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Extinction Rebellion: „Und ja, manche könnten in diesem Prozess sterben.“

Extinction Rebellion

Gründer von Extinction Rebellion hält aberwitzige Rede bei Amnesty International

Extinction Rebellion: Gründer Roger Hallam meldet sich mit erschreckender Rede zu Wort.

Roger Hallam, der Gründer der radikalen Klima-Aktivistengruppe Extinction Rebellion, wurde vor kurzem erst in London festgenommen, weil er den Luftverkehr am Flughafen Heathrow mit einer Drohne störte. Wenige Stunden später wurde er wieder festgenommen, weil er seine Bewährungsauflagen verletzte und sich dem Flughafen erneut näherte. Was treibt einen Mann wie ihn?

Aufschluss darüber kann eine Rede geben, die er im Februar dieses Jahres bei einer Veranstaltung von Amnesty International hielt. Über seine Pläne äußert er sich dort wie folgt: „We’re going to force the governments to act. And if they don’t, we will bring them down and create a democracy fit for purpose. And yes, some may die in the process.“ („Wir werden die Regierungen zum Handeln zwingen. Und wenn sie nicht handeln, dann werden wir sie stürzen und eine Demokratie erschaffen, die tauglicher für den Zweck ist. Und ja, manche könnten in diesem Prozess sterben.“)

Insgesamt besteht diese Rede aus knapp 13 Minuten voller schwülstigem Pathos, detaillierter Apokalyptik und nicht zu vergessen dem obligatorischen geschmacklosen Auschwitz-Vergleich. Es sind keine angenehmen 13 Minuten, aber danach versteht man die Gedankenwelt der Gründerriege von „Extinction Rebellion“ vielleicht ein bisschen besser.

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11 Kommentare zu “Extinction Rebellion: „Und ja, manche könnten in diesem Prozess sterben.“

  • #1
    Spion und Spion

    Interessant in diesem Zusammenhang ein Interview beim Spiegel was seine Beweggründe für die Gründung seiner Organisation ist.Er sagte wortwörtlich"ich sah meine gesammte Ernte durch ein Unwetter bedroht.Alles schwamm weg oder wurde durch Regen zerstört."Der Normalbürger nennt das wohl Berufsrisiko.Genauso wie LKW fahren ein erhöhtes Berufsrisiko hervorbringt.Im selbigen Interview sprach er auch davon das es höhere Ziele als die Freiheit des Menschen gibt.

  • #2
    Max Adelmann

    Zitat Jutta Difurth:
    THREAD Warnhinweis #ExtinctionRebellion

    Ich rate davon ab, mit Extinction Rebellion zusammenzuarbeiten und an den Aktionen von Extinction Rebellion (XR) am 7.10. in Berlin teilzunehmen. Ich empfehle ebenso dringend, Kinder und Jugendliche darüber aufzuklären, dass sie sich lieber an Aktionen von Fridays für Future beteiligen sollen (sofern diese nicht mit XR
    zusammenarbeiten), bei Ende Gelände und dem Widerstand im Hambacher Forst.

    Die Basis meiner Einschätzung sind Texte und Reden von Mitgründer*innen und Vertreter*innen von XR in deutsch und englisch, Bücher, Flugblätter und Berichte aus XR-Gruppen.

    Gründe (Auswahl):

    1. XR ist keine »gewaltfreie Klimabewegung« sondern eine religiöse-gewaltfreie esoterische Sekte, welche an die Apokalypse der baldigen »Auslöschung der Menschheit« glaubt und »Selbstaufopferung« empfiehlt.

    2. XR schürt Emotionen, die den Verstand vernebeln, wenn sie z.B. behaupten »Wir sind die letzte Generation der Menschheit vor der Auslöschung«.

    3. XR bezieht sich ideologisch u.a. auf Ghandi. Der war keineswegs gewaltfrei. Vergewaltigte Frauen waren für ihn keine Menschen mehr. 1938 forderte er die Jüdinnen und Juden in Deutschland auf, sich »gewaltfrei« in die Messer ihrer Schlächter zu stürzen und kollektiv Selbstmord zu begehen. Auf keinen Fall dürften jüdische Menschen sich wehren.

    4. XR ist keine Graswurzelbewegung, sondern ein getarnt hierarchisches Modell. Gegründet wurde XR in England. In Deutschland wurden viele Gruppen von Anleiter*innen aufgebaut, zum Teil in der Manier esoterischer Sekten.

    5. XR kooperiert und wird finanziert von Kapitalfraktionen, die ein Interesse an einer manipulierbaren Klimabewegung haben, die bei der PR, der Vermarktung und der gesellschaftlichen Durchsetzung vermeintlich umweltfreundlicher Produktionslinien und politischer Projekte nützlich ist.

    6. XR will nicht aufklären sondern Stimmung schaffen. XR setzt auf Hyperemotionalisierung und ist intellektuellenfeindlich. Dafür wird gemeinsam geweint und meditiert.

    7. XR zielt vor allem auf junge Leute und emotionalisiert sie. XR versucht rauschhafte Ängste vor der Zukunft zu erzeugen und spricht von der Bereitschaft der »Selbstaufopferung«.

    8. XR will möglichst viele Aktivist*innen ins Gefängnis zu bringen. XR übernimmt selbst nicht die Verantwortung für die Gefangenen. In Berlin wird die Telefonnummer des Ermittlungsausschusses (EA) der linken Szene verbreitet, obgleich man die Linke bekämpft.

    9. Alle dürfen bei XR mitmachen, auch »Rechte«. Co-Gründer Roger Hallam sagt außerdem: »Anders als klassische linke Bewegungen schließen wir niemanden aus, auch jemand, der ein bisschen sexistisch oder rassistisch denkt, kann bei uns mitmachen.«

    10. XR ist nicht gegen Atomenergie. Alle Nachfragen werden mit dem Hinweis auf noch zu gründende »Bürgerversammlungen« beantwortet, an denen »jeder« teilnehmen könne und die dann in noch ungeklärter Weise die Regierungen beraten sollen.

    11. XR arbeitet eng mit der Polizei zusammen. Für die morgigen Aktionen in Berlin hat XR Polizisten in die eigenen »XR-Deeskalationsgruppen« aufgenommen.

    12. XR hat versucht, alle möglichen Teilnehmer*innen seiner Aktionen in einer »Rebell Survey« nach der Bereitschaft zu politischer Radikalität, Mitgliedschaft in politischen Gruppen usw auszufragen. Nach heftiger Kritik wurden Teile der Daten angeblich gelöscht.

    13. XR hat einen absurden Gewaltbegriff und ist auch damit gefährlich für andere Gruppen. In Hamburg hat sich XR z.B. öffentlich von einer Sitzblockade distanziert, weil nach einem harten Polizeieinsatz (»Schmerzgriffe«) jemand »Fuck the Police!« rief. Diese Beleidigung der Polizei, sagt XR, sei Gewalt.

    14. XR wird niemals ein kritisches, rationales, linkes Projekt sein.

  • #3
  • #4
    ke

    Was ist eigentlich mit unseren Medien los? Wo bleibt die kritische Auseinandersetzung mit dieser Gruppe?

    Bei vielen Themen sind große Teile der Medienlandschaft sehr still. Insbesondere sieht es so aus, dass sie in der Klimadebatte komplett im Tunnelblick ist,.

    Danke an die Ruhrbarone.

  • #5
    Spion und Spion

    @Max Adelmann
    Danke für diese Worte von der Ditfurth.
    Ich glaube ich werde mir mal den Spass erlauben am Dienstag in den Unverpackt Laden in Bochum Boku zu gehen und den Rebellen mal vor Augen führen wem sie da eigentlich hinterherlaufen.Die Rebellen treffen sich dort immer Dienstags ab 18 Uhr.Das wir für mich ein inneres Fest sein.

  • #6
    Robin Patzwaldt

    Selber aktiv was für die Umwelt zu tun beeindruckt mich irgendwie deutlich mehr als Forderungen an andere:

    https://www.ruhrbarone.de/warum-die-stummel-sammler-von-rhinecleanup-mehr-beeindrucken-als-greta-thunberg-co/171819

  • #7
    P. Biniek

    Zur Kritik von Max Edelmann, Punkt 9:

    Auf der Seite von xr.de findet sich folgendes unter Prinzipien und Werte, Punkt 6:

    "Alle sind willkommen – so wie sie sind
    Körperliche Gewalt oder der Aufruf zur Gewalt gegenüber anderen wird nicht akzeptiert. Diskriminierendes Verhalten, Sprache und Verhalten, das rassische Dominanz, Sexismus, Antisemitismus, Islamophobie, Homophobie, Behindertenfeindlichkeit, Klassendiskriminierung, Altersvorurteil und alle anderen Formen der Unterdrückung, einschließlich beleidigender Sprache, aufweist, werden weder in Aktionen noch anderswo und weder persönlich noch online akzeptiert."

  • #8
    Hans D.

    Ich gehöre nicht zu XR. An Jutta Ditfurths Kritik fällt mir auf: Zu 1., 2., 4.: Sie bewertet ("religiös, esoterisch, Sekte") aber benennt nicht, woran sie das festmacht. Ich kann vermuten, dass sie die Beschreibung des XR-Co-working-space auf Spiegel-online meint. Ja, Trainings für gewaltfreie Aktionen brauchen AnleiterInnen. Dass dort Gelegenheit gegeben wird, mit dem Thema verbundene Gefühle zu benennen? Auch z.B. Trauer-, Abstinenzselbsthilfe-, Männer- und Frauengruppen ermöglichen dies ebenso als Angebot, ohne dass daraus Psycho-Zwang und damit Sektenähnliches entsteht.
    Zu 3. Wenn Frau Ditfurth blinde Flecken Gandhis nennt (ohne den historischen Kontext zu berücksichtigen), schmälert dies nicht die durch gewaltfreie und persönlich aufopferungsbereite Aktion politisch erfolgreiche Unabhängigkeitsbewegung der Inder gegen die britische Kolonialmacht. Zu 6.+7.: Was spricht dagegen, dass "Feuer in die Herzen" (einer von Ditfurths Buchtiteln) von Menschen jeden Alters darüber gelangt, dass sie von der wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeit der Wechselwirkungen der Erderwärmung zur Menschheitskatastrophe emotionalisiert sind und sich wohlwissend um die Erstbetroffenen auf der Südhalbkugel solidarisch mit persönlichem Verzicht einsetzen? Zu 8.: XR: "Wir informieren uns laufend über die potenziellen rechtlichen Folgen unserer Handlungen und gehen erst in Aktion wenn wir uns der Konsequenzen bewusst sind." und: XR kämpft ausdrücklich mit der Linken, sofern die sich an die Basics hält. Zu 9.: widerlegt durch Beitrag von P.Biniek s.o.; zu 10+14: eine Graswurzelbewegung sollte so wenig wie möglich zentral vorwegnehmen; zu 13.: der Gewaltbegriff beruht u.a. auf M.B.Rosenbergs Gewaltfreier Kommunikation; die hat ’ne wissenschaftliche Grundlage, heißt, ist erwiesenermaßen deeskalierend wirksam, also alles andere als absurd. Beleidigungen = verbale Gewalt eskalieren.

  • #9
    Kathrin

    Danke Hans D. Die Ausführungen der Frau Dirfurth sind nicht erklärend, sondern tendenziös. Ich finde auch, dass die Zusammenarbeit mit der Polizei zeigt, dass man hier gewaltfrei und kommunikativ demonstrieren will und keine Fronten aufbauen will. Ich bin auch kein Anhänger von XR, eher distanzierte Sympathisantin, die sich auch differenziert damit auseinandersetzen kann. Dieses ewige "entweder bist du dafür oder dagegen" nervt total.

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