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Fast die Hälfte der Bürger sind mit den Ergebnissen der Ampel-Verhandlungen zufrieden

Olaf Scholz hat gute Gründe schlumpfig zu schauen Foto: Olaf Kosinsky Lizenz: CC BY-SA 3.0 de

Das Berliner Institut Wahlkreisumfrage hat die Bürger gefragt, wie sie mit den Ergebnissen der Verhandlungen von SPD, Grünen und FDP zufrieden sind. Auch wer künftig Gesundheitsminister werden soll, wollte Wahlkreisumfrage wissen.

Mit 49 Prozent sind fast die Hälfte der Bürger mit den Ergebnissen der Verhandlungen von SPD, Grünen und FDP zufrieden. 30 Prozent sind unzufrieden, weitere 21 Prozent unentschieden. Auf Ablehnung stößt die Ampel vor allem im Osten: In Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt stößt die künftige Regierung auf Ablehnung.

Auch wessen Handschrift der Koalitionsvertrag trägt wurden die Bürger gefragt:

Viele können es kaum erwarten, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aus dem Amt scheidet. Doch auch die von Wahlkreisprognose gestellte Frage, welcher Sozialdemokrat ihm folgen soll, brachte kein klares Ergebnis.
35 Prozent wünschten sich Karl Lauterbach. Damit liegt der Kölner in der Umfrage vorne. Beeindruckend ist das Ergebnis jedoch nicht.

Mehr Daten aus der Umfrage direkt bei Wahlkreisporognose.

 

 

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5 Kommentare zu “Fast die Hälfte der Bürger sind mit den Ergebnissen der Ampel-Verhandlungen zufrieden

  • #1
    ke

    Es sind einige gute Ansätze für ein modernisiertes Staatsverständnis mit mündigen Bürgern zu erkennen.
    Wir werden sehen, was dann wirklich umgesetzt wird.
    Bei den Grünen merkte man deutlich, dass sich zu viele Wortführer als MinisterIn gesehen haben. Jetzt wollte der Bürger nicht so grün wählen und schon fehlten Posten. Was für ein Kampf um Posten. Da vermisste ich die Sachpolitik.

    Insgesamt ein langweiliges Kabinett, bei dem insbesondere die FDP Protagonisten im Bereich Corona mit eklatanten Wissenslücken aufgefallen sind. Nach den Erfahrungen mit der NRW-FDP erfüllt mich dies mit Sorgen.

    Natürlich muss Lauterbach Gesundheitsminister werden.

  • #2
    Arnold Voss

    Nein, beeindruckend ist das Ergebnis für Karl – Ich warne also bin ich – Lauterbach in Anbetracht seiner permanenten Medienpräsenz auf keinen Fall. Im Gegenteil. Aber wer am laufenden Band an jedes Mikrophon und vor jede Kamera springt, die nicht bei drei auf den Bäumen sind, nervt auf Dauer auch dann, wenn er recht behält.

  • #3
    Roswitha

    Ich bin von den neuen Parteien sehr enttäuscht. Leider wurde im Vporfeld viel versprochen, jedoch manches wird nicht eingehalten. Aber da sind sie alle gleich. Die Grünen wollten. Harz 4 erhöhen, mindestens um 30-, Euro, was sehr angemessen gewesen wäre. Da können die ihre 3-, auch gleich behalten. Die Politiker sollten mal darüber nachdenken : in Scharen werden Migranten aufgenommen – kosten Millionen. Aber für die deutschen Obdachlosen, Kleinrentner und Harz 4 Empfänger hat der Staat nichts übrig. Warum habe so viele Jahre eigentlich Steuern bezahlt? Damit ich nun als Kleinrentner in Armut leben muss. Traurig aber wahr.

  • #4
    Walter Stach

    Wunsch und Wirklichkeit

    Gewünscht hatte ich mir eine Rot/Grüne Koalition. Der Inhalt eines . Koalitionsvertrages zwischen diesen beiden Parteien wäre "mit Sicherheit" meine politischen Wünschen näher gekommen als der jetzige.

    Das hätte für mich mit "Sicherheit", allerdings eingeschränkt, , auch für einen ROT/GRÜN/ROTE Koalition und deren Koalitionsvertrag gegolten..

    Beides ist nicht zustande gekommen.

    Also muß ich mich mit einer andere Koalition abfinden und mit einem Koalitionsvertrag, der lich in einigen Teilen ganz und gar nicht meinen Wünschen entsprechen konnte und folglich nicht entspricht, sondern ihnen sogar teilweise krass widerspricht.

    Das hat bei mir zwangsläufig zur Folge, die verbleibenden Koalitions-Alternativen nebst denkbaren Folgen zu bedenken -ROT/SCHWARZ oder SCHWARZ/GRÜN/GELB. Letztere hätte "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" einen Koalitionsvertrag zustande gebracht, der noch weiter als der jetzt vorliegende weg wäre von dem, was ich für wünschenswert halte. Da mir zudem eine Groko unter Führung der SPD angesichts der momentanen politischen Verfaßtheit von CDU/CSU utopisch erscheint, akzeptiere ich die Ampel-Koalition und letztendlich auch deren Koalitionsvertrag als die derzeit am wenigsten schlechte Möglichkeit, politische Probleme in Deutschland, für Deutschland zu lösen.

    "So ist das nun ‘mal" nach Wahlen in einer repräsentativen (Parteien-)Demokratie. Und dieses "Herrschaftsmodell" ist trotz aller Enttäuschungen, trotz aller Fehler und Mängel für mich immer noch am ehesten geeignet, Konfllkte in Gesellschaft und Staat friedlich mit dem Ziel "des größtmöglichen Glückes für eine größtmögliche Zahl von Menschen" zu lösen.

    Dieses Alles ist keine Auseinandersetzung mit den von Roswitha -3- konkret angesprochen Bedenken und Sorgen ihrerseits mit Blick auf den vorliegenden ROT/GRÜN/GELBEN Koalitionsvertrag, sondern lediglich meinem Bemühen geschuldet, daran zu erinnern, daß die Lebensrealität , auch die politische in einer repränsentatven (Parteien-)Demokratie dazu zwingt, zwischen Wunsch und Wirklichkeit unterscheiden zu müssen. Wenn "man" sich daran stets erinnert, könnte das helfen, bei der Kritik am politischen Geschehen, hier am Inhalt des aktuellen Koalitionsvertrages, "Maß und Mitte" nicht zu verlieren. Letzteres gilt auch für mich angesichts meiner Verärgerung über Manches, was im Koalitionsvertrag steht noch mehr über all das, was im Koalitonsvertrag nicht -und das ist eine ganze Menge, ua. im im steuerpolitischen Bereich

  • #5
    Berthold Grabe

    Die Zustimmungswerte spiegeln den Erfolg des Populismus wieder.
    Positive Wahrnehmung ist alles, reale Inhalte ohne Bedeutung.
    Die Leute vergessen, das auch rot/schwarz viel versprochen hat, aber fast nichts erreicht hat.
    Sie lassen sich zu einfach vor den Karren einer "wünsch dir was Ideologie" spannen.
    Es ist möglich, das die Koalition uns positiv überrascht.
    Zu erwarten ist das allerdings nicht. Denn die Hemmnisse gelten für die Ampel doppelt gegenüber der großen Koalition.
    Und wer auf Lauterbach immer noch reinfällt ist selber Schuld.

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