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Geierabend 2020 – „Mein Name ist Pott, RuhrPott“


Vom 3. Januar bis zum  25. Februar feiern die Geier auf Zeche Zollern in Dortmund

Vor 99 Jahren erblickte der große Komiker und Wattenscheider James Bond das Licht der Welt. So verrät es seine offizielle, weitgehend unbekannte Biografie. Grund genug für den Geierabend, die kommende Session unter das Motto: „Mein Name ist Pott, RuhrPott“ zu stellen.

Damit wird auch ein zweites Jubiläum gewürdigt: Der Hundertjährige, der in die Emscher sprang und sich auflöste. – Der Ruhrpott, genauer: der Regionalverband Ruhr (RVR), wird ebenfalls hundert Jahre alt. Nach dem gerade grandios gescheiterten Regionalplan ist zu fürchten, dass derlei Feiern beim Verband in Essen frühestens 2027 starten werden. Also springen die Alternativkarnevalisten ein und zelebrieren diesen Geburtstag gleich mit. An 37 Abenden wird die Zeche Zollern gerockt. Premiere wird sein am 3. Januar 2020.

100 Jahre James Bond, 100 Jahre Ruhrgebiet

Die Komiker, Kabarettisten und Musiker bieten aber mehr als die Lösung des neuesten 007-Falles. Während der Mann im Geheimdienst Ihrer Majestät mit der Befreiung Wattenscheids aus den Bochumer Klauen und der Rettung der SG Wattenscheid beschäftigt ist, bieten die Geier auch Lifestyle pur. Wellness-Themen wie Klimakatastrophe, Rassismus und Kramp-Karrenbauers Kriegslust werden zusammengefasst unter der Frage:
„Welche Diät muss man machen, um in Zeiten von Klimawandel und rechtem Populismus seine Figur zu behalten?“

Diese Weltthemen wechseln sich ab mit herrlichem Nonsens, liebevollen Heimatblödeleien und grandiosen Musiknummern. „Klar sprechen wir auch alle die an, die nach dem Aus der Musicals im Ruhrpott auf Rhythmusentzug sind“, verspricht Regisseur Heinz-Peter Lengkeit.

Spannend wird auch wieder die Frage, wer zum Pannekopp nominiert wird, für die Auszeichnung mit dem schwersten Karnevalsorden der Welt. Die 28 Kilo Stahlschrott an der Kette gibt es traditionell für „besondere“ Verdienste ums Ruhrgebiet. Da hat sich der RVR mit seinem Regionalplan-Desaster zwar vorgedrängelt, ist aber chancenlos. „Sorry, da sind wir Populisten. Das Scheitern ist zwar sensationell, interessiert aber keine Sau“, so Steiger Martin Kaysh.

Strukturwandel beim Geierabend

Der vielzitierte Strukturwandel packt nun auch den Geierabend, ganz persönlich. Nach dem Abschied einiger Urgesteine im Vorjahr, dem Weiterwachsen mit neuen Komikkönnern, geht die Erneuerung auf der Bühne jetzt weiter. Gleich zwei Allzeitgeier- Franziska Mense-Moritz und Hans Peter Krüger- kehren am Aschermittwoch ab. Sowohl die stimmgewaltige Frau aus der Raucherecke mit Südtribünenhintergrund als auch der extrem wandlungsfähige Bühnenwutbürger wollen sich auf neue Projekte fokussieren. Veranstalter Horst Hanke-Lindemann (Theater Fletch Bizzel) sieht diese Entwicklung positiv: „So ein Wandel bietet Chancen und Möglichkeiten. Der Geierabend bleibt dadurch immer wieder neu. Ich freue mich auf die Geschichten der nächsten Komiker-Generation.“

Vorverkauf läuft auf Hochtouren

Karten sind erhältlich für 39 Euro (ermäßigt 20,90 Euro inkl. VVKGebühr) im Theater Fletch Bizzel in Dortmund, in VVK-Stellen der WAZ/Funke-Mediengruppe sowie online auf der GeierabendHomepage

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