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Impfquoten-Ranking der Bundesländer: NRW nimmt Tempo raus – zwei Drittel weniger Impfungen als am Vortag

Karl-Josef Laumann Foto: J.-H. Janßen Lizenz: CC BY-SA 3.0

Karl-Josef Laumann Foto: J.-H. Janßen Lizenz: CC BY-SA 3.0

Wir veröffentlichen das tägliche Impfquoten-Ranking der Bundesländer. Dieser Beitrag wird werktäglich aktualisiert.

Im Ranking der Bundesländer blieb Nordrhein-Westfalen bei den Erstimpfungen auch gestern auf Platz 14 von 16 stehen. Es wurde nur ein Drittel des Vortages verimpft, nämlich 3.800 statt 11.000 Dosen. Insgesamt sind damit 244.000 Menschen in NRW erstgeimpft, was 1,36% der Bevölkerung entspricht. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt sind es 1,67% und beim Spitzenreiter Mecklenburg-Vorpommern sogar 2,93%. Und das größenmäßig vergleichbare Bayern kommt auf eine Impfquote von 1,82%.

Bei der Zweitimpfung fällt NRW im Ranking um einen auf Platz 9 zurück und wird von Bayern überholt, das sechs Plätze gutmacht. NRW hat gestern 3.000 Mal zweitgeimpft, Bayern 12.600 Mal. Beide liegen allerdings knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 0,14% Impfquote. Auch bei der Zweitimpfung setzte NRW gestern zwei Drittel weniger Dosen als am Vortag ein, also 3.000 statt 9.400.

Deutschlandweit wurden gestern 55.000 erst- und 31.500 Menschen zweitgeimpft. Das sind zusammen rund 20.000 Impfungen weniger als am Vortag. Die Gesamtzahl erhöht sich damit auf knapp 1,4 Millionen und 115.000 Erst- bzw. Zeitgeimpfte.

Tab. 1: Erstimpfungen Stand 22. Januar 2021

Platz +/- Vortag Land 1. Impfung Diff. Vortag Bevölkerung
geimpft
1. 0 ↔ Mecklenburg-Vorp. 47.197 + 2.433 2,93 %
2. +1 ↑ Rheinland-Pfalz 112.411 + 5.946 2,75 %
3. -1 ↓ Schleswig-Holstein 78.356 + 3.088 2,70 %
4. 0 ↔ Brandenburg 54.450 + 4.598 2,16 %
5. 0 ↔ Bremen 13.837 + 613 2,03 %
6. +2 ↑ Sachsen-Anhalt 40.226 + 1.477 1,83 %
7. 0 ↔ Bayern 238.298 + 5.834 1,82 %
8. +1 ↑ Hamburg 32.435 + 1.883 1,76 %
9. +1 ↑ Berlin 63.677 + 4.110 1,74 %
10. -4 ↓ Saarland 16.773 + 253 1,70 %
11. +1 ↑ Thüringen 34.998 + 2.378 1,64 %
12. -1 ↓ Sachsen 64.728 + 2.602 1,59 %
13. 0 ↔ Niedersachsen 118.133 + 7.584 1,48 %
14. 0 ↔ NRW 243.878 + 3.834 1,36 %
15. 0 ↔ Hessen 84.556 + 2.537 1,34 %
16. 0 ↔ Baden-Württemberg 142.511 + 5.818 1,28 %
Deutschland 1.386.464 + 54.988 1,67 %

 

Tab. 2: Zweitimpfungen Stand 22. Januar 2021

Platz +/- Vortag Land 2. Impfung Diff. Vortag Bevölkerung
geimpft
1. 0 ↔ Sachsen-Anhalt 9.008 + 1.261 0,41%
2. 0 ↔ Berlin 12.494 + 3.122 0,34%
3. +13 ↑ Saarland 2.684 + 591 0,27%
4. +1 ↑ Bremen 1.762 + 524 0,26%
5. -2 ↓ Hessen 15.554 + 3.204 0,25%
6. -2 ↓ Mecklenburg-Vorp. 3.572 + 483 0,22%
7. -1 ↓ Baden-Württemberg 15.549 + 3.719 0,14%
8. +6 ↑ Bayern 16.704 + 12.627 0,13%
9. -1 ↓ NRW 21.877 + 2.998 0,12%
10. -3 ↓ Hamburg 2.166 + 505 0,12%
11. -2 ↓ Sachsen 3.343 + 792 0,08%
12. -2 ↓ Rheinland-Pfalz 3.228 + 636 0,08%
13. +2 ↑ Thüringen 1.202 + 173 0,06%
14. -2 ↓ Schleswig-Holstein 1.327 + 161 0,05%
15. -2 ↓ Niedersachsen 3.582 + 732 0,04%
16. -5 ↓ Brandenburg 1.123 + 0 0,04%
Deutschland 115.175 + 31.528 0,14%

Datenquelle: RKI-Impfquotenmonitoring, Stand 22. Januar 2021, 11:00 Uhr

 

RKI-Impfquotenmonitoring, Datenstand 22. Januar 2021

RKI-Impfquotenmonitoring, Datenstand 22. Januar 2021

 

 

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31 Kommentare zu “Impfquoten-Ranking der Bundesländer: NRW nimmt Tempo raus – zwei Drittel weniger Impfungen als am Vortag

  • #1
    Ke

    Es ist schon auffällig, dass die Corona Hotspots Sachsen und Thüringen auch beim Impfen nichts geregelt bekommen.
    MV sieht auch hier ganz gut aus und hatte es irgendwie geschafft, schon zu Beginn hohe Mengen zu bekommen.

    Es gibt also einige Anzeichen, dass Corona auch etwas mit der Qualität der Regierungen/Verwaltungen zu tun hat.

    Mich würden Werte von Altenheimfällen interessieren. Sie werden auch nur selten veröffentlicht.

  • #2
    Quadflieg Maria

    Na ja, so toll steht NRW aber auch nicht da. Bei uns im Kreis sind nach 8 Impftagen noch keine 1000 Personen geimpft. Obwohl der Impfstoff vorhanden ist! Ich verstehe nicht, dass meine Ü 80jährigen Nachbarn, die sich noch selber versorgen, warten müssen bis die Einrichtungen durchgeimpft sind. Da passiert doch gar nichts! Ich glaube nicht, dass Herr Spahn einen schlechten Job gemacht hat, sondern all die, die nun vom Schreibtisch aus meinen, etws zu sagen zu haben. Würden diese "Planer" in der freien Wirtschaft arbeiten, wäre ganz Deutschland pleite!
    Bitte, liebe Planer impft in der Breite, damit wir so schnell wie möglich so viele wie möglich geimpft haben. Wir müssen aus der Krise rauskommen und so wie Ihr es nun handhabt dauert es zu lange!!!

  • #3
    ccarlton

    In der investigativen Zeitung mit den vier Buchstaben können wir lesen, dass eine gewisse Person von 100 Millionen für Deutschland bestellten Impfdosen 70 Millionen ans Ausland abgetreten hat. Schon wieder ist die Realität absurder als Satire.

  • #4
    DAVBUB

    Unser Impfzentrum -seit Mitte Dezember betriebsbereit- war gestern immerhin beleuchtet. Wahrscheinlich mußten die MA die Spinnweben entfernen.
    In der Einrichtung -betreutes Wohnen-, in der meine Mutter lebt, sind die Pflegekräfte geimpft worden, die Bewohner nicht. Laut Auskunft des Betreibers hat man noch keine Informationen erhalten, wahrscheinlich sollen aber die alten Menschen in das örtliche Impfzentrum gebracht werden.
    Läuft doch alles super, oder?

  • #5
    Manfred Michel

    Ich kann es schon nachvollziehen, dass Menschen bedenken haben sich impfen zu lassen. Zumal die Aussage, dass der Impfstoff zu 90% sicher sei irreführend ist. Ich verweise da auf die, Unstatistik des Monats, Dezember, 2.12.2020, vom RWI- Essen. Außerdem sollte man berücksichtigen, dass es sich um einen neuartigen mRNA- Impfstoff handelt, der zum erstenmal zum Einsatz kommt und nicht ausreichend getestet worden ist. Von daher haben die Bedenken sich impfen zu lassen einen rationalen Hintergrund. Und ich frage mich, wer denn die wahren Covidioten sind.

  • #6
    Susanne Scheidle

    Ja, die Organisation ist echt toll.
    In der WAZ war heute zu lesen, dass in den nächsten Tagen alle über 80igjährigen in Gelsenkirchen, die nicht ein Pflegeheimen leben, Post bekommen werden: Die Einzelheiten über die Impfung und wie man einen Termin bekommt.
    Termine sollen ab Ende Februar (!) möglich sein.
    Wohlgemerkt: Erstmal nur für die über 80igjahringen (und andere mit der höchsten Priorität).
    Da ruckelt es nicht nur…
    Und nein, das liegt nicht daran, dass die Impfdosen, die uns hier fehlen, gerade in USA, GB und Israel verimpft würden, wie gelegentlich zwischen den Zeilen kolportiert wird. Bisher (also fast 2 Wochen nach dem Impfstart) sollen erst 1/4 der bereits gelieferten Dosen verbraucht sein (vielleicht inzwischen ein bisschen mehr, lasse mich da gerne korrigieren).

    Derweil schnellt die 7-Tage-Inzidenz auf ~220 und man diskutiert gerade, ob weitere Maßnahmen getroffen werden und wenn ja, welche. Als wenn das eine Überraschung gewesen wäre, nachdem ganz offensichtlich an den Feiertagen keine Fälle ans RKI gemeldet wurden (die Zahl der Infektionen war 5 Tage gleich geblieben). Ich verstehe, dass die Leute im Gesundheitsamt auch mal Pause brauchen und gönnen Ihnen den Kurzurlaub von Herzen. Aber dann muss man doch damit rechnen, dass eine Menge Fälle nachgemeldet werden müssen.

  • #7
    DAVBUB

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article224045216/Koelner-Impfchaos-Landesregierung-verhinderte-Oeffnung-des-Impfzentrums.html

  • #8
    ke

    Es wird immer offensichtlicher, dass der Staat Corona komplett ignoriert. Das kann doch nun wirklich nicht die Reaktion auf die aktuellen Todeszahlen und die wirtschaftlichen Schäden sein.

    Spahn und Laschet sind wohl wirklich stärker an ihrer Kanzlerkandidatur interessiert als an ihren aktuellen Job.

    Ich werde mir das merken, falls es dann doch so schlimm kommen sollte, dass sie zur Wahl stehen.

  • Pingback: Corona könnte im März zu einem Regierungswechsel beitragen

  • #10
    Ali Mente

    Immerhin sind schon 1% geimpft. Wir brauchen jetzt nur noch gut 8 Jahre Lockdown und der Spuk ist zu Ende. Es gibt also Licht am Ende den Tunnels.

  • #11
    Wolfram Obermanns

    Bayern hat 99 Impfzentren, NRW 53.
    NRW ist also an dieser Stelle zentralistischer aufgestellt als Bayern und hängt im Vergleich hinterher, so wie Bayern an den Stellen wo man dort auf dicke Hose mit Zentrale macht.

  • #12
    Udo

    Es sind nicht 1% geimpft, denn die Impfung braucht 2 Spritzen. Bisland ist noch NIEMAND geimpft. Und die Menge ist erschreckend niedring. Vor allem in BW hätte man mehr erwarten müssen. Aber Grüne und Impfgegner waren immer schon eine nahe Gruppe

  • #13
    Walter Stach

    Laschet,
    eine Führungspersönlichkeit, die sich in einer Krisenzeit als solche bewährt, auszeichnet und auf die "man" bauen kann?
    Ich schließe nicht aus, daß das eine Mehrheit der CDU-Delegierten so sieht und L. zum neuen Vorsitzenden der CDU wählen und daß das so auch von einer (relative) Mehrheit der Wahlberechtigten gesehen wird, die folglich dafür sorgen könnte, daß L. der nächste Kanzler wird.

    Und dann?
    Dann habe ich das zu respektieren einhergehend mit der "rheinischen Hoffnung": Ett iss noch immer jutjejangen.

    PS
    Mir scheint, daß es "irgendwie" im Verwaltungsmanagment der Landesregierung- vornehmlich in der Staaatskanzlei- an Kompetenz mangeln könnte. Gründe dafür? Denkbar, daß auch hier Konsequenzen sichtbar werden, die aus einer "übermäßigen" Gewichtung des richtigen Parteibuches" und der richtigen innerparteilichen Beziehungen im Vergleich zur Fach-/Sachkompetenz und zu nachgewiesener Führungserfahrung bei der Besetzung von Managementpositionen resultieren? In guten Zeiten, in normalen Lagen bleiben Mängel, dieser Art bzw. Mängel aus den von mir hier unterstellen Gründen, regelmäßig verborgen.

    Meine Mutmaßungen aus konkretem Anlass stelle ich im übrigen immer wieder und schon seit Jahren (Jahrzehnten) an, wenn es um die Frage der "richtigen" Personalauswahl in der öffentlichen Verwaltung geht -von den Kommunen, über die Länder, bis hin zum Bund und zur EU-Verwaltung in Brüssel – und sie beziehen sich auf alle Parteien, deren Wille maßgeblich die Personalauswahl bestimmt -gilt also auch für "meine" Partei, die SPD.

    Ansonsten nehme ich als "an sich privilegierter Impfberechtigter" im 83 Lebensjahr das immer sichtbarer werdende Impfchaos hier in NRW zur Kenntnis; was Anderes kann ich nicht tun. Permanentes öffentliches Meckern, z. B. hier bei den Ruhrbaronen, mag beim Frustabbau helfen, da ansonsten jedoch frucht- und folgenlos, verzichte ich darauf.

  • #14
    Wolfram Obermanns

    Vielleicht sollte man noch anmerken, daß die Planung und Durchführung Impfkampagnen in der Verantwortung der Städte und Kreise liegen.
    Gibt es ein NRW-Ranking?

  • #15
  • #16
    Walter Stach

    -14-
    Ja, aber die Kommunen/Kreisen konnten bisher noch gar nicht beweisen, ob und wie ihre Impfzentren "funktionieren". Es fehlt bekanntlich immer noch (genügend) Impfstoff. Erinnern will ich so nebenbei daran, daß das Management des Impfens vor Ort mitgetragen/mitverantwortet wird durch die zuständige kassenärztliche Vereinigung -also nicht nur kommunal.

    Es bleibt also abzuwarten,wie die diversen Zentren ihre Aufgabe erfüllen werden , erst dann wird man feststellen können, ob es zu nennenswerten quantitativen/qualitativen Unterschieden kommen ( in einem "Wettbewerb" der Zentren,, wer am besten….??)

    Ich warte ganz konkret -immer noch- auf den angekündigten Brief -von wem auch immer-, indem mir die Regulieren bezüglich meines Impftermines mitgeteilt werden sollen; bin gespannt, wann, wie….

  • #17
    Emscher-Lippizianer

    @#16
    Ich kenne die Lage in NRW nicht. Aber in Niedersachsen muß man sich zur Altersfeststellung eines potentiellen Impflings Dank des vollkommen verqueren Datenschutzes auch mit den Klang des Vornamens behelfen. Vielleicht ist man in NRW noch nicht soweit. Aber als "Walter" würden die Chancen sicherlich nicht schlecht stehen.

  • #18
    Emscher-Lippizianer

    Nachtrag:

    https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_89279902/corona-impfung-niedersachsen-datenschutz-behindert-versand-von-briefen.html

    Den Link hatte ich vergessen.

  • #19
    DAVBUB

    Das geht aber jetzt zu flott, da muß etwas geschehen: https://www.welt.de/wirtschaft/article224425410/Pfizer-liefert-voruebergehend-weniger-Impfstoff-nach-Europa-als-geplant.html

  • #20
    ke

    Es sind wohl auch die unterschiedlichen Strategien. MeckPom scheint direkt sehr viel Impfstoff, während bspw. NRW nur die Hälfte zu verimpfen scheint. Das ist Ländersache und offenbar weiß auch das Gesundheitsministerium nicht richtig, was die Länder machen.

    Die Zeit hat auch die gelieferten Einheiten in die Statistik einbezogen. Dann ist noch zu klären, ob schon mit mehr 5 Impfungen pro Flasche gerechnet wird.
    https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2021-01/corona-impfung-deutschland-anzahl-impfquote-aktuelle-zahlen-karte

  • #21
    Manfred Winter

    Es ist doch überraschend, daß das "Musterländle" Baden_Würtemberg bei der Impfquote so hinterherhinkt und zwischenzeitlich auf den letzten Platz durchgereicht wurde. Ausreden bzgl. Impfstoffversorgung/Impfstrategie greifen hier nicht. Der Impfstoff wird proportional zur Einwohnerzahl der Bundesländer verteilt und eine Rückstellung ist angesichts der möglichen gravierenden Folgen bei Infizierten nicht angebracht.
    Bleibt also nur Inkompetenz der Verantwortlichen – oder???

  • #22
    Walter Stach

    -16-
    "Walter"…..
    Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

    Im übrigen:
    Pfister hat doch den hier und anderswo laufenden Streit darüber, welches Bundes- Land, welcher Kreis, welche Kommune im Impfquoten-Ranking die besten Chancen auf erste Plätze hat, mit seiner Ankündigung entschärft, die Produktion am Standort in Belgien zurückzufahren zumindest aufgrund von "Umbaumaßen" nicht kurzfristig erweitern zu können. Streitigkeiten lösen sich offenkundig oftmals anders als erwartet bzw. erhofft. Auch hier gilt: "Humor ist, wenn……."

    Zudem sei gesagt:
    Ich stelle bei mir eine zunehmende Lethargie angesichts der Pandemie bzw. angesichts ihrer Folgen bzw. angesichts des Umganges mit ihr in der Gesellschaft und seitens "staatlicher Organe/Behörden" fest -folglich auch gegenüber all den dazu stattfindenden Diskussionen.

    Wer sich wie ich im 83. Lebensjahr befindet, der kann, der darf auch mit lebensbedrohenden Gefahren gelassener umgehend als alldiejenigen, die von einem solchen Alter noch viele, viele Jahre entfernt sind -die noch viele Jahre vor sich haben, jedenfalls im Regelfall vor sich haben können.

    Wenn ich allerdings dann und wann darüber nachdenke, wie diese Katastrophe der Corona-Pandemie und wie die wahrscheinlich noch wesentlich größere Katastrophe des Klimawandels mittel-/langfristig das Leben der Menschen u.a. hier in Deutschland substantiell negativ beeinflussen könnte, z.B. das meiner Kinder, meines Enkelsohnes, dann schreckt mich dieses Nachdenken aus meiner Lethargie und aus meiner altersbedingten, letztendlich egoistischen Gelassenheit auf.

  • #23
    Angelika, die usw.

    #22 "…Wer sich wie ich im 83. Lebensjahr befindet, der…"
    Herr Stach, Sie werden 103! Und Ihr Vorname ist in zehn Jahren gerade modern. Momentan sind Noah und Henry Modenamen. Wer hätte das gedacht!
    Ja, die Klimakatastrophe (Klimawandel klingt zu harmlos, finde ich) macht nicht Pause während der Pandemie. Und wir sollten alle (über die Generationen hinweg) alles andere als gelassen sein.

  • #24
    Peter Mohr

    Etwas Aufklärung : eine Hälfte der Impfdosen wird jeweils so lange zurück gehalten damit gesichert ist, dass jeder die erforderliche 2. Dosis im zeitlich vorgegebenen Zeitraum bekommt.

  • #25
    Walter Stach

    -23-
    Angelika, die usw.
    "…1o3……"
    Freut mich, das prophezeit zu bekommen.

    Sh. dazu -sinngemäß-Goethe: "Seltsam ist des Propheten Lied, doppelt seltsam was geschieht.

    PS
    Ich habe -23- von der Katastrophe des Klimawandels gesprochen. Wir sind uns also insofern einig, Offenkundig teilen wir auch die Auffassung, daß die Klima- Katastrophe das Leben der Menschen über das bereits jetzt erkennbare Maß hinaus weltweit in viel stärkerem Maße negativ beeinflussen bzw. bestimmen wird als die Folgen der Corona-Pandemie. Ja, und diese Einsicht treibt mich in der Tat dann und wann trotz allen Bemühens um Gelassenheit an, mich im kleinen -z.B. vor Ort, in der Region-und im großen -z.B. in politischen Diskussionen- mit "Wut im Bauch" und "Zorn im Kopf" gegen die Leugner, aber ebenso massiv gegen die letztendlich gefährlicheren Relativer der Ursachen und der Folgen der Klimakatastrophe zu engagieren. Leider sind die "Leugner" und noch mehr die "Relativierer" diejenigen, die vor Ort, die in der Region, die im ganzen Land, die in der EU, die weltweit den öffentlichen Diskurs dominieren, jedenfalls mit Blick auf das Verhalten der Mehrheitsgesellschaft(en) und mit Blick auf diejenigen, die die politische Macht haben, haben könnten -und weiterhin haben werden?-, sofort und radikal alles Mögliche zu tun, die Klimakatastrophe aufzuhalten oder sogar -irgendwann- gänzlich zu verhindern.

  • #26
    abraxasrgb

    Unterschätze niemals einen alten Mann aus einem lebensgefährlichen Beruf … Motto von Veteranen aus Spezialeinheiten 😉

  • #27
    Petra 42

    Es packt einem die kalte Wut, wenn ich hier in unserer Regionalzeitung lese, wie extrem stark sich das Virus in den letzten Tagen in mehreren Pflegeheimen ausgebreitet hat. Zugleich melden die Landkreisämter, dass Impfungen in den Alters-. und Pflegeheimen nicht durchgeführt werden können, weil kein Impfstoff zur Verfügung steht. Menschen sterben, weil ein paar wenige unglaubliche Fehler produziert haben. Konsequenzen? Kein bisschen. Vielmehr wird so getan als wäre alles in Ordnung.

  • #28
    Tagedieb

    @#27 Petra42
    Der Umstand, den Sie ansprechen, ist ein Skandal.
    Fragen Sie doch mal bei der Heimaufsicht des Landes NRW und dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung NRW nach, welche konkreten Kontrollmaßnahmen in den letzten 9 Monaten in den Pflegeheimen stattgefunden haben.
    Und, weitere Frage, wie hat sich der Ausschluss von Familienangehörigen aus den Pflegeheimen aus Gründen des Schutzes der Pflegeheimbewohner auf die Meldung von Missständen ausgewirkt.

    Meine Annahme ist, es hat in den letzten Monaten nur sehr vereinzelt eine Vorortkontrolle stattgefunden. D.h. umgekehrt, ob und in welchem Umfang die Heimbetreiber tatsächlich alle notwendigen Hygienemaßnahmen organisatorisch, materiell und personell umgesetzt haben, weiß man derzeit nicht. Wie gesagt, pure Vermutung, würde mich aber nicht wundern, wenn dem so ist.

    Meine Meinung dazu: Aufsichtsversagen, Versagen der Pflegeheimbetreiber und die alten Leute sterben allein.

  • #29
  • #30
    DAVBUB

    In der Klinik, in der meine Frau arbeitet, wurden die Impfungen der MA ( die i.Ü. von der Klinikleitung hervorragend logistisch sowie bürokratisch digital vorbereitet und von daher äußerst zügig durchgeführt wurden) nach einem Tag abgebrochen. Die Termine für die Erstimpfungen der restlichen MA wurden abgesagt. Jetzt werden mühsam die am stärksten gefährdeten MA herausgefiltert, um eine Prioritätenliste zu erstellen. Der Grund: kein Impfstoffnachschub; die ganze gute Vorbereitung für die Katz. Oder Spahn, oder Laschet, oder von-der-leyen, oder Merkel. Es lebe der europäische Gedanke.

  • #31
    Enno

    Selbst die Beschaffung von Impfstoff hat Merkel nicht geschafft. Warum haben es die Israelis vorbildlich geschafft, genügend Impfstoff zu beschaffen?
    Und der Regierungschef Netanjau ließ sich publikumswirksam in der Öffentlichkeit impfen. So stelle ich mit ein Regierungschef vor, der in dieser schweren Zeit ein Vorbild ist!
    Merkel hat verkündet, dass sie sich impfen lässt, wenn sie dran ist. Warum hat sie sich nicht als Vorbild impfen lassen, um die Bürger für die Impfung zu motivieren?

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