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Heinze vs. Jamiri: Geht doch…

Der Streit zwischen Jamiri und Andreas Heinze ist beigelegt.

Beide veröffentlichten eine Pressemitteilung:

Andreas Heinze und Jan-Michael Richter (=Jamiri) haben sich kennen gelernt und die Affäre um die Ausstellung „Oberhausen und der Rest der Welt“ in einem persönlichen Gespräch beigelegt.

Andreas Heinze erklärt, seine zukünftigen Arbeiten so zu gestalten, dass keine Verwechslungsgefahr mehr zu den Jamiri-Comics besteht.

Die auf der Ausstellung gezeigten Exponate werden in ihrer aktuellen Form keiner weiteren Veröffentlichung zugeführt. Andreas Heinze und Jan-Michael Richter verzichten auf eine juristische Auseinandersetzung. Andreas Heinze und Jan-Michael Richter werden die Angelegenheit mit sofortiger Wirkung nicht mehr öffentlich kommentieren.

Oberhausen / Essen, den 10.07.2012
Andreas Heinze
Jan-Michael Richter

Geht doch…

Jamiri selbst hat aus der an Wortbeiträgen reichen Affäre wohl viel lernen müssen. Er hat sich eine persönliche „Liste von Idioten“ angelegt; wie man hört. die Ruhrbarone stehen nicht drauf – und Andreas Heinze auch nicht.

RuhrBarone-Logo

10 Kommentare zu “Heinze vs. Jamiri: Geht doch…

  • #1
  • #2
  • #3
    halil

    @ Baron Nr. 1

    Aber Klaro doch! Das ihr selbst das noch nicht einmal merkt ist in der Tat echt merkbefreit ;-).

  • #4
    Georg Kontekakis

    @ Halil,

    Du merkst wohl nicht, wie sich die Plagiats-Nummer entwickelt hat. Aber wenn Du siehst und nichst begreifst, dann ist das Deine Sache.

  • #5
    Tortist

    Halil steht bestimmt auf der Liste.
    Hat es sich hart verdient, wenn ich mir seine Kommentare zu der Sache so ansehe.

  • #6
    Norbert

    Ich kenne die ausgestellten Werke nicht, so dass ich mich dazu nicht äußern kann. Was mich aber wirklich wundert, ist die Sicht von Labdingenskirchen:

    wie man sich als Journalist Kolleginnen gegenüber zu benehmen hat, stand wohl nicht ganz oben auf Kontekakis‘ heutiger to do-Liste.

    Was für ein Korpsgeistverständnis die da haben. Sehr ungesund. Journalisten müssen sich auch gegenseitig beobachten.

  • #7
    Helmut Junge

    Erstens: schön, dass es schnell zu einer Einigung gekommen ist.
    Zweitens: wir sollten diese Geschichte nicht ohne Aufarbeitung zu den Akten legen.
    Ich fang mal an.

    Wenn ich zu 100 Künstlern sagen würde:
    „vielleicht haben 4 oder 5 von euch einen Stil, den ich nicht auf irgend eine Richtung oder sogar einzenen Künstler zurückführen könnte, denken mindestens 90 von ihnen, dass ich sie persönlich genau zu diesen 4 bis 5 zählen würde.
    einige würden mich sogar lauthals bestätigen.
    Ich würde mich selber danach aber sogar fragen, ob ich mit dieser Zahl 4-5 nicht viel zu hoch gegriffen hätte.

    Denn es gibt überhaupt nicht so viele Stilrichtungen, dass das hinkäme.
    Nahezu 99,99% der lebenden Künstler lassen sich einer bereits bekannten Stilrichtung zuordnen.
    Dennoch bleibt viel Spielraum, sich innerhalb bekannter Stilrichtungen eine eigene Bildsprache zu erarbeiten.
    Das ist aber schwierig, weil das etliche Kenntnisse und noch viel mehr Arbeit kostet.
    Die meisten Hobbykünstler schaffen das auch bekanntlich nicht.
    Auch viele akademische Künstler schaffen das nicht.
    Als ich jünger war, habe ich auf Ausstellungen und bei anderen Gelegenheiten, häufig solche Zusammenhänge zu Stilrichtungen bzw.
    andiskutiert. Ich bin nun mal ein Mensch, der gerne seine Meinung verkündet. Aber in Künstlerkreisen nicht viele Freunde, wenn man über Bilder von Kollegen spricht, außer man lobt sie.
    Den meisten Künstlern, auch den Hobbykünstlern ist nämlich eines Gemeinsam.
    Sie sind sehr empfindlich, und schnell beleidigt.
    Auch haben viele Künstler Angst davor, dass jemand ihre Bilder abkupfern könnte, Ideen klauen, usw.
    Wenn man weiß, wie viel Arbeit oft in einer einzigen guten Bildidee steckt, erklärt sich diese Angst von allein.
    Darum hatte ich in der damaligen Diskussion auch geschrieben, dass ich verstehen könnte, dass Jamiri sauer reagiert, obwohl er vor Gericht möglicherweise kein Recht bekommen würde.
    Jetzt haben Jamiri und Heinze, die ich beide nicht persönlich kenne, ihre Felder gegenseitig abgesteckt, weil Heinze wohl selbst die Ähnlichkeit einiger seiner Bilder zu Jamiris Bildern nicht geheuer ist.
    Dennoch bleiben Fragen zu diskutieren, zumindest aus meiner Sicht.
    Grundsätzlich stellt sich mir die Frage, ob diese schroffe Form der Berichterstattung im Zusammenhang mit Ausstellungen praktisch unbekannter Künstler angemessen ist. Wenn das so wäre könnte Georg Kontekakis sich wegen der Vielzahl der Fälle die Finger wund schreiben.
    Aber es wird vermutlich schon deswegen keine Wiederholung geben, weil er es als Freundschaftsdienst betrieben hat, und ich kann mir nicht vorstellen, dass Georg unter Künstlern noch mehr Freunde hat. Denn die sind ja, wie ich bereits anmerkte, sehr sensibel.
    Also, ich will zum Punkt kommen.
    Ich finde es richtig, wenn über Kunst berichtet wird, auch über Plagiate offen geschrieben wird, aber mir gefällt dieser schroffe, platte Stil in diesem Zusammenhang mit einem unbekannten Künstler, der sich kaum gegen die Macht der Medien wehren kann, nicht. Auch dann nicht, wenn die plagiative Absicht erkennbar nahe liegt.
    Wenn ihr das bei den großen und mächtigen Zeitgenossen macht, ist es schon die richtige Sprache. Da könnte Georg noch was bringen.

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  • #9
    Jens Web

    Gibts die neue Zeichnung von Andreas Heinz auch in gross ?

    Sieht schon cool aus, nur der Text ist in der Größe nicht lesbar.

  • #10
    Jan-Michael

    @Jens Web: lass es doch. Du stehst ja auf der Liste. Ganz sicher. Versprochen.

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