23

Fähnchenschwenken? Nestbeschmutzung?

(CC BY-ND 2.0), flickr/schreiblockade

(CC BY-ND 2.0), flickr/schreiblockade

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link ist aus dem Häuschen:

„Für jeden von uns sollte der Tag der Deutschen Einheit ein Feiertag im Herzen sein, an dem wir uns an die Wiedervereinigung unseres Vaterlandes in Frieden und Freiheit am 3. Oktober 1990 zurückerinnern. Was war das für ein großer Tag für unser Land!“

Ein beschissener. Der „Wiedervereinigung“ genannten Einverleibung der DDR folgten die Pogrome. Erst Hoyerswerda, dann Rostock und Mölln. Ein kraftvolles Zeichen: „Wir sind wieder da!“ peitschte es der Weltöffentlichkeit ins noch ungläubige Gesicht. Migrantenhatz, Wessi-Chauvinismus, Exportweltmeister, die neue deutsche Flexibilität zahlte sich aus. Die Neunziger waren ebenfalls beschissene Jahre. Der Alltagsrassismus grassierte nicht nur in der ostdeutschen Prärie, auch im Westen war der politische Klimawandel auf den Straßen deutlich spürbar. Ich war Mitte der Neunziger zwar erst im Grundschulalter, die subtile Xenophobie aber entging mir nicht. Und so kommt es, dass meine klarsten Kindheitserinnerungen überwiegend mit rassistischen Ausfällen zu tun haben.

„Ich mag keine Flüchtlinge“

Ein Beispiel: Es ist Karneval, irgendwann in den Neunzigern. Ich bin mit meiner Mutter in der Fußgänger-Zone von Bochum-Gerthe. Viele verkleidete Kinder sind dort mit ihren Eltern. Meine Mutter hielt es für eine gute Idee, mir den Dress eines, ich glaube Scheichs, überzustülpen. Letztlich stand ich da im Bademantel, mit einem Tuch auf dem Kopf. Plötzlich spricht meine Mutter eine Frau an, die ganz in der Nähe steht. Warum ihr Kind mich denn so argwöhnisch beäugen würde. Die Frau fordert ihren Sohn, er ist etwa so alt wie ich, auf, zu antworten. „Ich mag keine Flüchtlinge“, antwortet der stoisch. Seiner Mutter schießt die Schamesröte ins Gesicht.

„Das Fahnenmeer bei der Einheitsfeier in Berlin ist unvergessen. Die Fußball-WM 2006 mit ihrem Sommermärchen bot ein ähnliches Bild: Schwarz-Rot-Gold überall. Solche Bilder sind einmalig. Aber für unsere Stadt Duisburg wünsche ich mir mehr Deutschlandfahnen am Tag der Deutschen Einheit. Ob draußen am Haus, ob am Fahnenmast im Kleingarten oder am Autofenster – zeigen wir unsere Sympathie für unser Land in dem sicheren Bewusstsein, dass es den weitaus meisten von uns ein glückliches Leben in Wohlstand bietet. Ein Leben in Frieden und Freiheit.“, schreibt Sören Link weiter.

Nationalistische Folklore

Mir macht das Angst. Nicht, dass ich an eine genetische Affinität „der Deutschen“ zu Pogrom und Völkermord glaube. Aber wenn so etwas wie eine Staatenvereinigung mit Mord, Totschlag und Ressentiment beginnt, ist eine gewisse Grundskepsis gegenüber dumpfer nationalistischer Folklore angebracht. Einer, der das schon 1989 kapiert hat, ist der Konkret-Herausgeber Hermann L. Gremliza. Es war der Tag, an dem der „antifaschistische Schutzwall“ fiel. Die Abgeordneten der SPD erhoben sich spontan mit ihren Kollegen von CDU, CSU und FDP, um die Nationalhymne anzustimmen. Das damalige SPD-Mitglied Gremliza sah darin – zu Recht – eine Parallele zur sogenannten Friedensrede Adolf Hitlers am 17.Mai 1933. Damals war es ebenfalls die SPD, die sich, zusammen mit den Nationalsozialisten, zum Absingen der Hymne erhob. Gremliza trat daraufhin aus der SPD aus.

Unsere Gepflogenheiten

Aber die Neunziger sind vorbei. Und mit ihnen der allzu explizite nationalchauvinistische Sprech eines Seiters, eines Helmrichs. Heute klingt das so:

„Aktuell beschäftigen uns viele Zuwanderer aus Südosteuropa, Menschen und Europäer, die in der wohlhabenden Bundesrepublik ihr Glück suchen. Eins steht fest: Diese Menschen müssen sich ausnahmslos an unser Recht, unser Gesetz und unsere Gepflogenheiten (Welche sollen das sein?, M.N.) halten. Um das zu erreichen, will ich dreierlei tun: Die Integration derer unterstützen, die bei uns bleiben werden (wohlgemerkt: „werden“, nicht „wollen“, M.N.), eventuelle Regelverstöße konsequent ahnden und (…) die notwendigen Hilfen von Bund und Land einfordern.“

Wer also morgen nichts zu tun hat, kann Fähnchenschwenken gehen und irgendwas feiern, auf das er ohnehin keinen Einfluss hatte. Oder er tut Sinnvolles, wie zum Beispiel die schöne Stadt München besuchen. Hier die Einladung:

„Jede Feier in Schwarz, Rot und Gold ist ein An­griff auf den guten Ge­schmack. Wir laden alle denen das dumm­deut­sche Selbst­ge­feie­re auf den Geist geht zur lust­vol­len Nest­be­schmut­zung am 3. Ok­to­ber in Mün­chen ein.“

RuhrBarone-Logo

23 Kommentare zu “Fähnchenschwenken? Nestbeschmutzung?

  • #1
    Ben

    Mit der Wiedervereinigung wurde ein Staat abgeschafft, der systematisch Menschen ausspioniert, verschleppt, gefoltert und getötet hat. Das ist – trotz aller Geburtsfehler – doch ein Grund zur Freude.

  • #2
    Demokrit

    Wieso so tendenziös, Niewendick? Wieso reduzierst du das Deutsche auf 12 Jahre? Die DDR ein Nazinest und die Deutschen gehören in den Gulag? Leg mal zur Landung an, du Edler deines Gleichen.

    Wie kann ein Sozialdemokrat am 17. Mai. 1933 im Reichstag fröhlich singen, wenn bereits am 23. März 1933 Hitler, mit Hilfe der Zentrumspartei, ermächtigt wurde. Das war ein Abschied, denn danach tagten nur die Nazi Abgeordneten. Die SPD von damals als nationalistischen Drachen hinzustellen ist kackfrecher Geschichtschauvinismus.

  • #3
    Der Mäanderthaler

    Als ob die Deindustrialisierung der ehemaligen DDR, Rostock-Lichtenhagen samt Abschaffung des Asylrechts, die Agenda 2010, der große Lauschangriff und die NSU-Morde samt SOKO Bosporus ein Grund wären nicht voller Stolz deutsche Fahnen aufzuhängen und sich der vereinten Jahre seit 1990 zu erfreuen.

    Und wer Deutschland nur auf die 12 Jahre reduziert, anstatt sich großer Momente wie dem Freiheitskampf gegen Napoleon und für unsere Fürsten, der Sozialistengesetze unter Bismarck oder der glorreichen Entnazifizierung unter Adenauer/Globke zu erfreuen, hat echt ein schräges Geschichtsbild.

  • #4
    Mensch

    Sehr guter Artikel, du schreibst mir aus der Seele. Ich kriege immer wieder das kotzen, wenn ich die ganzen Idioten (oder auch nur ihre Fahnen) sehe, die meinen dass sie jetzt auch endlich mal „ihr“ Land feiern dürfen, auf das sie ja alle so stolz sind. Bah… Das sage ich, der hier geboren wurde, da musste ich auch einiges für leisten. Ach, dann halt doch raus mit der Fahne.

  • #5
    Demokrit

    #3 | Der Mäanderthaler
    #4 | Mensch

    Fanatischer Totalitärrelativismus. Das ist nicht links, eher Trotzkismus und zerstörerische Selbstverleugnung. Wen wollt ihr in den Gulag schicken? Die das hier verantworten?:

    Bauernkriege 1524
    Mainzer Republik 1793
    Gründung des Rheinbundes 1806
    Edikt zur Bauernbefreiung 1807
    Karlsbader Beschlüsse 1819
    Weberaufstand 1844
    Die 1. deutsche, demokratische, bürgerliche Verfassung 1847
    Revolution in Deutschland 1848/49
    Gründung des „Allgemeinen deutschen Arbeitervereins“ 1863
    Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei 1869

    Vom kuscheligen Wohnzimmer aus, ist es leicht großkotzig intellektuell zu demontieren.

  • #6
    Puck

    Lieber Martin!
    Da Sie nach eigenem Bekunden in den 90ern erst im Grundschulalter waren, sei Ihnen die groteske Fehleinschätzung der Situation großmütig verziehen.
    Aber es wäre schön, wenn Sie sich ganz in Ruhe einige Gedanken von jemandem zu Gemüte führen würden, der in den 60ern im Grundschulalter war.

    Nein, damals hingen keine Fahnen aus dem Fenster während einer Europa- oder Weltmeisterschaft.
    Damals wurde beim Essen nicht geredet, die Eltern durften das Züchtigungsrecht an ihren Kindern ausüben und in der Schule war zwar Prügeln verboten – aber „Eckestehen“ als Sanktion noch erlaubt. Ach so, das kennen Sie jetzt nicht. Also „Eckestehen“ hieß, für den Rest der Unterrichtsstunde in der Ecke neben der TAfel zu stehen, mit dem Gesicht zur Wand.
    Damals waren auch Bemerkungen Gang und Gäbe wie „etwas bis zur Vergasung“ zu tun.
    Damals wurde niemand rot, wenn von „Itakern“, „Pollaken“ oder „Kümmeltürken“ die Rede war.
    Und wenn einem irgendwas nicht paßte wurde einem die probate Lösung „Geh doch nach Drüben!“ entgegengeblafft. „Drüben“, das war die DDR!
    Mit anderen Worten: Damals war rechtsradikales bzw. faschistiodes Gedankengut weitaus verbreiteter als heute. Ganz ohne Schwarz-Rot-Gold und Hayden und Fähnchen.
    Als Gegenpart traten dann die sogenannten „68er“ auf den Plan – nur leider waren die in ihrem rigorosen schwarz-weiß-denken faschistoiden Denkmustern näher, als sie wahrhaben wollten und es ist sicher kein Zufall, daß die als Pet-Hate sehr schnell nicht nur die USA ausgemacht hatten – was angesichts des Vietnamkrieges noch einigermaßen nachvollziehbar, wenn auch angesichts der deutschen Geschichte etwas geschichtsvergessen war – sondern auch Israel. Es gehörten in „Linken“ Kreisen zum guten Ton, sich ein Palästinenser-Tuch um den Hals zu schlingen und mit der PLO zu solidarisieren, auch wenn man ansonsten natürlich „irgendwie gegen Gewalt“ war; die geradezu artistisch anmutenden geistigen Verrenkungen einschlägiger RAF-Pamphlete, in denen Israel als Quelle allen Übels in der Welt denunziert wurde, adaptierte man so unreflektiert wie die Hausfrau den Gebrauch von Meister Proper – und die Antisemiten aller Zeiten die „Protokolle von Zion“.

    1982 fand dann mit der Abwahl von Helmut SChmidt die „Geistig-moralische-Wende“ statt. Genau damit wurde das Ausfahren der Ellenbogen gesellschaftsfähig.
    Die Wiedervereinigung fand nur zufällig genau statt, als diese Entwicklung richtig Fahrt aufnahm, und zwar völlig unabhängig davon. Die DDR war einfach am Ende, der Plaste-Elaste-Beglückungs-Simulator funktionierte einfch nicht mehr. Es waren die Bürger der DDR, die ihr System satt hatten und ein neues wollten.
    Nur daß die schöne neue D-Mark-Welt auch nicht so war, wie sich die meisten Bürger der Neuen Bundesländer das erträumt hatten.
    Das ist tragisch, macht die dumme Phrase von der „Einverleibung der DDR“ durch den Westen aber auch nicht wahrer.

    Richtig ist, daß nationalistische Strömungen auch im Westen heimisch sind und keinesfalls unterschätzt werden sollten. Richtig ist aber auch, daß den neuen Bundeländern die zweifelhafte Ehre zukommt, rechtsradikale Verirrungen als Mainstream zu etablieren. Das zeigt sich am wenigsten in Wahlergebnissen, sondern viel eher in pampigen Statements offizieller Organe, daß einem so Parolen wie „Ausländer raus“ oder „Deutschland den Deutschen“ doch schonmal „rausrutschen“ könnten.
    Und da fragt man sich schon, ob das tatsächlich was mit der Wiedervereinigung zu tun hat, und wenn ja, was.
    Vielleicht ist es seit der Wiedervereinigung nur offensichtlicher.
    Die Lebensläufe der NSU-Terroristen z. B. lassen durchaus die Vermutung zu, daß schon zu seeligen DDR-Zeiten so einiges schief gelaufen ist mit der „antifaschistischen“ Grundhaltung.

    Nur: Mit Schwarz-Rot-Goldenen Fähnchen zur Fußballweltmeisterschaft hat das gar nix zu tun.
    Die werden nur so aus Fröhlichkeit geschwenkt.

    Wohlgemerkt: Zur WM. Nicht zum 3. Oktober.
    Weil es zum 3. Oktober eigentlich nicht so richtig was zu feiern gibt. Was soll man da feiern? Einen Verwaltungsakt?
    Das ist wirklich sehr deutsch.
    Den 9. Nov. konnte man nicht wirlich feiern, dafür war das Datum nicht geeignet.
    Vielleicht hätte man den 10. Nov. nehmen sollen. Den Tag, als man wirklich begriffen hatte, daß die Mauer wirklich, tatsächlich, unbegreiflicherweise, unerwartet gefallen war.
    Ich persönlich – aufgewachsen in den 60ern – hätte nicht gedacht, daß ich das erleben würde. Und ich weiß noch nicht einmal, ob ich mir das gewünscht hätte. Die Mauer war einfach ein Fakt für mich. Im Westen war das ein Fakt, mit dem man gut leben konnte, auch wenn man „Geh doch nach drüben“ zu hören bekam, wenn man aufmuckte.
    Und das war vermutlich gedankenloser, als sich zur WM ein Fähnchen ins Fenster des Wwgens zu klemmen.

  • #7
    Achim

    Nur dumm dass die DDR-Bürger sich haben „verkohlen“ lassen.
    Hier war der Gesunde Menschenverstand noch stärker als der nationale Gefühlsrausch:

    http://www.youtube.com/watch?v=-Vmz7Jz_nzY

    Im übrigen war es gut und richtig.
    dass die SED-Regierung
    „auf den Misthaufen der Geschichte geworfen wurde“
    (Lenin 1918 über Libertäre)
    Ich hab damals in der BRD Beratung für Kriegsdienstverweigerer der
    Bundeswehr gemacht und zwei von uns im örtlichen Beraterteam hatten „Einreiseverbot“. Einer von uns hatte am Goldstrand in Bulgarien
    ein Mädchen aus Berlin Hauptstadt der DDR kennen gelernt.
    Bei der Einreise nach Ostberlin musste er dann alle Klamotten einschliesslich Unterhose, Socken und Schuhe abgebenn und wurde danach nackt verhört.

    Nun ja irgendwie ein schlechter Stil…

    Na dann ab „auf den Misthaufen der Geschichte“

    In der taz wurde damals vor einer Verwamdlung der DDR in einen „Mezzogiorno“ gewarnt. Und genau so ist es geschehen und es wird nach
    Jahrzehnte dauern um die Fehler von damals zu beheben…

    Achim

  • #8
    Arnold Voss

    Es gibt anscheinend eine gewisse Dramatisierung des Deutschseins. Die einen wollen unbedingt mal wieder die Fahnen schwenken und die anderen sind darüber bestürzt.

    Dabei haben wir es vom Weltmarktführer in Sachen Krieg, Rassismus und Antisemitismus zum europäischen Durchschnitt zurück geschafft: Nur noch 25-30% der Deutschen könnten sich wieder einen Führer als Kanzler vorstellen und sind nachwievor fremdenfeindlich und antisemitisch eingestellt. Das ist für dieses Land ein großer Fortschritt.

    Es ist der alte deutsche Idealismus der bis heute in allem die Latte so hoch hängt, dass keiner wirkllich zufrieden sein kann: Weder die Fahnenschwenker noch die Fahnenhasser. Also ist auch das nicht mehr und nicht weniger als ein Ausdruck des Deutschseins.

    Ich neige persönlich nicht so zum Fahnenschwenken und zur Heimattümelei. Aber ich lebe gerne in Deutschland, fühle mich als Deutscher und Europäer und akzeptiere mittlerweile die historisch äußerst widersprüchliche politische und kulturelle Identität dieses Landes.

    Und was die DDR betrifft: Die war auf ihre Weise auch sehr piefig-miefig deutsch und auf diesen Teil des Deutschseins kann die Welt, mich eingeschlossen, prima verzichten.

  • #9
    Erdgeruch

    Böse SPD-Abgeordnete! Die sangen die Nationalhymne und kannten den Text auch noch auswendig! Diese miesen Vaterlandsverräter 😉

    Nein, aber ganz ernst: Eine Linie zu ziehen von den Aussagen Links bis hin zu 1933 ist ein typisch deutscher Reflex, der leider immer wieder zum gleichen Ergebnis führt. Einige wenige fühlen sich bestätigt und bleiben stolz unter sich, einige wenige andere fühlen sich in ihrer Gegenposition bestärkt und bleiben unter sich und die große Mehrheit ist einfach genervt.

    Das Problem hierbei ist jedoch, dass wirklich wichtige und interessante Thema, nämlich seine Aussagen zu den Roma in Duisburg total in den Hintergrund gerät.

  • #10
    Demokrit

    Relativismus überzeugt nicht, genau so wenig Mystifizierung. Nicht wenige Ostdeutsche wünschen sich die DDR zurück. Warum? Weil sie Leid vergessen! Das genau ist (Über)lebenswichtig. Man neigt zur Überhöhung oder Verharmlosung und der Spruch ‚Zeit heilt Wunden‘ findet dann seine Berechtigung. ‚Zeit heilt Wunden‘ impliziert jedoch auch den unbedingten Wunsch, Vergangenes ruhen zu lassen. Wie aber soll das möglich sein, wenn in jedem harmlosen Vorgang Nationalismus erkannt und die revitalisierte Vergangenheit, die Gegenwart und auch die Zukunft vergiftet?

    Nicht Bildung und Intellektualität verhindern faschistoide Wünsche. Es ist das narzisstische Virus pseudogermanischer Überhöhung gesellschaftlich in-akzeptierter Geistesproleten, das die rechte Hirnhälfte befällt. Das kann man gut auch auf die linke Hirnhälfte übertragen!

  • #11
    Helmut Junge

    Als Duisburger Bürger, der sieht, an wie vielen Stellen seine Stadt unbearbeitete Problemstellen hat, finde ich es merkwürdig, dass der Duisburger OB Probleme sieht, die mit der Stadt Duisburg und seiner eigenen Aufgabe als Kommunalpolitiker nichts zu tun haben.
    Der Gedanke steht für mich oben.

    Dann aber zum Artikel von Martin Niewendick.

    @Martin, verkürze die deutsche Geschichte nicht.
    Das ist unwissenschaftlich hoch 3.
    @Puck zieht einen sehr sauberen Faden durch die Nachkriegszeit bis Heute.
    @Demokrit erweitert den historischen Horizont auf einige bewegte Zeiten der deutschen Geschichte, die mit dazugehören, und kaum bekannt sind, bzw, wissentlich ignoriert werden.
    @Arnold Voss sagt, wie sich heute jemand ideologiefrei als Deutscher in der Weltgemeinschaft einrichten kann.

    Ich möchte dem, was diese Leute gesagt haben, nichts hinzufügen, weil dadurch der Diskurs unübersichtlich werden könnte.

  • #12
    discipulussenecae

    Ich weiß gar nicht, was typisch deutsch ist: Sauberkeit, Fleiß und Effizienz, oder Autoritätshörigkeit, Rassismus und Militarismus? Je nach politischer Ecke werden dabei nur historisch bedingte Vorurteile aneinandergereiht.
    Und Vorurteile sind immer gleich dumm, egal, ob sie von rechts oder von links kommen.
    Ich habe aus historischen Gründen keine Probleme mit schwarz-rot-gold; das waren schließlich die Farben der ersten demokratischen Trikolore, die übrigens von den Nazis in einer der ersten Amtshandlungen durch die schwarz-weiß-rote Fahne ersetzt wurde.

  • #13
    Demokrit

    #11 | Helmut Junge
    #12 | discipulussenecae

    Teile ich. „Typisch“ als Vokabel ist zeitgeistgesteuert, wird arg strapaziert und überbewertet. Dann wäre ja heute typisch griechisch, ‚Korruption und Überdieverhältnisseleben‘. Ich weis, ist polemisch und meine edlen armen Vorfahren kämen zu kurz bis gar überhaupt nicht zur Sprache. Ich bin aber, neben meinen eigenen Vorfahren gegenüber, auch Leibnitz und Lessing, Descartes und Rousseau, Goethe und Heine verbunden, nicht Adorno und von Friedeburg zu vergessen. Dafür sind mir Heidegger, Sartre und sein Lehrer total, wenn nicht ungehörigerweise scheißegal, diese wendehälsigen Brandstifter.

  • #14
    Helmut Junge

    @Demokrit,
    Geschichte muß man anders betrachten als Politik.
    Geschichte heißt nämlich Gesamtsicht über die Zeiten hinweg.
    Ich dehne das sogar noch auf die ungeschriebene Vorgeschichte aus, seit das Eis zurück ging und Menschen in diesen Teil der Welt eindringen konnten.
    Seither hat es mindestens 20 Einwanderungswellen gegeben. Wir sind ein Mischvolk aus all diesen Einwanderungen.
    Alle meine vier Großeltern kamen während der vorletzten Einwanderungswelle von weit her.
    Aber ich habe die Geschichte des Ortes, in dem ich lebe, übernommen.
    Ebenso die Geistesgeschichte der gesamten Welt, sofern sie mir zugänglich ist.

    Was aber heute oft geschieht, ist Zeitgeschichte, also gerade vergangene Politik, als Geschichte zu betrachten. Darin liegen viele Fehlerquellen verborgen.

  • #15
    Walter Stach

    Martin Niewendiek:
    1.
    Über jedes Ereignis von geschichtlicher Bedeutung wird bekanntlich immer wieder hinsichtlich seiner Ursachen, seiner Folgen neu nachgedacht. Es werden z.B.neue Quellen entdeckt oder aufgedeckt. Mit zeitlich wachsendem Abstand zum Ereignis wächst zudem die Chance zu einer objektiveren Bewertung der Fakten als es seinerzeit durch diejenigen möglich war, die aktiv oder passiv unmittelbar beteiligt bzw. betroffen waren. Das gilt auch für den 3.10.1990.

    Deshalb ist Ihr Bemühen, das Ereignis des 3.10.1990 -seine Ursachen, seine Folgen- am 3.10.2012 anders zu sehen, zu anderen Analyseergebnissen zu kommen, andere Schlußfolgerungen zu ziehen als das bisher der Fall war und als es mehrheitlich heute noch durch Wissenschaft, Politik Bevölkerung der Fall ist, nicht nur unstritttig legitim, sondern begrüßenswert.

    Ihr Beitrag bietet mir jedoch leider nicht die geringsten Möglichkeit, über den 3.10.1990, seine Ursachen, seine Folgen „neu“, möglicherweise noch kritischer als bisher nachdenken zu können.

    2.
    Ob der 3.1o. ein Nationalfeiertag zu sein hat, ob und wie er offiziell auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene „begangen“ wird oder begangen werden sollte, ob Sie und ich und wie Sie und ich privat diesen Tag gestalten, erscheint mir allerdings relativ unwichtig, gesellschaftspoltisch unbedeutend , folglich deshalb auch jeglicher relativ unbedeutender Kritik, z.B. durch Sie, zugänglich.

    Wenn Sie beispielsweise den 3.1o. nicht als „Nationalfeiertag“ wollen, aus welchen Gründen auch immer, wenn Sie persönlich nichts von der Folklore an diesem Tag halten, wenn Sie die „Feiernden“ kritisch hinterfragen, z.B.auch den OB in Duisburg ob seiner Worte zum Nationalfeiertag, dann sind sie in dieser Meinung bzw. Meinungsäußerung f r e i;f r e i in Form und Inhalt, f r e i im Ob und Wie.
    Daß Sie an jedem 3.10. ab 1990 so f r e i sind, auch wenn Sie z.B. in Dresden und nicht in DO wohnen würden, könnte wiederum auch für Sie Anlaß sein, am jeweiligen 3.10. an den 3.10.l990 zu denken, ob mit oder ohne Nationalfeiertag ist dabei unbedeutend.

    3.
    Ganz und gar unakzeptabel ist für mich, wenn Sie im Zusammenhang mit dem 3.10. 199o den 17.Mai 1933 nennen und darauf bezogene eine Nähe „meiner“ SPD zur NSDPA, zu Hitler suggerieren -oder habe ich das mißverstanden?

    Wenn Sie schon den Versuch wagen, historische Ereignisse in ihren Ursachen, in ihren Folgen oder bezogen auf die Akteure miteinander zu vergleichen, dann sollte das doch mindestens in dem Bemühen geschehen, zeitlich sehr Naheliegendes mit einzubeziehen, hier den 23.März 1933, also ein Ereignis rd.2 Monate vor dem von ihnen zitierten 17.5.1933.

    Am 23.Mai 1933 hat die SPD als einzige Partei im Reichstag, die Kommunisten waren bekanntlich aufgrund des Nazi-Terrors im Reichstag gar nicht mehr anwesend,das hitlerrsche Ermächtigungsgesetz abgelehnt. Und in der Reichstagsdebatte am 23.5.33 hat Otto Wells für die sozialdemokratische Reichstagsfraktion eine Rede gehalten, in der er u.a. Hitler und seine Schergen von Angesicht zu Angesicht sagte:

    „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, unsere Ehre nicht.“

    Für mich als Sozialdemokrat gehört seitdem Otto Wells zu den bedeutensen, zu den mutigsten Politikern unserer Geschichte, nicht nur der meiner Partei. Er ist für mich ein Vorbild im Kampf gegen jegliche Diktatur.
    Und Otto Wells war ob seines mutigen Auftretens am 23.5.1933 gegen Hitler und seine Schergen ein Vorbild für Sozialdemokraten in der ehmaligen DDR im Kampf für Freiheit gegen die SED-Diktatur.

    Neben und mit vielen anderen DDR-Bürgern haben viele Sozialdemokraten, die sich ähnlich wie gegen das Regime der Nazis auch gegen die Diktatur der SED stellten, in der DDR dafür mit KZ-Strafen büßen müssen und im im Geiste eines Otto Wells mitgeholfen, die SED-Diktatur zu beseitigen.

    Und wenn beispielsweise diese Menschen, wenn ihnen Nahestehende, wenn ihnen Gleichgesinnte den 3.1o. eines jeden Jahres als feierlichen Tag, als Nationalfeiertag des Erinnerns an den 3.1o.1990 erleben wollen, sich in besonderer Weise an seine Ursachen, an seine Folgen erinnern möchten, dann ist das naheliegend, dann verstehe und dann akzeptiere ich das, nicht obwohl, sondern gerade deshalb, weil ich persönlich von nationalen Feiertagen, von nationaler Folklore jeglicher Art, vom Schwenken der Nationalflagge „auf jeder Kirmes“, vom Absingen der Nationalhymne, z.B. bei Boxkämpfen ,gar nichts halte.
    Nur ist meine persönliche Befindlichkeit kein Grund, diejenigen zu kritisieren, die den 3.10. als Nationaltag wollen, die ihn feierlich/feiernd begehen, die die Nationalfahne schwingen oder Reden halten, die ich “ hier und da“ und wegen ihrer Oberflächlichkeit , wegen ihres Pathos für „verfehlt“, ja gelegentlich für „billig“ halte.

  • #16
    Was geht Dich das an

    Wer nimmt einem das denn ab, nach 23 Jahren einen Nationalfeiertag zu etablieren. Ich war heute in der wunderschönen Stadt Maastricht, NL. Dort sagte jemand zum Thema „Tag der Deutschen Einheit“: „Ist schon lange her, oder?“ Eine gute, offene Frage wie ich finde, denn ich wusste nichts zu erwidern. Stattdessen stand ich da, sagte „Äh, 1989“ und zählte mit den Fingern: 11, 10, 2 und meinte: 23 Jahre, ja, das ist lange her. Ich war froh, dass in den Niederlanden alles so war wie immer und die Menschen auch, unbekümmert, offen, fröhlich und frei.

  • #17
    Puck

    @WAS GEHT DICH DAS AN #17

    Der Begriff „Vaterland“ ist ein wenig pathetisch, finde ich, und sicher ist der Begriff durch die Nazis mißbraucht worden, die ihn tatsächlin ethnisch meinten. Aber der Meinung muß man sich nicht anschließen. Auf den weiter gefaßten Begriff „Heimat“ trifft dies ohnenhin nicht zu.

    Aber Deutschland hat tatsächlich ein Identitätsproblem, nur womöglich anders als von Ihnen angedacht.
    Deutschland ist ein Einwandererland, und zwar bereits vor der Existenz des römischen Imperiums. Man muß nicht unbedingt bei Adam und Eva anfangen, aber was glauben die Leute eigentlich, wer die entvölkerten Landstriche nach dem 30-jährigen Krieg wieder belebt hat? Wer Krefeld zur „Seidenstadt“ gemacht hat? Im 18. Jh. Preußen mit seinen Gerenzverschiebungen im Zuge der Polnischen Teilung, die plötzlich Osteuropäer eingemeindete. Im 19. Jh. die Migration im Zuge der Industrialisierung…
    Und das sind nur ein paar Stichpunkte.
    Wenn das mal sachte ins Bewußtsein sinken würde, wäre vieles unkomplizierter.
    Erst recht wenn man sich mal entschließen würde, dieses unsinnige Einbürgerungsrecht speziell deutscher Machart abzuschaffen und jedem hier geborenen ganz einfach die Staatsbürgerschaft geben würde (wie das in anderen westlichen Ländern ganz selbstverständlich geschieht). Die deutsche Spielart des Bürgerrechtes, das ist ethnisch! Und es scheint mir zuweilen typisch deutsch, Probleme lösen zu wollen, indem man die Begriffe ändert – z. B. indem man vorsichtshalber nicht von Vaterland oder Heimat spricht, weil das irgendwie komisch sein könnte.

  • #18
    Was geht Dich das an

    #18 Puck

    Sören Link müsste als Genosse bekannt sein, dass der Arbeiter kein Vaterland kennt. Vor allem keines im Ruhrgebiet! Und weiß er auch nicht, dass dies vor allem für Duisburg gilt, wo doch diese Ruhrstadt auch noch am Rhein liegt?
    Für die neu zugezogenen Rumänen und Bulgarien stellt Duisburg im Ruhrgebiet in NRW in Deutschland in Europa auch Heimat dar. Müssen die nun auch an jedem 3. Oktober Deutschlandfahnen schwenken, Link? Heimat ist der Ort, an dem ich sicher sein kann, mich wohl fühle, zu Hause bin. Das hat nichts mit Blut, Boden, Ehre zu tun. (Davon ab, Leute, die so denken, haben keine Ehre, wissen nicht, was das ist)
    Das Schlimme ist doch: Link grölt diese Parolen, ich wette ohne darüber zu reflektieren, was er da von sich gibt. Das gefällt den kulturrevolutionären Neurechten so gut, dass sie dessen Rede verlinken.

  • #19
    Puck

    @ WAS GEHT DICH DAS AN #19

    Sie scheinen so einiges nicht begriffen zu haben. Erstmal nicht, was ich geschrieben habe, aber das ist nicht so schlimm.

    Viel ärger ist, daß Sie offenbar meinen, jeden der anderer Meinung ist als Sie, ratzfatz als „Parolengröler“ diffamieren zu dürfen.

    Im übrigen m u ß niemand Fahnen schwenken, weder rumänische Neubürger noch Sie. Aber man darf, und wenn man das tut, hat das nix mit Blut- und Bodenideologie zu tun, vor allem dann nicht, wenn die FAhnen schwarz-rot-gold sind. Die Farben der Revolution von 1848 haben die Nazis als schwar-rot-Senf verunglimpft – wie übrigens das Parlament mit seinen diversen Meinungen als „Quasselbude“.
    Wie Sie sehen, ein bißchen Differenzierung schadet nicht.
    Und wappnet einen im Zweifel besser vor schlichten Weltsichten, als ebenso schlichte Parolen (Der ARbeiter kennt kein Vaterland) dagegenzusetzen.

  • #20
  • #21
    Arnold Voss

    Es mag sein, dass die (Mit)arbeiter eines internationalen Konzerns ganz objektiv gesehen keine Nationalität mehr haben, bzw. ihnen ihr „Vaterland“ nichts nützt, weil über ihr Einkommen ganz woanders entschieden wird.

    Aber als Hartz IV Empfänger haben sie dann wieder eins, denn diese Transferleistung ist an ihre Nationalität gebunden, bzw. bekommen sie sie nur in dem Land, in dem es so etwas gibt.

    Vielleicht schwenken ja deswegen überdurchschnittlich viele von ihnen besonders gerne die Deutschlandfahne und/oder haben sie bei jeder Gelegenheit aus dem Fenster hängen und/oder die KLeidung direkt in diesen Farben gewählt. 😉

    Was natürlich nicht grundsätzlich gegen diese Fahne und ihr Schwenken spricht.

  • #22
    Walter Stach

    Heimatland, Vaterland – das alles ist emotional fundiert oder eben nicht und der Ratio gar nicht oder nur mit einigen Schwierigkeiten mittelbar zugänglich ,und diesen Gefühlen ist folglich mit rationalen Argumenten -so oder so-nicht beizukommen.

    Für mich ist „Heimat“ ein emotinal zugänglicher Begriff, primär auf mein unmittelbares Zuhause und dessen Umfeld bezogen, aber auch auf „Deutschland als Ganzes“.

    Vaterland ? Da ist emotional bei mir nichts -weder positiv noch negativ.

    Wenn über die deutsche Nation nachzudenken und zu reden ist und über den deutschen Staat, ist das bei der Nation ebenfalls primär emotional fundiert, aber mit fundierter rationaler Begleitung.

    Wenn wir über den Staat Deutschland reden, über seine Verfasstheit, über Zugehörigkeit und Bekenntnis zu ihm, dann ist das für mich ein ausschließlich rationaler Prozeß.

    Und wenn sich bei vielen Menschen in unserem Lande , im Gegensatz zu mir, mit
    Vaterland große positive Emotionen verbinden, einhergehend mit besonderen positiven Gefühlen, wenn es irgendwie, irgendwo, irgendwann um die Nation geht,
    dann nehme ich das zur Kenntnis, eben auch dann, wenn ein Nationalfeiertag begangen , wenn die Nationalfahne geschwenkt , wenn die Nationalhymne gesungen wird. Das führt bei mir regelmäßig nicht zu kritischen Reflexionen. Ändert sich in Gesellschaft und Staat, in unserem alltäglichen Miteinander substantiell etwas, wenn die einen einen Nationaltag feiern, wenn sie Nationafahnen schwenken, wenn sie die Nationalhymne singen, wenn vom Bürgermeister bis zum Bundespräsidenten Reden gehalten werden,das Ereignis selbst , Fahnen und Reden jedoch morgen vergessen sind?

    Ich denke allerdings häufig beim Anblick der vielen Nationalfahnen -nicht im Sinne einer kritischen Reflexion, ehe oberfläclich-, z.B. bei internationalen Fußallereignissen, beim Zuhören der Nationalhymne bei diversen Volksfesten -im kleinsten Dorf, bei geringstem Anlaß-, z.B. auch vor jedem internationalen Boxkampf darüber nach, ob sich in alldem Wertschätzung und
    W ü r d i g u n g des Vaterlandes,der Nation und ihrer Symbole äußert oder ob das alles mehr oder weniger oberflächliches Getue ist, Events mit viel Spektakel, beliebig, jedenfalls auf Vaterland und Nation bezogene substantslose Vergnügungen unter vielen? Und wenn es so wäre? Schadet das Gesellschaft und Staat? Wohl nicht, vieleicht aber vielleicht den Symbolen selbst und der ihnen von Vielen zugemessenen Bedeutung.

  • #23
    Stefan Wehmeier

    „Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel.“

    Bertrand Russell

    Aus diesem Grund kann es sich bei Politikern nur um dumme Menschen handeln:

    „Meistens sind die Führer keine Denker, sondern Männer der Tat. Sie haben wenig Scharfblick und könnten auch nicht anders sein, da der Scharfblick im allgemeinen zu Zweifel und Untätigkeit führt. Man findet sie namentlich unter den Nervösen, Reizbaren, Halbverrückten, die sich an der Grenze des Irrsinns befinden.“

    Gustave Le Bon (Psychologie der Massen)

    Das Hauptproblem von Politikern ist nicht, dass sie nichts wissen (das lässt sich nachholen), sondern dass sie sich einbilden, sie wüssten schon was, solange die Masse sich von ihren naiven Parolen beeinflussen lässt.

    Der Grund für die Beeinflussbarkeit der Massen durch politische Parolen ist die Religion (selektive geistige Blindheit gegenüber makroökonomischen Konstruktionsfehlern):

    http://www.swupload.com//data/Das-Juengste-Gericht.pdf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.