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Dortmunder U: Ernstfall Besucher!

Honke Rambow hat das Dortmunder U besucht. Und dem  Kreativzentrum einen Brief geschrieben…

Liebes Dortmunder U,

du machst mich traurig. Es ist ja ok, dass der Platz vor dir gerade wieder aufgerissen wird und man irgendwo durch einen Hintereingang gehen muss. So kommt man wenigstens drum herum, die gesprungenen Fensterscheiben deines Haupteinganges sehen zu müssen.

Und ja, wir verstehen, dass du innen scheiße aussiehst, wenn nur fünf Besucher da sind. Dann sieht man halt jede Schlampigkeit am Bau, jeden Fleck an der Wand und auch die ganzen anderen gesprungenen Scheiben in allen Etagen. Aber wäre es nicht schön, wenn nicht überall mit Tesafilm Schilder an die Türen gepappt wären, die einem den Eingang verwehren, sondern lieber mal irgendwo ein Schild wäre, dass mir anzeigt, wo ich hingehen kann? Und wäre es nicht schön, wenn im Fahrstuhl die Schutzfolie von der Wand entfernt wäre.

Und da nicht schon wieder überall gammelige Zettel kleben würden. Vielleicht würden sich dann auch deine Mitarbeiter wohler fühlen und nicht so rumstehen, als wäre ihnen ihr Job peinlich.

Super wäre auch, wenn alle deine Schließfächer auch einen Boden hätten und die Tresen nicht schon völlig vermackt wären. Und einen Kaffee im Ruby hätten wir ja auch gerne noch getrunken, aber das ist ja zu. Naja, hätten wir vielleicht auch eher nicht, weil wir da ja vermutlich auch alleine drin gesessen hätten.

Liebes U, bis auf die FLIEGENDE BILDER bist du halt doch einfach scheiße und wir kommen bestimmt auch nicht so bald wieder. Vielleicht kann ja das Museum am Ostwall doch wieder in sein altes Gebäude zurück ziehen. Da sind ja auch die Räume besser für Ausstellungen geeignet und wir würden bestimmt gerne hingehen.

RuhrBarone-Logo

8 Kommentare zu “Dortmunder U: Ernstfall Besucher!

  • #1
  • #2
    Stefan Laurin

    @el-flojo: Es ist cool. Du hast ganze Ausstellungsräume für Dich alleine. Es ist ein meditatives Ereignis. Und wenn man sich einredet, die zersprungenen Scheiben seien Teil einer abgefahrenen Installation sieht man sie auch mit anderen Augen!

  • #3
    Robin Patzwaldt

    War das Gebäude vor Beginn des jahrelangen Umbaus nicht auch schon leer und die Scheiben voller Risse? 😉 Hat sich dann ja echt gelohnt… 🙂
    Aber der Artikel macht auch mich echt neugierig. Werde mir das Ganze demnächst auch mal vor Ort ansehen. Könnte witzig werden….

  • #4
  • #5
    Eva Horstick-Schmitt

    DAs U ! Was soll man zu Verantwortlichen sagen, die nicht mal den Platz vorm U. Martin kippenberger Platz benennen wollten,weil er einen Frosch ans Kreuz genagelt hat ! In dieser
    Stadt wird somit das Bürgertum zur Kunst erklaert und das was Kunst ist entscheiden Bürokraten? U das ist ein Fass ohne Boden mit Geldvernichtung ohne jegliche Verantwortung derer, die das U haben wollten ! Eine Bürgerbefragung hätte ergeben, dass das U nie gebaut worden wäre ! Aber uns fragt ja niemand .

  • #6
    Norbert Paul

    #2 | Stefan Laurin

    Vielleicht stimmt das also auch mit den Defiziten nicht und auch die Rede davon ist Teil der großen Performance? Hinterher steckt da auch Winkelmann hinter und sein kritisches Stück dazu ist auch Teil … 😉

  • #7
    Pin@chio.it

    Alle Städte versuchen, ein Wahrzeichen zu haben. Bielefeld hat diese komische Burg. Münster den Dom und den Friedenssaal. Duisburg schmückt sich mit einer goldenen Leiter. Dortmund hätte die wirklich schöne Winkelmann-Video-Installation auch oben auf Rathaus setzen können. Hätte ebenfalls überregional für Aufsehen gesorgt und es wäre billiga geworden.

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