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Erschreckend wenig Verständnis bei einigen BVB-‚Fans‘ für die Leistung gegen Monaco

Foto: Robin Patzwaldt

Der BVB hat gegen AS Monaco das Viertelfinale in der UEFA Champions League glatt verloren. Eine Woche nach der 2:3-Heimpleite ging auch das Auswärtsspiel im Fürstentum gestern mit 1:3 verloren. Damit endete die Saison auf internationaler Ebene für die Dortmunder unter den besten acht Mannschaften Europas.

Die Leistungen der Schwarzgelben Kicker waren nicht ausreichend um den Gegner sportlich auszuschalten, um in das erträumte Halbfinale der Königsklasse vorzustoßen. Das ist sicherlich ärgerlich, aber in Anbetracht der Umstände durchaus erklärlich.

Wer schon wenige Tage bzw. Stunden nach einem Bombenanschlag, der das eigene Leben gefährdete, wieder seiner ‚Arbeit‘ nachgehen muss, der ist halt naturgemäß nicht wirklich frei im Kopf. Besonders dann nicht, wenn es sich um eine kreative, künstlerische Arbeit handelt.

Dem BVB wurde aber genau das abverlangt in den letzten Tagen. Und das gleich mehrfach. Dies scheinen einige Fans und Beobachter allerdings bei ihrer Bewertung der Geschehnisse völlig außeracht zu lassen, wenn man aktuell einmal so durch die entsprechenden Foren und Kommentarspalten im Netz stöbert.

Da wird mit extrem harten Worten der Kader und das Trainerteam kritisiert. Leistung, Einstellung und der gesamte Auftritt bitter kommentiert. Da fragt man sich ja schon, wie wenig Einfühlungsvermögen einige Zeitgenossen offenbar haben!?

Natürlich kann man über die gestrige Aufstellung von Thomas Tuchel wieder einmal trefflich diskutieren, meinetwegen auch streiten. Natürlich hat er damit auch nicht zum ersten Mal in dieser Saison offenkundig danebengelegen. Natürlich war die Leistung einiger Spieler nicht dem entsprechend was man sonst von ihnen erwartet,  ja eigentlich auch wohl erwarten kann.

Aber man hat ja schließlich gegen einen auch in absoluter Bestbesetzung und ohne psychische Vorbelastungen nur sehr schwer auszuschaltenden Gegner gespielt. Und aktuell hatte man hat eben auch noch immer die Erlebnisse aus der Vorwoche im Kopf bei den Schwarzgelben.

Trainer und Mannschaft gehen aktuell durch einen Prozess den vermutlich ohnehin nur nachvollziehen kann, wer so etwas schon einmal in ähnlicher Art und Weise selber miterlebt hat. Zurückhaltung wäre bei Kritik und Schelte also angesagt.

Erschreckend ist aktuell jedoch zu sehen, was sich manche selbsternannte ‚Fans‘ da aktuell anmaßen, mit welcher Frechheit und Arroganz sie auf Trainer und das ‚eigene‘ Team losgehen. Hat denen denn die Vorwoche nicht erst nachdrücklich gezeigt, dass es deutlich Wichtigeres im Leben gibt?

Muss man den Beteiligten da nicht auch mit etwas mehr Empathie entgegenkommen, ihnen einige Wochen, ja vielleicht auch Monate Zeit geben um wieder an ihren Leistungszenit zu kommen?

Wie kann man so arrogant und kaltherzig sein, einzelne Spieler in dieser Form und Schärfe kritisieren, wie man es aktuell hundertfach lesen kann… Man muss sich wirklich schämen für diese Leute.

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40 Kommentare zu “Erschreckend wenig Verständnis bei einigen BVB-‚Fans‘ für die Leistung gegen Monaco

  • #1
    Klaus Lohmann

    Bei allem Verständnis (und Unverständnis über die hohlen Verunglimpfungen Tuchels), aber die gestrige Leistung ist ein Spiegelbild der Saison und ein Nachweis, *warum* wir nur auf Platz 4 hinter SAPheim stehen. Diese Abwehrschwächen und Ballverluste im Aufbauspiel kennen wir doch zur Genüge aus der gesamten Saison. Monaco war in fast allen Belangen auch vor den beiden Spielen taktisch und "kreativ" besser eingestellt (innerhalb von 5 Jahren vom fast torlosen Ligue1-Absteiger zurück auf Platz 1 mit aktuell 90!!!! Toren – hallo? vorher nicht informiert?), das sollte man gerade jetzt eben nicht unter Watte und Wellness packen, wenn wir die letzten Spiele noch einigermaßen erfolgreich überstehen wollen.

    TT muss die Truppe speziell für Samstag endlich mal ganz allein und fokussiert am Gegner und nicht am eigenen Bauchgefühl der Spieler ausrichten, sonst geht noch mehr schief. Und für den Kopf kann das schon mal garnicht förderlich sein.

  • #2
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Wenn man aus meiner Sicht Tuchel etwas vorwerfen kann, Klaus, dann ist das sicherlich der wiederholte Einsatz von Spielern ohne ausreichende Matchpraxis in Pflichtspielen imLaufe dieser Saison, was eigentlich (fast) immer gründlich schief gegangen ist, wenn er mal wieder rotiert hat. Egal ob es Passlack, Merino, Durm, Burnic, Sahin usw. waren. Das mit dem Rotieren hat er (noch) nicht drauf mit dem Kader. Sich gerade heute aber über Fehlpässe bzw. schwache Auftritte von einzelnen Aktiven wie Durm, Ginter, Auba usw. gestern aufzuregen, und das auch noch äufig in beleidigender Art und Weise, das erscheint mir auch in Anbetracht der erneuten Schreckminuten vor dem Spiel einfach nur völlig daneben.

  • #3
    Lukas N.

    @Robin Patzwaldt
    Da kann ich Dir nur zustimmen, wobei man in Sachen "Fans" natürlich stark differenzieren muss und es gibt ja auch viele Fans, die den Beteiligten mit Empathie begegnen und wissen, dass das Team jetzt ganz besonders die Unterstützung der Fans braucht. Die Fans im Stadion und auf der "Süd" wissen das ohnehin und handeln auch danach, geben dem Team Rückhalt.

    Team und Trainer kann man seit diesem feigen und schockierenden Anschlag nicht mit den üblichen Maßstäben beurteilen und da jetzt übermäßig mit Kritik draufzuhauen verbietet sich.
    Jeder sollte sich mal vorstellen, man wäre selbst im Bus gesessen, hätte den Anschlag direkt miterlebt, hätte auch gesehen, wie ein Kollege dabei verletzt wird, hätte in den Tagen danach erfahren, dass alles viel schlimmer hätte ausgehen können, hätten die Explosionen auch nur 1 Sekunde früher gezündet.
    Sportdirektor Zorc sagte ja auch, dass man mit Experten (Psychologen usw.) zusammenarbeite und es zumindest Wochen dauern werde, alles einigermaßen verarbeiten zu können.
    Zudem ist der Täter / sind die Täter nach wie vor nicht gefasst und ist das Motiv für die Tat unklar. Auch das ist eine Belastung für alle Beteiligten und es ist zu hoffen, dass bald Ermittlungserfolge präsentiert werden können.

    Berücksichtigt man alles, war es eine fast unmenschliche Aufgabe, nur einen Tag nach dem Anschlag ein CL-Viertelfinale bestreiten zu müssen. Nach allem, was mittlerweile bekannt ist, kämpften die Bosse des BVB wohl darum, eine Verlegung zu erreichen, evtl. die anstehenden Pokalspiele zu verschieben und statt dessen dann CL zu spielen, aber dem stimmte Monaco nicht zu, wollte auch den Vorteil nicht aufgeben, zunächst auswärts antreten zu können. Der BVB konnte nicht alleine bestimmen, war auf eine Einigung mit der UEFA, die ja den Wettbewerb ausrichtet und mit Monaco angewiesen. Außerdem sind die nächsten Wochen bereits im 3 Tages-Rhythmus komplett verplant.
    Dem BVB blieb also nur noch die Möglichkeit am nächsten Abend zu spielen oder das Spiel mit 3 : 0 wegen nicht antretens verloren zu geben oder sich komplett aus dem laufenden Wettbewerb zurückzuziehen. Letzteres wurde laut den Bossen auch erwogen, aber dann wieder verworfen, weil das ein Sieg der Täter bedeutet und vor allem die Mannschaft noch härter getroffenen hätte, weil sie dann keine Möglichkeit mehr gehabt hätte, das doch noch sportlich zu regeln. Das wäre sicherlich nochmals ein Tiefschlag für das Team gewesen.

    Gegner im Viertelfinale der CL kann man nur besiegen, wenn das eigene Team in bester mentaler und körperlicher Verfassung ist und sich die Leistungsträger in Form befinden. Es war klar, dass die Spiele gegen Monaco, den Tabellenführer der französichen Liga, Spiele auf Augenhöhe sein würden, mit leichten Vorteilen für den BVB. Dabei setzte man auf die Heimstärke des BVB und die große Kulisse im Westfalenstadion. Unter normalen Umständen hätte der BVB vermutlich gut vorlegen und dann das Viertelfinale überstehen können.
    Aber daraus wurde nichts, weil das Team im Heimspiel in einem traumatisierten Zustand antreten musste und dass man trotzdem nur knapp unterlegen ist, leider auch wegen einer nicht erkannten Abseitsstellung Monacos, muss man der Mannschaft hoch anrechnen.
    Aber die Niederlage war eine Hypothek für das Rückspiel, zumal der BVB diese Saison auswärts nicht so überzeugen kann wie im heimischen Stadion. Man hätte schnell mit 1 : 0 oder noch besser 2 : 0 in Führung gehen müssen, um eine realistische Chance zu haben, aber dann lief alles sehr unglücklich und Monaco ging mit 2 : 0 in Führung.
    Zu allem Übel hielt die Polizei Monacos den BVB-Bus, in dem sich die Spieler bereits befunden haben, vor dem Spiel eine halbe Stunde lang ohne genaue Begründung auf, nicht gut für das ohnehin strapazierte Nervenkostüm.

    Ich stelle immer mal wieder fest, sowohl was Medienberichte als auch Gespräche mit anderen Fans angeht, dass schnell ausgeblendet wird, dass doch auch Trainer Tuchel im Bus gesessen hat, offenbar an der hauptbetroffenen Seite. Auch Tuchel muss das ganze zusammen mit seiner Familie verarbeiten, soll aber gleichzeitig weiter den Karren ziehen, vorangehen, die Mannschaft aufrichten und sie durch schwierige Wochen führen. Hoffentlich überschätzt er seine Kraft da nicht.
    Jedenfalls konnte Tuchel in den Tagen unmittelbar nach dem Anschlag überzeugen, stellte einen engen Schulterschluss mit den Spielern her, zeigte Verständnis und schilderte die Gefühlslage öffentlich auch ungeschminkt.

    Tuchel hat sich im Vorfeld der Partie in Monaco sicherlich wieder viele Gedanken gemacht und nach Lösungen gesucht, wie man einerseits offensiv den notwendigen Druck entfachen kann und gleichzeitig defensiv stabil steht.
    Man kann jetzt z. B. darüber streiten, ob es richtig war Durm nach überstandener Verletzung zu bringen. Andererseits überzeugte Durm vor seiner Verletzung auf der rechten Seite und machte laut Tuchel auf ihn im Training jetzt wieder einen guten Eindruck. Klar kann man auch fragen, warum Tuchel Dembélé nicht gleich von Beginn an brachte. Andererseits ist Dembélé bei aller Genialität und Offensivstärke, die er in so jungen Jahren bereits hat, auch immer wieder für den einen oder anderen Ballverlust und für mangelndes Defensivverhalten gut.
    Im Übrigen basierten die Gegentore auch auf individuellen Fehlern, die man kaum dem Trainer anlasten kann, die eher auf die nicht optimale mentale Verfassung einiger Spieler zurückzuführen sind.
    Wäre der BVB schnell in Führung gegangen, was möglich war und hätte es noch geschafft, wäre alles richtig gewesen. Falsch und richtig liegen oftmals nahe beieinander.

    Im Endeffekt haben der Täter / die Täter dann doch zumindest erreicht, dass der BVB nicht in Normalverfassung oder gar Optimalverfassung die CL-Viertelfinalspiele bestreiten konnte. Das ist bitter, weil man weiß, dass ohne den Anschlag deutlich mehr drin gewesen wäre.

    Ich habe schon kürzlich mal geschrieben, dass man jetzt von der Mannschaft in den nächsten Wochen nicht die optimale Leistung erwarten kann und darf, dass man ständig auch mit Tiefs und evtl. wechselhaften Leistungen rechnen muss. Und so ist es auch.
    Es verbietet sich, die Mansnchaft und den Trainer bis zum Ende dieser Saison mit den üblichen Maßstäben zu messen oder stark zu kritisieren. Das wäre angesichts der Ausnahmesituation in der sich alle Betroffenen befinden, auch unfair.
    Zum Glück hat man wenigstens Platz 4 in der Tabelle praktisch sicher, hätte damit schon über die Quali die Chance, auch kommende Saison CL zu spielen. Aber vielleicht gelingt ja noch der Sprung auf Platz 3. Zwingend erwarten sollte man das jetzt aber nicht mehr.
    Und dann wartet ja noch das große Pokal-Halbfinale in München auf das Team. Ich drücke die Daumen, dass trotz aller unglücklichen Umstände, vielleicht doch irgendwie der Einzug in das Pokalfinale gelingt. Das wäre ein schöner Trost für das Team und das hätten sich Mannschaft und Trainer, nach allem, was sie mitmachen mussten, auch verdient. Sollte es nicht klappen, könnte man dem Team auch keinen Vorwurf machen, denn gegen den FCB und dazu noch in München kann man ausscheiden, selbst wenn der FCB ersatzgeschwächt sein sollte.

    Ich hoffe vor allem, dass bis Saisonende und überhaupt in Zukunft nichts mehr passiert und dass man den Täter / die Täter sowie das Motiv der Tat möglichst bald ermitteln kann.

  • #4
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Lukas: "Ich hoffe vor allem, dass bis Saisonende und überhaupt in Zukunft nichts mehr passiert und dass man den Täter / die Täter sowie das Motiv der Tat möglichst bald ermitteln kann."

    Das ist überhaupt ein Punkt, der bisher kaum beachtet wird. Der/Die Täter laufen ja noch immer frei rum. Jeder Betroffene beim BVB muss also aktuell mit weiteren Aktionen gegen das Team rechnen. Muss eine grundsätzlich fürchterliche Situation sein, besonders wenn man regelmässig mit so vielen Fremden im Alltag zu tun hat wie so ein Profisportler. Man hat sicherlich den Drang sich so lange zurückzuziehen, kann es aber nicht. Jeden Tag zig Autogramme und Selfies an Leute zu geben die einem auch Übles wollen könnten. Die Angst wird garantiert da sein, wird bisher aber aus der Diskussion herausgelassen, soweit ich das bisher mitbekommen habe.

  • #5
    Klaus Lohmann

    Robin, es ist tatsächlich äußerst erschreckend, dass Polizei und Staatsanwaltschaft in Dortmund noch nicht einen Millimeter bei den Ermittlungen zur Tat weitergekommen sind:
    http://www.waz.de/staedte/dortmund/bvb-anschlag-das-ist-der-stand-der-ermittlungen-id210301051.html

    *Das* wäre mir ausreichend Erklärung, um den Spielern natürlich Angst bei jedem öffentlichen Auftritt vor evt. neuen Anschlägen zu bescheinigen. Aber *dann* wäre es natürlich auch an der Zeit, den öffentlichen Druck auf die Behörden u.A. seitens des Vereins, der Spielervertreter, des DFB, der Fanverbände und speziell der Medien richtig hochzufahren, damit die Täter dingfest gemacht werden. Bislang lese, sehe und höre ich eigentlich nichts davon, außer o.g. schlappen, fruchtlosen "Wasserständen".

  • #6
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Die berichtenden Sportmedien möchten sich offenkundig lieber rasch wieder dem reinen Sportgeschehen widmen, so wie man das ja auch mit den damals aufkommenden Wettskandalen gemacht hat, die auch nur minimalst im Dopa oder Sky90 thematisiert wurden. Auch der FIFA- und der DFB-Skandal rund um die WM 2006 waren dort ja nur kurzzeitige Aufreger. Auch da scheint zu viel Kritik am System verpönt zu sein. Wäre auch schon wieder ein eigenes Thema….

  • #7
    Davbub

    Egal, wo der BVB am Ende der Saison steht: Jedem Spieler, der z.Zt. den Platz betritt und ohne Schreikrampf, ohne Atemnot und nach einem halbwegs vernünftigen Spiel wieder verläßt, gebührt Respekt. Während sich normale Arbeitnehmer wg. obskurer psychischer Befindlichkeiten wochenlang krank schreiben lassen und zu jedem Schnupfen eine zweite Meinung eingeholt werden muß, sollen Profi-Fußballer nur eine Woche nach einem Anschlag auf Leib & Leben wieder einhundertprozentige Leistung erbringen. Max & Sabine Mustermann nutzen jedes Wehwehchen zur Verlängerung des Wochenendes, um auf dem Sofa sitzend von den Spielern unmenschliches zu verlangen.
    Wäre der BVB-Bus der einer Schulklasse oder – noch schlimmer – voller Bergbau-Frührentner gewesen, hätten sich die Notfall-Seelsorger aus dem gesamten Bundesgebiet unter Mißachtung aller Verkehrsregeln auf den Weg gemacht, um die armen Häschen zu überversorgen und ihnen das Opfersein einzuimpfen. Der Busunternehmer, der Fahrer sowie jeder irgendwie mit dem Geschehen in Verbindung stehende wäre nicht mehr sicher vor Schadensersatzklagen -am besten in den USA-, und am Ort des Geschehens würde ein Ruhrgebietskünstler (sic!) eine Stele aus Kruppstahl gestalten…
    Für Fußballer gelten offenbar andere Regeln (insgeheim wohl mit den Gehältern und dem "glanzvollen" Leben begründet). Aber so ist das, wenn eine Sportart zum Opium fürs Volk wird: The show must go on.

  • #8
    Walter Stach

    Ich habe großes Verständnis,
    wenn
    a.)
    Fans des BVB primär nicht wegen des Ergebnisses, sondern wegen der Leistung der Mannschaft in Monaco enttäuscht sind -ich gehöre auch zu denen-
    wenn
    b)
    in Folge dieser Enttäuschung Fans die Aufstellung/die Einwechselung und die Taktik des Trainers sowie die Leistung einzelner Spieler kritisch hinterfragen -ich gehöre auch zu denen-.

    Ich habe nicht das geringste Verständnis,
    wenn
    a.)
    einige Fans dabei die "Fakten-lage" absolut ausblenden, dh. vor allem nicht bedenken können oder nicht bedenken wollen, daß der derzeitige Spielerkader über die gesamten Spielzeit 2o16/2o17 bewiesen hat, daß er nicht über die Qualität verfügt, um als Deutscher Meister in Betracht zu kommen ,sondern dass selbst Platz 3 fraglich und Platz 4 -wahrscheinlich- das Beste ist, was die Mannschaft erreichen konnte -womit ich persönlich zufrieden wäre;,
    wenn
    c.)
    einige Fans nicht fähig zu sein scheinen, aufgrund des aktuellen Kaders das Erreichen des Viertelfinales in der Champ.lig als großen Erfolg für den BVB zu registrieren, also auch zu akzeptieren, daß das Nichterreichen des Halbfinales in keiner Weise eine fußballerische Schmach ist oder für das internationale Image des BVB -und damit für seine Werbequellen- schädlich ist
    -ich war und ich bin mit dem Erreichen des Viertelfnales der Champ -lig. sehr zufrieden-;
    und
    wenn
    b.)
    bei der z.T. heftigen Kritik an Tuchel und an der Mannschaft -abgeschwächter als gegenüber Tuchel?- der Anschein entsteht, daß für einige Fans der Terroranschlag auf Spieler und Trainer und dessen Folge-Wirkungen auf die Spieler und Trainer nicht relevant sind, wenn sich diese Fans kritisch mit dem Spiel des BVB in Monaco auseinandersetzen.

    Ich habe den Eindruck, daß diese meine Meinung der des größten Teiles der BVB-Fans entspricht.

    Also..
    weiter geht es :

    1.
    Hoffentlich schafft der BVB den 4.Platz.
    2.
    Hoffentlich gibt es im Pokalspiel beim FCB kein Debakel, denn ein solches erscheint mir nicht gänzlich ausgeschlossen, wenn man die Leistung des FCB gegen Real mit der des BVB in Monaco vergleicht.
    3.
    Hoffentlich schaffen es Spieler und Trainer , ohne mit langfristigen psychischen und/oder physische Schäden leben zu müssen, mit dem Terrorakt bzw. mit seinen Folge-Wirkungen "fertig zu werden.

    Was ich mir mit Blick auf die Spielzeit 2017/2o18 wünsche, sind -völlig unabhängig vom Spiel in Monaco

    a.)
    eine Stabilisierung des Kaders, z.B. durch den einen oder den anderen neuen Spieler, der aufgrund seiner Erfahrungen in Spitzenteams mithelfen kann, in dem extrem jungen Kader für Stabilität zu sorgen und
    b.)
    daß es Tuchel gelingt -z.B. -sh.a.)- unter Mithilfe erfahrener Spieler- für mehr Spieldisziplin der jungen Spieler zu sorgen -was u.a. höchste Konzentration übe 9o Minuten und das unbedingte Einhalten der taktischen Anweisungen des Trainers voraussetzt; denn daran , so schien es mir über die gesamte Saison, mangelt es bei hochveranlagten jungen Spitzenfußballern des BVB, was allerdings nicht verwundern darf, den Spieldisziplin, höchste Konzentration über 9o Minuten, das unbedingte Festhalten an den Vorgaben des Trainers bedürfen nicht nur, aber auch der Erfahrung.
    -Ich "behaupte ‚mal", daß Leipzig und Hoffenheim vor dem BVB rangieren, weil beide Mannschaften über 9o Minuten ein Höchstmaß an Spieldisziplin erkennen lassen einhergehend mit höchster Konzentration im Spiel über die gesamte Spielzeit und eine absolute Einhaltung der taktischen Anweisungen der Trainer.

    Zusammengefaßt:
    "Wir " BVB-Fans sollten die "Kirche im Dorf lassen", dh. , "wir " sollten von dem akuten Kader nicht mehr erwarten als er zu leisten vermag, "wir " sollten von Tuchel keine Wundertaten erwarten , wir sollten uns "auf dieser Basis" weiterhin freuen , ärgern, aber auch loben und meckern dürfen und vor allem sollten wir uns stets bewußt sein, daß Leben und Gesundheit der Menschen für jedermann immer gewichtigere Güter sind und zu sein haben als Erfolg oder Mißerfolge einer Fußballmannschaft und das mit Blick auf Spieler und Trainer angesichts des Terroraktes auf sie nie auszublenden versuchen, wenn wir über sie, über ihre Leistungen nachdenken und diese -verständlicherweise- kritisieren.

  • #9
    Dahlia

    Fußball wird hier auf das Arbeitsleistungsding runtergeschraubt. Spieler sind Arbeiter. Hä?
    Es zeigt wie dumm und ungebildet Fans und Fifa Fiffies und diverse Sponsoren sind.
    Dumm.
    Jeder andere weiß, dass traumatische Erlebnisse und Ängste (freirumlaufende Irre!) hemmen und bearbeitet werden müssen über ausreichend lange zeiträume!

  • #10
    Lukas N.

    Eben lese ich im Internet, dass der Anschlag auf den Teambus von Borussia Dortmund offenbar vor der Aufklärung steht. Nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) ist ein Tatverdächtiger gefasst worden. Sergej W., ein 28-jähriger, der einen russischen und eine deutschen Pass hat, hatte offenbar finanzielle Motive.
    Er steht unter Verdacht, die Explosionen herbeigeführt zu haben, bei welcher am 11. April der Spieler Marc Bartra sowie ein Polizist in Dortmund verletzt wurden. Das schreibt die Bundesanwaltschaft in einer Presseinformation.

    Nach dem Mann war demnach bereits seit dem 13. April mit Haftbefehl gesucht worden. Jetzt konnte ihn die Polizei offenbar auf dem Weg zur Arbeit in Rottenburg am Neckar festnehmen. Hunderte Beamte von GSG9, BKA, Landespolizei sowie Staatsanwaltschaft sind im Einsatz. Zudem finden mehrere Hausdurchsuchungen statt.

    Laut Bundesanwaltschaft hat der Deutsch-Russe 15.000 Optionsscheine (Put-Optionen) im Wert von mehreren zehntausend Euro erworben. Hätte der Anschlag zu einem Kursrutsch bei den BVB-Aktien geführt, hätte Sergej W. auf diese Weise mehrere Millionen Euro verdienen können. Tatsächlich gab die Aktie des Bundesligisten nach dem Attentat aber nur geringfügig nach. Zur Finanzierung des Geschäfts hatte der Verdächtige sogar einen Privatkredit aufgenommen.

    Das ist doch der Hammer!

    Ich bin froh, dass der Anschlag offenbar vor der Aufklärung steht und dass es sich nicht um einen Terroranschlag, sondern offenbar um einen Einzeltäter in Finanznot handelt, der auf diesen kranken Gedanken kam. Er kommt auch nicht aus Dortmund oder dem Umfeld, auch nicht aus NRW, sondern wohnt am Neckar.
    Weder Terror, noch links- oder rechtsradikale Motive, noch gewaltbereite Fußballfans waren also für den Anschlag verantwortlich, sondern – wenn sich alles so bestätigt – ein Einzeltäter, der aus rein finanziellen Motiven handelte und das BVB-Team ins Visier nahm, weil er meinte, den Börsenkurs der Fußballgesellschaft beeinflussen und so selbst eine hohe Summe verdienen zu können. Unglaublich!

    Man sieht jetzt auch, dass es nie etwas bringt, über Täter und Motive zu spekulieren, so lange es dafür gar keine konkreten Anhaltspunkte gibt.

    So schlimm das alles für die traumatisierte Mannschaft ist, wenn sich Täter und Motiv so bestätigen, können Spieler, Trainer und der BVB generell aufatmen, denn der BVB befindet sich damit nicht im Fokus des Terrors oder irgendwelcher gewaltbereiter Gruppen. Das sollte die Verarbeitung erleichtern und sollte auch zur Beruhigung der Betroffenen beitragen, weil damit auch keine weitere Gefahr mehr besteht.

    Man ist wirklich fassungslos, welche Motive zu solchen Taten führen können und es ist sehr bitter, dass ausgerechnet der BVB das Pech hatte, Ziel eines solch kranken Täters zu werden, der aus dem Anschlag finanzielle Vorteile ziehen wollte.

  • #11
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Ja, Lukas. Bin auch gerade mit der Meldung aufgewacht. Da ist man erleichtert und erschüttert zugleich…

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/borussia-dortmund-ermittler-fassen-mutmasslichen-bvb-bomber-a-1143998.html

  • #12
    Ke

    Ja, die Meldung ist nur schwer zu glauben.
    So ein komplexer Plan und dann wird er vom Hotel ausgeführt? Auffällige Transaktionen etc. Die Entdeckungswahrscheinlichkeit liegt dann doch bei 100 Prozent.
    Spannend sind jetzt natürlich die Details über den zeitlichen Ablauf der Ermittlungen, an denen , wenn ich mich richtig erinnere über 100 Personen beteiligt waren.

    Zum eigentlichen Thema:
    Natürlich kann man nach einem solchen Ereignis keine Höchstleistung bringen. Sportveranstaltungen haben feste Termine. Fussballer haben das Glück, dass alle paar Tage ein neuer Wettbewerb da ist. Randsportartenkönner haben oft nur 1 Möglichkeit an Olympischen Spielen teilzunehmen. Oft hängt von dem Ereignis, bei dem alles passen muss, die wirtschaftliche Existenz ab.
    Arbeitnehmer müsse auch nach Schicksalsschlägen ran.
    Ja, auch jetzt geht es zurück in den Alltag mit den nächsten Wettbewerben. Das ist hart, aber machbar.

  • #13
    Klaus Lohmann

    Kinners, ist ja alles ganz nett, wenn man in Polizeikreisen endlich irgendwelche Ermittlungs-Ergebnisse sehen will, aber so richtig in sich schlüssig ist diese Story doch wohl nicht.

    Jemand, der einen erheblichen Aufwand zur Herstellung, Platzierung und Detonation der Bomben und zur Kaschierung der Tat betreibt und bei dem ja bislang von *allen* Seiten davon ausgegangen wurde, dass er schon aus logistischen Gründen kein Einzeltäter sein kann, soll also beim Platzieren der Put-Option derart dumm-naiv gehandelt haben, dass man ihm ohne viel Aufwand auf die Schliche kommt??? Klingt eher nach miesem RTL2-Dokudrama…

  • #14
    Davbub

    @12: "Arbeitnehmer müsse auch nach Schicksalsschlägen ran."
    Dann möchte ich an einige der Betroffenen und ihrer Angehörigen der Unglücke und Attentate der vergangenen Jahre erinnern, die bis heute nicht arbeitsfähig sind oder unter psychotherapeutischer Dauerbetreuung stehen.

  • #15
    Lukas N.

    @Klaus Lohmann zu #13
    Also über Deinen Kommentar kann man doch nur noch mit dem Kopf schütteln. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungsergebnisse offiziell bestätigt und die Spezialeinheit GSG 9 hat den Täter heute in Baden-Württemberg geschnappt. Es handelt sich um einen Deutsch-Russen aus Tübingen.
    Die Tat wurde offenbar mit einem langen Anlauf minutiös und sehr professionell gepalnt. Der Täter buchte sich mehrfach im Mannschaftshotel des BVB ein, immer im Obergeschoss, so dass er den Weg des Busses genau verfolgen und alles passend vorbereiten konnte.
    Die Sprengsätze wurden laut Bundesanwalrtschaft auch sehr professionell installiert und zum aus Tätersicht optimalen Zeitpunkt ferngezündet.
    Glück im Unglück hatten die Betroffenen, weil der Täter den mittleren Spregsatz und die darin befindlichen Metallspitzen etwas zu hoch ansetzte, so dass die Ladung weitgehend über den Bus geflogen ist, diesen nur vereinzelt treffen konnte.

    Das Motiv war Geldgier. Denn der Täter setzte am Tag des Anschlages – auch mit Hilfe von Finanzmitteln aus einem aufgenommenen Kredit – auf fallende Kurse der BVB-Aktie. Je größer der Schaden und je stärker die Kurse dann fallen, desto höher ist der Gewinn des Täters.
    Das ist natürlich total krank, was der Täter da an Gedankengängen und Tatmotiv entwickelte. Es ist ein Ausnahme- und Sonderfall ohne Beispiel. Bisher geht die Bundesanwaltschaft auch von einem Einzeltäter aus.

    Aufgeflogen ist der Täter wohl auch deshalb, weil der Online-Finanzdienstleister, über den der Täter das Geschäft abwickelte, stutzig wurde und das ganze als auffällig meldete. Die Ermittlungsbehörden haben insgesamt gut gearbeitet.

    Wie @Robin schon geschrieben hat, man ist jetzt erleichtert und erschüttert zugleich. Erleichtert deshalb, weil die Tat keinen terroristischen, links- ode rechtsradikalen und keinen Hooligan-Hintergrund hat und somit die Gefahr mit der Festnahme des Täters gebannt ist. Das sollte dann auch den Verarbeitungsprozess für die betroffenen Spieler und das Trainerteam erleichtern. Sie müssen jetzt auch nicht mehr grübeln, wer es war und warum diese feige Tat erfolgte, müssen auch nicht mehr wegen der zuvor nicht geklärten Lage und damit weiter bestehenden Gefahr zittern.

  • #16
    Ke

    #15:
    Nein, für einen hochprofessionelle Täter spricht die aktuell veröffentlichte Beschreibung insbesondere bzgl der leicht nachvollziehbaren Finanztransaktionen nicht.
    Mal sehen, was noch kommt und was bzgl der Ermittlungen herauskommt.

  • #17
    Lukas N.

    @Ke zu 16
    Da hast Du meinen Kommentar offenbar etwas missverstanden. Zunächst habe ich mich ja auf den Kommentar unter #13 bezogen, in dem @Klaus Lohmann zweifelnd davon spricht, dass das ganze eher nach einem RTL 2-Dokudrama klinge, also kaum glaubwürdig sei und man eben in Polizeikreisen irgendwelche Ermittlungsergebnisse sehen wollte.

    Es ist aber kein RTL2-Dokudrama, sondern leider die Realität, wie ja die Bundesanwaltschaft auch offiziell bestätigt hat und mittlerweile wurde gegen den Täter auch Haftbefehl erlassen, also ist die Beweislage erdrückend, besteht dringender Tatverdacht.

    Der Anschlag war sehr wohl über einen längeren Zeitraum professionell geplant und durchgeführt worden. Der Täter ist beruflich Elektroniker und konnte deshalb wohl die Sprengsätze selbst bauen und installieren sowie eine Fernzündung durchführen. Laut Ermittlungsbehörden erfolgte die Fernzündung auch zu dem aus Tätersicht optimalen Zeitpunkt. Zum Glück hatte er den mittlerern der drei Sprengsätze mit zusätzlich den Metallspitzen zu hoch platziert, so dass der Bus "nur" vereinzelt getroffen wurde.
    Der Täter hat die Spieltermine des BVB gecheckt, das Teamhotel herausgefunden und hatte sich mehrfach im Teamhotel eingebucht, verlangte ein Zimmer mit Straßensicht. Von dort aus konnte er die Wegstrecke des Busses einsehen.

    Den Anschlag selbst hat der Täter also von langer Hand professionell geplant und minutiös durchgeführt.
    Nicht im Detail überblickt hat der Täter dagegen die Sache mit den Verkaufsoptionen für die BVB-Aktie, auch Put-Option genannt, also sozusagen der Wette auf einen deutlich fallenden Kurs der Aktie in einem bestimten Zeitraum. Solche Spekulationsgeschäfte können auch Privatanleger durchführen, aber sie sind hochriskant und können leicht auch zu großen Verlusten führen.

    Allerdings wird der Handel mit solchen Optionsscheinen in Deutschland streng überwacht. An allen deutschen Börsen gibt es Handelsüberwachungstellen und die melden verdächtige Transaktionen und Kursbewegungen an die Bundesaufsicht. Zudem werden alle Handelsdaten aufgezeichnet und jeder Käufer muss auch über eine Kunden-ID verfügen, so dass die Aufsicht auch nachträglich jederzeit die Transaktion plus den Namen des Käufers ermitteln kann.
    Der Broker, über den der Täter die Optionsscheinkäufe abwickelte, meldete den Vorgang offenbar sogar direkt an die Kripo. Vor der Festnahme hat man den Täter offenbar tagelang überwacht, um weitere Erkenntnisse und evtl. auch Mittäter herausfinden zu können. Die Spur zum Täter hatte man also relativ schnell gefunden. Derzeit geht die Bundesanwaltschaft ja von einem Einzeltäter aus.
    Ja, ansonsten muss man abwarten, was bei den weiteren Ermittlungen und Befragungen des Täters noch zusätzlich herauskommt. Es sieht aber so aus, dass man zumindest das wesentliche jetzt weiß.

  • #18
    Klaus Lohmann

    @Ke: Da ja die beteiligten Behörden lt. IM de Maiziere weiter ermitteln und die BvB-Oberen ja selbst die Hoffnung geäußert haben, dass man jetzt auch wirklich einen Täter dingfest machen *könne*, bin ich selbst mal gespannt, was da noch so ans Tageslicht kommt, wenn alle Möglichkeitsformen der deutschen Sprache ausgeschöpft werden. Zumindest gibt es keine Indizien, die eine Verbindung zwischen dem Festgenommenen und dem verwendeten Sprengstoff belegen *könnten*. Man *müsste* jetzt nur noch den forensischen Beweis erbringen, dass alle Elektroniker auch versierte Bombenbauer sind…

  • #19
    Walter Stach

    Lukas N.,
    -10-
    "Das ist doch der Hammer"!
    Ja, empfinde ich auch so.

    Immer unterstellt , daß Zweifel bezüglch des Tatverdächtigten unbegründet sind und bleiben werden(sh.Klaus Lohmann -13-), merke ich spontan an:

    1.
    Wider alle Bekundungen : Kein Terrorakt !
    2.
    Ein sog. Gewaltverbrechen eines Einzelnen, dem das Motiv " Maßlose Gier nach "Gold, Geld , Reichtum" zugrunde zu liegen scheint.
    3.
    Motivation und Tat erinnern mich wieder einmal daran, daß es falsch ist-und bezogen auf den "Terrorakt " in DO " meinerseits falsch war, beim durchaus intensiven Nachdenken über denkbare Motive und folglich über mögliche Gewalttäter (Gewalttäter-Kreise) jeder Art nur die Motive " Liebe und Hass" zu bedenken und z.B. dem Motiv "Hass" nachgehend über dieserhalb denkbare Täter zu spekulieren, sondern daß eben auch das Motiv "maßlose Gier nach Gold/Geld/Reichtum" stets gleichermaßen zu bedenken ist.

    4.
    Mich freut es, daß die unmittelbar Betroffenen -Spieler/Trainer- sich dahingehend äußern, daß sie
    "erleichtert" sind über die "Ergreifung eines dringend Tatverdächtigen".
    Ich hoffe, daß sie -Trainer/Spieler- demnächst ‚mal die Gelegenheit finden, darüber nachdenken n, was " maßlose Gier nach Gold, Geld, Reichtum" zu bewirken vermag.

    5,
    Lukas N.,
    sh.1o-abschließend-:
    "Krank" würde ich weder den im konkreten Falle "dringend Tatverdächtigen" noch Gewalttäter generell nennen, denn Gewalttaten -einschließlich Mord- aus "Liebe, Hass oder maßloser Gier nach Gold, Geld, Reichtum" lassen sich m Regelfall nicht erklären mit " krank, krankhaft, krankheitsbedingt" bezogen auf den Täter", sonders sie gehören bekanntlich seit alters her zudem, womit die Menschheit zu leben hat, weil dem Wesen des Menschen zugehörig, und die weder durch zivilisatorische Fortschritte einer Gesellschaft noch durch Religionen und Ideologien "auszurotten" und die auch mittels staatlicher Gewalt weder präventiv noch repressiv gänzlich zu verhindern bzw. auszuschließen sind.
    Lukas N., das aber nur " nebenbei" durch mich angemerkt. Ansonsten stimme ich dem Inhalt Ihres kommentierenden Beitrages -10- zu.

    6.
    Im übrigen -sh.auch Ke -16-:
    Abwarten, was über den Tatverdächtigen, über den Tathergang, über die Tataufklärung/die Täterergreifung noch bekannt werden wird.

    7.
    Ich bin jedenfalls im Augenblick emotional erleichtert, weil es hier wahrscheinlich nicht um einen Terrorakt geht -begangen durch radikal-fanatische Islamisten oder durch……..-, sondern "nur" um das Gewaltverbrechen eines Einzeltäters motiviert durch "Geld-Gier".
    Ich versuche im Augenblick für mich "auszublenden", darüber nachdenken zu müssen, woher diese meine Erleichterung resultiert und ob sie letztendlich angesichts dieses Gewaltverbrechens und angesichts der Befindlichkeit der unmittelbar Betroffenen -Spieler/Trainer-moralisch vertretbar ist.

  • #20
    Klaus Lohmann

    Ach, und was diesen "Casino Royale"-Plot angeht, der im schnöden Hollywood-Blockbuster (oder eben bei RTL2;-) einen "todsicheren" Megagewinn einbringt, wenn man auf durch Katatstophen und Tragödien fallende Kurse mit Put-Optionen setzt, wird ja momentan der Einsatz dieser Optionsscheine zur 9/11-Anschlag auf die Ami-Airlines-Kurse kolportiert, der allein für den United Airlines-Kurssturz 5 Mio. Dollar eingebracht haben soll. Dies stimmt aber so nicht, denn beide Kurse waren schon vor dem Anschlag stark unter Druck und bei American Airlines war es ein Aktionärsbrief, der die Anleger zum Verkauf drängte.

    Wir sehen, nicht jede "einfache" Erklärung hat auch einen wahren Kern.

  • #21
    Lukas N.

    @Klaus Lohmann zu #18
    Dass Du nach allem, was jetzt auf dem Tisch liegt, nochmals einen solchen Kommentar schreibst, ist beim besten Willen nicht mehr nachvollziehbar.
    Die BVB-Bosse erklärten nach der Verhaftung, man hoffe, dass in dem Tatverdächtigen nun der Verantwortliche für den Anschlag gefunden worden sei.
    Da zu diesem Zeitpunkt noch kein Haftbefehl erlassen worden war, haben sich BVB-Bosse also korrekt geäußert. Mittlerweile ist der Verdächtige aber dem Haftrichter vorgeführt worden und der hat aufgrund der erdrückenden Beweislage Haftbefehl erlassen.

    Auch die Bundesanwaltschaft hat zu dem Fall ja die Ermittlungsergebnisse offiziell bekanntgegeben.
    Demnach war der Tatverdächtige zum Zeitpunkt des Anschlages Gast des Hotels, er verlangte ein Zimmer mit Straßenansicht, er buchte ein Zimmer für Hin- und Rückspiel der CL zu einem Zeitpunkt, wo man noch nicht wusste, wer zuerst Heimrecht hat. Geklärt ist auch, dass der Verdächtige am Tag des Anschlages Put-Optionen auf einen fallenden BVB-Aktienkurs kaufte, dafür einen Privatkredit aufgenommen hat. Außerdem ist er beruflich im elektrotechnischen Bereich tätig, deshalb auch in der Lage, das ganze technisch, einschließlich Fernzündung, umzusetzen. Auch beim Militär war er wohl auch mit elektrotechnischen Dingen befasst. Zudem hat vor der Festnahme eine tagelange Überwachung des Verdächtigen stattgefunden, wobei man auch herausfinden wollte, ob es Mittäter gibt.

    Nochmals: Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes hat auf Antrag und unter Beweisführung der Bundesanwaltschaft Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen erlassen. Man kann also, ja man muss davon ausgehen, dass er der Täter ist.
    Laut Bundesanwaltschaft dauert die kriminaltechnische Untersuchung der Art und Herkunft des Sprengstoffes noch an, da der in der Explosion komplett aufgegangen ist. Aber die heutigen Möglichkeiten der Kriminaltechnik reichen ja aus, um auch das noch zu ermitteln.
    Ansonsten verweise ich auf meine vorherigen Kommentare.

  • #22
    Walter Stach

    Klaus Lohmann -20-
    ja, so ist es .

    Ich finde es jedoch wider alle meine Erfahrungen immer noch und immer wieder erstaunlich, welche Mittel und Methoden Menschen ersinnen, erfinden und handhaben, um ihre "Gier nach Gold, Geld, Reichtum" zu befriedigen und wie wiederum Dritte versuchen, damit ihrerseits Geschäfte zu machen.

    Ich werde mich allerdings nicht, jedenfalls nicht hier und heute, darauf einlassen, die diversen Mittel und Methoden, die aus der gleichen Motivation resultieren – maßlose Gier nach Gold, Geld, Reichtum- miteinander zu vergleichen, zu gewichten und "moralisch" zu werten.

  • #23
    Lukomos. K.

    Ich bin entsetzt über so viel verbreiteten Unsinn. Die Verantwortlichen in de UEFA und selbst im BVB haben sich in keinster Weise mit Ruhm bekleckert. Keinen einzigen Spieler des BVB ist ein Vorwurf zu den Niederlagen zu machen. Im Gegenteil.

    Wer die traumatisierten Spieler zwingt, einen Tag nach diesem schändlichen Terroranschlag ein Spiel in der CL bestreiten zu müssen, manipuliert m. E. das Spielgeschehen und den Ausgang dieser Spiele. Besser hätten die Verantwortlichen des BVB freiwillig auf diese Spiele verzichtet!

    Möglicherweise wurden vor der Neuansetzung des Spiels am nächsten Tag auch Wetten auf die Niederlage des BVB abgeschlossen und sicherlich war das nach dem Terroranschlag keine große Kunst, die Niederlagen voraus zu sehen.

    Ich fasse diese fast schon kriminelle Spielansetzung nach dem feigen hinterhältigen Anschlag immer noch nicht! Als wenn die Spieler „Vieh“ wären und sie diesen Terroranschlag auf ihr Leben und ihre Familien in den Trikots hängen lassen könnten.

    Das Verhalten aller Verantwortlichen war respektlos, schäbig und unehrenhaft und entspricht in keiner Weise der Verantwortung eines Arbeitgebers. Die Ansetzung des Spiels durch die UEFA widerspricht dem Sinn des Sports. Ich habe zudem das Gefühl, dass sich hinter der UEFA eher eine kriminelle Vereinigung versteckt, als eine Vereinigung von Fußballverbänden, denn es wurden hier lediglich die finanziellen Interessen der UEFA berücksichtigt, als die Interessen der physisch verletzten Spieler. Die menschlichen Aspekte wurden schändlich mit Füßen getreten. Pfui, Sie alle (Verantwortlichen) sollten sich schämen!! Einfach widerlich!

  • #24
    Klaus Lohmann

    Ein Haftbefehl ist keine Verurteilung und zementiert damit keine Täterschaft – schon gar nicht, wenn der Beschuldigte bislang zu den Vorwürfen schweigt und es trotz anderthalb Wochen intensivster kriminalistischer Detailsuche immer noch keine Hinweise auf Art und Herkunft des Sprengstoffs sowie dessen logistischen Zusammenhang mit dem Festgenommenen gibt.

    Wir leben, und das haben Watzke und Co. schon richtig begriffen, immer noch in einem Rechtsstaat.

  • #25
    Ke

    Es war eigentlich sofort klar, dass der Täter Sichtkontakt zu den Bomben hatte.
    Dann gab es einen Gast mit sehr auffälligen Verhalten.

    Diese Spur muss doch spätestens ein paar Stunden nach der Tat da gewesen sein.
    Dann die Internetprotokolle etc.

    Dann waren heute morgen sofort Zeitungen aktiv dabei.

    Was geschah in der Zwischenzeit?

    Am Flughafen wird nach Sprengstoffspuren im Gepäck etc durch Abwischen
    gesucht. Hier soll nichts mehr da sein?

    Mir erscheint die Story wenig plausibel. Es bleibt zu hoffen dass die vielen Beamten die Lücken schliessen können.

  • #26
    Lukas N.

    @Klaus Lohmann zu #24
    Sorry wenn ich das so deutlich sage, aber Du fährst doch mit Deinen Kommentaren Achterbahn. Es sei ja nett, wenn man in Polizeikreisen Ermittlungserfolge sehen wolle, aber schlüssig sei die Story ja nicht, schreibst Du oben. Das klinge alles eher nach einem miesen RTL2-Dokudrama. Außerdem schreibst Du, was denn wirklich ans Tageslicht komme, wenn man mal alle Möglichkeitsformen der deutschen Sprach ausgeschöpft habe. Die BVB-Oberen hätten auch nur die Hoffnung geäußert, dass man auch wirklich einen Täter habe. Dann schreibst Du etwas spöttisch, dass man ja nur noch den forensischen Beweis brauche, dass alle Elektroniker auch gute Bomenbauer seien.

    Unter #24 kommst Du in einer Kehrwende zu einer teilweise sachlicheren Einschätzung zurück und schreibst, dass ein Haftbefehl ja noch keine Verurteilung sei usw.

    Ich erinnere daran, dass Du nach der Tat in früheren Kommentaren Spekulationen über den möglichen Täterkreis angestellt hast, ohne dass es dafür den geringsten Beleg oder Anhaltspunkt gab. Dieser damals von Dir vermutete Täterkreis ist auch völlig außen vor.

    Wenn wir eine jurisitisch völlig korrekte Sprachregelung verwenden, dann muss man von einem dringend Tatverdächtigen oder vom mutmaßlichen Täter sprechen. Die Sprecherin der Bundesanwaltschaft ging immerhin soweit, zu sagen, dass man aufgrund der bisherigen Ermittlungsrgebnisse davon ausgehe, dass es sich um den Täter handele.
    Und mittlerweile hat ja der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes auf Antrag der Bundesanwaltschaft Haftbefehl erlassen, so dass sich der dringende Tatverdacht erhärtet hat.

    Nach den bisher bekannten Ermittlungsergebnissen ist die Beweislage ja auch erdrückend:

    1. Der Verhaftete hatte sich im Mannschaftshotel eingemietet und nach einem Zimmer verlangt, bei dem er zur Straße hin blicken könne. Bereits Mitte März soll er für den Zeitraum beider CL-Spiele gegen Monaco Zimmer gebucht haben, denn zu diesem Zeitpunkt war noch nicht bekannt, an welchem Termin das Heimspiel in Dortmund stattfindet.

    2. Am Tag des Anschlages kaufte der Festgenommene online vom Hotel aus die Put-Optionsscheine, mit Hilfe derer er auf fallende Kurse der BVB-Aktie wettete. Zuvor hatte er dafür sogar einen Verbraucherkredit aufgenommen.

    3. Er ist von Beruf Techniker und ist ausgebildeter Elektronikfachmann, so dass man davon ausgehen kann, dass er über Kenntnisse verfügt, um Sprengsätze installieren und die ferngesteuert mit einem elektronischen Schalter zünden zu können.

    4. Wichtig ist ja immer auch, dass man ein Motiv für eine Tat ableiten kann und das liegt hier ja nahe, nämlich Geld- und Habgier. Der Verhaftete hat sich durch die Wette auf fallende Kurse der BVB-Aktie einen hohen finanziellen Gewinn versprochen und einen deutlichen Kursvfall der Aktien wollte er mit dem Anschlag bewirken. Da ist man nur noch sprachlos.

    5. Auch ohne die endgültige Klärung hinsichtlich des Sprengstoffes ist die Beweislage ja erdrückend.
    Die Sprecherin der Bundesanwaltschaft erklärte: "Da der verbaute Sprengstoff komplett umgesetzt wurde, gestalten sich die Untersuchungen aufwändiger". Es gibt also nur Kleinstreste und das bedeutet dann aufwändige kriminaltechnische Untersuchungen, aber die heutige Kriminaltechnik ist auch in solchen Fällen zur Klärung in der Lage.
    Des Weiteren haben die Ermittler ja nach der Verhaftung auch Wohnungsdurchsuchungen durchgeführt, Kommunikatzionsmittel sichergestellt usw. Das muss jetzt alles ausgewertet werden und evtl. ergibt sich auch daraus ein Hinweis zum Sprengstoff und eine Verbindung zum Festgenommenen.

    @Ke zu 25
    In Wirklichkeit war die Lage nach dem Anschlag doch total unübersichtlich und man musste eher von einem schwierigen Ermittlungs- und Klärungsprozess ausgehen.
    Offenbar wird schon wieder ausgeblendet, dass es am Tatort Bekennerschreiben gab, die einen terroristischen Hintergrund nahe legten und deren Echtheit musste man zunächst prüfen. Des Weitern gab es dann weitere Bekenner-Veröffentlichungen aus der links- und der rechtsradikalen Szene.
    Aber dass jemand den Anschlag verübt haben könnte um damit die Kurse der BVB-Aktie beeinflussen zu können, lag ja zu diesem Zeitpunkt außerhalb der Vorstellungskraft. Mit einem solchen Tatmotiv rechnet ja keiner und das hat es so auch noch nicht gegeben.
    Das Verhalten des Verhafteten kann man ja nur im nahchinein als auffällig einordnen. Denn dass jemand ein Zimmer zur Straßenseite möchte, ist ja nichts ungewöhnliches und dass er nach der Tat weniger aufgeregt erscheint als andere Hotelgäste, ist auch noch keine Auffälligkeit. Die Optionsgeschäfte hat er ja online abgewickelt und das ist ja zunächst für niemand erkennbar. Zum Glück erschien aber dem Broker, über den der Optionsscheinkauf (der ja zulässig war) abgewickelt wurde, das ganze verdächtig und er meldete das weiter. Daraus ist dann eine der zahlreichen Spuren entstanden, denen die Ermittler nachgehen mussten und die Ermittler können mit entprechender Ermächtigung solche Geschäfte auch zurückverfolgen und analysieren.

    Bedenkt man die geschilderte doch sehr unübersichltiche Lage, Bekenner aus drei verschiedenen Richtungen und die Tatsache, dass man das jetzt offensichtlich gewordene Tatmotiv am wenigsten vermuten konnte, haben die Ermittler gut und zügig gearbeitet, hatten den Verdächtigen nach einigen Tagen im Visier und überwachten ihn dann tagelang, bevor die Festnahme erfolgte.

    Die oben geschilderten Ermittlungsergebnise wurden doch bekanntgegeben und die Beweislage gegen den Festgenommenen ist ja erdrückend, weshalb auch Haftbefehl erlassen wurde. Jetzt werden die Ermittlungen noch zu Ende geführt, um auch die noch offenen Punkte zu klären, also was z. B. den Sprengstoff angeht. Dazu wird man auch die Kommunikationsmittel auswerten, die in den Wohnungen des Festgenommenen sichergestellt wurden.

    @Walter Stach
    Laut Deinem Kommentar unter #19 stimmen wir ja in der Einschätzung und Beurteilung des ganzen weitgehend überein. Aber da Du Dich mit dem von mir verwendeten Begirff "krank" auseiandergesetzt hast, noch ein kleiner Hinweis dazu. Die Formuleirung "Das ist doch krank" wird ja umgangssprachlich auch für "bizarr, verquer, absonderlich" verwendet. Deshalb haben diesen Begriff im Zusammenhang mit der Tat, dem Tatmotiv und dem Fesgenommenen unter anderem auch mehrere Journalisten und Medien verwendet und ich finde, die umgangssprachliche Bedeutung dieses Begriffes ist hier auch passend.

  • #27
    Klaus Lohmann

    @#26: Genau. Schönes Wochenende und "erdrückende" 3 Punkte gegen Gladbach!

  • #28
    Walter Stach

    Klaus Lohmann,
    das Wochenende hat, wie von Dir gewünscht, sehr gut begonnen mit dem "verdienten" 3:2 in MG.
    Der dritte Tabellenplatz ist erreicht. Ich denke, daß bei nur noch 4 Spielen -davon 3 zu Hause- jetzt zumindest der 4.Platz und damit der sog "Qualifikations-Platz" als sicher gelten kann.
    Das freut mich wie viele Menschen in Deutschland -und darüber hinaus- nach dem Attentat auf Mannschaft und Trainer um so mehr.

  • #29
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Walter: Tuchel war die Erleichterung und der Stolz ja bei Sky auch auf beeindruckende Art und Weise anzusehen. Einfach sehr schön! Bin beeindruckt davon wie die Mannschaft aufgetreten ist nach diesen intensiven Tagen. 🙂

  • #30
    Klaus Lohmann

    @all: Wirklich imponierend, wie die Truppe das Spiel nicht nur über Einsatz und Mentalstärke, sondern auch mit ganz gezielter Ausnutzung ihrer Stärken, über die Schnelligkeit von Auba, Pulisic,
    Dembélé gedreht hat. Das lässt insbesondere für Mittwoch gegen die Bayern in ihrem "Frühjahrsblues" und ihren eher ausgelaugten, überspielten Stars und Sternchen, richtig Hoffnung aufkommen;-)

    Wie wertvoll allerdings Sahin immer noch ist, sah man wohl am Defensivmittelfeld-"Chaos" nach seiner Verletzung und der Auswechselung ziemlich deutlich. Wenn sich das bei ihm mit dem Verdacht auf Außenbandriss im Sprunggelenk bestätigt (und es sah schon im TV ziemlich heftig aus), wäre das ein herber Verlust für die letzten Spiele:((

  • #31
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Ich schaue gar nicht so sehr auf Mittwoch, Klaus. Ich denke, dass die Truppe nach den Siegen gegen Frankfurt und Gladbach nun auf einem recht guten Weg zurück in die ‚Normalität‘ ist. Das gefällt mir. Egal, ob am Ende der Saison etwas Greifbares dabei herausakommt. Der BVB hat bessere Chancen auf eine sportlich erfolgreiche Zukunft als ich noch vor Tagen befürchtet hatte. Das freut mich. 🙂

  • #32
    Walter Stach

    Klaus Lohmann, Robin Patzwald,
    bei aller Freude:
    Das Foul l an Sahin war ein sog. "böses" Foul.
    Sadin, so schien mir, war auf bestem Wege, wieder Stammspieler zu werden; schade für ihn, schade für den BVB.

    Ich habe mich nicht nur über den heutigen Sieg gefreut, sondern auch darüber, daß die Mannschaft
    insgesamt spielerisch wieder "gut drauf war", ohne dabei auszublenden, daß das Abwehrverhalten
    einige Mängel aufgewiesen hat -sh. auch Klaus Lohmann -30-.. Letzteres kann gegen den FCB "in die Hose gehen". Insofern bin ich nicht so hoffnungsvoll gestimmt wie Klaus Lohmann -30-.

  • #33
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Ich rechne mit einem Ausscheiden in München, lasse mich aber natürlich gerne positiv überraschen. Die Chancen auf ein Weiterkommen dort dürften aber realistisch (bei der aktuellen Personallage) bei unter 10% liegen.

  • #34
    Klaus Lohmann

    Robin, wer Tuchel grad im Sportstudio gesehen hat, der hat gemerkt, dass er nicht mit runtergezogenen Mundwinkeln nach München fährt – im Gegenteil. Mir macht das die besagte Hoffnung;-)

  • #35
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Habe ich auch gesehen, Klaus. Und auch er hat die Favoritenrolle ja klar abgegeben. Der BVB hat tatsächlich nichts zu verlieren dort. Da hat er Recht! 🙂

  • #36
    Lukas N.

    @Robin Patzwaldt
    Ich denke, mit Deinen Zeilen unter #31 triffst Du den Nagel auf den Kopf. Denn das Team scheint jetzt tatsächlich wieder auf dem Weg zurück in die Normalität zu sein. Ist das so, kann man darüber nur froh sein, denn das ist zunächst mal das wichtigste, egal wie die sportliche Bilanz am Ende der Saison aussieht.
    Wir hatten uns ja weiter oben schon über die fürchterliche Situation für Mannschaft und Trainer ausgetauscht, nicht zu wissen, wer der Täter ist oder die Täter sind und welches Motiv dahintersteckt. Musste man sogar davon ausgehen, dass das Team – warum auch immer – in den Fokus des Terrors oder linksradikaler oder rechtsradikaler Kräfte geraten ist? Besteht also nach wie vor eine Gefahr für das Team? Mit dieser Ungewissheit musste das Team zunächst leben und das hat man allen auch angemerkt. Innenminister de Maizière, der übrigens schon seit vielen Jahren BVB-Fan ist, sagte denn auch nach der Festnahme treffend, dass das Leben in Gewissheit immer einfacher sei als das Leben in Ungewissheit.
    Dass jetzt der mutmaßliche Täter gefasst wurde, auch das Motiv bekannt ist, also die Gefahr gebannt zu sein scheint, auch für die Zukunft, muss für das Team ein Stück weit befreiend gewirkt, das Nervenkostüm beruhigt und es mental wieder gestärkt haben. Auswärts gegen Gladbach muss man erstmal so souverän spielen wie in der 1. Halbzeit und nach zwei selbstverschuldeten Gegentoren und Rückstand trotzdem nochmals zurückkommen.
    Verarbeitet ist das ganze sicherlich noch nicht, das wird dauern, aber das war jetzt ein Schritt zurück in die Normalität und das ist sehr erfreulich.
    Schön zu sehen ist auch, dass Tuchel weiter an Statur gewonnen hat. Wie er, der ja vom Anschlag auch direkt betroffen ist, seit diesem Ereignis agierte, war und ist sehr beeindruckend. Er fand immer die richtigen Worte, stellte den Schulterschluss mit seinen Spielern her, nahm die Spieler auf sehr einfühlsame Weise mit, richtete sie auf, wirkte sehr authentisch und ehrlich und legte die Gefühlswelt der Betroffenen offen. Er zeigte in dieser Ausnahme- und Krisensituation eine mentale Stärke und Führungsstärke, eine Einfühlsamkeit, wie man das nur wenigen anderen Trainern so zutrauen kann.

    @Walter Stach
    Ja, es ist sehr erfreulich, dass jetzt zumindest Platz 4 in der Tabelle und somit eine Quali-Runde für die CL als praktisch sicher angesehen werden kann. Aufgrund dieses sehr wichtigen Auswärtssieges jetzt hat der BVB aber beste Chancen auf Platz 3. Du hast schon darauf hingewiesen, dass der extrem heimstarke BVB noch 3 Heimspiele hat. Hinzu kommt, dass man gegen den Konkurrenten um Platz 3, also Hoffenheim, noch zu Hause spielt. Gewinnt der BVB gegen Hoffenheim, könnte er sich sogar noch eine Niederlage in einem anderen der restlichen Spiele leisten und stünde trotzdem auf Platz 3. Zudem hat der BVB auch das bessere Torverhältnis als Hoffenheim. Wichtig ist vor allem, dass der BVB jetzt alles in eigener Hand hat. Sollte es am Ende aber dennoch "nur" Platz 4 werden, wäre ich angesichts der ganzen Ereignisse nicht enttäuscht. Aus den genannten Gründen bin ich aber zuversichtlich, dass es mit Platz 3 und der direkten CL-Qualifikation klappt.

    Schwer einzuschätzen sind die Chancen beim bevorstehenden Pokal-Halbfinale in München. Der FC Bayern wirkt zwar derzeit etwas angeschlagen, aber gerade das ist auch gefährlich, weil der FCB befürchten muss, dass ihm durch eine Niederlage auch im Pokal-Halbfinale die gesamte Saison vermiest wird. In solchen Situationen ist der FCB dann meistens in der Lage, doch nochmal eine Topleistung abzurufen. Es kann sein, dass Boateng zurückkommt und Hummels sowie Lewandowski werden auch wieder in besserer Verfassung sein, ihre Verletzungen noch besser überwunden haben. Fehlen wird auf jeden Fall Neuer und das ist sicherlich eine Schwächung des FCB.
    Sehr schade ist, dass sich ausgerechnet Sahin erneut verletzte, der sich nach langer verletzungsbedingter Leidenszeit wieder ins Team zurückkämpfte. Und leider ist ja noch offen, ob Sokratis spielen kann. Sein Einsatz gerade gegen München wäre sehr wichtig.
    So wie im Ligaspiel zuletzt in München wird der BVB sicherlich nicht nochmals auftreten. Ich rechne mit einem engen Spiel und damit, dass der BVB keineswegs chancenlos ist. Der Einzug ins Pokalfinale wäre natürlich nach allem, was passiert ist, eine geniale Sache und würde dem Team nochmals einen Schub geben. Aber selbst wenn das nicht gelingen sollte, ist der BVB jetzt wieder auf dem Weg zurück in die Normalität und das ist das wichtigste.

  • #37
    Klaus Lohmann

    @#35 Robin Patzwaldt: 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂

    Der Tuchelsche Lächler war dann wohl sein (bisheriges) Meisterstück;-))

  • #38
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Klaus, ich feiere gerade! 🙂 Mehr dazu dann am Donnerstag! 😉

  • #39
  • #40
    Klaus Lohmann

    @thomas weigle: Eigentlich sollten wir der SGE ja das Gnadengeschenk Pokalsieg machen, damit den Schalkern auch ein Platz 7 nicht mehr für die EL reicht;-)) Aber leider leider wird wohl das Veto von Reus dagegen entscheiden;-)

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