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Hamster-Expertin Kaya Berndt: „Ich hatte Cäsar oft mit in der Schule“

Ruhrbarone-Hamster-Expertin Kaya Berndt

Der Dortmunder Hamster-Skandal zieht immer weitere Kreise. Zeit, Experten zu befragen.

Eine Lehrerin in Dortmund warf ein kleines Mädchen aus der Schule, das seinen Hamster mit in den Unterricht gebracht hatte. Der Vorwurf: Tierquälerei. Am nächsten Tag sollten dann die Klassenkameraden Aufsätze schreiben, warum das kleine Mädchen gemein ist – was sie natürlich gerne taten. Mittlerweile hat sich die Schulaufsicht eingeschaltet. Regierungspräsident Gerd Bollermann erwägt disziplinarische Maßnahmen gegen die Lehrerin. Für Bollermann keine Selbstverständlichkeit: Gegen die Mitarbeiter seines Hauses, die beim Envio-Skandal weitgehend versagt haben, gab es sowas nicht.

Ein Thema auch für die Ruhrbarone. Wir haben die Kölner Hamsterexpertin Kaya Berndt, 27, gefragt. „Ich hatte oft meinen Hamster Cäsar mit in der Schule. Er wurde über vier Jahre alt.“ Für einen Hamster ein gutes Alter. Die meisten Hamster treten ihren Weg in den Kleintierhimmel bereits im Alter von drei Jahren an.

Einen Einwurf hat die Hamster-Kennerin allerdings: „Hamster sind nachtaktiv und es tut ihnen nicht gut, wenn sie ständig in der Schule sind.“ Eine Alternative wären Schulnachtschichten für Kinder, was aus zu besseren Auslastung der Schulgebäude und damit zu erheblichen Reduzierung der CO2-Ausstosses führen würde.

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20 Kommentare zu “Hamster-Expertin Kaya Berndt: „Ich hatte Cäsar oft mit in der Schule“

  • #1
    Robin Patzwaldt

    Hier liegt die Wahrheit wohl in der Mitte. Das Verhalten von beiden Seiten ist kritikwürdig. Hamster gehören nicht als Mitbringsel in einer Kugel in die Schule mitgebracht, wo sie stundenlang leiden dürften (Stress), aber auch das Verhalten der Lehrerin scheint mehr als besorgniserregend. Wenn das so stimmt, was so geschrieben wird und an verschiedenen Stellen zu lesen ist, dann scheint mir diese Lehrerin für den Job total ungeeignet.

  • #2
    Ham Ster

    Robin Patzwaldt sagt alles, was zum Thema ernsthaft zu sagen wäre.

    Ansonsten sind Hamster natürlich auch abseits dessen ein Thema, das super in das Profil der Ruhrbarone passt. Es ist eine Art geistige Verwandschaft: Ihr macht ja auch einen auf dicke Backe.

  • #3
  • #4
    Eva

    Ich frage mich, warum die Eltern vollkommen außerhalb der Diskussion stehen. Klar ist, dass sowohl das Kind als auch die Lehrerin sich nicht korrekt verhalten haben. Das Kind hat eine Tierquälerei begangen, doch muss man ihm wohl zugute halten, dass es die Folgen seiner Handlung für das Tier nicht absehen konnte. Die Lehrerin hat die Angelegenheit nicht diskret behandelt (indem sie zum Beispiel ein Gespräch mit den Eltern und dem Kind herbeiführt), sondern sie hat das Kind vor der Klasse an den Pranger gestellt. Beides ist nicht o.k. Doch diejenigen, die dafür verantwortlich gewesen wären, dem Kind einen artgerechten Umgang mit dem Tier beizubringen, sind doch wohl die Eltern. Wie können sie es zulassen, dass das Kind morgens mit dem Hamster in der Hand in die Schule marschiert? Das hätten sie unterbinden müssen! Sich nun lautstark über das Verhalten der Lehrerin zu beschweren, finde ich scheinheilig. Damit wollen sie wohl von eigenen Versäumnissen ablenken.

  • #5
    Miss Marple

    Im Zuge des (möglichen) Disziplinarverfahrens wird auch die Rolle des Schulleiters hinterfragt. Da ist es gut zu wissen, dass der Informationsfluss des Schulleiters der genannten Johann-Gutenberg-Realschule zur (aufsichtführenden) Bezirksregierung in Arnsberg aufgrund familiärer Bande sehr gut funktioniert. So wird dann wohl alles zum Wohl des kleinen Mädchens untersucht. Ein Schelm, wer anderes denkt . . .

  • #6
    Matthes

    Ähem – bin ich der Einzige, der „Regierungspräsident Gerd Bollermann erwägt disziplinarische Maßnahmen gegen die Lehrerin. Für Bollermann keine Selbstverständlichkeit: Gegen die Mitarbeiter seines Hauses, die beim Envio-Skandal weitgehend versagt haben, gab es sowas nicht“ für den eigentlich relevanten Absatz hält? Ich überlasse der Blog-Moderation mal, ob sie das freischaltet oder es bleiben lässt, weil erklärte Witze immer scheiße sind…

  • #7
    eleven

    Das Opfer ist nicht der Täter, Eva.
    Das Versäumnis der Eltern ist zu Vernachlässigen angesichts des Komplettversagens der Lehrkraft. Hier scheint wieder das ungesunde, romantische Verhältnis der Mehrheit der Deutschen zur Natur hervor.

  • #8
    BioBlubb

    In diesem Fall wiegt der pädagogische Totalausfall mit Sicherheit weit schwerer als das Leid des Hamsters. Ein schönes Beispiel dafür, dass einiges in der Lehrerausbildung nicht funktioniert (wenn ich mir so ansehe, wer aus meinem weiteren Bekanntenkreis so Lehrer ist – oweia). Auch die Tatsache, dass hier auf einmal disziplinarische Maßnahmen ergriffen werden sollen, während dies beim envio-Skandal nicht der Fall war, ist schon hochgradig zynisch.

    Aber:
    Das Verhalten des Mädchens bzw. das der Eltern (ein Grundschulkind kann sowas wirklich noch nicht selbst begreifen) ist ebenfalls symptomatisch für ein verebreitetes Problem, nämlich dass viele Haustiere unter Bedingungen leben, die ohne weiteres als schwere Tierquälerei durchgehen. Im konkreten Fall ist dies der Transport eines nachtaktiven, kurzsichtigen Nagetiers, welches sich hauptsächlich mit seinem Tast- und Geruchssinn orientiert, in einer transparenten Plastikkugel. Aber ich wette, dies ist nicht mal den Eltern klar, denn auch ein leidender Hamster sieht immer noch totaaaal niedlich aus und quiekt auch nur vor Freude.
    Was ich sagen will: Die Kritik am Umgang mit diesem Hamster ist berechtigt. Und es hätte wahrscheinlich ein paar pädagogisch echt wertvolle Möglichkeiten gegeben, dies dem Kind altersgerecht zu vermitteln. Aber halt auf überhaupt gar keinen Fall so.

    Und um möglichen Kritikern hier den Wind aus den Segeln zu nehmen: Ich hab mit Sicherheit kein übertrieben romantisches Verhältnis zur Natur (mein Nick bezieht sich auf mein Studienfach, nicht auf meine Einstellung). Ich esse auch Fleisch aus Massentierhaltung. Außerdem befürworte ich Tierversuche, so sie denn notwendig sind (und bin auch selbst auf sie angewiesen). Ich würde mir nur wünschen, dass eben auch Haustierhaltung mal kritisch hinterfragt wird, und genau das passiert bislang nur in Extremfällen wie beispielsweise Animal Hoarding.

    Lustigerweise hab ich da letzte Woche noch was drüber geschrieben:

    http://dermitdemblubb.wordpress.com/2011/11/02/denkt-denn-niemand-an-die-haustiere/

  • Pingback: zoom » Umleitung: Von den benachbarten Blogs über den Dortmunder Hamster-Skandal zur Politik. «

  • #10
    crusius

    Vorsicht, Rant!

    Liebe manche Mitkommentatoren – Euch ist schon klar, daß das wohl insgesamt mehr als Glosse gemeint war? Kinder gehen immer, Tiere gehen immer, Kinder und Tiere gehen erst recht immer, Kinder, Tiere und Schule ist eine sichere Bank. Ich stimme @6 zu, habe allerdings die Reportage gestern auch gesehen und muß gestehen, daß mir das Grinsen im Gesicht gefriert. Ja, der Film war schon gut gemacht, aber – wie so oft im Fernsehen – auf der Rechercheseite etwas dürftig. Gut, daß die Opfer für die Öffentlichkeit ein Gesicht und eine Stimme bekommen, aber es wäre ja schon mal eine Frage wert, warum die Beamten der Bezirksregierung anscheinend nie das Instrument der Remonstration genutzt haben, wenn ihre Überlastung eine ordnungsgerechte Ausführung ihrer Dienstgeschäfte verhindert hat. Die Antwort steht übrigens auch im Wikipedia-Artikel: „Die Remonstrationspflicht ist im Beamtenalltag ein nur selten genutztes Recht, da ein Remonstrant häufig befürchtet, als Querulant abgestempelt zu werden.“ Und was im Öffentlichen Dienst mit Querulanten geschieht, hat Harald Friedrich ja zur Genüge erfahren – dem sein Auftritt hoffentlich ein wenig Genugtuung gebracht hat. Es war übrigens sein zweiter TV-Auftritt binnen weniger Wochen – denn im Kontext des Staatstrojaners wurde man beim WDR darauf aufmerksam, daß er seit Jahren um die Löschung illegal gewonnenener Telekommunikationsdaten kämpft. Die Software des LKA kann das nämlich nicht und muß erst für Tausende von Euronen nachgerüstet werden.

    Rant Ende, ich danke für die Geduld!

  • #11
    Nachtaktiver Kurzsichtiger

    LOL, übertrieben romantisches Verhältnis zur Natur? Nix für ungut, aber: Man muss schon ein übertrieben romantisches Verhältnis zur Natur haben, um sich einzubilden, dass dieser mit ziemlicher Sicherheit in Gefangenschaft zwecks Gebrauch als Haustier erzeugte Hamster mehr mit der Natur zu tun habe als die Lehrerin, als Regierungspräsident Gerd Bollermann oder als der envio-Skandal.

  • #12
    Eva

    @ Eleven: Sorry, stimme überhaupt nicht mit der Sichtweise überein, die Eltern als Opfer zu sehen. Wenn man überhaupt in den Kategorien „Opfer-Täter“ denken will, dann sehe ich hier nur ein Opfer, nämlich das Kind, das ALLE beteiligten Erwachsenen ins offene Messer haben laufen lassen. Die Lehrerin, indem sie ihre (berechtigte) Kritik in unangemessener Form zum Ausdruck brachte. Sie ließ eine Art Tribunal abhalten, dem das Kind natürlich überhaupt nicht gewachsen war. Aber auch die Eltern, die dem Kind eine notwendige Unterstützung versagten. Es wäre ihre Aufgabe gewesen, ihm morgens zu vermitteln, dass es etwas vorhat, was dem Tier schaden wird. Sie taten jedoch nichts, um das Kind an einem offensichtlichen Fehlverhalten zu hindern, mit dem es dann in vorhersehbarer Weise in der Schule aneckte. Natürlich ist die Eskalation, zu der es dann kam, damit auch nicht entschuldigt, doch hätten die Eltern bereits im Vorfeld angemessen reagiert, wäre die ganze Situation gar nicht erst entstanden.
    Klar tut mir auch das kleine Hamsterchen leid. Doch aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Kinder ihre neuen Haustiere zunächst mal für Spielzeuge halten, mit denen sie alles machen können, worauf sie Lust haben. Dass das Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen sind, ist ihnen zunächst nicht klar. Man kann es ihnen aber vermitteln! Und da die Kinder auch möchten, dass es ihren kleinen Lieblingen gut geht, sind sie durchaus empfänglich für solche Botschaften.

  • #13
    eleven

    Na, liebe Eva, für mich sind die Eltern schon den Opfern der Affäre zugehörig, neben dem Kind und seinen Klassenkameraden. Die Eltern müssen darauf vertrauen können, dass die Schule ein geschützter Raum für ihr Kind ist. Wenn es dort mit psychischer Grausamkeit behandelt wird, trifft das die Eltern hart. Es kann auch nicht Aufgabe der Eltern sein, ihr Kind einer 100%tigen Kontrolle zu unterwerfen; die elterliche Fürsorge erstreckt sich zuerst auf Sicherheit, Ernährung und Gesundheit des Kindes. Mir geht es darum, die Diskrepanz aufzuzeigen die zwischen dem – für einige Stunden gestörten – Wohlbefindens eines Kleintieres und der seelischen Gesundheit eines Menschenkindes liegt. Es ist wirklich nicht verwunderlich, dass der Tierschutzbund ein Vielfaches an Mitgliedern des Kinderschutzbundes aufweist.

  • #14
    Michael Kolb

    Boarch, was für ein, Entschuldigung, Schwachfug… Eltern und Mitschüler sollen Opfer sein? Über die Schüler will ich mir kein wirkliches Urteil erlauben, deren Aufsätze zum Thema kann man leider nicht nachlesen, wäre aber interessant gewesen. Aber die Eltern zu Opfern zu stilisierten, das ist schon abenteuerlich… Hätten die die Kohle für den Nager nicht locker gemacht, wäre es zu der Situation gar nicht erst gekommen, genausowenig wie es geschehen wäre, hätten sie ihrem Nachwuchs beigebracht, was gut für den Hamster ist, und was nicht.
    Unbestritten, die Lehrerin hat unsäglich reagiert und Konsequenzen für sie sind zu begrüßen, aber ohne das grundsätzliche Versagen der Eltern wäre es niemals soweit gekommen.

  • #15
    eleven

    Und hätten die Eltern das Kind nicht gezeugt wäre es auch nicht zu dieser Situation gekommen; wären die Eltern mitsamt Kind vor Jahren ausgewandert wäre es auch nicht zu dieser Situation gekommen. Wie so oft: hätte,hätte lag im Bette und rauchte eine Zigarette…………

  • #16
    Eva

    Lieber Eleven, Du sprichst von seelischer Grausamkeit der Lehrerin gegenüber dem Kind. Doch wie beurteilst Du es, dass die Eltern mit dieser Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen sind? Die Eltern haben den gleichen Fehler begangen wie die Lehrerin. Sie haben die Angelegenheit nicht diskret behandelt, indem sie ganz einfach ein vertrauliches Gespräch mit dem Kind herbeiführen, in dem sie ihm erklären, was dem Tier gut tut und was nicht. Auf diese sehr einfache und für meine Begriffe beste Lösung scheint hier niemand gekommen zu sein. Stattdessen wählten die Eltern den Weg der öffentlichen Auseinandersetzung, mit der Folge, dass ihre Tochter nun als das Kind dasteht, das seinen Hamster quält. Damit haben sie dem Kind einen Bärendienst erwiesen.
    Es gibt dazu einen passenden Spruch: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

  • #17
    Jan

    Also es ist schon verwunderlich, wie hier einige das Verhalten des Kindes verbal zum halben Hamster-caust hochstilisieren – das Kind hat am Vortag bei der Lehrerin nachtgefragt … und an der Stelle hätte die Lehrerin das auch ganz klar verbieten müssen. Und zwar nach dem Ein-Ohren-Modell nach Schulz van Gogh – eindeutig und unmissverständlich. In der Presse ist hierzu stattdessen die Antwort „Das halte ich für keine gute Idee“ überliefert … wenn Kinder eins nicht verstehen, sind das unterschwellige Botschaften!
    Der gesamte Tierschutzgedanke hätte hier eine gute Begründung abgegeben.

    Grenzen nur wachsweich anzudeuten, aber dann bei einer Grenzüberschreitung die Situation so zu eskalieren zu lassen und das in einer Form, die über den Tag der Grenzüberschreitung hinaus noch eine fortgesetzte Demütigung bedeutet – das richtet Schaden an! Und das darf eine Lehrerin nicht.

  • #18
    Eva

    Im Forum der WAZ findet sich mittlerweile ein Kommentar, in dem sich angeblich ein Elternteil eines Schülers äußert, der die selbe Klasse besucht wie dieses Mädchen.
    http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/friedensgipfel-zum-hamster-fall-in-dortmund-bringt-klaerung-id6060249.html
    (Kommentar von „melDo“)
    Der Wahrheitsgehalt eines solchen Kommentars ist natürlich nicht überprüfbar, zumal er auch noch anonym gepostet wurde. Ich fasse mal die wesentlichen Aussagen zusammen: Demnach wurde die Frage, ob der Hamster mit in die Schule gebracht werden kann, am Tag davor in der Klasse diskutiert. Die Lehrerin sagte, dass zwar Fotos des Tieres, auf keinen Fall aber das Tier selbst mit in die Schule gebracht werden dürfen. Das Mädchen hat sich darüber hinweggesetzt. Dann kam ein Satz, bei dem ich wirklich schlucken musste: In der Pause machten sich angeblich einige Schüler einschließlich des Mädchens einen Spaß daraus, mit dem Ball – in dem sich der Hamster befand! – FUßBALL zu spielen. Der Mitschüler des Mädchen sei darüber entsetzt gewesen. Da die Klasse die darauf folgenden Handlungen der Lehrerin für gerechtfertigt hielt, planen die Schüler nun Solidaritätsaktionen für sie.
    Wenn dieser angebliche Augenzeugenbericht stimmt, dann muss ich meine Ansicht korrigieren, das Mädchen als einziges Opfer in dieser Sache zu sehen. Auch ein zehnjähriges Kind weiß, dass zum Beispiel das Hin- und Hertreten eines Tieres Tierquälerei ist.
    Dafür, dass sie die Schule verlassen wollte, gibt es nach dieser Version auch noch eine andere Interpretation: Vielleicht war sie nach dieser Aktion bei ihren Mitschülern unten durch, so dass sie deswegen nicht auf dieser Schule bleiben wollte.
    Es gilt mal wieder die alte Weisheit, dass man sich immer beide Seiten anhören muss, wenn zwei sich streiten. Wer eine korrekte Darstellung der Angelegenheit gegeben hat, werden wir wohl nicht erfahren. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.
    Ich halte es jedenfalls für einen Fehler, einfach nur den (nicht überprüften!) Aussagen der Eltern zu folgen. Die Lehrerin wurde in den meisten Medien vorverurteilt, ohne dass ihre Version der Vorfälle angehört wurde. Vielleicht war es ihr einfach nur wichtig, den Kindern ein ethisches und moralisch zu vertretendes Verhalten Tieren gegenüber zu vermitteln. Möglicherweise ist sie bei der Wahl ihrer Methoden über das Ziel hinausgeschossen, doch in der Sache hat sie Recht. Als Lehrerin ist es ihre Aufgabe einzuschreiten, wenn Schüler sich offenkundig daneben benehmen. Sie kann nicht einfach daneben stehen und Schülern so was durchgehen lassen. Diese Lehrerin hat versucht, den Kindern Werte wie den respektvollen Umgang mit anderen Lebewesen zu vermitteln, Werte, die die Eltern des Mädchens offenkundig für unwichtig halten und die sie deswegen ihrer Tochter nicht vermittelt haben. Die Lehrerin hat einfach nur versucht, Versäumnisse der Eltern auszugleichen. Sie hat genau das gemacht, was in ihrem Beruf von ihr erwartet wird.

  • #19
    Jan

    @18 Eva
    Also solche Beiträge sind natürlich wirklich mit Vorsicht zu genießen, wenn die Moderation von DERWESTEN einigermaßen sinnvoll arbeitet, wird so etwas hoffentlich an den zuständigen Lokalredakteur zur Überprüfung weitergeleitet … wenn sich das als richtig herausstellen sollte, wäre die gesamte Nummer ein Armutszeugnis für die gesamte bisherige Lokalberichterstattung.

    Ich kann mir aber weder vorstellen, dass die Lehrerin gegenüber der Bezirksregierung das Hamster-Fußballspiel verschwiegen hätte, noch dass dieser Sachverhalt in der schriftlichen Antwort der Bezirksregierung an die Eltern ungenannt geblieben wäre – und nach einem solchen Schreiben hätten Eltern/Patenonkel sicherlich nicht so ein Fass aufgemacht.
    Ich glaube eher, dieser Kommentar ist irgendwo zwischen böswillig und satirisch – gerade bei einem Sitzstreik oder einer Unterschriftensammlung könnte man ja davon ausgehen, dass solche Aktionen von gezielten Kontaktaufnahmen mit der Presse begleitet werden.

  • #20
    Volker Maibaum

    Die Unterzeile von Ruhrbarone.de lautet Journalisten bloggen für das Revier. Dieser Beitrag hat nichts mit Journalismus zu tun. Die Vorwürfe werden noch nicht einmal im Konjunktiv bzw. als indirekte Rede mit einer Kennzeichnung, wer diesen Vorwurf erhebt, geschrieben. Mittlerweile sind die unterschiedlichen Darstellungen auch über die regionale Presse bekannt. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass die Lehrerin im Nachhinein das Opfer einer üblen Nachrede oder sogar Verleumdung sein könnte.
    Der Autor sollte eine Fortbildung zum journalistischen Handwerk machen. Und mancher Komentarschreiber sollte in Zukunft abwarten, bevor er oder sie der tastatur freien Lauf lässt.
    Leider hat sich so mal wieder bewiesen, dass das Internet kein seriöses Informationsmedium sein kann. Schade die digitale Welt böte so viel Möglichkeiten.

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