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D wie Düsseldoof

Ach, die Düsseldorfer haben es schon schwer. Sie gelten als oberflächlich, etwas neureich und peinlich. Ihre Bemühungen als Großstadt anerkannt zu werden, scheitern regelmässig, gerne werden sie mit Hohn und Spott bedacht.

Wie gut, dachten sich die Düsseldorfer, das bei uns ein paar der größten Werbeagenturen  des Landes sitzen. BBDO zum Beispiel. Die haben es sogar einmal geschafft, Altbier mit dem Slogan „Ein schöner Tag“ zum Modegetränk zu machen. Und wer die braune Plörre an den Mann bringt, schafft es bestimmt auch, Düsseldorf zu vermarkten, dachte man sich so in der zwischen Duisburg und Köln gelegenen Gemeinde.

Also wurde ein neues Logo kreiert:

Dumm nur, das schon ein paar andere auf die Idee mit dem lachenden D gekommen sind: Dänemark zum Beispiel. Und noch dümmer, dass das dem Blog Reklamehimmel auch noch aufgefallen ist:

Update: Auf Reklamehimmel gibt es auch einen lesenswerten Nachtrag.

 

RuhrBarone-Logo

6 Kommentare zu “D wie Düsseldoof

  • #1
    Walter Stach

    Stefan, und am Dienstagabend haben die Hauptstädter darüber gejubelt, daß
    „im finsteren Hinterland“ ihre Fortuna gegen den BVB mit einem Unentschieden eine großen Erfolg errrungen hat;so bescheiden sind die!

  • #2
    Franz Przechowski

    Als Gelsenkirchener und Ruhrpottler bin ich erleichtert. Sind wir doch hier im Ruhrgebiet nicht die einzig Dummen im Lande, die sich der Lächerlichkeit in Sachen Eigenmarketing mit Wollust hingeben. Beispiele? „Bochum macht jung“ oder „Gelsenkirchen – Herz im Revier, voll Kraft und Zauber“ oder „Ruhr Hoch N“ oder „Echt Dortmund“ oder der letzte Auftritt der Metropole Ruhr in München zur EXPO REAL oder…
    Gehe nun lieber mit meinem Hund spazieren. Das bringt mir mehr Zufriedenheit.

  • #3
    der, der auszog

    Dreister kann man ein Logo gar nicht kopieren. Selbst die rote Nationalfarbe der Dänen wird der Öffentlichkeit als Farbe der Stadt Düsseldorf verkauft.

    Was mag die Entwicklung dieses Plagiat, denn anders kann man das Logo wohl nicht mehr bezeichnen, dem Steuerzahler gekostet haben?

  • #4
    Jan

    Ich plädiere ja seit Jahren für „Scheiße, aber Bochum.“ für meine wundervolle Wahlheimat. Seit diese elegante Selbstkritik allerdings durch „Woanders ist auch scheiße“ verramscht und in seiner Aussage verdreht wurde, sehe ich da geringe Erfolgsaussichten.

  • #5
    68er

    Altbier als „braune Plörre“ zu bezeichnen, zeigt nur, dass Sie einen schlechten Geschmack haben. Ansonsten haben Sie natürlich recht. Mich würde hier interessieren, wieviel BDDO für die Glanztat abgerechnet hat. Das ist ja fast so schön wie unser „Bochum macht jung“ bzw. „dumm“ bzw. „Bochum baut Scheiße“.

    http://www.mein-bochum.de/bochum-macht-scheisse-logo.gif

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