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Ein Hoch auf Zeitgenossen wie Frank Zander & Co.

Frank Zander. Quelle: Wikipedia, Foto: Udo Grimberg, Lizenz: CC BY-SA 3.0 de

Es sind komplizierte Zeiten, wie wir jeden Tag auf das Neue feststellen müssen. Viele Zeitgenossen meckern und fordern den lieben langen Tag lang. Sicherlich nicht immer völlig zu unrecht. Trotzdem tut es einfach auch einmal gut zu sehen, dass es noch immer Leute gibt, die lieber selber aktiv werden, aktiv etwas verbessern, anderen helfen wollen und nicht übermäßig viel darüber sprechen.

In diese Kategorie gehört mit Sicherheit auch der Sänger Frank Zander. Wie in den Jahren zuvor organisiert er auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit Freunden und seiner Familie eine Weihnachtsfeier für ca. 3000 Obdachlose und Bedürftige.

Es sind Aktionen wie diese, die in so unruhigen Zeiten gar nicht hoch genug bewertet und eingeschätzt werden können, weil sie ein Zeichen der Solidarität und der Hoffnung sind. Toll, wenn jemand etwas auf die Beine stellt, was Anderen hilft, denen es zurzeit nicht so gut geht.

Auch im Jahre 2019 gibt es im Hotel Estrel Berlin in Kürze das traditionelle Gänseessen, Live-Musik und Sachspenden in Form von warmen Kleidern, Schlafsäcken, Getränken und anderen nützlichen Dingen.

Sicherlich, solche Aktionen gibt es auf kleinerem Level auch anderswo, auch hier bei uns im Ruhrgebiet, doch Frank Zander sprengt mit seiner Veranstaltung den hierbei üblichen Rahmen.

Am 20. Dezember werden in Berlin etwa 3000 Gänsekeulen, 6500 Knödel, 850 Kilo Rotkohl und 250 Liter Soße serviert.

Das Ganze fing ursprünglich vergleichsweise klein an. Im Jahre 1995 veranstaltete Zander mit seiner Familie für 300 Obdachlose einen schönen Abend im Schloss Diedersdorf. Das erste Weihnachtsessen wurde ein solcher Erfolg, dass der Organisator seitdem nicht mehr auf das alljährliche Gänseessen mit seinen Gästen verzichten mochte.

Von Jahr zu Jahr wurden es mehr Teilnehmer. Im Jahre 2003 waren es bereits 1.400 Obdachlose, die in das Estrel Hotel kamen und gemeinsam mit Freunden einen netten Abend verbrachten. Inzwischen sind es rund 3.000.

Es tut einfach gut zu sehen, dass es ein solches Engagement von Privatleuten noch gibt. Leute, die nicht so viel über Probleme der Gegenwart reden und darüber schimpfen was alles nicht stimmt mit dieser Gesellschaft, die stattdessen einfach handeln.

Dank und Anerkennung für sie kann es gar nicht genug geben, was ein Grund dafür war die Aktion hier und heute auch bei uns einmal in ein positives Licht zu setzen.

Es ist einfach vorbildlich, wenn sich Mitbürger, ob sie prominent sind wie Musiker Zander (oder Fußballprofi Neven Subotic) oder auch gar nicht, dafür einsetzen die Welt im Ganzen ein Stück weit besser zu machen.

Für mich ist das zugleich ein Stück weit Rückbesinnung auf den wahren Geist des Weihnachtsfestes, den man ansonsten im Jahre 2019 weitestgehend vermisst….

 

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