24

Dortmund: Video dokumentiert Polizei-Einsatz bei der „Schmuddel-Demo“

Während der Gedenkfeier  an den von dem Neonazi Sven K. erstochenen Punker Thomas „Schmuddel“ Schultz kam es am 28. März in Dortmund zu gewalttätigen Einsätzen von Seiten der Polizei auf die Demonstranten. Ein Video des Dortmunder Antifa Bündnisses (DAB) dokumentiert den Polizeieinsatz.

[youtube iZVDkyOWyhA]

Kritisch fällt auch der Rückblick von DAB auf den gestrigen Polizeieinsatz im Umfeld der Nazi-Demo aus. DAB in einer Erklärung Hannah Piehl, Pressesprecherin des Bündnisses:

“Trotz des neuen Polizeipräsidenten hat sich an der Strategie der Polizei – Naziaufmärsche zuzulassen und effektiven Protest, der über symbolische Aktionen hinaus geht, zu verhindern – nichts Wesentliches geändert. Enttäuschend ist weiterhin, dass die Polizei trotz fünf Nazimorden in den vergangenen Jahren nicht gewillt ist, das Abfilmen der antifaschistischen Demonstration durch die Nazis am Dorstfelder Wilhelmplatz zu unterbinden.”

RuhrBarone-Logo

24 Kommentare zu “Dortmund: Video dokumentiert Polizei-Einsatz bei der „Schmuddel-Demo“

  • #1
    Ben

    Mag sein, dass die erste Reaktion etwas überzogen war, aber mal ganz ehrlich: „Polizei-Übergriff“ ist schon starker Tobak. Da läuft ’ne Festnahme und Durchsuchung und verbal nicht gerade friedliche Demonstranten versuchen da so nahe wie möglich dran zu kommen. Natürlich rechtfertigt das nicht den ersten Schlag des Polizisten, aber Beamte in Uniform sind keine Roboter und in Notwehrsituationen kann es zu solchen Vorfällen kommen.

    Und darüber hinaus denke ich, dass Demonstranten gerne bestimmte Reaktionen der Polizei provozieren um nachher eben mit genau solchen Videos durch die Blogs gereicht zu werden. Woran ich das festmache? „Die sitzen in der Kaserne und warten auf’s boxen, Alter“, sagt einer der Demonstranten. So eine Grundeinstellung fördert selbsterfüllende Prophezeiungen. Schön übrigens auch die Stelle bei 2:28 wo eine Demonstrantin ziemlich eindeutig dem Beamten ins Gesicht schlagen will.

    Aber natürlich ist am Ende wieder der „Bullenstaat“ an allem schuld – man kennt den Mangel an Selbstreflexion inzwischen ja zur Genüge.

  • #2
    Red Eyes

    In diesem Fall muss ich Ben zustimmen und für eine Gedenkveranstaltung (!!!) sind die Punk-Aktivisten leider viel zu aggressiv und auf Stress aus.

  • #3
  • #4
    Heide

    Zwei Dinge die mir beim betrachten des Videos spontan in den Sinn kommen:

    1. Warum wurde sorgfältig darauf geachtet Demonstranten unkenntlich zu machen während bei den Polizisten darauf verzichtet wurde? Ich sollte dazu sagen das sich für mich diese Frage stellt obwohl ich die kategorische Videoaufzeichnung von Demonstrationen kritisch betrachte und für eine eindeutige Kennzeichnung von Beamten bei Demoeinsätzen bin.

    2. Warum das verbal agressive Verhalten den Polizisten gegenüber? Soweit ich das erkennen kann stehen diese ohne Helme, also nicht unbedingt mit Eskalation rechnend und mit relativ wenig Personen an dieser Stelle.

  • #5
    Ben

    Noch zwei Sachen.

    1.) In der zum Video gehörenden Pressemitteilung kann man folgendes lesen:

    Das Dortmunder Antifa-Bündnis (DAB) verurteilt das Vorgehen der Polizei. „Heute hat sich gezeigt, dass der neue Polizeipräsident an der Eskalationsstrategie seines Vorgängers festhält,“ so Hannah Piehl.

    Weil man das dann zwei Tage später leider nicht mehr bestätigt sehen konnte, nimmt man den Vorwurf nicht zurück, sondern wirft nun der Polizeiführung vor, dass der Gegenprotest (friedlich) im Zaum gehalten und beide Seiten per Videoüberwachung aufgezeichnet wurden.

    Ein weiterer Höhepunkt selbiger Pressemitteilung ist dann noch die Gleichsetzung sich verteidigender Polizisten mit den Rechten:

    „Wir werden am Samstag gegen die rechten Schläger in Dorstfeld auf die Straße gehen. Heute ist wieder einmal deutlich geworden, dass die Schläger in Uniform ebenfalls eine Gefahr darstellen,“ stellt Piehl abschließend fest.

    Hier wird einfach ganz krass ein Feindbild aufgebaut, das schlichtweg nur in Gewalt eskalieren kann. Eine etwas differenzierte Betrachungsweise und solche Videos würden schon längst der Vergangenheit angehören.

    2.) Und dass hier durch die Demonstranten (vielleicht auch unbewusst) provoziert wird, zeigt noch eine andere Stelle des Videos: Bei 1:22-1:27 sieht man einen Demonstranten mit einer Videokamera, der möglichst nah an den am Boden liegenden kommen will und – als er sich von der Szene entfernen muss – sogar mit den Beinen über den Rücken eines Polizisten steigen muss. Mal ganz ehrlich: Das ist kackendreist und für die Sicherheit der Einsatzkräfte (und auch des Verhafteten) eine große Gefährdung. Dass die Polizisten darauf lediglich mit einem leichten Zurückdrängen reagieren, beweist zumindest in dieser Szene, dass die Polizei an einer Eskalation genau null Interesse hatte.

    Und die teilweise maskierten (Kapuze und Sonnenbrille) Besucher der Gedenkveranstaltung schreien als gäb’s keinen Morgen mehr.

  • #6
    Richard

    Ich finde das Video erschütternd, und die Kommentare hier nicht weniger. Der Polizist schlägt den Mann mehrmals direkt und mit Wucht ins Gesicht. Das sind Dinge die ich bei einer Kneipenschlägerei erwarten würde, aber nicht von einem Polizeibeamten. Auch die späteren Schläge mit dem Schlagstock sind völlig unnötig. Was der Polizist da macht ist Körperverletzung.

    Empörend finde ich auch schon den Anlass der Festnahme. Laut Polizei sind die Punks aus der Ubahnstation geschmissen worden weil sie Kerzen (offenes Feuer, als würde da jemand einen Brand legen) angezündet haben und alkoholisiert waren. So what? Auf die nachvollziehbaren Beschimpfungen reagiert die Polizei dann mit Festnahmen. Das ist Absolut unwürdig und lässt jegliches Feingefühl vermissen.

  • #7
    Sören

    Was geht denn hier ab!?

    Ja stimmt die Punker regen sich laut auf und pöbeln.
    Immer hin wird die Gedenkkundgebung schickaniert. Ein Punker wird nach einem Streit festgenommen weil er keine Grablichter für den Toten aufstellen durfte. Da wär ich auch wütend gewesen.

    „verbal nicht gerade friedliche Demonstranten“ wie sie Ben nennt sind aber nicht der freifahrtsschein für körperliche Angriff der Polizei mit Faustschlägen, Tonfaschlägen und Pfefferspray. Dies ist eigentlich das letzte Mittel der Polizei. Vorher stehen maßnahmen wie abdrängen und Platzverweise. Davon sehe ich nix.
    Und eine Notwehr situation war es eben eindeutig nicht. Das belegt das Video sehr gut.

    Bei 2:28 wird NICHT wie Ben behauptet ein Polizist angegriffen.
    Hab es mir jetzt x-mal in zeitlupe und vergrösserung angesehen.
    Ein lockiges mädel das wesentlich kleiner und schmächtiger als der vor ihr stehende polizist ist wird von einem heftigen tonfaschlag von den beinen gerissen. Weil das allein nicht reicht verpaßt der Polizist ihr im sturz noch einen schnellen linken hacken.
    Mit dem arm hat sie allenfalls versucht den Tonfaschlag abzufangen.
    Er schlägt danach auch noch wild weiter auf alle ein die nicht schnell genug vor ihm weglaufen. Der Polizist handelt maßlos überzogen. Ich sehe da mehrere klare Körperverletzung im Dienst.

    Es hat an dem Tag viele Verletzte KundgebungsteilnehmerInnen gegeben aber schön das ihr euch hier um die Polizisten sorgt.

  • Pingback: Links anne Ruhr – und am Rhein (Landtagswahl #nrw12) 02.04.2012 » Pottblog

  • #9
    Red Eyes

    @Richard&Sören:

    Trotz verständlichem Ärger, aber offenes Feuer (ja auch Grablichter&Co gehören dazu) INNERHALB einer U-Bahnstation ist sau-gefährlich.

    Man hätte auch friedlich oben am Ausgang oder an seinem Grab trauern können.

  • #10
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Red Eyes: Das mit den Grablichtern kann man doch mal zulassen. Dann stellt sich eben einer mit einem Feuerlöscher daneben und die kommen weg, wenn alles vorbei ist. Wenn da beide Seiten guten Willen zeigen, geht das doch auch ohne Eskalation. Im Gegenteil: Das ist eine gute Gelegenheit gegenseitig Vertrauen aufzubauen.

  • #11
    Georg Kontakakis

    @ Stefan

    Ja, deswegen waren auch keine Startroopeers da, sondern Leute ohne Helme, die von den offenbar aggressiven Punks angegangen worden sind. Dass die Polizei so ruhig geblieben ist, finde ich sehr gut. Wir haben beide erlebt, wie so etwas auch abgehen kann. Nämlich brutal. Und das war das auf dem Video gezeigt gar nicht.

  • #12
    Richard

    @georg: zum „startrooper“ werden diese Leute also nicht durch Schusswaffe, Tonfa, Pfefferspray, Rüstung und Handschuhe, sondern erst wenn Sie auch noch ihren Helm aufsetzen?
    Und die Faustschläge sind besonnenes Verhalten?
    Sie sind schlicht und ergreifend darauf aus, die Polizisten um jeden Preis in Schutz zu nehmen.

  • Pingback: This is what democracy looks like! (9) « medium – wenn schon n3rd, dann richtig!

  • #14
    Ben

    @Sören: Dann würde ich mir das Video aber noch einmal ganz genau anschauen. Die junge Dame springt von hinter Kamera aus der Menge auf die Polizisten zu (alleine über das Verhalten könnten wir uns jetzt hier schon stundenlang unterhalten), greift mit dem linken Arm in Richtung des Gesichts des Polizisten. Exakt in dem Moment kommt der Tonfaschlag. Sorry, aber das ist eindeutig Notwehr. Erst DANN wird sie durch das Wegschubsen von den Beinen gerissen.

    Und natürlich sind pöbelnde Demonstranten kein Freifahrtsschein für prügelnde Polizisten. Aber sie sind mit ursächlich dafür, dass sich eine Stimmung überhaupt erst so aufheizt, dass es zu solchen Vorfällen kommt.

    Ich gehe mit Dir d’accord, dass Platzverweise und Abdrängen die besseren Maßnahmen sind, aber mal ganz, ganz ehrlich: Für wie realistisch hälst Du es, dass diese pöbelnden Demonstranten a) einem Platzverweis gefolgt wären und b) sich selbige friedlich hätten abdrängen lassen?

    Klar, es gibt Polizeigewalt und die muss verfolgt werden. Aber das entbindet die Demonstranten nicht von einer kritischen Selbstreflexion über ihr eigenes Verhalten. Die Reaktionen der Polizisten im obigen Video sind jedenfalls fast durchweg die Folge schierer Provokation.

  • #15
    Ben

    Der Fairness halber übrigens mal die andere Sichtweise:

    (…) Die erheblich unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehenden Personen drohten in den Gleisbereich zu stürzen und wurden aus diesem Grund durch das Sicherheitspersonal des DSW 21 aufgefordert, die Bahnanlagen zu verlassen. Diesen Aufforderungen kamen die Punker nicht nach, so dass die DSW 21 die Polizei zur Hilfe rief. (…)

    Zur Durchsetzung des Hausrechts erteilte die Polizei Platzverweise gegen diese Personen und forderte sie auf, sich der Versammlung auf der Kampstr. anzuschließen. Die Personen kamen dieser Aufforderung auch zunächst nach und verließen mit beleidigenden Äußerungen gegen die Polizeibeamten die U-Bahn-Anlage.

    Im Rahmen der Personalienfeststellung zur Anzeigenaufnahme versuchten mehrere Punker erneut in die U-Bahn-Station zu gelangen. Bei der Durchsetzung der ausgesprochenen Platzverweise solidarisierten sich ca. 90 gewaltbereite, zum Teil vermummte Linksautonome aus der Versammlung, mit den Punkern, beleidigten die eingesetzten Beamten auf das Übelste (u.a. mit den Worten „Dreckschweine“ / „Bullenschweine“) und störten die polizeilichen Einsatzmaßnahmen. Mindestens zwei Demonstranten griffen gezielt Polizeibeamte an, die gerade eine Person zur Durchsetzung eines Platzverweises festnahmen. Durch die Einsatzkräfte mussten Schlagstock und Pfefferspray eingesetzt werden. (…)

    http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/4971/2226247/pol-do-gedenkveranstaltung-an-der-kampstrasse-platzverweise-mussten-durchgesetzt-werden

  • #16
    Antifa Medienzentrum

    Das Video zeigt zwei Stellen, an denen Polizisten zugeschlagen haben. Wer genau hinsieht merkt, dass ein Teil der Beamten die Handlungsweise unangemessen findet. Das war sie auch. Zuvor gab es mehrfach Verhöhnungen der Freunde des Ermordeten durch die Polizei, die die Kerzen aufstellen wollten. Damit ist die Situation erst angeheizt worden. Die Kundgebungsteilnehmer/innen sind (berechtigterweise) sauer, die erst Verhaftung und die Gewaltausfälle vollkommen unnötig. Es gab zur keiner Zeit irgendeinen Angriff auf die Polizei.

    Das Verbieten von Kerzen wegen Feuergefahr ist ein schlechter Witz, bzw. deutsche Kleinkariertheit. Eine Gedenktafel soll es ja auch nicht geben. Wie soll dem Ermodeten eigentlich würdig gedacht werden?

    Man übertrage mal das Vorgehen auf eine andere Trauergemeinschaft.

  • #17
    Georg Kontakakis

    Ich will nur noch mal drauf hinweisen, dass die Polizei durchaus Gewalt einsetzen darf.

    Darin unterscheidet sie sich vom Rest der Republik-Bürger. Sie ist Trägerin der staatlichen Gewalt.

    Der Gewalteinsatz muss nur angemessen sein.

    Und hier war der Einsatz der Gewalt bei den Festnahmen angemessen. So wie die Polizei provoziert wurde.

  • #18
    der, der auszog

    Der Vergleich mit anderen Trauergemeinschaften hinkt gewaltig. Zumindest sind mir bislang auf keiner Trauerfeier soviele angetrunkene, zugedröhnte und laut um sich gröhlende Trauernde begegnet, wie in diesem kurzen Video zu sehen sind. Kerzen bei Trauerfeiern sind ok. Aber bitte kein offenes Feuer in die Hände von Besoffenen und schon gar nicht in geschlossenen Räumlichkeiten wie U Bahn Stationen.

    Was mich bei diesen Antifaschistischen Protesten immer wieder ankotzt, ist das produzierte Schwarz Weiss Denken, das lediglich unterteilt in: wir – die guten und die da – die bösen. Wahrscheinlich würden sich wesentlich mehr Menschen, gerade auch aus dem bürgerlichen Spektrum an Demonstrationen gegen Nazis beteiligen, wenn die Veranstalter aus den Antfabüdnissen diese meist kleinen Gruppen von Spinnern, die regelmäßig ausflippen, besser im Griff hätten. Das ist ein bisschen wie beim Fußball. Eine Handvoll Hooligans schafft es immer wieder, ganze Vereine und Fangemeinschaften in Misskredit zu bringen.

    Ähnlich kleinkarriert ist es, aus dem, was auf diesem Video zu sehen ist, abzuleiten, dass sich in Dortmund trotz des neuen Polizeipräsidenten nichts geändert haben soll. Von einem Polizeipräsidenten wie Norbert Wesseler, der den Nazis klipp und klar den Kampf angesagt hat, können andere Ruhrgebietsstädte nur träumen. Der Mann ist noch kein halbes Jahr im Amt, wird aber von der Antifa sofort in das Förmchen seines Vorgängers gedrückt. Mit welchem Recht?

  • #19
    robo

    Bei 0:42 hört mensch den Polizisten im rechten Bildrand sagen: „Auf’s Maul oder was?“. Sekundenbruchteile später schlägt er mit Fäusten auf eine Person ein.
    Das hat mit ruhigem oder besonnenen Verhalten mal rein gar nichts zu tun.
    Diese höchstgradig gewaltbereite Person sollte dringend aus dem Polizeidienst entfernt werden. Freund und Helfer, dass ich nicht lache….Schläger in Uniform, mehr auch nicht.

  • #20
    Sören

    Erschreckt mich schon welches verständnis hier einige von der Legitimation von Gewalt haben.

    Mich stört vorallem ein schwarz/weiß denken in dem von der Polizei angewendete Gewalt offenbar allein dadurch legitmer wird das sie von der Polizei angewendet wird. Und so erscheint mir hier auch die Argumentation

    @Ben:
    Es ist nicht einfach nur schöner wenn Polizisten eine maßnahme niedriger Gewalt anwenden sondern sie sind ganz klar Polizeirechtlich dazu verpflichtet. Wäre eine andere Klärung der Situation möglich und greift der Polizist dennoch zum äußersten und setzt Waffen gegen KundgebungsteilnehmerInnen ein handelt er Strafbar.
    Hier ist nicht zu erkennen das sie es überhaupt mit einer anderen Maßnahme versuchen.

    Und in meiner Interpretation der Aufnahme bin ich mir sicher. Aber da kommen wir wohl nicht weiter.
    Aber selbst wenn man ihrer Interpratation folgt, und das Mädel versucht haben sollte ihm eine Ohrfeige zu geben (was sie nicht hat), immer noch ein erschrekendes Bild ist in der der um sich schlagende Agressor der mit seinem Knüppel mehrere Menschen niederschlägt klar der Polizist ist.

    ,——–

    Für mich ist auch nicht nach vollziehbar warum die TeilnehmerInnen der Kundgebung neben Trauer nicht auch wütend sein dürfen.
    Man erinnere sich; es handelt sich um einen Mordfall. Einen politisch motivierten Mord eines Nazis den die Stadt bis vor kurzen wie alle anderen Naziumtriebe lieber geleugnet und verschiegen hätte. So wurde das jetzige Nazi-Problem Dortmunds erst möglich. Der NaziMörder kam nach wenigen Jahren frei und hat erneut Menschen angegriffen und schwer Verletzt.
    Ich würde sagen es gibt sehr viele gute Gründe auf dieser Gedenkkundgebung wütend zu sein.

  • #21
    Red Eyes

    „Für mich ist auch nicht nach vollziehbar warum die TeilnehmerInnen der Kundgebung neben Trauer nicht auch wütend sein dürfen.“

    Völlig in Ordnung und nachvollziehbar, ABER bitte ohne damit andere Personen zu gefährden.

  • #22
    Ben

    @Sören:

    Hier ist nicht zu erkennen das sie es überhaupt mit einer anderen Maßnahme versuchen.

    Das Video soll Polizeibrutalität beweisen. Es ist genau auf den maximalen Effekt geschnitten (friedliche und bunte Demo in den ersten Frames, dann Schnitt auf die Verhaftung). Bei einem solchen Video würde ich die von Dir erbetenen Maßnahmen natürlich auch rausschneiden, weil sie den Vorwurf der Polizeigewalt relativieren würden.

    Dass hier ist kein ooc-Material, sondern nachbearbeitet. Natürlich ist es lediglich eine verschwörungstheoretische Vermutung, aber ich halte die Antifa nicht gerade für völlige Medienbanausen.

    Und was die Wut angeht: Dürfen dann also Polizisten aggressiv werden, weil sie durch die ständigen Beleidigungen wütend gemacht werden? Wut ist völlig in Ordnung, aber man muss seine Wut kontrollieren können, sie im Zaum halten. Das gilt für beide Seiten!

  • #23
    HolleSonnenberg

    @Ben
    Das ist doch quatsch. Die einen haben geschrien, die anderen haben geschlagen. Die einen haben ihre Wut unter Kontrolle gebracht, die anderen….nicht.
    @Red Eyes
    Ein Grablicht ist kein Feuer sondern eine Flamme. Offene Flammen sind in U-Bahnhöfen nicht verboten, sondern nur offene Flammen unbeaufsichtigt zu lassen. Kerzen fallen unter dieselbe Kategorie wie die Flammen von Feuerzeugen, da das Rauchen vor einigen Jahren noch gestattet war in U-Bahnhöfen sind diese also darauf ausgelegt das offene Flammen in ihnen verwendung finden. Das Rauchen wurde verboten, ein Verbot für offene Flammen gibt es jedoch nicht. Ergo war nie jemand in Gefahr, nicht einmal theoretisch.


    Aber selbst wenn, zur Abwendung einer theoretischen Gefahr durch Grabkerzen ist es in Ordnung eine Trauerfeier zu sprengen und mindestens vier Menschen zu verletzen?

  • #24
    Red Eyes

    „Offene Flammen sind in U-Bahnhöfen nicht verboten, sondern nur offene Flammen unbeaufsichtigt zu lassen.“

    Ja und genau diese „offenen Flammen“ möchte ich nicht von betrunkenen Punk-Aktivisten beaufsichtigt wissen.

    Ich habe früher bei der freiwilligen Feuerwehr ausgeholfen und weiss wie schnell ein größeres Feuer ausbrechen kann.

    Warum trauert man denn nicht am Grab von Schmuddel ?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.