96

„Es war ein großer Fehler, diese Rede gehalten zu haben“

Daniel Krause, Foto: Facebook

Daniel Krause, Foto: Facebook

Am vergangenen Samstag protestierte die rechtspopulistische Partei Pro NRW gegen eine Veranstaltung von Salafisten in Köln. Als Überraschungsredner trat der sich als „links“ bezeichnende Politiklehrer Daniel Krause auf (wir berichteten). Er bekundete seine Sympathien für Pro NRW im Kampf gegen „Islamismus“. Dafür erntete er massive Kritik von links. Den Ruhrbaronen gab er ein schriftliches Interview zu seinen Beweggründen.

Ruhrbarone: Sie haben auf der Pro NRW-Veranstaltung am Samstag eine Rede gehalten. Was bewog sie, dort zu sprechen?

Ich habe meine Rede spontan gehalten – und zwar unabhängig von dieser Partei. Ich bin mit ein paar linken Begleitern zu dem Gelände gegangen, um gegen Salafismus und für Meinungsfreiheit einzutreten. Es war keineswegs die Absicht, Pro NRW zu unterstützen. Leider wirkte das zeitweise so – da habe ich mitunter sehr fahrlässig formuliert. Immerhin war ich anhand meiner Kleidung eindeutig als ‚links“ identifizierbar. Diese Distanzierung ist mir wichtig. Auch im Artikel auf der Homepage von Pro NRW ist zu lesen, dass ich keinesfalls Teil dieser Bewegung bin, sondern ein unabhängiger Redner mit linker Gesinnung.

Ruhrbarone: Der Vorsitzende Markus Beisicht ist Ex-Funktionär der Neonazi-Truppe „Deutsche Liga für Volk und Heimat“. Dort setzte er etwa ein Kopfgeld von 5000 DM auf eine von Abschiebung bedrohte Roma-Frau aus. War ihnen das bewusst?

Nein. Ich wusste bis dahin recht wenig über Pro NRW. Erst im Nachhinein habe ich recherchiert. Rückblickend meine ich: Es war ein großer Fehler, diese Rede gehalten zu haben.

Ruhrbarone: Die etwas gemäßigtere Partei „Die Freiheit“ war in Köln ebenfalls zugegen, mit einer eigenen Veranstaltung. Wieso haben sie sich für die radikalere Gruppierung entschieden?

Ich habe mich nicht „für“ Pro NRW entschieden, sondern wie gesagt für das Sprechen als unabhängiger Redner. Die Partei „Die Freiheit“ kenne ich nur vom Namen her.

Ruhrbarone: Sie sagen, der Islamismus sei eine „so große Gefahr (…), dass wir bürgerlichen Deutschen uns nicht auseinandertrennen sollen“. Was sind sie denn nun, „herrschaftskritisch“, wie sie auf ihrer Facebook-Seite betonen, oder „bürgerlich“?

Ich gehöre zum linksliberalen Bürgertum. Dieses zeichnet sich durch hohe Empathie für herrschaftskritische Gedanken aus. Dass man etwas „kritisch“ sieht, heißt ja noch lange nicht, dass man es automatisch „bekämpfen“ will.

Ruhrbarone: Sie suggerieren damit eine Trennung zwischen „Islamisten“ und Deutschen. Können Deutsche keine „Islamisten“ sein?

Natürlich können auch Deutsche Islamisten sein – gerade unter den Salafisten sind viele Konvertierte. Übrigens: „Deutsch“ ist für mich in jenem spontanen Zusammenhang jede und jeder, die oder der in Deutschland lebt. Unabhängig von Nationalität sollten möglichst viele, die hier leben, gegen Salafismus eintreten.

Ruhrbarone: Geert Wilders, den sie in ihrer Rede heranziehen, fordert ein Verbot des Korans. Sehen sie das auch so, und wenn ja, welche religiösen Schriften müssten dann im Sinne der Gleichberechtigung, die sie einfordern, als nächstes verboten werden?

Ein Verbot halte ich für verfassungsrechtlich bedenklich. Und im Zuge der Gleichbehandlung müsste dann ja auch die Bibel verboten werden. Denn auch die Bibel ist homophob und sexistisch. Ich mag überhaupt keine Religion.

Ruhrbarone: Der niederländische Rechtspopulist Pim Fortuyn war expliziter Speziesist („Wählt mich, dann dürft ihr Pelzmäntel tragen“). Warum loben sie ihn als „Antispeziesist“ dennoch, obwohl er das Wohl von Menschen ganz eindeutig über das von Tieren stellt?

Ich schätze Pim Fortuyn als legendären Kämpfer für die Rechte von Homosexuellen. Andere Aspekte seines Lebens sehe ich kritisch – insbesondere seinen arroganten Speziesismus habe ich gehasst.

Ruhrbarone: Wie definieren sie Querfront?

Das Wort habe ich nie benutzt. Ich definiere es auch nicht.

Ruhrbarone: Könne sie sich vorstellen, Pro NRW zu wählen oder gar einzutreten?

Auf gar keinen Fall! Ich bin „links“ und diese Partei ist „rechts“. Dazu kommt: In ihrem Parteiprogramm äußert sich Pro NRW kritisch zum Recht auf Abtreibung. Als Feminist bin ich aber konsequent Befürworter eines liberalen Abtreibungsrechts, etwa so wie in den Niederlanden. Eine Frau muss für mich das Recht haben, bis zum siebten Monat abzutreiben. In vielen Ländern ist dieses möglich. Ich finde, in Deutschland sollte das auch möglich sein.

Ruhrbarone: Können sie muslimischen Schülern, die unter ihrer Obhut als Lehrer stehen, noch neutral begegnen?

Ich trenne klar zwischen dienstlichen und weiteren Lebensbereichen. Darum beantworte ich diese Frage nur ganz allgemein: Ich akzeptiere Muslime wie ich Christen akzeptiere. Das Problem bei den Religionen sind in beiden Fällen die radikalen Ausläufer, wie z.B. im Islam die Salafisten. Kinder können übrigens nichts dafür, in welcher Familie sie sozialisiert werden.

Vielen Dank für das Interview.

RuhrBarone-Logo

96 Kommentare zu “„Es war ein großer Fehler, diese Rede gehalten zu haben“

  • #1
    Stefan Laurin

    Ich glaub diesem VegetArier kein Wort. Der Mann ist Politiklehrer, Pro NRW wurde vor der Landtagswahl ausführlich in den Medien beschrieben. ich denke mal, der wird nervös, die Bezirksregierung checkt ihn gerade durch – könnte alles mies für seinen weiteren beruflichen Werdegang als Lehrer sein. Und davon ab: Das gerade über „Speziesisten“ ist der lächerlichste Unfug von dem ich seit langem gehört habe. Das auch nur entfernt mit Rassismus zu vergleichen ist eine Verharmlosung von Rassismus, die mehr als bedenklich ist.

  • #2
  • #3
  • #4
    Martin Niewendick Beitragsautor

    @stefan,

    falls du meine formulierung meinst „Der niederländische Rechtspopulist Pim Fortuyn war expliziter Speziesist („Wählt mich, dann dürft ihr Pelzmäntel tragen“). „, so meinte ich damit, dass fortuyn das war, was „antispeziesisten“ (ich habe das wort noch nie sooft geschrieben) als „speziesisten“ verstehen. das ist alles, nicht, dass ich mich dem anschließen würde. sollte n kleiner seitenhieb aufs selbstverständnis werden.

  • #5
    Stefan Laurin

    @Martin: Um Himmels willen, das war nicht als Kritik an Dir gemeint, sondern an dem Politiklehrer-Darsteller. Tut mir leid wenn es falsch rüberkam. Ich kannte das Wort bis vorhin gar nicht – dafür aber ein sehr gutes Rezept für einen italienischen Rinderbraten 🙂

  • #6
    AntiSpe

    Tierschutz ist kein Antispeziesismus!

    „Die Antispeziesistische Aktion ist eigentlich eine Tierrechtsaktion – eine vegane Aktion. Und auch der Umgang mit Tieren ist hier in unserer Kultur deutlich humaner als bei den Muslimen, die das Schächten immer noch betreiben.“ (Zitat von Dr. Daniel Krause bei PRO NRW)

    Ein „Tierrechtler“, der den Umgang mit „Tieren“ in unserer Kultur als „deutlich humaner“ bezeichnet und die Züchtung, Gefangenschaft, Ausnutzung wie auch die Tötung verharmlost und dem Schlachten in anderen Ländern hervorhebend gegenüberstellt, fordert nicht die Abschaffung der Tierausbeutungsindustrie, sondern eine humanere Tötung. Somit vertritt Dr. Daniel Krause die Position von TierschützerInnen – die die Nutzung von nichtmenschlichen Tieren nicht ablehnen und stattdessen größere Käfige und Boxen, „artgerechte Haltung“, „humane Tötungsmethoden“ etc. fordern – und weicht deutlich von einem emanzipatorischen Ansatz ab und wird häufig von RassistInnen (z.B. PRO NRW) begeistert aufgegriffen wird, wie z.B ihre Kritik am Schächten. Rassistische und Antisemitische motivierte Tierschutzpositionen gab es historisch gesehen im Nationalsozialismus. So verwundert es nicht, wenn gegenwärtig die extrem Rechte wie z.B. die NPD und die Autonomen NationalistInnen – besonders was das Schächten angeht – dies als politische Propaganda einsetzt.

    Der Antispeziesismus bezieht sich auf die Unterdrückung von nichtmenschlichen Individuen und
    ist ebenso wie Anti-Sexismus und Anti-Rassismus ein emanzipatorisches Anliegen.
    Gegen das Ausbeutungs- und HERRschaftssystem!

    Eine Frau mit anarchistischem Hintergrund

  • #7
    JHJKHKH

    Ist der so blöd oder stellt der sich jetzt nur dumm? Wenn der Herr Doktor Politiklehrer wirklich so wenig Ahnung von den politischen Verhältnissen in NRW hat, wie er hier versucht uns weis zu machen, dann ist das echt ein Armutszeugnis für unser Bildungssystem.

  • #8
    Stefan Laurin

    @AntiSpe: „Bakunins Appetit ist legendär: Er kann auf einmal eineinhalb Kilo Fleisch verschlingen, riesige Steaks sind seine Lieblingsspeise. Trotzdem bleiben seine revolutionäre Begeisterung und sein revolutionärer Wille intakt.“ 😉
    http://www.reller-rezensionen.de/belletristik/bakunin-und_romantiker_der_revolution.htm

  • #9
    Mustermann

    Herr Dr. Krause unterrichtet mich schon seit zwei Jahren und ich habe bisher noch nie bemerkt, dass seine Eigenen Meinungen mit in den Unterricht eingeflossen sind. Selbst auf die Frage, welche Partei er denn besser finden würde, antwortet er immer, dass dies nichts mit dem Unterricht zu tun hat. Und außerdem gibt es bei ihm auch keine Benachteiligungen wegen religiösen Gründen. Als Lehrer macht er also meiner Meinung nach alles richtig. Und welche Meinung er privat vertritt ist seine eigene Entscheidung.

  • #10
    Anonym

    @ Stefan Laurin
    Herrn Krause ist kein Politik Lehrer!!!
    Er ist Sozialwissenschaftslehrer.

  • #11
  • #12
    vegncipate

    Im diesem Video ist Dr. Daniel Krause ab Minute 5:48 bis 6:12 links vor der Bühne zu sehen:

    http://www.youtube.com/watch?v=yrNdei_zX3Q

    TierbefreiungsaktivistInnen hatten im Mai letzten Jahres eine Rede von Helmut F. Kaplan gestört – der sich selbst als Pionier der Tierechtsbewegung ansieht. Kaplan hatte einem Neonazi ein Interview gegeben (für das online Querfront-Magazin Fahnenträger, sowie dem braunen Ökomagazin Umwelt & Aktiv) und fand dies sinngemäß eine prima Idee. Kaplan fällt duch ständige Holocaust-Relativierungen auf wie z.B dieser anlässlich der Ausstellung „Topographie des Terrors“: „Solange die Folterfabriken für Tiere Tag und Nacht in Betrieb sind, sind solche Gedenkstätten zynisch, verlogen und verblödend“.
    Dies waren zwei der Kritikpunkte der TierbefreiungsaktivistInnen daran so jemanden wie Kaplan eine Bühne zu geben. Krause tat sich hier wie im Video zu erkennen ist besonders unter den „Kaplan-Fans“ hervor.
    Den Antispeziesismus – tatsächlich vertritt Krause auch bei seiner Rede eine Tierschutzposition – hat Krause erst später entdeckt, sicherlich eher als Modeaccessoire, als dass er verstanden hätte worum es dabei geht, geschweige denn das er Speziesismus bzw. Tierausbeutung im herrschaftkritischen Kontext thematisiert.

  • #13
    vegancipate

    In diesem Video ist Dr. Daniel Krause ab Minute 5:48 bis 6:12 links vor der Bühne zu sehen:

    http://www.youtube.com/watch?v=yrNdei_zX3Q

    TierbefreiungsaktivistInnen hatten im Mai letzten Jahres eine Rede von Helmut F. Kaplan gestört – der sich selbst als Pionier der Tierechtsbewegung ansieht. Kaplan hatte einem Neonazi ein Interview gegeben (für das online Querfront-Magazin Fahnenträger, sowie dem braunen Ökomagazin Umwelt & Aktiv) und fand dies sinngemäß eine prima Idee. Kaplan fällt duch ständige Holocaust-Relativierungen auf wie z.B dieser anlässlich der Ausstellung “Topographie des Terrors”: “Solange die Folterfabriken für Tiere Tag und Nacht in Betrieb sind, sind solche Gedenkstätten zynisch, verlogen und verblödend”.
    Dies waren zwei der Kritikpunkte der TierbefreiungsaktivistInnen daran so jemanden wie Kaplan eine Bühne zu geben. Krause tat sich hier wie im Video zu erkennen ist besonders unter den “Kaplan-Fans” hervor.
    Den Antispeziesismus – tatsächlich vertritt Krause auch bei seiner Rede eine Tierschutzposition – hat Krause erst später entdeckt, sicherlich eher als Modeaccessoire, als dass er verstanden hätte worum es dabei geht, geschweige denn das er Speziesismus bzw. Tierausbeutung im herrschaftkritischen Kontext thematisiert

  • #14
    teekay

    Ein junger, promovierter, politisch aktiver Lehrer haelt einfach mal so spontan bei einer politischen Veranstaltung einer Partei die er nicht so genau kennt ein Rede und soll dann morgen im Unterricht Schuelern den vernuenftigen Umgang in der digitalen Welt erklaeren?! #fail

  • #15
    Umckalabra

    Um ehrlich zu sein, Ich habe bei diesem Lehrer Unterricht und kann sagen, dass dieser Mann wirklich in keiner Weise “rechts“, abgesehen von diesen Äußerungen natürlich, ist. Ich kann seine Meinung nachvollziehen, da er in der Rede selbst sagt, das Extremismus, egal auf welche Art und Weise, negativ ist. Auch wenn seine Aussagen ebenfalls extremistisch zu interpretieren sind, finde ich es unhaltbar, dass die Medien, vor allem die Presse, das Thema mehr als zerfetzt und verändert haben. Ich bin übrigens Muslim, um hier irgendwelche Unklarheiten zu beseitigen.

  • #16
    vegancipate

    @ Stefan Laurin

    und AnarchistInnen folgen „ihrem“ Vordenker Bakunin, oder wie? Vielleicht wäre es mal an der Zeit sich ernsthaft mit den Themen ‚Anarchismus‘ und Tierausbeutung zu beschäftigen.

  • #17
    Martin Niewendick Beitragsautor

    @ anonym
    Herr Krause ist durchaus Politiklehrer. Steht zB auf der Website seines Gymnasiums:

    http://stadtgymnasium.com/2012/06/ungewoehnliches-engagement/

  • #18
    ach du meine güte

    das hier die Ruhrbaron Autoren Niewendick und Laurin ihren Senf dazu abgegeben ist ja auch nicht peinlich??? Unabhängig bzw. neutral ist Ruhrbarone sowieso nicht.

  • #19
  • #20
    Martin Niewendick Beitragsautor

    um noch mal kurz etwas öl ins feuer der antispe-debatte (von der ich zugegebenermaßen nicht soviel ahnung habe) zu gießen:
    ein mensch hat letztens auf facebook den artikel damit kommentiert. dass antispeziesisten keine antifaschisten sein könnten.

    er „will damit ausdrücken, dass Antispeziesisten nicht in der Lage sind, zwischen der sinnlichen Empfindung (eines Tieres) und Selbstbewusstsein (eines Menschen) zu unterscheiden bzw. diesen Unterschied planieren. Die Antspeziesisten vermenschlichen die Tiere bzw. Vertieren die Menschen, um Rechte für alle Lebewesen einzufordern. Das ist ein Wahnsinn, der sich vordergründig als harmlose Spinnerei von Zivilisationsmüden ausnimmt.

    Man will Tieren Rechte wie Menschen geben, wobei auch dem dümmsten Antspeziesisten klar sein müsste, dass selbst der alphabetisierte Primat sie nicht eigenverantwortlich einfordern oder gar seinen (dann wohl doch nicht selbstbewusst formulierten) Interessen anpassen kann, wie es der Mensch kann. Die Rechte der Tiere in der Logik der Antispezisisten gedacht sind eigentlich menschliche Hybris über das Tier, für ein vernünftiges menschliches Wesen natürlich schlichter Unfug.

    Dass die Antispeziesisten manisch daran festhalten, kann nicht allein aus den Notwendigkeiten des Tierschutzes (gegen Quälerei etc.) erklärt werden, der sich auch ohne ein Konzept von Antspeziesismus/Tierrechte realisieren ließe. Denn alle Tierfreunde eint, daß ihr menschliches Bewusstsein vom Leid der Tiere unerlässlich ist, sie befreien zu wollen. Die Gesamtheit der Tiere selbst macht sich ja keinen Begriff von seinem Leid und setzt gar zur Revolution an. Deshalb ist auf den Aufklebern der Animal Liberation so gern ein Blackblock-Atze zu sehen, der ein pussierliches Tierchen im Arm hält.

    Worum geht es dann? Der Antispeziesismus ist Ausfluss des menschlichen Selbsthasses und der Versuch, nicht mehr der Gattung Mensch anzugehören, die man gern als degenerierte Spezies und Geißel des Planeten abwickeln möchte. Weil man aber für den Suizid, der einen wirklich eins mit der Natur machen würde, keinen Mumm hat, werden – wie bei PETA und Susann Witt-Stahl – ganz folgerichtig Juden den Tieren gleichgemacht und daneben stehen ganz beschämt dutzende antispeziesistische Linksradikale, die das alles gar nicht so meinen, obwohl dieser Dreck sich ganz natürlich aus der Ideologie der Vertierung des Menschen ergibt.“

    nur mal so in den raum gestellt.

  • #21
    Jan Sören K

    @ #14 Teekay: vollste Zustimmung

    @ #11 Jenner: in Anbetracht der Tatsache, dass nach der Wortmeldung des Herrn und dem darauf folgenden Presseecho schlicht eine Gefährdung für diese Lehrkraft nicht ausgeschlossen werden kann lässt sich das durchaus auch als Abwendung einer Gefährdung des Suspendierten interpretieren.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle so gut auf den Herrn zu sprechen sein wie die beiden Schüler, die sich hier äußern. Und ich denke dabei nicht nur an Schüler.

    Dieser Mann wird jedenfalls nie wieder an die bisherige Schule zurückkehren:
    Falls die Suspendierung keinen Bestand hat, so wird er zumindest versetzt. Alles andere würde an der bisherigen Schule zu viel Staub aufwirbeln. Der Mann könnte keinen geregelten Unterricht mehr machen, die Pausen würde er auch nicht ansatzweise für’s Verschnaufen nutzen können.
    Und wenn die Suspendierung Bestand hat ist der letzte Absatz, den ich geschrieben hab, hinfällig.

  • #22
    Von Fallersleben

    Ein ausgezeichnetes Verhoer Herr Laurin, der Mann ist auf jeden Fall schuldig.

    Ich finde es gut, dass Sie ihm eine Chance gaben, abzuschwoeren, die er leider nicht nutzte.

    „ich denke mal, der wird nervös, die Bezirksregierung checkt ihn gerade durch – könnte alles mies für seinen weiteren beruflichen Werdegang als Lehrer sein.“

    Sehr gut. Das passt. Gut gemacht, vielleicht findet man ja auch noch mehr, um ihn richtig fertig zu machen.

    Jetzt sollte schnell gehandelt werden, damit er seinen Job verliert und bestraft wird.
    Sich als Homosexueller vom Islam bedroht zu fuehlen, ist doch absurd, wer so etwas sagt, ist ein Nazi, der keinen Platz in der Schule hat, sondern in einer speziellen Einrichtung fuer politische Neu-Erziehung.

  • #23
    vegancipate

    @ Martin Niewendick

    Tja, wenn mensch nicht soviel Ahnung hat, wäre es vielleicht manchmal besser sich vorerst nicht zu äußern. V.a. aber sollte mensch dann wohl nicht einen Kommentar posten, der von jemanden geschrieben wurde, der sich wohl selbst noch nicht mal oberflächlich mit der Thematik beschäftigt hat:
    „Man spricht gegenwärtig viel von ‚Wesensschau‘. Wer ein einziges Mal das ‚Wesen‘ des Wolkenkratzers ‚erschaut‘ hat, in dessen höchsten Etagen unsere Philosophen philosophieren dürfen, der wundert sich nicht mehr, daß sie so wenig von dieser ihrer realen Höhe wissen, sondern immer nur über eine eingebildete Höhe reden; er weiß, und sie selbst mögen ahnen, daß ihnen sonst schwindlig werden könnte. Er wundert sich nicht mehr, daß sie lieber ein System der Werte als eines der Unwerte aufstellen, daß sie lieber ‚vom Menschen überhaupt‘ als von den Menschen im besonderen, vom Sein schlechthin als von ihrem eigenen Sein handeln: sie könnten sonst zur Strafe in ein tieferes Stockwerk ziehen müssen. Er wundert sich nicht mehr, daß sie vom ‚Ewigen‘ schwatzen, denn ihr Geschwätz hält, als ein Bestandteil seines Mörtels, dieses Haus der gegenwärtigen Menschheit zusammen. Dieses Haus, dessen Keller ein Schlachthof und dessen Dach eine Kathedrale ist, gewährt in der Tat aus den Fenstern der oberen Stockwerke eine schöne Aussicht auf den gestirnten Himmel.“ (zitiert nach Max Horkheimer, ‚Der Wolkenkratzer‘)

  • #24
    Arnold Voss

    Ich war schon immer für das Recht der Löwen auf Menschenfleisch. Bin ich jetzt Spezieist oder Antispezieist? 😉

  • #25
    Valentinian

    Ich ziehe meinen Hut vor diesem mutigen Lehrer, der – ungeachtet persönlicher Nachteile – seiner emanzipatorischen Gesinnung treu bleibt. Mir hat noch nie jemand erklären können, was an Islamkritik „rechts“ sein soll. Krauses Äußerungen sind motiviert von einer leidenschaftlichen Befürwortung von Emanzipation und Herrschaftskritik. Warum soll Herrschaft von Menschen über Menschen von Kritik verschont bleiben, sobald sie von Muslimen ausgeübt wird? Warum soll Frauen- und Schwulenfeindlichkeit bei Muslimen verzeihlicher sein als bei Nichtmuslimen? Und warum wird Kritik daran als „rassistische Hetze“ denunziert? Sicher wäre es besser gewesen, Krause hätte sich nicht zu diesen Pro-Fritzen gestellt. Aber der INHALT seiner Rede ist in Ordnung. Krause hetzt nicht – er sagt schlicht, was Sache ist. Oder kann irgendwas daran widerlegt werden?

  • #26
    Angelika Bartel-Hildebrand

    Ich kann nichts unredliches an den Aussagen dieses Mannes finden. Es gibt genügend Beispiele dafür, dass Homosexuelle von Islamisten bedroht und getötet werden. Wir sollten alle dafür eintreten, dass dies hier nicht geschieht. Und was die Suspendierung anbelangt, kann ich mir nicht vorstellen, dass diese vor irgendeinem Verwaltungsgericht Stand halten wird. Bezirksregierung und Schulleitung können sich jetzt schon mal warm anziehen.

  • #27
    ht

    @#20 | Martin Niewendick sagt am 12. Juni 2012 um 19:05

    und
    @#23 | vegancipate sagt am 12. Juni 2012 um 19:41
    „@ Martin Niewendick“

    Kampf der Zitate.
    #20 stimmt aber auch stark mit dem überein, was ich denke.

    Zu dem Lehrer aus dem Interview: „Links“, wie er sich bezeichnet und wie er bezeichnet werden möchte, ist der meinem Verstand nach nicht. Ich bringe jetzt keine Beispiele, es wären viele zu finden. Auf pi ist er der verfolgte Martyrer der freien Sprache. Die Rechten lauern bei vielen Themen, um Einlass zu erhalten.

  • #28
    Stefan Laurin

    @Alle Freunde des VegetAriers: Mit seiner Angst passt er doch ganz gut zu den Anhängern von Pro NRW – die fürchten sich auch den ganzen Tag. ich erkläre mir das immer mit einem eher gering ausgeprägten Hang zur regelmässigen Erwerbsarbeit. Da haben einige zu viel Zeit.
    Und das er Angst hat ist mir auch egal – das ist erst einmal sein privates Problem und wenn es das nicht mehr ist das seines Arztes.
    Ein Problem habe ich damit, dass er auf der Demo eine extrem Rechten Partei wie Pro NRW auftritt, auf deren Demos auch immer wieder Neonazis mitlaufen. Dass er sich nun versucht aus seinem Dilemma rauszuschleimen, kann man ja nachvollziehen. Das Schicksal des ehemaligen Waldorflehrers Andreas Molau kann ja schon abschreckend wirken. Aber ehrlich gesagt: Ich möchte ihn nicht mit meinen Steuergeldern finanzieren müssen. Und für alle Anhänger von Pro NRW, die sich heute hier tummeln und mit dem Wort „Steuern“ nichts anfangen können ein Link zu Wikipedia:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Steuer

  • #29
    Baum

    Ich bin Schüler des Stadtgymnasiums, und kenne Schüllerinnen und Schüler, welche aufgrund eines Kopftuches etc. von ihm, nunja, etwas seltsam angesprochen wurden.

    In der neuesten Ausgabe der Rostra, der Schülerzeitung fand sich auch folgendes Zitat von ihm: „Kirche ist wie Milz: Jeder hat sie, niemand braucht sie“
    Ich denke, dass dies für einen Politiklehrer sehr unüberlegt ist und mitweil auch hetzerisch. (Auch ist die Milz nicht unnötig, wie ein Lehrer später erklärte, jedoch bin ich persönlich Atheist, was aber nicht bedeutet das ich Religionen nicht Respektiere)

    Um dem Ruf der Schule jedoch nicht zu Schaden möchte ich hinzufügen, dass sich die Schülervertretung schriftlich von diese Aussage distanzierte. Die Schülerverhalten sich tolerant und auch die Lehrer waren allesamt empört. Dies was also lediglich eine Einzelmeinung.

    Vieleicht ist es auch wichtig zu sagen, dass die von ihm in seiner Rede so gepriesene Freiheit meines erachtens heuchlerich ist, denn ich denke, dass Freiheit da endet, wo man die Freiheit anderer Einschrenkt.

    Ein Kommentar aus der Sicht eines Schülers

  • #30
    Detlef A.

    Antispeziesismus und Rassismus sind absolut unvereinbar. Daniel Krause ist weder ein Antispeziesist noch ein wirklicher Linker. Er rudert jetzt wohl zurück, wohl aber nur um seine eigene Haut zu retten. Auch als Geschichtslehrer hat er sich sicherlich absolut disqualifiziert. Daneben wird er wohl auch unter Tierschützern und besonders Tierrechtlern nun reichlich Schwierigkeien bekommen, was ich ihm, nach seiner Hetzrede auch von ganzen Herzen gönne.

  • #31
    Namenlos

    Die Autor_in des Antispe-Verisses trennt an sich in „Menschen“ und „Tiere“ und leugnet dadurch die menschliche Abstammung (Säugetier) und folgt damit Speziesistischer Weltanschauung. Dem Menschen schreibt sie/er an sich höheren Wert gegen über den anderen Tieren zu. Aufgrund des Selbstbewusstseins wäre dies legitim. Bereits Singer problematisierte dies anhand seines Vergleiches des Bewusstseins eines Menschen mit massiven Hirnschädigungen, Kleinkindes und z.B. einem Hund. Damit wollte er allerdings nicht auf eine Entwertung jener Menschen hinaus, sondern die vorherrschende Herabsetzung nichtmenschlicher Tiere kritisieren. Die vorherrschende Mensch-Tier-Grenze ist willkürlich gesetzt. Sie ist nötig, um das bisherige Hierarchiedenken der Menschen und deren Ausbeutungsbestrebungen zu stützen. Allein dieses Mensch-Tier-Verständnis beginnt immer mehr zu bröckeln. Derzeit gibt es bspw. Bestrebungen, Affen mehr Rechte einzuräumen.

    Für eine differenzierte Betrachtung. Der Begriff „Tierrechte“ wird von Teilen der Bewegung kritisiert. Ein Beispieltext:
    „Tierbefreiung statt Tierrechte
    – eine politische Begründung der Umbenennung der BerTA -“
    http://berta-online.org/?page_id=60

  • Pingback: DKP queer | links und rassistisch? Nein, geht nicht!

  • #33
    Klaus Lohmann

    @Martin Niewendick: Danke für den Link, da wird auch manch Anderes etwas transparenter. Der im Artikel zusammen mit Krause erwähnte Dortmunder InnenstadtWest-Bezirksbürgermeister Friedrich Fuß (Grüne; vormals Friedrich Roesner) ist ebenso schwul, Freimaurer und hat genauso irrlichternd seine Probleme mit Kirchen in Deutschland:

    http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/Bezirksbuergermeister-entschuldigt-sich;art930,841714

    Sollten Wetten angenommen werden, setze ich drauf, dass wir Beide demnächst bei den Piraten finden können.

  • #34
    Martin Niewendick Beitragsautor

    Statement der Bezirksregierung zus Suspendierung:

    http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/presse/2012/06/104_06/index.php

  • #35
    Ben

    Ich sage das Folgende als jemand der *LINKS* steht, und der im Alter von 12 Jahren schon gegen Markus Beisicht und die Republikaner protestiert hat (da war der Mann noch in der Ehrenfelder Bezirksvertretung):

    Einige von euch sind hier mächtig stolz, diesen ach so bösen Lehrer zur Strecke gebracht zu haben. Faseln was von „Unehrlichkeit“ bei Krause, von Heuchlerei und Unglaubwürdigkeit seiner Distanzierung. Kann alles sein, vielleicht hat der Mann einen kleinen Schaden. So gesehen seid ihr Helden, denn DEM habt ihr es mal so richtig gezeigt, diesem vermutlich verkappten Nazi! Der lügt bestimmt nur nach Schritt und Tritt, also, har har, toll gemacht, ihr Spitzendemokraten! Klopft euch mächtig auf die Schulter, super gemacht. Nur ein paar Fragen habe ich noch an Euch:

    – Wieso habt *IHR* eigentlich den Salafisten freie Bahn gelassen?
    – Wieso lasst *IHR* eigentlich Mega-Treffen der faschistischen
    Grauen Wölfe in Deutschland unwidersprochen geschehen?
    – Wieso verteidigt *IHR* eigentlich extreme Muslime, deren
    Weltbild so weit rechts-reaktionär ist, wie es bei der katholischen
    Kirche nur noch die Pius-Brüder sind?

    Kann es sein, dass IHR euch ein verdammt einfaches Weltbild gestaltet habt? So nach dem Motto:

    – Ein Ausländer oder Migrant ist offensichtlich *GUT* – immer!
    – Wer faschistische Türken kritisiert, der ist ein Nazi – immer!
    – Wer totalitär handelnde religiöse Araber kritisiert, der ist ein Faschist!
    – Wer einen Migrationshintergrund hat, hat IMMER recht, auch wenn er noch so totalitäre Ideologien von sich gibt! Und wenn er mal nicht Recht hat, dann ist das aber die Schuld der Gesellschaft!

    Am allerwichtigsten aber: Wer all das kritisiert, der *MUSS* ein verkappter Neonazi sein! Es gibt keine andere Möglichkeit! Und genau deswegen stellt man sich den Salafisten oder den Grauen Wölfen als „echter Linker“ gefälligst auch nicht in den Weg, man ist ja ach so politisch kultiviert und gebildet, und sooooooo progressiv.

    Leute, es widert mich an. Es ist eine Schande, dass sich den Salafisten nur ein versprengtes Häuflein von „Pro Köln“ entgegenstellt hat, und *DIE* natürlich tatsächlich aus den falschen Gründen. Der Schriftsteller Ralph Giordano hat über diese Leute mal Folgendes gesagt: „Pro Köln ist für mich die zeitgenössische Variante des Nationalsozialismus, die mich, wenn sie könnte, in die Gaskammer stecken würde.“
    So hat Herr Kraus einen schweren Fehler begangen, sich an die Seite dieser Leute zu stellen, und dort seine Rede zu halten. Ich traue ihm zu, da naiv und unwissend genug gewesen zu sein. Aber deutlich widerwärtiger als einer Rede, an der ich inhaltlich insgesamt nichts Verwerfliches finden kann ist die Tatsache, dass IHR allesamt nicht dort wart! Dass es von EUCH keinen gab, an dessen Seite Kraus sich hätte stellen können! Darüber solltet ihr vielleicht mal nachdenken, wenn es der Kampf gegen ach so böse verkappte Nazis wie Krause mal eine Sekunde zulassen sollte.

    P.S.:
    Noch was zum Abschluss was für die Ruhrbarone-Moderation: Ich weiß, dies ist ein ganz, ganz pöser Kommentar. Ich mache nämlich gleich etwas ganz und gar schröckliches, ich kritisiere einige mir persönlich ein bisschen *ZU* selbstgerecht auftretende Linke! Wenn die Armen das nicht verkraften können, dann bitte mal gleich sperren, ich möchte ja nicht dafür verantwortlich sein, dass einige sich in ihrem sehr bequemen und selbstgerechten Weltbild, in dem SIE die Guten sind, und zwar IMMER, auch noch unbequem fühlen könnten. Oder gar (Allah bewahre!) mal ins Grübeln geraten könnten! Also, bitte sperren, löschen und zensieren!

    Dann aber bitte nach Möglichkeit auch gleich noch den Kommentar von Tobias Kaufmann im Kölner Stadt-Anzeiger sperren lassen, dem ich inhaltlich nämlich ebenfalls Satz für Satz zustimmen kann:

    http://www.ksta.de/html/artikel/1338997247682.shtml

    Ach ja, alternativ könnte man es mal mit einer ehrlichen Diskussion versuchen. Mein Klarname und meine Mail-Adresse sind euch ja bekannt.

  • Pingback: Pottblog

  • #37
    Thrillor

    Ich war eine seiner Schülerinnen.
    Herr Dr. Krause fand bei den Rechten bloß den Zuspruch, den er sich von politisch Gleichgesinnten gewünscht hatte. Seine schlechten Erfahrungen mit radikalen Islamisten kann ihm keiner nehmen. Seine Äußerungen auf der Kundgebung waren mehr als ungünstig formuliert. Dass er seine Aussagen generalisiert hat, machte ihn für den Moment nicht besser, als die jubelnden und klatschenden Rechten.
    Jedoch überlegt mal: Wie konnte es so weit kommen, dass sich ein Linker in seinen Kreisen so unverstanden fühlt und zu den Rechten läuft?

  • #38
    Arnold Voß

    @ Ben # 35

    Bei den Ruhrbaronen haben wir es mehr mit den Menschen- als mit den Tierrechten. Und jeder der sich gegen sie wendet kriegt von uns gewöhnlich eins auf die Nuss. Egal wessen Glaubens er ist, wo er herkommt und was er sonst noch so politisch denkt und tut.

  • #39
    Arnold Voß

    @ alle Schüler

    Es ist nicht sehr überzeugend, wenn man sich unter Decknamen hinter seinen Lehrer stellt.

  • #40
    Conny

    @ #37 THRILLOR

    „Jedoch überlegt mal: Wie konnte es so weit kommen, dass sich ein Linker in seinen Kreisen so unverstanden fühlt und zu den Rechten läuft?“

    1. Herr K. hat sich in linken Kreisen mit seinen Inhalten „unverstanden“ gefühlt, weil die Linken seine Ansichten nicht teilten oder ablehnten.

    2. Herr K. ist dann auf einer rechten Kundgebung aufgetreten. Und die Rechten teilten seine Ansichten und fanden gut, was er zu sagen hatte.

    3. Wenn wir annehmen, dass Linke im allgemeinen eher linke Ansichten gut finden und rechte Ansichten ablehnen, und dass Rechte im allgemeinen eher rechte Ansichten gut finden und linke Ansichten ablehnen,
    so ist die Frage leicht beantwortet:

    Herr K. ist bei den Rechten willkommen und fühlt sich dort verstanden, weil er rechte Ansichten vertritt. Ta-daah!

    Ich würde da jedenfalls nicht so leichtfertig irgendwelche „linken Kreise“ beschuldigen, wenn offenbar einfach nur zusammenkommt, was zusammengehört. Und wenn Herr K. sich nun für seine Ansichten schämt und nicht so recht(s) Farbe bekennen mag, dann ist das allein sein Problem.

  • #41
    Horst Schmallenberg

    Zitat Daniel Krause:
    „Nein. Ich wusste bis dahin recht wenig über Pro NRW.“
    Zitat/
    Mit diese Aussage hat er sich selber als Politiklehrer Disqualifiziert.

    Dieser „Unwissende“ wir auch noch auf unsere Kinder losgelassen um Politik zu Unterrichten.
    Entweder hakt es scjon bei der Lehrerausbildung, oder der hält alle anderen einfach nur für zu däml…….

    Armes Deutschland.

  • #42
    Ben

    @Arnold Voss:

    > Bei den Ruhrbaronen haben wir es mehr mit den Menschen-
    > als mit den Tierrechten. Und jeder der sich gegen sie wendet
    > kriegt von uns gewöhnlich eins auf die Nuss.

    Ach ja, Mr. Bigmouth? Dann erzähl doch mal, wo hast *DU* denn ganz konkret am Samstag gestanden, um SOWOHL den Kotzbrocken-Salafisten, als auch Pro Köln „eins auf die Nuss“ zu geben? Wo warst du denn, du großer Menschenrechtsverteidiger, wo waren deine Freunde?
    Ach, zufälligerweise verhindert, am Nachmittag kam ja auch Fußball? Dachte ich es mir doch! Zum schreiben einer popeligen Stellungsnahme hat die Zeit gerade auch nicht gereicht? Schade aber auch! Aber hey, dafür machst du ja JETZT zum Ausgleich hier den großen Menschenrechtskämpfer! Super!
    Klare Sache, gegen den Lehrer, *DA* bist du wieder voll und ganz da und aktiv. Bravo! So heldenhaft, dass ich vor lauter fremdschämen einfach nur noch kotzen könnte. Man, man, man! Linkssein hieß in diesem Land mal sich GEGEN Romantizismus, Esoterik, und simple Weltbilder und FÜR die Wahrheit und Aufklärung zu verpflichten. Und wo steht die Linke heute? Bei einem Haufen dressierter Affen, die bei der ersten sich bietenden Gelegenheit zum selber denken bitter versagen!

    Um das mal ganz klar zu sagen: Krause hat hier einen sagenhaft dummen Fehler gemacht, aber *ER* hat wenigstens was getan! IHR hingegen lasst entweder aus Feigheit oder Dummheit die Salafisten frei gewähren. Dass ihr wirklich eine nennenswerte Anzahl moslemische Freunde und Bekannte habt, das nehme ich euch nebenbei nicht wirklich ab. Sonst wüsstet ihr nämlich, dass der „Durchschnittsmoslem“ Wahabiten / Salafisten und andere moslemische Extremisten genauso gerne hat, wie der „Durchschnittsdeutsche“ Fußpilz. Für einen ordentlichen Extremisten sind moderate Moslems nämlich größtenteils ebenfalls „Ungläubige“, und damit eigentlich zu tötende Apostaten.

    Lest es auch doch bitte mal auf islam.de durch:

    http://www.islam.de/20027_print.php?

    (Aber Vorsicht, Kritik an einer moslemischen Strömung! Kann ja nur „rechts“ sein, weil ja ALLE Moslems, zumindest die mit Migrationshintergrund, gute Menschen sind! Bloß nicht davon täuschen lassen, dass der Text auf islam.de steht, gewiss eine weitere fiese Finte der Rechten! Weltbild-in-Gefahr-Alarm!)

  • #43
    Namenlos

    @ Ben
    Mag sein, dass es von „der“ Linken zu wenig Kritik an Islamisten und an den türkischen Faschist_innen gibt, allerdings frage ich mich, wie Du zu folgender Aussage kommst:

    Inwiefern würde „die“ Linke extreme Muslim@ verteidigen? Ich würde nicht annehmen wollen, dass emanzipatorische Linke rechts-reaktionäre Menschen verteidigten. Du jedoch, die/der das behauptet, schiebt darauf aufbauend, ihrer/seinerseits falsche Vorwürfe nach, wonach Migrant_innen von „den“ Linken „immer als rechtens und gut“ und „Kritiker_innen“, die dies kritisieren automatisch als Nazis abgestempelt würden. Anscheinend hast Du nicht verstanden, worin linke Kritik und Gegner_innenschaft an der Hetze gegen gemeinte Muslim@ besteht: Es geht um Generalisierung („der Islam“, „die Muslim@“) Feindbildschaffung, Angst & Hassschürung („Überfremdung“, „Islamisiserung“).

    Hiermit hast Du Dich in meinen Augen selbst diskreditiert. Verwerflich ist es Deiner Meinung nach nicht, beispielsweise Positionen und Gewalt der Neonazis zu verharmlosen/relativieren? Wo Du „den“ Linke verwirfst, nicht da gewesen zu sein – wo warst Du denn?

    PS. Was willst Du mit Deiner selbstgewählten Opferrolle („Bitte löschen/sperren“) erreichen?
    Was macht denn Dein zitierter Ralph Giordano noch so? Er unterstützt z.B. den rechtspopulistischen Verein „Pax Europa“ …

  • #44
    Arnold Voss

    @ Ben # 42

    Links von Ben ist nur noch die Wand und alle anderen sind rechts und doof außer ????…. BEN natürlich! Ach Gottchen, Ben. Wer ist hier Mr. Bigmouth?

    Ach, und noch eins: Niemand würde sich für die idiotischen Salafisten interessieren, wenn Pro NRW nicht dauernd dagegen demonstrieren würde.

  • #45
    Martin Niewendick Beitragsautor

    Das ist doch unglaublich! Kopiert die Waz einfach die Ruhrbarone-Interviewfragen, stellt sie Daniel Krause einfach nochmal und tut so, als wären seine (schon vorher bekannten) Antworten ne Neuigkeit:

    http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/beurlaubter-lehrer-aus-dortmund-bedauert-spontanen-auftritt-bei-pro-nrw-id6761373.html

    Bei uns hieß das:

    „Ruhrbarone: Sie haben auf der Pro NRW-Veranstaltung am Samstag eine Rede gehalten. Was bewog sie, dort zu sprechen?

    Ich habe meine Rede spontan gehalten – und zwar unabhängig von dieser Partei. Ich bin mit ein paar linken Begleitern zu dem Gelände gegangen, um gegen Salafismus und für Meinungsfreiheit einzutreten. Es war keineswegs die Absicht, Pro NRW zu unterstützen. Leider wirkte das zeitweise so – da habe ich mitunter sehr fahrlässig formuliert.(…)“

    Andreas Winkelsträter fragt für die WAZ:

    „Was hat Sie dazu veranlasst, bei einer Veranstaltung von Pro NRW / Pro Köln eine Rede zu halten?

    Ich habe meine Rede spontan gehalten – und zwar unabhängig von dieser Partei. Ich bin mit ein paar linken Begleitern zu dem Gelände gegangen, um gegen Salafismus und für Meinungsfreiheit einzutreten. Es war keineswegs die Absicht, Pro NRW zu unterstützen. Leider wirkte das zeitweise so – da habe ich mitunter sehr fahrlässig formuliert. “

    Nächste Frage von uns:

    „Ruhrbarone: Der Vorsitzende Markus Beisicht ist Ex-Funktionär der Neonazi-Truppe „Deutsche Liga für Volk und Heimat“. Dort setzte er etwa ein Kopfgeld von 5000 DM auf eine von Abschiebung bedrohte Roma-Frau aus. War ihnen das bewusst?“

    Nächste Frage bei der WAZ:

    „Wussten Sie nicht, dass Pro NRW als äußerst rechtsextrem gilt?“

    Dritte Ruhrbarone-Frage:

    Ruhrbarone: Die etwas gemäßigtere Partei „Die Freiheit“ war in Köln ebenfalls zugegen, mit einer eigenen Veranstaltung. Wieso haben sie sich für die radikalere Gruppierung entschieden?

    Dritte WAZ-Frage:

    „Haben Sie eine Entscheidung getroffen, ob Sie bei Pro NRW/Köln besser aufgehoben sind als anderswo?“

    Letzte Ruhrbarone-Frage:

    „Ruhrbarone: Können sie muslimischen Schülern, die unter ihrer Obhut als Lehrer stehen, noch neutral begegnen?“

    Die Waz-Version:

    „Können Sie muslimischen Kindern nach Ihren Äußerungen, Sie hätten mehr Angst vor dem Islam als vor Nazis, noch neutral begegnen?“

    Zufall?

  • #46
    Robin Patzwaldt

    @Martin: Hatte den entsprechenden Text auch gerade auf ‚der Westen.de‘ gelesen und mich darüber ‚gewundert’….
    Jetzt lese ich hier, dass das wohl nicht nur mein ‚Gefühl‘ war die Sache so in etwa gestern schon hier gelesen zu haben.

  • #47
    Namenlos

    Fehlende Zitate meines letzten Kommentars:
    1. (nach erstem Absatz)
    „- Wieso verteidigt *IHR* eigentlich extreme Muslime, deren
    Weltbild so weit rechts-reaktionär ist, wie es bei der katholischen
    Kirche nur noch die Pius-Brüder sind?“
    2. (nach zweitem Absatz)
    „Aber deutlich widerwärtiger als einer Rede, an der ich inhaltlich insgesamt nichts Verwerfliches finden kann ist die Tatsache, dass IHR allesamt nicht dort wart!“

  • #48
    Stefan Laurin

    @Robin @Martin: Soviel zum Thema große Verlage und Blogs im Streit um das Urheberrecht 🙂

  • #49
    Ben

    @Arnold Voss:

    > Ach, und noch eins: Niemand würde sich für die
    > idiotischen Salafisten interessieren, wenn Pro NRW
    > nicht dauernd dagegen demonstrieren würde.

    Ach, „idiotisch“ sind die also? Klingt ja süß, und irgendwie harmlos, bzw. verharmlosend! Junge, wir reden hier von knallharten Faschisten, die zudem glauben, Gott würde ihr Tun rechtfertigen. Sehr viel schlimmer geht es eigentlich nicht mehr. „Idiotisch“, das kann man zum Verhalten des Lehrers sagen. Oder zu dem, was du und deinesgleichen hier abziehen. Die Salafisten sind da eine ganze Größenordnung übler.

    Noch mal zur Sache, du reißt hier dein Maul auf, dass jeder, der gegen Menschenrechte ist, hier halt eines auf die Nuss bekommt. Okay, du Menschenrechtskämpfer, wo warst du also am Samstag? DESWEGEN sage ich Mr. Bigmouth zu dir, und zwar zu Recht!

    Und ebenfalls sehr interessant, wenn es um Salafisten geht, so sind die also klein und irrelevant, und nur Pro Köln ist Schuld, wenn sich das ändert. Da hätte ich vor Lachen fast meinen Kaffee auf dem Bildschirm verteilt. Wenn also eine Gruppe von Nazis klein und irrelevant genug ist, sollte man sie ab sofort nicht mehr bekämpfen, weil sie dann ja erst Aufmerksamkeit bekommen könnten? Wie war das noch gleich mit „Wehret den Anfängen!“, ist das ab sofort nicht mehr gültig? Am besten wehren wir uns also gegen faschistisch-intolerantes Gedankengut, indem wir diejenigen fertigmachen, die mit ihren Protesten Aufmerksamkeit erregen? Interessante Theorie, und natürlich gaaaaaaar nicht unehrlich oder inkonsequent.

    Fällt dir das eigentlich gar nicht auf, was für widerwärtige Argumentationspirouetten Leute wie du mittlerweile drehen müssen, um ihr vollkommen von Doppelmoral und doppelten Standards triefendes Weltbild zu rechtfertigen? Um es mal klar zu sagen: Der Lehrer darf kritisiert werden, aber von Leuten wie dir nicht! Du hast jegliches moralische Recht dazu verloren.

  • #50
    AnoNym

    Der Mann ist doch promoviert und war jahrelang aktiv gegen Rechts. Wie kann er dann behaupten er habe Pro-Nrw nicht gekannt. Jetzt habe er recherchiert.Völlig unglaubwürdig und untragbar.

  • #51
    Ben

    @Namenlos:

    Weißt du, damit, dass du sogar jemanden wie Ralph Giordano mal im Zweifelsfall tüchtig anpinkelst, bestätigst du genau das Verhalten, was ich meine. Wie absurd ist das denn, der Mann hat den Holocaust knapp überlebt, aber du stellst ihn echt mal eben in die Ecke der „verkappten Faschisten“. Genau das ist es, was ich meine. Du und deinesgleichen, ihr seid SEHR schnell dabei, dass sich eigentlich JEDER irgendwie diskreditiert, der hier mal Kritik anbringt.

    So ist es natürlich leicht. Mit mir muss man nicht diskutieren, ich hab mich ja schon selbst diskreditiert. Mit dem ÜBerlebenden des Nazi-Regimes, und persönlich absolut 100% integeren Ralph Giordano muss man nicht diskutieren, der hat mal auf eine Anfrage von Pax Europa positiv reagiert, und damit zählt ALLES was sonst war nicht mehr. Der Lehrer könnte den ein oder anderen korrekten Punkt gehabt haben, aber klar, falsche Demo, er hat sich diskreditiert.

    Nur *DU* und deinesgleichen („Links“, jahaaaa, klar!), *IHR* erscheint zwar bei keiner einzigen Salafisten-Aktion, ihr bekommt den Arsch nicht hoch, und ihr schreibt auch nichts dazu, wo ihr sonst schon bei einem drittklassigen Treffen der Jungen Union Euskirchen im Zweifelsfall lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig was sagen würdet. ABer IHR seid NICHT diskreditiert, nein, gar nicht! Nur die anderen! Solange man selbst als ordentlicher Linker noch Gender_innen-gerecht schreibt, ist alles okay.

    Mal weniger polemisch: Genau das ist das Problem. Die erhebliche Diskrepanz zwischen einem Handeln, nach dem mittlerweile selbst Giordana also im Prinzip ein verkappter Nazi, auf jeden Fall aber diskreditiert ist, aber zugleich türkischstämmige Ultrafaschisten und extremistischte Moslems neben vielen anderen vollkommen unbehelligt gelassen werden. Übrigens, Stichwort „Gegen Generalisierung“ („Der Islam“): Hört endlich mal auf, euch in die Tasche zu lügen. Als ob es irgendeinen Aufschrei gäbe, wenn jemand über „DEN Katholizismus“ oder „DIE christliche Kirche“ herziehen würde. Jahrelang konnte ich mich nach Herzenslust polemisch über die Hanseln in Rom lustig machen, aber wenn ich den Islam als bescheuert und rückständig kritisiere, dann bin ich auf einmal der schlimmste Hetzer seit Göbbels? Nicht dein Ernst, oder?

  • #52
    Klaus Lohmann

    Sorry Ben, aber Dein „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich!“-Gelaber hier ist ziemlich kindisch. Schau Dir einfach nochmal das Youtube-Video von Krauses Rede an und sag uns dann, warum dieser so vehement-exaltiert gegen die Demo-Teilnehmer von „Die Freiheit“ polemisieren musste, wenn diese ebenso die grundsätzlichen Ziele von Pro NRW verfolgen.

    Ich sag’s Dir: Weil es eben nicht um Argumente, sondern ums populistische Stänkern geht. Und wie immer darum, wer den Längsten hat.

  • #53
    lehrerkritischer

    Ein Politiklehrer, der zu einer Kundgebung von ProNRW geht, dort spricht, aber keine Ahnung von ProNRW und der Freiheitspartei hat?
    Feuert den Mann!
    Der darf so wenig als Politiklehrer arbeiten, wie ein Mathelehrer, der nicht zwei und zwei addieren kann!

  • #54
    Stefan Laurin

    @Bart: Nur zu Info: Wir haben Deine IP, wir werden Deine Adresse und Deinen Namen herausbekommen und wenn es Ärger geben sollte, sind wir schneller mit diesen Infos beim Staatsschutz als Du Prozesskostenbeihilfe beantragen kannst.
    Und natürlich sorgen wir auch dafür, dass die Öffentlichkeit erfährt wer Du bist 🙂

  • #55
    abraxas

    Wieso kann man bei der Scheinalternative rechts oder links nicht einfach gerade(her)aus sein?
    Geht es alles auch ein wenig sachlicher?

  • #56
    Stefan Laurin

    @Abraxas: Es geht immer nur um autoritär vs. antiautoritär. Und Pro NRW und die Salafisten sind beides autoritäre Gruppierungen.

  • #57
    abraxas

    Nö, lieber Stefan, eben nicht. Ob Du es nun rechts / links, autoritär oder antiautoritär nennst bleibt sich, für mich, gleich.
    Ich mag keine einfachen, für die Wirklichkeit zumeist unterkomplexen, Schwarz-Weiss Unterscheidungen. Das ist, bei aller Freundschaft und Respekt, Freund-Feind-Denke, die ich sehr kritisch sehe.
    Die Farbe der Wahrheit ist nicht Schwarz oder Weiss, die Farbe hat alle Zwischenstufen des Grau(ens) 😉
    Aber:
    Jenseits aller logischen Deduktion aus obersten Prinzipien, können wir in der Ablehnung beider Gruppen überein stimmen. Warum? Siehe oben.

  • #58
    Ben

    @Klaus Lohmann:

    Erstens, kannst du dir dein „Sorry“ sparen, es ist nicht ernstgemeint. Zweitens, wer betreibt denn hier das „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich“-Gelaber? Ich?! Hallo?! Mit Verlaub das sind doch wohl eher jene, die sagen „Der Lehrer ist diskreditiert“, „Der Ben ist diskreditiert“ und „Der Giordana ist sowieso Nazi irgendwie, und somit diskreditiert“.

    „Nicht diskreditiert“ (was ja noch die nette Form ist!) sind offensichtlich nur zwei Gruppen, nämlich a) die Salafisten, und b) ihr selbst. Okay, a) war polemisch, aber was es euch selbst betrifft, so bekommt ihr schon seit Monaten und Jahren euren Arsch nicht hoch, weil es natürlich unbequem ist. Schon allein, weil man dann wahnsinnig aufpassen muss, sich von den rassistischen Gründen handelnden Rechten abgrenzen zu müssen. Weil es sein kann, dass man für so was von den Salafisten zusammengetreten wird.

    Und noch ein Problem warum keiner aufsteht: weil man auch noch mit selbsternannten „linken“ Moralwächtern zu kämpfen hat, die die moslemischen Extremisten ganz toll finden, weil die ja auch irgendwie gegen den Westen, den Kapitalismus und all das Zeug sind. Aber verdammte Axt, es ist irgendwann auch mal eine Frage der persönlichen Glaubwürdigkeit. Wenn wir es als Linke weiterhin zulassen, dass jede noch so Frauen- und menschenfeindliche Ideologie unwidersprochen verbreitet werden kann, dann werden wir mit unserem Gerechtigkeitsstreben irgendwann nur noch als erbärmliche Lachnummer wahrgenommen, und zwar vollkommen zu Recht! Entschuldigung, aber ICH möchte nicht, dass unsere Gesellschaft sich so entwickelt. Nazis raus! Das gilt auch für moslemische Nazis!

    Übrigens, er hat EINEN Satz zur „Freiheit“ geäußert. Ja, du hast Recht, der war scheiße. Ja, den hätte er sich sparen können, ebenso wie die Tatsache, sich da zu Pro Köln zu stellen. Aber es war kein unendliches lamentieren, und wenn ihm wirklich nicht klar war, dass Pro Köln alles andere als nur rechtspopulistische Spießer sind, dann wird das Problem deutlich. Deswegen unter anderem hat der Beisicht im Hintergrund sich ja auch geradezu kaputtgelacht.

    Aber nochmal, es ist EUER Verhalten, welches dafür gesorgt hat, dass der nicht bei der Antifa stehen KONNTE. DAS ist der eigentliche Skandal, und dafür habt ihr mal eben NULL Empathie! Sag mal an, wann kommt denn mal die Zeit von konsequenten linken Aktion gegen Salafisten, Wahabiten, Graue Wölfe und die anderen Arschgeigen? Dass da nichts kommt, und dass Leute wie du damit kein wirkliches Problem haben, das ist einfach nur noch widerlich!

  • #59
    D.Arndt

    Und alle Salafisten sind ja bekanntlich Muslime? Und alle Atheisten Fans von Geert Wilders? Mitunter ist es eben sehr sinnvoll Schwule vor religiösen Fanatikern zu schützen und Religiöse vor rechtslastigen, durchgeknallten Atheisten.

  • #60
    Namenlos

    @Ben
    Hör mit Deinen Unterstellungen auf!
    „Mit mir muss man nicht diskutieren, ich hab mich ja schon selbst diskreditiert.“
    – In der Tat muss mensch das nicht. Mensch muss gar nichts. Und ja, Du hast Dich entsprechend positioniert, Du „inhaltlich insgesamt nichts Verwerfliches an der Rede finden kannst“. Als antifaschistisch würde ich Deine Position nicht begreifen.

    „Mit dem ÜBerlebenden des Nazi-Regimes, und persönlich absolut 100% integeren Ralph Giordano muss man nicht diskutieren, der hat mal auf eine Anfrage von Pax Europa positiv reagiert, und damit zählt ALLES was sonst war nicht mehr.“
    – Das sagst DU, nicht ICH. Ich finde es jedenfalls politisch mehr als fragwürdig, sich solche Bündnispartner zu suchen. Seine Aussage zu PRO NRW mag zustimmenswert sein. Seine Position insgesamt ist doch um Einiges ambivalenter. Das wolte ich mit dem Hinweis „Pax Europa“ andeuten.

    „Nur *DU* und deinesgleichen (“Links”, jahaaaa, klar!), *IHR* erscheint zwar bei keiner einzigen Salafisten-Aktion, ihr bekommt den Arsch nicht hoch, und ihr […]“
    – Na, im Pauschalisieren bist Du scheinbar Weltmeister!

    „Mal weniger polemisch […]“
    Warum nicht gleich so?

    „Der Lehrer könnte den ein oder anderen korrekten Punkt gehabt haben, aber klar, falsche Demo, er hat sich diskreditiert.“
    Tja, als „links“ gilt es wohl nicht, auf einer PRO NRW-Demo den Rechten das Wort zu reden. Kommunikationsguerilla war es jedenfalls nicht. Darüberhinaus ist der Typ Politiklehrer.

    „[…] dann bin ich auf einmal der schlimmste Hetzer seit Göbbels? Nicht dein Ernst, oder?“
    Nicht mein Ernst. Deiner? Tja, schade, Du hast nicht wirklich etwas an Deinem (polemischen) Stil geändert …

  • #61
    Klaus Lohmann

    @Ben: Deine penetrant-pauschalen Unterstellungen gegenüber Leuten, die Du weder kennst noch anhand derer Kommentare hier einzuschätzen weißt, diskreditieren Dich für jegliche Diskussion. Punkt.

  • #62
    Ist Vorsichtig

    @Stefan Laurin #55: Nach Ihrer Warnung an Bart (keine Ahnung was er geschrieben hat) bin ich leicht verunsichert. Mit einer Drohung (editiert) den Staatsschutz einzuschalten, vermittelt das Forum hier gleich einen anderen Eindruck. Weiß nicht, ob Bart sich zu weit „Links“ oder zu weit „Rechts“ rausgelehnt hat. Doch nach solch einer „autoritären“ Drohung (nicht nur löschen des Beitrages) werde ich mein Vorhaben, mich hier auch mal mit in Diskussionen einzuschalten, verwerfen.

    Da Sie diese Drohung einfach mal so dahin klatschen und man den Inhalt nicht kennt, der von Ihnen kritisiert wird, scheint dies kein Ort der freien Rede zu sein.

    Mag sein das Bart beleidigend, Rechtsradikal oder Linksradikal oder sonst was war und sein Beitrag ZU RECHT gelöscht wurde. Allerdings dann so einen Kommentar zu posten ist für Neue Leser dieses Blogs sehr verunsichernd.

    Ab wann wird man bei Ihnen denn beim Staatsschutz oder Verfassungsschutz gemeldet??

    Bis wohin darf Kritik gehen. Ab wann sagen Sie dem Verfassungsschutz bescheid, dass „man mal lieber ein Auge auf diesen User hält“?

    Ich hoffe ich bin nicht zu weit gegangen. Ansonsten bitte löschen. Und ich bitte sie darum, mich nicht zu melden. 😉

  • #63
    Stefan Laurin

    @Von Ist Vorsichtig zu: Ganz einfach: Man sollte nie einen Autoren bedrohen.

  • #64
    Ben

    @Namenlos:

    Ich sag dir jetzt mal, was ich vermute. Ich vermute, dass der politisch tatsächlich ziemlich schlecht informierte Lehrer tatsächlich im Prinzip links ist. Und zwar ziemlich weit sogar, in dem Spektrum, wo sich mit Verlaub auch viele komische und intellektuell nicht gerade granatenstarke Leute aufhalten. Die aber dafür alle schön darauf achten „mensch“ statt „man“ zu schreiben…

    Nun hat der erkannt, auch aufgrund ganz ersönlicher Erfahrungen, dass er gerade als offen bekennender Homosexueller vermutlich zehnmal mehr Stress mit extremistischen Moslems hat, als mit dem Häuflein versprengter Nazis an seinem Wohnort.

    Und dann kommt von seinem linken Umfeld NICHTS gegen diese Arschlöcher! Im Gegenteil, wer es kritisiert, der wird auch noch angegriffen. Vermutlich sind ihm jetzt am Samstag die Pferde mit ihm durchgegangen. Ja, alles scheiße! Trotzdem, die Wut, die der Mann hatte, die kann ich sehr gut nachvollziehen. Und was kommt nun von Links? Der Mensch wird so richtig schön fertig gemacht, als warnendes Exempel, und man klopft sich selbstgerecht auf die Schultern. Und das nächste Treffen von 3000 faschistischen „Grauen Wölfen“ in Essen wird wieder komplett unbehelligt geschehen. Die nächsten Koranverteilungsaktionen der Nazi-Salafisten werden zumindest von Links problemlos durchgewunken. Da ist man nämlich noch zu beschäftigt damit, sich fürs fertigmachen des einen Abweichlers gegenseitig auf die Schulter zu klopfen!

    Zu polemisch? Dann zeigt mir doch EURE Aktionen gegen Salafisten, Wahabiten und co. Und? Fehlanzeige! Und es ist euch nicht einmal für eine gottverdammte Millisekunde peinlich, und im nächsten Moment wird aber wieder ganz, ganz genau auf Gender_Innen-gerechte Schreibweise geachtet!

  • #65
    Ist Vorsichtig

    @Laurin: Keine Frage. Sie sollten eine solche Person auch melden und weitere Schritte einleiten.

    Das Problem, welches ein solcher Post mit sich bringt, bleibt aber bestehen. Sorry

  • #66
    Ben

    @Klaus Lohmann:

    Wenn ich also hier ach so böse Unterstellungen betreibe, die mich ja eh „diskreditieren“ (Ha, gottseidank, man hat einen Grund nicht mehr auf meine Kritik eingehen zu müssen!), dann beweise mir doch einfach mal das Gegenteil:

    1.) Wo sind die massiven linken Aktionen gegen Salafisten?

    2.) Wo werden die „Idealistenvereine“ AKA Graue Wölfe von links systematisch angegangen?

    3.) Wo wird mit extrem konservativen muslimischen Vertretern, die auch bei den meisten Muslimen so viel Rückhalt haben, wie Kardinal Meißner bei den Katholiken mal fundierte, linke und laute (!) Kritik betrieben?

    Beispiele? Fehlanzeige! Dafür sehe ich aber hier reichlich Leute, die sich wie Bolle auf dem Milchwagen amüsieren, dass da ein komischer Lehrer in seine Grenzen gewiesen wurde. Mit Verlaub, da wird man schon mal polemisch, unterstellt anderen was, und ganz wichtig „diskreditiert“ sich damit von selbst, womit die Fragen 1, 2 und 3 nicht mehr ernsthaft beantwortet werden müssen. Die sind ja ebenfalls „diskreditiert“, nicht wahr?

  • #67
    Stefan Laurin

    @Ben: Es gab sowohl in Bochum als auch in Essen Proteste gegen die Grauen Wölfe. Du vereinfachst also arg. Generell hast Du allerdings recht: Man muss gegen die Salafisten und andere Fundamentalisten, auch christliche, genauso protestieren wie gegen Nazis. Auf diesem Blog haben wir uns allerdings auch mit diesen Themen schon auseinandergesetzt. Man sollte das Thema nicht rechtsradikalen Gruppen überlassen.

  • #68
    Ben

    @Stefan Laurin:

    Vielleicht ist die Lage nicht überall so schlimm, wie ich denke, aber es gibt mindestens zwei Dinge, die ich halt sehen kann. Erstens passiert zumindest in meiner Heimatstadt Köln GAR NICHTS von Links gegen die Salafisten und ähnliche, aber gerade hier klopft man sich von ganz links bis hin zur CDU auf die Schulter für’s „Arsch huh!“-Konzert. Zum zweiten, mag sein, dass in Essen doch was war, aber bitte, wo denn?

    Stellt euch mal vor, was hier abginge, wenn sich in Deutschland 3000 Rechtsradikale versammeln wollen, egal wo! Da würde die Luft brennen, und die Demonstranten von überall bundesweit anreisen. Es gibt keinen, aber wirklich keinen Grund dass das bei den türkischstämmigen Rechtsradikalen anders läuft.

    Wir sind nicht mehr in den 80ern, die Zeit des Welpenschutzes sollte vorbei sein. Die Türken gehören zu uns, und gehören deswegen auch genauso behandelt, und genauso gemessen, wie wir das bei Bio-Deutschen auch täten. Ich rate DRINGEND zu einer Änderung der Attitüde, sonst ist „Links“ in ein paar Jahren nur noch eine ekelhafte, hohle und selbstgerechte Lachnummer im Prenzelberg-Milljö.

  • #69
    Stefan Laurin

    @Ben: Das hat mein geschätzter Kollege Tobias Kaufmann vom Kölner Stadtanzeiger in einer Kolumne Köln betreffend auch zu Recht kritisiert: http://www.ksta.de/html/artikel/1338997247682.shtml
    Nehmen wir das doch zum Anlass, künftig genauer hinzuschauen. Ein Feind mehr – was solls. Wir sind doch keine Lehrer die rumheulen vor Angst 🙂

  • #70
    Ben

    @Stefan:

    Das ist ein guter Ansatz. Ich werde zumindest versuchen, das nächste mal meinen Teil zu tun. Ich hoffe aber auch, dass man links mal insgesamt aufwacht, und das kapiert, dass DIESE Typen weder unsere Freunde sind, noch „unsere“ Moslems repräsentieren. Das wäre so, als würde man Skins aus Rostock für Repräsentanten der Deutschen Durchschnittsmeinung halten, und deswegen nur vorsichtig und mit Samthandschuhen anfassen, um „die Deutschen“ nicht zu verärgern.

  • #71
    ht

    Ich kenne dieses Blog erst seit einigen Tagen und bin auch nicht aus der Region, deshalb hoffe ich, dass man mir nachsieht, wenn ich mich zu Kommentaren und der Diskussion äussere:

    Teilweise empfand ich Bens Formulierungen auch etwas „unglücklich“, aber das ist ja schon stark beanstandet worden. Inhaltlich stimme ich ihm aber oft zu, die Muslime sind hier, der Islam gehört spätestens damit zu D&Europa. Probleme sollten beanstandet werden, bei deutschen Themen schreien gerade die Linken immer, sobald es aber um Themen bei Migranten geht, darf man nichts sagen. Ich hätte insgeheim gerne eine offene Diskussion über viele Probleme.
    Allerdings beinhaltet eine Diskussion über muslimische/ migrierte Gruppen immer die Gefahr, dass so etwas von rechts mißbraucht wird, man sieht ja überall in D und Europa, dass Recht (-spopulisten) damit offene Türen einrennen, mal mehr, mal weniger. Also vielleicht doch „Welpenschutz“. Und für Welpenschutz für warum auch immer problematische Familien und deren Kinder bin ich sowieso.

    Schöne Grüße aus dem Südosten

  • #72
    Dirk

    Es geht hier nicht um rechts oder links, es geht um Charakter oder Erbärmlichkeit. In diesem Sinne: Glückunsch für das dreifache Zensieren, ihr Freiheitskämpfer!

  • #73
    Arnold Voß

    @ All

    Glaubt hier wirklich Jemand, dass man religiöse Fanatiker dadurch ändert oder auch nur behindert, in dem man gegen sie demonstriert?

  • #74
    Carll Weizinger

    Wie erbärmlich, diese ganze Aktion, und die meisten Beiträge hier. Gesinnungsschüffelei, Leute aufgrund von unliebsamen politischen Meinungsäuserungen beruflich fertigmachen, etc.
    Deutschland, das Land der duckmäuserischen Hexenverfolger. Seit dem Mittelalter habt ihr wenig dazugelernt, die Aufklärung fand wohl hier nicht statt. Gute Autos bauen und Fussball, viel mehr ist nicht.

  • #75
    DH

    Die Ruhrbaron’sche Gesinnungsprüfungsbloggerei ist nicht Neues; ebenso wenig, wie sich nun über die verständlichen beruflichen Existenzängste dieses Lehrers mokiert wird.

    Lehrer Krause hat sich, nach alles, was man weiß, ein etwas unorthodoxes Weltbild zusammengebastelt, das die üblichen Koordinatensysteme, mit denen „Gesinnung“ normalerweise gemessen und verortet wird, nicht so recht zu erfassen vermögen. Das Feixen Beisichts im Video und die Häme Laurins im Blog sind die dazu komplementären Reaktionen. Lehrer Krause vermag offensichtlich nicht nur sich selbst zu verwirren.

  • #76
    Stefan Laurin

    @DH: „Wer die Hitze nicht verträgt, soll nicht in die Küche gehen“ Joschka Fischer 🙂

  • #77
    Helmut Junge

    @Arnold Voss,
    jemand glaubt, dass es brennt und ruft „Feuer“.
    Das kann ich normalerweise überprüfen.
    Wenn es nicht stimmt, also kein Feuer ist, muß ich anders reagieren, als wenn es tatsächlich ein Feuer gibt.
    Wenn es aber ein Feuer geben sollte, kann ich nicht kritisieren, dass der Warner zu leise, oder wie hier, in die falsche Richtung ruft, es sei denn, ich mache es besser als er.
    Also müssen wir klären, ob es ein Feuer gibt. Wir, das sind wir alle.
    Nehmen wir mal an, wir kämen zu dem Schluß, dass es zwar ein Feuer gibt, dieses aber vergleichsweise klein sei.
    Wie gehen wir mit einem vergleichsweise kleinem Feuer um?
    Wenn es aber aus unserer Sicht kein Feuer geben sollte, müssen wir auch das beweisen.

  • #78
    Martin Niewendick Beitragsautor

    @ DH,

    Du tust so, als ob das alles ne riesen Medienkampagne gegen Unschuldig wär. Nein, Der Krause hat sich selbst in die Öffentlichkeit gedrängt, er wusste, dass er gefilmt wird. und wenn er sagt, er wusste nix über pro nrw – nunja, als „antifaschist“ sehr unglaubwürdig. hinzu kommt, dass er freiwillig und bereitwillig auf die interviewfragen geantwortet hat; auch dazu hat ihn keiner gezwungen. was also soll diese stupide diffamierung des blogs? du hast einfach ein verzerrtes verständis von pressefreiheit, DAS ist Gesinnungsgeschwurbel.

  • #79
    DH

    @#78 (Martin), ich denke, Sie haben meinen Kommentar nicht verstanden. Denn da steht nichts über Ihr Problem („Medienkampagne“, „unschuldig“, „gezwungen“, „Pressefreiheit“ etc.) – ich schrieb darüber, dass a. Lehrer Krause offensichtlich eine nicht ganz konsistente Weltsicht hat, die einzuordnen sowohl Beisicht als auch Laurin (und vermutlich einige andere) überfordert und b. dieses Blog immer wieder dazu neigt, simple, mitunter unseriöse, aber immer persönliche Gesinnungscheckerei mit tatsächlicher Aufklärung zu verwechseln. Ich erwarte nicht, dass sich das ändert, denn es ist das Ergebnis einer beruflichen Deformation – genau so wie der Umstand, dass, wenn man Journalisten kritisiert, sie immergleich mit der „Pressefreiheit!“ herumfuchteln müssen.

    @#76 (Stefan), ich schreib’ Dir’s gerne noch mal auf: Eine Mikrowelle (wie Dein Blog) ist noch keine Küche. (-:

  • #80
    Jan Sören K

    @#79 DH
    „Wer schon die Wärme einer Mikrowelle nicht aushält sollte um die Küche einen weiten Bogen machen.“
    so verständlicher?

    Ein Blog ist auch nicht da um Aufklärung zu betreiben, sondern um die eigene Meinung kundzutun. Aufklärung sollte in den ernsthafteren Medien und über Pressemitteilungen stattfinden.

    Ist das ein ernsthaftes Medium?
    Ist das eine Pressemitteilung?

    Merke: Man sollte hier keine Aufklärung, sondern Kolumnen, Kommentare und Meinung erwarten.

  • Pingback: “Linker Lehrer” suspendiert: Reaktionen | Ruhrbarone

  • #82
    DH

    @#80: Ach, wem zu Küche immer nur Hitze einfällt, dessen Küche verdient tatsächlich jeden noch so weiten Bogen, den man um sie herum machen kann.

    Kein ernsthaftes Medium? Keine Aufklärung? Das machen Sie bitte mit dem Blogbetreiber aus.

  • #83
    Ben

    @Martin Niewendick

    > Du tust so, als ob das alles ne riesen Medienkampagne
    > gegen Unschuldig wär. Nein, Der Krause hat sich selbst
    > in die Öffentlichkeit gedrängt, er wusste, dass er gefilmt
    > wird.

    Er ist also irgendwie Schuldig? Mag sein, aber genau das kritisiere ich hier. Was dir ganz offensichtlich gar nicht klar ist, von deinem hohen, selbstgewählten Ross: *DU*, mein Freund, bist eine ganze Größenordnung schuldiger, als Krause! Zumindest, wenn du dich selbst als Kämpfer gegen Faschismus und totalitäre, menschenverachtende Ideologien siehst.
    Krause hat sich gewehrt, leider beim falschen Verein stehend, *DU* und deinesgleichen, ihr habt aber die Fresse gehalten, und GAR NICHTS gesagt. Mal wieder! Oder anders gesagt: Wie eigentlich fast immer.

    > und wenn er sagt, er wusste nix über pro nrw – nunja,
    > als “antifaschist” sehr unglaubwürdig. hinzu kommt,
    > dass er freiwillig und bereitwillig auf die

    Ganz offen, wenn ich mich entscheiden müsste zwischen zum Teil gewiss verpeilten Leuten wie Krause, die aber den Mund aufmachen, und einer „Linken“, die all dies systematisch NICHT, oder wenn, dann nur extrem unzureichend tut, dann nehme ich lieber Krause.

    Ich wäre aber mal dankbar, wenn der eigene, „linke“ Anspruch von Leuten wie dir, oder den Meisten Lesern dieses Blogs auch gegenüber Grauen Wölfen und moslemischen Extremisten oder auch Konservativen genau so verteidigt wird, wie dies gegenüber „traditionellen“ Rechtsradikalen und erzkonservativen Christen eine absolute Selbstverständlichkeit ist. Denn offen gesagt, eigentlich möchte ich mich nicht so gerne für Krause entscheiden müssen, weil sich nahezu das komplette linksliberale Deutschland selbst aktiv in die Tasche lügt, sobald die Faschisten leider einen Migrationshintergrund besitzen.

    Nazis -die ja auch die „eigene“ Community aufmischen und drangsalieren!- haben einfach keinen Welpenschutz verdient, vollkommen egal, welche Herkunft sie haben!

  • #84
    Martin Niewendick

    @Ben,

    Ich stelle fest, dass du ohne kenntnis meines journalistischen wirkens lospolterst.woher weißt du, was ich politisch so mache? daher, und einfach um dich zu ärgern, erspar ich mir ne kleine linksammlung meiner „islamkritischen“ (kotz) artikel.

    shavua tov

  • #85
    Namenlos

    Die Position, in die Krause in der Rede im Zusammenhang von ProNRW tendiert, wird Homonationalismus genannt. Eine Erläuterung hierfür von Judith Butler steht im nachfolgendem Zitat. Der Anlass für das nicht mehr ganz aktuelle Interview in der Jungle-world war übrigens Butlers Ablehnung einer Ehrung durch den CSD. Damit drückte sie die Kritik am CSD aus, der sich nicht von Rassismus distanziere. Stattdessen nahm sie auf dem CSD die Chance wahr, um für die Arbeit von mehrheitlich LGBTs of Color werben. Diese sind es auch, die sich u.a. gegen antimuslimischen Rassismus und Homophobie engagieren. Hier ein paar Links:
    GLADT (www.gladt.de), LesMigraS (www.lesmigras.de), SUSPECT (http://nohomonationalism.blogspot.de) und ReachOut (www.reachoutberlin.de)

    „[…] In den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden, um nur ein paar Länder zu nennen, können wir den Anstieg des sogenannten Homonationalismus beobachten, also der Vorstellung, dass Freiheiten für Homosexuelle vor nicht-europäischen ImmigrantInnen geschützt werden müssten. Wenn »Homosexuellen-Rechte« zu einem Merkmal für den »fortschrittlicheren« Status europäischer Kulturen instrumentalisiert und benutzt werden, um staatliche Sicherheitsapparate auszubauen, dann ist diese Politik von einem europäischen Nationalismus und der Ausweitung sicherheitspolitischer Machtregime vereinnahmt worden. Auf dieser Basis macht man sich mit Maßnahmen gegen ImmigrantInnen und der abscheulichen Tradition, Europa rassisch rein zu halten, gemein. Hier werden Formen kultureller Überlegenheit unterstützt, die unannehmbar sind. Wenn EuropäerInnen diese Haltung akzeptieren, dann verunmöglichen sie die Zusammenarbeit mit Queer-Gruppen aus Beirut, Kairo oder Ankara. Aber es gibt viele Formen, den Kampf gegen Gewalt und Pathologisierung zu führen. Eine globale Bewegung muss mit lokalen Gruppen arbeiten und regionale Kämpfe in Betracht ziehen, damit eine Koalition aus vielen Ländern entstehen kann. In diesem Kampf gibt es keinen Platz für Rassismus. […]“
    http://jungle-world.com/artikel/2010/30/41420.html

  • #86
    Helmut Junge

    @Namenlos,
    was und wieviel kann man sich eigentlich aus den Fingern saugen, ohne dass es wehtut?

  • #87
    Arnold Voß

    @ Martin Niewendick

    Die Diskussion mit Leuten wie Ben ist sinnlos. Überhaupt tummeln sich hier Leute denen es vor allem darum geht, sich als mutige und große Kämpfer darzustellen. Und das unter Decknamen. Die ihre eigen Betroffenheit rausposaunen, als wären sie bei RTL in der Nachmittagstalkshow und die es einen Scheisdreck interessiert was du oder andere machen, wenn es nicht genau dasselbe ist, was sie machen.

    Die einzig angemessene und zugleich wirksame Reaktion auf die Salafisten ist die Polizeirazzia und die weitere strafrechtliche Verfolgung. Sie sind in der Mehrzahl Feinde unserer demokratischen Verfassung und sie sind bereit mit Gewalt gegen sie zu kämpfen. Dabei ist es völlig egal ob sie Muslime sind oder nicht.

    Und wie gesagt: Religiöse Fanatiker bekämpft man nicht mit Gegendemonstrationen. Das stärkt sie nur in ihrer Einstellung und gibt ihnen die mediale Wirkung die sie sich wünschen.

  • #88
  • #89
    Helmut Junge

    Arnold,
    „Die einzig angemessene und zugleich wirksame Reaktion auf die Salafisten ist die Polizeirazzia und die weitere strafrechtliche Verfolgung. Sie sind in der Mehrzahl Feinde unserer demokratischen Verfassung und sie sind bereit mit Gewalt gegen sie zu kämpfen. Dabei ist es völlig egal ob sie Muslime sind oder nicht.“

    Sehe ich zwar genauso, aber es hat doch, bevor die Innenminister aktiv wurden, eine längere Zeit des Zauderns gegeben. Während dieser Zeit gab es etliche Diskussionen zu diesem Thema.
    Auch hier waren wir uns, (während des Wahlkampfs NRW, einig, dass sich beide Seiten in Bezug auf Verachtung der verfassungsmäßigen Grundrechte in nichts nachstehen, wobei es Pro offensichtlich genießt, sich unter der Maske der bewahrenden Biedermänner zu zeigen, während die Salafisten freiwillig den anderen Part einnehmen.
    Jetzt gibt es zu der Gewalt, die von den Salafisten ausgeübt wird, tatsächlich nur noch eine einzige konsequente Antwort.
    Die legen es sogar darauf an.
    Ob Demonstrationen oder Diskussionen gegen diese religiösen Eiferer etwas bewirkt hätten? Du sagst Nein.
    Vermutlich hast Du in dem Punkt sogar Recht.
    Aber wenn jemand trotzdem Demonstrieren möchte, warum soll ich den verurteilen?
    Ganz eindeutig Recht hast Du mit Deiner Ansicht über die Helden mit Nicknamen.
    Es gibt in Köln demnach also einen unbekannten Helden, der unter dem Namen „Ben“,
    Den „Arsch hoch kriegt“ und kämpft, und niemand weiß, wer er ist.
    Vielleicht ist es auch nicht in Köln, und der Held heißt nicht mal Ben, aber immerhin ist es wohltuend zu wissen, dass irgendwo ein Held heimlich kämpft, wo wir uns alle nicht trauen. Alle Achtung.

  • #90
    Was geht Dich das an

    Mich verwundert, dass niemand Kenntnis nimmt von
    „Antifaschistische Aktion“.
    Dieses T-Hemd trägt der Lehrer.
    Faschisten stellen für „die Szene“ Linke dar.
    „Die Feinde“ = Linke und Islamisten
    angeblich.
    In Wahrheit beginnt man halt irgendwo
    bzw. mit irgendwem.
    Klar geht es gegen die Kirchen –
    hatten die Nationalsozialisten des „3. Reiches“ etwa
    Religionen im Sinn?
    Nein, ihre Großimperiumsideologie sollte Religion genug sein.
    Opium
    Wenn da nun also ein Lehrer, eine Berufskaste, von der bekannt ist, dass sie unterwandert wird, sich hinstellt und sich als vermeintlicher Schwuler und Feminist „ortet“, Personengruppen, die ja eigentlich gehasst werden,
    so stellt das doch nur eine Täuschung dar –
    was auch sonst.
    Man hält auf einem Pro NRW-Kundgebungsaufmarsch keine „spontane Rede“,
    schon gar nicht als angeblicher „Linker“.
    Die Grenzen zwischen links und rechts sollen gänzlich verschwimmen, lechts, rings – wen interessiert das schon.
    Neu-Rechte, Kulturkonservative, Nationale und Sozialisten sind und bleiben,
    was sie sind: Faschisten, Rassisten, Nationalsozialisten.

  • #91
    Was geht Dich das an

    Auch nicht uninteressant und aufschlussreich:
    1. der Ort, der Hintergrund, wo der Herr Doktor sich ablichten ließ und
    2. das T-Hemd, das er da trägt,
    3. die Farben seiner Kleidung: schwarz-weiß-rot

    Wer hier meint, das alles sei Zufall, hätte nichts zu bedeuten, dem sei schon mal vorauseilend geantwortet:
    Doch!

  • #92
    Martin Niewendick Beitragsautor

    Nur noch mal kurz zum Mitschreiben: Auf dem T-Shirt, dass Krause trägt, steht „Antispeziesistische Aktion“ und nicht „Antifaschistische“. Ist aber in sofern egal, alss dass Antispes sich i d Regel auch als Antifas betrachten.

  • #93
    newcomerin

    …Nachtrag:

    Und was soll eigentlich diese Albernheit mit dem Welpenschutz? Das ist doch hochgradig diskriminierend.
    Die Muslime, die ich kenne, sind sehr wohl in der Lage, sich um ihre Belange selbst zu kümmern. Die brauchen mit Sicherheit keine Bevormundung von irgendwelchen selbsternannten Weltverbesserern.

  • #94
    Theo-Soziologe

    Ich kenne Daniel schon recht lange und recht gut, wir haben gemeinsam Sozialwissenschaften studiert. Deshalb fühle ich mich veranlaßt, auch etwas zu sagen.

    Eines ist völlig klar: ENTWEDER hat Daniel sich mit seiner Aussage, er kenne Pro NRW nicht, selbst ein Armutszeugnis ausgestellt ODER er hat gelogen. Was nun der Fall ist, weiß man bei ihm nie. Auf jeden Fall waren die Interviews, die er danach geführt hat, sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluß.

    Einige der hier geäußerten Vorwürfe sind berechtigt – z.B. daß Daniel einen an Rassismus grenzenden Anti-Islamismus an den Tag legt. Unberechtigt sind dagegen Vorwürfe, sein Anti-Speziezismus sei rezent. Ich kenne Daniel schon aus dem Studium als bekennenden Veganer.

    Daniel ist, was heutzutage nicht unüblich ist, ein religiöser Analphabet aber als solcher FANATISCH ANTIRELIGIÖS und diese seine fanatisch antireligiöse Haltung trifft mit seinem Tierrechtsfanatismus und der berechtigten Kritik an Homophobie und der Frauenverschleierung, die er undifferenziert als Akt der Unterdrückung der Frau interpretiert, zusammen und verbindet sich mit diesem zu einem üblen Konglomerat des Anti-Islamismus und zwar nicht im Sinne des gegen den Islamismus sondern des gegen den Islam sein, was bei seiner fanatisch antireligiösen Haltung nur konsequent ist. Erschwerend zu seinem Rigorismus kommt, daß er ein DEMAGOGE ist, der sich z.B. nicht dafür zu Schade dafür ist, wie Goebbels in “Der ewige Jude” zu argumentieren nur daß es bei ihm nicht konkret gegen Juden, sondern gegen Muslime gerichtet ist.

    Ob Daniel homosexuell ist, da bin ich mir, trotz seines Bekenntnisses dazu, nicht so sicher. Auf mich hat er immer einen asexuellen Eindruck gemacht, was aber ggf. an seinem ausgeprägten Egozentrismus und Mangel an Empathie für seine Umwelt liegt. Und an dieser Stelle möchte ich aus dem ersten Korintherbrief des Apostels Paulus zitieren:

    “Wenn ich in Menschen- und in Engelszungen redete, HÄTTE ABER DIE LIEBE NICHT, wäre ich ein dröhnendes Erz und eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüßte und allen Glauben hätte, um Berge zu versetzen, HÄTTE ABER DIE LIEBE NICHT, wäre ich nichts.”

    Denn hier liegt Daniels Problem: Es fehlt ihm an Liebe und Empathie, an Bewußtsein für seine Umwelt und Nachsicht, weshalb er alles nur in Schwarz-Weiß-Schemata wahrnimmt. Er hätte sich, in einer anderen Zeit, sicher als Inquisitor ganz gut gemacht: Gutes Wollend und Schlimmes anrichtend.

    All das macht ihn zum gefundenen Fressen für die Rechtsradikalen, die ihn im Kampf um die Deutungshoheit im Internet längst für ihre Zwecke instrumentalisiert haben.

  • #95
    Valentinian

    ZITAT:
    „#28 | Stefan Laurin sagt am 12. Juni 2012 um 21:33

    @Alle Freunde des VegetAriers: Mit seiner Angst passt er doch ganz gut zu den Anhängern von Pro NRW – die fürchten sich auch den ganzen Tag. ich erkläre mir das immer mit einem eher gering ausgeprägten Hang zur regelmässigen Erwerbsarbeit. Da haben einige zu viel Zeit.
    Und das er Angst hat ist mir auch egal – das ist erst einmal sein privates Problem und wenn es das nicht mehr ist das seines Arztes.“
    ZITATENDE

    1. Krause hat den Islam nicht von einem deutschnationalen fremdenfeindlichen Standpunkt aus kritisiert, sondern von einem emanzipatorisch-humanistischen. Nicht das „Undeutschsein“ des Islams stört ihn, sondern dessen Schwulenfeindlichkeit und Menschenrechtswidrigkeit. Das macht ihn zu einem Linken, nicht zu einem Rechten. Den VegetArier-Kalauer kannst du dir also sparen. In die Nazi-Ecke gerückt gehören eher jene Muslime, die Krause wegen dessen Schwulseins drangsaliert haben.

    2. Deine Bemerkungen über Krauses Angst sind zynisch. Krause hat als Schwuler Ärger mit schwulenfeindlichen, reaktionär-faschistoiden Muslimen bekommen und deshalb guten Grund zur Angst. Oder würdest du die Angst eines Ausländers vor rechtsextremen Deutschen auch zu seinem privaten Problem oder zum Problem seines Arztes erklären?

  • Pingback: Erneute Suspendierung – Krauses Weltbild | Indyvegan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.