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Duisburg: Der Marathon-Pater hat seinen 102. Lauf absolviert

Pater Tobias hat seinen 102. Lauf erfolgreich beendet; Foto: Projekt LebensWert / Daniel Elke

Pater Tobias hat seinen 102. Lauf erfolgreich beendet; Foto: Projekt LebensWert / Daniel Elke

Um Schwimmkurse für Kinder zu finanzieren, ist Pater Tobias vor wenigen Wochen einen Ultra-Marathon von Duisburg nach Münster gelaufen. Bei Dauerregen, alleine. Neben Spendengeldern, mit denen die Kurse finanziert werden, brachte der Lauf noch etwas anderes ein: 

Anfang Juli wurde Pater Tobias – der Marathon-Pater – im Verein 100 Marathon Club Deutschland aufgenommen. Aufnahmebedingung für diesem exklusiven Club ist, dass man mindestens 100 Marathon- bzw. Ultramarathonläufe gelaufen ist.

Natürlich wird weiter gelaufen: Um soziale Projekte in Duisburg zu unterstützen und – mutmaßlich – irgendwann dem 1000 Marathon Club anzugehören. Oder um einen Grund zu haben, diesen dann zu eröffnen.

Zehn Tage musste ich auf die Entscheidung warten, ob der Verein mich aufnimmt,

so Pater Tobias, der seit 14 Jahren für arme und bedürftige Kinder läuft. Er hält nicht nur die Hand auf, dass man für sein Projekt LebensWert spendet, er läuft auch dafür. Und er lässt sich jeden Kilometer, den er bei Wettkämpfen für arme und bedürftige Menschen bestreitet, sponsern.

Jeder Kilometer zählt und bringt mir von Spendern und auch Sponsoren die Gelder, die ich für meine sozialen Projekte benötige. Wir sind als Projekt LebensWert eine gemeinnützige GmbH, die gerade jetzt besonders in der Corona-Zeit, umso mehr auf Spenden angewiesen ist.

Mit viel Werbung in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Internet, Twitter und Instagram, wo die seelsorgliche Arbeit und seine sozialen Projekte genau dargestellt werden, kommt er an die notwendigen Spenden, die er für sein Projekt LebensWert benötigt. In seiner Gemeinde Herz-Jesu in Duisburg-Neumühl ist er für 5000 Katholiken zuständig.

Hier trainiert Pater Tobias oft: Der Landschaftspark Nord; Foto: Projekt LebensWert / Daniel Elke

Hier trainiert Pater Tobias oft: Der Landschaftspark Nord; Foto: Projekt LebensWert / Daniel Elke

An den kommenden zwei Wochenenden wird er an sechs Terminen, je zwei Gottesdienste am Tag, seine 61 Kommunionkinder unter Corona-Bedingungen zur Erstkommunion einladen.

Insgesamt dürfen die Kinder zehn Personen zu ihrer Erstkommunion einladen. Wir haben in unserem Schmidthorster Dom, wie die Herz-Jesu Kirche gerne von den Neumühler genannt wird, insgesamt 90 Einzelplätze zur Verfügung. Familien können aber zusammensitzen. Der „Dom“ hat eigentlich 600 Sitzplätze zur Verfügung. Die Tauffeier und den Dankgottesdienste werden wir aber mit allen Kinder ohne Eltern feiern. Uns liegen besonders in meinem Kinderhilfswerk „KiPa-cah-4-kids“ die Kinder am Herzen.

Pater Tobias hat 18.300 Euro für seinen 100km-Ultramarathon, den er von Duisburg nach Münster alleine und virtuell gelaufen ist, durch viele Spender und Sponsoren gespendet bekommen.

Davon werden wir Schwimmkurse für Kinder finanzieren. Wir kooperieren mit zahlreichen Schwimmvereinen in Duisburg und Oberhausen und ermöglichen so, dass Kinder schwimmen lernen. Leider sind auch in diesem Sommer wieder Kinder ertrunken, weil sie nicht schwimmen konnten,

so der Pater.

Seit 14 Jahren läuft der Marathon-Pater für sozial schwächer aufgestellte Menschen in Duisburg und unterstützt die Menschen, besonders hier die Duisburger Kinder, die in Not sind.

Unter anderem werden auch Reitherapien, Sportvereine, Ferienfreizeiten und die Kinderlernküche in Neumühl vom Kinderhilfswerk unterstützt. Seit Beginn seiner Marathon-Karriere lief der Marathon-Pater über 59.000 km weltweit, also einmal und die Erde und davon über 5000 km bei Wettkämpfen.

Seit Januar sind es jetzt schon 16 Marathonläufe, davon zwei Ultramarathonläufe über 46 km und 100km, die er erfolgreich gefinisht hat.

Ich schätze, dass ich bisher weit über 850.000 Euro in den letzten 14 Jahren für arme Menschen gesammelt bzw erlaufen habe. Viele Menschen sind in Not geraten, gerade jetzt durch die Corona-Zeit werden viele Menschen arbeitslos. Meine zwei Sozialarbeiterinnen und ich motivieren die Menschen, dass sie wieder in die Arbeit kommen, sich bewerben und somit ihr Leben wieder selber in die Hand nehmen und unabhängig vom Jobcenter werden. 16 Stunden Seelsorge gehen da schon jeden Tag drauf, davon sind 1-2 Stunden aber auch Lauftraining, wo ich auch ein Diktiergerät dabei habe und meine Predigt aufzeichne,

so Pater Tobias, der mit seinem Team jeden Tag für die bedürftigen Menschen erreichbar ist.

Pater Tobias: Seelsorge und extremer Laufsport; Foto: Projekt LebensWert / Daniel Elke

Pater Tobias: Seelsorge und extremer Laufsport; Foto: Projekt LebensWert / Daniel Elke

Insgesamt beschäftigt der Pater 18 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in seinem Unternehmen, davon vier Auszubildende, die sich überwiegend durch Spenden und vier Mitarbeiter durch Fördermaßnahmen finanzieren.

Einzige Einnahmequelle ist das syrisch deutsche Restaurant Sham, welches jetzt – bedingt durch die Coronakrise – weniger Gäste als früher verzeichnet.

So langsam kommen unsere Gäste wieder, oder sie bestellen bei uns syrisches Büffet für zu Hause. Das hilft uns zur Zeit nicht in Kurzarbeit zu geben. Und wir freuen uns immer wieder über die sehr gute Gästebewertungen in den Netzwerken. Das Sozialcafe wird zur Zeit sehr gut besucht. Viele Gäste erhalten hier ein Mittagessen zu kleinen Preisen oder mit einem entsprechenden Ausweis auch kostenlos. Den Ausweis stellen unsere Sozialarbeiter aus, damit wir prüfen können, ob der Mensch wirklich bedürftig ist. Der Ausweis wird dann einmal dem Service vorgelegt und er kann kostenlos das Mittagessen oder den Kaffee einnehmen. Wir haben Gott sei Dank hier im Cafe Gäste, die die normalen Preise bezahlen und dann noch einen Aufgeschobenen mitfinanzieren. Das heißt der Gast zahlt seinen Kaffee und der zweite Kaffee ist der Aufgeschobene, den er auch mitbezahlt, aber der ist dann für einen bedürftigen Menschen bestimmt. So ist es auch mit dem Mittagessen. Der Gast zahlt ein Mittagessen, welches es selber zu sich nimmt und das zweite Mittagessen ist für den bedürftigen Gast. Somit können auch arme und bedürftige Menschen in unserem Restaurant sozusagen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Niemand sieht es dem bedürftigen Menschen an, wenn er in unserem Restaurant seinen Kaffee trinkt oder sein Mittagessen einnimmt. Und wir halten streng die Hygienevorschriften ein. Zwei Außenterrassen, wo 40 Personen mit dem Mindestabstand von 1,50 m, speisen können, hilft uns bei dem guten Wetter,

so Pater Tobias, der in seiner Gemeinde Herz-Jesu in Duisburg-Neumühl, als Seelsorger 5000 Katholiken betreut. Vor wenigen Wochen hat Pater Tobias noch vier Stellen für Langzeitarbeitslose in seinem Projekt LebensWert eingerichtet.

Laufen für soziale Projekte. Im Hintergrund: Der Schmidthorster Dom; Foto: Projekt LebensWert / Daniel Elke


Wer das Projekt LebensWert unterstützen möchte kann das gerne unter der Internetseite www.pater-tobias.de oder direkt über eine Überweisung auf das Spendenkonto DE34360602950010766036 machen.

Spendenquittungen werden ausgestellt. Bitte die Adresse angeben.

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