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#FavreOut: Der BVB sollte mit diesem Trainer nicht weitermachen!

Lucien Favre (Mitte) in Dortmund. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Klar, man darf einen Trainer nicht nur an den Titeln messen, die er mit einer Mannschaft gewinnt. Entscheidend für eine faire Beurteilung seiner Arbeit sind im Regelfall die sichtbaren Fortschritte, die eine Mannschaft unter der Anleitung eines Übungsleiters macht. Aktuell zeigen Hansi Flick bei den Bayern und Julian Nagelsmann in Leipzig, was ein Trainer bei einer Mannschaft bewirken kann, wenn er bei ihr die richtigen ‚Knöpfe‘ zu drücken versteht.

Als Lucien Favre vor gut zwei Jahren den BVB als Trainer übernahm, da hatte sich der Verein gerade von Peter Stöger getrennt, der den Revierklub nach einer schwierigen Saison als Retter noch auf Rang vier führte und damit die Champions League-Teilnahme für die kommende Spielzeit unter Dach und Fach brachte.

Den Dortmunder Verantwortlichen reichte das als Leistungsnachweis des ehemaligen Kölner Coaches in Dortmund nicht um mit Stöger längerfristig zu arbeiten.

Die Schwarzgelben wollten mehr, gaben den Angriff auf Serienmeister Bayern München als Herausforderung für die Zukunft aus. Diesen traute man dem Österreicher nicht zu.

Diese Ziele sollte der Schweizer Lucien Favre an der Seitenlinie zu erreichen helfen. Nach zwei Vizemeisterschaften zuletzt zeigten sich die Verantwortlichen auch mit ihm nicht immer vollumfänglich zufrieden. Immer wieder wurde die zögerliche Art Favres in der Öffentlichkeit kritisiert, der in erster Linie verbal zu defensiv operierte, das Ziel Meisterschaft vielfach nicht einmal in den Mund nehmen wollte.

Fans und Umfeld in Dortmund sahen darin auch einen der Gründe, dass der BVB vor rund zwei Jahren einen zwischenzeitlichen Neun-Punkte-Vorsprung auf die Bayern nicht über die Runden brachte, am Ende trotz eines Sieges bei Borussia Mönchengladbach am letzten Spieltag der Saison mit zwei Punkten Rückstand auf den Dauermeister von der Isar die Runde abschlossen.

Auch in dieser Spielzeit ist in Dortmund keine positive Entwicklung zu erkennen, die den Verein näher an die Münchener heranführen würde. Ganz im Gegenteil!

Zuletzt versemmelten die Westfalen sogar ihre Heimspiele gegen die Underdogs vom 1.FC Köln (1:2) und am Samstag das gegen Aufsteiger VfB Stuttgart (1:5). Der Verein, er kämpft aktuell an vielen Fronten, liegt in der Bundesliga aktuell sogar nur auf Platz fünf. Favre wirkt oft schlicht hilflos, versprüht schon lange keinerlei positive Ausstrahlung an der Seitenlinie mehr.

Will der BVB seine Saisonziele, die trotz aller Rückschläge zuletzt derzeit alle noch erreichbar sind, nicht schon früh abschreiben müssen, er müsste sich wohl von Favre schnellstmöglich trennen.

Wenn Platz vier für Stöger 2018 nicht ausreichte um sich längerfristig im Amt zu halten, wie könnte Aki Watzke eine Weiterbeschäftigung von Favre rechtfertigen? Angeblich haben sich beide Seiten für Januar 2021 zu Vertragsgesprächen verabredet. Favres laufendes Arbeitspapier läuft im kommenden Sommer aus.

Rund 2,5 Jahre im Amt haben für Trainer Lucien Favre nicht gereicht um den BVB wirklich merklich nach vorne zu bringen. Man muss schon ein ausgewiesener Optimist sein, wenn man noch immer daran glaubt, dass dies in Zukunft unter seiner Führung plötzlich der Fall sein könnte….

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9 Kommentare zu “#FavreOut: Der BVB sollte mit diesem Trainer nicht weitermachen!

  • #1
    Spvgg Haaland

    Dortmund hat einen breiten hochkarätigen Kader mit dem sie jede Saison mindestens die Vizemeisterschaft erreichen müssten. Aber stattdesssen wäre man ohne einen Spieler schon letzte Saison im Mittelfeld versumpft und kaum ist dieser Spieler mal nicht verfügbar kriegt man selbst gegen einen Aufsteiger eine 1:5 Klatsche im eigenen Stadion.
    Wie schlecht kann man coachen, dass man trotz solch eines Kaders offenbar einzig und allein von den fast übermenschlichen Leistungen eines einzigen Spielers abhängig ist?
    Und wenn noch einer mit den enormen Belastungen anfängt… vielleicht einfach mal ein paar Infos in anderen Topligen einholen wie man so etwas händelt. Da ist ein erheblich dichteres Programm als in der Bundesliga schließlich Alltag ohne, dass die Spieler nach einem dutzend Spielen in den Seilen hängen.

  • #2
    Randomjeff

    Sammer sollte übernehmen nach Weihnachten – und dann muss zur Winterpause jemand Neues kommen. Bei Favre sind am schlimmsten die Pressekonferenzen – er labert nur unkonkreten Müll, es ist unerträglich….

  • #3
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Randomjeff: ‘Müll’ finde ich etwas hart, aber im Grunde stimme ich zu. Er passt einfach nicht nach Dortmund. Sammer wäre eine gute Übergangslösung. Das sehe ich auch so. Rangnick wäre auch verfügbar. Der hat Ausstrahlung und hätte Respekt bei den Spielern. Es muss sich was ändern, das steht fest.

  • #4
    Walter Stach

    Robin,
    solange "unser" BVB vor So4 platziert ist,…………….
    Und ohne Ironie:
    Ich habe von Anfang an -auch hier bei den Ruhrbaron- meine Skepsis zur Verpflichtung von Favre als BVB-Trainer geäußert. Und daran hat sich trotz durchaus beachtlicher Erfolge nichts geändert.
    Ich lasse alle meine Mutmaßungen -denn zu mehr reicht es bei mir nicht- über das erschreckende Leistungstief der Mannschaft weg, bin mir allerdings bezüglich einer Konsequenz daraus "ziemlich sicher", nämlich daß Favre gehen muß. Es fraglich sich nur wann. "Schnellstmöglich?" Ja, wünsche ich mir, aber…….Ich sehe derzeit nicht, welcher mir für den BVB geeignet erscheinender Trainer "schnellstmöglich" verpflichtet werden könnte.
    Sammer -für eine Übergangszeit? Denkbar? Ja. Ich gehe allerdings davon aus, daß Sammer nicht bereit ist, diesen Job zu übernehmen.

  • #5
  • #6
    Robert Müser

    Breaking News frei nach CNN

    BVB trennt sich von Lucien Favre

    Schön, dass sich die Verantwortlichen beim BVB endlich dem Sachverstand der Ruhrbarone angeschlossenen haben.

    😇

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