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Die absolute Super-Wahl

Wow, Wahl der Rekorde: Geringste Wahlbeteiligung (71,2%), geringstes Wahlergebnis der CDU seit dem Adenauer Start-Up, geringstes Wahlergebnis der SPD überhaupt. Höchstes von FDP, Linken, Grünen. Immerhin, keine große Koalition mehr. Achtungserfolg der Piratenpartei mit 1,9%. Ende der Langeweile?…

Wow, Wahl der Rekorde: Geringste Wahlbeteiligung (71,2%), geringstes Wahlergebnis der CDU seit dem Adenauer Start-Up, geringstes Wahlergebnis der SPD überhaupt. Höchstes von FDP, Linken, Grünen. Immerhin, keine große Koalition mehr. Achtungserfolg der Piratenpartei mit 1,9%. Ende der Langeweile?

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4 Kommentare zu “Die absolute Super-Wahl

  • #1
    Arnold Voss

    Endlich mal eine klare Richtungsentscheidung. Nun wächst (wieder) zusammen was zusammen gehört. Sowohl auf der Regierungs- als auf der Oppositionsbank.Die SPD kann froh sein, dass sie nicht an dem beteiligt sein wird, was diese Regierung ihrem Volk in den kommenden Jahren zumuten muss.Und sie kann sich endlich und ungezwungen einen attraktiveren Kanzlerkandidaten, ja vielleicht sogar eine Kandidatin suchen.Auf jeden Fall wird es ab jetzt politisch wieder etwas spannender in Deutschland.

  • #2
    Connor.in.GE

    Es wird Zeit, dass die Wunden, die Schröder geschlagen hat, und zwar nicht nur in der Sozialdemokratie, sondern auch in Deutschland, heilen. Dazu wird diese Bundestagswahl mit diesem Ergebnis beitragen. Schröder hat mit dieser Wahl nun endlich mit seiner Brioni- und Basta-Politik in Deutschland seine letzten Schatten geworfen. Doch jetzt ist Schluss.
    Mit dem Ergebnis, dass es für Schwarz-Gelb alleine Reicht, hat die SPD die Chance, sich von Schröder zu erholen und sich neu zu sortieren und aufstellen zu können.Das wird auch gelingen. Sie wird Ihr Profil schärfen und sozialdemokratisch die Oppositionsarbeit gestalten. Das wird der Linken schaden, da Lafontaine einer SPD in der Opposition nicht mehr den Rang ablaufen kann, trotz des tollen Ergebnis der Linken. Die SPD wird sich als realitätsnahe Opposition profilieren können. Damit bleibt der Gysi-Truppe nicht mehr viel übrig. Denn die Grünen werden wieder Umwelt und Frieden übernehmen, damit wird die Linke überflüssig, vor allem mit ihren K-Gruppen-Leuten im Westen. Gewinnen wird dadurch nicht nur die SPD, sondern auch die CDU und Deutschland. Jetzt herrscht klare Kante. Das wird beiden Volksparteien gut tun. Denn wer braucht zwei linke Oppositionsparteien?
    Was bleibt? Eine Bundesrepublik Deutschland, die sich in der Not auf ihre Tugenden besinnen wird und in der sich die beiden Volksparteien im Diskurs erneuern werden. Und noch einmal: WER BRAUCHT DIE LINKE?
    Niemand…., vor allem wenn Lafontaine nicht mehr den kleinen linken Napoléon spielen kann.
    Dann stellt sich heute auch noch folgende Frage: Wo steht eigentlich geschrieben, dass es in einem Fünf-Parteien-Parlament keine stabile Zweierkoalition geben kann, wenn man mal die große Koalition außen vor lässt? Möglicherweise wird dieser ?Sieg? der Linken ein Pyrrhussieg sein und in zehn Jahren werden die Politikwissenschaftler vom gescheiterten Versuch sprechen, links von der SPD im demokratischen Spektrum eine linke Partei zu etablieren.
    Auch das wäre nicht nur für die SPD, sondern auch für die CDU und Deutschland gut. Am Ende wäre Schröder nur noch ein böser Traum, aus dem Deutschland endlich erwacht ist.

  • #3
    Ralf Wasselowski

    Schröder wird überbewertet. Nicht Schröder ist die Ursache von so Vielem, was in der SPD geschehen ist, sondern ein gesellschaftlicher Wandel und eine allgemeine Profillosigkeit der Partei.

    Wir erinnern uns: Die Ära “Kohl” konnte auch so lange dauern, weil die SPD nicht in der Lage war, einen Kandidaten aufzustellen, der das Wahlvolk hätte begeistern können. Da mußte in Schröder ein eher untypischer SPD-Mann kommen, um Kohl abzulösen. Ist Schröder die Ursache, dass es nicht anders ging? Das liegt wohl eher in der Richtigslosigkeit der SPD aber eben auch in einem politischen Personal begründet, das weder ein interessantes noch ein klar wahrnehmbares Profil hat. Eigentlich gar kein Profil.

    Gucken wir uns doch mal die Kandidaten an: Lafontaine hat es nicht geschafft, er konnte anno dazumal die Probleme nicht auf den Punkt bringen. In der Sache richtig war er als Wahlkämpfer darüber hinaus wenig sympathisch. Dann solche Leute wie Scharping oder Beck: Charismatisch, sympathisch, mitreissend? Matthias Platzeck hatte einen Hörsturz, konnte nicht mehr weiter. Zu wenig smart?

    Also: Schröder als Problem anzugeben greift daneben. Hinter dem Problem Schröder verbergen sich ganz andere Probleme. Die SPD muß mutiger, mitreissender und klarer in ihrem Profil in Abgrenzug zu anderen Parteien werden. Kluge Worte aber schwer in der Umsetzung.

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