laufzeiten der drei verbliebenen Kernkraftwerke, nur noch 26 Prozent votieren für ihre Stilllegung Ende des Jahres. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Berliner Instituts Wahlkreisprognose. Und wo sind die Hochburgen der Kernkraftgegner? Rund um Duisburg im westlichen Ruhrgebiet, in Berlin, Hamburg und Franken. Im Rest der Republik hat man sich vom Ökofundamentalismus verabschiedet und folgt den Bürgern in anderen westlichen Gesellschaften.

 

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7 Kommentare

  1. #1 | Berthold Grabe sagt am 18. August 2022 um 17:43 Uhr

    Macht ja auch Sinn, die Risiken werden nicht größer, das grundsätzliche Müllproblem auch nicht in relevanten Dimensionen, aber die Stabilität des Stromnetzes erhält ausreichend Puffer. Hinzu kommt, das Kohle fürs Klima viel schlechter ist.
    Es ist ohnehin nicht ausgeschlossen, das in eine paar Jahren Atomstrom die Zukunftsenergie sein wird, wenn der beschriebenen technische Fortschritt in den verbliebenen Atomländern hält, was er verspricht.
    Ohne Atomausstieg wüssten wir das wahrscheinlich bereits, denn es handelt ich um ehemals deutsche Forschung und Technik.

  2. #2 | ZeroZero sagt am 18. August 2022 um 18:06 Uhr

    Das westliche Ruhrgebiet als AntiAtomHotSpot ist mir neu. Ich, aus dem mittleren Ruhrgebiet kommend, halte von der Atomkraft auch nicht so viel & hoffe mal auf eine schnelle Entwicklung des Fusionsreaktors.

  3. #3 | Justin Käsler sagt am 18. August 2022 um 19:40 Uhr

    Der Atomaustieg ist was für den Arsch. Zum einen laufen Forschungsreaktoren weiter um z.B radionuklide für die Medizin herzustellen und es wird weiter Thorium frei und es entsteht uranhaltiger Abraum beim Abbau seltener Erden und zum anderen kann man noch in Brutreaktoren schon heute den Atommüll soweit transmutieren, dass er nach paar hundert Jahren nur noch so strahlt wie Natururan und nach paar tausend Jahren nur noch so sehr wie Thorium. Wenn wir also so oder so Atomüll und Kernreaktoren haben, wieso sollten wir diese dann nicht noch zur Energiegewinnung nutzen und am besten gleich Brutreaktoren bauen um den Atommüll unschädlicher zu machen???

  4. #4 | paule t. sagt am 18. August 2022 um 21:25 Uhr

    Die Frage wurde anscheinend ohne Zeitangabe gestellt. Insofern würden auch Leute, die meinen „so lange die Brennstäbe reichen und dann ist Schluss“ oder „nur so lange, bis man mit den erneuerbaren Energien und der notwendigen Infrastruktur endlich mal Ernst macht“ , mit „Ja“ antworten müssen. Daraus für eine grundsätzliche Rückkehr zur Atomkraft Honig saugen zu wollen, erscheint mir eher als Wunschdenken.

  5. #5 | Helmut Junge sagt am 19. August 2022 um 08:05 Uhr

    @paule t. “ Insofern würden auch Leute, die meinen „so lange die Brennstäbe reichen und dann ist Schluss“ oder „nur so lange, bis man mit den erneuerbaren Energien und der notwendigen Infrastruktur endlich mal Ernst macht“ , mit „Ja“ antworten müssen.“
    Von diesem „JA“ gibt es keinen Weg mehr zurück. Wie sollte man das erklären? Mal gfährlich, mal nicht? Je nach Lage? Mal Angst, mal bagatellisieren, dann wieder Angst?

  6. #6 | Florian Blümm sagt am 19. August 2022 um 11:07 Uhr

    Als Franke in Berlin schäm ich mich

  7. #7 | paule t. sagt am 19. August 2022 um 20:08 Uhr

    @ #5 | Helmut Junge: „Von diesem „JA“ gibt es keinen Weg mehr zurück. Wie sollte man das erklären? Mal gfährlich, mal nicht? Je nach Lage? Mal Angst, mal bagatellisieren, dann wieder Angst?“

    Hä? Wieso sollte es von diesem „Ja“ keinen Weg zurück geben? Es ist eine Abwägung, und zwar, ja natürlich, „je nach Lage“. Und in der aktuellen Lage kann man natürlich sagen, dass man – aus bekannten Gründen – für eine sehr begrenzte Verlängerung der Laufzeiten der drei noch laufenden AKWs ist, davon aber – aus ebenfalls bekannten Gründen – auch so schnell wie möglich wieder weg möchte.
    Warum sollte man so eine Position nicht vernünftig erklären können?

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