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Gelsenkirchen: Wie eine gut gemeinte und durchgeführte Holocaust-Gedenktags-Veranstaltung zerrissen wird

 


Eine am 27. Januar „We Remember“ Veranstaltung des Weiterbildungskollegs Emscher-Lippe ist durch eine irreführende Überschrift der Zeitung „Der Westen“ unter die Räder geraten. Unser Gastautor Gaby Spronz ist Mitglied des Aktionsforums Israel.

Dass der Artikel selbst sachlich und korrekt verfasst wurde konnte dies nicht wettmachen. Alleine die Überschrift „Holocaust-Gedenk-Aktion an Gelsenkirchener Schule – Moslemische Schüler verweigern sich“ hat für internationalen Aufruhr gesorgt. Die Englisch sprachige Zeitung JPost hat den Titel aufgegriffen, darauf fokussierend berichtet und schon kommen vernichtende Reaktionen selbst aus den USA.

Dabei hat sich die Schule das Vorgehen gegen Antisemitismus und Rassismus auf der Fahne geschrieben. Das Projekt „Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage“ ist ein Beispiel dafür, geleitet von Dr. Irfan Ortac, Experte des Themas Verfolgung und Rassismus wider Willen. Er ist gleichzeitig Vorsitzender der Ezidischen Gemeinde Hessen. Bezüglich „We Remember“ sagte er: „Das Vergessen der Shoa ist der erste Schritt, den Antijudaismus und Rassismus in unserem Land wieder salonfähig zu machen. Es darf niemals vergessen werden, was in Hitler-Deutschland geschehen ist. Die Erinnerung daran ist die Verpflichtung für uns alle. Daher I remember.“

Bereits 2012 führte die Schule Projekttage zum Thema „Der ewige Sündenbock? Antisemitische Vorurteile“ um den antisemitischen Hetzfilm „Jud Süß“ herum durch. 2015 folgte ein Israel-Austausch zum thematischen Schwerpunkt Holocaustpädagogik und 2016 eine Gedenkstättenfahrt nach Krakau und Auschwitz. Eine Projektkurs „Liga Terezin“ erarbeitete eine vielbeachtete Ausstellung zum Ghetto und KZ Theresienstadt, präsentiert zum Holocaustgedenktag 2016 in der Neuen Synagoge in Gelsenkirchen. Im vergangenen November gastierte die vielbeachtete Ausstellung „Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland“ der Künstlerin Rebecca Forner.

Die freiwillige Beteiligung von 110 von 500 Studierenden wird als hoch bewertet. Die Beteiligung von Moslems entsprach deren Anteil an Studierenden. Viele Moslemische Teilnehmer äußerten sich positiv zum Projekt.

Fazit: Offensichtlich gibt sich die Schule richtig mühe, das Thema korrekt zu behandeln. Dass die Wirkung bei Erwachsenen Schülern die in Ihrer Heimat von Antisemitismus lebenslang geprägt wurden, nicht direkt vollen Erfolg erreicht ändert auch nichts daran. Die Medien gehen korrekterweise gegen diese Tendenzen vor. Alle machen nach Wissen und Gewissen ihr Bestes. Die Schule und das Projekt bekommen nun heftige Kritik statt Unterstützung, hier ging etwas schief.

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6 Kommentare zu “Gelsenkirchen: Wie eine gut gemeinte und durchgeführte Holocaust-Gedenktags-Veranstaltung zerrissen wird

  • #1
    Thorsten Stumm

    Der verlinkte Artikel aus der "derwesten" ist gegenüber seiner ursprünglichen Version stark entschärft. Was nämlich besonders für Aufregung sorgte waren die kulturrelativistischen Äüsserungne des Schulleiters, die nun nicht mehr enthalten sind. Er äusserte nämlich dahin, dass man die israelfeindliche Haltung der muslimischen Schüler verstehen müsste. Deshalb war der Artikel auch im Ruhrpilot verlinkt

    Der Teil ist plötzlich verschwunden. Und bemerkenswerterweise wird das auch von der Autorin verschwiegen, denn dies war der eigentliche Aufreger. Warum ?

  • #2
    Klaus Lohmann

    Wie derzeit die WAZ/derwesten öfters selbst aus kümmerlichsten dpa-5-Zeilern per Titel "echte Fake-News" basteln, das ist schon erstaunlich. Die BILD-Maxime, dass deren Leser niemals ganze Artikel, sondern nur die Titelzeilen lesen, haben sie jedenfalls als Lektion zur Auflagensteigerung gelernt.

  • #3
    Thorsten Stumm

    @Lohmann
    Der ursprüngliche Artikel war eine solche DPA Meldung nicht. Er war eine Eigenproduktion mit fürchterlich einfältigen O-Tönen des Schulleiters. Die sind alle nun verschwunden und die Aussage des Artikels ist komplett weichgespült. Ein Schuft, der böses dabei denkt……. 🙂

  • #4
    Moritz Flesch

    Dass eine Schule sich "Schule ohne Rassismus" nennt, ist mitlerweile zu einer hohlen Phrase verkommen. Antisemitische, homophobe und sexistische Ausfälle islamischgläubig Menschen werden dabei gerne ignoriert. Für mich sind die im Artikel beschriebenen Ausfälle und Angriffe in keiner Form hinnehmbar. Lohmann (Editiert vom Admin) relativiert natürlich gerne wieder, für ihn waren ja auch die sexuellen Übergriffe, Vergewaltigungen und raubstraftaten der Silvesternacht 15/16 keiner kritischen analyse wert und die Empörung darüber rechte propaganda.

  • #5
    Klaus Lohmann

    @Moritz Flesch: Statt der üblichen persönlichen Tirade von Ihnen vielleicht etwas zum Thema "hohler Phrase": http://www.schule-ohne-rassismus.org/index.php?id=330

  • #6
    Gerd

    Eine „Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage“ kann doch sehr gut gleichzeitig eine ‚antizionistische und israelkritische‘ Schule sein? Den jüdischen Staat zum Teufel zu wünschen, ist nach Meinung vieler Linker ja ganz und garnicht rassistisch, sondern ein Dienst an den Menschenrechten. Israelische Apartheid und so.

    Und generell haben Linke bei moslemischen Frauen-, Schwulen- und Judenhass eine mächtige Beisshämmung.

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