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Ich möchte keine Phase der Zumutungen erleben

Robert Habeck: CC BY-SA 4.0

Die Grünen versprechen für die Zukunft eine Phase der Zumutungen, der es fair zugehen soll. Danke, aber da möchte ich nicht mitmachen.

Generell ist ein gesundes Maß an Misstrauen gegenüber Politikern angebracht. Man sollte ihnen nicht glauben, wenn sie das Blaue vom Himmel versprechen. Meistens wäre man schon zufrieden, wenn sie nicht alles schlimmer machen.  Wenn Politiker allerdings Zumutungen versprechen, wird es gefährlich. Auch wenn sie dann zusichern, es soll dabei fair zugehen, macht es das nicht besser. Fairness meint vor allem, dass der Staat entscheidet, wer wieviel von was braucht. Die Erfahrung lehrt, dass die Menschen das meistens ganz anders sehen als die vermeintlich wohlmeinenden Politiker.

„Die Transformationsphase, die nächsten 20 Jahre, werden logischerweise eine Phase der Zumutung. Daher ist es wichtig, dass die Menschen im Land wissen, dass es fair zugeht“ sagte Grünen-Mitchef Robert Habeck heute bei der Vorstellung des Klimaschutz-Sofortpaketes seiner Partei, welches selbst überraschungsfrei war: Mehr Erneuerbare-Energien und höhere Preise kommen auf die Torte, ein Schlag Sozialsahne soll alles genießbarer machen. Ein Klimaschutzministerium, natürlich in der Hand der Grünen, soll eine Veto-Recht bekommen. Den Grünen geht es um die ganze Macht, egal was die Wähler wollen. Hätten die Klima- und Wirtschafts-AG einer Waldorfschule eine Stunde lang gemeinsam Eurythmie gemacht, hätten sie ein solches Sofortprogramm auch zustande bekommen.

Wären die Grünen keine autoritäre Partei von Staatsjunkies, sie hätten von Ideen und nicht von Zumutungen gesprochen. Irgendwas im Kennedy-Stil: „Überlegt mal, was ihr für das Klima tun könnt“ oder „Wir wollen den Klimawandel stoppen. Nicht weil es einfach, sondern weil es schwierig ist.“  Wer so etwas sagt, setzt nicht allein auf den Staat. Er setzt auf die Bürger, die Unternehmer und die Wissenschaft. Er will den Menschen nichts zumuten, sondern sie zu Höchstleistungen motivieren.

Die Grünen hingegen kennen auf jedes Problem nur eine Antwort: Den Staat. Der hat schon bei Corona in weiten Teilen versagt. Die Lösung, die Impfung, lieferten Wissenschaft und Unternehmen.

Immerhin sind sie ehrlich: Den Menschen wird es, wenn sie an die Regierung kommen, schlechter gehen als heute. Einen anderen Weg, ihr Ziel zu erreichen, scheinen die Grünen nicht zu kennen. Am Ende sind sie die Zumutung.

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25 Kommentare zu “Ich möchte keine Phase der Zumutungen erleben

  • #1
    Mawa

    Unser Mißtrauen in die Politik heißt Grundgesetz. Damit sieht es leider nicht gut aus. Ich fürchte, Grün wird das neue Braun.

  • #2
    Angelika, die usw.

    Kein Fluss in der Nähe der Wohnung (des Hauses), Herr Laurin?

    Ja nu … Dann isset ja nich gefährlich … Dann kann man ja ruhich ma labern … Dann kommt da au kein Schlamm, dann muss man au gaa nich auf’s Dach klettern, dann is man ja sicher … Steak is immer noch lecker! … Bloß keine Zumutung! … Mit dem Auto (Verbrenner) immer weiter und weiter und weiter, bis nach… Die alte Ölheizung kann drin bleiben, is ja schön …

    Ich wähle die Grünen auch nicht, Herr Laurin.
    Aber ich weiß, dass auch ohne die Grünen, selbst wenn die jetzt Schwuppdiwupp weg wären (tun wir mal so …), die Zumutungen (Klimakatastrophe) da sind und weitere Zumutungen kommen werden. Siehe Dürresommer (Grundwasserspiegel), siehe Ahr (Hochwasser), siehe Kanada (Hitze), siehe Türkei (Brände), siehe… Und ohne immense Steuergeldermittel (Zumutung!) für Planungen, Gegenmaßnahmen, ohne Verzicht (Zumutung!) auf alles Mögliche gibt dat nix mehr.

  • #3
    sneaking_beauty

    Geht das jetzt bis September so weiter, dass hier täglich mindestens zwei pubertäre Artikel gegen Bündnis ’90/Grüne veröffentlicht werden? Wir haben es doch langsam verstanden, dass die Mehrheit der Autoren hier CDU und FDP und ein Großteil der Kommentierenden AfD wählen, da kann jetzt ruhig mal eine andere Platte aufgelegt werden.

    Corona hat vor allem gezeigt, dass sowohl der Staat als auch die Menschen alle ihren Teil dazu beigetragen haben, die Krise zu entschärfen. Enttäuscht haben hingegen die großen Unternehmen der Privatwirtschaft, die sämtlichen Ideen von Arbeitsschutz zuwiderlaufend, "business as usual" weiter betreiben wollten. Außerdem sind in Zeiten von Neoliberalismus, steigenden Mietpreisen, stagnierenden Mindestlöhnen und sinkenden Bildungsstandards die Staatsjunkies eine notwendige Kurskorrektur.

  • #4
    Jürgen

    @#3: Naja, der Staat hat aus meiner Sicht eher umfassend versagt, denn er hat es zugelassen, dass große Unternehmen weiterarbeiten konnten wie bisher. Wobei, auch das stimmt nicht, große Unternehmen wie Schlachtereien oder Versandlogistiker haben eher weitergemacht wie üblich. Oder haben sie etwa lesen können, dass Unternehmen wie Bayer, BMW oder ZF die Produktion wegen gehäufte Coronafälle haben einstellen müssen? Dagegen hat der Staat die Aufdeckung von positiven Coronafällen bis weit in das Jahr 2021 verkackt (angeblich fehlende Testkapazitäten). Und gerade stellt sich wieder heraus: Kontrollen an Grenzen oder Flughäfen zur Umsetzung beschlossenen Reisekontrollen werden auch wieder nur halbgar umgesetzt. Und der Staat, beispielsweise vertreten durch Herrn Söder, hat ja schon im März trotz besseren Wissens, noch Volksfeste in seinem Bundesland zugelassen. Da hätten in Berlin bekannte Clubs schon zugemacht.
    Der von Ihnen gelobte Staat ist überwiegend als Minderleister aufgetreten.

  • #5
    thomas weigle

    "Die Grünen kennen nur eine Antwort-den Staat." Jaaa, natürlich. und warum? Weil die,die es ohne den Staat hätten richten können,aber jahrelang so was von versagt haben- nach dem schönen theoretischen Motto "Nach uns…",was schreibe ich da, ist ja garnicht mehr theoretisch. Und einige hier der alten weißen Männer,angeführt vom "Jungspund" Laurin gefallen sich in der Rolle "des weiter so", ja keine finanzielle oder gar verhaltensmäßige Einschräkung. Ihnen sei gesagt, dass das Klima auch sich heute noch sicher fühlende Stadtbewohner die Weitersoflausen austreiben wird. Da bin ich ganz sicher. Jedes Grad über §0 Grad steigert die Todesrate um 30 zusätzliche Fälle, täglich.
    Gibt es ein zumindest ein tw.Umdenken?
    Ja, denn immerhin ist festzustelle, dass einige große Firmen die Zeichen der Zeit erkannt haben. Und während die Lindner, Laurin u.a. als die Zeichen der Klimazeit nicht erkennende Sparstrümpfe gefallen, sind diese Firmen sehr viel weiter. Gott sei Dank. Eine Zumutung sind also nicht die Grünen, sondern die, die es haben so weit kommen lassen. Also die meisten von uns. Wir wollten ja nicht hören.
    AfD, FDP, Werte Union jedenfalls haben denen, die heute jung sind,NICHTS anzubieten. Angesichts dessen, was hierzulande auf uns zu kommt,sind diese jungen Leute,die sich engagieren, doch noch recht moderat. Auch das wird sich wohl ändern.

  • #6
    Guiseppe Bottazzi

    @ #5 Den auch im Hinblick auch Unweltschäden unsäglichen Saustall, den der letzte antikapitalistische Musterstaat 1989 hinterlassen hat, haben Sie ja erfolgreich verdrängt. Und die letzte jugendbewegte Regierung unter Verzicht auf alte Männer in Deutschland wurde übrigens 1933 gewählt.

  • #7
    Angelika, die usw.

    #5
    @thomas weigle

    "…Ihnen sei gesagt, dass das Klima auch sich heute noch sicher fühlende Stadtbewohner die Weitersoflausen austreiben wird. Da bin ich ganz sicher…"

    So isset!

  • #8
    Mawa

    Die deutsche Politik macht kaum etwas richtig – nichtmal einen Flughafen bauen. Mit den Grünen wird es noch viel mehr staatlichen Dilettantismus geben. Die unreflektierte Baerbock ist nur eine erste Ansage. Erschreckend ist, wie viele dieser völlig inkompetenten Person immer noch anhängen.

  • #9
    Angelika, die usw.

    #6
    "…haben Sie ja erfolgreich verdrängt…" So Bottazzi an weigle.

    Sind Sie hier hier Hauspsychologe, (Herr) Bottazzi? So mit Couch? Wie Freud?

    Oder sind Sie einer, der historisch so einiges durcheinander wirft?

    Alles rein in den Standmixer! Alles rein und dann auf Stufe 3 stellen. Und dann entsteht….. -> Mist! Verquirlter Mist (1989 und davor, 1933 usw., s.o.) Tun Sie beim nächsten Mixen den Deckel nicht drauf, dann fliegt das Zeug (der Unfug) an die Wand.

    Ach ja … Und der Tippfehler ist interessant.
    "..Unweltschäden…"

  • #10
    Werntreu Golmeran

    Das ist zwar mal wieder so ein typischer Laurinartikel den es eigentlich nicht lohnt zu kommentieren, aber Aspekt ist durchaus interessant. Herr Laurin rückt die Grünen ja gerne in die realexistierende Kommunistenecke (REKO), was aus meiner Sicht ein Irrglaube ist. Die Geschichte hat für mich gezeigt, dass weder der REKO noch der realexistierende Kapitalismus (REKA) in der Lage sind, die Folgen des Ressourcen-Raubbaus in den Griff zu bekommen. Also müssen Lösungen her, die aus meiner Sicht einer gewissen grösseren staatlichen oder auch basisdemokratischen Lenkung und Kontrolle bedürfen. Hier sollte man kreativ sein und Strukturen entwickeln, die in der Lage sind, die Bedürfnisse der Menschen vor Ort zu berücksichtigen und ein Gegenpotenzial zu den strukturell mächtigeren Konzernen aufzubauen.

    Was Herr Laurin bei den Grünen als kommunistisch erkennen will, würde ich eher auf die starken protestantisch konservativen Kräfte der Partei und die vorherrschende Lehrermentalität schieben. Von daher gebe ich Herrn Laurin recht, dass die Wortwahl interessant und ungeschickt ist. Das passt weder zum REKA noch zum REKO und klingt viel mehr nach protestantischer Predigt und dem mir aus meiner Studienzeit bekannten Gejammer der Leute aus dem RotGrün geführten ASTA, wie schwer und aufopferungsvoll doch die Bürde des Amtes sei. Da hatte man gleich keine Lust mehr mitzumachen. Die Leute fühlen sich aber gut. Und weil viele dieser Leute sich aus dieser protestantischen Büsserhaltung politisch engagieren, ziehen sie ihre Kraft aus dem Leiden und nicht aus der Freude, was sie politisch erreicht haben. Wie sonst ist es zu erklären, dass die Grünen Verkehrspolitiker in Bochum sich nicht reihenweise von den vielen in Bochum vorhandenen Autobahnbrücken in den Tod gestürzt haben, in Anbetracht ihres Versagens in den mehr als 20 Jahren, die sie im Rat der Stadt Bochum an der macht sind. Und daher ist auch die Behauptung der Rechten Unsinn, die Grünen würden den Geist von 68 fortführen. 68 hatte eine Vision und baute zunächst auf Spass an der Aktion und dem Versuch die Bevölkerung zu bewegen auf. Die Grünen wurden zwar von vielen Alt-68ern gegründet, die vom visionären Geist bestimmten gerieten in der Patei aber schnell in’s Hintertreffen oder starben zu früh. Durchgesetzt haben sich die vom urdeutschen, max-weberschen Verantwortungsethikgeschwurbel geleiteten Pfaffen-, Lehrer- und Beamtentypen, die sich ihre Softskills für Tagesordnungsanträge, Intrigerei, Verleumdung und Mobbing in jahrelanger aufopferungsvoller Arbeit in den meist von der Stasi oder der CIA und anderen westlichen Geheimdiensten unterwanderten bzw. gegründet oder unterstützen K-Gruppen gelernt haben. Dort haben sie ihr Sitzfleisch trainiert und Ihre Ellenbogen gespitzt.

    Es ist ja auch bezeichnend, dass von den wirklich aktiven Bürgerrechtlern von Bündnis 90 ausser Werner Schulz niemand es länger in gehobener Position in der Partei ausgehalten hat.

  • #11
    Magnus

    na ja, das alte Problem von Liberalen: Sie lehnen den Staat ab und brauchen ihn aber. Da Stefan Laurin schon des öfteren geschrieben hat, dass der Staat versagt hat, aber die Wissenschaft und Unternehmen triumphiert haben. Was wäre die Wissenschaft ohne Staat? Fast die ganze Grundlagenforschung läuft ja unter Regie des Staats. Die Unternehmen unterlassen diese, weil sie ihnen viel zu unsicher ist, was eine gewinnnbringende Verwertung betrifft. Und Biontech ist ja mehr oder weniger eine Ausgründung der Universität Mainz. Meines Wissens erhirlt Biontech auch Fördergelder. Auch hier wieder springt der Staat ein, da private Geldgeber das Risiko fürchten, weil es eine sehr langwierige Geschichte ist, aus einer Idee ein marktfähiges Produkt zu machen.
    Und mal ganz allgemein: Ohne Schutz des Staates würden doch die Unternehmen ihre Grundlage – Menschen und Natur – hemmungslos ruinieren. Ein Leben als Arbeiter wäre doch überhaupt möglich ohne Arbeitsschutz und Sozialleistungen. Wobei den Sozialleistungen meistens die Leistung des Staates darin besteht per Zwangsversicherung den abhängig Beschäftigten Geld abzuknöpfen. Und dass der Staat dies nicht aus Menschenfreundlichkeit macht, wird spätestens klar, wenn er nachhaltigen Naturschutz unterlässt, weil dies die Konkurrenzfähigkeit des nationalen Standorts nicht gefährden will. Ebenso wie am Ende auch die Arbeiter häufig gesundheitlich stark angegriffen die Fabrik verlassen (besonders bei Schichtbetrieb).

  • #12
    thomas weigle

    @ Guiseppe Botazzi Och nöö. Mein zweiter Vorname ist Antikommunist,schmunzel. Über die Sauereien der roten Diktatur habe ich hier auch als Gastautor geschrieben. Dass die es im Osten in Sachen Umweltzerstörung auf dem so heiß geliebten "Weltniveau" getrieben haben, hilft uns heute nur nicht mehr weiter, da das Klima heute gebieterisch an unsere Türen klopft, bzw diese eintritt.

  • #13
    Berthold Grabe

    #5
    Ich wundere mich manchmal, wie unlogisch so manche Schuldzuweisungen vorgebracht werden.
    Die Wirtschaft hat nicht versagt, sondern der Staat.
    Die Wirtschaft steht in Konkurrenz und handelt nicht gemeinsinnig, das ist nicht ihre Aufgabe, sondern profitmaximiert. Und trotzdem war die Wirtschaft jenseits der großen Konzerne und Lobbys in der Katastrophe um Längen hilfreicher und effektiver als der Staat. Es waren eigenverantwortliche Unternehmer die massiv Geld Existenz und Arbeitskraft schnell und effektiv zur Verfügung stellten.
    Es sind die staatlichen Rahmenbedingungen von Wettbewerb, die dafür sorgen können, das diese Ausrichtung im Gemeininteresse bleibt.
    Da spielt natürlich blauäugige und opportunistische Politik eine Rolle, denn Politiker handeln eben nicht altruistisch, sondern ideologisch und egoistisch und nach dem Unsinn, den Medien den Bürgern eintrichtern.
    Also in einer Interpretation dessen, was altruistisch sein soll.
    Und nicht wenige dieser Interpretationen sind heute grenzdebil, weil Berufspolitiker und Journalisten kaum sachliche Kompetenz besitzen und jenseits der Lobbyinteressen, kaum Realitäten wahrnehmen oder in Zusammenhang mit politischen Handeln richtig interpretieren können bzw. zu abhängig sind, um besser zu handeln.
    und dann gibt es noch die Grünen, bei denen Ideologie zum Glaubensbekenntnis wird idealiisierte Massnahmen zum Glaubensbestandteil jenseits jeglicher Realitäten.
    Abgesehen davon das Umweltschutz allgemein richtig ist und es einen Klimawandel gibt, kommt aus dieser Partei praktisch nichts was mit Vernunft überein zu bringen ist.
    die Grünen wollen den Klimawandel bekämpfen, alles Geld soll dafür verwendet werden.
    Flutkatastrophen verhindert man damit aber nicht.
    Weil der bereits exisitierende Klimawandel Anpassungen baulicher Art verlangt, die mindestens ebenso viele Mittel benötigen.
    Hinzu kommt das dieser Umweltschutz, auch bei maximaler Anstrengung global bedeutungslos ist, also weder aktuell Probleme noch zukünftig Katastrophen verhindern kann.
    Und die Wahrscheinlichkeit, das ein positiver Erfolg eintritt im einstelligen Prozentbereich liegt.
    Was bleibt sind eine Zunahme an Subventionen, eine Schwächung der Wirtschaft und Verhinderung der Lösung bestehender Probleme, jenseits ihrer Klientel.
    Nach meiner Meinung nach muss man intellektuell erhebliche Schwächen haben um grüne Politik zu betreiben oder zu unterstützen.
    Da haben fast alle Parteien Besseres zu bieten, leider aber keine ein wirklich Gutes Programm aus o.g Gründen.
    Dagegen stehen zu viele Interessen, die die Bürger in ihren Meinungen gezielt manipulieren können. Nicht zuletzt die Grünen selbst.

  • #14
    Manni

    "Ein Klimaschutzministerium, natürlich in der Hand der Grünen, soll eine Veto-Recht bekommen."

    Und, wenn ich richtig gelesen habe, natürlich auch ein Einwanderungsministerium in Zusammenarbeit mit der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD), und ein Gleichstellungsministerium um den Wandel zur gerechteren Gesellschaft hin zu steuern. Flankiert wird das durch ein Bundespartizipations- und Teilhabegesetz, um künftig bei Bundesgremienbesetzungen „deutlich die Vielfältigkeit in unserem Land auch sicherzustellen“. Besetzt wird dann aus dem reichhaltigen Fundus der NGOs, nach bewährtem Muster aus Rheinland-Pfalz. Superministerin:en dürften dann dort wohl Höfjen, Spiegel und Grüße werden, aufgrund ihrer einschlägigen Erfahrungen.
    Fehlt noch was? Wie wär’s mit einem Gerechtigkeitsministerium, denn "jeder möht ene RollsRoyce hann"?

  • #15
    Berthold Grabe

    Wir müssen uns im Klaren sein, das Wohlstand und Luxus für Alle im heutigen Maßstab noch auf Jahrzehnte einen wirksame Verhinderung des Klimawandels ausschließt.
    Dazu tragen die Grünen meiner Meinung sogar erheblich bei, weil ihre Kontroll-, Verbots- und Subventionskultur Innovation verlangsamt .
    Wer sich die grünen Vorschläge genauer anschaut findet nichts außer Subventionen, Verteuerungen und Verbote die allesamt auf eine Limitierung dessen, was wir unter Wohlstand verstehen hinauslaufen.
    Vor allem an den unteren Rändern der Gesellschaft wird das fatale Folgen haben.
    Weil dort keine ausreichende wirtschaftliche Potenz existiert um diese Verteuerungen aufzufangen, wie wir sie am Mietmarkt schon erleben.
    Grüne Vorstellungen verknappen Bauland! Und der Druck darauf wird auch durch deren Einwanderungspolitik befördert.
    Wer mit heutigen Mitteln die Gesellschaft klimakonform umbauen will, der hat keine andere Alternative als die Bevölkerung in Deutschland deutlich zu vermindern, oder den Lebensstandard zu senken, bis die Technik soweit ist wirtschaftlich ökologisch verträglicher zu produzieren.
    Es ist ausgeschlossen, das der CO2 Ausstoß in den nächsten Jahrzehnten weltweit sinkt, Das Bevölkerungswachstum und die geringe finanzielle Potenz der betroffenen Staaten werden eher zu einem Ausbau fossiler Energietechnik führen.
    Weil die Bevölkerungen schneller wachsen als deren Wirtschaft.
    Die Grünen müssten schon erfolgreiche imperiale Kriege führen um daran etwas zu ändern.

  • #16
    Helmut Junge

    @Angelika (2), die usw.,
    zu Ihrer Frage "Kein Fluss in der Nähe der Wohnung (des Hauses), Herr Laurin?"
    Auf dem Foto aus der WAZ sehen sie links das durch massive Bergbautätigkeit ,in den sechziger Jahren, stark abgesenkte Land, rechts den Rhein und dazwischen den Deich, durch den bei Hochwasser Sickerwasser dringt.
    https://www.waz.de/staedte/duisburg/nord/hochwasserschutz-notfallplan-fuer-rheindeich-in-beeckerwerth-id230870904.html
    Wenn Sie oben auf dem Deich spazieren gehen, gucken Sie in die Fenster der vierten Etage der angrenzenden Häuser. Die freiwillige Feuerwehr hatte bereits vor guten 20 Jahren, um Sickerwasser zu reduzieren, einen Teil der Landseite mit Sandsäcken abgegrenzt und mit Wasser gefüllt, um den Druck von der Flußseite zu kompensieren.
    Kurzzeitiges Hochwasser hält der Deich aus. Bei längerem Hochwasser dagegen wird der Deich durch Sickerwasser porös. Wenn er brechen sollte, liegt das sicher nicht am Klimawandel, sondern daran, daß der Mensch vor Ort Raubbau an der Natur getrieben hat. Und dafür ist der Deich dann nicht mehr ausreichend. Weil aber ein Deichneubau sehr teuer ist, und eigentlich nur nach der vorsorglichen Evakuierung vieler Menschen möglich ist, wäre die Behauptung, daß das durch den Klimawandel kommt, nichts weiter als eine willkommenen Ausrede von Politikern. Wenn der Deich aber tatsächlich mal brechen sollte, kann es theoretisch so sein, daß das gesamte Gebiet bis zum Centro betroffen ist. (rein theoretisch natürlich sind Sie also auch gefährdet)
    Und sagen Sie dann, daß der Deich nicht gebrochen wäre, wenn wir weniger Abgase produzieren würden, oder sagen Sie dann, daß der Deichbau intensiviert werden muß?

  • #17
    Angelika, die usw.

    @Helmut Junge
    Guter Deichbau war immer wichtig und bleibt wichtig. Klar!

    Und manchmal helfen einfache Mittel, um Deich in gutem Zustand zu halten. Zum Beispiel Schafe. Ein Freund aus Sachsen-Anhalt erzählte mir, dass sich die alten Leute Sorgen um die Deiche machen, weil weniger Schafherden da sind, die sich auch auf den Deichen aufhalten, um zu fressen. "Die trampeln so schön den Deich fest!
    Gehört alles zusammen.
    Klimaschutz. Deichschutz. Ewigkeitslasten (Pumpen, ehemalige Bergbaugebiete) usw. usw. usw..
    Sicher wird die Klimakatastrophe auch als Ausrede genommen. Ist doch nicht verwunderlich. Und da muss genau das getan werden, was Sie gerade machten mit Ihrem Kommentar. Hallo! Der Deich war aber schon vorher nicht in gutem Zustand! Ja, nicht erst seit…

    Und wenn schlecht gebaut wurde (s.u., siehe Beitrag WDR), dann nützen Schäfkes au nich mehr, dann wird es teuer.
    "…Der Deich sei in den 1930er Jahren falsch gebaut worden, man müsse ihn komplett neu bauen. Kosten: 16 bis 20 Millionen Euro. Von denen hätte der Deichverband einen erheblichen Eigenanteil zahlen müssen, doch dazu war er nicht in der Lage. Die Deichsanierung wurde auf Eis gelegt. Doch nach dem Hochwasser scheint wieder Bewegung in die Diskussion zu kommen…" https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/muelheimer-deichgraf-fordert-schnelle-sanierung-des-ruhrdeichs-100.html

  • #18
    Angelika, die usw.

    Eine ‘Zumutung’ ist oft die Kommunalpolitik. Zum Beispiel im Bereich Neubaugebiete. Nicht nur wegen des Flächenverbrauchs (Grün fehlt für Bienen, andere Insekten, die Städte heizen sich im Sommer immer mehr auf) insbesondere wegen der Flächenversiegelung (Stichwort: Überflutungsflächen, Sickermöglichkeit). Siehe z.B. in Bochum-Dahlhausen. Dort wehren sich inzwischen Anwohner gegen eine neue Bebauuung, da sie aus Erfahrung wissen (siehe Video), dass dieses Gebiet bei Starkregen’ereignissen’ dringend gebraucht wird.

    https://www1.wdr.de/fernsehen/lokalzeit/ruhr/videos/video-gegen-bebauung-anwohnerinnen-in-bochum-dahlhausen-wehren-sich-100.html

  • #19
    Helmut Junge

    @sneaking_beauty (3), ich schätze, daß etwa 80% der Wähler nicht die Grünen wählen wollen.
    Einige von denen, und sie stellen ja die Mehrheit, artikulieren ihren Unmut über das Programm der Grünen. Wenn die Grünen an diese 80% herankommen wollen, haben sie noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Anders geht es nicht.

  • #20
    Berthold Grabe

    Realpolitik ist bei den Grünen nur unterhalb der Bundespolitik zu finden und nicht mal in jedem Bundesland.
    Es gilt die Faustformel, je linker, desto inkompetenter.
    Und das gilt nicht nur für die Grünen!
    Das ist deshalb so, weil sämtliche linke Parteien ihre Politik auf die gleichen Mechanismen der Umverteilung und idealisierte Ignoranz der Realitätsverweigerung gründen, die nur zu großer Wohlstand ermöglicht, der nicht selbst erwirtschaftet wird

  • #21
    sneaking_beauty

    #19: Helmut Junge: Das ist zwar korrekt, allerdings trifft das auch auf alle anderen Parteien außer der CDU/CSU zu (und selbst bei diesen gibt es auch mindestens 30 Prozent, die sie nicht wählen wollen). Die einseitige Negativ-Fixierung auf Bündnis 90/Grüne einiger Autoren ist schon sehr offensichtlich. Wenn man den Anspruch hat, für das ganze Ruhrgebiet zu sprechen, muss man aber auch einsehen, dass CDU/FDP/AfD dort auf keine Mehrheit kommen. Auch wird übersehen, dass die Partei, die wirklich eine Gefahr für die Demokratie und wegweisende Entscheidungen für die Zukunft darstellt, immer noch konstant zwischen 10 und 12 Prozent liegt. Seltsamerweise sind die AfD-kritischen Artikel aber seit einigen Monaten stark zurückgegangen. Mir fällt auch auf, dass Stefan Laurin immer pubertärer in seiner Wortwahl wird (sowohl hier als auch bei den Salonkolumnisten), sobald es um Themen wie Gender, Sozialstaat, Postmodernismus, Islam, Zuwanderung und Bündnis ’90/Grüne geht – und der Ton macht nunmal die Musik. Wenn der Schaum vorm Mund so deutlich zutage kommt, werden die Artikel eben unsachlich. Macht er vielleicht gerade die gleiche politische Entwicklung durch wie zwei andere prominente Ex-"Antideutsche" (Jürgen Elsässer und Justus Wertmüller) vor ihm?

  • #22
    Helmut Junge

    @sneaking_beauty, bei den Ruhrbaronen schreiben etliche Gastautoren. Ich würde jeden Artikel von Grünenmitgliedern oder Sympathisanten aufmerksam lesen, der uns die Programmpunkte der Grünen so erklären würde, daß sie nachprüfbar wären. Also z.B. wieviel CO2 sparen wir, wenn die Inlandflüge gestrichen würden und um wieviel Grad, Milligrad oder Nanograd verringern wir dadurch den Temperaturanstieg. Wie kann eine Familie mit einem Tesla ihre Kinder transportieren? Ich habe als GGroßvater zwei Kindersitze im Wagen. Fernflüge in die Südsee werden merkwürdigerweise nie kritisiert, aber die Flüge nach Malle scheinen zu stören. Da gibt es noch viel mehr Fragen, die nie konkret beantwortet werden. "Der Klimawandel ist da und wir müssen was tun" so wird das vermittelt. Als ich für die Grünen im Duisburger Stadtrat war, galt für uns, daß wir nur Vorschläge machten, bzw. Forderungen stellten, für die es Kostendeckungsvorschläge gab. Sonst haben sie uns die regierenden Sozis um die Ohren gehauen.
    Die Grünen wollen was wichtiges ändern, deshalb müssen sie auch erklären. Die anderen Parteien wollen nichts ändern, also brauchen sie auch nichts zu erklären. Leider habe ich seit längerer Zeit keinen Artikel zu solchen Fragen entdeckt. Erwarten Sie, daß Laurin einen in Ihrem Sinne schreibt?
    Schreiben Sie doch einen. Ich würde bestenfalls einen über die Plastikmüllverklappung schreiben. Aber dazu habe ich vor2 Jahren Bilder bei den Duisburger Grünen ausgestellt. Dazu stehe ich auch. Aber über das grüne Programm schreibe ich doch nicht. Dazu müsse die sich schon slber aufraffen.

  • #23
    Angelika, die usw.

    #22
    @Helmut Junge
    "…Wie kann eine Familie mit einem Tesla ihre Kinder transportieren?…"

    Diese Frage wird in Familienforen z.Z. heftig diskutiert. Und Fazit ist meist: Im TESLA Modell Y.

    In kleineren Modellen soll es problematisch sein – nur funktionieren wenn 1 Kindersitz und 1 Sitzerhöhung, wenn der Kindersitz keine ‘Ohren’ ab den Seiten hat (manche Kindersitze werden von den Eltern gestutzt = eingeschnitten). Familienväter/mütter mit drei Kindern schluchzen fast……….. Ergebnis: Für sie bleibt als Lösung Modell Y.

    Wir sind ja hier drei Erwachsene, also dieses Kindersitzproblem haben wir nicht (mehr).

    Wir wollen demnächst mit einem Elektroauto fahren… Aber….

    Aber! … Eigentumswohnung, in die eigene Garage (die im Haus ist) soll eine Wallbox… Jaja … da gibt es ein Gesetz und ein Recht auf… Aber vorher muss da noch eine Eigentümerversammlung sein, wegen eines Loches, das gebohrt werden muss, in unserer Wohnung, im Besenschrank… ja nu, aber die Wände, diese Wände gehören uns doch nicht allein… Aber oben im Haus wurde ein Bad erneuert und Wände wurde aufgeklopft und neue Leitungen/Anschlüsse usw. usw.. Haupteinwand gegen die Wallbox ist: Dann hätten wir das ja allein! <- Ja, das wird so offen ausgesprochen…

    Der Gesetzgeber regelt am Leben der ETW-Besitzer vorbei … Haben die, die diese Gesetze machen eigentlich alle ein Eigenheim?! Lebt keiner in einer Mietwohnung oder ETW-Wohnung? Oder leben die auf einem anderen Planeten?

    Der Leasingvertrag für unseren Benziner muss erstmal verlängert werden.

  • #24
    AndiDo

    Ihre permanent hetzenden Beiträge sind eine Zumutung. Aber immer weiter so. Man sieht ja was Unternehmen so tolles leisten gegen den Klimawandel.

  • #25
    Ernönü

    Die Beschäftigung mit den Grünen in diesem Blog und die entsprechenden Kommentare dazu tragen manisch-obsessive Züge.

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