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Bochum sollte bei der Esoterikförderung sparen

In Bochum veranstaltet die VHS mit dem  Naturheiltag eine Werbeveranstaltung für Esoteriker.

Bochum muss sparen. Die Sparliste der Stadt ist lang und wird gerade ausführlich online diskutiert. Vieles passt nicht zusammen: Während an den wahnwitzigen Konzerthausplänen festgehalten wird, sollen zum Beispiel Stadtteilbüchereien geschlossen werden. Dazu ist vieles nebenan auf Bo-Alternativ zu lesen.

Während also fast überall gespart wird, veranstaltet die Volkshochschule eine Veranstaltung auf dem Niveau von Esoterikmessen, wie man sie in den Vororthallen immer wieder findet. Das Programm der Veranstaltung, die am 21. Januar stattfindet ist natürlich auch online.

Es geht  um Schüssler Salze, heilenden Tanz, Bachblüten, Homöopathie und den übliche Unfug. Passt zu Bochum. Auch die VHS bietet Kurse zu diesem Themenbereich an. So etwas sollte nicht mit Steuermitteln beworben werden. Wer mit Spinnereien Spinnern das Geld aus der Tasche ziehen will sollte das machen – aber nicht öffentlich finanziert. Daher wäre ein netter Sparvorschlag: Naturheiltage abschaffen,   VHS-Esoterikseminare streichen und Esoterikdozenten rauswerfen.  Und Seminare anbieten, in denen über Esoterik aufgeklärt wird.

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12 Kommentare zu “Bochum sollte bei der Esoterikförderung sparen

  • #1
    Ingeborch

    Billiger als so Seminare wär’ ‘ne Vorlesung von dem Herrn Ebert:

    „Wenn ich vermute “Im Kühlschrank könnte noch Bier sein” und ich gucke nach, dann betreibe ich im Prinzip schon eine Vorform von Wissenschaft. Großer Unterschied zur Theologie. Da werden Vermutungen in der Regel nicht überprüft. Wenn ich also nur behaupte “Im Kühlschrank ist Bier”, bin ich Theologe. Wenn ich nachschaue, bin ich Wissenschaftler. Wenn ich nachsehe, nichts finde und trotzdem behaupte, es ist Bier drin, dann bin ich Esoteriker!“

  • #2
    Tja

    Auch dieser Artikel mal wieder große Sch….!!!
    Schöner Dogmatismus, wie man es von Ihnen gewohnt ist, Herr Laurin :-))

  • #3
    der, der auszog

    Gelsenkirchen wird in diesem Jahr bereits zum dritten Mal Schauplatz einer Esoterikmesse und zwar am 26.2.2012 im Wissenschaftspark und soweit ich weiß findet nicht nur in Bochum, sondern auch noch in Dortmund eine ähnliche Veranstaltung statt.

    Die Nutzung von Placeboeffekten hat gerade im Ruhrgebiet Tradition, nicht nur in der Esoterik oder der Homöopathie sondern auch in der Politik. Sobald die richtigen Politiker behaupten: Hier ist es schön und alles wird gut, stellt sich bei einem Großteil der Bevölkerung das Gefühl ein: Ja, hier ist es wirklich schön und der Rest wird auch schon irgendwann… Man muss nur ernsthaft daran glauben.

  • #4
    Frank Friedrichs

    Ist es denn öffentlich finanziert? Oder finanziert es sich über die Standgebühren?

  • #5
    Andreas Lichte

    @ Tja #2

    ich bin auch eher für eine win-win-Lösung, mein Vorschlag:

    Die Veranstaltung wird nicht von der VHS durchgeführt, sondern von der Waldorfschule in Bochum. Da braucht man noch nicht mal ein spezielles Programm, ein ganz normaler “Tag der Offenen Tür” tut’s auch.

  • #6
    Henk

    Herrlich, solch eine Veranstaltung! Vielleicht gibt es demnächst ja auch eine Reihe zum Thema “Die Auswirkungen von Freitag, dem 13., auf Mondkinder mit Aszendent Stier”.

    Da zum Thema aus meiner Sicht oben schon alles gesagt ist, hier noch ein kleiner Randaspekt: Wenn schon auf der ersten Programmseite eine Dame als “Gesundheitscoachin” firmiert, mithin also einer Bezeichung aus einer Sprache, die schlau genug war, sich aus diesem geschlechterspezifischen Kack rauszuhalten, die deutsche Geschlechterunterscheidung aufdrückt, dann hat man doch als dezenter Mensch mit Herzensbildung und Charakterstärke genug gesehen, oder?

  • #7
    Rheinländer

    #3
    Ach so ist das gemeint.
    ECCE ist doch auch so gestrickt und hat einen Guru
    Das Ruhrgebiet finde ich nicht häßlich, ist eben deindustrialisiert.
    CFK und KHD Gellände in Köln-Kalk wurden wieder gefüllt.
    Dafür ist sogar die Emscher wieder sauber.

  • #8
    mir

    #6 Henk
    Zu ihrem Randaspekt `aufdrücken der Geschlechterunterscheidung´ein Beispiel aus der
    Broschüre
    der Schulministerin in NRW. Bescheuerter geht nicht mehr. Ein Auszug

    “… Die oder der Vorsitzende beruft die Sitzungen der Klassenpflegschaft ein
    und legt in Absprache mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer die Tagesordnung fest. Auch einzelne Eltern können Themen zur Tagesordnung anmelden. Die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer wird in der Regel an der
    Sitzung teilnehmen. Die Klassenpflegschaft kann alle Lehrerinnen und Lehrer
    einladen, die in der Klasse unterrichten, damit sie die Grundzüge ihrer unterrichtlichen und pädagogischen Arbeit erläutern. Ab Klasse 7 kann die Klassensprecherin oder der Klassensprecher an den Sitzungen der Klassenpflegschaft teilnehmen.” Aus der Broschüre Elternmitwirkung in der Schule vom Schulministerium. Zum Weinen.

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  • #10
    crusius

    @8 wir sollten einen Verein zur Stärkung des deutschen Neutrums gründen:

    “Das Vorsitzende beruft die Sitzungen ein und legt in Absprache mit dem Klassenlehrenden die Tagesordnung fest. Das Klassenlehrer nimmt an der Sitzung teil. Ab Klasse 7 kann das Klassensprecher an den Sitzungen teilnehmen.”

    Problem gelöst 😀

  • #11
    Gerd Herholz

    # 10: Das finde ich sehr schön, was das Crusius da vorschlägt. Dann sollte das Minister das doch bitte in das Neudruck von das Broschüre berücksichtigen -und das Schule setzt es um. Das kann doch für das Pägagogen, das Schüler und das Eltern nicht so schwer sein, das in das Sitzungen umzusetzen.

  • #12
    mir

    #Crusius, Herholz
    Wollen sie mich veralbern ? Diese Broschüre habe ich auf Papier vor mir. Der Text geht so weiter 23 Seiten lang. Ich meine nur, was für eine Lebensverschwendung. Sowas nervt schon beim Lesen.

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