5

Deutschenhass sagen, Islamismus meinen

Wer haßt hier eigentlich wen, und was ist das? (Foto: Jürgen Geuter/ Flickr/ CC BY-SA 2.0)

Überforderte Lehrkräfte, Problemschulen in Problembezirken – dies mag für den aufmerksamen Beobachter des aktuellen Tagesgeschehens nach nichts Neuem klingen, doch eines hat sich geändert: So ist seit kurzem oft die Rede von „Rassismus gegen Deutsche“ in den Schlagzeilen Und auf den ersten Blick mag dies zum aktuellen Zeitgeist passen wie die Faust auf’s Auge: Man ist sich schließlich (glücklicherweise) in einem einig – Rassismus ist schlecht und stört das harmonische Zusammenleben immens und ein „Du scheiß Deutscher!“ auf dem Schulhof klingt wirklich nicht gerade fein. Ein Zwischenruf von Marleen Hascher.

Das Problem bei der Sache ist jedoch nur, dass durch diesen Terminus eines neuen Rassismus keine Probleme gelöst werden werden, sondern lediglich eine Scheindebatte losgetreten werden wird. Während die Rechten mit ihrer Fast auf den Tisch klopfen werden im Stile von „Endlich sagt es mal einer!“, wird es bei den Linken Diskursanalysen der Herrschafts- und Machtstrukturen in Deutschland geben, welche zutage bringen werden, dass es keinen Rassismus gegen Deutsche geben kann, da diese hier die Mehrheit bilden. So wird eine Scheindebatte über Rassismus entstehen, welche Folgendes nicht tun wird: positive Veränderungen herbeirufen.

Liest man aber mehr als die Überschriften der hiesigen Artikel, wird das eigentliche Problem schnell klar: Gemobbt werden nicht nur die deutschen Kinder, weil sie Deutsche sind, sondern auch Kinder aus Polen, Roma und türkischstämmige Mädchen, die kein Kopftuch tragen. Man zieht hier lediglich den falschen Ismus heran, denn dieses Mobbing rührt von vollkommener Ablehnung westlicher Werte (mal abgesehen davon, dass Kinder kleine Fieslinge sind, die zusammengerottet in Gruppen zu jeder sich bietenden Gelegenheit anfangen zu mobben).

Dass dies Blüten des Islamismus sind, welcher die Errungenschaften der Moderne konsequent ablehnt, geht in einer erneuten Rassismusdebatte daher vollkommen unter. Zu diesen Werten gehören u.a. die selbstbestimmte Gestaltung des eignen Lebens, die Emanzipation der Frau und die Freiheit, sich eigenwillig für eine Religion zu entscheiden oder eben auch nicht.
Es ist höchste Zeit, das Kind „Islamismus“ endlich beim Namen zu nennen und da heraus sinnvolle Lösungsansätze an den betroffenen Schulen und Viertel zu erarbeiten. Warum gibt es immer noch keine Programme an Schulen, welche dem politischen Islam entgegensteuern, so wie es sie gegen rechtes Gedankengut seit Jahren (mit Erfolg) auch gibt? Warum werden die berüchtigten Moscheen, welche seit jahren unter dem Verdacht stehen, verfassungsfeindliche Predigten zu halten nicht flächendeckend überwacht?

Eines ist jedoch sicher: mit der Etablierung des Begriffes der „Deutschenfeindlichkeit“, welchen es in rechtspopulistischen Kreisen seit Jahren gibt, wird man nicht zu zielführenden Ansätzen der Problemlösung bezüglich der islamischen Radikalisierung unter Jugendlichen gelangen – im Gegenteil.

RuhrBarone-Logo

5 Kommentare zu “Deutschenhass sagen, Islamismus meinen

  • #1
    ke

    Warum muss es immer Programme GEGEN etwas geben?
    Ein klares Eintreten FÜR unsere freiheitliche demokratische Ordnung und die Gesetze des einfachen Zusammenlebens sind ausreichend.
    Unsere Vorfahren haben für diese Werte und Freiheiten lange gekämpft. Es gibt zu viele Länder, die zeigen, wie schnell diese Werte verschwinden können.

    Schon in Westernhagens "Freiheit" heißt es:
    "Freiheit, Freiheit,
    Wurde wieder abbestellt."
    Ich möchte nicht erleben, dass es dazu kommt.

    Konkret wird es dann auch darum gehen, wie wir mit Gefährdern umgehen:
    Hier gab es ein paar Zeilen in der BILD:
    https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/sie-leben-auf-unsere-kosten-niemand-macht-es-seinen-feinden-so-bequem-56713652.bild.html
    Wer jetzt wieder "Populismus" schreit, liegt richtig. Aber bitte auch Lösungen nennen.

  • #2
    Arnold Voss

    Wer den Islamismus bekämpfen will, muss sich auch mit dem
    Islam auseinandersetzen. Das wird aber tunlichst vermieden, weil dann schnell eine weitere Rassismuskeule hervor gezogen wird. Es gibt aber keinen Islamismus ohne Islam.

  • #3
    Martin

    Die Scheindebatten zu Rassismus werden maßgeblich von nicht integrationsbereiten Ausländer und hierbei vor allem durch Muslime hervorgebracht, weil sie unsere Werte ablehnen, obwohl sie gerade wegen unseren Werten nach D einreisten, denn ihre Heimatländer haben versagt, solche Werte selbst zu erschaffen. Doch sind viele Ausländer in diesen Scheindebatten Rassismus zu hochnäsig, dies einzusehen. Ihre Heimatwerte halten sie hoch, spucken aber öffentlich auf Deutsche und D mit einem verächtlichen "Du Scheiß-Deutscher" oder "Du deutscher Schweinefresser".
    Aber das ist nur eine Oberflächendiskussion, dass die Ausländer vorgeben, sie wären die besseren Menschen als die Deutsche. Was bitte suchen diese Ausländer dann hier, obwohl deren Länder angeblich "besser" wären? Worin denn bitte?
    Die eigentliche Diskussion zu Rassismus sollte tiefer gehen, und dort trifft man auf die religiösgeprägte Lebens- und Weltanschauung. Vor allem der Koran hat den Islam zu einer eigenen Rasse hervorgehoben, und entsagt jedem Nichtmuslimen die Menschenwürde, während Frauen eigentumsrechtlich mit Tieren gleichgesetzt werden als Sachwerte und Frauen entrechtet sind. In Scheindebatten der Muslime wird diese Zwangsreligion verleugnet und missionarisch lobpreisend gelobt als "Gottes Willen". Eine Religion wie der Islam, der sich mit radikalem Koran-Wortlaut an seine Gläubige wendet, sie unter Zwangsreligion setzt und gegen alle Nichtmuslime mobilisiert, muss als Politik und nicht als Religion gesehen werden, die ihre Gläubigen radikalisiert, und zwar schon von Geburt an. Daher wundert es nicht, wenn selbst auf den Schulhöfen bereits Rassismus zwischen Muslime und Nichtmuslime aufkommt. Die muslimische Kinder lernen aus dem Koran: "Mache keine Freundschaft zu Nichtmuslimen", oder "unterwerfe und töte Nichtmuslime, wenn sie nicht zum Islam übertreten".
    Wenn muslimische Ausländer also immer wieder Scheindebatten zum Rassismus lostreten, sollte man genauer hinschauen, welches Ziel sie damit erreichen wollen. Sie wollen ihre religiöse Weltanschauung gemäß dem radikalen Koranwortlaut durchsetzen: "Keine Menschenwürde für Nichtmuslime, keine Selbstbestimmung für Nichtmuslime, alle Nichtmuslime haben sich den Muslimen zu unterwerfen". Die latente Forderungshaltung ist islammotiviert und hat nichts mehr mit menschlichen Werten zu tun wie gegenseitiger Respekt, Höflichkeit und friedliches Zusammenleben. Der Islam will sich über alles und jeden erheben. Wenn das nicht Politik ist, soll Frau Merkel einen Besen fressen, und mit ihr die Heuchler, die den radikalen Koranwortlaut in Abrede stellen oder verharmlosen.

  • #4
    Michael M

    Das wird ja immer lustiger hier, so dass man leider feststellen muss, dass Beitrag 3 eigentlich nur eine etwas drastischere Übersetzung des Ausgangsartikels ist -unabhängig davon natürlich, dass es zahlreiche Aktivitäten in Schulen gegen religiösen und politischen Extremismus gibt und besonders auffällige Moscheen natürlich überwacht werden.

    Wie kommt die Autorin zu Ihren Feststellungen?

    Also, ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, was die Autorin nun sagen möchte. Im übrigen ist nicht jede "deutschen-" oder sonstwie feindliche Äußerung von pubertierendern Halbstarken auf dem Schulhof gleich Ausdruck einer radikalen religiösen Ideologie. Da muss man schon auch ein paar Erkenntnisse über Jugend, Jugendkultur oder -subkultur, Protest und Provokation etc. In die "Analyse" einfließen lassen, wenn man etwas über das Debattenniveau des Ex-Bürgermeister von Neu-Kölln, Buschkowsky , hinaus möchte.

  • #5
    beck

    Hoch und heiß und innig geliebte Redaktion!

    Der Duden-Verlag bietet eine Software zur Fehlerkorrektur nach neuer Rechtschreibung an. Etwas älter, aber im Vergleich zu Karl den Großen um 800 noch äußerst frisch.

    https://www.amazon.de/Duden-Korrektor-Duden-Rechtschreibpr%C3%BCfung-Microsoft-Office/dp/3411068000

    Es wird im deutschen eigentlich nie apostrophiert.

    Zum Thema. Warum gegen salafistische oder sonstige islamistische Moscheen nicht vorgegangen wird?

    Bitte lesen:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/volker-beck-und-die-ditib-spitzelaffaere-14942200.html

    Volker Beck wurde ganz bewusst von gewissen Kreisen eingeschüchtert und abgesägt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.