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„Ich würde mein Kind nie an einer Waldorfschule anmelden.?

Heidrun G. war ein Jahr lang Lehrerin an einer Waldorfschule im Ruhrgebiet. Heute unterrichtet sie an einer staatliche Schule und  blickt kritisch auf ihre Zeit als Waldorfschullehrerin zurück.

Es war die Größe, die G. an ihrer Waldorfschule als erstes auffiel: Die Größe der Klassen. „Ich hatte Klassen mit fast 40 Kindern, da ist ein vernünftiger Unterricht kaum möglich. Man kann in so einer großen Gruppe nicht auf die Probleme einzelner Kinder eingehen.“ Vor allem im Sprachunterricht sei die Klassengröße ein Problem. Internationale Studien, erklärt mir G., hätten erwiesen, dass 22 Kinder pro Gruppe die absolute Obergrenze seien.

Solche Studien allerdings hätten ihre Waldorfkollegen kaum wahrgenommen: „Die Waldorfpädagogik legt keinen wert darauf, an den wissenschaftlichen Diskursen der Pädagogik teilzunehmen. Man hat ja Steiners Lehre.“  Waldorfschulen…

Heidrun G. war ein Jahr lang Lehrerin an einer Waldorfschule im Ruhrgebiet. Heute unterrichtet sie an einer staatliche Schule und  blickt kritisch auf ihre Zeit als Waldorfschullehrerin zurück.

Es war die Größe, die G. an ihrer Waldorfschule als erstes auffiel: Die Größe der Klassen. „Ich hatte Klassen mit fast 40 Kindern, da ist ein vernünftiger Unterricht kaum möglich. Man kann in so einer großen Gruppe nicht auf die Probleme einzelner Kinder eingehen.“ Vor allem im Sprachunterricht sei die Klassengröße ein Problem. Internationale Studien, erklärt mir G., hätten erwiesen, dass 22 Kinder pro Gruppe die absolute Obergrenze seien.

Solche Studien allerdings hätten ihre Waldorfkollegen kaum wahrgenommen: „Die Waldorfpädagogik legt keinen wert darauf, an den wissenschaftlichen Diskursen der Pädagogik teilzunehmen. Man hat ja Steiners Lehre.“  Waldorfschulen, das würden viele Eltern unterschätzen, seien vor allem die Schulen der antroprosophischen Bewegung. Klar wurde das G. auf einer Fortbildungsveranstaltung. Das Thema: Der Umgang mit schwierigen Schülern. „Der Dozent hat uns eine einzige Methode des Umgangs beigebracht. Wir sollten nach Feierabend auf der Couch intensiv an den Schüler denken und so eine Beziehung von Seele zu Seele aufbauen. Das würde helfen.“

Viele Eltern würden die Bedeutung den Charakter als Bewegungsschule unterschätzen: „Die Waldorfschule hat den Ruf alternativ zu sein, im Prinzip ist sie aber eine Schulform mit einem sehr festgelegten Menschenbild und einer absolut überholten Methodik: In über 90 Prozent  der Zeit fand bei uns an der schule klassischer Frontalunterricht statt.“ Die Schüler würden angehalten viel zu reproduzieren,

Das Image der Schulen und die Wirklichkeit würden nur selten übereinstimmen. Die Waldorfschulen seien aus Prinzip intransparent: „Es gibt keinen verbindlichen, dafür angeblich einen geheimen Lehrplan, über den immer mal wieder geredet wurde, aber den ich nie gesehen habe. Ein Problem sind aber auch die sehr großen Freiheiten jedes Lehrers, seinen Unterricht nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Niemand und muss sich von seinen Kollegen in seine Arbeit reinreden lassen. Haben die Kinder einen guten Lehrer, haben sie Glück, haben sie einen schlechten Lehrer, Pech. Eine inhaltliche Kontrolle  habe ich nicht erlebt.“
G. hat viel Unfug gehört: In den unteren Klassen haben die Kinder Epochenunterricht über Zwerge und Gnome gehabt. Atlantis und Sagen waren Stoff im Fach Geschichte. „Sagen gehören in den Deutsch-, aber nicht in den Geschichtsunterricht“, weiß G., die studierte Historikerin ist.

Aber wie sollen das die Lehrer beurteilen? G. bestätigt einen Bericht des ZDF-Magazins Frontal aus der vergangenen Woche, in der die  Qualifikation von Waldorflehrern bezweifelt wurde: „Bis in die achte Klasse hinein unterrichtete der Klassenlehrer bei uns alle Fächer – niemand kann so etwas qualifiziert leisten. Vor allem Waldorflehrer nicht, von denen viele keine wissenschaftliche Ausbildung haben. Wer seinen Namen tanzen kann muss nicht zwingend Ahnung von Mathematik haben.“

G. fand nicht alles schlecht an der Waldorfschule. Gut, dass bislang zum Teil der Hauptschulabschluss zum Teil erst nach 12 Schuljahren erreicht wurde, fand sie befremdlich. „Aber den Kindern tut es gut, mehr Zeit zum Lernen zu haben. Leider sind viele Kinder an der Waldorfschule unterfordert. Die Zeit wird nicht gut genutzt. Ich habe Kinder erlebt, die nach acht Jahren Fremdsprachenunterricht kaum Russisch oder Englisch sprachen.“
Gut sei die Waldorfschule hingegen wenn es um die Entwicklung der Kreativität gehe. „Es wird viel gemalt, getanzt und geschauspielert an den Waldorfschulen.“ Zwar hätten die Schüler nur wenig Mitspracherechte, wenn es um die Inhalte geht, aber diesen Teil des Angebots der Waldorfschulen fand G. gut.

Aber, erklärt mir G., ob die Qualität in diesem Bereich an jeder Waldorfschule gut sei, könne sie nicht beurteilen: „Jede Waldorfschule ist anders. Eltern wissen nie worauf sie sich einlassen und der Weg zurück auf eine konventionelle Schule ist schwierig. Das liegt an dem niedrigeren Niveau der Waldorfschulen und daran, dass die Waldorflehrer den Kindern Angst vor den normalen Schulen machen.“ Ein Kind das von der Waldorfschule auf ein Gymnasium wechseln will müsse damit rechnen, ein bis zwei Jahre zurückgestuft zu werden. Nach einem Jahr an einer Waldorfschule ist für G. klar: „Ich würde nie mein Kind an einer Waldorfschule anmelden.“

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224 Kommentare zu “„Ich würde mein Kind nie an einer Waldorfschule anmelden.?

  • #201
    Rayn And

    Und da das Thema Rassismus/ Antisemitismus in den Glaubensschriften der Anthroposophen wieder durchgekaut ist, hier noch ein paar Themen die für ein Verbot der anthroposophischen Sekte und sofortige Schließung aller Einrichtungen sprechen:

    – Okkultismus
    – Pseudowissenschaft
    – Parralellgesellschaft

  • #202
  • #203
    abraxasrgb

    # 201 Die Kriterien
    – Okkultismus
    – Pseudowissenschaft
    – Parallelgesellschaft
    treffen ja auf – fast – jede Religion und den Sozialismus zu … bereit zu der logischen Konsequenz? 😉

    PS: Wer es schafft, in das Wort "Parallelgesellschaft", zwei orthographische Fehler einzubauen, sollte sich zum Thema Schule m.E.n. besser etwas bedeckter halten 😉

  • #204
    Andreas Lichte

    @ abraxasrgb #203

    … werden Sie doch Waldorflehrer, da können Sie korrigieren, soviel Sie wollen – UND:

    Sie sind die "geliebte Autorität" …:

    "(…)

    Andreas Lichte: Neulich sprach ich mit Prof. Prange über Reformpädagogik, konkret, die Missbrauchsfälle in der Odenwaldschule. Prof. Prange sagte: „Familie als Profession ist bedenklich …“ Halten Sie auch die Rolle des Klassenlehrers in der Waldorfschule als „geliebte Autorität“ für problematisch?

    Prof. Hopmann: Nicht nur für „problematisch“, sondern für gefährlichen Unsinn. Für mich klingt der Anspruch, „geliebte Autorität“ sein zu wollen, sehr nach „geliebter Führer“, einer irrationalen Form der Unterordnung. Schule als Familie stellt den Anspruch, wie eine Familie für alle Seiten des jungen Menschen zuständig zu sein. Wer so etwas will, vertritt eine totalitäre Pädagogik. Lehrkräfte sind nicht für das „ganze Kind“ zuständig, auch kein besserer Elternersatz, sondern ihre Aufgabe bezieht sich nur insoweit auf die Kinder, insoweit diese Schülerinnen und Schüler sind. Die Aufgabe der Lehrkräfte ist die professionelle Förderung von schulischen Lernprozessen. Natürlich müssen sie dazu auch über die sonstige Situation der Kinder Bescheid wissen, aber es ist weder ihre Aufgabe, noch für sie tatsächlich möglich eine pädagogische Gesamtverantwortung für ein Kind zu übernehmen. Genau so wenig ist pädagogisch vertretbar, von den Kindern zu erwarten, sie sollten ihre Lehrpersonen lieben. Auch das betreibt irrationale Unterordnung. Sie sollten ihre Lehrkräfte als pädagogische Professionelle achten, soweit sie guten Unterricht machen, aber sie müssen sie dafür nicht mehr lieben als ihren Zahnarzt.

    (…)"

    zum vollständigen Interview mit Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien:

    "Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein"

    https://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #205
    abraxasrgb

    # 204 Waldorflehrer werden wollen?
    Och nö, ich habe da ein abschreckendes, versteinertes Beispiel vor dem geistigen Auge … 😉
    #scnr

  • #206
    Andreas Lichte

    @ abraxasrgb #205

    an Ihrer Stelle würde ich es mir noch einmal genau überlegen, Ihre Chance:

    Sie sind als Lehrer der uneingeschränkte Herrscher der Klasse – die "geliebte Autorität" – siehe Prof. Hopmann oben,

    und Sie können beispielsweise anthroposophische Chemie, Physik, Mathematik unterrichten …:

    "(…)

    Die Waldorfpädagogik teilt die Schüler in vier Temperamente ein. Diese Temperamente sind Grundlage für die Gestaltung des Unterrichts aller Fächer, auch der wissenschaftlichen, Zitat aus Helmut Eller, „Die Temperamente – und ihre Behandlung im Unterricht“:

    „FEUERARTEN (in der Chemie-Epoche der 7. Klasse):

    [Melancholiker] Erde: Glühen der Eierbriketts, ganz im Innern

    [Phlegmatiker] Wasser: Brennender Spiritus läuft über ein Brett, entzündet aber nicht das Holz

    [Sanguiniker] Luft: eine Bäckertüte wird mit Gas gefüllt, so daß beim Ausdrücken in die Flamme ein kurzer, heller Feuerball entsteht

    [Choleriker] Feuer: Petroleum in einer Blechdose angezündet, läßt sich nicht mit einfachen Mitteln löschen und erzeugt große Hitze

    Diese Versuche findet man in Mackensens Chemie-Abhandlungen. Mit den Kindern spricht man auch in diesem Zusammenhang wiederum über die 4 Temperamente.“

    In Helmut Eller, „Die Temperamente – und ihre Behandlung im Unterricht“, das im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ zur Ausbildung der zukünftigen Waldorflehrer verwendet wurde, finden sich Temperamente in jedem Lebensbereich, natürlich auch in der für Anthroposophen real existierenden Welt der, Zitat Eller:

    „ELEMENTARWESEN

    [Melancholiker] Erde: Gnomen, Zwerge, Wichtelmänner, Wurzelmännlein

    [Phlegmatiker] Wasser: Undinen, Nixen, Nöck

    [Sanguiniker] Luft: Sylphen, Elfen

    [Choleriker] Feuer: Salamander, Feuergeist“

    (…)"

    mehr anthroposophische Schule hier:

    "Waldorfschule in staatlicher Trägerschaft – offener Brief an Senator Ties Rabe, Hamburg",

    https://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-in-staatlicher-traegerschaft-offener-brief-an-senator-ties-rabe-hamburg

  • #207
    Rayn And

    #203 abraxasrgb

    Schön das sie aufgepasst haben.
    Gut das sie die Anthroposophie im Bereich Religion sehen. (Der erste Schritt zur Besserung?)
    Schade das sie nicht begreifen das hier nicht die Rede vom Sozialismus, sondern von einer Sekte ist.

    Noch bedauernswerter ist das erneut keine unabhängigen Fakten folgen.

    Ach doch! da ist noch ein weiterer Beitrag von ihnen!
    Nein, leider nur eine dumme, sinnentleerte Beleidigung.

    Wenn der Bart brennt wird es wohl eng mit der nivauvollen Argumentation?

    Okay, warten wir auf den nächsten Propaganda Beauftragten der Steiner Sekte.

  • #208
    abraxasrgb

    # 206 Erleuchteter
    Die vier Temperamente sind – bestenfalls – unterkomplex. Quintessentiell(sic!) fehlt das entscheidende Element des Geistes, respektive "Licht". Auch wenn man es im Namen führt …
    Charismatische Führung war immer mein Ideal als Offizier (OF-4 einer Spezialeinheit mit Einsatzerfahrung u.a. in Ex-Jugoslawien). Axo – eine meiner Vertiefungen im Studium der Physik war Didaktik und Geschichte der Physik, da lernt man auch die antike Elementenlehre. Ich wäre also – vermutlich – im Gegensatz zu anderen hier Schreibenden – durchaus Waldorflehrer geworden, wenn ich gewollt hätte. Nur habe ich eine Aversion dagegen, meinen Namen zu tanzen 😉
    Wenn ich heute an Hochschulen / Universitäten lehre, dann polarisiere ich durchaus, aber eher mit der philosophischen Unterscheidung von Wahrheit und Meinung (Episteme vs. Doxa / Dogma).
    Meine Ferndiagnose zu AL: Melancholiker (frustrierter, schlecht frisierter) …

  • #209
    abraxasrgb

    # 207 Werte Verballhornung einer von mir sehr geschätzten libertären Autorin:
    Wenn Sie den Begriff "satisfaktionsfähig" nachschlagen, dann wissen sie, was Sie, falls sie verstehen, was dort steht, nicht sind 😉

    Apropos Sozialismus, sie und AL unterstellen doch den Waldis dauernd, sie seien nationale SOZIALISTEN (nähe zur Ideologie der NSDAP). Ist ihnen das in ihrem Furor schon mal aufgefallen? 😉

    PS: Sozialismus ist eine, in esoterische Sekten zerfallene, politische Religion 😉 Aber, um das zu verstehen braucht man vermutlich ein erfolgreiches Studium der Soziologie / Politikwissenschaft? #scnr

  • #210
    Andreas Lichte

    @ abraxasrgb #208 #209

    Sie schreiben aber viel !

    nur um zu verbergen, dass Sie null Ahnung vom Thema haben ?

    Rückblick …: In Kommentar #196 bedankt sich "abraxasrgb" artig beim anthroposophischen Propaganda-Kommentatoren "Robert Bennett" – für eine "Info", die jeder kennt, der sich nur ein wenig mit Anthroposophie und Waldorfschule beschäftigt hat … es reicht, zum Beispiel, meinen folgenden Artikel zu lesen, auch da steht’s:

    "Anthroposophie und Nationalsozialismus: ’Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’"

    https://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/44449

  • #211
    Andreas Lichte

    @ alle Leser

    Horror-Erfahrungsberichte aus der Waldorfschule gibt es bei "Ältere Kommentare" (siehe unten, dort klicken)

    Ein Beispiel, aus dem Kommentar #98 von – "Aufgewacht, 26. Dezember 2015 um 11:46" – , Zitat:

    "(…) Ich suche hier nach Foren und Selbsthilfegruppen.

    Nach dem ich mich informiert hatte und sich das sektenartige, demokratie und wissenschaftsfeindliche Verhalten dieser Organisation nur all zu deutlich gezeigt hat muss ich mich zur Wehr setzen. Mein Kind erhält z.B. seine vom Jugenamt bestätigten LRS Förderung nicht und wird statt dessen in nordischer Mythologie unterrichtet. (…)"

  • #212
    Rayn And

    #209 abraxasrgb

    1. Ditto

    2. Ja und jetzt? Ob nationaler oder nur Sozialismus oder eben Antroposophie, in einen Sack gesteckt ist jeder Schlag auf eben diesen immer ein Treffer. Das ist ihnen ja aufgefallen oder auch nicht.
    Ihr Exkurs ist vielleicht interessant wenn jemand Soziologe, Politikwissenschaftler, Spezialeinheiten Kriegsveteran, Physiker, Hochschul- und Universitäts Dozent (Professor?), offensichtlich auch noch ferndiagnose Psychoanalytiker und wer-weis-was-noch ist.
    Wie jemand ihre öffentliche Selbstdarstellung interpretieren mag, kann ich mir recht gut vorstellen.

    Und bei all den Bildungswegen die sie beschritten haben wollen, sie rechtfertigen Wissenschaftsfeindlichkeit, Okkultismus und Verweigerung moderner Pädagogik an Waldorfschulen mit: "Ich hab Physik studiert und dabei mal was über die Ursprünge, also z.B. Alchemisten/Elementarlehre, gelesen…..!" ?
    (Ja, auch in Regelschulen wird über diese Ursprünge berichtet, jedoch als geschichtlicher Hintergrund dem das Basiswissen moderner Wissenschaft bereits in der anschließenden Schulstunde folgt.)

    Sie wären wahrlich ein vortrefflicher Waldorflehrer geworden!
    Auch charismatische Führerstile gelten dort, laut Steiner, als Ideal.
    Sie geben ja kund das sie ganz viel "Licht" haben. Damit lässt sich ja bekanntlich gut Blenden, auch das eine sehr gefragte Fertigkeit unter Anthroposophen.

    3. Daher zurück zum Thema, was Herr Lichte ja bereits getan hat.

  • #213
    judith

    Ich kann Herrn Rasts Kommentar vom 18.11.16 zur Seewalder Waldorfschule in einem Punkt völlig unterschreiben, auch wenn ich in den anderen Punkten nicht derselben Meinung bin, aber eben an diesem einen Punkt entfesseln sich tiefgreifende Probleme in alle Bereiche hinein: Die Geschäftsführung ist eine Katastrophe und sozial völlig inkompetent. Hier hat sich ein König seine unangreifbare und alles kontrollierende Machtstruktur aufgebaut und die Lager spalten sich in Kuschen (und damit das System unterstützen) und Resignieren (was es im Endeffekt auch nicht ändert).

    Was die Mitarbeit betrifft, bin ich der Meinung, es ist in jedem Fall das Beste, wenn Eltern und Lehrer eine Schule gemeinsam tragen und mitgestalten. Und bei den finanziellen Belangen stellt sich doch nicht die Frage, wieviel wir zahlen müssen, um eine Schule am Leben zu halten, sondern wie wir sozialisieren, damit sich das jede/r leisten kann. Denn natürlich muss eine Schule finanziert werden durch diejenigen, die sie in Anspruch nehmen, es bleibt nur die Frage, wie das geschehen soll: hintenrum", in dem der Staat dem Steuerzahler Geld entnimmt, um es dann an die Schulen weiterzureichen oder direkt und transparent von den Eltern direkt an diejenige Schule, welche sie unterstützen und nutzen möchten.

  • #214
    Andreas Lichte

    @ judith #213

    Sie schreiben über die "Seewalder Waldorfschule", Zitat judith:

    "Die Geschäftsführung ist eine Katastrophe und sozial völlig inkompetent. Hier hat sich ein König seine unangreifbare und alles kontrollierende Machtstruktur aufgebaut …"

    Einzelfall? Oder die Regel?

    Mir erscheint es typisch, dass in Waldorfschulen "Graue Eminenzen" das Sagen haben …

    Für alle Eltern, die noch überlegen, ob sie ihr Kind an einer Waldorfschule anmelden wollen, sei das Interview "Man kann nicht nur ein ‘bisschen’ Waldorf sein" mit Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, empfohlen, ein Auszug:

    "Prof. Hopmann: (…)Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Rudolf Steiner zu einer eigenen Weltanschauung [‘Anthroposophie’] amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein „bisschen“ Waldorf sein kann. Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist (…)"

    zum vollständigen Interview: https://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/30117

  • #215
    judith

    @ Andreas Lichte

    ich bin in vielen verschiedenen anthroposophischen und waldorfpädagogischen Kreisen unterwegs und es ist mitnichten so, dass es sich hier um eine Sekte handelt.
    Allerdings muss ich zugeben, dass das Phänomen der Klüngel-Strukturen, in denen man meint, die Wahrheit für sich gepachtet zu haben, damit etwas besseres zu sein und jeglicher Kritik nur Abwehr entgegenbringt, bedauerlicherweise vielerorts antrifft. (aber eben nicht überall!! Und Rassismus bin ich persönlich in diesen Kreisen noch nie (!) begegnet – selbst nicht in denen von mir kritisierten. Sie brauchen sich nicht die Mühe zu machen, mir jetzt Beweiszitate Steiners diesbezüglich herauszusuchen. +/-1920 war eine andere Zeitlage und was zählt ist m.E., wie in der Gegenwart damit umgegangen wird.)

  • #216
    Andreas Lichte

    @ judith #215

    Sie schreiben über Rudolf Steiners Rassismus, Zitat judith: "Sie brauchen sich nicht die Mühe zu machen, mir jetzt Beweiszitate Steiners diesbezüglich herauszusuchen. +/-1920 war eine andere Zeitlage und was zählt ist m.E., wie in der Gegenwart damit umgegangen wird."

    Das ist die in "waldorfpädagogischen Kreisen" übliche "Argumentations"-Linie. Dazu folgendes:

    Im folgenden nur 2 Kriterien, die für die Bewertung von Rassismus im Werk eines Autors von Bedeutung sind:

    1. – wann hat der Autor gelebt? Welche Kenntnis der Welt konnte er haben?

    2. – welche Position nimmt der Rassismus im Werk des Autors ein? Ist der Rassismus zentral – “sinnstiftend” – für das Werk, oder nur eine Randerscheinung?

    1. – Rudolf Steiner lebte von 1861 bis 1925. Große Teile von Steiners Werk entstanden erst im zwanzigsten Jahrhundert, zu einer Zeit, als der von Rudolf Steiner verachtete Albert Einstein seine die Welt verändernde Relativitätstheorie entwickelte. Steiner war mit seiner eklektischen Esoterik schon zu Lebzeiten ein Anachronismus – und ein unverbesserlicher Rassist, der es hätte besser wissen müssen, ein Zitat von 1897:

    “There are many humorous things in the world, among them the white man’s notion that he is less savage than the other savages.”

    Mark Twain, Zitat aus: “Following the Equator”, 1897

    2. – Historiker wie Peter Staudenmaier und Helmut Zander stellen die Rassenlehre Rudolf Steiners als ZENTRAL für die Anthroposophie heraus. Steiners esoterische Evolutionslehre – die „Menschheitsentwickelung“ – ist Beweggrund und Ziel der Anthroposophie, Zitat Staudenmaier:

    „Ausgehend von Blavatskys4 entwicklungstheoretischem Ansatz baute Steiner eine Evolutionslehre der Völker- und Rassengruppen auf, wonach die menschliche Seele durch aufeinanderfolgende Verkörperungen in immer ‘höheren’ Rassen geistig wie leiblich fortschreitet. Diese Stufenleiter der Rassen steht IM MITTELPUNKT von Steiners esoterischem Verständnis der Gesamtentwicklung der Menschheit, vom Verhaftetsein in der Materie hin zur geistigen Vervollkommnung.”5

    Zum Vergleich Helmut Zanders zusammenfassende Darstellung von Rudolf Steiners Rassenlehre, Zitat Zander:

    „Steiner ordnete die Rassen einer Fortschrittsgeschichte zu, in der beispielsweise heutige Indianer als ‘degenerierte Menschenrasse’ im ‘Hinsterben’ (GA 105,106.107 [1908]) oder schwarze Afrikaner als defiziente Spezies der Menschen- und Bewußtseinsentwicklung, als ‘degenerierte’, ‘zurückgebliebene’ Rasse (ebd., 106) erschienen. Umgekehrt habe die weiße Rasse ‘das Persönlichkeitsgefühl am stärksten ausgebildet’ (GA 107,288 [1909]). Dies sind nur Kernsätze einer Rassentheorie, die Steiner 1904 erstmals formulierte, um sie 1910 in einem komplexen System und in zunehmender Abgrenzung zu theosophischen Positionen auszufalten. Mit seinem Ausstieg aus der Theosophie hat er diese Vorstellungen keinesfalls über Bord geworfen, sondern sie 1923 nochmals in Vorträgen vor Arbeitern des Goetheanum in vergröberter, ‘popularisierter’ Form wiederholt, aber ohne Revision im inhaltlichen Bestand. Die weiße war nun ‘die zukünftige, die am Geiste schaffende Rasse’ (GA 349,67 [1923]).“6

    „Steiner formulierte mit seinem theosophischen Sozialdarwinismus eine Ethnologie, in der die Rede von ‘degenerierten’, ‘zurückgebliebenen’ oder ‘zukünftigen’ Rassen keine ‘Unfälle’, sondern das Ergebnis einer konsequent durchgedachten Evolutionslehre waren. Ich sehe im Gegensatz zu vielen Anthroposophen keine Möglichkeit, diese Konsequenz zu bestreiten.“7

    Quellenangaben für die Zitate von Peter Staudenmaier und Helmut Zander hier:

    https://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/49644

    "Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’"

  • #217
    Eric Danielski

    @ judith #215

    Falls mit du mit Fachwissen glänzen willst, kannst du die gesamte Entwicklung nachvollziehen.

    https://www.academia.edu/14690278/Rassismus_und_Geschichtsmetaphysik._Esoterischer_Darwinismus_und_Freiheitsphilosophie_bei_Rudolf_Steiner_2012_

    Bei folgender Seite findest du unveränderte Mitschriften.

    http://steinerdatenbank.de

    http://steinerdatenbank.de/Titelseite/Titelseite_Datenbank.php?SID

  • #218
    Davbub

    @215;"+/-1920 war eine andere Zeitlage und was zählt ist m.E., wie in der Gegenwart damit umgegangen wird."
    Warum sollen dann Worte wie "Neger", "Weiber" etc. aus der zeitgenössischen Literatur ausgemerzt werden. Sie machen es sich da etwas einfach. Steiner war Rassist der übelsten Art, das wird von den Waldörflern schlicht verleugnet; es wird ion keiner Weise "…damit umgegangen…", sonst gäbe es diese Schulen nicht.

  • #219
    Andreas Lichte

    @ Davbub #218 & judith #215

    es wäre höchste Zeit, dass in "waldorfpädagogischen Kreisen" mit Rudolf Steiners Rassismus "umgegangen wird" … es ist ja keineswegs ein "abstraktes Problem", sondern Praxis der Waldorfschule:

    der Erziehungswissenschaftler Prof. Klaus Prange schreibt in seinem Standardwerk „Erziehung zur Anthroposophie – Darstellung und Kritik der Waldorfpädagogik”: „Die Anthroposophie braucht in der Tat nicht [in den Unterricht der Waldorfschule] hineingetragen zu werden, sie ist immer schon da.”

    zum Beispiel in der anthroposophischen "Kulturepochen-Lehre", einer rassistischen, anthroposophischen Geschichtsschreibung, die in der Waldorfschule gelehrt wird, siehe:

    "Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’"

    https://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/49644

  • #220
    Snaggle

    Was mich immer wundert. Das Wirken, das Auswirken einer Schule gründet sich doch immer auf oder aus dem Fundament heraus, in diesem ja die Lehren von Steiner. Es ist die Basis alles (Schul-)Erziehung.

    Treffen Eltern eine so wichtige Entscheidung, welcher Strömungslehre man das Kind anvertraut, sollte man davon ausgehen, dass man sich vor allem intensiv mit der Bais, der Grundüberzeugung auseinandersetzt und diese im Vorhinein bewertet.

    Würde man Eltern fragen, ob sie ihr Kind zu einer Scientology-Schule, einer Zeugen-Jehovas-Schule oder eine NPD-Schule schicken würden, würden die meisten wohl sagen: Nein, nicht, niemals, auf gar keinen Fall!

    Stellt man aber bei Eltern mal die Gegenfrage, ob sie sich auch ansatzweise mit den Lehren von Steiner auseinandergesetzt haben, würde mich wundern, wenn auch nur ein Bruchteil dieser überhaupt eine einzige Schrift gelesen hat. Astralkörper, Ätherleib, Wurzelrassen, Atlantis, die Menschen haben auf der Sonne etc. gewohnt, blabla….

    Klar, er drückt sich gerne hochtrabend verklausuliert aus….am Ende ist es aber eben doch nur eine Sammlung von aussageloser, unsinniger, fantastischer und somit einem Haufen gequirlter großer Scheiße.

    Da ich mich aber auch nur am Rande damit beschäftige habe und weiterhin ja Zeitverschwendung wäre, was mich aber zum Abschluss des Geistes interessieren würde, wenn da jemand intensiver sich mit beschäftigt hat.

    Es bleibt eine wichtige, grundstätzliche Kernfrage für mich:
    Philiosophie studiert, hoher, extremer Geltungsdrang möglicherweise, die auch bspw. die Bereitwilligkeit zum Kauf des Doktortitels hindeutet etc.
    Eine Erfüllung im Schatten der großen Philosophen war nicht zu finden, Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts war er dann ja auch eher ein mitteloser Trunkenbold.
    Dann kam die Wende mit der Theosophie und das Zusammentreffen mit zahlungskräftiger Kundschaft und natürlich die spätere Abspaltung.

    Die Frage: Wo würde man den Geisteszustand von Steiner einordnen? Von rein pathologisch bis wirtschaftliches Kalkül (bzw. Geltungssucht).

    Klar, pragmatisch betrachtet heraus aus den Aussagen und Schriften, heute noch unfraglicher als in den damaligen Zeiten, wäre es schlichtweg ein Spinner. Auf der anderen Seite bleibt aber ja noch ein anderes Extrem, da er ja nicht so in das Leben gestartet ist.
    Er gibt Schwachsinn von sich und trifft auf ein Publikum, was ihm zuhört und dafür zahlt. Aus dieser, ich nenne es mal Täter-Opfer-Beziehung, ergibt sich ja die möglicherweise die Notwendigkeit der Intensiveriung, der Vertiefung…..das geschieht durch immer größeren und neuen Blödsinn…im Sinne von größer, weiter, besser…..
    Ich hoffe, ich konnte meine Frage einigermaßen ausdrücken, also auch im Kern die Fragen
    – Hatte er die pathologische Grenze überschritten? (von mir aus in der Bewertung im Kontext der damaligen Zeit)
    – eben die Frage, ob er den Mist, den er verzapft hat, wirklich geglaubt hat oder ob er es nur zur Unterhaltung des Publikums gemacht hat.

    Ich bin auf eine interessante Meinung gespannt.

  • #221
    Andreas Lichte

    @ Snaggle #220

    Waldorfschulen sind zu allererst ein großes Geschäft.

    Und damit das "Geschäftsmodell Waldorfschule" funktioniert, wird Rudolf Steiner von Anthroposophen zum bedeutenden Philosophen erklärt, in einer als "Wissenschaft" deklarierten "kritischen Ausgabe" … kein Scherz, nachzulesen hier (dort auch weitere Quellen):

    "Christian Clements "kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners" (SKA)

    Des Steiners neue Kleider

    BERLIN. (hpd) Die Anthroposophie versucht seit Jahren, Rudolf Steiner ein neues, positives und neutrales Image zu geben: weg vom "verstörenden" Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner. Dass sich ein nach aussen hin renommierter Verlag, der "Frommann-Holzboog Verlag", an dem anthroposophischen Betrug beteiligt, überrascht.

    (…)"

    weiter: https://hpd.de/artikel/11618

  • #222
    Andreas Lichte

    @ Snaggle #220

    Sie fragen: "Wo würde man den Geisteszustand von Steiner einordnen? Von rein pathologisch bis wirtschaftliches Kalkül (bzw. Geltungssucht)."

    Diese Frage habe ich mir – in ähnlicher Form – auch immer wieder gestellt. Beispielsweise, als ich einen Artikel über Rudolf Steiners Buch "Aus der Akasha-Chronik" schrieb:

    Bei Steiner ist vieles so "bizarr", das man es nicht mehr zitieren kann, der Leser würde nur noch sagen: "Was ist das? Muss ich das verstehen? Nein …"

    Zu meinem Artikel "Rudolf Steiners rassistischer Science-Fiction-Trash: ‘Aus der Akasha-Chronik’" hat der Autor "excanwahn" einen Kommentar geschrieben, in dem er das zitiert, was ich mich nicht zu zitieren traute – der Anfang des Kommentars:

    "excanwahn Dezember 20, 2014 um 9:17 am

    Als ich vor Jahren meiner Herzallerliebsten mal einige Passagen aus den „Akasha-Chroniken“ vorlas, kommentierte sie das Gehörte mit der Frage: „Liest Du Patientenakten? Hört sich schwer verwirrt an!

    Nun wähnte Sie mich bei Studienunterlagen, und ich musste sie kurz darüber aufklären, dass ich aus des versteinerten Rudis zu Papier gebrachten Halluzinationen zitierte – was sie einigermaßen fassungslos zurücklies: „Das war Steiner? Der war ja völlig durchgedreht!“

    Was ich so bezeichnend fand, war – in Unkenntnis der Quelle – die Eindeutigkeit der Reaktion, die von den meisten Menschen wohl in gleicher Art zu hören wäre.

    Man muss also nicht Mediziner sein, um hinter Rudolf Steiners Phantasmagorien ein krankes Hirn zu vermuten, aber es hilft schon über etwas psychologische oder psychiatrische Fachkenntnis zu verfügen, denn für Steiners „Weltenschauungen“, für seine bizarre Bilder- und Assoziationswelt, finden sich schlüssige psychiatrische Deutung als Extraversionen innerer Leidenszustände. Man sollte, besser, man muss Steiners Logorrhoe also immer auch als Ausdruck einer schwerwiegenden Persönlichkeits- und Denkstörung ansehen.

    Die Steinerschen Halluzinationen – veröffentlicht 1939 als Aufsatzsammlung aus den Jahren 1904-1908 unter dem Titel „“Aus der Akasha-Chronik“ – dagegen als bare Münze zu nehmen, heißt, der Wahnwelt eines sozial angepassten Irren die gleiche Bedeutung zuzuschreiben, wie sie beispielweise ein naturwissenschaftliches Lehrbuch hat.

    Auf einen solchen Gedanken, so sollte man doch annehmen, käme im Grunde niemand, der noch alle Tassen im Schrank hat. Was Steiner in seinem lädierten Hirn zusammenfabulierte, ist so offensichtlicher Unsinn, dass selbst mit noch so viel wohlwollender interpretatorischer Umdeutung nicht mehr als Unsinn dabei herumkommt:

    „Es wäre irrtümlich, wenn man glauben wollte, dass alles, was sich an Organen im gegenwärtigen Menschenleib befindet, schon auf dem Saturn veranlagt worden wäre. Das ist nicht der Fall. Es sind vielmehr vorzüglich die Sinnesorgane innerhalb des Menschenleibes, die ihren Ursprung in diese alte Zeit zurückversetzen dürfen.

    Es haben die ersten Anlagen zu Augen, Ohren u.s.w., die auf dem Saturn als mineralische Körper so sich bildeten wie etwa jetzt auf der Erde die „leblosen Kristalle“ einen so alten Ursprung; ihre gegenwärtige Form aber haben die entsprechenden Organe dadurch erhalten, dass sie sich in jeder der folgenden planetarischen Zeiten immer wieder zu höherer Vollkommenheit umbildeten. Auf dem Saturn waren sie physikalische Apperate, nichts weiter.

    (…)"

    weiter: https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/18/rudolf-steiners-rassistischer-science-fiction-trash-aus-der-akasha-chronik/#comment-5828

  • #223
    Snaggle

    Na ja…auch ein wenig drüber nachgedacht….

    Möglicherweise war die Psychose von Steiner eben schon in der Kindheit angelegt, wenn mal die Geschichte mit dem Tod der Tante nimmt.
    Die untermäßige Begabung und Beachtung, die vor allem dann ja auch in Armut und vor allem auch ausgiebigen Alkoholkonsum und vielleicht sonst noch welchen Konsum mündete, wird wohl Anfang des 20. Jahrhunderts dafür gesorgt haben, dass er geistig vollends weggekippt ist.
    Und genau das Wegkippen wird ihm dann ja die Schicht dummer Lämmer und Zahlschafe aus der Oberschicht erschlossen haben, was dann eher als Multiplikator der Psychose wirkte.

    Wie sich das dann entwickelte, wenn dumme Menschen Verrückten zuhören, ist dann der normale Lauf der Dinge und eben oft von hartnäckiger Dauer.
    Gerade eben dann wie hier bei Waldorf, wenn der dahintersteckende Sektenschwachsinn bereits vergessen und überwunden wurde und der Gesellschaft angepasst harmonisiert als "Erziehungskunst" verkauft wird. Zudem, wie du ja auch erwähntest, wenn sich dann ein selbstkonstituierendes System erschaffen hat, wo vor allem stumpfe wirtschaftliche Interessen dahinterstecken.
    Die in Auftrag gegebenen "positive" Studien sieht man dann ja zuhauf, Kritiker jedoch werden sofort mit Anwälten überschwemmt und versucht, mundtot zu machen….

    Zu befürchten ist natürlich leider, wenn man sich umschaut, dass die ganzen Extrema durch die gesellschaftfliche Entwicklung weiter zunehmen. Ob Selbstmordattentäter im religiösen Extremismus, politisch, wenn man sich Drecksäcke wie Erdogan, Putin und Co. anschaut, dann ist auch im Bereich Sekten und sektenähnlichen Alternativen nicht davon auszugehen, dass ein Zenith auch nur ansatzweise erreicht wurde.
    Betrüger, Drecksäcke und Asoziale haben eben leider Hochkunjunktur…ein Hoch auf Waldorf und die Dummheit der Menschen….

  • #224
    Andreas Lichte

    @ Snaggle #223

    lassen wir doch einfach offen, ob man für Rudolf Steiner eine "psychiatrische Diagnose" stellen könnte …

    Fest steht, Rudolf Steiner hat der Nachwelt nicht eine einzige bedeutende Erkenntnis hinterlassen, Zitat Gerhard Henschel:

    „Der Begründer der anthroposophischen Bewegung war als Dichter ein stümpernder Epigone, als Mystiker ein Hochstapler, als Philosoph eine Null, als Naturforscher ein Scharlatan und nur als Sektenpriester ein Genie.“

    Was tun? Auftritt bedeutende Mäzene, wie Götz Werner ("dm-drogerie markt"), Peter Schnell ("Software AG"), die Porsches ("Porsche", "VW"), und andere:

    die kaufen sich einfach die Wahrheit, lassen anthroposophische Universitäten wie die "Alanus Hochschule" Rudolf Steiner zum Philosophen erklären …:

    "Hartmut Traub, Alanus Hochschule und Rudolf Steiner

    Jeder Mensch ein Wissenschaftler!

    Die anthroposophische "Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft" kämpft um eine Anerkennung der "Waldorfpädagogik" als Erziehungs-"Wissenschaft"1. Dazu muß zunächst für Rudolf Steiner, Begründer der "Anthroposophie" und Waldorfschulen, ein neues, positives und neutrales Image erschaffen werden: weg vom "verstörenden" Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner 2. Hartmut Traub, Lehrbeauftragter der Alanus Hochschule, hielt dazu im Mai 2016 einen Vortrag, in dem er Steiner wie gewünscht "wissenschaftlich-philosophisches Denken" bescheinigt.

    In seinem Vortrag "Wissenschaft, Mythos und andere unproduktive Etikettierungen …" zitiert Hartmut Traub auf 15 Seiten nicht ein einziges Mal Rudolf Steiner, und das, obwohl er Steiners "Anthroposophie" die einzigartige Eigenschaft zuspricht, Mythos und Wissenschaft in sich zu vereinen, Zitat Traub, Seite 7:

    (…)"

    weiter (mit Quellenangaben): https://hpd.de/artikel/jeder-mensch-wissenschaftler-13429

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