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Bochum: Raucherverbot im Bermudadreieck – 600 Arbeitsplätze in Gefahr.

bermudadreieckGerüchte machen unter den Angestellten im Bermudadreieck die Runde. Als Reaktion auf die mit dem Rauchverbot zusammenhängenden Umsatzrückgänge könnten die Wirte gezwungen sein, etwa ein Drittel aller 1600 Stellen  in dem Kneipenquartier zu streichen.

Wenn Umsätze einbrechen, dann haben Gastronomen wenig Möglichkeiten dies zu kompensieren. An der Energie kann man nicht sparen, auch wenn keine Gäste kommen, muss das Licht brennen, die Kühlungungen laufen oder die Herde brennen, könnte ja doch sein, dass sich doch noch ein Gast in das Lokal verirrt. Ein Lokal kann man nicht innerhalb von wenigen Minuten hochlaufen lassen. Genauso verhält es sich mit dem Wareneinsatz. Speisen und Getränke müssen vorgehalten werden, macht der Laden auf, dann muss die mise en place stehen. Naturgemäß ist es auch Vermietern in der Regel egal, wie es um ihre Mieter steht, die wollen am Ende des Monats ihr Geld sehen und wenn das nicht kommt… tscha… man kann sich denken was dann passiert.

Und die Preise erhöhen, um den fehlenden Umsatz durch fehlende Gäste, auszugleichen, das geht auch nicht, denn dann blieben noch mehr Gäste aus als eh schon, seit Anfang Mai. „Das Thekengeschäft ist mir um 50% zurückgegangen“, sagt Dirk Steinbrecher, Betreiber des „Mandragora“ und Sprecher der Interessengemeinschaft Bermudadreieck. Ein Blick in den Tresenbereich lässt das noch optimistisch erscheinen, in der nun sauberen, dafür leicht nach Öl und Majo riechendenden Luft, sitzen zwei Unverzagte. „Die sind immer hier!“

Die einzige Schraube an der Wirte ein wenig drehen können sind die Personalkosten. Da könnte man Löhne und Gehälter kürzen oder, wenn es gar nicht anders geht, Leute entlassen. Und es scheint nicht anders zu gehen. Konfrontiert mit der, gerüchteweise kolportierten, Zahl von 800 möglichen Entlassungen wiegt Leo Bauer, der Gründer von Bochums Kneipenmeile, den Kopf und leitet die Frage gleich an Dirk Steinbrecher weiter. „Nein! So viele sind es wohl nicht… aber so um 600 dürften es sein!“ 600 drohende Entlassungen alleine im Bermudadreieck, Putzpersonal, Bedienungen, Zapfer, Aushilfen, die sich einen neuen Job suchen müssen… aber wo?

Klar ist nur, bei wem sich die Betroffenen und die Gäste bedanken können.  Drei der fünf Bochumer Landtagsabgeordneten stimmten für das radikale Rauchverbot der rot-grünen Landesregierung. Neben Carina Gödecke (SPD),   Serdar Yüksel (SPD) gehört zu denen mit Thomas Eiskirch (SPD) auch der Wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag. Simone Brand (Piraten) und Monika Pieper (Piraten) stimmten dagegen.

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79 Kommentare zu “Bochum: Raucherverbot im Bermudadreieck – 600 Arbeitsplätze in Gefahr.

  • #1
    Hannes

    Ist es wirklich belegt, dass der beschriebene Umsatzrückgang ursächlich mit dem Rauchverbot zusammenhängt? Gibt es vergleichbare Erfahrungen aus anderen Städten?

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  • #3
    Stefan Laurin

    @Hannes: Bis zum 1. Mai waren die Kneipen im Bermudadreieck voll – nach dem 1. Mai brachen die Umsätze ein. Was kam am 1. Mai? Das radikale Rauchverbot. Einzelne Kneipen, die ehemaligen reinen Raucherkneipen, haben bis zu 80 an Prozent Umsatz verloren. Das Mandragora hatte einen Nichtraucherbereich und bietet etwas zu essen – trotzdem brachen die Umsätze weg. Im Konkret sieht es nicht viel besser aus.

  • #4
    Sebastian

    Als ob man nach drei Wochen schon repräsentative Zahlen haben kann…

    Saßen vieleicht weniger Leute an der Theke weil sie stattdessen draussen saßen? Waren viele Leute nicht in einer Kneipe weil sie über Pfingsten verreist waren?
    Waren Festivals die viele junge Leute weg gezogen haben?

    Ja, das Rauchverbot ist fragwürdig und sicherlich vielfach zu hart…..aber sofort alles darauf zu schieben wäre wohl zu einfach. Oder hat jemand was vom Kneipensterben in Bayern gehört nachdem da das Rauchverbot kam?

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/gastronomie-kneipen-umsaetze-steigen-trotz-rauchverbot-a-756140.html

  • #5
    Stefan Laurin

    @Sebastian: Ja, man hat etwas von einem Kneipensterben in Bayern gehört:
    Auch Rauchverbot soll schuld sein Studie: Die Kneipe stirbt aus!
    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.auch-rauchverbot-soll-schuld-sein-studie-die-kneipe-stirbt-aus.7e2df772-84ab-4eaa-9e75-a1f68316567a.html

  • #6
    KClemens

    @#1 | Hannes

    Ja die gibt es. Allerdings tauchen die meisten Kneipen nicht in irgendwelchen Statistiken auf, weil inhabergeführt mit höchstens einer zusätzlichen Fachkraft. Eine solche Konzentration von Gastronomie auf einem Ort ist ja recht selten in Deutschland.

    Die meisten landen in Hartz 4 und aufgrund des fortgeschrittenen Alters, das man eben hat, wenn man jahrzehntelang „seine“ Kneipe betrieben hat, landen die auch nicht mehr in irgendeiner Statistik.

    Wer es sich leisten kann und nicht in Hartz 4 muss, geht halt in den Ruhestand.

    Soweit ich weiß führt die DEHOGA eine Statistik darüber. Ob die aber nun jede einzelne Eckkneipe aufführt, glaube ich auch nicht.

  • #7
    Stefan Laurin

    @KClemens: Die DEHOGA hat nur die Zahlen über ihre Mitglieder – viele kleine Kneipen sind allerdings nicht in der DEHOGA.

  • #8
    KClemens

    @#4 | Sebastian

    Der Link ist 2 Jahre alt, und typisch für den Spiegel, der bei den Rauchverboten mit in vorderster Front für jede noch so idiotische Verschärfung gekämpft hat.

    Und geh mal bitte durch die Archive von verschiedenen Zeitungen. Überall wirst Du Jubelmeldungen nach der Einführung von Rauchverboten finden. Die Jubelmeldungen stehen aber im krassen Kontrast zum tatsächlichen Geschehen vor Ort.

    In Berlin ist es noch recht liberal und die derzeitige Regierung hat Gott sei Dank keine Ambitionen in der Richtung.

    Allerdings gehen die derzeit in Kreuzberg regierenden Grünen seit neuestem rigide gegen jede Verschönerung der Außengastronomie in „ihrem“ Bezirk vor.

    So wird den Gastwirten nach und nach verboten Blumenständer oder ähnliche Dekorationen aufzustellen. Nur noch Tische und Stühle sind erlaubt.

  • #9
    Sebastian

    Ja die grünen Volksezieher haben hier was durchgedrückt das in vielen Punkten ungerecht ist, zu weit geht und Existenzen gefährdet – da stimme ich ja zu. Wenn ein Laden Inhabergeführt ist ohne extra Personal -> jeder anwesende geht das Risiko des Rauchs bewusst ein, Verbot also Quatsch. Selbes gilt natürlich erst Recht für wirkliche Raucherclubs und Shisha-Bars. Da ist das Rauchverbot ebenso idiotisch wie in Läden die extra abgetrennte Raucherbereiche gebaut haben.

    Das alles ändert aber auch nichts daran, dass nach 2008 viele Läden wirklich rauchfrei geworden sind und immernoch da sind. Die Wahrheit liegt halt vermutlich irgendwo zwischen z.B. den Spiegel Artikeln und der Lobby-Propaganda der DEHOGA. Leider bekommt man ja nirgendwo nüchterne Zahlen um das mal selber zu analysieren.

  • #10
    Nansy

    @#1 Hannes: Es gibt z.B. Meldungen aus dem Saarland nach Einführung des Rauchverbots, auch wenn die Presse im Allgemeinen nicht gerade wild darauf ist, solche Nachrichten zu verbreiten (warum wohl?):

    Die Saarbrücker-Zeitung hat da mal eine Ausnahme gemacht “Rund 25 Prozent der von der Bitburger-Brauerei belieferten Kneipen im Saarland, in denen früher das Rauchen erlaubt war, haben seit dem Rauchverbot aufgeben müssen. Darauf verweist Werner Wolf, Sprecher der Geschäftsführung der Bitburger-Braugruppe.”:

    http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Bitburg-bitburger-bier-spnosoring-bierpreise-bierpreis-2012-Saarland;art27856,4244604

    Das ist insofern für mich glaubhaft, als dass es der Bitburger-Brauerei egal sein kann, an wen sie ihr Bier verkauft – Nichtraucher oder Raucher!

  • #11
    Martin Murphy

    Das ist ja ein schönes Märchen, das regelmäßig vorgebracht wird. Falls die Jobs tatsächlich in Gefahr sein sollten, dann sollten sich die Wirte mal Gedanken machen, wie sie die Umsatzrückgänge ausgeleichen können. Quer durch die Republik haben dies nämlich viele geschafft.

  • #12
    Stefan Laurin

    @Martin Murphy: Quer durch die Republik gab es ein Kneipensterben wo immer es zu Rauchverboten kam. Kann sein, dass bald in ehemaligen Kneipen Suhsi-Bars sind, die gutes Geld verdienen, aber die Kneipe als sozialer Raum wird das nicht überleben. Die Kneipe wird unter der neopuritanischen Verbotswelle leiden – aber die wird auch nach dem Rauchverbot weitergehen. Irgendwann erwischt es auch mal etwas, das Dir wichtig ist…

  • #13
    Anne Tanke

    Abwarten… ich denke, dass die Kneipen z.Zt. leerer sind, weil die Menschen wegen des Wetters keine Lust aufs Ausgehen haben… folglich sitzen nicht nur draußen, sondern auch an der Theke weniger Menschen… die guten Frühlingsgefühle fehlen halt!
    In anderen Ländern mussten auch keine Kneipen zumachen oder 1/3 des Personals entlassen werden…

  • #14
    Waldo

    Hallo,

    ich halte es auch verfrüht schon nach 2 Wochen zu sagen das die Umsätze wegen des Rauverbotes eingebrochen sond, vielleicht ist es auch das Wetter und die vielen Feier- und Brückentage, die eingeladen haben weg zu fahren?

    Außerdem nicht mehr in eine Kneipe zu gehen nur weil man da nicht mehr rauchen darf, sorry, aber das ist doch einfach nur dumm. Daran kann man sehen wie süchtig diese Menschen sind, sie gehen nicht mehr in eine Kneipe die ihnen vielleicht gefallen hat, nur weil sie dort nicht mehr rauchen dürfen … die Sucht hat sie voll im Griff.

    Gruß Waldo

  • #15
    Martin Murphy

    Kneipen sind mir schon wichtig. Ich sehe nur das Sterben nicht, den Zahlen von Dehoga traue ich nicht blind.

  • #16
    Nansy

    @ #11 Martin Murphy:

    Wie man durch Statistik das „gewünschte“ Ergebnis präsentieren kann, hat man ja schon in Bayern vorgeführt. Es wird immer wieder von interessierter Seite eine Meldung des statistischen Landesamtes zitiert, dass die bayerische Gastronomie ihren Umsatz nach dem Rauchverbot sogar steigern konnte.

    Was dabei verschwiegen wird, in die Statistik fließen auch Hotels mit ein (die seit dem Mehrwertsteuergeschenk selbstverständlich ein Umsatzplus machen), aber auch Gastronomiebetriebe wie die Systemgastronomie (Starbucks, McDonalds, BurgerKing, Subway, aber auch die Restaurants in Firmen wie Ikea, oder auch Dinea, LeBuffet und andere). Diese machen ein massives Umsatzplus, dienen aber im Gegensatz zu den “normalen” Kneipen nicht der sozialen Kommunikation und sind schon seit langem auch ohne Verbote rauchfrei.

    Weiterhin wird unterschlagen, dass Betriebe mit einem Umsatz unter 150.000 Euro/Jahr gar nicht erfasst werden, also die Lokale, die häufig das Rauchverbot am härtesten trifft.

    So funktionieren die „schönen Märchen“, die Sie ansprechen….

  • #17
    Stefanie

    In Köln weiß ich von zwei Bars, die massive Umsatzrückgänge hatten und dann Raucherclubs oder was auch immer wurden, so dass die Gäste wiederkamen, als das gelockerte Rauchverbot eingeführt wurde. Weiß nicht, wie es jetzt um die steht. Die sagten nur beide damals, wir können dicht machen ohne Genehmigung zum Rauchen, es kommt keiner mehr. Auch von einem Restaurant, in dem die Leute gern auch auf einen Drink vorbeikommen, weiß ich, dass aufwendig ein separater Raum für Raucher geschaffen wurde, der vom Platz her ungefähr die Hälfte der gesamte Fläche dann ausmachte und sogar im schöneren Teil eingerichtet wurde, nämlich mit Blick nach draußen, an der Terrasse und näher zur Küche gelegen. Der Bereich war immer voll, während es im anderen eher noch ein Plätzchen gab. Keine Ahnung, wie es bei denen jetzt läuft.

  • #18
    Stefanie

    Nachtrag: Der Raucherbereich von dem italienischen Restaurant, war auch spät abends bis in die Nacht immer gut gefüllt, während der Nichtraucherbereich spätestens ab 23.00 Uhr dann doch sehr geleert war.

  • #19
    Stefan Laurin

    @Martin Murphy: Die Zahlen in Michaels Artikel stammen von den betroffenen Wirten selbst. Und ich habe die leeren Kneipen gesehen. Mit Problemen habe ich gerechnet, aber nicht so schnell und so hart.

  • #20
    Jan

    Das stimmt mich ja jetzt total traurig, wenn ich hören muss, dass es in Zukunft vielleicht ein paar Orte weniger geben könnte, an denen Leute kollektiv Drogen konsumieren. Echt jetzt. Es stell mich gleich mal in die Ecke und weine eine kleine Träne.

  • #21
    Stefan Laurin

    @Jan: Schön dass Du ehrlich bist. Genau darum geht es bei den Verboten: Stigmatisierung und Ausgrenzung.

  • #22
    Peter Podewitz

    @14
    Nur, weil ich gerne zum Kaffee oder Bier gerne ein Zigarettchen rauche, bin ich also dumm und durch Sucht fremdbestimmt, ja?
    Apropos dumm: viele Feiertage führen normalerweise dazu, daß Kneipen voller sind als sonst, weil die Leute anderntags nämlich ausschlafen können. Dich scheint auch eine Sucht im Griff zu haben und die nennt man Selbstgerechtigkeit, Borniertheit oder einfach nur Charakterschwäche – such Dir was aus.
    Suchtdumme Grüsse.

  • #23
    Jürgen Burge

    Meine Gaststätte in Bochum,hat drastisch an Umsatz eingebüßt.Die Nichtraucher,die das Rauchverbot haben wollten,haben mein Lokal noch nicht betreten und die Raucher,die uns bis jetzt noch die Stange halten,sind alle erkältet,was bei diesem sch….Wetter logisch ist.98% der Gäste sind Raucher und trinken wie früher 5 Bier,anstatt 10 Bier,weil das rauchen vor der Tür Zeit kostet,die zum trinken fehlt.Meine Angestellte werde ich wohl kündigen müssen und die Aushilfe kann dann gleich mitgehen,weil ich sie nicht mehr bezahlen kann.Das Lokal befindet sich in einem Arbeiterviertel,wo das RAUCHEN zum Kulturerbe gehört.

  • #24
    Dave

    As meiner Sicht ist die verschärfung unnötig und bringt im vergleich zur Vorgängerlösung keinen Mehrwert.

    Ich habe die Herrschaften Abgeordneten gerade angeschrieben um, im Fall der SPDler zu erfahren warum sie meine Lebensqualität eingeschränkt haben und im Falle der Piraten um zu erfahren was sie gegen die Neureglung zu tun gedenken.

  • #25
    Eckarhard

    Egal, mit Hartz IV kann ich mir einen Besuch in einer Kneipe eh nicht leisten!

    gruß Ekki

  • #26
    David Schraven

    Ich bin ein Freund des Rauchverbotes.

    Musste aber sehen, dass der Intershop in Bochum an einem Sonntag Abend gegen 22:00 Uhr so ziemlich genau 4 Gäste hatte.

    Das war wenig. Ich weiß nicht, wie es sonst ist.

    Aber so kann man sicher nicht die Bochumer Nachkneipe der Wahl dauerhaft betreiben.

  • #27
    Klaus Lohmann

    @#14 | Waldo: Gehen Sie in ein Kino, wenn man dort plötzlich keine Filme mehr sehen darf oder kein Popcorn mehr bekommt??

    Der Konsum von Tabakwaren aller Coleur gehört ebenso zum Dienstleistungsprodukt Kneipe (keine Restaurants!) wie der Konsum von Alkohol und ohne diesen würde auch von den Nichtrauchern kaum Jemand mehr Kneipen besuchen, oder?

    Aber in Punkto Diskriminierung scheinen Sie ja per se auf der sicheren Seite zu sein, denn wahrscheinlich würden Ihnen Kinderverbote in Berliner Szenekneipen oder die ablehnende Haltung von manchen Hotels gegenüber Behinderten auch nichts ausmachen – muss ja Keiner Kinder kriegen oder behindert sein.

  • #28
    Sebastian

    @#23: nicht „die Nichtraucher“ haben das so gewollt wie es jetzt ist, sondern die Politik! Ich als Nichtraucher möchte in einem Restaurant rauchfrei essen -> kann ich schon lange.

    Wenn ich mit Freunden in eine Kneipe/Disco gehe und da geraucht wird ist (bzw. war…) mir das egal, und das geht den allermeisten so.

  • #29
    klaus strohmeier

    Guten Tag…… ( die Anrede „sehr geehrt“ möchte ich nicht mehr gebrauchen)

    Ich bedanke mich bei der Nrw Sozialdemokratie , die ich seit 40 Jahren gewählt habe, für die Beschneidung der Selbstbestimmung, der Lebensfreude und Lebensqualität des einfachen Bürgers und den beginnenden Umbau einer liberalen Gesellschaft in einen Nachtwächterstaat.

    Ich meine damit : Herzlichen Dank für das „Nichtraucherschutzgesetz bayerischer Prägung “ dass dem Bürger das Rauchen in Kneipen untersagt.

    Es ist pure Willkür, unter dem Denkmantel des Nichtraucherschutzes den Wirten die Entscheidung zu nehmen ob in ihren Lokalitäten geraucht werden darf oder nicht. Kein Nichtraucher wird gezwungen ein Lokal zu betreten in dem gequalmt wird, eine nicht rauchende Servicekraft wird nicht gezwungen in einem Raucherlokal zu arbeiten.

    Genossen, ihr seit wahre Vorbilder für eine freiheitliche , selbst bestimmte Gesellschaft !!!!!!!

    Meine Wählerstimme und die Stimmen meiner Familie werden zukünftig andere Gruppierungen, wie z.b die Linken bekommen.

    Was ihr da verbockt habt ist eine Schande für die Sozialdemokratie… pfui Spinne…..

    Mit verminderter Hochachtung
    Klaus Strohmeier, Remscheid

  • #30
    Otto Normalverbraucher

    Die SPD hat bei mir auch verschissen, seit dem sie bis zur Selbstaufgabe am Rockzipfel der Grünen Herrenmenschen hängt!

    Nur noch mal zur Erinnerung, womit alles begann, und auf welchem Zahlenmaterial die Politik ihr Rauchverbot…ach nee, das klingt so hart, den Nichtraucherschutz begründet hat:

    http://www.zeit.de/online/2005/51/passivrauchen

    Die Zahlen werden übrigens bis zum heutigen Tag von diversen Politikern hervorgeholt.

  • #31
    Nansy

    @ #28 Sebastian: Du schreibst, nicht “die Nichtraucher” hätten das so gewollt wie es jetzt gekommen ist, sondern die Politik!

    Vielleicht haben das nicht alle „Nichtraucher“ so gewollt, aber die militanten Anti-Raucher haben beim Druck auf die Politiker feste mitgemacht – zum Beispiel Gruppieren wie Pro-Rauchfrei (bekannt für ihre unsäglichen Kommentare in ihrem Forum bekannt), die auch von rot/grünen Politikern gerne gehört werden.
    Davon abgesehen hat sich die Politik von der Tabak-Kontrolle der WHO politisch unter Druck setzen lassen, die eine rauchfreie Welt durchsetzen will, wenn nötig auch durch Zwang (Stichwort: tobacco endgame). Der sogn. Nichtraucherschutz war da nur eine taktische Zwischenstation auf dem Weg zu weiteren Verboten.
    Das wird uns dann auch in den nächsten Jahren bewusst werden, wenn es um Rauchverbote in der Außengastronomie gehen wird…

  • #32
    Ralf Schulze

    da Ihr bis heute nicht den Mut aufgebracht habt einige zehntausend Eier fuer diese neo-diktatorischen zu besorgen, bleibt zu hoffen, dass Ihr sie wenigstens mit Hausverbot ausgrenzt…Bei uns kommt kein SPDler oder Grüner mehr ins Haus

  • #33
    Julia

    Möglicherweise ist diese zackige Ursachenzuschreibung auch Quatsch und es hat was mit dem miesen Wetter zu tun, dass die Leute gerade nicht rausgehen.

  • #34
    Stefan Laurin

    @Julia: Das sich nicht in die Biergärten gehen, hat mit dem Wetter zu tun – dass sie aber auch nicht IN die Kneipe gehen, mit dem Rauchverbot.

  • #35
    Julia

    @ Nur stimmt das nicht so ganz. Die Kneipen waren in den letzten Wochen so voll wie sonst auch.

  • #36
    Stefan Laurin

    @Julia: Das stimmt nicht: Mandra hat Einbrüche, Zacher hat Einbrüche, der Shop ist sehr leer, das Konkret hat Probleme, Jedermanns hat Probleme. Dann werden bald die Shisha-Bars schließen, für die es überhaupt keine Perspektive gibt. Taxifahrer klagen über einen Umsatzrückgang von 30 Prozent – weniger Gäste in den Kneipen bedeutet auch weniger Fahrgäste.

  • #37
    teekay

    Mich wuerden ja mehr Kommentare von wegbleibenden Rauchern interessieren (davon gibt es ja wohl entsprechend viele): Liebe Raucher, was macht ihr jetzt mit der ganzen Zeit und dem ganzen gesparten Geld? Zuhause allein/in Gesellschaft mit Alkohol vom Supermarkt zusammen sitzen? Anderen Hobbies nachgehen? Mal wieder in Ruhe ein Buch lesen? Sozial verkuemmern? Und wie reagiert der Freundeskreis darauf?

  • #38
    Stefan Laurin

    @teekay: Genau das – meine Freunde und ich treffen uns jetzt privat und gehen – vor allem bei schlechtem Wetter – nicht mehr raus. Wir suchen zudem einen eigenen Raum für uns – einen gemeinsamen Partykeller zum feiern mit anderen Freunden.

  • #39
    discipulussenecae

    Meine Stammkneipen im Bochumer Ehrenfeld sind gähnend leer. Auch die Gastronomen, die sich einen Ausgleich durch den Zulauf von nichtrauchenden Theaterbesuchern erhofft hatten, sind bisher bitter entäuscht worden. Die paar Stammgäste, die mann immer noch draußen vor der Tür beim Rauchen trifft, haben neben dem schlechten Wetter vor allem ein Thema: nie, nie, nie wieder grün zu wählen!

  • #40
    TeeJane

    @#24: Wie die beiden MdLs der Piraten denken weiter vorzugehen, kann ich gerade nicht sagen, aber auch die beiden stehen bei den Stammtischen nun draußen, statt wie früher im Raucherbereich. Dazu gesellen sich dann ein paar Nichtraucher und das Kneipenpersonal, sowie die Wirtin selbst.

  • #41
    Nansy

    @ #37 Teekay: Nun, zuerst einmal eine Menge Geld sparen – mal abesehen davon, dass man im Sommer (noch!) in der Außengastronomie zusammensitzen kann, bei schlechtem Wetter verlagert sich das Ganze jetzt auf private Grundstücke und in Wohnungen. Da kann man sich mit dem eingesparten Geld ganz gut einen neuen Grill zulegen und hat außerdem noch weniger Getränkekosten beim Bier aus dem Supermarkt.
    Das ist natürlich auf Dauer für die Volkserzieher ein unerträglicher Zustand, deshalb wird es auch nicht mehr lange Dauern, bis man sich darüber Gedanken macht, wie man in die Privatsphäre der Menschen gesetzlich eingreifen kann.
    Bis dahin sind aber leider so einige Lokale „über die Wupper gegangen“, was aber natürlich von Seiten der Puritaner heftig abgestritten werden wird.

  • #42
    Peter Podewitz

    @Julia
    Was ist das denn: bei #33 liegt es noch am Wetter, daß die Kneipen leer sind, und bei #35 sind sie ÜBERHAUPT NICHT leer? Wir basteln uns die Welt, wie sie uns gefällt? Hauptsache recht haben? Seltsam.
    @Teekay
    Ich wäre wohl die von Dir gesuchte Zielgruppe. Und ja, ich gehe nicht mehr in Gaststätten, weil für mich ein Zigarettchen dazugehört. Tatsächlich könnte ich mich nun über einen kleinen finanziellen Zugewinn freuen, aber die Einschränkungen meiner Freizeitgestaltung trüben diese Freude gleich wieder ein.
    Die wichtigste – und bisher immer noch unbeantwortete – Frage lautet doch: weshalb werden Nichtraucher durch die Existenz von Raucherkneipen geschädigt???

  • #43
    Gogan

    Ich als bayerischer Raucher kann bestätigen, dass es nach Einführung der Rauchverbote zu massiven Umsatzeinbussen (-30-40%) gerade in der getränkegeprägten Kleingastonomie gekommen ist und sehr viele Kneipen geschlossen haben. Das gibt aber das statistische Bundesamt nicht her, da es zum einen nur gastonomische Betriebe mit einem Jahresumsatz > € 150.000,– (diese Umsatzgrenze ist ist nach Einführung der Rauchverbote willkürlich von € 50.000,– angehoben worden) berücksichtigt und zum zweiten geschlossene Betriebe nicht mehr erfasst werden so dass die verbliebenen Gaststätten eventuell mehr Umsatz machen. Ja, die werden auch wieder aufgemacht und wechseln innerhalb von 2 Jahren drei- bis viermal den Besitzer. Nach Einführung der Rauchverbote kam es in Bayern zu einem ca. 20%igen Gästeschwund in Gaststätten, der ca. 1/2 Jahr andauerte, danach kamen die Gäste wieder, verzehrten aber weniger. In Kneipen auf dem Land ist Nichts mehr los (Szenekneipen in den Großstätten sind bumsvoll wie immer), in vielen Gaststätten wird bei Anwesenheit von bekannten Gästen ab ca. 22:00 die Türe verschlossen und die Aschenbecher kommen auf den Tisch, dann wird es erst gemütlich. O-Ton einer Wirtin, die so verfährt: „Wenn ich Euch Raucher nicht hätte, müsste ich zusperren“. Es ist nun einfach mal so, dass die 25% rauchender Bürger 80% Umsatz in der Gastonomie generieren (auch das ist wissenschaftlich in England untersucht).
    Rauchverbot ist Kneipentod !

  • #44
    MNach

    Hm, vielleicht sollten wir mal abwarten, was so in den nächsten Wochen noch passiert. Ich werfe auch dazu mal ein, dass die Klientel vom z.B. Mandra (mein Lieblingsladen) und dem Shop zwischen Christi Himmelfahrt und Fronleichnam eh kollektiv auf irgendwelchen Campingplätzen in Holland anzutreffen ist.
    Über Pfingsten ist es doch jedes Jahr gähnend leer im 3Eck…

    Nichts destotrotz, ich will wieder rauchen anner Theke!

  • #45
    matti

    man muss bei dem ganzen käse hier auch mal differenzieren zwischen kneipen und „bars“. mit sicherheit wird eine bar wie das three sixty oder salsa oder ähnliches nicht die einbußen vorweisen wie beispielsweise pinte oder shop. das bier und die kippe in der kneipe gehören im pott nun mal dazu oder grade kneipen wie die pinte beispielsweise wo man sich auf bier kippe und schnaps der woche trifft werden daher größere probleme haben als das three sixty wo man durchaus auch mal wegen nem burger und champions league auf leinwand hingeht..

  • #46
    mark8568

    Nun, in Bayern sind zwischen 40 – 50 % der Kleingastronomen verschwunden. In einer Statistik tauchen die natürlich nicht auf, da in dieser nur Betriebe mit einem Jahresgewinn von über 50.000 Euro aufgeführt werden. Aber wahrscheinlich ist das auch so gewollt, denn so wird diese Statistik halt schöngeredet „in Bayern klappts doch auch“. Tatsache, in Bayern stirbt derzeit ein ganzer Geschäftszweig, die Nichtraucher stürmen nicht die Gastro, die bleiben dort, wo sie auch vorher schon waren.

  • #47
    Maurice Cremers

    Ich bin Exil-Bochumer, Nichtraucher und Wirt in Passau:

    Zur Veranschaulichung hier ein Beitrag zum Rauchverbot in Bayern nach einem Jahr der Durchsetzung:

    Ich frage mich, wo die ganzen Leute sind, die für die komplett rauchfreie Gastronomie gekämpft haben. In den Kneipen sind sie jedenfalls nicht! Das absolute Rauchverbot ist eine komplette Groteske. Mit der alten Kompromisslösung gab es schon ein Übergewicht an gastronomischen Betrieben, die die Möglichkeit boten, einen rauchfreien Abend zu verbringen. In unserem passauer Kneipenviertel waren, die Speisegastronomie augeklammert, nur drei von acht Bars und Kneipen reine Raucherlokale. Diese drei Kneipen haben sich aufgrund ihrer Besucherstruktur dazu entschlossen Raucherkneipen zu werden, nicht weil sie die Nichtraucher aussperren wollten. Einige Kneipen hatten einen speziellen Nebenraum eingerichtet, durch den kein Nichtraucher musste, um in den Laden oder auf die Toilette gelangen zu können. Bei diesen Läden stehen jetzt die Raucher im nicht zur Gewerbefläche gehörigen Hausgang durch den JEDER Gast durch muss. Dieser Schuss in diesen Fällen deutlich nach hinten losgegangen! Wir Wirte haben in der Diskussion um das Rauchverbot ständig darauf hingeiesen, dass es zu Problemen mit den Anwohnern kommen wird. Dieses Argument wurde als fadenscheinig abgetan! Ein halbes Jahr später hatten wir plötzlich eine Sperrzeitdiskussion in Bayern, bezeichnender Weise angeregt, von der Partei, die schon das Volksbegehren auf den Weg gebracht hat. Anstatt sich und seine Politik bei Eintreten des prophezeiten Szenarios kritisch zu hinterfragen, wurde der nächste Dampfhammer herausgeholt.
    Die viel propagierte Chancengleichheit bei dem absoluten Rauchverbot ist ebenfalls eine Farce. Während unsereins in Kern der Stadt damit rechnen muss, aufzufliegen, wenn man rauchen lässt, wird in den Kneipen, Bars und Wirtshäusern in den Nachbargemeinden weitergeraucht und nicht kontolliert, obwohl es dort ein offenes Geheimnis ist. In meiner kleinen Eckkneipe ohne Biergarten lebe ich von den kalten Monaten im Jahr, d.h. ich muss in diesen Monaten für das bevorstehende Sommerloch mitwirtschaften. In diesen Monaten hatte ich an den Wochenenden viele Gruppen, die aus dem Umland nach Passau reingekommen sind. Von diesen Gruppen habe ich keine einzige in diesem Jahr gesehen, was auch bei der Tatsache, dass sie in ihrer Heimatgemeinde oder in ihren Partykellern rauchen können, nicht verwunderlich ist. Einer der tollsten Tips, die ich bekommen habe, war, dass ich mir ein „Nichtraucherkonzept“ überlegen solle. Nur konnte mir noch niemend erkkären, was, außer meine Kneipe rauchfrei zu halten, genau ein „Nichtraucherkonzept“ ist.
    Seit ich den Laden vor ca. vier Jahren übernommen hatte, hatte ich, bis auf das erste Halbjahr 2008, in dem ich es als nicht rauchender Wirt schon einmal rauchfrei probiert habe, kontinuierlich steigende Umsatz zahlen. Seit dem 01.08 2010 geht es rasant in die andere Richtung! Ich habe jetzt genau ein Jahr durchgehalten und jetzt im Sommerloch ist es soweit, dass ich ab dem 01.08.2011, also ab heute Nacht, als Zeitungsbote für die Pnp anfange, um meinen Laden irgendwie halten zu können. Danke dafür. Die Selbständigkeit war mein Traum und ich bin nicht bereit, ihn kampflos aufzugeben. Was bringt mir als Nichtraucher die saubere Luft in meinem Laden, wenn die mühsam aufgebaute Existenz unverschuldet zum teuren Hobby wird. Und jetzt komm mir keiner damit, dass wenn die Leute meinen Laden wirklich mögen würden, sie auch in den Laden kommen würden. Ich habe einen guten Stamm treuer Stammgäste, die trotzdem kommen. Nur deshalb habe ich bis jetzt durchgehalten. Es reichen allerdings bei der Größenordung des Betriebes schon 25% Umsatzverlust (nicht Gewinnverlust), um nachhaltig die Existenz zu gefährden.
    Um das richtig zu stellen: Ich bin nicht dafür, dass Alles wieder so wird wie vor 2008! Jeder Nichtraucher hat das Recht, fortzugehen ohne von Rauch belästigt zu werden. Keiner will ernsthaft, dass in Restaurants und Tagescafes mit Kinder- und Familienkundschaft oder in ALLEN Kneipen wieder geraucht wird. Wir wollen unseren bis vor einem Jahr gut funktionierenden Kompromiss wieder haben. Wenn das absolute Rauchverbot wirklich etwas mit Bedarf und nicht mit dem Durchsetzen von Prinzipien und Dogmen zu tun hätte, würden die Leute, die dafür gekämpft haben, die neu geschaffenen Verhältnisse auch nutzen und in die Bars strömen. Natürlich gibt es auch Menschen, die das tun. Allerdings ist die Zahl derer sehr gering und es ist nicht selten vorgekommen, dass Gäste nur kurz in den Laden geschaut haben und wieder gegangen sind, weil so wenig los war. Das ist fast schon schizophren. Die meisten aber sitzen zuhause und freuen sich, dass sie rauchfrei fortgehen „könnten“, wenn sie denn „wollten“!
    Diese sollten sich einmal hinterfragen, wieviel übertriebenes Gutmenschentum zerstören kann und, ob man das Recht hat, sich selbst als Massstab für alle Anderen zu setzen.

  • #48
    E

    Liebe Raucher tut euch zusammen besprecht das mit den Wirten und veriegelt die Tür und raucht als geschlossene Gesellschaft. Wie in der Prohibition anders scheint es nicht zu gehen.

  • #49
    hui-buh

    Wir in Bayern haben mittlerweile rund 500 Ortschaften keinen Gasthof mehr, in jeder 7 Ortschaft gibt es auch kein speiselokal mehr. Zu verdanken haben wir das der regulierungswütigen Parteien wie ÖDP SPD und den Grünen, mittlerweile gehen sie jetzt auch schon soweit das sie das rauchen im aussenbereich verbieten wollen. Liebe NRWler macht euch noch auf etwas gefasst! Die Verbote werden zunehmen, weil sie alle die Normalen unterdrücken wollen! Zu den Normalen zählen alle die nicht in jedem ihrer PUNKTE ihrer Meinung sind.

  • #50
    Jan

    Die Umsatzeinbußen der Wirte sind Faktum. Wir vermieten Immobilien an 1 Wirt, der neben dem Lokal noch 2 weitere Lokale in Mülheim und Duisburg betreibt und einen Discothekenbesitzer. Ersterer sprach nach dem Inkrafttreten der neuen Regelung vom „schlechtesten Tag seit Eröffnung“ (Das Lokal lief vorher immer sehr gut, weswegen ihm auch 2 weitere Ladenlokale folgten). Ähnliches galt für die beiden anderen Lokale. Der Discothekenbetreiber hat einen Bauantrag für einen überdachten Außenbereich mit Gesamtkosten von 50.000€ gestellt, das würde er wohl nicht tun, wenn er keinen eindeutigen (finanziellen) Zusammehang festgestellt hätte.

    Dort wo andernorts nun vor dem Lokal auf der Straße geraucht wird, kam es hier bis dato schon zu mehreren Polizeieinsätzen wegen Ruhestörung, jeweils mit Verwarnung des Lokalinhabers und der Bitte doch „Security“ zu engagieren, die für Ruhe vor der Ladentür sorgt. Schade, dass die meisten Kneipen vmtl. nicht in der Lage sein werden diese Mehrkosten bei sinkenden Umsätzen zusätzlich zu Service-, Energiekosten, Gema, Gez, Berufsgenossenschaft, Mehrwertsteuer, Einkommenssteuer, Gewerbesteuer, Grundsteuer, Alkoholsteuer, Lohnsteuer, Kirchensteuer, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, Solidaritätszuschlag, Krankenversicherung, Gebäudeversicherung, Haftpflichtversicherung und und und, auch noch zu Schultern.

  • #51
    storch3

    Die Aussage maßgeblicher Bochumer Gastronomen, hier stünden 600 bzw. 800 Arbeitsplätze zur Disposition, muss man sicher auch als politische Äußerung verstehen. Auch hier gehört Klappern (nicht nur mit Gläsern) zum Geschäft.
    Mein persönlicher Eindruck aus dem letzten Besuch des 3Ecks vor ein paar Tagen:
    Pinte: rappelvolll (trotz Rauchverbot),
    Mandra: gähnend leer (wegen Rauchverbot) – die Aussage wurde vom Personal bestätigt.
    Shop und Zacher: wie immer um die Uhrzeit (ca. 0:30 Uhr).
    Pfingstferien und beginnende Reisezeit sollten hier kein Maßstab sein.
    Kurzum: Abwarten – und die Anregung an die schreibende Zunft, das Ganze mit einigem zeitlichen Abstand genau und großflächiger zu recherchieren – besser auch in den Eckkneipen.
    Mit den dann gewonnenen Erkenntnissen kann man besser und glaubhaft darlegen, ob es zu einem Kneipensterben kommt. Das wäre guter Journalismus und zudem verwertbar.
    P.S.: Das schreibt eine Gegnerin des Rauchverbots.

  • #52
    Mike O.

    Traurig aber wahr – Grün ist das neue braun 🙁 Freiheit & Vielfalt werden verboten..
    Und das dicke Ende für die Wirte kommt erst noch – wartet mal ab wenn der Herbst kommt und Aussengastronomie kein Thema mehr ist.. Denke der Zeitpunkt 1.Mai wurde auch von Grünen & SPD bewusst gewählt um die schlimmsten Folgen nicht sofort sichtbar werden zu lassen.. Hätte das Rauchverbot am 1.Januar gestartet weren die sofortigen Folgen noch heftiger..

    Und was ich als Raucher jetzt mache – am WE war war ich auf einer privaten Raucherfete – zusammen mit vielen Nichtrauchern.
    Kneipe – nee,sorry.. So leid es mir für die Wirte tut – aber ich gehe nicht weg um es ungemütlich zu haben 🙁

    Würde mir nur wünschen das die Gastronomie mehr tut um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen – Flugblätter,Unterschriftenlisten,Aufkleber usw..

    Wenn an einigen Läden Schilder mit dem Schriftzug „Kein Einlass für Wähler von SPD & Grünen“ auftauchen würden auch die Medien das Thema öfter aufgreifen..

  • #53
    Marc T

    Dass der Start des Rauchverbots von ursprünglich 01.01.2013 auf den 01. Mai verschoben wurde, war natürlich politisches Kalkül von den Grünen und Roten. In der Sommersaison und bis zur Bundestagswahl fällt es hoffentlich wenigen auf, dass man Indoor nicht mehr rauchen darf und nach der Wahl bzw. wenn es dann allen auffällt, weil Outdoor geschlossen wird, erinnert sich hoffentlich niemand daran, wer das Gesetz beschlossen hat. Man kann übrigens etwas dagegen tun: Es laufen aktuell etliche Online-Petitionen gegen dieses totale Rauchverbot. Muss man nur googlen Petition gegen das neue Nichtraucherschutzgesetz. U.a. hier:
    https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-den-nichtraucherschutz-in-nrw
    https://www.openpetition.de/petition/online/aufhebung-des-nichtraucherschutzgesetzes-in-der-aktuellen-fassung
    Teilen, Abreisszettel ausdrucken und in Kneipen verteilen, damit noch mehr auf diese Gängelung durch die Grünen und eine mitmachende Frau Kraft und ihre SPD aufmerksam werden und mitmachen bei der Petition oder der danach vielleicht kommenden Volksabstimmung. Die Speisegastronomie war bereits rauchfrei, Eckkneipen hatten die Wahlmöglichkeit. Es gab ein akzeptiertes Gesetz, wo es für alle genug Wahlmöglichkeiten gab in den letzten vier Jahren und vor allem war die große Mehrheit zufrieden mit diesen Regelungen und es gab ein akzeptiertes Nebeneinander von Rauchern und Nichtrauchern.
    Dieses neue Gesetz, von den Grünen, v.a. Ministerin Steffens durchgedrückt dient nicht mehr dem Schutz der Nichtraucher (die waren bereits geschützt!), dieses Gesetz dient einzig und allein der Gängelung des mündigen Bürgers, er soll umerzogen werden zum Nichtraucher. Das gibt Frau Steffens sogar selbst zu, dass das ihr Ziel ist. Nachdem aber Frau Steffens keinen legitimierten Erziehungsauftrag hat in das Privatleben der Bürger einzugreifen, sollte man sich dagegen wehren, dass die Politik anfängt sich ins Privatleben einzumischen! Wenn wir dieses Gesetz akzeptieren, werden weitere Gesetze folgen, die noch mehr Einschnitte im Privatleben zum Ziel haben.

  • #54
    georg

    Ich kann die Wut vieler Gastronomen sehr gut nachempfinden – auf dem Rücken der Gastronomen wird ein Kampf gegen den Tabakkonsum ausgetragen, an den sich die Politik wegen der enormen Lobby keiner rantraut. Die Argumente, Nichtraucher oder Angestellte könnten sich dem „Gruppenzwang“ kaum entziehen, mögen zum Teil stechen. Allerdings laufen sie spätestens da ins Leere, wo eine Eckkneipe seit Jahr und Tag vom Eigentümer geführt und die Gäste alle für Pils und Kippe kommen. Komischerweise wird da nichts ausgeklammert. Ist ja auch viel einfacher, dem Gastronomen mit enormen Strafen zu drohen, als sich dem Kernproblem selbst zu widmen.

    Klar ist: Im europäischen Ausland, allen voran den skandinavischen Ländern, ist die Bevölkerung schon deutlich besser sensibilisiert, was die Risiken des Rauchens betrifft. Dort darf in der Öffentlichkeit praktisch nirgends mehr geraucht werden und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich die anfänglichen Einbußen in der Gastronomie nach und nach wieder eingependelt haben. Das würde bei uns auch passieren, wenn die Akzeptanz in der Bevölkerung stiege. Bei gefühlt 16 verschiedenen deutschen Lösungen kann das aber nicht funktionieren.
    Meine feste Überzeugung ist: Über kurz oder lang werden sich auch die Raucher mit den Einschränkungen abfinden und zu ihrem gewohnten „Kneipenkonsum“ zurückkehren. Dass bis dahin einige Wirte über die Klippe gehen und der Weg hochgradig ungerecht ist, sehe ich aber auch so.

  • #55
    TuxDerPinguin

    @Gogan:
    kannst du die wissenschaftliche Studie mal verlinken, nachdem die 25% der Bevölkerung, die rauchen, für 80% der Umsätze in der Gastronomie verantwortlich sind?
    mich würd ja interessieren, wo Nichtraucher dann ihr Geld verprassen.. Theater, Museum, Golf?

  • #56
    Marc T

    Dass der Start des Rauchverbots von ursprünglich 01.01.2013 auf den 01. Mai verschoben wurde, war natürlich politisches Kalkül von den Grünen und Roten. In der Sommersaison und bis zur Bundestagswahl fällt es hoffentlich wenigen auf, dass man Indoor nicht mehr rauchen darf und nach der Wahl bzw. wenn es dann allen auffällt, weil Outdoor geschlossen wird, erinnert sich hoffentlich niemand daran, wer das Gesetz beschlossen hat. Man kann übrigens etwas dagegen tun: Es laufen aktuell etliche Online-Petitionen gegen dieses totale Rauchverbot. Muss man nur googlen Petition gegen das neue Nichtraucherschutzgesetz. U.a. hier:
    https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-den-nichtraucherschutz-in-nrw
    https://www.openpetition.de/petition/online/aufhebung-des-nichtraucherschutzgesetzes-in-der-aktuellen-fassung
    Teilen, Abreisszettel ausdrucken und in Kneipen verteilen, damit noch mehr auf diese Gängelung durch die Grünen und eine mitmachende Frau Kraft und ihre SPD aufmerksam werden und mitmachen bei der Petition oder der danach vielleicht kommenden Volksabstimmung. Die Speisegastronomie war bereits rauchfrei, Eckkneipen hatten die Wahlmöglichkeit. Es gab ein akzeptiertes Gesetz, wo es für alle genug Wahlmöglichkeiten gab in den letzten vier Jahren und vor allem war die große Mehrheit zufrieden mit diesen Regelungen und es gab ein akzeptiertes Nebeneinander von Rauchern und Nichtrauchern.
    Dieses neue Gesetz, von den Grünen, v.a. Ministerin Steffens durchgedrückt dient nicht mehr dem Schutz der Nichtraucher (die waren bereits geschützt!), dieses Gesetz dient einzig und allein der Gängelung des mündigen Bürgers, er soll umerzogen werden zum Nichtraucher. Das gibt Frau Steffens sogar selbst zu, dass das ihr Ziel ist. Nachdem aber Frau Steffens keinen legitimierten Erziehungsauftrag hat in das Privatleben der Bürger einzugreifen, sollte man sich dagegen wehren, dass die Politik anfängt sich ins Privatleben einzumischen! Wenn wir dieses Gesetz akzeptieren, werden weitere Gesetze folgen, die noch mehr Einschnitte im Privatleben zum Ziel haben.

  • #57
    Mogelpackung

    Der Landtag in Düsseldorf ist z.B. von diesem Rauchverbotsgesetz nicht betroffen,wie geht das denn zusammen??? Und von den „Grünen“ eine klare Stellungnahme zu bekommen ist auch nicht möglich, fragt man sie, bekommt man zur Antwort………..wir waren das nicht,wir sind nur Kommunalpolitisch tätig, wie witzig.
    In unserer Kneipe rauchen wir weiter, solange keine Gefahr im Verzug ist, 2 Spitzelgäste waren auch schon dort, in Anwesenheit der „Grünen“, sie tranken ein Bier, wir die Raucher standen draussen und sie sassen bzw. standen alleine an der Theke. Was ich beobachten konnte ist, das nichts mehr los ist, weder in dieser noch in anderen Kneipen, vielen DANK ihr h………v…….brannten Nichtraucher.
    Ich hab da noch nen Vorschlag, am besten teilt ihr unsere 16 Bundesländer z.B. folgendermassen auf:
    1.NRW für die Raucher, da es hier,jedenfalls meine Meinung,am schönsten ist und ich hier nicht weg will, bleiben noch 15 andere: 1 für die Nichtraucher,1 für die Dicken,1 für die Alten, 1 für die Demenzkranken und was euch Spinnern sonst noch so einfällt. Oder noch besser wäre es 2 Enklarven zu bilden, so alla Ex-DDR, Mauer hoch Raucher links und Nichtraucher rechts, na wär das was?? Noch etwas: Gerade heute war ich beim Doc und habe ihm erzählt das ich nicht mehr rauche, er freute sich (grins), als ich draussen war, fiel mir ein, oh Gott, lass dich bloss nicht beim Rauchen vor der Kneipe erwischen.

  • #58
    Mogelpackung

    Wir rauchen weiter:Punkt und lassen uns von Blockwarten und Denunzianten überraschen.

  • #59
    Stefan Laurin

    @Mogelpackung: Der Landtag ist nicht vom Rauchverbot ausgenommen. Die Dinkelteetrinker haben sich auch dort durchgesetzt…

  • #60
    William-James

    Die kleine Kneipe an der Ecke war ein sozialer Raum, Begegnungsstätte usw.. Dort wurde über die neusten Entwicklungen in der Nachbarschaft, Fußballergebnisse und politische Grundsatzdiskussionen geführt.
    Eben alles, was einen so gerade bewegt, kam auf den (Stamm)tisch und wenn man sich wohl fühlt kommt man wieder.

    Wenn aber nun eine Gruppe ausgegrenzt wird, denkt man schon darüber nach, warum das so sein soll. Will man die Menschen nicht mehr selbst denken lassen? Will man ihnen der letzte Selbstbestimmung berauben? Will man die Menschen noch weniger direkt aufeinander treffen lassen und die Generation Internet an die eigenen 4 Wände ketten?

    Eine traurige Entwicklung und wenn das so weitergeht, wird das Nasebohren auch verboten. Ich hoffe, dass man dafür nicht ins Gefängnis muss. Für das Rauchen in der Kneipe muss man jetzt wohl sogar ins Gefängnis, wenn man die Strafe nicht bereit ist zu zahlen. Wohin geht unsere freiheitliche und offene Gesellschaft?

    Etwas Angst bekomme ich schon als Nichtraucher!

  • #61
    Oliver

    Ich hätte nie gedacht, das es so konsequent durchgezogen und eingehalten wird. Sei Freibeuter oder Intershop, die Leute stehen lieber vor der Tür und Klammern sich um den Wärmepils.

    In meinem Blog, hab ich versucht meine Eindrücke zu schildern. Als gebürtiger Saarländer, hab ich selbst gesehen, wie die Kneipenkultur – bzw. die Einnahmen der Wirte weg bricht. Bei jedem „Heimatbesuch“ fehlt eine weitere Kneipe bzw. wird durch ein Restaurant ersetzt. Besitzer müssen ihre Angestellten wegschicken, weil die Gäste ausbleiben. Sogar die saarländischen Landespolitiker gingen auf Kontrollgang und verpetzen die Wirte beim Ordnungsamt.

    Eigentlich blieb doch jedem Nichtraucher die Wahl, ob er eine Lokalität betritt oder nicht. Beim Personal, ok sieht es anders aus. Aber habe ich als Angestellter, doch auch die Wahl meinen Arbeitsplatz und Arbeitgeber zu wählen….

    Wenn es nicht die Einbrüche der Einnahmen sind, dann bald die Anwohner, die sich über den Lärm auf den Strassen beschweren, weil die Leute draußen rauchen!

  • #62
    Thomas

    Serdar Yüksel wir sind selber Schuld das wir dich gewählt haben meine Freund und ich sind ca 60 die dich gewählt haben und das war ein Fehler danke für das Rauchverbot

  • #63
    mark8568

    Hier mal eine Statistik des MIFM zur Auswirkung der Rauchverbote in Bayern
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=582234735140430&set=o.345598552205589&type=1&relevant_count=1&ref=nf
    Ein Rückgang seit 08/10 um 30 %. Woanders klappts doch auch.

  • #64
    Nansy

    In welche Richtung die Entwicklung nach dem radikalen Rauchverbot in NRW gehen wird, kann man auch aus den bayerischen Erfahrungen ableiten – zwar gibt es Unterschiede (ländlicher Raum in Bayern, städtischer Raum im Revier), aber die generelle Richtung läßt sich schon erkennen.

    Stichwort Wirtshaussterben in Bayern: Eine Studie besagt, jedes dritte Dorf in Bayern hat keine eigene Schankwirtschaft mehr. Das Land ist stärker betroffen als die Stadt.

    Die Gründe: Die Leute trinken ihr Bier heutzutage lieber daheim oder treffen sich zum Kartenspielen zu Hause – es kommt zu einem „Rückzug in die eigenen vier Wände“.
    Hinzu kommt, dass immer mehr Familien- oder Tauffeiern wegen des Rauchverbotes in Vereinsräumen oder in Feuerwehrhäusern abgehalten werden.
    Diese sogenannte „Schwarzgastronomie“ ist wiederum den Gastronomen und der Obrigkeit ein Dorn im Auge – was zwangsläufig zu mehr Kontrollen und strengeren Gesetzen führen wird.

    http://www.merkur-online.de/aktuelles/bayern/studie-kneipensterben-bayern-haelt-2813360.html

    Die Erfolgsbranchen in der Gastronomie sind nun Catering, Imbissstuben und Fast-Food-Lokale.

    Mag sein, dass die Auswirkungen in großen Städten in NRW etwas anders sein werden, in ländlichen Gebieten NRW´s wird das radikale Rauchverbot aber zu ähnlichen Ergebnissen führen – die Kneipe als sozialer Raum wird verschwinden.
    Aber vielleicht ist das ja auch die Absicht der rot/grünen Volkserzieher…

  • #65
  • #66
    Stefan Laurin

    @ Hui-Buh: Auch wenn Tabak verboten wird, wirst Du ein einsamer und verbitterter Mensch bleiben. Das weißt Du so gut wie ich.

  • #67
    Nansy

    Stefan, das „Schlossgespenst“ Hui-Buh ist bereits ein einsamer und verbitterter Mensch!
    Eine Suche in Google ergibt, dass der Poster Hui-Buh quer durch die Republik in allen Zeitungen und Blogs auftaucht, wenn es um Rauchverbote geht.
    Dabei sind seine Kommentare meistens kurz und voller Verachtung für Raucher, häufig fallen sie auch so aus, das sie vom Moderator gelöscht werden müssen.

  • #68
    Bernd

    Ab 1986 war ich in einer Partei. Wir setzten uns mit unserer Ortsgruppe damals mit der Möglichkeit einer Freigabe des Kiffens in ausgewählten Lokalen auseinander. Zur Debatte standen in unserer internen Diskussion zum Beispiel das alte Oblomov und das (damals gerade zugemachte) Rotthaus in Langendreer. Die Aussichten auf eine Kiff-Regelung nach holländischem Vorbild standen exzellent, es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis man die Tüte in seiner Lieblingskneipe rauchen konnte. Ohnehin tat man dies gelegentlich, wenn nur noch die Unverzagten dort herum hingen. Die „Konkurrenten“ von der Jungen Union am Nachbartisch ließen damals auch so ungefähr alles dampfen, was man zwischen Blättchen packen konnte. Nicht wahr, Herr HesXXX, oder etwa nicht, Herr FabXXX, und Herr HaXX?

    Nun bin ich in der gleichen Partei und Raucher. Meine Partei befürwortet nun ein totales Rauchverbot. Hätte man die Diskussionen zwischen Angehörigen ALLER politischen Strömungen (und wir waren weiß Gott politisch, damals!) von 1986 auf Tonband, so könnte man beobachten, welchen Schwenk von Freiheit zu Reglementierung alle Strömungen auf allen Sachgebieten vollzogen haben.

    Nun, da das Rauchen zum amoralischen Charakterfehler gemacht wurde, kann man sicher auch das Trinken bändigen. Warum nicht bei einem Orangensaft in frischer Luft lustig sein? Braucht es denn immer Drogen? JA. Ich und meinesgleichen wollen nicht im Kreise fesch gestylter Lehrerinnen Limonencocktails trinken. Ich und meinesgleichen wollen in dreckigen Jeans mit ungewaschenen Haaren saufen, rauchen und im Rahmen der rechtlichen Duldungsregelung auch nicht immer nur Tabak. Wir wollen Euch dabei nicht stören; 10 Läden über Bochum verteilt reichen uns, wenn Ihr uns darin in Ruhe lasst.

    Daran hat sich nichts geändert; nur: Im Gegensatz zu 1986 haben wir keine politische Lobby mehr.

  • #69
    KClemens

    #55 | TuxDerPinguin

    Guck mal in diesen Link, da ist zwar nicht nach Rauchern oder Nichtrauchern unterschieden, aber es zeigt, wie oft bestimmte Altersgruppen ausgehen.

    http://www.vuma.de/fileadmin/user_upload/VuMA_2013/VuMA_2013_Berichtsband.pdf

    Und hier die Homepage:

    http://www.vuma.de/

  • #70
    KClemens

    #65 | Hui-Buh

    Ist Dir beim Netwerk Rauchen und bei Rachow langweilig geworden, daß Du jetzt hier herumgeistern musst?

  • #71
    KClemens

    #68 | Bernd

    Daran hat sich nichts geändert; nur: Im Gegensatz zu 1986 haben wir keine politische Lobby mehr.

    Doch, die Grünen sind immer noch ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht Cannabis zu legalisieren.

    Aber bitte nicht rauchen, sondern als Keks oder Tee konsumieren…….. 🙂

  • #72
    mark8568

    An alle, auf Hui-Buh nicht weiter eingehen. Ein trauriger Mensch. Dont feed the troll

  • #73
    Nansy

    Zitat aus dem Blog „Herrenzimmer“: „Das Geschäft nach Mitternacht hat nicht abgenommen, es ist zusammengebrochen.“ So klagt ein Düsseldorfer Wirt in der Zeitung, und er ist bei weitem nicht der Einzige. Nicht einmal einen Monat nach dem grünroten Rauchverbot in der NRW Gastronomie sind in vielen Lokalen des Landes die Gästezahlen derart zusammen gebrochen, dass sie dem Wirkstoffgehalt einer homöopathischen Medizin entsprechen. Also gleich Null sind.
    ….Am 15. Juni gibt es daher in Düsseldorf eine Protestdemonstration gegen die Regelung, an der neben Gastronomen ebenso betroffene Karnevalisten und Vereinsschützen teilnehmen werden.“

    http://www.herrenzimmer.de/2013/05/24/rauchzeichen-setzen/

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  • #75
    Jens

    Mal ein konkretes Beispiel aus dem Bermuda3eck:

    Gestern (nach dem Tote Hosen-Konzert, das um ca. 23 Uhr endete) strömten einige tausend Konzertbesucher ins 3eck, auch unsere Gruppe.

    Wir suchten ein gewisses Café auf, das recht gut gefüllt war. Im vorderen Bereich waren nur ein paar Tische frei, so dass wir nach hinten gingen. Dort blätterten wir dann in den Speisekarten (man war ja ab ca. 16 Uhr im Stadion) und mussten dann feststellen, dass die Küche jetzt geschlossen sei.

    Wir verließen dann diesen Laden und gingen in einen anderen wo es noch was gab – und wo es so voll war, dass wir, kaum dass wir aufgegessen und ausgetrunken hatten, schon den Tisch an Nachfolger übergeben konnte.

    Jetzt ist natürlich nicht jeden Tag ein Hosen-Konzert im Stadion, aber ein wenig erhellend finde ich das schon, vor allem weil das besagte Café schon in Berichten wie diesem hier (aber nicht konkret in diesem!) erwähnt wurde.

  • #76
    Bodo Krispin

    Da hilft kein Jammern und Zähneknirschen. Die NRW-Wirte, -Freiheitsliebenden und -Raucher sollten den Roten und Grünen schon bei der Bundestagswahl im September zeigen, wo der Hammer hängt. Wählt sie nicht. Geht aber bitte wählen, das ist sehr wichtig für den Wahlausgang. Jeder der zu hause bleibt verschenkt seine Stimme.

  • #77
    Marc T

    Die Grünen und allen voran Frau Steffens haben die „angeblichen“ Umsatzeinbußen bei der Anfrage der FDP zum Nichtraucherschutzgesetz im Landtag vergangenen Freitag umgedeutet zu Umsatzzuwächsen in der Gastronomie und man könne doch eh nicht den Gesundheitsschutz zurückschrauben wegen eventuellen Umsatzeinbußen.
    Ich denke, dass die Grünen langfristig vor allem die Kneipenkultur und die dortigen Stammtische platt machen wollen, weil dort oft konservative oder zumindest gegen die Grünen Ideen gerichtete Ideen diskutiert oder ersonnen werden. Die typische Wählerklientel der Grünen geht eh nicht in Kneipen, raucht nicht, ist Lehrer oder verbeamtet, fährt Porsche Cayenne oder zumindest einen anderen SUV und hat es zu seinem Ziel gemacht anderen doch klar zu machen, wie sinnlos sie leben bzw. wie man besser zu leben hat. Wenn die Grünen jetzt über das Rauchverbot diese unliebsamen Stammtische mitausschalten kann und die Verbindungen zwischen den meist gegen Grüne Ideen gerichtete Diskussionen unterbinden kann könnte das logischerweise ein lohnendes Ziel sein für die Grünen… Die Frage bleibt allerdings, ob wir alle das mit uns machen lassen?!
    Es hat jeder Mensch die Freiheit auch sich selbst zu schädigen. Wer Glasknochen hat, dem darf nicht verboten werden Kampfsport zu machen, wer einen BMI von 70 hat, dem darf nicht verboten werden sich trotzdem mehr als sinnvoll an Essen zu sich zu nehmen, wer Risikosportarten betreibt wird es auch nicht verboten damit weiterzumachen. Mit welchem Recht soll dann Rauchern, das Rauchen in ausgewiesenen, abgetrennten Bereichen oder in Raucherclubs verboten werden dürfen??
    Man kann Barbara Steffens auch googlen, dann dürfte einem klar werden, dass diese Frau nicht Wählers Wille im Sinn hat, sondern einfach ihre persönliche Sichtweise der Dinge (siehe oben „typische Wählerklientel der Grünen“) durchdrücken will! u.a. „Barbara Steffens ordnete im Oktober 2012 den Neubau von fünf FORENSISCHEN KLINIKEN des Maßregelvollzugs in Nordrhein-Westfalen an. Diese sollen wohnortnah in den jeweiligen Landgerichtsbezirken der Eingewiesenen gebaut werden, um eine schnelle Resozialisierung der Patienten zu erreichen. Dabei ist laut ihrer Stellungnahme eine Bürgerbeteiligung der Anwohner der von ihr ausgesuchten Standorte oder eine Rücksichtnahme auf deren Befürchtungen und Ängste nicht vorgesehen.“
    Mit anderen Worten: Dieser Frau ist es egal, was der Wähler denkt oder wenn Bürger Bedenken haben, das Risiken für die eigenen Kinder oder für einen selbst bestehen könnten! Diese Frau will ihren Willen durchgesetzt haben, um welchen Preis interessiert sie nicht! Sie ist ja gewählt!
    Mein Appell an alle: Googlet „Raucher töten“, dann sollte einem die Wissenschaftsjournalistin, die schon 2005 vor dieser unwissentschaftlichen Hetzjagd auf Raucher gewarnt hat in „Der Zeit“ etwas die Augen öffnen welche Unwahrheiten hinter all der Raucherhatz stehen. Und vor allem sollte man hinterfragen welche Gutsherren- oder Selbstherrlichkeitsdenken hinter dem Ansinnen von Frau Steffens steckt, dass sie doch besser wüsste, wie jeder besser leben müsste in NRW und im gleichweg diese eigentlich freie Entscheidung des Einzelnen direkt abnimmt mit ihrem absolutistischen Gesetz!

  • #78
    TEO

    Rauchverbot: NEIN DANKE

    Findige Menschen fanden bislang noch für jedes Gesetz eine zumeist legale Umgehungsmöglichkeit, sprich Lösung. Z.B. endete ein ähnlicher Versuch von Moralisten in den USA, die sogenannte Prohibition, für die Regierenden in einem Desaster.

    Hierzu ein Denkansatz:
    Infiltration
    Die Grünen sind eine basisdemokratische Partei (Vorsicht: Basisdemokratisch meint nicht demokratisch, sondern nur, daß die eigene Basis, die eigenen Mitglieder, die Entscheidungen der Partei bestimmen, nicht aber der deutsche Wähler). Ihre Mitgliederzahl liegt zur Zeit bei ca. 60.000 bundesweit.
    Die Mitgliederzahl in NRW liegt bei 12675.
    Dem gegenüber stehen 1.048.000 abhängig Beschäftigte ohne Praktikanten, AZuBis, Gelegenheitsbeschäftigte in bundesweit 168.470 angemeldeten Betrieben des Gaststättengewerbes sowie ,zzgl. da hier nicht mitgezählt, deren Eigentümer. Selbst Hotels und Touristikbetriebe fanden in dieser Zahl keine Erwähnung.
    Würde auch nur jeder dritte Gastronomiebetriebsbetreiber und jeder zwanzigste Arbeitnehmer dieser Branche dieser ökofaschistischen und menschenfeindlichen Partei beitreten, so mutierten die Grünen schlagartig zu DER Interessensvertretung des Gastronomiegewerbes.
    Per Mehrheitsentscheidung ließe sich so jedwede raucherfeindliche Artikulierung dieser Partei im Keime ersticken. Die zu besetzenden Posten in der Parteihierarchie wären in der Hand der Gastronomielobby und eine Barbara Steffens könnte ihre Rückreise nach Nordkorea anvisieren.

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