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General Motors macht es allein

Nach dem monatelange Gezerre um Staatsbürgschaften will General Motors seine Tochter Opel alleine sanieren. Die entsprechenden Anträge auf Bürgschaften zog die Gesellschaft zurück.

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) kann sich damit einen Marienkäfer-Bildchen auf sein Heft kleben. Mit seinem Veto blockierte er eine beantragte Milliardenbürgschaft für Opel. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) konnte und wollte keine Bundesmittel für das Unternehmen frei machen.
Die Ministerpräsidenten der betroffenen Bundesländer wollte zwar aus ihrer Tasche Bürgschaft stellen, aber dem US-Konzern war das nicht genug. Aus Furcht vor einer weiteren Hängepartie zog GM seine Bürgschaftsanträge in Europa zurück. Dabei hatten andere Ländern wie Spanien bereits entsprechenden Anträgen zugestimmt.
Das Gezuckel in Europa dürfte aber nicht der einzige Grund für den Rückzug sein. GM will nach der Rückkehr in die Gewinnzone möglichst schnell wieder an die Börse. Der Ruf, am Staatstropf zu hängen, ist da wenig hilfreich.

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5 Kommentare zu “General Motors macht es allein

  • #1
    Torti

    Das ist doch mal eine gute Nachricht. Politiker sollten daraus lernen, dass es nur peinlich ist auf Kommando zu springen wenn ein Konzern ruft. Wenn ich alle Diskussionen der Posse Opel Revue passieren lasse, kommt zum Schluss raus: Opel bleibt bei GM und wird marktgerecht ohne Steuergelder saniert. Für die Mitarbeiter in allen GM Ländern kein Grund zum jubeln, denn sie bezahlen die Umstrukturierung. Aber ich als Steuerzahler bin heilfroh.

  • #2
    Patrizia

    Ich glaube, das ist eine richtige Entscheidung des Managements bei GM. Eine gute
    Entwicklung in den USA und auf den asiatischen Märkten dürften den Gang an die
    Börse erleichtern. Trotzdem sollten zukünftige Investoren bei GM das vergangene
    Disaster nicht ganz aus den Augen verlieren. Schliesslich haben mehr als nur ein
    paar Kleinaktonäre ihr ganzes Vermögen verloren. Ausserdem ist eine nachhaltige
    Erholung des weltweiten car-markets noch keineswegs Gewissheit.

    @Tori
    Den (EX-) Mitarbeitern von GM welchen nicht die Pensionen gestrichen wurden
    bzw. jenen, welche nie einen derartigen Anspruch erworben hatten, dürften kaum
    unter der vergangenen Malaise gelitten haben. Die Kosten der anstehenden
    Umstrukturierung werden die neuen Investoren finanzieren. Dazu dürften nur in
    den allerwenigsten Fällen die Mitarbeiter zählen. Den Rest der Arbeitnehmer zwingt
    ja niemand unter den augenblicklichen Konditionen bei GM oder Opel zu arbeiten.

  • #3
    himynameis

    @patrizia: Stimmt, die zwingt wirklich keiner, da zu arbeiten. Können ja einfach in der Zeche oder im Stahlwerk nebenan anfangen! 😀

  • Pingback: zoom » Umleitung: Kirche, SPD als Lachnummer, Millionen verschenkt und CDU Olsberg beim Löschen erwischt. «

  • #5
    Patrizia

    @Himynameis
    Bei den „Zechen“ scheinen die Arbeitsplätze besonders lukrativ und effizient zu
    sein, obwohl das niemand offiziell zugibt. Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass
    die staatlichen Subventionen für diese Arbeitsplätze besonders hoch sind. Sie sind
    angeblich so hoch, dass es am wirtschaftlichsten wäre diese Zechen zu schliessen
    und den dort Beschäftigten ihre Saläre direkt auf Lebenszeit auszubezahlen; quasi
    so eine Art von bezahltem Dauerurlaub für den Rest des Arbeitslebens. Das sind
    natürlich Konditionen von den träumen die ArbeitnehmerInnen in Indien, China,
    Korea und dem Rest der Welt. Ach ja das mit den Lohnsteigerungen habe ich noch
    nicht berücksichtigt 😉 … im Notfall müsste der imaginäre Zechenbeschäftigte
    einige Tage seines bezahlten Urlaubs opfern und streiken 🙂

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