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Dortmund: Bolzplatz-Verbot im Musterquartier

Kreuzviertel Dortmund, Foto: Lucas Kaufmann Lizenz: CC

Das Dortmunder Kreuzviertel gehört zu den wenigen Beispielen für Gentrifizierung im Ruhrgebiet: Bioläden, kleine Cafés, die Grünen bei über 30 Prozent. Klar, dass da kickende Kinder und Erwachsene die neobürgerliche Idylle stören. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat jetzt nach Anwohnerklagen einen Bolzplatz geschlossen. Ein Anwohner kann das nicht verstehen und schrieb für uns auf unsere Bitte hin einen Gastkommentar.

Liebe Straßenfußballer und Bolzplatzfreunde,

man schrieb das Jahr 2004. Deutschland verabschiedete sich sang- und klanglos aus der EM in Portugal. Jahrlang wurde händeringend nach echten „Straßenfußballer“ gesucht. Kämpfer, Wühler und Modellathleten hatte der DFB mehr als genug. Man benötigte aber talentierte Techniker und Dribbler vom Typ eines Icke Häßlers, denen man nur noch Athletik, Taktik und Disziplin einimpfen muss. Eben die „deutschen Tugenden“. Und keine 6 Jahre später erschienen erste Sterne wie Reus, Müller, Götze und Özil am Fußballhimmel. Eine weitere deutsche Tugend ist es mittlerweile geworden, wegen jedes Blödsinns einen Prozess anzustrengen.

Erst einmal ist es mir unbegreiflich, wer gegen einen Bolzplatz klagt, der bereits seit Jahren und Jahrzehnten besteht. Des Weiteren verstehe ich auch überhaupt nicht, was eine reine Verkleinerung bewirken soll. Ich habe seinerzeit als Kind und Jugendlicher selbst dort gespielt. Ich habe dann schließlich den Platz 2004 für die Aktion „Bolzplätze für Deutschland“ (einer bekannten Brauerei aus Südwestdeutschland) vorgeschlagen. Der Platz wurde von Bitburger überholt und mit neuen Toren versehen. Es wurde ein neuer Bodenbelag aufgebracht, der nicht mehr so hart und staubig ist und – jetzt kommt die Pointe – sogar womöglich versehentlich „lärmoptimiert“ wurde. Jedenfalls klang das Geräusch beim Aufticken dumpfer und der Ball sprang nicht mehr so hoch ab, aber ich bin kein Spezialist für Lärmbelästigung oder Hertz-Werte. Besonders idiotisch wäre es aber nun anzunehmen, dass man mit einer Verkleinerung eine Lärmreduzierung bewirken könne. Die Schussdistanz zum Zaun wird geringer und die Winkel beim Torschuss flacher. Entsprechend stärker vibriert auch der Zaun, weil der Ball mit mehr kinetischer Energie auftritt. Ein kürzerer Platz erfordert ebenfalls steilere ballistische Kurven, um einen Gegner zu überspielen. Dementsprechend müssten in Zukunft mehr Bälle im Unterholz oder auf der Straße landen.

Wer allen Ernstes glaubt, auf Eishockeytore zu spielen mache Spaß, hat vermutlich zu oft zu Bierflasche und Fernbedienung gegriffen und vergessen, wie man Fußball selbst in den schäbigsten Hinterhöfen des Ruhrgebiets gespielt hat. Ein Bolzplatz ist nicht für Trainingsspiele gedacht, die einem taktische Feinheiten vermitteln, sondern zum Bolzen. Und ein solcher Platz braucht richtige Tore, mindestens von der Größe eines Handball- oder Hockeytores. Die Dimensionen des Spielfeldes werden also etwa auf 16×25 Meter (400 Quadratmeter) begrenzt. Dies entspricht grob der Größe eines Basketballfeldes. Und dass dann 10 Spieler beim „5 gegen 5“ weniger Lärm machen sollen als die gleiche Anzahl an Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen auf einem größeren Feld, erschließt sich mir nicht. Dafür muss man vermutlich sein Jura-Studium mit einer Mitgliedschaft bei „Mensa e.V.“ vorbereitet haben. Das Prinzip ist meiner Ansicht nach: weniger Raum = deutlich lauter. Versuchen Sie einmal, alle Einwohner Baden-Württembergs auf der Fläche von New York City zusammenzupferchen. Natürlich ist es dann dort durchschnittlich lauter als in Baden-Württemberg. Selbst vor der Umsiedelungsaktion.

Das Spielfeld befindet sich im Kreuzviertel, welches alles andere als ein „Problemviertel“ ist. Aber wenn man keine Probleme hat, schafft man sich welche. Weder lärmen marodierende Jugendbanden am Spielfeld herum noch ist es ein Treffpunkt für apfelkornsedierte Clochards. Soweit ich es beurteilen kann, gab es auch nie lautstarke Streitgespräche mit Anwohnern oder Rentner mit Luftgewehren, die sich auf die Lauer legten. Aber um Müll, Scherben und Zigarettenkippen ging es ja auch ohnehin nie.

Ich verstehe daher bis jetzt noch nicht, was mit dieser Klage eigentlich erreicht werden sollte. Das Urteil produziert nur Kosten, lässt – wenn auch nur minimal – die Beiträge für die Rechtsschutzversicherung steigen und dient keinem objektiv erkennbaren Zweck. Aber es geht ja nicht um Zweck oder Nutzen, um Sinn oder Unsinn. Es geht nur darum, Recht zu bekommen. Ob man damit auch Recht hat, ist eine ganz andere Frage. Und das, liebe Straßenfußballer und Bolzplatzfreunde, ist der Unterschied zwischen Moral, Politik, Rechtsprechung und gesundem Menschenverstand.

 

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20 Kommentare zu “Dortmund: Bolzplatz-Verbot im Musterquartier

  • #1
    Interessierter

    Ich fürchte, wer da geklagt hat, wird das hier nicht lesen. Ich hätte gerne seine Position erfahren.

  • #2
    Jogi

    Bei uns in Erftstadt ist es auch kaum auszuhalten.
    Kinder spielen in der Verkehrsberuhigten Zone Fußball und benutzen unseren Zaun als Tor. Da der Ball zig mal in unseren Garten fliegt, da die Kids das Tor nicht treffen, rennen die auch noch auf unser Grundstück.

    Und was mache ich dagegen? NICHTS!
    Mir ist es scheißegal wie oft der Ball reinfliegt und die Kids durch den Garten rennen.
    Wie kann man so bescheuert sein und sich über spielende Kinder aufregen?

  • #3
    Paul

    So. Und jetzt denken wir weiter. Das Kreuzviertel nach einem strengeren Nichtraucherschutzgesetz. Na, wo wird geraucht? Richtig: Draußen. Und wenn mehrere draußen rauchen, was entsteht dann? Richtig: Lärm. Und wer wird dann klagen? Richtig: Die gleiche grüne saturierte Mittelschicht, die sich gegen das Rauchen in Kneipen (die diese Leute eh nicht besuchen) einsetzt und gegen zu laute Bolzplätze klagt.

    Wahrscheinlich haben diese Leute auch keine Kinder, weil die so einen Lärm machen.

    Ich frage mich manchmal, in was für einem Land wir leben.

  • #4
    Murphy42

    Ich liebe Kommentare und Berichte, die Zeugnis ablegen von der Unfähigkeit sich eingehend und vernünftig mit einem Thema zu beschäftigen. Von Recherche will ich hier bei den Ruhrbaronen schon gar nicht mehr schreiben.

    Was diesen Bolzplatz angeht, so gibt es hierzu eine Beschlussvorlage der Stadt für den Auschuss für Kinder Jugend und Familie siehe hier: https://dosys01.digistadtdo.de/dosys/gremrech.nsf/%28embAttOrg%29/175ED86520A6B5A2C1257A620044F427/$FILE/VorlageDS%2307548-12.doc.pdf?OpenElement

    Und was lesen wir dort auch Seite 2 oben:“ Aufgrund erheblicher und regelmäßiger Belästigungen der Anwohner durch erwachsene Nutzer des Bolzplatzes wurde beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen Klage erhoben.“

    Es geht hier gar nicht um Lärm von Kindern, sondern darum das Erwachsenen diesen Bolzplatz offensichtlich kontinuierlich nutzen und entsprechend Lärm verursachen, gegen den Anwohner vorgegangen sind. Das ist die eigentlich Schlagzeile: Erwachsene nehmen Kinder und Jugendlcihen den Bolzplatz weg, weil sie nicht ruhig spielen können.
    Dementsprechend macht auch die Verkleinerung Sinn, um nämlich für die Kids wenigstens eine Spielfläche zu erhalten auf die die Erwachsenen keinen Bock mehr haben.

  • #5
  • #6
    Murphy42

    Doch, auf Sportanlagen und nicht auf Spielanlagen für Kinder und Jugendliche. Jetzt rate mal warum Sportanlagen in der Regel nicht in Wohngebieten untergebracht sind?

  • #7
    Daniel

    Ich finde ja, die Bewohner des Kreuzviertels sollten nicht gegen das Urteil Jammern. Sondern etwas unternehmen um den Platz zu erhalten, in seiner vollen Größe! Wo leben wir denn hier? Fast jeder in der Stadt ist besoffen vom Erfolg des Fußballs.
    Der BvB ist die einzige konstante die die Stadt zu bieten hat, und alle zwei Wochen ist das Viertel voll mit Fans.
    Und nun kommt auch noch das Verwaltungsgericht GELSENKIRCHEN daher und stimmt der Klage zu.

    Ich habe selbst oft genug Fußball in einem ‚Affenkäfig‘ gespielt, wenn es da mal etwas lauter wurde, dann nur wenn der Ball gegen den Käfig geschossen wurde. Oder eine Diskussion, oder ein Jubelschrei. Aber meist war die Umgebung lauter als das Spiel selbst.

    Es ist traurig das wir uns wieder in die Zeit zurück begeben.

  • #8
    Robert Müser

    Ein typischer Vorgang aus der gentrifizierten (Neo-)Spießbürgergesellschaft, eine kleine Polemik:

    Das eigene Viertel ist ja sooo toll und man ist selber ja sooo tolerant, aber bitte nicht vor der eigenen Haustür.

    Gegen Kinder hat man natürlich auch nichts, man ja selber welche, die man von morgens bis abends fremdbetreut (Schule, Nachhilfe, Förderunterricht, Reitverein etc. pp.) bespaßt, damit sie einem ja nicht nach einem angestrengenden Berufsalltag bzw. bei seiner eigenen Selbstverwirklichung auf die Nerven gehen.

    Kinder in der Umgebung sind ja toll und machen das Leben ja dort so lebenswert, aber bitte nur mit festen Regeln und am besten nicht vor Ort (siehe obige Klammer), schließlich war die Eigentumswohnung ja teuer genug und muss noch ein paar Jährchen abbezahlt werden.

    Also sucht man sich ein Vehikel um den ach so störenden Bolzplatz loszuwerden und findet die „marodierenden“ Jugendliche/junge Erwachsene und siehe da: Funktioniert!

    Das Problem über die Ordnungsbehörden oder (igitt!!) die Polizei zu lösen, ist politisch ja nicht korrekt, da denkt man gerne an seine Wurzeln zurück. Die Benutzung dieser Institutionen würde die Quelle der Unterbrechung der eigenen Friedhofsruhe im Viertel ja nicht dauerhaft beseitigen, also wird gerne mal die Rechtsschutzversicherung bemüht um seine egoistischen Interessen durchzusetzen. Schon traurig, wie schnell manche Mitmenschen im Aufstieg in der Gesellschaft ihr wahres Ich als perfekter Spießbürger entdecken!

  • #9
    Tobias

    Zur Lage vor Ort: Die direkten Nachbarn des Bolzplatzes hatten sich vermutlich wohl Friedhofsruhe gewünscht; nur liegt dummerweise der Bolzplatz zwischen der Wohnbebauung und dem Südwestfriedhof, wie Stadtplan und Luftbild zeigen.
    http://binged.it/PEaaiv

    Ich würde den Spielplatz auch nicht im Kreuzviertel verorten, sondern am Rand bzw. angrenzend. Die typische mehrgeschossige Altbau-Blockrandbebauung gibt es hier nicht. Die Immobilienbranche will hier und in der gesamten südlichen Innenstadt immer mit dem Kreuzviertel-Image punkten, auch wenn es um 1950er Zeilenbauten geht, die sich zwei Straßen weiter finden. Direkt an den Spielplatz angrenzen, stehen große Einfamilenhäuser (westlich) bzw. 2,5geschossige Mehrfamilienhäuser (südlich angrenzend).

  • #10
    Martin kaysh

    Dieses ganze Leben macht Lärm, immer wieder Lärm. Das ist das Problem.

    In Deutschland geht man deshalb zum Gericht.
    Woanders läuft man gleich Amok.

  • Pingback: Links anne Ruhr (19.09.2012) » Pottblog

  • #12
    Heide

    Sportsetzung folgt:
    http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/Nach-Anwohner-Klage-Bolzplatz-soll-bald-wiedereroeffnen;art930,1769712

  • #13
    Bettina Neuhaus

    Lieber Robert Müser, gegen die pauschale Herabsetzung der Kreuzviertelbewohner wehre ich mich entschieden.

    Das nur vorab. Insgesamt kann ich sagen, dass ich in unmittelbarer Nähe des Platzes wohne. Ich habe die erwachsenen Spieler oft gehört. Klar wünscht man sich Friedhofsruhe, aber ich dachte auch: Schön, dass da Leute friedlich Spaß miteinander haben und Sport treiben.

    Ich glaube weniger, dass sie den Kindern den Platz streitig gemacht haben. Die kicken ihre Bälle eher auf der Wiese des direkt angrenzenden Spielplatzes. Ich weiß das, Herr Mühe, weil meine Kinder entgegen Ihrer polemischen Annahme nicht 24/7 fremdbetreut sind.

    Wenn der Platz nicht gänzlich geschlossen, sondern nur verkleinert wird, wäre das prima für die Kinder. Die eingesparte Fläche könnte ja statt Bepflanzung mit ein paar zusätzlichen Spielgeräten gefüllt werden.

    Die Erwachsenen könnten auf die Sportplätze im Tremoniapark oder am Ende der Kreuzstasse ausweichen. Damit wäre den Kindern gedient, die Sportler könnten in der Nähe weiter trainieren und die Anwohner könnten sich nicht mehr beschweren. Aber wenn das Urteil revidiert würde, auch gut. Leben und leben lassen.

  • #14
    herr follins

    @frau neuhaus: verstehe ich sie richtig dass fussballspielende erwachsene grundsätzlich okay sind, nur nicht bei ihnen?
    direkt hinter dem friedhof rauschen wittekindstraße und B1 vorbei…

  • #15
    Robert Müser

    @ Frau Neuhaus, ich verweise mit folgenden Zitat auf den ersten Satz meines Beitrag #8:

    „Polemik soll den Gegner um seine Seelenruhe bringen, nicht ihn belästigen.“
    Karl Kraus (1874-1936)

    Ich schließe mich der Frage von Hrn. Follins an:

    „verstehe ich sie richtig dass fussballspielende erwachsene grundsätzlich okay sind, nur nicht bei ihnen?“

    Dies bedeutet also im Orwellschen Sinne: Manche sind gleicher als andere?

    Verstehe ich es weiter richtig, dass die Verkleinerung eines Bolzplatzes gut für Kinder ist, wo es doch sonst immer heisst: Kinder brauchen Platz zu ihrer Entfaltung …?

    Im Sinne der Polemik von #8 würde ich doch der Stadt Dortmund dazu raten, die lieben Kleinen gleich städtisch betreut unter Verschluß zu halten. Auf den dann frei werdenen Bolzplatz sollte man noch ein paar ETW zu errichten, welche hippe Neubewohner dieses tollen Viertels beziehen können, aber bitte mit Tiefgarage für die SUV’s, damit der Lärmpegel nicht weiter die „himmlische Ruhe“ im Viertel stört.

  • #16
    Bettina Neuhaus

    Hallo Herr Müser und Herr Folling,

    nein, Sie haben mich beide falsch verstanden, oder vielleicht ein wenig zu schnell meinen Beitrag gelesen. Oder Sie regen sich dermaßen über die Klage auf, dass Sie ein wenig lesen, was Sie lesen möchten?

    Ich schrieb:
    „Ich habe die erwachsenen Spieler oft gehört. Klar wünscht man sich Friedhofsruhe, aber ich dachte auch: Schön, dass da Leute friedlich Spaß miteinander haben und Sport treiben. “

    Also nein, ich fand das nicht schlimm. Und ja, mich nervt das Rauschen der B1 mehr oder die Motorradfahrer, die in der Zone 30 vor der Grundschule gern mal die Beschleunigung ihrer Maschinen testen.

    Ich habe lediglich angemerkt, dass die angedachte Lösung *auch* ok ist. Die Erwachsenen müssen halt 300 Meter weiter ausweichen, die Kinder könne weiter spielen. Und falls Sie mal auf dem Spielplatz mit Bolzplatz waren (ich bin da ab und zu), dann wissen Sie, dass da schön viel Platz ist für die Eltern und Kinder, die sich dort so einfinden.

    Ich befürworte diese Klage nicht. Meinetwegen dürften die Erwachsenen dort gern weiter spielen. Aber so, wie die jetzige Lösung auszusehen scheint, finde ich es auch für alle Seiten akzeptabel.

    Jetzt klar?

    Herr Müser, der Sozialneid trieft aus jeder Zeile. Entspannen Sie sich doch mal. Ich habe den Eindruck, die Kinder hier sind recht glücklich, und im Allgemeinen machen die Erwachsenen, bolzend oder nicht, auch einen entspannten Eindruck. Kommen Sie mal vorbei, nehmen Sie ein Bierchen im B-Trieb oder in der Bar Rock, und überzeugen Sie sich davon. Wir sind hier gar nicht so furchtbar, wie Sie es offensichtlich glauben. Auch wenn wir gepflegte Vorgärten haben.

  • #17
    Astrid Cramer

    Danke, Frau Neuhaus.

    Ich möchte gern noch ergänzen, dass es *ein* Kläger war, nicht die gesamte Nachbarschaft. Aus diesem Grund ist es vermessen und auch sachlich falsch, die gesamten Bewohner des Kreuzviertels als kinderfeindlich über einen Kamm zu scheren.

  • #18
    frist

    überall in deutschland das gleiche problem…. meistens neu zugezogene nachbarn bestimmen wie die ureinwohner zu leben haben, weil sie sich in ihrer ruhe gestört fühlen. sollen sie doch einfach nicht dort hinziehen…! aber nein die gerichte und verwaltungen geben diesen menschen auch noch recht… wie krank ist denn sowas… ich finde das nimmt so langsam aber sicher immer mehr diktatorische züge an… wir brauchen mehr kultur/lebens/spielplätze nicht nur für die kleinen kinder…

  • #19
    Andre

    Dieser Beitrag ist an denen gerichtet die für die Schließung des Bolzplatz verantwortlich ist

    Sehr geehrte Damen und Herren
    Ich wohne nun seit 20 Jahren hier im Kreuzviertel und habe viele Jahre auf diesen Bolzplatz Fußball gespielt, und war geschockt als ich eines Tages zum Bolzplatz hinging und gehen habe das er geschlossen wurde.

    Hier bei handelt es sich nicht um eine Trainingsplatz
    hier bei geht es nur um den Spaß beim Sport, den Spaß beim Fußball spielen. Hier spielen schon seit vielen Jahren Kinder ( Anfang 6 Jahre), Jugendliche und Erwachsene in voller Harmonie zusammen.

    Und über das Thema lärmbelästigung kann ich nur lachen, ja das ist ein Bolzplatz das stimmt, aber vor dem Bolzplatz ist ein Kinderspielplatz, und ich weiß nicht ob Sie schonmal im Sommer hier waren oder ob sie überhaupt hier schonmal waren, aber wenn hier Kinder rumspielen und rumschreien, es sind Kinder die schreien nun mal Rum weil sie sich beim spielen verletzt haben oder einfach nur vor Freude usw. Und weil in so einen Spielplatz nicht nur ein Kind da ist, können sich sich bestimmt vorstellen wie laut es da ist wenn da mehrere Kinder spielen und ich mir sehr sicher bin das sie lauter sind als wenn welche auf den Bolzplatz Fußball spielen
    Außerdem ist das allen in ein einfach ein Spielplatz und das da keine abzulute Ruhe hercht ist doch wohl klar.

    Deshalb bitte ich Sie die Schließung diese Bolzplatz wieder rückgängig zu machen damit Kinder, Jugendliche und Erwachsene wieder gemeinsam Fußball spielen können und wieder glücklich sind.

    Ich glaube ich Spreche hier für jeden der im Kreuzviertel wohnt und auf diesen Bolzplatz viele Jahre Fußball gespielt hat, das wir Ihnen sehr dankbar sein würden wenn sie uns unseren geliebten Bolzplatz wieder eröffnen würden.

    Danke

  • #20
    b

    Als ich grade diesen Artikel las, musste ich nochmal an den Bolzplatz im Kreuzviertel und diesen Eintrag denken. „Spielen verboten“ bzw. #keinfussball geht scheinbar auch in weniger gentrifizierten Stadtteilen.

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