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Bildungsmisere in NRW: Gündogan hält Erdogan für Steinmeier

Ilkay Gündogan steht einmal wieder im Blickpunkt vieler Medien. Foto: Robin Patzwaldt

Ilkay Gündogan steht einmal wieder im Blickpunkt vieler Medien. Foto: Robin Patzwaldt

Nachdem kürzlich bereits Nuri Sahin mit einem fragwürdigen Statement zur türkischen Militäroffensive in Afrin auf sich aufmerksam gemacht hatte, posierten nun zwei deutsche Nationalspieler mit dem türkischen Präsidenten Erdogan: Mesut Özil und Ilkay Gündogan, beide zurzeit bei englischen Vereinen angestellt, trafen Erdogan im Rahmen seines Staatsbesuchs in Großbritannien.

Dort wird Erdogan auch Queen Elizabeth und die britische Premierministerin Theresa May treffen, was nicht weiter skandalös ist, schließlich gehört es zu deren Job, andere Staatsoberhäupter zu treffen. Das können Özil und Gündogan nicht von sich behaupten. Zwar repräsentieren sie als deutsche Nationalspieler auch auf gewisse Weise ihr Land, jedoch empfangen sie für gewöhnlich höchstens die Kanzlerin, z.B. im Rahmen von WM-Turnieren.

Natürlich würde es den beiden niemand übel nehmen, wenn sie sich mit einem Staatsoberhaupt eines demokratischen Staates getroffen hätten. Als solcher kann die von Erdogan und seiner AKP autoritär regierte Türkei jedoch schon lange nicht mehr bezeichnet werden.

Zu allem Überfluss stand auf dem Trikot von Ilkay Gündogan, das dieser dem türkischen Präsidenten schenkte: „Mit Respekt für meinen Präsidenten“. Der Grünen-Politiker Cem Özdemir kritisierte das mit den Worten: „Der Bundespräsident eines deutschen Nationalspielers heißt Frank-Walter Steinmeier, die Bundeskanzlerin Angela Merkel und das Parlament heißt Deutscher Bundestag“.

Diese Aussagen erinnern zwar an die unsägliche Debatte darüber, dass manche Nationalspieler mit Migrationshintergrund die Hymne nicht mitsingen. Angesichts der politischen Lage in der Türkei ist die Kritik aber nachvollziehbar, zumal Deutschland und die Türkei um die Ausrichtung der EM 2024 konkurrieren. Auch DFB-Präsident Reinhard Grindel übte, wohl auch aus diesem Grund, ungewohnt deutliche Kritik. Der Fußball und der DFB stünden für Werte, die von Erdogan nicht hinreichend beachten würden, ließ sich Grindel zitieren.

Für Mesut Özil war es übrigens nicht das erste Treffen mit dem türkischen Präsidenten, allerdings hatten vorherige Zusammenkünfte medial hierzulande nicht so hohe Wellen geschlagen. Was dieses Treffen besonders brisant macht, ist aber auch die Tatsache, dass in der Türkei zurzeit Wahlkampf ist.

Unklar ist, was Erdogans zumeist nationalistische Anhänger davon halten. Die beiden Spieler dürften bei ihnen nicht sonderlich beliebt sein, da sie sich für die deutsche anstelle der türkischen Nationalmannschaft entschieden haben. Sowohl Özil als auch Gündogan haben bekanntlich eine Ruhrpott-Vergangenheit: Gündogan kickte beim BVB, Özil spielte einst für Schalke 04.

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15 Kommentare zu “Bildungsmisere in NRW: Gündogan hält Erdogan für Steinmeier

  • #1
    ke

    Es ist schon komisch wie aktuell interpretiert wird, wie zu erklären versucht wird:
    https://www.bild.de/sport/fussball/ilkay-guendogan/erklaert-das-erdogan-treffen-55695586.bild.html

    Eindeutiger als Herr Gündogan mit Geburtsort Gelsenkirchen kann man sich nicht positionieren. Selbst bei der Bildungsmisere in NRW ist das eindeutig.
    Die Politik von Herrn Erdogan sollte auch nicht komplett an ihn vorbei gegangen sein.

    Wenn Herr Erdogan sein Präsident ist, sollte er auch die Konsequenzen ziehen und sich auf seine türkischen Wurzeln konzentrieren.

    Wir werden sehen, ob der DFB reagiert. Aber vermutlich wird es weiter irgendwelche komischen Erklärungen geben, die die Fans in Deutschland nicht verstehen.

    Der DFB muss aufpassen, dass er sich nicht noch weiter von seinen Geldgebern entfernt.

  • #2
    Arnold Voss

    Auch Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft haben ihrem jeweiligen Auftraggeber Loyalität zu erweisen. Der ist bei einer Nationalmannschaft der Staat des jeweiligen Landes. sprich in diesem Fall Deutschland. Deswegen ist es völlig egal, dass sie als Doppelstaatler de facto 2 Präsidenten haben. Als Nationalspieler Deutschlands haben sie nur einen: Walter Steinmeier. Völlig egal ob sie Erdogan politisch oder sonstwie besser finden. Wenn Özil und Gündogan den Diktator dann auch noch bei seinem Wahlkampf unterstützen, geben sie – ob sie es wollen oder nicht – obendrein ein klares politisches Statement gegen die Verfassung des Landes ab, dem sie sich als Nationalspieler gegenüber verpflichtet haben.

  • #3
    Robin Patzwaldt

    Für mich hat sich Gündogan schon seit seinem unrühmlichen Abgang vom BVB disqualifiziert! 😉 Aber lassen wir das. Das Thema ist zu ernst….

  • #4
    Klaus Lohmann

    Ilkay hat sich ja vorhin gemeldet und diese Oberpeinlichkeit mit "nicht politisch" und "aus reiner Höflichkeit" gegenüber dem GröTaZ begründet bzw. verteidigt. Also hat er ja während seiner GE-Heßler’schen Jugendzeit wenigstens etwas von seinen Eltern gelernt: Kotau und Ar…kriecherei.

    PS: Übrigens ist das Theater mit den türkischen Fußballer-Nationalitäten schon seit einigen Jahren ständiges Ärgernis für den DFB – seit Ex-Borusse Erdal Keser für den türkischen Fußballverband ohne Ende junge Deutschtürken sanft "rekrutiert", doch bitteschön nur für den Obermufti und für die Türkei national zu pöb…, ähm, zu spielen:
    http://www.spiegel.de/sport/fussball/dfb-debuetant-guendogan-traeum-ich-von-deutschland-in-der-nacht-a-790804.html

    Wobei türkischer Fußball erst mit Erdogan so richtig zur populistischen Waffe für die Machtergreifung des Autokraten wurde:
    http://www.deutschlandfunk.de/fussball-als-waffe-die-tuerkei-im-sportpolitischen-clinch.1346.de.html?dram:article_id=390070

  • #5
    Walter Stach

    Arnold,
    da ich -aus Überzeugung- nie von der Nationalmannschaft rede , sondern von der DFB-Auswahl, gehe ich mit all dem Getöse um das Nationale, wenn Fußball gespielt, sehr gelassen um, ich könnte auch sagen, mir ist das Getöse egal.
    Demnächst wird sich erfahrungsgemäß dieses Getöse -bildlich, aber auch wörtlich gemeint- noch bis zum für mich nur noch schwer Erträglichem- steigern, wenn sich mit nationalfarben angemalte Autos lauthubend durch die Innenstädte bewegen, wenn "jedermann" schwarz-rot-goldenen Fähnchen schwinkt, wenn in jeder Kneipe vor dem Spiel die Nationalhymne mitgesungen und wenn vor allem in der Politik und im Feullition der "großen deutchen Zeitungen" das zum Anlass genommen werden wird, das "Natinalbewußtsein der Deutschen" zu loben und zu preisen.

    Ich nehme das nicht nur zur Kenntnis , sondern akzeptiere das -jeder so, wie es ihm gefällt -mir ist das letztendlich egal.

    Und das gilt folglich auch bezogen auf das jetzt anlaufenden Getöse um Özil und Gündogan.
    Ihr Auftreten mit Erdogan mag dazu beitragen, mit ihnen als deutsche Staatsangehörige über die Grundwerte/Grundprinzipien unserer Verfassung zu reden und mit ihnen darüber zu diskutieren,
    ob man sich angesichts dieser Werte/Prinzipien bei Meinungsäußerungen/Meinungsbekundungen zurückhalten sollte, wenn…..? Und wenn die Beiden sich dann auf eines der wichtigsten Freiheisrechte dieser ihrer Verfassung berufen würden, nämlich auf dem Recht der freien Meinungsäußerung/Meinungsbekundungen, dann könnte das ja zu einem erfreulichen staatsbürgerlichem Diskurs führen.
    Ich würde dann allerdings anregen zu versuchen, in diesen Diskurs nicht nur die anderen sog. Nationalspieler einzubeziehen, sondern…………..

    Also…
    Als sog. Verfassungspatriot halte ich weniger davon, wenn a.) nationale Symbole bei sportlichen Events vorgezeigt, vorgeführt werden, gebraucht werden -ich rede bewußt nicht von Mißbrauch, das erschien mir völlig fehl am Platze-, wenn b.) das Verhalten von Fußballern, weil sie in der sog. Nationalmannschaft spielen, gemessen wird an einer sog. nationalen Gesinnung" und wenn b.) dieserhalb die Meinungsbekundungsfreiheit deutscher Staatsangehöriger, weil sie in der sog. Nationalmannschaft spielen, Beschränkugen unterliegen sollen, die nicht für jedermann gelten.

    Würde Schweinsteiger Trump gratulieren und Erfolg wünschen?
    Würde der Spieler X dem AFDler Höcke Erfolg wünschen?
    Und was ist mit Gerhard Schroder und dessen demonstrativem Glückwunsch an Putin…?

    Unglückliche Fehlleistung von Öszil und Gündogan, die man als solche kritisieren kann?
    Unbedachte Aktion, die "man" mißbilligen mag?
    Ja, das mag " man" so sehen. Das kann man so sehen.
    Ansonsten…..?
    Wenn Löw die Beiden fußballerisch weiterhin für gut genug hält, zur "Stamm-Elf" des DFB zu zählen, dann sollte er sich von dieser seiner Meinung und den sich für ihn daraus ergebenden Konsequenzen nicht abhalten lassen.

    Arnold,
    zwei ergänzende Bemerkungen:

    1,
    Da ich als Fussball-Fan an Spielen der DFB-Auswahl ohnehin wenig interessiert bin – einschließlich ihrer WM-Spiele-, interessiere ich mich insofern auch nicht sonderlich für das Verhalten sog. Nationalspieler außerhalb des Platzes.
    Ich freue mich beispielsweise als Fußball-Fan auf die beiden bevorstehenden europäischen Endspiele, nicht auf die Spiele während der bevorstehenden WM, die ich mir trotzdem ansehen werde.

    2.
    Özil und Gündogan gehören zu den Großverdienern unter den international aktiven Fußballern deutscher Staatsangehöriger. Und wenn sie in der Nationalmannschaft spielen, dann dürfte für sie das gelten, was für jeden ihrer Kollegen gilt. Dann geht es ihnen nicht, wie ich meine, darum, für ihre Nation spielen zu dürfen und gewinnen zu wollen, sondern darum, daß mit jedem Einsatz in der Nationalmannschaft -erstrecht bei einer WM und ganz besonders dann, wenn der Titel gewonnen wird. ihr Marktwert steigt -sprich : Sie können ihre Forderung nach noch höherem Gehalt nachhaltig bekräftigen.
    Und da auch für den DFB, für den Bundestrainer, für alle Mitspieler internationales Prestige und vor allem das Geld die entscheidende Kriterien sind, wenn es um die Nominierung der Spieler für die WM geht und um deren Einsatz in den WM-Spielen, werden sie allesamt letztendlich nur nach diesen Kriterien entscheiden, ob Özil und Gündogan bei der WM in Russland dabei sein werden oder nicht.
    Wenn "wir" Weltmeister werden sollten, dann werden Özil, Gündogan, die gesamte Mannschaft plus Trainer Putin die Hand schütteln müssen; eine weltweit aus Putins Sicht willkommene Werbung für ihn/für sein Land.
    Und was wird es dann an politischem Getöse in Deutschland geben?
    Handschlag verweigern? "Irgend wie" für Menschenrechte demonstrieren?

  • #6
    Arnold Voss

    Walter, ich bin auch kein sonderlicher Fan von Nationalmannschaften. Aber die Vertragsverhältnisse sind da ziemlich eindeutig, denn Niemand darf gleichzeitig in zwei verschiedenen Nationalmannschaften spielen. Das hat auch eine gewissen spielerische und wettkämpferische Logik, ganz unabhängig davon wie nationalistisch Jemand ist. Und genau das kann auch der Normalo auf der Straße nachvollziehen. Das geht einfach nicht, dass Jemand Nationalspieler in Deutschland ist und explizit als Fußballer (und nicht als Privatmann) Erdogan als "seinen" Präsidenten bezeichnet. Und natürlich ist das im wahrsten Sinne des Wortes ein Steilpass für Gauland und Konsorten.

  • #7
    Helmut Junge

    Wer sich politisch festlegt, wird sich immer Feinde machen. Aber natürlich auch Freunde. Wir werden ja sehen, wie das während der Spiele auf dem Platz aussieht. Viel mehr zu erklären gibt es da nicht.

  • #8
    Aquii

    @Walter
    du hast ja so Recht, es geht in erster Linie um das eigene Konto. Halte ich aber für verständlich, bei dem begrenzten Zeitfenster des Geld verdienens. Was mich aber wundert, ist die Einstellung der Beiden, etwas Demut und Dankbarkeit sollte schon mit in die Überlegungen einfließen, denn im Reich des Autokraten E. wäre die Ausbildung, die ihnen das das alles ermöglicht wahrscheinlich nicht so gut gewesen und ob dann die Karriere dann so verlaufen wäre steht auf einem anderen Blatt.

    Den Verlust von Özil bei dieser WM schätze ich nicht all zu hoch ein und Herr Gündogan kann dann eben schon jetzt seinen Jahresurlaub antreten. Allerdings befürchte ich, das der allmächtige Fußballverband da wieder rumeiern wird.

    Und ja, es wird die erste WM seit 74 sein, die ich nicht am Bildschirm verfolgen werde. Es nervt mich eigentlich nur noch, zusehnds schlechte Spiele und immer aufgeblähter. Nicht mehr meins. Als Entschädigung werde ich dafür heute Abend live in Oberhausen sein, das macht mir mehr Spaß. Vielleicht noch ein weiteres Spiel und dann ab in die Sommerpause.

  • #9
    Walter Stach

    Aquii

    Einverstanden mit Deinen Bemerkungen zu Özil/Gündogan in Sachen "Demut und Dankbarkeit".

    Aber auch darauf bezogen gilt es festzuhalten, daß das 2 Tugenden sind, die in der gesamten Gesellschaft belanglos zu sein scheinen. Warum sollte das bei Özil/Gündogan anders sein?

    Im übrigen bin ich mir sicher, daß Beide zum engsten Kader der DFB-Auswahl bei der WM gehören werden.

  • #10
    Walter Stach

    Was wäre, wenn………..

    Özil schießt in der sog. Vorrunde im entscheidenden Spiel das entscheidende Tor für die DFB-Auswahl.
    Gündogan schießt im Achtelfinale das entscheidende Tor zum Einzug in das Viertel-Finale.

    Ich würde mir das deshalb wünschen, um zu erleben, wie dann "die stolze deutsche Fußball-Nation" reagiert, die sich jetzt mehrheitlich als demokratisch-rechtstaatliches Gemeinwesen zu entdecken scheint und mit viel medialem Getöse höchst empört Özil und Gündogan "verurteilt" , ja Sanktionen verlangt bis hin zum Rausschmiß aus dem WM-Kader.
    (Löw sagt dazu: " Habe ich nie erwogen"!!)

    Wenn ich über das von mir gedachte Szenario weiter nachdenke….?

    Bis zum Gewinn der WM mit Özil und Gündogan?

    Und die Kanzlerin nebst………gratuliert auch den Beiden? Und ein solches Bild mit Merkel und Gündogan/Özil geht um die Welt? Es erscheint auch in den türkischen Medien? Was mag dann Erdogan sagen? Was die "deutsche Fußballnation"?

    Unsinn? Realitätsfremd?
    Ja, aber auch "realitätsfremder Unsinn" -Satire?- kann ja dann und wann dazu beitragen, den Anlass angemessener als geschehen zu betrachten, das Ausmaß höchster Empörung kritisch zu hinterfragen und die wahren Ursachen dieser höchstgradigen Empörung selbstkritisch zu bedenken , wohlwissend , daß "im Falle eines Falles -Gewinn der WM mit Özil und Gündogan" -all das einem Glaufwürdigkeits-Test unterworfen sein könnte.

  • #11
    ke

    @10 W Stach:
    Es hängt viel von der Art der Betrachtung ab.
    Haben wir Nationalauswahlen, die auch eine Nation repräsentieren oder haben wir Mannschaften, die Spieler anheuern.
    Dass es im Bereich der Nationalmannschaften in allen Felder Grauzonen gibt, ist natürlich klar.

    Ich würde es schon komisch finden, wenn bspw. ein Spieler eines Stadtclubs, der ewig dort gespielt hat und dessen Vorfahren ein paar km weiter in einer anderen Stadt wohnten, plötzlich den Club der Nachbarschaft hofiert und mit "mein Club" bezeichnen würde.
    In meiner kleinen Vereinswelt würde dieser Spieler nicht mehr in meinem Club spielen. Etwas Identifikation muss schon sein.

    Bei mir ist die Grenze bei "mein Präsident" auf dem Trikot erreicht. Der Rest ist zwar komisch, aber noch irgendwie vertretbar.

  • #12
    Walter Stach

    Ke
    Akzeptiert.

    Vorschlag:
    Lassen wir es dabei.
    Für mich ohne hin viel zu viel mediales Getöse. um den "Auftritt" der Beiden. Zudem hat Löw entschieden, daß …….; also…..?!.
    Als Fußball-Fan habe ich die Sache jedenfalls für mich "abgehakt" .
    Als Fan liegt es jedenfalls für mich näher, wie hier schon ‚mal gesagt, mich auf die beiden anstehenden europäischen Endspiele zu freuen und über deren möglichen Verlauf nachzudenken; heute Athletiko Madrid gegen Olympik Marseille.!!

  • #13
    Klaus Lohmann

    Mich würde allerdings schon interessieren, wer da als PR-Berater für alle drei – Özil, Gündogan *und* Löw – in der jungen Agentur "Family & Football" und deren Hannoveraner Mutteragentur ARP Sportmarketing die Fäden spinnt und bei solchen Auftritten "berät", zumal bei "Family & Football" ja enge Familienangehörige von Mesut und Ilkay tätig sind.

    Werden Jogis Beraterverträge und damit die "Leistung" von Beratern, die solche oberpeinlichen Auftritte nicht verhindern, etwa vom DFB bezahlt?

  • #14
    Walter Stach

    Klaus Lohmann,
    ich habe seit Langem den Eindruck, daß die sog. Berater, welche im Fußball-Geschäft ihr Geld machen,
    eine besondere Spezies zu sein scheint, mit der sich näher zu befassen eine dankenswerte Aufgabe sein könnte für -….? Soziologen, Journalisten pp.?

    Dann und wann neige ich zu nachsichtigem Umgang mit Fußball-Profis wegen ihres -gelinde gesagt- seltsamen Verhaltens, weil sie " nichts dafür können", wie man früher zu sagen pflegte, sondern blindlinks ihren sog. Beratern vertraut haben. Das mag auch jetzt so sein -Gündogan, Özil-. Gilt das auch für Löw?

  • #15
    Klaus Lohmann

    @Walter Stach: Es gibt schon eine Reihe von Journalisten, dies sich vertiefend Gedanken über den Beruf "Spielerberater" gemacht haben, u.A. mit Fernseh-/Videobeiträgen. Ein paar Links als Einstieg:

    https://www.zdf.de/sport/zdf-sportreportage/spielerberater-fluch-oder-segen-100.html
    https://www.youtube.com/watch?v=t54JBiwTVDA "Die Schattenwelt der Spielerberater (Dokumentation) 2014"
    https://www.youtube.com/watch?v=hEemUZ4kYRo "Die 10 einflussreichsten Spielerberater im Fußball | TopKickz"
    http://www.sky.de/fussball/sportdokumentationen/traumberuf-spielerberater-151929 (da wird auch der Chef der Agentur, die Özil, Gundogan und Löw unter Vertrag hat, interviewt!)

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