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„Ein Prozess der Entjudung“ mit Café Palestine

Palästina-Solidarität treibt oft reaktionäre Blüten

Palästina-Solidarität treibt oft reaktionäre Blüten

„Der (…) Staat Israel als das Krebsgeschwür im Zentrum der internationalen Politik (…) und ich glaube dass ohne eine Heilung dieses Krebsgeschwür uns alle auslöschen wird.“

„Wir müssen zu einem Prozess der Entjudung führen“

„Zionismus ist der Vorläufer des Nazismus“

„Die Nazis haben Rassismus und Expansionismus (…) von den Zionisten gelernt“

„In kategorischen Begriffen ist Israel viel schlimmer als Nazideutschland“

Wo wurden diese Sätze gesagt? Nicht etwa beim Veteranentreffen der Waffen-SS, nicht bei der NPD und auch nicht im iranischen Außenministerium. Sondern bei Veranstaltungen des bzw. mit „Café Palestine Freiburg“. Dieses Café hat dem Journalisten David Harnasch vor kurzem mit rechtlichen Schritten gedroht – in einem Artikel auf der Achse des Guten hatte er recht treffend vom „Café Judenhass“ geschrieben.

Auf der Website des Cafés, das wie oben beschrieben mit einseitigem Antisemitismus, ja sogar (Neo-)Nazivergleichen hantiert, wehrt man sich gegen die Bezeichnung:

„Einseitigkeits- und Antisemitismus-Vorwürfe, ja sogar (Neo-)Nazi-Vergleiche muss man sich gefallen lassen, wenn man die kriminelle Vergangenheit und die kriminelle Gegenwart des Staates Israel und seiner VertreterInnen kritisiert.“

Man habe bereits einen Anwalt konsultiert, der bis zum heutigen 10. Juli eine unterschriebene Unterlassungserklärung von der Achse des Guten zurückbekommen haben möchte. David Harnasch bleibt gelassen. In einer Stellungnahme auf Facebook schreibt der Freiburger:

„So vollständig ignoriert wie diese Aufforderung zur Unterlassungserklärung habe ich zuletzt einen Brief der GEZ vor ca. 10 Jahren. Ich hoffe inständig, dass die Caféwirte wirklich prozessieren!“

Die oben aufgeführten Zitate stammen von Veranstaltungen des bzw. mit dem Café Palestine, wie im folgenden Video dokumentiert ist:

RuhrBarone-Logo

13 Kommentare zu “„Ein Prozess der Entjudung“ mit Café Palestine

  • #1
    Benjamin

    Ha, ha, ha, schon klar. „Die Nazis haben Rassismus und Expansionismus (…) von den Zionisten gelernt“ und dann haben sie versucht die Juden umzubringen, um das Copyright zu erben oder was?

  • #2
    peter

    Wenn Martin das Video auf irgendeiner Facebookseite findet, kann er ja wenigstens die Quelle angeben. Macht man so, selbst bei Twitter.

  • #3
  • #4
    Jochen Hoff

    Damit du nicht erst lange suchen musst.

    http://duckhome.de/tb/archives/11096-Die-Ruhrbarone-und-die-unterschiedliche-Behandlung-von-PIssrinnen.html

  • #5
    Martin Niewendick Beitragsautor

    Jochen, wie gut du recherchierst, sieht man daran, dass dir erst nicht auffiel, dass der „PIssrinnen“-Artikel von mir ist. Da kann man eigentlich schon aufhören zu lesen. Eins noch: Nicht ich habe deinen comment hier entfernt.

  • #6
    Klaus

    Man sieht es auch, wenn man sich auf dem verlinkten Artikel die Behauptungen über Broder anschaut und sich dann mal Broder selbst anhört, wie es sich zum Thema PI äußerst: http://www.youtube.com/watch?v=XYG7RL9DBB8 (2:58 bis 3:17). Das hat schon verschwörungstheoretische Züge.

  • #7
  • #8
    Jochen Hoff

    Och isch stehe zu meinen Fehlern. Ich war mir halt sicher, dass der Artikel von Stefan kommt. Aber die Freundschaft von Broder mit PI kann er nicht leugnen ich habe die Fotos von zumindest einem offiziellen Treffen und kann das Zusammenspiel zwischen Kewil und Broder auch leicht nachweisen. Es geht ja schon lange so.

  • #9
    Jürgen Bauer

    Diese Aussagen wenn sie so gefallen sind, sind unterirdisch und dumm und ich bin solidarisch mit den Palästinensern. Die Radikalen beider Seiten sind nicht Lösung sonder das Problem, zumindest ein Teil des Problems neben Israels (Land-)Machtanspruch. Terroranschläge werden zu NICHTS führen ausser zu Elend, wie das aufeinander schießen der Palästinenser. Und das hat nichts mit weichspülen oder gebt euch die Hände und singt Kumbaya zu tun.

    Aber jedes Grübchen hat ja auch seinen Machtanspruch und Eigeninteresse.

  • #10
    M.

    Also,

    mir fehlt hier irgendwie der Inhalt. Die Kritik an den Freiburger Antisemiten ist gut und richtig. Was neues sagt uns der Artikel aber auch nicht. Das wäre doch eher ein Hinweis für den Ruhrpilot in der Kategorie Umland gewesen.

    Allgemein arbeitet sich der liebe Martin oft an Dingen ab, die schon seit Jahren bekannt sind, zu denen er nichts spannendes, aktuelles zu sagen hat. Für einen Facebook-Account oder Twitter mag das reichen, die Ruhrbarone macht es aber auf Dauer leider nur langweillig.

  • #11
    Martin Niewendick Beitragsautor

    M., Die Neuigkeit besteht darin, dass das Café rechtliche Schritte gegen David Harnasch eingeleitet hat. Und jetzt zeig mir mal, wo das schon „seit Jahren“ bekannt ist – oder welches Medium die Nachricht zuerst hatte. Lg

  • #12
    M.

    @Martin:
    Also, ich habs gestern bei der „Achse des Guten“ gelesen, wie du scheinbar auch.
    Und sorry, einige aneinandergereihte Zitate sind aus meiner Sicht kein Artikel. Wie gesagt, der Artikel von der Achse wäre schön für den Ruhrpilot gewesen.

    Wie wärs denn mit einem Interview mit David Harnasch gewesen, dass wäre möglicherweise spannend, und hätte einen eigenen Nachrichtenwert.

  • #13
    Martin Niewendick Beitragsautor

    M., (bislang) 150 Likes, 12 Comments und mehrere Verlinkungen sprechen ne andere Sprache – as i said, hauptthema sind nicht die zitate, sondern die Neuigkeit der rechtlichen Schritte. Macht aber nix, du findest sicher andere Blogs, die deinen Ansprüchen genügen 🙂

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