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“Höchstens spießbürgerlich”

SPD und Grüne haben gerade auf einer Pressekonferenz in Berlin den rot-grünen Geist beschworen.

Ein Generationenprojekt, so SPD-Chef Sigmar Gabriel, soll Rot-Grün in NRW zwar nicht werden, aber in NRW könne, sagte Gabriel, der Steuerwahnsinn der Bundesrepublik gestoppt werden: “NRW muss wieder das soziale Gewissen Deutschlands werden.”

Claudia Roth, Sprecherin der Grünen, will mit rot-grün in NRW den “Angriff auf den Atomausstieg  stoppen”. Für Roth ist die schwarz-gelb in NRW auch keine bürgerliche Koalition: “Das ist höchstens Spießbürgerlich.”

Hannelore Kraft, SPD Spitzenkandidatin in NRW, sagte, Rüttgers sei ein marktradikaler Sozialstaatsschauspieler. Während seiner Regierungszeit hätten Frauenhäuser, Sozialmieter und viele andere zu leiden gehabt.

In NRW liegt Rot-Grün in einigen Umfragen vor der CDU-FDP Landesregierung. Allerdings ist ein Einzug der Linkspartei in den Landtag fast sicher. Seit Jahren liegt die Partei stabil über fünf Prozent. Rot-Grün ist damit so unwahrscheinlich wie Schwarz-Gelb. Viele Konstellationen sind denkbar, eine große Koalition oder Schwarz-Grün am wahrscheinlichsten aber auch Rot-Rot-Grün könnte es geben.

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14 Kommentare zu ““Höchstens spießbürgerlich”

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  • #2
    Frank

    Claudia Roth? Warum hängt ausgerechnet die nicht irgendwo am anderen Ende der Welt fest?

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  • #5
    Angelika

    “…Rüttgers sei ein marktileraler Sozialstaatsschauspieler…”

    Zu schnell getippt.

    (aber hört sich irgendwie interessant an …)

  • #6
  • #7
    Rechen-Genie

    Wenn Pro-NRW über 5% kommt und somit CDU-Wähler abgreift, hätte Rot-Grün noch eine Chance.

    Wahlumfragen taugen mittlerweile eher wenig.

  • #8
    Wähler

    Bää die alte Socke SPD und die neoliberalen GRÜNEN?
    Die unChristliche DU und die gelbe Mafia?
    Hoffentlich die LINKE als Opposition ohne Respekt.

    Gruss

  • #9
    hawthorne

    War das jetzt ein Versprecher was Siegmar Gabriel im Wahlkampf von NRW sagte: “Dann hat Rot-Rot-Grün eine eigene Mehrheit.” (Quelle: spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,689868,00.html) Oder lässt die Ypsilanti grüssen. Ich hoffe das wird vor der Wahl noch geklärt, denn eine zweite Lügerei wäre meines Erachtens das Ende der SPD. Die sollen vor der Wahl klar sagen, was sie nach der Wahl machen.

  • #10
    Arnold Voss

    Ja das sollen sie, aber es ist idiotisch sich dabei vorher auf einen bestimmten Koalitionspartner festzulegen bzw. einen auszuschließen. Politik heißt für mich nichts anderes als seiner eigenen Position per Regierungsübernahme zur praktischen Durchsetzung zu verhelfen. Wer das mit unterstützt oder mir dabei zumindest nicht zu viele und zu große Kompromisse abverlangt ist dann mein Koalitionspartner.

    Ich wähle eine Partei wegen ihres Programms in der Erwartung, dass sie dieses auch mit allen ihr zur Verfügung stehenden und natürlich demokratischen Mitteln in Tat zumzusetzen versucht. Mit wem ist dabei zweitrangig, wenn denn die politischen Ziele/Richtung erreicht werden, wegen derer ich die Partei gewählt habe.

    Ich halte es für politisch irrational dass, wenn eine solche Koalition möglich ist, sie nicht stattfindet, weil sie vor der Wahl prinzipiell ausgeschlossen wurde. Oder anders herum: Erst nach der Wahl können die Politiker überhaupt wissen, was die Mehrheit der Wähler wirklich will und deswegen können auch erst nach der Wahl die Koalitionen bestimmt werden um diesen Mehrheitswillen umzusetzen.

  • #11
    Olaf Mertens

    Arnold Voss kann ich nur zustimmen. Und wenn man sich die Hessen/Ypsilanti-Geschichte im Ergebnis ansieht… Koch regiert weiter. Dabei hatte die SPD kein schlechtes Programm wie ich finde und gescheitert ist es nicht weil so viele was gegen das Programm hatten, sondern weil einige nur darauf fixiert waren ein wie auch immer geartetes Bündnis mit der LINKEN auszuschließen – das kann doch nicht der Wahrheit letzter Schluss sein! Ich persönlich hab 20+ Jahre Erststimme SPD, Zweitstimme Grün gewählt. Aber seit der Hessen Wahl und diesem Schmierentheater in der Folge wähl ich lieber direkt die Linkspartei, weil ich diese Tendenz bei SPD und Grünen ablehne, im Zweifel lieber mit den Schwarzen zu koalieren. Letztere sind in meinen Augen diejenigen die in den vergangenen Jahrzehnten aber auch alles blockiert haben was sozial und ökologisch geboten gewesen wäre.

  • #12
    ÖDP-Fan

    Statt den “Angriff auf den Atomausstieg zu stoppen” hätte Rot-Grün den damals schon dingfest machen müssen. Wahltaktisch war es natürlich geschickt, denn so wussten grüne und SPD das sie das Thema Atomkraft noch ein paar Jahre weiter ausschlachten können, wenn mal wieder die schwarzen dran kommen.
    Admin: Lieber ÖDP-Fan – wenn ich noch einmal ein Wahlaufruf löschen muss markiere ich Sie als Spam.

  • #13
    ÖDP-Fan

    Ah dann hab ich irgendwo das in den AGB oder so wohl überlesen. Aber sagen, was ich wählen werde und warum, darf ich doch noch oder?

  • #14
    Arnold Voss

    Strategisch und taktisch hätte die SPD da eine Menge von der CDU lernen können. Aber die Sozialdemokraten hatten immer schon Angst vor der Macht. Es könnte dann ja sein, dass sie ihr Programm auch wirklich umsetzen müssten.

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