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Die AfD in Gelsenkirchen, das Scheitern der SPD und das Ende der Hoffnungen

Der Strukturwandel ist sichtbar. Foto: Michael Voregger

Jetzt ist es vorbei mit den Mythen des Ruhrgebiets. Schluss mit der Romantik des Bergbaus und des ehrbaren Kumpels von nebenan. Die hoch gehaltenen Werte der Solidarität, der Gemeinschaft und der gelungenen Integration zählen schon lange nicht mehr. Die populistische und rechte AfD hat bei den Landtagswahlen hier 13,5 Prozent erreicht und damit das beste Ergebnis in NRW. Jeder der diese Partei wählt, muss nach dem letzten Bundesparteitag wissen, was er da tut. Damit hat es Gelsenkirchen endlich an die Spitze geschafft, denn bei allen Rankings liegt die gebeutelte Stadt regelmäßig am Ende. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Einkommen, wirtschaftliches Wachstum, Kinderarmut oder Arbeitslosigkeit geht. Man nimmt es seit Jahrzehnten hin, dass die Lebenserwartung durch Verarmung breiter Bevölkerungsschichten niedriger ist, als im Durchschnitt des Bundeslandes und der Republik. Ein tödlicher Skandal, der keine Konsequenzen hat.

Jetzt befürchtet SPD in Gelsenkirchen, dass der Draht zur Landesregierung schlechter wird. Dabei kann es kaum noch schlechter werden und der gute Draht zu Hannelore Kraft hat nichts bewirkt. Auch die langjährige Beteiligung der SPD an der Bundesregierung hat für das Ruhrgebiet keine Verbesserung gebracht. Rund 20 000 Menschen leben in Gelsenkirchen von Hartz4 und meiden bisher den Gang zur Wahlurne. Wenn dieser Teil der Bevölkerung es sich anders überlegt, kann das nächste Wahlergebnis noch viel schlimmer ausfallen. Solange die Verantwortlichen in der SPD der Bevölkerung glauben machen, dass alles nicht so schlimm ist, sie nichts falsch gemacht haben und es ja eigentlich immer besser wird, dann wird sich in Gelsenkirchen und dem Ruhrgebiet nichts ändern. Die Probleme müssen klar benannt werden und die Lösungen müssen öffentlich diskutiert werden.

Vor einigen Wochen wurde Gelsenkirchen von der Bundesregierung nach einer parlamentarischen Anfrage als „Region mit unterdurchschnittlichen Lebensbedingungen“ bezeichnet. Der Anlass für die Anfrage war der vermutete Zusammenhang zwischen dem wachsenden Zuspruch für die „Alternative für Deutschland (AfD)“ und den sehr unterschiedlichen Lebensverhältnissen in Deutschland. Bei der statistischen Bewertung wurde u.a. die Lebenserwartung, das Bruttoinlandsprodukt, die Arbeitslosenquote und das Ausbildungsplatzangebot bewertet. Gelsenkirchen bewegte sich damit auf dem gleichen Stand wie Frankfurt-Oder, Prignitz in der Uckermark, Bremerhaven oder Bitterfeld.
Der Schock saß tief und die Kommunalpolitik in Gelsenkirchen atmete erleichtert auf, als die Statistiker einen Fehler einräumen mussten und die Stadt aus dem Ranking wieder herausnahmen. Hier funktionierte die gnadenlose Selbsttäuschung und Schönrednerei wieder, aber die realen Verhältnissen sind geblieben. Bei der Neuberechnung hat sich nur der Indikator für die Einstufung der Bevölkerungsverteilung auf verschiedene Altersgruppen verändert. Ein Indikator von 25 und die Verbesserung erfolgte auch nur um zwei Zehntel – von -1 auf -0,8. Allgemeinverständlich heißt das: Es gibt in Gelsenkirchen weniger über 75jährige als befürchtet, aber immer noch deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt. Die „unterdurchschnittlichen Lebensverhältnisse“ sind also geblieben.

Das war wieder eine verpasste Chance für die sozialdemokratische Kommunalpolitik, um das Leben der Menschen in der Region zu verbessern und Unterstützung einzufordern. Die eigenen Fehler müssen endlich eingestanden werden und es muss ein langfristiges Konzept für die Entwicklung der Region erstellt werden. Ohne die Beteiligung der noch vorhandenen gesellschaftlichen Gruppen und der Stadtgesellschaft wird es nicht gehen. Ein Erfolg ist nur mit einer massiven – auch finanziellen – Unterstützung der bundesdeutschen Gesellschaft möglich. Der Markt und wirtschaftliches Wachstum allein werden es nicht richten – dazu ist es bereits zu spät. Die von der abgewählten rotgrünen Landesregierung aufgelegten Projekte, wie „Sozialer Arbeitsmarkt“ und „Gute Schule“ sind hier nur billiger Klamauk im Wahlkampf ohne große Auswirkungen. Die gesellschaftliche Unterstützung muss eingefordert werden und zwar jetzt.

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23 Kommentare zu “Die AfD in Gelsenkirchen, das Scheitern der SPD und das Ende der Hoffnungen

  • #1
    Yilmaz

    "Die hoch gehaltenen Werte der Solidarität, der Gemeinschaft und der gelungenen Integration zählen schon lange nicht mehr."

    Man kann aber nicht Unmengen an weiteren Zuwanderern integrieren, irgendwann muss auch mal Schluss sein. Also aufwachen und die Realität wahrnehmen, SPD !

    Mein Bruder hat AfD gewählt, in gewisserweise kann ich ihn sogar verstehen.

  • #2
    discipulussenecae

    "Die gesellschaftliche Unterstützung muss eingefordert werden und zwar jetzt."

    An sich eine gute Idee. Aber diese Unterstützung fordern die Sozis doch schon seit Jahrzehnten ein, immer nach dem Motto: Wir haben Euch damals mit der Kohle wieder hoch geholt, und jetzt müßt Ihr uns auch mal …

    Ich frage mich zudem, wie diese Unterstützung eigentlich aussehen soll. Gibt es vielleicht demnächst einen "Solidaritätszuschlag Ruhrgebiet"? Bayern und Ba.-Wü. werden sich die Bäuche halten vor Lachen! Und selbst wenn es diesen trotz alledem gäbe, was sollte damit angestellt werden? Das Ruhrgebiet hat weder entsprechende Flächen, um größere Industrien anzusiedeln, noch die notwendige Anzahl gut ausgebildeter Fachkräfte. Mit dem Geld könnten also die Straßen renoviert, die Parks aufgehübscht und die Bahnhöfe modernisiert werden. So wie damals in der Nach-DDR. Und dann? Dem Osten fehlt in weiten Teilen immer noch eine auch nur ansatzweise konkurrenzfähig zu nennende Produktivität. Jetzt sind viele Städte und Dörfer zwar schön anzusehen, aber die Jugend wandert trotzdem ab, weil sie keine berufliche Perspektiven sieht. Und das würde im Ruhrgebiet genau so passieren!

    Eine Politik, die sich über Jahrzehnte nur auf das Versorgen der Klientel und gebetsmühlenhaftes Selbstmitleid beschränkt hat, zeitigt eben keine anderen Ergebnisse, als verkommene Stadtteile, überforderte Lehrer und jede Menge Sozialarbeiter, die schon beruflich kein Interesse an einer Veränderung des status quo haben.

    Dabei mag ich meine schwarze Brille selber überhaupt nicht! Aber sehe leider keinen Grund, eine andere aufzusetzen.

  • #3
    Walter Stach

    "Die gesellschaftliche Unterstützung muß eingefordert werden"…….

    Das setzt voraus, daß "man" sich zunächst mit dem kompletten , komplizierten, vielschichtigen, vielseitigen, widersprüchlichen Ist-Zustand dieser Gesellschaft , von der "man" etwas einzufordern gedenkt, sehr, sehr gründlich befaßt.
    Das ist nicht einfach, aber vorauszusetzen, wenn man meint, daß " die gesellschaftliche Unterstüzung eingefordert werden muß".

  • #4
    Tilleulenspiegel

    So sehr ich die Enttäuschung des Autors nachvollziehen kann – die Analyse überzeugt nicht und scheint eher ein Versuch der Rechtfertigung des AFD-Erfolges in Gelsenkirchen, der auf der schlechten sozialen Lage Gelsenkirchens,so verkürzt die Schlussfolgeriung des Autors, basiere,

    Natürlich ist es richtig, eine bessere Finanzausstatting von Kommunen im Ruhrgebiet, zu fordern, die bis heute vollkommen unsinnigerweise auch noch Solidaritätszuschläge für den Osten aufzubringen haben, obwohl die selbst aus dem letzten Loch pfeifen und zum Teil erheblich größere Probleme als viele inzwischen gut erholte Ostkommunen zu bewältigen haben.

    Die schlechte soziale Lage taugt dennoch heutzutage nicht als Legitimation oder Begründung, eine völkisch-rassististische Partei zu wählen,

    Zumal eine solch monokausale Analyse überhaupt keine Erklärung dafür liefert, warum im idyllischen und wirtschaftlich prosperierenden Baden-Württtemberg-da gibt es auch viele richtig tolle Schulen und weniger Schlaglöcher und Staus- die AFS auf Landesebene bei den letzten Landtagswahlen 15,6 % der Stimmen einheimste und größte Oppositionspartei würde. Da sieht das NRW-Ergebnis der AFD doch erfreulicherweise deutlich bescheidener aus, auch wenn es immer noch viel zu hoch ist,

    Ich vertrete die Auffassung, dass sich In den relativ hohen Zustimmungsraten der AFD vor allem die Aussagen der Sinus-Studien widerspiegeln, die regelmäßig über Jahre hinweg zu dem Ergebnis kamen, dass ca, 20 % der Deutschen über ein geshlossenes autoritär-rechtsextremistisches, also auch völkisches und chauvinistisch-nationalistisches Welttbild verfügen,

    ,Die AFD bedient dieses Weltbild sowohl offen wie subkutan und vermengt dies mit einem Antiislamkurs und – logischerweise- einer gegen den europäischen Einigungsprozess gerichteten Politik,

    Sie kommt dabei etwas bürgerlicher und weichgespülter als die offen nazistische NPD rüber, von der sie sich aber in der Tiefe nicht wirklich sonderlich unterscheidet und wird somit für viele diesen oben beschriebenem Weltbild anhängenden Menschen attraktiv und wählbar.

    Natürlich kann das Gefühl des gesellschaftlichen Abgehängtseins-wobeii die AFD hierfür ohnehin nichts zu bieten hat- radikale Tendenzen verstärken, aber es ist keine zwingende logische und schon gar nicht entschuldbare Folge.

  • #5
    Der Loengard

    Ähem…ich hab die Tage noch im Internet bei Bild oder Spiegel gelesen das viele Migranten in NRW die AFD wählen wollen…keine Ahnung welche damit gemeint sind. Vielleicht dieselben Deutsch-Türken die auch für Erdogan sind…passen würde es ja.

  • #6
    Frau U

    "…viele Migranten in NRW die AFD wählen wollen"

    Solange die SPD (und ruhrbarone-Foristen) 😉 die AfD als einziges Problem in Gelsenkirchen sieht, scheint ja alles gut in NRW.

    Man kann wirklich nur noch mit den Augen rollen bei soviel Realitätsverweigerung, wie der rosa Elefant, der im Raum steht, immer wieder geschickt umgangen wird.

    Wie man in einer, sowieso schon sozial schwachen Stadt (dank Strukturwandel), noch weiter mit Produktions-Arbeitsplatzabbau EU-Osterweiterung (dank SPD Verheugen) und der No-Border, No-Nation Politik der Merkel Groko u.a. die Sozialsystem der Kommunen komplett kollabieren lässt, bleibt wohl jedem mit klarem Verstand, nicht mehr begreifbar! Das jetzt, neben der Überlastung der Haushalte, auch noch die innere Sicherheit (z.B. durch eine Vermännlichung der öffentlichen Räume) gefährdet ist, wird von den SPD-Baronen nicht verstanden. Die Wähler*innen sind halt zu dumm und nicht weltoffen und modern genug. Zur Not bezahlen ja auch die Steuerzahler in Bayern oder Baden-Württemberg die eigene Übermoral!

    Die Segregation ist zu weit fortgeschritten in vielen Stadtteilen von Gelsenkirchen und dem Ruhrgebiet, so dass sie als abschreckendes Beispiel und Blaupause von vielen Bürgen und insbesondere Migranten, die hier Freiheit, Aufklärung und Gleichberechtigung schätzen, gesehen wird, dass man eben so NICHT leben, arbeiten und wohnen möchte. Das Sozialexperiment der SPD/Grünen ist gescheitert.

    Dafür bekam und bekommt die SPD die Quittung!

    Faktencheck:
    "Vielleicht dieselben Deutsch-Türken die auch für Erdogan sind"
    https://www.wp.de/staedte/hagen/anmelder-der-tuerkischen-grossdemo-ist-spd-mitglied-id12062016.html

  • #7
    ruhrreisen

    #6
    Absolut Ihrer Meinung.
    Als wir 2014 – leider auch erstmals – von Imamen hörten, dass sie hier kein Wort deutsch sprechen müssen – und in türkischen AWO-Frauengruppen beim Frühstück ebenfalls kein Wort deutsch gesprochen wurde – obwohl sie genau dafür subventiert wurden – sondern im Gegenteil mitgebrachte Ehemänner/Söhne vor Ort beköstigten und bedienten – dachten wir: Hier läuft was gehörig schief. Angeraten wurde uns allerdings, darüber nicht so laut zu sprechen – es könnte negativ auf uns zurück fallen.
    Tage später sprachen neben Deutschen auch die ersten Deutschtürken an Haustüren darüber, dass sie sich für Deutschland schämen – dass sie das mit sich machen ließen – und meinten die Osteuropäer.

    Auch heute noch weiss kein Mensch, was in den 100ten türkischen, arabischen, bosnischen usw. Gebetshäusern in den Städten tatsächlich gepredigt wird. Nichts passierte außer ein kurzes Aufflammen von Misstrauen gegenüber DITIP. Milli Görus ist überhaupt kein Thema mehr. Zumindest keins, worüber die Öffentlichkeit aufgeklärt wird.

    Wenn man sich in der Stadtverwaltung umschaut, findet man Strukturen vor, deren Enkel mittlerweile in dritter Generation in denselben Abteilungen wie ihre Großmütter und -väter sitzen. Gut vernetzt eben. Das ist wahrscheinlich speziell nicht nur in Gelsenkirchen so – erklärt aber, warum sich Strukturen über Jahrzehnte politisch verkrusten.

    Es war also seit Langem abzusehen – was passierte. Die, die frühzeitg warnten vor der faktischen Lage und und dringend zum Handeln aufriefen, wurden als Rassisten beschimpft. Wie das eben so ist, mit Überbringern von schlechten Botschaften.

    Der Ruhri an sich ist also nicht nur offen und direkt – sondern jetzt leider auch rechts.
    Wenn es nur eine andere Alternative gegeben hätte – aber wie war das mit der Fahrradkette?

  • #8
    Frank Müller

    Statt auf den populistisch-linken Schulz-Zug aufzuspringen haben die Leute also die "populistische und rechte" AfD gewählt.

    Und die gelungene Integration, Herr Voregger? Viele Türken, die hier SPD wählen, verehren Erdogan glühend.

  • #9
    Michael Voregger Beitragsautor

    Die SPD fordert immer wieder kleinere Projekte ein und die werden zum Teil auch bewilligt. Dann kann man sich auf die Schulter klopfen und die eigene Leistung bejubeln lassen. Den großen Wurf scheut die Partei bisher, denn dann müssen die eigenen Fehler benannt und der desolate Zustand der Stadt zugegeben werden.

    Es hat sich inzwischen auch eine Projekt- und Armutsökonomie gebildet. Wohlfahrtsverbände, Bildungsträger, Arbeitsagentur und ein Heer von Sozialarbeitern leben von der katastrophalen Situation in der Region. Den Verantwortlichen und Entscheidungsträgern geht es dabei materiell auch nicht schlecht, denn die Posten der Geschäftsführer in den kommunalen Gesellschaften und Unternehmen sind lukrativ.

    Die AfD hat in bürgerlichen Milieus der Stadt viele Stimmen bekommen und die Bevölkerung mit einem „autoritären Charakter“ hat es in der Tat immer gegeben. Allerdings zeigt sie es jetzt auch an der Wahlurne. Zu einem wirklichen Problem wird es dann wenn neben den Kleinbürgern auch die Abgehängten ihr Kreuz an der falschen Stelle machen – bisher sind sie kaum zur Wahl gegangen. Das die Integration so gar nicht funktioniert hat, zeigt eine aktuelle und wahre Geschichte aus dem Schulleben.

    Noch nicht angekommen?

    In der elften Klasse an einem Gymnasium ist in der sechsten Stunde Sportunterricht. Der Lehrer ist neu und macht hier sein Referendariat. Damit er seine Schüler kennen lernt, fragt er sie nach ihrem Namen und woher sie kommen. Das Gymnasium liegt in der Emscherregion und der Anteil der Schüler mit „Migrationshintergrund“ liegt in einigen Klassen inzwischen bei über 80 Prozent. Melek und Dogan sagen, dass sie aus der Türkei kommen und auch die anderen Schüler mit türkischen Wurzeln antworten fast alle so. Eine deutsche Schülerin ist noch neu, sie kennt ihre Mitschüler jetzt seit ein paar Wochen und wundert sich über die Antworten. Sie fragt ihre Freundin Merve danach. Alle Schüler, die nach eigenen Angaben aus der Türkei stammen, sind in Deutschland geboren. Viele von ihnen gehören bereits der dritten Generation türkischer Einwanderer an. Der Lehrer fragt auch nach den Heimatorten und dann werden die Ferienorte des Sommers genannt, wenn die Familien die Großeltern in der Türkei besuchen. Das hier die Positionen der AKP dominieren macht ebenfalls nachdenklich.

  • #10
    Frau U

    "die Bevölkerung mit einem „autoritären Charakter“ hat es in der Tat immer gegeben."

    haha, wer für die Einhaltung des Rechtsstaats ist, ist also autoritär? Die Dämonisierung der AfD im Westen ist nur noch lächerlich, insbesondere wenn CDU Laschet im rechten Gepäck mit Bosbach das AfD- Programm kopiert bzw. das alte CDU Programm reaktiviert. Noch autoritärer als Merkel, äh natürlich alternativlos, geht doch gar nicht mehr. Meinungspluralismus ade!

    #7 und #8 haben doch vollkommen recht.
    Die Pütt-Türken, die alle Atatürk sozialisiert waren, betrieben eher Islamfolklore (Allah sieht nicht). Dann kamen ab den 80er Jahren die ersten Flüchtlinge aus dem Libanon (Kurden, "Palästinenser) ohne Pass mit GK Status. Ab diesem Zeitpunkt wurde es ernst in der Umma. Koranschulen, Scharia, asymmetrische Endogamie, das volle Programm! Dank CDU Verhinderung, durften auch alle mit subsidären Schutz jahrelang nicht arbeiten. Die süßen Kulleraugen Achmeds, entwickelten sich heute zu den Familien Miri oder Abu-Chaker.

    Die SPD hat den fundamentalen, politischen Islam mit Ditib, Milli Görus, Familienunion etc. institutionalisier und salonfähig gemacht, weil die SPD.Barone auf deren Netzwerke bauen konnte und sich somit Wählerstimmen und Unterstützung besorgten und natürlich, wie richtig geschrieben, die Wohlfahrts/Asylindustrie boomte. Die Palästinenser waren und sind die besonderen Hätschelkinder, wegen des pöhsen "Apartheids" Staats Israel. Die Kurden-Kommunisten sind heute eher bei der Linke zu finden.Kein Wunder also, dass viele AKP Türken, SPD wählen.

    Die SPD Barone wurde jahrelang gewarnt, das sich die Parallelstrukturen entwickeln und verfestigen. Aber die criticalwhitness- Sekte im WHB macht die Kritiker lieber zu Rassisten und Nazis (siehe Guido Reil), als auf die Tatsachen zu reagieren, H.Reker, ehemals Sozialdezernentin in GE, als besonderes Prachtexemplar (wenn auch parteilos).

    Die Integration ist bei den meisten Muslimen komplett gescheitert, weil man jahrzehntelang mit den "Falschen" kollaboriert hat. Dies hat die SPD zu verantworten, u.a. mit OB Baranowski (seit 1989 im Rat) und Justizminister Kutschaty (seit 89). Dass ausgerechnet die "Täter" jetzt für einen Neuanfang der SPD stehen wollen, ist der Witz des Tages.

    Wie schon gesagt, die Segregation ist zu weit fortgeschritten, es wird keine Partei mehr schaffen, diese Wende noch zu schaffen.
    Glückauf 😉

  • #11
    ruhrreisen

    #10
    "…die Segregation ist zu weit fortgeschritten, es wird keine Partei mehr schaffen, diese Wende noch zu schaffen."
    Und nu? Sollen die letzten Ratten das sinkende Schiff verlassen und die Stadt einfach untergehen – oder was ist die Lösung?
    Mein Vorschlag wäre, offene Diskussionplattformen zu installieren, die sich aus ausgewählten geselschaftlichen Gruppen, klugen Köpfen und Praktikern zusammen setzen. Sie sollen Ziele genau definieren und dann direkt an Lösungen arbeiten. Mit kurzen Zeitvorgaben, bis wann umgesetzt werden muss. Was passiert, wenns keine Lösung gibt, muss noch überlegt werden …;).

  • #12
    Frau U.

    "Und nu? Sollen die letzten Ratten das sinkende Schiff verlassen und die Stadt einfach untergehen – oder was ist die Lösung?"

    Die Zahlen sprechen für sich: Gelsenkirchen wird die erste Stadt mit muslimische Mehrheit in Deutschland sein, siehe Anteil Muslime in den Grundschulen! Das ist keine Polemik, sondern Mathematik. Da wird OB Baranowski seine Pension schon im sonnigen Kalifornien geniessen können und nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden können!

    "Ziele genau definieren und dann direkt an Lösungen arbeiten"
    z.B.
    – DITIB, Familienunion, MG, IGD e.V., sämtliche "Kültür"vereine verbieten
    – Saudi Arabien finanzierte Koranschulen/Moscheen verbieten
    – Moscheen unter staatliche Kontrolle mit deutscher Protokollpflicht
    – Scharia"gesetze" Schächten, Endogamie, "Friedens"richter, etc. als verfassungsfeindlich einstufen
    – Asylgesetze einhalten & umsetzen (mit den Grünen unmöglich) bzw. reformieren (ohne Pass Einreise!)
    – liberale, islamkritische Muslime (Ates, Kelek, etc) an die Schaltstellen der
    Integrationsstellen/Islamkonferenz einsetzen

    um mal nur ein paar Beispiele zu nennen, die schon lange gefordert wurden.

    Aber nichts davon wird sich mit dem derzeitigen Personal in den Parteien umsetzen lassen, dafür fehlt (noch) die starke Gegenbewegung aus der Zivilgesellschaft!
    Glückauf!

  • #13
    Klaus Lohmann

    @#12 "Die Zahlen sprechen für sich: Gelsenkirchen wird die erste Stadt mit muslimische Mehrheit in Deutschland sein" – Welche "Zahlen"? PI-News?

  • #14
    Walter Stach

    "Der gesellschaftliche Zustand im "Revier"….sh.-3-
    über den es grundsätzlich nachzudenken gilt, bevor "man"…….-sh u. a. der hier diskutierte Kommentar und die Beiträge dazu-..

    Dazu -nur als einer von vielen Gedanken zum Thema " gesellschaftlicher Zustand……":

    M.W. gibt es u. a. in Amsterdam -schon seit Jahren- und in London -seit "einiger Zeit"- Bürgermeister muslimischen Glaubens.
    Nach meiner Wahrnehmung ist das für eine sehr, sehr große Mehrheit der Ruhrgebietler unvorstellbar, und zwar losgelöst von ihrer gesellschaftspolitischen Grundeinstellung bzw von ihrer parteipolitischen Präferenz..

    Das könnte, das sollte mit bedacht werden, wenn über die kulturelle Verfassung des Reviers, der Revierbürger, u.a. über die der Einwohnern von GE diskutiert wird , z.B. über ihren tatsächlichen oder vorgeblichen Mangel an Weltoffenheit, der wiederum mit dazu beitragen könnte, daß in der "Metropol-Region Ruhrgebiet" mit rd. 5 Mio Einwohern im großen wie im kleinen das Beharrungsvermögen die Bereitschaft, neue und dann und wann auch risikoreiche Wege zu gehen, zu erdrücken scheint – auch wenn es um Fremdes und Fremde geht-.

    Eine selbstbewußte, eine weltoffene Bürgergesellschaft, z.B. die in GE, die sich ihrer Grundwerte bewußt ist, die diese Grundwerte in ihrem Alltagsleben achtet und vor allem vorlebt, ist -selbstverständlch- keine problem- und konfliktfreie, u.a. nicht im Zusammenleben von "Alteingesessen" und der Zugewanderten, im Zusammenleben von Christen und Muslimen, von Gläubigen und Atheisten, von "Reichen und Armen", aber eine Gesellschaft, die jedes ihrer Probleme angeht in der Gewissheit, sie lösen zu können. Und das, so scheint mir, ist die Ruhrgebietsgesellchaft, nicht, nicht mehr und mit zunehmender Tendenz ins Gegenteilige.

    Wenn ich nicht völlig daneben liegen sollte mit dieser Zustands- bzw. Problembeschreibung, wäre zu fragen, wie z.B. die Bürgergesellschaft in GE, wie letztendlich die im gesamten Revier über und mittels der sog. gesellschaftlichen relevanten Akteure aus dieser derzeitigen "kulturellen Verfaßheit" herauszukommen könnte. Ich weiß es nicht und deshalb denke ich darüber nach.
    Ein Indiz für eine "fundamentale" Veränderung der derzeitigen kulturellen Verfaßheit der Bürgergesellschaft im Revier würde ich darin sehen, daß es "irgendwann" die Menschen in DO, GE, BO, in Essen und Duisburg für selbstverständlich halten, daß ihr OB ein SPDler, ein CDUler, ein……… muslimischen Glaubens ist.

    PS
    Das Angemerkte steht nicht in Widerspruch zudem, was . jedenfalls für mich, selbstverständlich zu sein hat:
    Jeder der hier lebt und der hier nach seiner Fasson "selig" werden darf, hat ohne Wenn und Aber die hier geltenden staatlichen Normen -die Verfassung, die Gesetze, die Rechtsverordnungen -z.B. die im Schulwesen geltenden- und die kommunalen Satzungsregeln einzuhalten.
    Wenn es diesbezüglich "Unverständnisse/Mißverständnisse/schuldhaftes Mißachten" gegeben hat und noch gibt, u.a. anderem , aber keineswegs nur, durch Menschen mit sog. Migrationshintergrund -leider fällt mir zu diesem an sich unsiningen Begriff nichts Besseres ein-, dann ist dem zu begegnen -präventiv/repressiv, durch den Staat (die Kommune), durch gesellschaftliche relevante Gruppen. Da ist offenkundig in der Vergangenheit auf staatlicher Ebene -durch den Bund, durch die Länder- und in den Kommunen- und in der Gesellschaft Einiges "schief gelaufen", auch deshalb, weil es in der Gesellschaft, und zwar getragen und geprägt durch "Alteingtessene und durch ihre Abkömmlinge", ein Staatsverständnis gab, dem u.a. jeder Respekt vor der "Staatsgewalt" als das ausschließlich dem Staat obliegenden " Herrschaftsrecht" fehlte, und nachdem jeder, so wie z.B. ich, als Reaktionär galt, wenn an die Selbstverständicheit jeder Staatstätigkeit erinnert hat, nämlich für die Einhaltung der von ihm gesetzten Normen zu sorgen , und zwar ausnahmslos und mit "Null-Toleranz".

    Abschließend noch eine Anregung gegenüber jedermann für das Alltagsleben:

    Als sog. Lesepate an einer Grundschule habe ich es geschafft, daß mir Kindern aus sog. türkisch-stämmigen Familien nicht nur mit Respekt begegnen, sondern jetzt offen und freundschaftlich. M.E. hat das damit zu tun, daß ich ihnen gegenüber seit dem ersten Tage unserer Begegnung alles getan haben, um ihnen zu beweisen, daß sie für mich gleichgeachtete, gleichwertige Kindern sind, mit denen ich so umzugehen pflege wie mit allen Kindern der jeweiligen Klasse.

    So kann "man" -jeder in der Bürgergesellschaft -einen kleinen Beitrag liefern, um einem Problem zu begegnen, nämlich dem, daß sich Bürger türkisch-stämmiger Herkunft als "Menschen zweiter Klasse" ausgegrenzt fühlen mit all den Folgen, die sich aus diesem Gefühl zwangsläufig ergeben.

    Die auf diese Anmerkung zu erwartenden Widerrede, daß es unter den türkisch – stämmigen Menschen in der Gesellschaft ihrerseits an der Bereitschaft fehl, sich an die vom Staat gesetzten Regeln des Zusammenlebens in der Gesellschaft zu halten, steht nicht in Widerspruch zudem von mir Angemerkten.

  • #15
    discipulussenecae

    @ Frau U.:

    Sie haben in allen Punkten Recht! Vor allem sollte aber auch die doppelte Staatsbürgerschaft abgeschafft werden! Dieser in rot-grüner Multi-Kulti-Romantik ersonnene Schwachsinn verhindert doch gerade Loyalitäten. Dieser Staat entscheidet sich für mich, indem er mir als seiner Staatsbürgerin viele Rechte und Vergünstigungen einräumt. Dann kann er aber auch erwarten, daß ich mich vorbehaltslos und eindeutig für ihn entscheide. Ich kann ja schließlich auch nur einen Mann heiraten!

    @ Walter Stach

    Sie haben es als "Lesepate" also geschafft, daß Ihnen Kinder aus "sog. türkisch-stämmigen Familien nicht nur mit Respekt begegnen, sondern jetzt offen und freundschaftlich." Herzlichen Glückwunsch! Ich kenne aber leider viel zu viele andere Menschen, die mir "offen und freundschaftlich" entgegentreten, ohne daß ich ihnen was vorlesen muß. Einfach nur, weil sie gut erzogen und höflich sind, egal woher ihre Vorfahren stammen. Und die nicht immer nur in der dritten Generation auf ihrem Migrationshintergrund herumreiten.

  • #16
    Walter Stach

    disciplussenecae

    Als Lesepate an einer Grundschule lese ich nicht vor, sondern helfe mit, daß die Kinder lesen lernen und sich "im Lesen" fortlaufend verbessern. Das nur nebenbei.
    Wenn ich an meine diesbezüglich registrierten "Nebenwirkungen" erinnert habe, dann nur deshalb, weil in ihrer Folge -möglicherweise(!)- die Kinder aus den türkisch-stämmigen Familien (mit-) geprägt sein könnten von der Erfahrung, daß sie eben nicht als "minderwertig" in der hiesigen Gesellschaft gelten, weil sie türkiisch-stämmige Vorfahren haben. Ich bemühe mich jedenfalls darum -nicht primär bei den Leseübugen, aber in den dabei sehr persönlich -so nebenbei- geführten Gesprächen, die die Kinder suchen und über die sie sich erkennbar freuen.
    "Muli-kultureller Schwachsinn? Nee, nee, sondern nur meiner ganz persönlichen Überzeugung nachkommend, auch mit diesen Kindern so umzugehen, wie es m.E. jedem (!!) gebührt.
    Im übrigen:
    Es steht außer Zweifel, daß gesellschaftliche Regel über einen "anständigen Umgang der Menschen miteinander" -ganz unabhängig von der Pflicht zur Achtung staatlich gesetzter Normen-, allein in de Schule, allein durch die Lehrer nicht vermittelt werden kann, sondern es dazu noch Anderer bedarf -Eltern, Verwandte, Kirche-Religionsgemeinschaft, Sportverein (!!), Nachbarschaften. Und daran mangelt es nicht nur gegenüber vielen sog. türkisch-stämmigen Kindern, sondern auch gegenüberf vielen Kindern aus Familien, die gemeinhin den sozial- und bildungsfernen Schichten zugeordnet werden. Was kann die Gesellschaft, was kann der Staat,, was sollte die Gesellschaft, was sollte der Staat im Interesse dieser Kinder tun? Zumindest bekunden alle Parteien -graduell unterschiedlich- im zurückliegenden Wahlkampf, daß das Bildung -weiterhin oder sogar noch mehr als bisher-für sie im Mittelpunkt ihrer Landespolitik stehen wird. Und da bekanntlich Erziehung und Bildung untrennbar zusammen gehören, hoffe ich darauf, daß "man" sich mehr als bisher mit den negativen Folgen einer mißglückten oder einer gar nicht praktizierten Erziehung von Kindern im Elternhaus und darüber hinaus intensiv befassen wird.

    PS
    Doppelte Staatsangehörigkeit = multikultureller Schwachsinn?
    Frau Kanzlerin Merkel -Vertreterin von multikulturellem Schwachsinn?

    Im übrigen ist die sog."Doppel-staatlichkeit" in Deutschland und in den meisten Ländern der Welt ein alter Hut, auch im sog. Völkerrecht.
    Gestritten wird nicht über das Ob der sog. doppelten Staatsangehörigkeit in Deutschland, sondern über den Erwerb -konkret über Rücknahme von Erleichterungen vor allem mit Blick auf die Deutsch-Türken- und über eine zeitliche Begrenzung derselben.

  • #17
    Yilmaz

    "Doppelte Staatsangehörigkeit = multikultureller Schwachsinn?"

    Leider ja….hat man doch bei der Erdogan-Wahl mehr als deutlich gesehen.

  • #18
    Frau U

    #
    "Welche "Zahlen"? PI-News?"
    siehe Anteil Muslime in den Grundschulen!"

    Sehen sie Klaus Lohmann, mit Leuten wie Ihnen, die die ideologische Brille aufhaben (alles Nazis ausser icke!) wird keine Veränderung/Verbesserung in GE oder Ruhrgebiet möglich sein, ausser die AfD bekommt 40 % und dann jammern sie wie rechtsextremistisch, völkisch und nationalistisch (lauter aufklebende Adjektive) doch die Deutschen laut Sinus-Studie sind. Dass die Blockierer und Relativierer genau die Ursachen für eine schnelle Beseitigung für unerwünschte Probleme sind, wird ja erst zeitversetzt sichtbar, nicht wahr!

    Zu den Zahlen: Wie ich bereits oben schrieb (Pisa Studie anscheinend schon in ihrer Generation bei Lesekompetenz angekommen) ist besonders die Entwicklung in den Grundschulen Kohorten zu beobachten. Bereits jetzt schon ist im Süden GE ein 60-80 % Anteil an Migrationshintergrund, meist identisch mit muslimisch. Durch die Willkommensklassen und den Zuzug per Familien/Clanzusammenführung verstärkt sich dieser Effekt. Was passiert? Die fundamentalen Muslime (viele Flüchtlinge, neuerdings auch die Bosnier) üben Druck auf die anderen Familien aus, religiöse Vorschriften einzuhalten, das Klassenklima verändert sich, deutsche und liberale Muslime nehmen die Kinder von der Schule bzw. ziehen weg. So dasselbe in den Wohngebieten. Billiger Wohnraum, verstärkt auch noch die sozial Gleichwertigkeit. Das heisst, es beginnt eine Selbstverstärkung der eigenen Gruppe!
    Also, Herr Lohmann, dann rechnen sie mal hoch (dazu wird es doch noch reichen) ab wann der prozentuale Anteil muslime/andere kippt 😉
    ("Da wird OB Baranowski seine Pension schon im sonnigen Kalifornien geniessen können …)

    #14 daß gesellschaftliche Regel über einen "anständigen Umgang der Menschen miteinander

    Wenn alle "anständig" miteinander umgehen würden, hätte wir überall Frieden auf der Welt.
    Diesen Gegensatz, wer sich gegen einen fundamentalen, politischen Islam ausspricht, ist nicht "weltoffen", halte ich, für Polemik. Es gibt ja bereits viele Muslime, die schon öffentlich Ämter/Mandate haben, ohne dass dies überhaupt ein Thema ist, insofern ist ein muslimischer OB durchaus schon jetzt möglich. Das Problem beginnt erst, wenn man die radikalen Kräfte mit hohem Machtanspruch hofiert und institutionalisiert, wie es in den letzen Jahren durch die SPD geschehen ist (bestes Beispiel Ditib) und aktuelle brisant, durch den Flüchtlingszuzug mit größtenteils alleinstehender, muslimischer Männer, ausgelöst durch die Merkel Administration. Insbesondere die Frauen sehen sich vermehrt auf einmal einen Druck ausgesetzt, Kopftuch zu tragen und sich wieder traditionellen Regeln unterzuordnen. All das führt mehr und mehr zu einem Rückzug in die geschlossen Parallelwelten, in die sich die anderen in die gated communities verabschieden. Auch die asymmetrische Endogomie verschärft das Problem (siehe "Importbräute).

    #15 discipulussenecae

    Ich sehe es genauso. Der Doppelpass hat zu mehr Problemen geführt, als er Vorteile gebracht hat. Insofern sollte er umgehend abgeschafft werden (für alle Nationen) und nur noch eine Sonderlösung bleiben. Wenn in der dritten Generation noch von Migrations"hintergrund" gesprochen wird, dann weiss man, dass es nur noch um Lobbyarbeit geht 😉

    Glückauf!

  • #19
    Klaus Lohmann

    @Frau U.: Ich habe nicht danach gefragt, was Sie PI-like "hochrechnen" wollen, sondern ob es wirklich nachvollziehbare, zitierfähige Zahlen zu Ihrer Behauptung gibt – was anscheinend nicht der Fall ist.

  • #20
    ruhrreisen

    @ Frau U: Bei Interesse kontktieren Sie mich doch bitte, Sie müssen nur hinter mein Pseudonym ein @gmx.de einfügen.
    Ich suche Menschen, die außerhalb von Parteien in die Hände spucken.

  • #21
    Davbub

    @19: Ich bin täglich -nicht als Lehrkraft- an einer Realschule tätig. Die Beschreibungen von Frau U. kann ich bestätigen. Da benötigt man keine "zitierfähigen Zahlen", da reicht das tägliche erleben, beobachten, zur Kenntnis nehmen aus: Junge Mädchen, die noch vor zwei Jahren in Auftreten, Kleidung und Benehmen nicht von anderen zu unterscheiden waren, tauchen -gerne nach Ferien- vermummt wieder auf. Jungs, die bislang die üblichen pubertären Verhaltensweisen an den Tag legten, zeichnen sich plötzlich durch ihr religiös begründetes großspuriges Auftreten auf. Beide Geschlechter fordern religiös begründete Sonderrechte -i.m.A Privilegien- ein, deren Verweigerung natürlich nur im deutschen Rechtsextremismus zu suchen ist. In Konflikten mit beiden Gruppen kann man die Uhr nach den Anwürfen stellen: Zunächst wird Fremdenfeindlichkeit unterstellt, dann "Islamophobie", zuletzt kommt immer das Schimpf & und Totschlagwort: "Nazi". (In dieser Hinsicht haben die Religiösen schnell und gut von der deutschen Linken gelernt. ) Auch gerne und oft verwendet sind die Sätze "Isch mach Dich tot", "Isch weiß, wo du wohnst", in den vergangenen Monaten fiel besonders oft das Wort "Köter". Eine Lehrerin berichtete von Vätern, die sich schlicht weigern, mit Ihr zu reden. Als sie daraufhin das Elterngespräch abbrach: s.o.
    Seit dem Fall der Grenzen 2015 haben sich islamische Jungengruppen gebildet, die das verhalten auf dem Schulhof dominieren wollen und in Konflikten als Mittel der Wahl gerne und gekonnt verbale und körperliche Gewalt einsetzen.
    In der benachbarten Grundschule wurde versucht, für den gewalttätigen, faulen, und nicht besonders intelligenten Nachwuchs eine Gymnasialempfehlung zu erhandeln, dann mit Drohungen zu erzwingen. Ich kenne Eltern, die ihre Kinder eher in einer Waldorfschule anmelden und jeden morgen 20km weit fahren würden, als sie auf dieser Schule mit überwiegend Moslems anzumelden. Das sind ganz normale Bürger, darunter nicht wenige Bürger "mit Migrationshintergrund" der zweiten und dritten Generation. Besonders die vor dem friedlichen Islam aus der Türkei, dem Irak oder Iran geflohenen Christen sind oft fassungslos angesichts der Unterwerfungsrhetorik vieler Deutscher.
    Ich bin genauso islomophob, wie ich katholo- oder luthro- oder hinduphob bin. Das Eingrenzen der Religiösen jedweder Couleur ist die größte Herausforderung für unser Land. Warten Sie weiter auf "zitierfähige Zahlen".

  • #22
    ke

    GE kann Hoffnung, Das ist jedes Wochenende auf dem Platz zu beobachten.

    Irgendwie erinnert mich die Diskussion, die Beschreibung von Entwicklungen etc. an "Neukölln ist überall". Das Buch war wohl seiner Zeit voraus. Die Kritik war dementsprechend.

    Gesellschaftliches Engagement zu fordern ist der einzige Weg. Das kreative Potenzial muss eingefordert werden. Das bedeutet auch, dass eben Versorgung/Laissez faire etc. zurückgefahren werden müssen.

    Insbesondere darf es auch im kleinen Maßstab kein Wegsehen bei Gewalt geben.
    Hier sind zusätzlich auch Richter gefordert, Grenzen zu zeigen. Aktuell haben wir bspw. die Urteile aus Hameln, die zeigen, dass Richter eben keine Grenzen setzen. Für mich ist die Justiz mit einem zu starken Laissez faire inkl. einer großen Unterstützung von Extrawürsten ein Hauptgrund für die aktuellen Probleme.

    Warum sollen Religionen eingegrenzt werden? Wir haben eine Verfassung. Sie definiert die Regeln. Es gibt/gab es viele Priester, die sich für ihren Glauben, für ihre Gemeindemitglieder und für ihre Ideale eingesetzt haben. Viele haben dies mit dem Leben bezahlt. Noch heute werden überall u.a. Christen verfolgt.

    Wissenschaftlich betrachtet sind Religionen doch eher Gemeinschaften, die sich ein Regelwerk für das Zusammenleben gegeben haben bzw. die dem Ideal eines Vorbildes folgen. Warum soll man Religionen eingrenzen, wenn sie sich gut mit der Verfassung verbinden lassen? Das heißt natürlich auch, dass die Regeln die vor vielen Jahrhunderten an einem anderen Ende der Welt entstanden sind, nicht unmittelbar für aktuelle Verhältnisse in D anwendbar sind.

    Wir kennen unsere Geschichte, wir kennen soziale Experimente, die zeigen, wie schnell Freiheit verschwinden kann. "Wehret den Anfängen.".

    Warum AfD?
    Eine Protestwahl? Vermutlich

    Ich konnte bei den Auftritten der Spitzenkandidaten in NRW keine Konzepte erkennen, die Besserungen für NRW erhoffen lassen konnten. Ebenso zeigen doch die letzten Entwicklungen, dass es bei den Hauptpersonen zu oft einfach nur um Posten geht, wie in jeder aufstrebenden (?) Partei.

    Irgendwie fehlt im Ruhrgebiet auch eine wahrnehmbare Opposition. In Dortmund ist bspw. die CDU nicht wahrnehmbar.

    "zitierfähige Zahlen": Ja, Zahlen sind toll. Sie wirken so wissenschaftlich. Aber in vielen Fällen frage ich mich, ob es wirklich so viele Untersuchungen insbesondere aus dem Bereich der Sozialforschung, bedarf. Einfach mal mit offenen Augen durch die Straße gehen und mit den Menschen sprechen sollte ein ebenso aussagefähiges Bild ergeben.

  • #23
    Helmut Junge

    Die für diesen Diskurs erforderlichen Zahlen findet man tatsächlich unter ihrem Hinweis in (18).
    siehe ANTEIL MUSLIME IN GRUNDSCHULEN
    wer das googelt wird massenhaft fündig. WAZ, RP u.a.
    Insgesamt liegt der Anteil der Muslime natürlich niedriger,als in Grundschulen des Ruhrgebiets.
    Aber auf eine Ruhrgebietsstadt, nämlich GE bezog sich @Frau U.
    Darüber hinaus gibt es auch Statistiken, die sich auf das Bundesgebiet beziehen.
    was man aber nicht machen sollte, ist, aus diesn Zahlen allein, voreilige Schlüsse zu ziehen. NUR ignorieren ist eben noch schlimmer, weil z.B. der Schulunterricht entsprechend der Situation angepasst werden muss. Mindestens das.

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