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Funke-Mediengruppe: Ruhr-Nachrichten-Verlag übernimmt Castrop – Aus für Lokalteil Dorsten

Januar 2013

Januar 2013

Die  Lokalteil der WAZ und der Westfälischen Rundschau (WR) in Castrop-Rauxel werden künftig von den Ruhr Nachrichten hergestellt, der Manteil wird weiterhin aus Essen kommen. Die Lokalausgabe Dorsten wird ebenso geschlossen wie zwei Lokalausgaben der Westfälischen Rundschau Alt-Landkreis Lüdenscheid – der Grund sind nach diesem Blog vorliegenden Informationen wirtschaftliche Schwierigkeiten der Lokalausgaben. Die 16 betroffenen Mitarbeiter sollen innerhalb des Unternehmens neue Aufgaben zugewiesen bekommen.

Das Modell, Lokalteile vom Wettbewerb zu übernehmen, ist bei der Funke-Mediengruppe nicht neu: Ob WAZ  und WR in Dortmund, Lokalausgaben im Kreis Recklinghausen – zunehmend setzt das Essener Verlagshaus auf  Inhalte der Konkurrenz. Die Funke-Mediengruppe hat zugleich gegenüber Mitarbeitern angekündigt, das „Zukunftsprojekte  zugleich im Unternehmen initiiert und ausgebaut werden.“ Funke-Geschäftsführer Christian Nienhaus: „Wir glauben an Print und sind von der Zukunft der Zeitung – gerade auch als Träger lokaler Informationen – überzeugt. Die Menschen haben Bedarf nach lokalen, kompetent und objektiv aufbereiteten Berichten, nach Einordnung und Debatte – und genau das liefern wir ihnen mit unseren Zeitungen“

 

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18 Kommentare zu “Funke-Mediengruppe: Ruhr-Nachrichten-Verlag übernimmt Castrop – Aus für Lokalteil Dorsten

  • #1
    Jan W.

    Und als nächstes kann man in Essen statt WAZ und NRZ nur noch den Lokalteil des Stadtspiegel Essen wahlweise im Mantel von Welt, taz, Neues Deutschland oder Junge Freiheit kaufen.
    Content ist Ware, Haltung ist austauschbar, Identität wird überbewertet.

  • #2
    Walter Stach

    Nicht so schlimm für die Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter der Lokalredaktion der WAZ in CAS-R., da ihnen nach jetzigem Informationstand nicht gekündigt und sie hoffentlich auch nicht per Änderungskündigung ihr jetzigen Status -Aufgaben,Entgelt- verlieren?
    Belastend, beeinträchtigend ist das Ganze unbestreitbar für die Betroffenen, von
    denen ich noch einige, damals sehr junge Redakteurinnen/Redakteure, aus meiner Zeit als „Verw.chef“ in CAS-R in persönliche angenehmer Erinnerung habe,nicht trotz, sondern gerade wegen ihrer in mancher Sache für mich unbequemenen bzw. unangenehmen journalistischen Arbeit.

    Schlimm, daß es auch in CAS-R demnächst nur noch die eine örtliche Redaktion gibt, nämlich die der Ruhr-Nachrichten -abgesehen von sog.Anzeige-blättern, die durchaus nach meinen Erfahrungen im Print-Medienbereich in CAS-R für die Leserschaft informierend und interessant sind.

    Ich weiß aus meiner Zeit in CAS-R wie bedeutsam es für Information und Kommunikation war -in der Bürgerschaft, in der Politik, in der Verwaltung-, daß es zwei konkurrierende Wettbewerber vor Ort mit den Lokal-redaktionen von Ruhr-Nachrichten und WAZ gegeben hat.
    Nun gilt es wieder einmal, wie bereits an anderen Orten seit Jahren Praxis, sich darauf verlassen zu müssen, daß der örtliche Monopolist sich in ganz besonderer Weise seiner journalistischen Verantwortung bewußt ist;leider zeigt die Praxis, daß „man“ dabei oft verlassen wird!

    Die WAZ – Verantwortlichen -sh.jetzt Nienhaus-sollten sich ihren dümmen Sprüche sparen, denn ‚was Anderes sind ihre Aussagen in diesem Zusammenhang nicht.

  • #3
    Robin Patzwaldt

    Nur mal am Rande bemerkt: Nachdem aus dem WAZ-Schaukasten auf dem Waltroper Marktplatz, welcher hier auf dem Bild zu sehen ist, seit dem Frühjahr ein FDP-Schaukasten geworden ist, wird auch der zweite WAZ-Schaukasten von Waltrop (an der Woolworth) seit August nun bereits nicht mehr mit dem frischen Druckerzeugnis ausgestattet. Das zeigt einem doch, und da können die Macher der WAZ ja sagen was sie wollen, dass sie den Markt hier im Kreis Recklinghausen irgendwie doch schon aufgegeben zu haben scheinen.

  • #4
    Ruhrpott-Mao

    Wenn das mit den Zombi-Zeitungen a la Funke so weitergeht, wird man sich bald fragen müssen, wo es die WAZ künftig überhaupt noch im Original gibt… 🙁

  • #5
    discipulussenecae

    @ #3: Dann scheint auf dem Waltroper Marktplatz ja ein ganz schlechter Geist zu schweben: Erst die FDP, jetzt die WAZ – ich würde den Platz weitläufig umgehen …

  • #6
    Robin Patzwaldt

    @discipulussenecae: Aktuell scheint über ganz Waltrop irgendwie eine Art Fluch zu liegen. Aber das Zentrum ist dieser Schaukasten, das sehe ich auch so. 😀

  • Pingback: Links anne Ruhr (16.10.2013) » Pottblog

  • #8
    Thorsten Stumm

    Über die Qualität der WAZ dort kann ich nichts sagen, allerdings ist durch das Funke-Modell die Qualität der WR in Dortmund gestiegen. Ein, endlich gut gemachter Lokalteil der sich nicht bei der Dortmunder Stadtspitze anbiedert, und ein guter Mantel fürs überegionale machen daraus eine deutlich besser lesbare Zeitung.

  • #9
    Klaus Lohmann

    @Thorsten: Der RN-Lokalteil war wie der Rest der Lensing-Wolff-Blättchen schon immer dunkelschwarz, ist also im Anbiedern an die Roten schlecht geübt.

    Allerdings sind da genauso Graupen am Start wie zum Schluss bei den WR. Gaby-Kolle-Betroffenheits-„Reportagen“ über die Nordstadt brauchen wir genauso wenig wie das komplett fehlende Nachhaken bei solchen Sachen wie Sieraus Selbstbedienungs-Beförderungen für ganze Ämter aus „Treue“ gegenüber einem Ex-WR-Kollegen.

  • #10
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Klaus Lohmann: Sehe ich anders – Gaby Kolle macht eine richtig guten Job und legt sich immer wieder mit der Stadtspitze an.

  • #11
    Klaus Lohmann

    @Stefan: Ich bleibe halt bei solchen Sachen hängen:
    http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/ARD-Dokumentation-Dortmunder-Nordstadt-als-Slum-fuer-Roma-dargestellt;art930,2098363

    Und da rüffelt eine gelernte Feuilletonistin Kolle die Doku-Autorin dafür, dass diese genau den richtigen Finger in die richtige Wunde legt? Dass es auf allen Ebenen und auch im Dunstkreis der Politik und Verwaltung nur um Geschäftemacherei mit den Ärmsten der Armen geht? Dass eine Dortmunder Sozialdezernentin auf völlig doof macht?

    „Anlegen mit der Stadtspitze“ sieht für mich anders aus, siehe mein anderes Beispiel mit dem Presseamt. Wahllüge und Envio klammere ich aus den letzten Jahren mal bewusst aus, denn dazu gehört Expertise.

  • #12
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Klaus Lohmann: Mir sind solche Geschichten von Gaby in Erinnerung. Hat damals für bundesweite Aufmerksamkeit gesorgt… und Sierau nicht gefallen: http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/OB-Sierau-klagt-gegen-Berichterstattung;art930,1703237

  • #13
  • #14
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Klaus Lohmann: Ich wusste nichts von den vielen Klagen – das hat erst Gaby Kolle rausbekommen.

  • #15
    politchaos

    Ich glaube angesichts der unqualifizierten Aussagen von Klaus Lohmann sollte man ihn nicht allzu ernst nehmen. Dass die Doku-Autorin der ARD behauptet, die Sozialdezernentin stelle sich unwissend ist nachweislich falsch und eine Verdrehung von Tatsachen. Das heißt nicht, dass die Stadtspitze in der Nordstadt alles richtig macht. Kritisch mit der Stadtspitze umgehen, bedeutet nicht, blind draufzuhauen. Und was das Nachhaken in Sachen Beförderung angeht, ist die Geschichte ja noch nicht zu Ende.

  • #16
    der, der auszog

    Gestern hat sich Ulrich Reitz in einem Artikel an die Dorstener Leser gewandt und sich von Ihnen verabschiedet. Als Grund für das Aus in Dorsten benennt er den Rückgang der Zeitungsinserate:

    „Über die Frage, ob eine Ausgabe rote oder schwarze Zahlen schreibt, entscheidet aber nicht nur die Akzeptanz durch die Leser, sondern auch, ob genug Anzeigen geschaltet werden. Bedauerlicherweise ist das nicht der Fall.“ erklärt der Chefredakteur der WAZ.

    Äußerst wirr finde ich seine „dürren Worte“, wenn er sagt: „Zum 31. Oktober stellt die WAZ unser Erscheinen in unserer schönen Stadt ein.“ Das klingt nicht nur komisch, das ist auch komisch, denn Reitz ist weder Dorstener Bürger, noch hat er jemals einen Artikel für die Dorstener Lokalredaktion verfasst, was ihn irgendwie berichtigen könnte, von „unserer schönen Stadt“ zu sprechen.

    Erklären kann ich mir seine Formulierung nur so, dass er hier im Namen der Dorstener Redakteure spricht, von denen ich einige noch von der Schule her kenne und von denen ich weiß, dass sie selber sprechen würden, wenn sie denn dürften.

    Die Befürchtung, es könne zum Abschluss dreckige (Reitz-)Wäsche gewaschen werden, ist vermutlich recht groß.

    http://www.derwesten.de/staedte/dorsten/die-waz-in-dorsten-stellt-ihr-erscheinen-zum-31-oktober-ein-aimp-id8566235.html

  • #17
    Walter Stach

    Der,Der…..
    Ich verstehe nicht, wie Dich diese Worte von Reitz verwundern bzw. zu kritischen Anmerkungen veranlassen konnten. Hast Du von Reitz irgend wann irgend wo ‚mal Etwas gehört, was nicht „wunderlich“ ist und mindestens zu kritischen Anmerkungen Anlaß bietet?

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