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Update: Der Jamiri-Plagiator Andreas Heinze aus Oberhausen wagt eine Ausstellung

"DAS ist nicht Jan auf einer heimlich eröffneten Ausstellung mit neuen Werken, DAS ist Jan vor dem dreistesten Plagiat, das ich je sah. Ein Andreas Heinze, der sich selbst vorahnend "flauteboy" nennt, besitzt nicht nur die Frechheit, haargenau Jans Strich, Typo, Aufbau und - Gott sei Dank ohne Erfolg - auch seinen Humor zu kopieren, er hat auch noch die Chuzpe, seine 'Werke' auszustellen." Bild und Text via Facebook

"DAS ist nicht Jan auf einer heimlich eröffneten Ausstellung mit neuen Werken, DAS ist Jan vor dem dreistesten Plagiat, das ich je sah. Ein Andreas Heinze, der sich selbst vorahnend "flauteboy" nennt, besitzt nicht nur die Frechheit, haargenau Jans Strich, Typo, Aufbau und - Gott sei Dank ohne Erfolg - auch seinen Humor zu kopieren, er hat auch noch die Chuzpe, seine 'Werke' auszustellen." Bild und Text via Facebook

Peinlicher geht es nicht. Andreas Heinze aus Oberhausen macht nach, zeichnet ab und nennt sich Comic-Künstler. Er plagiiert Jamiri. Und macht mit den Plagiaten eine Ausstellung in Oberhausen in der VHS. Und diese lächerliche Internetseite labkultur.tv, die sich Kulturseite nennt, merkt das nicht und schreibt einen Jubel-PR-Artikel über die Ausstellung der Plagiate. XX Update ganz unten: Perik Hillenbach von labkultur.tv hat auf Vorwürfe reagiertXX

Ich schäme mich fremd. Andreas Heinze ist eigentlich kein schlechter. Er bemüht sich in Oberhausen um so was wie Comickultur. Das ist schwer. Sicher. Und das ist lobens- und unterstützenswert.

Aber deswegen darf man nicht abmalen. Das geht einfach nicht. Andreas Heinze plagiiert bis ins Detail. Die Figuren: Vom Hund über den Freund bis zur Freundin – identisch, bis auf kleinste Änderungen. Seine Bartstoppeln sind blond. Selbst die Schriften, die Überschriften, die Bildaufteilung, die Farben. Alles abgekupfert.

Dass eine VHS das nicht merkt, kann ich mir ja noch vorstellen. Da sitzen halt Leute, die keine Ahnung haben. Die fallen auf die Plagiate rein, weil der Plagiator Andreas Heinze ein netter ist. Die VHSler lassen sich so eine Ausstellung mit peinlichen Plagiaten aufschwatzen.

Aber ich hätte nicht gedacht, dass eine Seite, die sich Kulturseite nennt, wie labkultur.tv, die Plagiate nicht bemerkt. Natürlich wusste ich, dass labkultur.tv nur Staatskohle abziehen will. Aber eine Art Mindestqualifikation hätte ich zumindest für mein Steuergeld erwartet.

Die Autorin Sandra Anni Lang schreibt für labkultur.tv blind wie eine Schleiche über die Ausstellung des Plagiators Andreas Heinze. Sie schreibt schleimige Public Relations, und merkt das nicht mal. Sie schreibt:

Die fotorealistischen Hintergründe seiner Arbeiten ähneln denen des Essener Zeichners Jamiri: „Unsere Bilder gleichen sich an einigen Stellen. Aber während Jamiri Geschichten für Intellektuelle schreibt, mache ich eher profanes Zeug“, schmunzelt Andreas Heinze.

Sandra Anni Lang, hättest Du hingesehen, hätte Dir auffallen müssen, dass die Bilder sich nicht ähneln oder sich an einigen Stellen gleichen, sondern dass der Plagiator Andreas Heinze plump abkupfert, klaut, stiehlt. Profanes Zeug? Scheißzeug!

Aber Sandra Anni Lang reicht diese Dummheit nicht. Sie lässt sich vom Plagiator nicht nur einreden, dass der Plagiator sich von ganz vielen anderen Spitzenzeichnern habe inspirieren lassen, sondern sie nimmt ihm auch noch ab, dass sein Tier ihm wichtig sei.

Mein Hund ist oft genug Aufhänger meiner Geschichten, immer bei meinen Streifzügen durch Oberhausen dabei und begleitet mich schon seit vielen Jahren. Das Tier ist mir wichtig.“

Ich denke, tausende Leser kennen Jamiris Hunde-Stories.

Wir sind aber immer noch nicht am Ende. Der Plagiator Andreas Heinze wird natürlich nicht nur von mir attackiert, sondern von jedem, dem Originalität was bedeutet.

Daraufhin meldet sich die PR-Schreiberin Sandra Anni Lang erneut zu Wort. Sie schreibt in Facebook.

Ich hatte es als Autorin des Beitrags über die Ausstellung bei LABKULTUR bereits gepostet: Hat jeder, der in diesem Thread über den Künstler richtet, die Ausstellung besucht? Und hat jeder zudem die Genese des künstlerischen Schaffens beider Künstler verfolgt und kann daher gewiss sein, wer wessen Werk beeinflusst hat?“

Wer wessen Werk beeinflusst hat? Junge Frau, da hätte ihnen ein wenig Recherche sehr gut getan, bevor sie in die Tasten greifen. Jamiri ist ein Künstler. Der Plagiator Andreas Heinze ist keiner. Jamiri macht seine Sachen seit – was weiß ich, 20 Jahren – er hat etliche Bücher rausgebracht – in seinem Stil, den er erfunden hat. Der Plagiator macht seine Scheiße mit den Plagiaten seit Kurzem. Jamiri ist seit Jahren bekannt, veröffentlicht überall. Der Plagiator hat seinen Scheiß noch nirgendwo an einer nennenswerten Stelle veröffentlicht – bis jetzt. Wie soll jemand den Stil eines anderen in der Vergangenheit beeinflussen? Per Flux Kompensator?

Frau Sandra Anni Lang: Sie merken ich bin echt wütend. Das bin ich, weil ich mich ärgere, wenn so dreist geklaut wird und das geklaute dann von ahnungslosen PR-Schreibern bejubelt wird. Wer sich in die Öffentlichkeit begibt, muss damit rechnen kritisiert zu werden.

Sie haben offensichtlich nicht den Unterschied verstanden zwischen Kunst und Plagiat. Nicht der Umstand, dass der Plagiator Andreas Heinze die Technik benutzt, die Jamiri benutzt, ist verwerflich – er kann das Wacom prima für eigene Sachen nutzen und mit Cintiq auf Fotos rumzeichnen. Da hat niemand was dagegen. Jeder der einen Bleistift von Faber halten kann, kann zeichnen.

Das Problem ist: Der Plagiator Andreas Heinze klaut die stilistischen und erzählerischen Ideen, die mit der Technik umgesetzt werden, die Figuren, ja er will sogar Jamiris Humor klauen – was ihm aber zum Glück nicht gelingt.

Wer keine eigenen Ideen für Comics hat, sollte halt Schreiner werden.

Und wer keine Ahnung hat, sollte nicht schreiben – nicht mal PR.

Die VHS Oberhausen sollte die Ausstellung des Plagiator Andreas Heinze abbrechen, die Bilder abhängen und sich bei Jamiri entschuldigen.

Das labkultur.tv sollte den peinlichen Artikel von Sandra Anni Lang löschen oder durch eine echte Kritik der Ausstellung des Plagiators Andreas Heinze ersetzen.

Das labkultur.tv mit Staatskohle Public Relations für geistigen Diebstahl macht, hätte ich nie erwartet. Ich hätte gedacht, dass zumindest diese Schwelle nicht unterschritten wird. Schließlich will Dieter Gorny, der Kopf hinter labkultur.tv, doch das geistige Eigentum schützen. Aber so kann man sich vertun.

Zum Glück gibt es noch andere Leute, die sich für die Recht der Urheber in Deutschland einsetzen.

XX Update XX

Auf labkultur.tv hat Perik Hillenbach reagiert. Er sagt, ich sei Stefan. Das stimmt nicht. Ich bin ich: Georg Kontekakis. Aber davon ab, Perik:

Das war ganz schwach von Dir. Jamiri erklärt Dir da im Text ganz deutlich, dass er plagiiert worden ist und was das bedeutet. Aber anstatt dass Du dann auch mal einsiehst, dass Deine PR-Autorin Mist gemacht hat, und dass Du einfach den Blödsinn Deiner PR-Frau offline stellst, setzt Du noch einen drauf. Jetzt willst Du noch den Plagiator seine Sicht der Dinge verbreiten lassen. Und hältst dazu auch noch seine unsägliche Ankündigung zu seiner Plagiatsausstellung Online.

Gerade wäre es gewesen, wenn Du das PR-Gesülze abgeschaltet und Dich stattdessen bei Jamiri entschuldigt hättest. Danach hättest Du auch einen Artikel machen können, in dem Du erklärst, warum Jamiri das Plagiiert-werden weh tut. Meinetwegen hättest Du auch in einem solchen Artikel den Plagiator konfrontieren können, damit er sich verteidigt. Dass hätte ich von Dir erwartet. Das wäre der Perik gewesen, den ich kenne. Stattdessen konfrontierst Du Jamiri mit den Vorwürfen der Plagiatoren. Verkehrte Welt. PR-Welt. Tut mir leid Perik. Sorry ey.

Oder hast Dich nicht gegen irgendwelche Fasel-Chefs bei Dir im labkultur.tv nicht durchsetzen können, den Schrott offline zu nehmen? Solltest Du aber tatsächlich hinter der Entscheidung stehen, den PR-Quatsch online stehen zu lassen, wärst Du in meinen Augen echt abgestiegen. Das will ich mir eigentich gar nicht vorstellen.

Davon ab: Ihr feiert bei euch Stephan Schambach von Intershop Communications als visionären Internet-Vogel ab. Zur Erinnerung: Schambach war einer der Auslöser der Dotcom-Blase. Seine Firma hat Menschen ruiniert. Wie kann man den Mann unkritisch als Visionär einer Creativen Industrie feiern. Zumindest muss man doch sagen, was der getan hat. Ach ich vergaß: Creative Innovation Summit. Englische Worthülsen. Euer Kerngeschäft. PR-Laberei im laberkultur.tv

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107 Kommentare zu “Update: Der Jamiri-Plagiator Andreas Heinze aus Oberhausen wagt eine Ausstellung

  • #1
  • #2
    Stefan Laurin

    Als ich einen der Comics von Heinze sah war ich wirklich sauer. Eine solche Frechheit, eine solche Kopie bis ins Detail habe ich noch nie gesehen. Peinlich. Sehr peinlich.

  • #3
    Stefan Laurin

    œAndreas: Hier der Lab-Bericht über Heinze mit Bild:
    http://www.labkultur.tv/blog/oberhausen-und-der-rest-der-welt
    Und hier ein Jamiri-Comic:
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/comic-von-jamiri-a-835670.html

  • #4
    Andreas Lichte

    @ Stefan Laurin #3

    na ja, ich find beide nicht besonders originell …

    „The problem with being avant-garde is knowing who’s putting on who.“

    Calvin and Hobbes, http://noemata.net/last%2Bfawned/artisdead.gif

  • #5
    Stefan Laurin

    @Andreas: Das ist Geschmackssache. Aber Jamiri ist das Original, Heinze die plumpe Fälschung.

  • #6
    Urmelinchen

    Die Jamiri-Comics haben einen hohen Wiedererkennungswert. Die Nähe zwischen Heinzes Zeichnungen und denen von Jamiri ist mehr als offensichtlich.

    Irgendwie passt das doch alles zu diesem Labkultur-Haufen, die permanent irgendwelche inhaltslosen Sprechblasen absondern. Schein statt Sein.
    Und dass alles vor dem Hintergrund, dass Gema-Häuptling Gorny sich für das Urheberrecht stark macht. Oh my God, wie ist das alles schlecht.

    ich würde ja zu gern mich mal mit den Leuten unterhalten, die Gorny so viel Geld ins dicke Patschehändchen drücken.

    PS: Diese Posse wäre auch etwas für den lieben Herrn Niggmeier
    PS 2: Zu Sandra Anni Lang: Journalist ist ja nun mal kein geschützter Begriff und nicht jeder taugt dazu. Labkultur wiederum will Aktivität suggerieren, egal welcher Qualität. Billig muss darüber hinaus auch sein, so vermute ich. Passt doch. Schön fand ich übrigens in diesem Zusammenhang diese neckischen Filmchen, von den manche wirklich Center.tv-Qualität hatten.

  • #7
    Sascha

    „Ich hatte es als Autorin des Beitrags über die Ausstellung bei LABKULTUR bereits gepostet: Hat jeder, der in diesem Thread über den Künstler richtet, die Ausstellung besucht? Und hat jeder zudem die Genese des künstlerischen Schaffens beider Künstler verfolgt und kann daher gewiss sein, wer wessen Werk beeinflusst hat?“

    Meine Fresse ist das unverfroren! Da kann man auch, wenn heute ein 12jähriger Loriots Wum & Wendelin plagiiert, fragen, ob Loriot sich die nicht Anfang der 70er Jahre von dem heute 12jährigen abgeschaut hat.

  • #8
    Eule

    Jamiri? Ist das nicht der, mit dessen Kram seinerzeit die Onkel-Richard-Comics hinten in den Unicum-Heften ersetzt wurden, wodurch die Seite schlagartig unlustig wurde? Das finde ich heute noch ärgerlich.

  • #9
    rtq

    Ich weiß, das ist jetzt nur ein schwacher Trost für Jamiri, aber:
    Man muß verdammt gut sein, um überhaupt plagiiert zu werden.

  • #10
    Thomas

    >Das labkultur.tv sollte den peinlichen Artikel von Sandra Anni Lang löschen oder durch eine echte Kritik der Ausstellung des Plagiators Andreas Heinze ersetzen.

    Nicht löschen, Georg.

    Zum Beweis der Pissigkeit weiterhin offenlegen.

    (:

  • #11
    Hasenpaar

    Das ist der krasseste Fall, der mir zuletzt untergekommen ist! Schweinerei, sowas…

    Aber guter Artikel! Danke!

  • #12
    Randolf

    Sorry, das ist NUR peinlich. So richtig Provinz-Peinlich, das hat das Ruhrgebiet nicht verdient.

    Komplett eigene Ideen gibt es praktisch nie, Inspiration ist wohl immer irgendwie notwendig. Aber als Zeichner aus dem Ruhrgebiet einen anderen Künstler aus dem Ruhrgebiet so genau zu imitieren ist grottenpeinlich. Weiso hat dieser Typ sich nicht von einem 3-4 Mausklicks weiter entfernten Künstler uns seinem Stil inspirieren lassen und diesen Stil dann auf das Ruhrgebiet und seine Charaktere adaptiert? Es wäre (fast) keinem aufgefallen, er hätte seine Ausstellung basteln können und hätte vielleicht sogar noch echte Empfehlungen erhalten – so wird er sich immer am ‚großen‘ Jamiri messen müssen und KANN diesen Vergleich nur verlieren… -(

  • #13
  • #14
    Ben

    Wer sich über derart eindeutige Imitation echauffiert, der hat nicht verstanden, wie Kunst funktioniert und wiederholt parallel ein eher wirtschaftliches Argument, das erst in der Kunst einzug gehalten hat, seit es die moderne Kunstindustrie gibt, nämlich das eine Ästhetik etwas einzigartiges wäre, die sich gegen jedwede Form der Übernahme durch andere Künstler juristisch schützen lassen könnte. In der Kunst wurde immer nachgeäfft, plagiiert und schamlos abgekupfert. Und das kennen wir nicht erst aus der Gegenwart, sondern bereits zu Zeiten Wolframs von Eschenbach wurde massiv „übernommen“, was man z.B. bei seinen Artus-Romanen wunderbar belegen kann.

    Statt sich also hier über einen Prozess zu echauffieren, der so normal ist wie der allmorgendliche Klobesuch, hätte man lieber die Chance ergreifen können und genau über diesen Prozess einen herrlich süffisanten Text schreiben können, der sich geradezu spöttisch mit der Technik der „Inspiration“ und „Übernahme“ beschäftigt. In dem Zusammenhang hätte man natürlich auch weiterhin bestens der Autorin des Lab-Textes ihre Argumentation um die Ohren hauen können – vielleicht sogar noch besser.

    Naja, Chance vertan.

  • #15
    Burkhard Ihme

    #6: „Und dass alles vor dem Hintergrund, dass Gema-Häuptling Gorny sich für das Urheberrecht stark macht.“

    Gorny ist Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie, die GEMA ist eine Verwertungsgesellschaft für URHEBER. Wer das nicht auseinanderhalten kann, sollte sich nicht über Urheberrecht äußern.

  • #16
  • #17
    Milena

    Guter Artikel? Herr Laurin mag ja Recht haben mit dem Plagiat, aber hier eine Kollegin als PR Tussi zu beschimpfen und frech zu duzen und in Sätzen wie „Der Plagiator hat seinen Scheiß noch nirgendwo an einer nennenswerten Stelle veröffentlicht“ noch Journalismus zu sehen ist doch ein Witz. Internet Troll Gegeifer zu dem das ewig, gestrig lahme Lab-Genöle natürlich gut passt. Oder war das der Anlass den „Artikel“ zu schreiben?

  • #18
    Georg Kontekakis

    Hallo Milena,

    ich bin Georg nicht Stefan. Und ich habe nicht PR Tussi gesagt, sondern PR-Schreiberin, die für das staatsgeldverbrauchende labkultur.tv einen unsäglichen PR-Artikel geschrieben hat.

    Das hier ist kein klassischer Journalismus, was Du liest. Das ist ein Rant.

    Und davon ab: Duzen ist im Ruhrgebiet kein Straftatbestand, sonst säßen wir alle im Knast. Aber Leute, die sich aus Dummheit zu wichtig nehmen, könnten sich das unter Umständen anders wünschen.

  • #19
  • #20
    DH

    „Tut mir leid Perik. Bei mir bist Du damit im Ansehen leider gesunken. Ich hätte Dir mehr zugetraut. Sorry ey.“

    Ich weiß ja nicht, wie viele Roflcopter der „Georg“ gerne über sich kreisen sieht; er tut sein Bestes.

    So wie ich den Hillenbachtext lese, spricht er mit Richter und Heinze, will deren Positionen öffentlich und diskutierbar machen. Er kritisiert die LAB-Autorin für ihre unangemessene Reaktion an der ersten Kritik, lässt ihren Text aber stehen, damit die Leser den Kram nachvollziehen können. Und er nimmt sie in Schutz gegen allzu blödes Kollegengebolze.

    Ich würd’ sagen: Alles richtig gemacht. Für das bisschen Steuergeld der Ruhrbarone kann man nicht mehr verlangen.

  • #21
    Milena

    Ähm, welche PR soll denn das bitte sein, die da geleistet wird? FÜR Plagiate? FÜR Ausstellungen in Oberhausen? FÜR Comics – und wem würde das nutzen DU lieber Stefangeorg. Ich kenn dich nicht und ich glaub auch die Autorin kennt dich vermutlich nicht. Und wenn du duzen willst, geh zu Waldi in den Club, ist in etwa dein Niveau. Ansonsten rante so viel du willst, aber warum heißt das Blog dann Journalisten bloggen das Ruhrgebiet. Und im Übrigen: Wenn du so ein doller Ruhri Kumpeltyp bist, wäre es nicht nur professionell sondern vor allem kumpelig gewesen, dich mal an die Autorin zu wenden, oder ans Lab und da mal nachfragen oder auch an den betroffenen Künstler. Aber das ist zu aufwendig, gell. Deswegen machst du auch Internet Blogging.

  • #22
    Carola Abston

    Das Update ist gut. Ich verstehe nur Georg K nicht, warum jemand ernsthaft ABSCHALTEN von einem Artikel fordert. Sind wir in China? Der hat hier glaub ich was gar nicht kapiert. Wenn man den Georg K abschaltet kommt vielleicht ja eine Debatte über diesen Fall in Gang. Puh, Ruhrbarone war echt mal besser…

  • #23
    Hasenpaar

    Was soll denn der Mist jetzt hier? Ist das nun Blog-Bashing in alle Richtungen, oder geht’s hier doch nochmal irgendwann um offensichtliche Plagiate, die selbst ein Blinder sieht?

    Aber meinetwegen dürfen sich nachfolgende Personen ruhig weiterhin an einzelnen Wörtern wie Journalismus, Artikel und Rant hochziehen.

    Der Typ malt quasi ab. Und ich find’s scheiße. Punkt.

  • #24
    Georg Kontekakis

    Sorry DH.

    Es geht nicht darum, ob Perik seine Pr-Schreiberin kritisiert – oder nicht.

    Es geht darum, dass dicke Werbung für eine Plagiatshow unangemessen auf seiner labkultur.tv Seite steht.

    Jetzt weiß er, dass das Plagiate sind. Jetzt kann er sich nicht zurückziehen, und sagen, „der eine sagt so, der andere sagt so“.

    Ich erwarte von Perik, dass er in der Nummer eine Stellung bezieht und dementsprechend handelt.

    So ein dreistes Plagiat gab es selten. Und Jamiri ist nicht irgendwer. Das ist einer aus der Marabo-Zeit. Aus der Marabo-Zeit von Perik.

    Wenn der Plagiator Andreas Heinze seine Plagiate für sich und seine Kumpels gemacht hätte. Kein Problem. Aber sie als Aufstellung aufzuziehen, das geht gar nicht. Genausowenig ist es OK, dass Perik die Werbung für das Plagiat auf seiner eigenen Seite als unkritische PR-Text stehen läßt.

    Ich finde es geht auch nicht, dass Perik keine Stellung bezieht und stattdessen versucht, sich rauszuwinden. Das finde ich erbärmlich. Ich hätte nicht gedacht, dass Perik so drauf ist. Ich hätte ihn anders eingeschätzt.

    Aber vielleicht kann er sich auch nur nicht durchsetzen in seinem Laden und irgendein Fasel hat ihm verboten, das Richtige zu tun. Das kann natürlich auch sein. Das weiß ich nicht. Sollte es so sein, würde ich mich bei Perik hier entschuldigen.

  • #25
    Georg Kontekakis

    @ Carola

    ich habe nicht das Abschalten eines geistreichen Berichtes gefordert, sondern das Löschen einer Plagiats-Werbung, die als Artikel getarnt ist.

    Meinetwegen könnte ja auch Perik einen richtigen Artikel machen über die PLagiate. Meinetwegen auch mit dem Plagiator. Da bin ich ja für. Aber die Werbung für das Plagiat. Die müsste weg.

    Ich hab geschrieben: „Das labkultur.tv sollte den peinlichen Artikel von Sandra Anni Lang löschen oder durch eine echte Kritik der Ausstellung des Plagiators Andreas Heinze ersetzen.“

    Dazu stehe ich.

  • #26
    halil

    „Jeder der einen Bleistift von Faber halten kann, kann zeichnen.“

    Oh ja! Das beweist ihre beträchtliche Ahnung vom Thema ;-).

  • #27
    Helmut Junge

    Ich war heute in Oberhausen und habe mir die Ausstellung von Heinze angesehen.
    Von Comics verstehe ich dummerweise nicht viel, und ich selber könnte solche Bilder auch gar nicht zeichnen.
    Soviel vorweg.
    Von Jamiris Zeichnungen hatte ich vor vielen Jahren schon einige gesehen.
    Und heute diese von Heinze in der VHS-Stadtbibliothek in OB.
    Die Ähnlichkeit dieser Bilder mit Jamiris Bildern ist tatsächlich verblüffend.
    Zu Hause habe ich mir dann wieder im Netz die Bilder von Jamiri angesehen.
    Jamiris Bilder sind besser, eindringlicher. Das ist so ziemlich eindeutig.
    Ich könnte allerdings nicht auf ein Bild zeigen und sagen, dass das exakt diesem oder jenem Bild von Jamiri glich.
    Dazu kenne ich Jamiris Bilder doch zu wenig und ich hatte ja auch nicht beider Werke gleichzeitig vor Augen. Egal, schwieriges Spiel für mich, und erst habe ich mich auch zurückgehalten, bis mir ein akzeptabler Gedanke kam.

    Jeder kennt die Bilder von Caspar David Friedrich.
    Die Kreidefelsen auf Rügen, Das Schiff in den Eisplatten (gescheiterte Hoffnung). Der Wanderer über dem Nebelmeer, Zwei Männer in Betrachtung des Mondes, usw. usw.
    Alles sehr eindringliche Motive, die im sich im Hirn des Betrachters festbrennen.

    Nun hat aber Caspar David Friedrich lange an seiner Bildsprache gearbeitet und war lange Zeit verlacht worden. Aber er hat sich durchgkämpft. Eines Tages war er dann doch anerkannt worden.
    Nehmen wir einmal an, genau wenn er sich durchsetzt, findet er Nachahmer, die seine Motive und sogar seine Malweise übernehmen, und sie in leicht, kaum verdeckter Weise für ihre Bilder benutzen.
    Seine Nachahmer aber malen andere, dennoch ähnliche Felsen, andere Personen, aber in ähnlicher Pose.
    Der arme Friedrich würde vielleicht wegen dieses Nachahmers vor verständlichem Zorn im Dreieck springen.
    Jamiri hat sicher auch lange an seinem Stil gearbeit, hat Schritte ausprobiert, hat dieses und jenes versucht. Bis er dann einen Weg, von dem er dachte, dass es sein Weg sei, gefunden hatte. Und dann hatte er auch Erfolg.
    Und dann kommt diese Ausstellung.
    Ich kann Jamiris Zorn gut verstehen.
    Er sagt: „Aber er nimmt meine Tableaus, meine Figuren, meine Themen. Und das nenne ich Plagiat.“
    http://www.labkultur.tv/blog/das-sind-eindeutig-plagiate
    Ich kann das locker nachvollziehen.
    Meine Ansicht ist klar.
    Nur ob er damit vor einem deutschen Richter….
    Wer weiß, wer weiß.

  • #28
    Flo Herr

    Hi Helmut,

    So wie ich das sehe, denkt hier niemand an Richter. Es geht auch nicht um Geld.

    Es geht um Plagiate.

    Das Plagiat ist nicht die Technik.

    Das Plagiat ist alles zusammen, die Erzählform, das Tableau, die Grafik, die Figuren (Hund, Frau, Freund, Strasse) das Layout, die Schrift.

    Das ist so, als hätte einer CDF abgemalt.

    Das ist peinlich.

  • #29
    DH

    @#24, Georg, zwischenzeitlich am XX Update XX herumgebastelt? Recht so, auch wenn die von mir zitierte Passage jetzt nicht mehr so dasteht.

    Wenn Hillenbach ein kluger Redakteur ist, lässt er die Autorin einen weiteren Artikel schreiben, gibt ihr also die Gelegenheit, selbst den Fehler zu korrigieren.

    Ein Satz zum Labkultur-Portal: PR ist ein relevanter Teil seines Auftrags, und zwar PR für das, was sie dort Kultur- und Kreativwirtschaft nennen, vor allem im Ruhrgebiet. Dafür bekommt Labkultur die öffentlichen Mittel. Das machen sie m.E. auch manchmal gut.

  • #30
    Helmut Junge

    Um der Angelegenheit vielleicht eine versöhnlichen? Abschluß zu geben, jedenfalls aus meiner Sicht als Nichtbetroffener, möchte ich noch eine Hinweis auf Picasso geben, der gesagt haben soll:
    „The bad artists imitate, the great artists steal“
    Diesen Satz hat der britische Künstler Banksy in Marmor gehauen, hat dann aber den Namen Picasso durchgestrichen und durch seinen Namen Banksy ersetzt.
    Einfach mal Picasso-Banksy googeln.

  • Pingback: Links anne Ruhr (30.06.2012) » Pottblog

  • #32
    Thomas Smizevski

    Lieber Georg,
    ich bin tatsächlich erstaunt über die Unsachlichkeit, die diese Abrechnung durchzieht (schleimig, Scheißzeug, dumm). Es tut mir leid das schreiben zu müssen, weil es anmaßend liest (wofür du aber sicher Verständnis hast), aber dieser Artikel ist ein gutes Beispiel für bedenkenswertes Niveau der Ruhrbarone. Es liest sich so, als hätte sich ein Redakteur der Regio-BILD aus Essen berufen gefühlt, sich mal zu ruhrpottkultur zu schreiben und jemanden plattzumachen. Klar weiß ich, dass man im Ruhrgebiet, nichts auf Gröni, Currywurst und Jamiri
    Was die Krone der Unsachlichkeit ist, ist v.a. die subjektive und unbelegte Einschätzung ein Plagiat erkannt zu haben, zum Anlass zu nehmen, einen Künstler anzugehen und eine Journalistin auf geradezu chauvinistische Weise zu verunglimpfen ist bedenklich. Wenn man so wie der Urheber dieses Artikels von einem Plagiat überzeugt ist, sollte man in einem Rechtstaat wissen, was zu tun ist und zwar, sachlich, souverän und konsequent. Dann kann man sich dieses polemische Geblubber sparen (wenngleich es den Ruhrbaronen offensichtlich Publicity bringt.).

    Weshalb man sich übrigens bei einer Journalistin, die auf ihrer Webseite PR zu ihrem Portfolio zählt, darüber aufregt, dass sie PR betreibt, bleibt schleierhaft.

  • #33
    Stefan Laurin

    Was mich auch aufregt ist, dass das Lab für en Unfug den es macht öffentliches Geld bekommt. Es gehört der Stadt Dortmund und wird vom Land NRW finanziert.
    DH: Sie machen PR für die „Kreativwirtschaft“? Offenbar machen sie vor allem gerne PR gegen einen der wenigen erfolgreichen Comiczeichner im Ruhrgebiet. Selbst für vernünftige PR sind sie beim Lab zu blöd.

    Ich glaub ich mach mal eine Presseanfrage an die Stadt Dortmund. Wie stehen die dazu, wenn ihr eigenes Medium Plagiatoren unterstützt? Finden die das gut? Bezahlen die gerne dafür?

  • #34
    Thomas

    #32:

    >Weshalb man sich übrigens bei einer Journalistin, die auf ihrer Webseite PR zu ihrem Portfolio zählt, darüber aufregt, dass sie PR betreibt, bleibt schleierhaft.

    Der Schleier, das vernebelnde, das Wallen, Dein Wort.

    Und im übrigen:

    Journalisten machen keine PR.

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/470556/

  • #35
    DH

    @#33, Stefan, ich weiß, dass Du nicht unaufgeregt über das Lab schreiben kannst – jeder weiß das. Dass das Lab „vor allem gerne PR gegen“ den erfolgreichen Richter machen würde, ist dann das typische, erwartbare Ergebnis solcher Aufgeregtheit. Some things never get better.

  • #36
    Georg Kontekakis.

    @ Thomas Smizevski

    Ein Plagiator ist ein Plagiator, kein Künstler.

    Ein PR-Schreiber ist ein PR-Schreiber, kein Journalist.

    Die PR-Sülze über einen Plagiator im Lab ist peinlich. Sie beschreibt einen Plagiator als Kündtler. Die muss gelôscht werden.

    Es gibt gute und schlechte PR.

    Gute PR stellt Wahrheiten raus.

    Schlechte PR verbreitet Lügen.

    Sandra Anni Lang macht schlechte PR.

    Andreas Einze ist kein Künstler, wenn er plagiiert.

    Check das Beispiel mit Banksy mal ab. Und lerne es zu verstehen.

  • #37
    Georg Kontekakis.

    @dh.

    Es ist ein Fakt, dass das Lab hier PR für einen Plagiator und gegen einen erfolgreichen Comickünstler macht.

    Das scheinen die aber nicht zu verstehen. Und Du vielleicht auch nicht?

    Ich finde, das gehört sich nicht

  • #38
    SM

    Der Mangel an Realitätssinn an dieser Stelle ist eklatant. Und der Mangel an Fachwissen (z.B. Definition „wer ist Journalist“) disqualifiziert viele hier über ein solches Thema ernsthaft zu diskutieren.

    Gute PR stellt Wahrheiten heraus… klaro… und ein Zitronenfalter faltet Zitronen.

    Die anerkanntesten PR-Kampagnen fußen mitunter auf Lügen. Das mag man im Teletubbyland vielleicht nur unter Heulkrämpfen akzeptieren, aber das Leben stinkt nun mal. Und einigen hier scheint ja täglich sehr, sehr vieles zu stinken und dies hier ist ein Ventil.
    Wo hat die Lab-Autorin denn überhaupt eine Lüge formuliert???

  • #39
    Kate Becks

    das ist einer der witzigsten „ich schreib mich unseriös in rage und heule gleich vor wut, weil mal wieder das böse gegen das gute gewinnt und ich jetzt die, druch labkultur.tv verdorbene welt retten muss buu huu“ – artikel die ich seit langen gelesen habe. hab gut geschmunzelt! aber im grunde kann ich das hier nicht ernst nehmen. es sei den die seite nannte sich „robin hood & friends, die ritter des rechts.“

    heult doch! um der vorgegebenen niveau-ebene treu zu bleiben.

    LG
    Kate

  • #40
    Kate Becks

    für die gefühlten 100 grammatikalischen fehler in meinem vorgänger-kommentar schäme ich mich im übrigen nicht…
    nur, falls eine eventuelle, emotional schlecht koordinierte antwort erwartungsgemäß unter die gürtellinie geht, begründet durch meine schlechte rechtschreibung 🙂

    danke!

  • #41
    Georg Kontekakis

    @ SM

    Wo SIL Lügen formuliert hat? Hier: indem sie so tut

    – als sei Andreas Heinze ein Künstler
    – als habe Andreas Heinze ein eigenständiges Werk geschaffen
    – als habe er Originalität produiziert
    – als seien seine Bilder von allen möglichen Leuten inspiriert (inklusive seinem Hund)
    – als seien Sie Jamiris Arbeiten NUR ähnlich

    etc….

    Gute PR kann Wahrheiten verstärken – aber keine Zitronen zu Äpfeln machen. Und das wollte die PR-Schreiberin uns verkaufen.

    Und dass Du SM keine Ahnung von Journalismus hast, das ist klar.

  • #42
    halil

    – als sei Andreas Heinze ein Künstler

    Es gibt auch Leute die bezeichnen sich als Journalisten. Bei deren Geschreibsel es einem die Schuhe auszieht. Künstler ist wie Journalist ein weiter Begriff. Und warum sollte er keiner sein. Selbst wenn er plagiiert.

    – als habe Andreas Heinze ein eigenständiges Werk geschaffen

    Wieso nicht. Weil sie das so sehen? Echt Arm 😉

    – als habe er Originalität produiziert

    Irgendwie klingt das in der Formulierung für mich, als wären sie neidisch.

    – als seien seine Bilder von allen möglichen Leuten inspiriert (inklusive seinem Hund)

    Kann doch sein. Ein wenig Phantasie kann ihnen nur gut tun 😉

    – als seien Sie Jamiris Arbeiten NUR ähnlich

    Ach Gottchen! Was ist denn das jetzt für eine peinliche Kelle? Haben sie nichts besseres auf Lager. Auch die Bilder von Jamiri sind nicht die absolute Oberspitze. Ihre „K… Kackerei“ wird langsam peinlich. Offensichtlich bemerken sie dies noch nicht einmal.

  • #43
    Georg Kontekakis.

    @Halil

    Du hast halt keine Ahnung was ein Plagiat ist. Und was einen Künstler von einem Plagiator unterscheidet.

    Pech für Dich.

  • #44
    halil

    @Georg Kontekakis

    Ach. Jetzt machen sie mal nicht auf Experte! Das was sie schreiben ist für mich, wie für andere auch die hier kommentieren nicht wirklich nachvollziehbar. Es klingt sehr sehr neidisch, man könnte auch denken dumm, uninformiert. Warum auch immer.
    Ob nun Plagiator oder nicht. Kunst und Comic ist ein weites Feld. Etwas dass ich ihnen anscheinend nicht zu erschließen vermag. Sonst würden sie nicht so uneinsichtig schreiben. Im Grunde spricht es jedoch für sich selbst. Wie man an den Kommentaren hier auch lesen kann.

  • #45
    SM

    Natürlich Georg. Wer, wenn nicht du, könnte beurteilen, ob ich Ahnung vom Journalismus habe. Du beschäftigst ja offensichtlich immer eingehend mit den Dingen und Personen über die du urteilst.

    Diskussion hiermit lächelnd und kopfschüttelnd beendet.

    *weia… hier laufense/schreibense rum*

  • #46
    Arnold Voß

    Georg, lass dich nicht beirren. Sie geifern, weil es stimmt was du schreibst. Dein Stil ist dabei völlig unerheblich. Den Rest wird und muss Jamiri/Richter klären lassen.

    Das einzige was unter künstlerischen Gesichtspunkten wirklich spannend sein könnte, wäre ein öffentliches und neutral moderiertes Streitgespräch zwischen Heinze und Richter.

  • #47
    Arnold Voss

    @ DH

    Natürlich gibt es auch gute Sachen im LAB. Es könnte sogar eine sinnvolle Arbeitsteilung zwischen dem LAB und den Ruhrbaronen geben. Aber leider nur in unserer Fantasie.

  • #48
    DH

    „Es könnte sogar eine sinnvolle Arbeitsteilung zwischen dem LAB und den Ruhrbaronen geben.“

    @Arnold, ich könnt’ ja jetzt in Georgs lustigem Schulbushaltestellen-Duktus antworten („Du hast ja keine Ahnung. Pech für Dich.“).

    Im Ernst: Es geht doch nicht um Arbeitsteilung, das Lab ist Euch ein prinzipielles Ärgernis, von Beginn an. Soweit ich weiß, gab es von Seiten Hillenbachs, Koblers und wie sie alle heißen (sie waren ja auch mal „Ruhrbarone“) mehrfach das Bemühen, das Verhältnis zu normalisieren. Ohne Erfolg.

    Ihr sollt das Lab (mit seinem oft seichten Feuilletonismus) ja auch kritisieren, aber auf eine Art und Weise, die diesen Begriff („Kritik“) auch verdient. Dabei müsst Ihr einfach besser, seriöser, der Sache zugewandter werden, dann ist mir das schon „Arbeitsteilung“ genug.

  • #49
    TS

    #46
    Die Aufgeregtheit einer Diskussion als Indikator, den Wahrheitsgehalt der ursprünglichen These zu beweisen?

    Cool! Ich dachte immer, die lauten Empörungen gegenüber beispielsweise der BILD-„Zeitung“ ließen darauf schließen, dass die Urheber als publicitygeile Journalistendarsteller enttarnt würden.

    Unterm Strich kann man sagen, dass das Ganze hier arg an Kindergarten erinnert. Ebenso, wie es dem Ruhrgebiet an Leuchtturm-Kultur mangelt, mangelt es offensichtlich an Leuchten, die darüber schreiben. Das mag man bedauern oder man erfreut sich an die vielschichtige und bunte Durchschnittlichkeit, die es hier gibt. Ich bin für Letzteres. Das mag despektierlicher klingen, als es gemeint ist. Aber zur Verdeutlichung: Wir leben eben in einer Region, in der sich nie die Qualitätspresse durchsetzen wird, stets die WA-„Zeitungen“ dominieren werden. Weshalb sollte das im Bereich der Kultur auch anders aussehen? Ein FAZ-Feulletonist wird nicht dauerhaft hier landen und wer als Zwiebel geboren, wird nie als Rose blühen (übrigens ein Zitat, bevor man mich wegen eines vermeintlichen Plagiats auch ans Kreuz nagelt ;-)).

  • #50
    DH

    @#49, TS, zum Kindergartenappeal des Ruhrgebiets zählt leider auch das permanente Herbeisehnen von Leuchttürmen. Wer keinen Plan, keine Idee von der Gegend hat, baut halt Leuchttürme.

    Und wer nur zwischen Zwiebeln und Rosen unterscheiden mag, dem entgeht das eigentlich Interessante: der Zwiebelrosengarten, der das Ruhrgebiet eben auch ist.

    Und weil heut’ Sonntag ist, soll ein blonder Leuchtturm aus den 1970er Jahren meinerseits das letzte Wort haben:
    http://www.youtube.com/watch?v=WO4wcNVbYOQ

  • #51
    F.L. Aus Übersee

    Ich gehe nicht auf die Plagiatsvorwürfe Jamiri vs. Heinze ein. Die beiden sind Manns genug, diesen Kampf untereinander auszufechten.
    Ich muss auf die peinlichen Anschuldigungen Ruhrbarone vs. SAL. eingehen, da sich die zivilcouragierte linke Aktivistin und großartige Journalistin SAL sich sicher nicht hierzu äußern wird.
    Ein Bericht, so wisst ihr, wird immer in faktenlastiger Form formuliert. Ein Bericht ist keine Glosse, kein Kommentar, keine Kritik und keine PR. Mit diesen Feinheiten des Journalismus sollte man sich auskennen, um angemessen zu urteilen.
    Eure Verrisse erreichen langsam Züge einer unkontrollierten Hetzjagd und dieses kann und will ich nicht unkommentiert lassen. Auch wenn ich nicht zu eurer Generation gehöre, wisst ihr doch: Für Facebook zu alt, für Mercedes zu jung.
    In Erwartung differenziert und sachlich formulierter Kommentare
    Euer F.L. Aus Übersee.

  • #52
    Arnold Voß

    TS # 49

    Niemand der sich hier über Georg aufgeregt hat, hätte das getan, wenn er selbst in der Rolle von Jamiri/Richter gewesen wäre. Dann hätten dieselben Leute es klasse gefunden, dass hier ein Plagiat ein Plagiat genannt wird.

  • #53
    Arnold Voß

    @ F.L aus Übersee

    Hallo Weltbürgerdarsteller, ein Fehler wird nicht dadurch besser, dass er von einem ansonsten untadeligen und kompetenten Menschen begangen wird.

    Ach ja, die letztendliche Feststellung eines Plagiates ist kein Kampf zwischen Männern sondern eine Rechtsangelegenheit.

  • #54
    Arnold Voß

    @ DH

    Dirk, es ehrt dich, dass du immer wieder das Gute am LAB darstellst. Aber es ist, wie du treffend geschrieben hast, im Wesentlichen eine Propagandaabteilung, die dabei, und das ist meine Kritik, i m m e r w i e d e r und s y s t e m a t i s c h über das Ziel hinausschießt. Genau das aber wird dort nie diskutiert, bzw. darf es dort auch nicht diskutiert werden, weil es eben eine Propagandaabteilung ist.

  • #55
    nestbeschmutzer

    Ich sehe es noch kommen. Von Guttenberg wird Bundeskanzler und einer dieser laberkultur.tv Hanseln wird Regierungssprecher. Und sagt nachher nicht ich hätte euch nicht gewarnt.

  • #56
    Stefan Laurin

    @Arnold: Mich stört vor allem, dass es denen beim Lab offenbar vollkommen egal ist was sie machen. Ich erkenne kein Konzept, keine Idee. Nur ein paar Schlagworte und sehr viel Beliebigkeit.

  • #57
    milena

    Hui, hier ist ja ganz schön was los. Erstaunlich nach 3 Tagen Uffrejung, dass all die sachlichen Hinweise, die Richtigstellungen, die Reaktionen von labkultur, die Bitte um Mäßigung gegenüber einer Journalistenkollegin von den hier rantenden Ruhrbaronen in Person von Voss, Laurin und dem Autor des Artikels stattdessen weiter ihr Reierfeflex auslösendes, ewiges Geseier über PR, Propaganda und Steuerverschwendung ablassen – was natürlich zeigt, was bei aller vorgeschobener Aufregung über Plagiat, nicht-Plagiat eigentlich dahinter steckt.

    Ein persönliche Kampagne einer offenbar gefühlt zukurzgekommenen Hobbyblogseite, die selbst wo Qualität immer wieder ist, wo Leute das Ruhrgebiet europaweit bekannter machen, wo kompetente Journalistenkollegen arbeiten (ja, ich rede von Labkultur), wo Arbeitsplätze enstanden sind (nein, nicht für Herrn Fesel und Gorny, sondern eine Redaktion) nur Abwehr, Häme und alberner Männer-Meiner-ist-länger Wettstreit ausgefochten wird.

    Liebe Ruhrbarone, ihr solltet mal eine Austreibung machen, um Euch von Lab-Spuk zu befreien. Dann vielleicht könnt ihr Artikel wie den von Frau Lang und auch die anderen Dinge, die dort und auf anderen Seiten als der Euren geschehen, richtig einschätzen und vor allem: angemessen reagieren. Diese Fähigkeit ist euch unter der Hasskappe verloren gegangen. Ich meld mich hier ab und werd das auch denen empfehlen, die hier ab und an noch mal nach Ruhrgebiets relevanten suchen. Diese Kampagne (und gerde ihr redet von „Propaganda“??) ist jetzt genug des Guten.

  • #58
    Stefan Laurin

    @Milena: Ausserhalb des Wettbewerbs und von Steuergeldern finanziert kann jeder Trottel Jobs schaffen – was man am Lab und ECCE ja sieht.
    Was diese grandiose Truppe von Kollegen allerdings nicht hinbekommt, ist es, ein Medium zu schaffen, was ausserhalb der kleinen Fördergeldschnorrerszene wahrgenommen wird. Und das ist ein Kunststück, denn die Themen die das Lab bearbeiten könnte, die Nachrichten über die es berichten könnte, sind eigentlich spannend und populär. Relevant zu werden dürfte für das Lab eigentlich kein Problem sein. Ist es aber. ich denk mal: keiner der da arbeitet hat Interesse an den Themen. Schon die Site hat eine schlechte Nutzerführung – auch in der dritten Auflage. Dort scheint allen alles egal zu sein – anders kann ich mir den Zustand des Labs nicht erklären.

  • #59
    Jeeves

    „Es gibt gute und schlechte PR.
    Gute PR stellt Wahrheiten raus.
    Schlechte PR verbreitet Lügen.“

    .
    Da bin ich – als älterer, erfahrener Mensch – ganz anderer Meinung:
    „PR“ ist einer dieser Euphemismen für Reklame, für Markschreierei.
    Das Gebabbel und Angeber-Gerede von Reklamefuzzis ist IMMER Lüge.

  • #60
    mr

    Nächster Halt: BRAVO-Foto-Lovestorys! Plagiat! Sieht genau aus wie alles von Jamiri!!!

  • #61
    Milena

    Gute Leistung Herr Laurin. Sie schaffen (oder doch duzen, wie das ja unter Ruhrgebietskumpels laut Georg K so üblich ist) es immer wieder die entscheidenden Sätze nicht zu sehen. Ich schrieb über den Umgang mit der Kollegin, ich schrieb über ihren Lab-Fetisch, ihr schrieb über Artikel auf der Labseite, die gut sind, besser als vieles hier, ich schrieb über Angemessenheit. Nichts davon in ihrem Kommentar, sondern das ewige (gähn) Steuergelderschnorrerschild hochhalten und Blick senken, das machen sie.

    Zu kritisieren, dass Internetseiten überarbeitet werden zeugt von Haar-in-der-Suppe Sucherei, Ahnungslosigkeit (wollen sie das dem Spiegel, der SZ und so ziemlich jedem zweiten Blog auch vorwerfen?).

    Es bleibt dabei: Statt sich inhaltlich mit einem diffamierenden Stil des Autoren K, mit der Frage journalistischer Sauberkeit bei der Recherche für diesen Text, mit ernsten Antworten aufzuhalten, kommt: Schnorrer, PR, Propaganda, Bullshit. Wieso nicht mal ein Helge Schneider mässiges Pillemannsackarschloch! rufen und dann bitte Journalismus machen, der den Namen verdient, statt Privatfehden austragen.

    Ach so, und von wegen Reichweite: Keine Ahnung wie viele das Lab lesen. Aber auch keine Ahnung wer Ruhrbarone liest. Wenn die 20 Hansels die hier immer kommentieren die Richtschnur sind, auch nicht viele. Und wenn es ein paar hundert am Tag sind – wäre ich vorsichtig mit dem „Fördergeldschnorrer“ Als da wären: Stadtgalerien, Künstler mit Stipendium, Autoren mit Preisen oder Schreibstipendium, mit billigem Raum ausgestattete Künstler wie in Essen, mit Seltbständigkeits Starthilfe von der Agentur Ausgestattete, mit Steuernachlässen bedachte Institutionen wie fast alle Kulturhäuser, Theater und kleinen Spielstätten und und und. Küchenpsychologisch attestiere ich eine Fixierung. Wenn man Freud glaubt ist der anale Charakter penibel, ordnungsliebend, zwanghaft, sparsam, starrsinnig usw. Gern können sie jetzt nur über den letzten Satz sich auslassen. Die Strategie funktioniert ja bei ihren Fans gut.

  • #62
    Peter

    Etwas weniger Hysterie und etwas mehr Sachlichkeit auf allen Seiten täte der Sache sicher gut. Die Art, in der hier über die Autorin hergezogen wird, ist abstoßend, die Kritik in der Sache jedoch ist gerechtfertigt. Hat eigentlich jemand mal die Autorin gefragt, wie sie dazu kam, diesen Artikel so zu schreiben? Vielleicht sollte ingesamt – wie so oft – nicht so viel übereinander, sondern mehr miteinander geredet werden. Heinze mit Jamiri, Laurin mit Hillenbach, Kontekakis mit Lang, Lang mit einem Experten für Plagiate etc. Wenn dann die Themen etwas sortiert würden, ergäbe sich bestimmt auf der Basis recherchierter Fakten ein ein klares, na, zumindest klareres Bild. Glückauf!

  • #63
    Stefan Laurin

    @Milena: Es sind nach wie vor 7.000 – bis 10.000 Leser an Werktagen. Nehmen sie doch einfach die Kommentare und wie oft und wo wir zitiert werden – gestern noch in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung – und vergleichen Sie das doch bitte mit dem Lab, wo fast nur Mitarbeiter kommentieren und das meines Wissens nach noch nie zitiert wurde und Sie sehen: Das Lab erreicht seiner Leser nicht und wenn, dann bringt es sie nicht dazu, sich mit den Inhalten aktiv auseinanderzusetzen. Das nennt man dann, bei einem Social Media Projekt wie dem Lab, vollkommenes Versagen.
    Dazu kommt: Das Lab schafft es nicht einmal nachrichtlich über die Branche zu informieren, um die es sich kümmern soll. Die Zusammensetzung der Texte erscheint willkürlich, es gibt keinen roten Faden. Es ist nicht mehr als die Simulation eines Mediums, um Fördergeldgebern zu gefallen.
    Dass Ihnen beim Lab die Inhalte besser gefallen als bei uns, sei Ihnen unbenommen. Wir sind das größte Regionalblog Deutschlands, aktuell auf Platz 39 aller Blogs des Landes. Wir können das verkraften. Und weil wir uns selbst finanzieren, müssen wir uns niemanden gegenüber rechtfertigen.

  • #64
    TS

    @#63
    ich glaube, Milena meinte u.a., dass das, womit auch die Ruhrbarone ihr Geld verdienen (worüber Sie berichten) eben auch zum großen Teil auf „Subventionsschnorrerei“ fußt.

  • #65
  • #66
    Milena

    …danke TS! und ich meinte außerdem: vieler ihrer Leser SIND Subventionsschnorrer (aus ihrer Sicht) – nämlich all die Künstler und Kreativen und so weiter. Aber: wir kommen wir auch nicht zusammen. Wie gesagt, sie nennen mir stolz ein Zitat aus der FAS und Zahlen (freut mich für sie), auch dass sie für Verlage und Zeitung schreiben, toll (meiner ist länger als deiner). Ich aber rede über Inhalte.

    Sie kotzt das Lab an, weil sie „keinen roten Faden“ sehen und die ihnen jeder Euro verschwendet ist ich suche mir Inhalte, die mir gefallen und find die da auchh. Den roten Faden der Ruhrbarone müssten sie mir dann mal in Ruhe erklären, denn von Lokalem über Rant über Reportage und Musikankündigung bis Praktikantentest und Rezension und Portrait ist hier alles zu finden. Egal. Over and Out.

  • #67
    Georg Kontekakis

    @ 64.

    Wir leben von Subventionen? PUAHHHHHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA

    Ich fall um vor Lachen.

    Ey TS – wir verkaufen Anzeigen. Dafür kriegen wir Geld, weil Leute über uns andere Leute erreichen wollen. Das ist alles. Und es ist wenig.

    Wir verkaufen keine Artikel, keine Berichte. Wir machen keine PR.

    Wir sind frei und unabhängig.

    Du und Milena, Ihr beiden „anale Charaktäre“ – Zitat Milena – könnt Euch wahrscheinlich nicht mal vorstellen, wie das ist.

  • #68
  • #69
    Jahnitu

    Den Stil eines anderen zu kopieren ist legitim. Wenn ich singe wie Reinhard Mey, mit eigenen Texten und Melodien, in einer Weise, dass jeder, der es hört, denkt „oh, eine neue Platte von Reinhard Mey“, dann ist das kein Plagiat.

    Wenn ich Comics zeichne, bei denen jeder denkt „oh, ein neuer Comic von Jamiri“, dann ist das kein Plagiat.

    Das zu dürfen ist Bestandteil der Kunstfreiheit, das Urheberrecht lässt das nicht nur zu, sondern es ließe sich in den Grenzen des Grundgesetzes gar nicht verbieten.

    Dass das für Jamiri nicht schön ist, dass er nun Konkurrenz hat in seiner Stil-Nische, wo er bislang Monopolist war – schon klar. Aber das muss man abkönnen.

    Ich finde es bezeichnend, dass dieser Artikel voller Wertungen ist, aber frei von jedwedem Beleg für ein „Plagiat“.

    Und Georg Kontekakis konnte sich auch nicht entscheiden, ob das nun die genaue Kopie von etwas Gutem ist, oder ob es Schrott ist. Das schließt sich gegenseitig aus.

  • #70
    so_it_goes

    Man braucht die nötige Selbstverliebtheit und Schamlosigkeit, und man braucht ein paar Schreiberlinge, die einem im kritischen Moment zur Seite springen: Dann sind die dreistesten Nachäffereien auch in den höchsten „Höhen“ der deutschen Kulturlandschaft möglich. Beispiel: Im Jahr 2010 wurde der mit ein paar zehntausend Euro dotierte Büchnerpreis an einen Schreiberling Namens Reinhard Jirgl verliehen, dessen „Stil“ eine einzige große Nachäfferei des 1979 verstorbenen Autoren Arno Schmidt darstellt – Seite für Seite, jeder noch so Blinde sieht´s.

    Wie man´s durchzieht? Genau so wie jetzt Herr Heinze und seine nützliche Lobhudlerin: Zunächst einmal lenkt Herr Jirgl ab, wenn man ihn auf Vorbilder anspricht, und verschweigt Schmidt völlig (siehe die wiki-Seite über Jirgl). Fragt man offensiv nach, gibt er sich (in einem Radio-Interview) bescheiden: „Ich will mich mit Schmidt nicht auf eine Stufe stellen“ – genau so macht´s Heinze jetzt auch mit seinem bescheidenen „Jamiri bedient die Intellektuellen, ich bin da ganz anders“. Und den Rest erledigen dann die Lobhudler: Man solle sich doch bitte mit dem Autoren befassen, genau hinsehen, dann würde man Unterschiede bemerken – und in der Summe führen all die kleinen Unterschiede dann zur rettenden Schlußfolgerung, Original und Plagiator hätten „eigentlich (!) gar nichts miteinander zu tun“ (ein Literaturkritiker Namens Böttinger hier: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1221156/).

    Das Quäntchen Wahrheit bei diesen Tricksereien wurde im Artikel schon benannt: Heinze kann die Technik, den Inhalt, den äußerlichen Eindruck noch so sehr nachäffen, an die eigentliche Qualität von Jamiri kommt er natürlich nie heran. Bei Jirgl ist es genau so: Als ebenso uninspirierter wie unbegabter Arno-Schmidt-Imitator kommt er selbstredend nie auf Schmidts Niveau.

    Aber auf zwei Dinge ist er gekommen, immerhin: Erstens einen Batzen Geld und zweitens in den Ruf ein bedeutender Autor, ja sogar ein „Sprachkünstler“ zu sein. So it goes. Mal sehen zu was es Heinze noch bringt…

  • #71
    TS

    #67

    Die Fähigkeit, sinnerfassend lesen zu können, muss man sich erarbeiten, wenn man es nicht mit in die Wiege gelegt bekam. Wenn Sie wieder aufgestanden sind, können Sie ja nochmal den Text durchlesen, auf den Sie antworten… bevor Sie antworten…

    #68
    Mitnichten. Zumindest inzwischen. Die Diskussion hat sich etwas entwickelt. Wenn Sie nicht an Entwicklung interessiert sind, cosa vostra.

  • #72
    Aus Maus

    Hallo zusammen,

    schaut man sich den Originalartikel auf Labkultur an, wird dort nun mit einer deutlichen Update-Nachricht darauf hingewiesen, dass Jamiri selbst die Bilder für Plagiate hält und per Link auf das Interview mit ihm verwiesen.

    Schaut man sich die Heinzes Website an, sieht man sehr wohl, dass seine Arbeiten sehr wohl nur zum Teil denen von Jamiri ähneln. Ich lese gern Comics, halte nicht soooo viel von jamiri (sieht mir zu geleckt aus) und sehe ganz klar Ähnlichkeiten zwischen Heinzes zitierten Bildern und den Bildern von Jamiri. Trotzdem ist für mich nicht klar, was davon wirklich als Plagiat gelten kann. Jamiri hat nun offenbar Angst, dass er, wenn er nicht juristisch reagiert, Heinze den Stil als seinen verkaufen kann. mal sehen, wie das weitergeht. Ein Gespräch zwischen den Beiden hilft ja vielleicht schon weiter.

    Mir ist klar, dass ‚Blog‘ kein Synonym für ‚Sachlichkeit‘ ist. Trotzdem würde ich mir manchmal wünschen, einige Autoren würden sich etwas zurücknehmen. Das gilt aus und im Besonderen für Laurin, der im Bestreben, superaufklärerisch provokant sein zu wollen, einfach nur jugendlich klingt. Das ‚Jugendlich‘, dass wohl Viele von uns noch kennen: „Hu, ich bin sooo superprovokant, damit rege ich die Anderen zum Nachdenken an.“ Dass diese Art der Kommunikation aber leider fast nie sonderlich zielführend ist, ist dann aber wahrscheinlich auch egal. Manche Menschen brauchen vielleicht die Öffentlichkeit, um Dampf abzulassen.

    Ich lese die Ruhrbarone erst seit ein paar Wochen, finde hier viele gute Sachen und würde mir einiges anderes wünschen. Da nutze ich doch gleich mal die Chance für weiteres Feedback:

    – Die Unterteilung in Themen scheint mir recht sinnbegrenzt. Die schlechte Benutzerführung, die SL. bei Labkultur angreift, finde ich hier auch. Ich nutze ausschließlich den RSS-Feeder.

    – ich finde die Begrenzung aufs Ruhrgebiet toll, so finde ich als Zugezogener gute Infos, Klischees und Meinungen zur politischen und kulturellen Entwicklung in der Gegend.

    – von mir aus kann man die Links auf Musikvideos weglassen. Oder handelt es sich hier immer um Ruhrgebietsbands? Oder sind das so eine Art Klickhuren?

    – „Journalisten bloggen das Revier“: ich würde mir mehr ‚Journalisten‘ wünschen. Meinungen sind gut, aber manchmal wird’s hier richtig nervig.

    – gut finde ich, dass Sie/Ihr alle mit kommentiert und reagiert.

    Bis dahin,
    die Maus.

  • #73
    DH

    @#54, Arnold, ach, ich halt’s mit Katja Kullmanns jüngst in Detroit verortetem Motto: „Solidarity is the new sexy.“ (-:

    Ich gebe zu, für eingefleischte Miesepeterblogs, die überall Schnorrer, Minderleister und Volkserzieher wittern, ist das natürlich nix.

  • #74
    Stefan Laurin

    @DH: Ich bin nicht solidarisch mit Gorny und Fesel. Solidarisch bin ich mit den Leuten von UZDo, Freiraum etc.

  • #75
    DH

    @Stefan: Gehört der eine oder andere Freiraumtyp nicht auch zu den Lab-Autoren? Werden diese Inis und ihre Anliegen nicht auch übers Lab unterstützt?

  • #76
    Stefan Laurin

    @DH: Ein Autor soweit ich weiß. Und der bestbezahlte Mitarbeiter ist Fesel. Fesel! Mein Gott… Und mal im Ernst: Das Lab ist mieser als es sein
    müsste. Das ist das peinlichste. Und der Chef? Fesel natürlich…

  • #77
    DH

    @Stefan: Ich schrieb ja schon, dass Du nicht unaufgeregt übers Lab schreiben kannst. Niemand nimmt Fesel so wichtig wie Du (-:

  • #78
  • #79
    DH

    Womit wir wieder bei einem der drei Säulenheiligen des Blogs wären: dem Minderleister. Stefan, das ist nur noch Zirkus, was Du hier veranstaltest.

  • #80
  • #81
    Georg Kontekakis.

    Das gute hier im Blog ist:

    Wir fördern keine Plagiatoren. Und die Leute, die Plagiatoren verteidigen, können nicht auf Verständnis rechnen.

    @ Jahnitu

    Es geht nicht um die Entwicklung eines Zeichenstils. Das hatten wir schon, sondern darum, Plot, Tableaus, Figuren und Inhalte – also die Idee – zu Klauen. Und dann alles noch zusammen mit dem gleichen Stil umzusetzen. Das ist ein Plagiat. Das macht der Plagiator.

    Der hat nix persifliert, nichts entwickelt, nichts aufgebaut. Er ist eben ein Klaubock.

  • #82
    halil

    – also die Idee –

    Auch wenn sie das anscheinend noch sosehr anstinkt. Eine künstlerische „Idee“ ist nicht geschützt.
    Ob er nun geklaut hat oder nicht. Überlassen sie es einfach dem Betrachter. Wenns gefällt ist das völlig okay. In jeder Epoche haben Künstler Anleihen bei anderen Künstlern gemacht. Das ist nun mal so. Damit muss man nicht leben können, aber es zumindest akzeptieren. Genau das können sie anscheinend nicht wie mir scheint.

  • #83
    Arnold Voß

    @ Halil # 82

    Sorry, aber das kann nur Jemand schreiben, der nicht in der Position von Jamiri/Richter ist. Mit Kunst wird Geld verdient, Halil! Selbst wenn Jamiri/Richter ihre Meinung teilen würde, sein Verlag wird es sehr wahrscheinlich nicht tun. Das ist nun mal so.Damit müssen sie nicht leben können, aber sie sollten es zumindest akzeptieren.

  • #84
    Arnold Voß

    @ DH # 73

    Aber die Solidarität mit Jamiri/Richter könnte doch auch sexy sein, oder?

  • #85
    Arnold Voß

    @ Jahnitu # 69

    Sorry, aber das ist wohlfeiles Gequatsche von Leuten, die es selbst nicht trifft.

  • #86
    halil

    @82

    Ändert nix an der Tatsache das die „Idee“ so zu zeichnen und Comics zu machen oder eben so künstlerisch zu arbeiten nicht geschützt ist ;-).

  • #87
  • #88
    Arnold Voss

    @ all

    Wenn ein Künstler wie Jamiri/Richter, der bislang nicht durch die Abkanzelung und erst recht nicht durch Prozesse gegen andere Künstler sondern durch seinen Erfolg aufgefallen ist, eine Arbeit als Plagiat bezeichnet, dann ist dies ein sehr ernst zu nehmender Vorwurf.

    Man kann das aus künstlerischer Sicht bezweifeln, aber man kann nicht so tun, als sei dieser Vorwurf dadurch aus der Welt zu schaffen, dass man schlicht behauptet, dass es sich doch gar nicht um ein Plagiat handelt. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass die Meinung des plagiierten Künstlers nicht einfach aus der Luft gegriffen ist.

    Die Autorin hätte, auf Grund der augenscheinlichen Ähnlichkeit von Heinzes Arbeiten leicht selbst darauf kommen können, Jamiri/Richter um ein Statement zu bitten. Dann wäre ihr Artikel mit Sicherheit anders ausgefallen. Sie hat das, aus welchem Grunde auch immer, aber nicht getan.

    Es ist unausweichlich, dass das bei einem innerhalb und außerhalb der Region so bekannten Künstler dann andere tun, bzw. den Künstler auf diese Ausstellung aufmerksam machen. Auch damit und natürlich auch mit der entsprechend empörten Diskussion hätte die Autorin rechnen müssen.

    Es ist schon irre, dass die, die hier bessere Recherche, fairen Stil und mehr Verständnis einklagen, die Auslassung des eigentlich Betroffenen, d.h. Jamiri/Richter dabei offensichtlich überhaupt nicht interessiert. Stattdessen wird von einigen Richter, und das unter Pseudonym, als zweit- bis drittklassig diffamiert.

    Zur peinlichen Klugscheißere wird die Sache aber erst, wenn hier Leute die sehr wahrscheinlich nie in die Lage kommen werden, dass sie Jemand, aus welchem Grund auch immer, zu kopieren versucht, mit intellektuellem Halbwissen verbrämte Ratschläge für den Fall erteilen, wenn einem das passiert.

    Warum wird stattdessen nicht versucht in Oberhausen am selben Ort eine parallele Ausstellung mit Originalwerken von Jamiri/Richter zu installieren um ebenfalls am selben Ort dann eine Diskussion zwischen Heinze und Richter zu organisieren. Darüber könnte dann das LAB einen Film drehen. Vorausgesetzt natürlich, dass die beiden Kontrahenten damit einverstanden sind.

  • #89
    Georg Kontekakis.

    @ Arnold

    Es gibt keine zwei Kontrahenten. Es gibt einen Plagiator, der den Künstler angreift. Mehr nicht. Es gibt einen Agressor. Und der will wohl Jamiri in den Ring zwingen. Das sollten wir nicht zulassen.

    Also. Ich gebe Dir recht, bis auf dem letzten Punkt.

  • #90
    halil

    @89
    Was ist das denn für ein Quatsch. Warum „greift“ ein Plagiator den Künstler an. Selten so einen Blödsinn gelesen! Auch das Plagieren ist Kunst. Und die ist frei wie man gerade in diesem gefühlt immer mehr verblödeten Land eigentlich wissen sollte.
    Einigen, besonders dem Autor dieses tendenziösen und m.E, einfach schlechten Artikels schient das weder bewusst zu sein noch aufzufallen. Die Ruhrbarone benehmen sich immer mehr wie der dekadente Adel einstiger Zeiten. Nur ihre Meinung ist gültig. Dafür ist man sich nicht zu schade auch auf einen eher unbedeutenden Künstler einzuprügeln. Das ist keine guter Stil, wirklich nicht. Das ist arrogant und dumm.

  • #91
    Milena

    #64 Dass Sie die sich auf den Rechtschreibfehler bei ChraraktÄre stürzen, statt auch nur eine der Vorwürfe einzugehen… quod erat usw. was die freudsche Fixierung angeht: penibel, ordnungsliebend, zwanghaft, sparsam, starrsinnig. und dass ich sage, inhalte und Herr L mit zugriffszahlen antwortet rundet es ab. ein gutes Team. Kann mir trotzdem nicht vorstellen, dass Ihre Denke so erbärmlich ist, wie ihre (hier jedenfalls nicht vorhandene) Argumentation. Aber wer weiß. Ausdruck jedenfalls – Achtung Behauptung – für so manches was hier im Ruhrgebiet scheisse läuft: Wenn einer was macht, gucken die anderen nur, dass er ihnen nicht zu nah kommt, machen ihn runter, wenn er es auch gut macht und statt des hier mehrfach vorgeschlagenen Dialogs wird gedisst, ans Bein gepinkelt und BÄH geschrien: Das gilt für labkultur, schwache Artikel wie den von K hier und so manches Ding das die Herren von RB als ihr Territorium begreifen scheinbar. Wuff

  • #92
    Stefan Laurin

    @Milena: “ Ausdruck jedenfalls – Achtung Behauptung – für so manches was hier im Ruhrgebiet scheisse läuft: Wenn einer was macht, gucken die anderen nur, dass er ihnen nicht zu nah kommt, machen ihn runter, wenn er es auch gut macht und statt des hier mehrfach vorgeschlagenen Dialogs wird gedisst, ans Bein gepinkelt und BÄH geschrien.“
    Es gab nie ein Angebot zum Dialog des Labs – weder an uns noch an die anderen Blogs des Ruhrgebiets. Im Gegenteil: Ich erinnere mich noch gut an das Zitat eines Lab-Chefs als am Anfang ein paar Mitarbeiter dieses Blogs da mitmachen wollten: „Schön, jetzt kannibalisiert das Lab die Ruhrbarone.“ Also, Milena, versuch hier nicht die Vorgeschichte umzuschreiben wenn Du nicht weißt wovon du redest.
    Dann machen wir hier keinen nieder der was macht: Wir versuchen in unserem Rahmen viele Initiativen zu unterstützen und machen das seitdem wir mit diesem Blog begonnen haben. Wir haben zu allen anderen in der Region ein gutes Verhältnis: Pottblog, Xtranews, Zoom – aber auch zu WAZ, Ruhr Nachrichten und Coolibri.Ausnahme: Das Lab. Der Hauptgrund: Sie sind schlecht. Die Seite ist es, die Inhalte sind willkürlich – und dann – oben drauf: Dafür werden sie mit Steuergeldern finanziert. Blöde Kombination.

  • #93
    DH

    @#88: „Es ist schon irre, dass die, die hier bessere Recherche, fairen Stil und mehr Verständnis einklagen, die Auslassung des eigentlich Betroffenen, d.h. Jamiri/Richter dabei offensichtlich überhaupt nicht interessiert.“

    Arnold, jetzt verdreh’ nichts. Ja, ich wünsche Euch, dass ihr zu einem fairen Stil fähig werdet; ja, die Auslassung Richters finde ich trotzdem (?) interessant und richtig. Mit Richter gesprochen und das dann veröffentlicht hat aber Perik vom Lab, kein Georg, kein Stefan, kein Arnold.

    @#92: Noch mal: Es geht nicht um Dialog oder Arbeitsteilung mit dem Lab. Die Netzwerkerei wird, was ihren Output anbetrifft, eh überschätzt. Ihr sollt halt nur besser, seriöser kritisieren.

  • #94
    Arnold Voß

    @ DH

    Sorry, Dirk, aber Perik hat es nicht getan, sondern er musste es nach dem Artikel von Georg tun. Und natürlich war es richtig, dass er das getan hat.

  • #95
    Georg Kontekakis

    @ Halil und Milena,

    Anstatt hier gegen die Barone rumzupupsen, solltet Ihr Euch mal mit den Fakten beschäftigen. Dass Ihr da snciht tut, erklärt sich aus sich selbst heraus. Anale Charaktäre eben, wie Milena sagte

    Davon ab, wäre es die Pflicht der PR-Autorin gewesen im Rahmen der journalistischen Sorgfaltspflicht (ist sogar gesetzich definiert) zu prüfen, ob der PLagiator ihr Quatsch erzählt. Hat sie nicht getan. Ist auch klar, dass Sandra Anni Lang das nicht getan hat. Sie ist ja auch keine Journalistin, sondern PR-Autorin.

    Und da sehe ich eben die Pflicht bei den anderen im Lab. Die Leute hätten aufpassen müssen. UNd zumindest reagieren müssen, als das PLagiat aufgeflogen ist. Doch das haben die Lab-Leute nicht getan. Auch Perik nicht. Obwohl sie Jamiri kennen.

    Das ist schlecht. Das bleibt schlecht. Egal, wieviele Anale Charaktäre wie Milena oder Halil hier versuchen zu relativieren, rumzuätzen oder zu provozieren.

  • #96
    Arnold Voss

    @ DH

    Bei den Ruhrbaronen hat jeder sein eigene Art und sein eigenen Stil etwas zu kritisieren, wie du weißt. Wir machen uns da gegenseitig keine Vorschriften. Dafür muss hier auch jeder die Kritik an seinem Stil selber einstecken. Nicht nur unser Blog ist unabhängig sondern jeder Ruhrbaron kann hier unabhängig schreiben.

    Glaubst du, dass auf dem LAB, wenn es denn jemals dort solche Dikussionen gäbe wie hier, umgekehrt die Kritik freigeschaltet würde, die hier bei uns an uns möglich ist? Ich nicht.

  • #97
    Aus Maus

    @Ruhrbarone:

    war wer von euch schon auf der Ausstellung? Mich würde interessieren, ob wir hier über einen Teil von Andreas Heinzes ausgestellten Arbeiten sprechen, oder ob alle .. ähm .. Exponate so aussehen. Wie schon einmal vorher geschrieben: Besucht man die Website von Andreas Heinze, sieht das, was er macht, durchaus abwechslungsreich aus.

    Toll wäre, wenn man die Ausstellung tatsächlich durch ein kritisches Auge überholen und die Werke der Beiden nebeneinander stellen könnte (auch wenn ich hier schon wieder den Autor mit dem Argument gegenschießen höre: Nein, das gibt dem Plagiator zu viel Aufmerksamkeit und Bedeutung). Idealerweise enthält man sich dann einer Wertung und überlässt dem Betrachter die Entscheidung. Perfekt wäre, wenn das kritische Auge genau solche Bilder nebeneinander stellen würde, die einen direkten Vergleich ermöglichen.

    Ich kenne mich mit der Kunst des Comiczeichnens nicht aus. Sicherlich geht es vielen Anderen auch so. Sollte Jamiri hier wirklich etwas ganz besonderes geschaffen haben (was ich abgesehen vom graphischen Stil nicht nachvollziehen kann: der dreiteilige Aufbau, Sprechblasen, Kästen mit beschreibenden Texten sind nichts sooo besonderes), sollte auch darauf hingewiesen werden.

    Das Ganze wäre eine tolle Möglichkeit, über Comics als Kunst und über die Eindeutigkeit/Uneindeutigkeit von Plagiaten zu informieren. Dafür würde ich mich sogar auf den Weg nach Oberhausen machen.

    PS: ich glaube, es schaukelt sich deshalb soviel hoch, weil manche die Kritik an der Art und Weise des Autors auch durch die trotzigen Gegenreaktionen der Barone zur typischen Streiterei a’la ‚ich habe recht‘ – ‚Nein, ich‘ – ‚Nein, ich‘ führte.

  • Pingback: Jamiri-Plagiator Andreas Heinze wagt eine Ausstellung in Oberhausen: Teil II | Ruhrbarone

  • #99
    DH

    @#96
    „Glaubst du, dass auf dem LAB, wenn es denn jemals dort solche Dikussionen gäbe wie hier, umgekehrt die Kritik freigeschaltet würde, die hier bei uns an uns möglich ist?“

    Arnold, Du musst nicht rätseln. Versuch’ es doch einfach mal.

  • #100
    Arnold Voss

    @ DH

    Dirk, ich habe dort schon kommentiert. Mehrfach sogar. Aber eher lobend, weil ich eben, genau wie du, nicht alles dort schlecht finde. Aber es gab außer mir keinen, der sich danach noch gemeldet hätte. Weder lobend noch kritisch.
    Das hat nach meiner Ansicht Gründe, die in den Prinzipien des LABs liegen, die auch an dem hier kritisierten Artikel wieder einmal deutlich werden.

    1. Wir legen uns mit Niemanden im Ruhrgebiet an. 2. Wir schreiben/filmen auch das schön und gut, was im Ruhrgebiet nicht schön und gut ist. 3. Wir tuen auch dann professionell wenn wir es nicht sind oder nicht sein können.

    Offen gesagt, du mit deinem kleine aber feinen Verein in Duisburg tust mehr für die sogenannte kreative Klasse im Ruhrgebiet als die ganze Crew vom LAB zusammen. Deswegen rechne ich es dir ganz besonders an, dass du die Truppe immer wieder in Schutz nimmst.

    Das Problem ist nur, das Leute wie Peric dafür garnichts können. Perik ist ein klasse Schreiber. Aber im LAB kann das Niemand wirklich sein.ER hat versucht zu retten was zu retten ist. Mehr konnte und durfte er nicht tun.

  • #101
    DH

    @#100, Arnold, mit (1) und (3) hast Du recht, aber es geht mir gar nicht so sehr um Inschutznahme des geprügelten Lab. Ich will lediglich, dass generell die Argumente im und ums Ruhrgebiet besser werden, und da sind die Belanglosigkeiten des Lab genau so hinderlich wie Eure passiv-aggressiven Schlichtheiten, die eben nicht nur Stilfragen sind.

    Ich freue mich, wenn Du den Verein in Marxloh schätzt; mit dem Lab vergleichen lässt sich unsere Arbeit dort aber nicht. Duisburg ist grad’ ein äußerst dankbares Pflaster, weil hier nahezu alle spannenden räumlichen Konflikte aufgebrochen sind, die man in unseren Breiten so debattieren kann. Umso schlechter, weil schlichter (s.o) ist es, wenn auch ihr das wieder nur unter dem blöden wie falschen Terminus „sterbende Stadt“ verhandelt.

  • #102
    Stefan Laurin

    @DH: Die aggressive Schlichtheit ist sicher nicht optimal. Aber sie hat ihren Grund: Wenn kein Argument jemals aufgenommen wird, jeder Dialog immer nur dazu dient die bestehenden Strukturen zu legitimieren dann dürfen die Protagonisten und Profiteure dieser Strukturen mit nichts anderem mehr rechnen als das wir die Dinge auf den Punkt bringen und sie deutlich bennen. Das ist dann schlicht, das ist dann aggressiv – aber auch nicht anders verdient.

  • #103
    Helmut Junge

    Stefan, „Die aggressive Schlichtheit ist sicher nicht optimal“
    Die Leser leiden mehr als das Lab.

    Dirk, „weil hier nahezu alle spannenden räumlichen Konflikte aufgebrochen sind, die man in unseren Breiten so debattieren kann“
    Dass dieser Gedanke jemals ausgesprochen werden könnte, war für mich vor 40 Jahren. als ich, etwa 500 Meter von eurem Tagungsort entfernt, geheiratet habe,
    absolut unvorstellbar.

  • #104
  • #105
    so_it_goes

    Von diesen Lab vs. Ruhrbarone-Vorgeschichten weiß ich nichts, ich kommentiere als „Exterritorialer“. Die zentralen, gegen den Artikel gebrachten Argumente lauten wohl:

    -Es gibt ein Recht auf künstlerische Freiheit, dieses dürfe sich Heinze für seine Werke/Ausstellung gefälligst herausnehmen
    -Er hätte an keiner Stelle seiner Produktion irgendwelche geschriebenen Regeln verletzt
    -Er hätte genügend Bilder produziert, die nicht so frappant an Jamiri erinnern, man solle sich die Arbeiten doch mal alle ansehen

    Zunächst einmal verrät es generell eine zynische Haltung, wenn man öffentlich ein anstößiges Verhalten an den Tag legt und dann scheinheilig fragt „habe ich
    irgendwelche geschriebenen Gesetze verletzt? Nein? Was wollt ihr dann, könnt ihr mir was?“ Es sollte klar sein, dass es im gesellschaftlichen Leben nicht nur auf geschriebene, sondern auch auf ungeschriebene Gesetze ankommt. Gesunde Anstandsregeln bedürfen keiner juristischen Fixierung (eine Gesellschaft, die derartige „Vollregulation“ nötig hätte, wäre moralisch nämlich bereits am Ende).

    Soviel zu den ersten beiden Argumenten – und was das dritte betrifft, so lässt sich aus diesem das moralische Versagen von Heinze (und seinen Verteidigern) direkt ableiten. Denn wenn es doch so viele eigenständige Sachen von Heinze gibt, dann hätten diese, und prinzipiell NUR diese, etwas in einer Ausstellung unter seinem Namen zu suchen. Mit seinen Jamiri-Abkupfereien hätte er von Anfang an anders umgehen müssen: Entweder sie aus der Ausstellung ganz herauslassen (dann hätte er jetzt den Ärger nicht) oder, wenn er sie schon reinnehmen muss, in irgendeiner Form auf das Vorbild verweisen (so etwas kann man entweder im Comic selbst tun, oder in begleitenden Kommentaren des Künstlers zu seiner Ausstellung: „Die Arbeiten xyz sind meine persönliche Hommage an Jamiri, der meine Arbeitsweise sehr beeinflusst hat“). Es geht um einfache moralische Regeln, die eigentlich jeder, der guten Willens ist, nachvollziehen kann.

    Das alles demonstrativ nicht für nötig zu halten verrät eine „ich erlaube mir mal, euch alle zu verarschen“-Haltung – in diesem Fall getarnt hinter einer betont naiven „Wie? Jamiri? Ach ja, klar, kenn ich“-Pose. Darüber darf man sich durchaus aufregen, und die sprachlich scharfe Reaktion der Autoren auf diese schlechte Show sind absolut berechtigt. Zwischen Plagiat i.e.S. und Nachäfferei mag es Unterschiede geben, aber das zum Narren gehaltene Publikum ist in jedem Fall berechtigt, einem Guttenberg und einem Bushido ebenso wie einem Heinze in klarer Form mitzuteilen, dass sie für ihren Scheiß (yep!) nicht die Bewunderung verdienen, die sie sich im stillen Kämmerlein erträumt haben.

  • #106
    Zap

    Der Plagiat-Vorwurf ist meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt. Man muss trennen zwischen „Technik/Stil“ und „Inhalt“. Es steht wohl außer Frage, dass die Inhalte von Flauteboys Comics eigenständig und nebenbei bemerkt sehenswert sind. Darauf kommt es letztendlich an. Der Stil gleicht dem von Jamiri. Na und? Man stelle sich diese Diskussion mal im Bereich der anderen Künste vor: Musik, Malerei, Belletristik… Solange jemand z.B. eigene Songs schreibt ist es völlig egal in welchem Stil er sie aufnimmt und veröffentlicht. Es gilt als eigenständig. Andernfalls müsste man ca. 98% aller Tonträger in die Tonne kloppen. Es mag Jamiri nicht gefallen, dass Flauteboy in ähnlichem Stil etwas macht aber ein Plagiator ist er deswegen noch lange nicht.

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