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Der schlechte Stand der Colts

Die Emojis sagen alles. Alvin Kamaras Kommentar zu seiner Nicht-Berücksichtigung. Screenshot: Twitter.de

Die Emojis sagen alles. Alvin Kamaras Kommentar zu seiner Nicht-Berücksichtigung. Screenshot: Twitter.de

Die Nominierungen für den Pro Bowl sind raus. Und seitdem streiten sich die Fans der NFL über die Footballer, die drin sind – vor allem aber über die, die nicht drin sind. Sogar ein Rekordjäger gilt als umstritten.

In den Pro Bowl berufen AFC und NFC die besten Spieler der Saison auf den unterschiedlichen Positionen. Am Sonntag vor dem Super Bowl treten die Zusammenstellungen beider Konferenzen gegeneinander an. Wobei die Teilnehmer des Finalspiel geschont und nicht eingesetzt werden.

Die Nominierungen sind begehrt. Für die einen sind sie Zeichen des Ruhms. Andere denken an das Geld, das Pro-Bowler bei neuen Verträgen rausschlagen können. In einer Liga wie der NFL, in der Ruhm schnell Geschichte sein kann, sind die Nominierungen eine wichtige Währung.

Umso gespannter warten die, die sich Chancen ausrechnen, auf die Verkündigung durch die NFL. Und manche reagieren frustriert. So wie Alvin Kamara, der Runningback der New Orleans Saints. Zusammen mit Todd Gurley von den Los Angeles Rams hat er die meisten Touchdowns erlaufen – nämlich 14. Trotzdem ist er beim Pro Bowl nicht dabei. Was er davon hält, drückte er auf Twitter aus: in Form von lachenden Emojis.

Traditionell sorgt die Entscheidung bei den Quarterbacks für den meisten Gesprächsstoff. Etwa das Fehlen von Colts-Quarterback Andrew Luck. Nach schwerer Verletzung könnte er die Franchise aus Indianapolis noch in die Playoffs führen.

Die sind für die Green Bay Packers längst kein Thema mehr. Mit nur fünf Siegen auf dem Konto kann die Franchise nur noch hoffen, in den letzten beiden Spielen der regulären Saison das Gesicht zu wahren. Trotzdem ist ihr Quarterback Aaron Rodgers im Pro Bowl dabei.

Letztlich geht es bei den Nominierungen – wie immer in der NFL – um Geld. Eine rein sachliche Einschätzung der gezeigten sportlichen Leistungen über die Saison sind sie eben nicht: Ein Pro Bowl mit Rodgers lockt mehr Zuschauer vor den Fernseher und in die Streaming-Dienste als einer ohne den Kult-Quarterback. Mehr Zuschauer, mehr Werbeeinnahmen, mehr alles.

Das Gleiche gilt für Tom Brady. Jede, aber auch wirklich jede Anerkennung des fünffachen Super-Bowl-Siegers ruft seine Gegner auf den Plan. Und von denen gibt es reichlich. Dabei müssten sie sich allmählich daran gewöhnt haben: Brady ist nun schon zum 14. Mal in den Pro Bowl berufen worden – Rekord.

Einen guten Stand bei den Verantwortlichen der NFL scheinen die Colts nicht zu haben. Denn auch ihr Linebacker Darius Leonard fehlt beim Pro Bowl. Und das trotz des überragenden Werts von bisher 146 Tackles in der Saison. Immerhin hat es Colts-Tight-End Eric Ebron in den erlauchten Kreis geschafft.

Dafür feiern die Cleveland Browns ein Comeback im Pro Bowl. Nach den Horror-Spielzeiten der letzten Jahre geht es in dieser Saison wieder aufwärts. Ausdruck davon sind die Nominierungen von Defensive End Myles Garrett und Cornerback Denzel Ward. Beide gehören zu den talentierten Rookies, die die Browns draften konnten, weil sie in den letzten Jahren so schlecht abgeschnitten haben.

Nach den Nominierungen für den Pro Bowl wird rund um die #NFL heftig diskutiert.
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