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Das Ruhrgebiet: Wer seine Chancen nicht erkennt geht unter…

Hohe Arbeitslosigkeit, schrumpfende Städte, schlechte Noten bei der Bildung, Überalterung – jenseits der bunten PR-Broschüren, die niemanden der bis drei zählen kann beeindrucken, hat das Ruhrgebiet nach wie vor wenig zu bieten. Eines der Potentiale der Region sind die Brachen und Leerstände. Sie könnten zu den Zukunftsräumen des Region werden. Doch Politik und Stadtverwaltungen sind nicht in der Lage sie als Chance zu erkennen.

Politiker und Stadtverwaltungen im Ruhrgebiet sind professionelle Schnorrer, die sich stundenlang selbst bemitleiden können. Der ach so böse und niemals endende Strukturwandel sei schuld am Niedergang der Region und helfen kann nur eines: Ganz viel Geld von aussen. Das Bayern, Hessen und Baden Würtemberger selten nachfragen, was denn mit ihrem Geld so gemacht wird, ist für die Städte im Ruhrgebiet ein Glücksfall. Würde der erfolgreiche Teil Deutschlands einmal genau hinschauen, für was im maroden Ruhrgebiet seine Steuergelder ausgegeben werden, die Empörung südlich des Mains dürfte groß sein: Hunderte von Millionen werden für Prestigebauten wie den Dortmunder U-Turm, Zeche Zollverein und ebenso übergroße wie uneffektive Verwaltungen  und Nahverkehrsunternehmen ausgegeben während Schulen und Infrastruktur vor sich hingammeln. Und genau diese Verwaltungen und Politiker sind es dann auch, die für sich in Anspruch nehmen, alles, wirklich alles zu planen und zu kontrollieren – als ob ihre Unfähigkeit, ihre notorische Erfolglosigkeit nicht an jeder Straßenecke mit Händen zu greifen wäre.

Eines der großen Probleme des Ruhrgebiets ist genau das: Politik, Verwaltungen, aber auch die Bürger glauben an Planbarkeit, an große Entwürfe, an jemanden, der das große Rad dreht – an die eigene Kraft, an Eigeninitiative glaubt hier kaum jemand – egal ob im wirtschaftlichen oder kulturellen Bereich.  Immer zahlreichere verlorene Jahrzehnte haben an diesem Glauben nichts ändern können. In der Robustheit ihres Aberglaubens ähneln viele Ruhrgebietler den Zeugen Jehovas. Die lassen sich durch das Ausbleiben diverser prophezeiter Weltuntergänge auch nicht beirren.

Dabei hat das Ruhrgebiet eine ideale Voraussetzung für nahezu jede Form der Eigeninitiative: Platz. In keinem Ballungsgebiet in Deutschland, wahrscheinlich in ganz Europa nicht, gibt es so viele Leerstände, gibt es Gebäude und Flächen die niemand mehr braucht und die entweder den Städten, dem Land oder Unternehmen gehören, die nur so tun als ob sie Unternehmen wären und kaum mehr sind als Genossenversorgungsanstalten im öffentlichen Besitz.

Hier könnte alles gehen: Kleine Unternehmen könnten einfach mal billig anfangen an Autos zu schrauben oder eine Kleinstproduktion aufzunehmen. Initiativen, Künstler – es ist Raum für alle da und dieser Raum kostet nahezu nichts. Das Ruhrgebiet könnte so zu einem Anziehungspunkt für Menschen werden, die was machen wollen. Die Platz für ihre Ideen brauchen – hier ist dieser Platz vorhanden. Die meisten der Gebäude werden in einer schrumpfenden Region wie dem Ruhrgebiet nie wieder wirtschaftlich verwertbar sein. Sie sind Möglichkeitsräume, ein Chance, die man nutzen sollte. Geht  es mal daneben – und des wird oft daneben gehen – macht es auch nichts. Das Ruhrgebiet hat kaum mehr etwas zu verlieren.

So ein Denken ist den Menschen hier fremd. Selbst der letzte Ratshinterbänkler glaubt daran, dass er dazu berufen sei, die Zukunft zu planen. Und der größte Depp, der es nur dank dem richtigen Parteibuch geschafft hat, sich vor den Unbilden des Arbeitsmarktes in eine Stadtverwaltung zu retten, weiß, dass er sich richtig wichtig fühlen darf, wenn er sich hinter dem Ordnungsrecht versteckt und etwas verbietet. Als ob das heilig und nicht zu verändern wäre, gäbe es den politischen Willen dazu.

Das Ruhrgebiet wird nur eine Chance haben, wenn es in seinen Brachen, seinen Leerständen eine Chance sieht. Sie müssen freigegeben werden und dürfen nicht nur, wie in der Vergangenheit, dazu dienen, Millionen zu schnorren. Loslassen, abwarten, vertrauen – das muss hier ganz schnell gelernt werden. Der Glaube an die Planbarkeit der Zukunft hat das Ruhrgebiet ins Elend geführt – der Weg hinaus ist der Weg hinein in das Abenteuer der Ungewissheit und des Experimentierens.

Das Ende der gestrigen Besetzung in Duisburg zeigt, dass der Wille diesen Weg zu gehen nicht vorhanden ist.

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18 Kommentare zu “Das Ruhrgebiet: Wer seine Chancen nicht erkennt geht unter…

  • #1
    JERRY DOEMGES

    Hallo meine Ruhrbarone !! Es währe sehr nett wenn ihr das Thema Kinder Schwimmen in Mülheim mal aus Eurer Sicht beurteilt !! Danke und viele schöne Adventsgrüße !!

  • #2
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @JERRY DOEMGES: Äh, ja gerne: Kinder sollten schwimmen lernen können. Alle und das möglichst preisgünstig. Wenn eine Stadt die das nicht hinbekommt ist das mehr als peinlich.

  • #3
    Tim

    Ach,vielen, vielen, vielen Dank für diesen Artikel!!!

    Wie oft wird das Ruhrgebiet gelobt, als eine Region der Zukunft, in der soviel machbar ist?!

    Die Realität aber sieht anders aus: Hoch verschuldete Kommunen,die kaum oder nicht mehr in der Lage oder gar Willens sind, etwas Neues zu wagen,um die Stadt,, die Region voran zu bringen!

    Über dem Ruhrgebiet hat sich eine Lethargie breit gemacht, die überall spürbar ist. Auf den Weihnachtsmärkten und in der Politik wird nur noch gejammert, gemeckert und über Krankheiten / Schulden gesprochen. Zuversicht ist kaum noch spürbar 🙁

    Wie gut tut da ein Besuch in Düsseldorf. Überall spürt man dort den Aufbruch. Es wird massiv am Umbau der Innenstadt gearbeitet (KÖ-Bogen, Wehrhahn-Linie) und bei den Unterhaltungen, die man im Vorbeigehen auf dem Weihnachtsmarkt hört, geht es ums Leben, nicht ums Überleben oder um Gebrechen.

    Düsseldorf ist seit Jahren schuldenfrei und hat die daraus erwachsenen Möglichkeiten ausgezeichnet genutzt. Die Stadt wird dem Bürger zurück gegeben. Zwar wachsen neue Konsumtempel in den Himmel, aber diese werden harmonisch mit großen Grünanlagen umgeben. Einkaufen und flanieren,weg mit dem Alten, das macht Düsseldorf lebenswert und die Einwohner scheinen sich dort wohl zu fühlen.

    Auch wenn ich ein großer Fan des Ruhrgebiets bin: Den Abstieg dieser Region spüre und erlebe ich immer deutlicher. Und langsam bereue ich, dass ich nach drei Jahren Ausbildungszeit in der Stadt am Rhein, Düsseldorf wieder verließ. Das Gefühl, dort mehr Möglichkeiten zu haben, wurde bei meinem letzten Besuch bestärkt.

    Schade fürs Ruhrgebiet…

  • #4
    allemachtdendrähten

    Der Abstieg ist hausgemacht und ist auch durch mehr als sechs Jahrzehnte politischen Filz mal rot und auch mal schwarz festzementiert. Eine Änderung ist auf absehbare Zeit nicht erkennbar.

  • #5
    Arnold Voß

    @ Allemachtdendrähten

    Nicht komplett, aber zu einem großen Teil. Und das mit einer Manpower nach der sich echte Metropolen dieser Größenordnung die Finger lecken würden. 52 Ämter/Institutionen allein für die Witschaftförderung. 52 Kulturämter zur Förderung von Bildung und Kreativität, 52 Panungsämter und 52 Ämter für die Stadtentwicklung. Dazu die Mitarbeiter des Regionalverbandes.

    Das Planungs- und Entwicklungsamt für die Bronx in New York hatte mit Sekretärin nie mehr als 20 Mitarbeiter, der Stadtteil alleine aber über 2 Millionen Einwohner. Er ist mittlerweile wieder aus dem Gröbsten heraus und blickt positiv in die Zukunft.

  • #6
    mysha

    Klingt ziemlich nach den gleichen Problemen, die in Europa derzeit in einem anderen Maßstab erkannt wurden. Mit dem einzigen Unterschied, dass hier bereits versucht wird zu handeln, wenn auch vllt. zu spät…
    Trotzdem muss ich sagen, da ich seit einigen Monaten beruflich in Stuttgart unterwegs bin, auch dort läuft nicht alles rund und viele wichtige Investitionen werden ignoriert (z.B. ÖPNV-Ausbau) und stattdessen wird an fragwürdigen Prestigebauten festgehalten (S21).
    Der einzige Unterschied ist, dass dort jede Menge zukunftssichere Industrie angesiedelt ist und sie es sich deshalb vllt. noch ein bisschen länger leisten können, den Strukturwandel zu ignorieren.

  • #7
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @mysha: Das mit den zukunftssicheren Industrien ist ein wichtiger Unterschied. Im Ruhrgebiet hat man in den 60er und 70er Jahren die Ansiedlung von Unternehmen aktiv verhinder. Der Grund war die Sorge, dass dadurch dem Bergbau Mitarbeiter verloren gehen könnten. Stichwort: Bodensperre…
    http://www.ruhrgebiet-regionalkunde.de/aufstieg_und_rueckzug_der_montanindustrie/huerden_des_strukturellen_wandels/bodensperre.php?p=4,1
    Tja, hier waren sie schon immer besonders pfiffig….

  • #8
    teekay

    Stefan’s Beobachtungen moegen ja richtig sein, aber sie sind doch ueber weite Teile sehr rational aus Sicht der ‘Maechtigen’: Warum sollte mir als Beamter/Verwalter/Politiker daran gelegen sein junge, wohlmoeglich kritische, vielleicht sogar subversive Menschen in meinen Verwaltungsraum zu hohlen? Die sind und werden nicht Teil meiner Netzwerke, die zahlen nicht uebermaessig Steuern oder schaffen Arbeitsplaetze, aber haben statt dessen Zeit Haeuser bunt anzumalen oder sich in neuen Parteien zu sammeln (ich vereinfache hier natuerlich). Nochmal: Als SPDCDULINKEFDPGRUENE-Mensch habe ich an diesen Leuten ueberhaupt kein Interesse. Missstaende aufzeigen? Kreativ sein? Etwas ‘unter dem Radar’ machen? Neue Ideen in Koepfen verankern?? Wo kaemen wir da hin?! An unterfinanzierten Unis wird das gerade noch geduldet, aber sonst…Das System aus Subventionen, Mittelzufluessen und deren Verteilung funktioniert doch gar nicht schlecht. ‘Menschen die was machen wollen’ sind gefaehrlich, unberechenbar und koennen schlechter ‘gezaehmt’ werden. Lieber ein paar Buerosilos und 9-5 Jobs, oder Arbeitsplaetze am Fliessband. Lieber ein paar schulterzuckende ‘Wat willste da machen, so sin’ se halt unsere Politiker’ Rentner die beim Pott Kaffee Fussball diskutieren, als junge Familien die vor dem Rathaus fuer bessere Kinderbetreuung demonstrieren. Mag ja sein, dass in 10-20 Jahren auch Verwaltungen verkleinert werden muessen, aber bis dahin ist doch noch lange hin…

  • #9
    Markus Peters

    Chapeau! Das musste mal in dieser Deutlichkeit so gesagt werden. Ich fordere die Stadt Duisburg auf, jedem Künstler und Kreativen über Hartz IV ein Grundeinkommen zu garantieren, Platz zur Entfaltung zu geben und leer stehende Gebäude gegen Energiekostenerstattung zur Nutzung als Atelier, Proberaum oder Bühne freizugeben. Wenn wie soviel Kreativität wie Raum hätten, wären wir viel weiter.

  • #10
    allemachtdendrähten

    In Gelsenkirchen hat die stadteigene GGW (Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft) den dort noch lebenden Künstlern die Atelierräume gekündigt. Die GGW kündigt zu Weihnachten !
    3 Tage nach dem gelungenen Kunstmarkt, 5 Tage nachdem die Vereinskünstler Gespräche angeboten hatten, 41 Tage nach dem Ratsbeschluss zur weiteren Planung, 3 Monate nach der Vorstellung des Bandelow-Konzepts, 4 Tage vor dem zweiten Advent und genau 24 Tage vor Heiligabend hat die GGW den Künstlern des Vereins „Künstlersiedlung Halfmannshof e. V.“, Barbara Echelmeyer, Rolf John und Helmut Kloth ihre Ateliermietverträge zur Jahresmitte des Jahres 2012 gekündigt.

  • Pingback: 04. Dez. 2011 | Neues aus und um Herten

  • #12
    werner müller

    ja, stefan ist nichts hinzuzufügen. so traurig ist die realität. diese verwaltungen und lokalpolitiker/innen sind ein ständiger grund des fremdschämens. ich hoffe die duisburger du-it-yourself – menschen geben nicht so schnell auf. sie verdienen volle unterstützung. es bräuchte wohl endlich mal eine städteübergreifende aktivität. allein scheinen es die freiraum-menschen in essen, die uzdo-aktivisten und bisher auch die du-it-tyourself bisher nicht zu schaffen, genug druck zu erzeugen, damit sie leerstehende und ansonsten vergammelnde räume zur verfügung gestellt bekommen.

  • #13
    Zofe

    Schon der alte Kartenklopper Rau hatte Angst vor einem starken Ruhrgebiet und hat das auch unumwunden zugegeben..!

  • #14
    Ernst_Mielke

    “Politiker und Stadtverwaltungen im Ruhrgebiet sind professionelle Schnorrer, die sich stundenlang selbst bemitleiden können. Der ach so böse und niemals endende Strukturwandel sei schuld am Niedergang der Region und helfen kann nur eines: Ganz viel Geld von aussen.”
    Volltreffer, deswegen auch beliebtes Ossibashing, weil man ausnahmsweise das den Türken nicht in die Schiuhe schieben kann. Auf der sozialen Hühnerleiter weiter unten wird die ähnliche Agilität beim Umgang mit veränderten ökonomischen Rahmenbedingungen doch in dieser Form zu kaschieren versucht.
    Da hat sich auch vieles für mein Empfinden zur Mentalität verdichtet, meinetwegen auch als (definitv nicht erhaltenswerter) verselbständigter Habitus der Notwendigkeit, mit dem dann die eigenen Claims von Macht und Geld geschützt werden. Man kann Leute auf viele Arten vergraulen.

    @Teekay: Dem möchte ich mit Verweis auf die Karriere von Konzepten wie Floridas creative class begegnen, die wiewohl fachlich schnell abgehakt, als Roland-Berger-Consultants-Vortrag bei Kommunalpolitikern hoch im Kurs steht. Immerhin gibt es Floridas Bücher nach meinem Kenntnisstadn nicht in deutscher Übersetzung, was die meisten Ratsleute vor Probleme stellen dürfte. Im Kern geht es dabei um die Attraktivierung von Standorten über den Faktor Kultur für Investoren und Zuzügler, um quartärökonomische Akteure (= gehobene Dienstleistungen), von denen man sich dauerhafte Steuereinnahmen und wenig Kosten verspricht. In Hamburg war das mal wunderbar im Konzept (Leitbild) der wachsenden Stadt niedergeschrieben, wen man als Zuzügler ansprechen udn wen eher Vergraulen wollte. Bei Florida (in der Aufbereitung von Berger auf den Seiten der IBA recherchierbar) wird zum einen der Kreativitätsbegriff weiter gefaßt, also nicht nur auf freie Kunst oder angewandte(s) Kunst(handwerk) begrenzt, sondern es geht ihm um Kreativität als Problemlösung. Die Problemlöser sollen in die Stadt, die Unternehmensberater, Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer. Die lokalen Szenen bieten da gerade im Zusammenspiel mit den im Zuge des Strukturwandels mit den neuen (medialen) Berufen entstandenen neuen Mittelschichten udn Lebensstilen eine Art Ambiente, was verstärkt nachgefragt wird – siehe Gentrification-Cycle. Spätestens hier wird dann aber auch klar, daß der Mohr (mit den Pinseln) nur solange geduldet ist, bis die Kohle im Sack ist und dann eben nichts zu erwarten hat. Business as usual. Halte ich aber prinzipiell für ein Einfallstor. In jedem Fall erfährt Kultur in vielen Formen eine neue Wertschätzung, weniger als klassisch linke Soziokultur mit Zentrum und Planstellen, als eingebunden in Marketingprozesse zwischen Ambientedienstleistung, lokaler Mythenbildung usw.
    Die Kritikgefahr wird dann durch Einbezug in konkretes Standortmarketing vertraglich gebannt, kann man sich aber bezahlen lassen – und die Selbstzensur der Akzeptanz halber ist eigentlich im Kunstbetrieb einigermassen üblich.

    Daher als Lesetip:

    tetrapak (Hg.)
    ready2capture! HafenCity – ein urbaner Raum? [b_books Berlin] 2003 – ISBN 3 933557 37 2
    info dazu: http://ready2capture.dekoder.de/cgi-bin/wiki-t.pl?PublicationReadyToCapture

    Lewitzky – Kunst für alle:
    http://www.transcript-verlag.de/ts285/ts285.php
    (oder: was man vorher zu ruhr2010 hätte wissen können)
    Aus Österreich:
    Phantom Kulturstadt
    Texte zur Zukunft der Kulturpolitik II

    Konrad Becker, Martin Wassermair (Hrsg.)
    Löcker Verlag (2009).
    ISBN 978-3-85409-506-4

  • #15
    S.Ooker

    Könnte man hier vielleicht mal versuchen, diese thematisch an sich guten Artikel nicht permanent in tumbes Politikerbashing ausarten lassen? Wem soll ich diesen Artikel empfehlen? Die Sprache ist unter aller Sau.

  • #16
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @S.Ooker: Es ist kein bashing – es ist eine ziemlich genaue Beschreibung des Ist-Zustandes. Gäbe es eine bessere Politik würde ich sie gerne loben und preisen. Es gibt sie aber nicht und sie ist noch nicht einmal als Silberstreif am Horizont zu erkennen.

  • #17
    S.Ooker

    … es geht mir hauptsächlich um die Sprache, nicht um den Inhalt an sich (da stimme ich voll zu). Natürlich ist es Ihnen überlassen wie sie in ihrem Blog formulieren, ich find’s nur schade dass ich die Beiträge nicht weiterreichen kann, bzw. möchte wenn die Formulierungen wie hier an der Grenze zu Beleidigungen sind.

    Ein differenzierter Beitrag mit neutraleren Formulierungen wäre mE wesentlich konstruktiver, als diese Mischform mit 50% Inhalt und 50% Rant.
    Grüße..

  • #18
    Michael Westerhoff

    Stefans Nachtrag zu den 60er/70ern ist eigentlich der Kernpunkt. Es ist jahrzehntelange gelebte Tradition in der Region, mit Flächen so umzugehen. Und alles einer politischen Planung zu überlassen. Genau das hat letztendlich zur aktuellen Situation geführt. Ich erinnere mich mit Schaudern an die Presseberichterstattung zum Tod des langjährigen Dortmunder OBs Samtlebe, der in allen Artikeln wegen seiner angeblichen Weitsichtigkeit gelobt wurde. Kein Wort dazu, dass er in seiner Funktion als OB für seinen früheren Arbeitgeber Hoesch zwei Jahrzehnte lang die Ansiedlung von Zukunftsindustrien verhindert hat.

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