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Uni Duisburg-Essen: Neue Kritik an israelfeindlicher Veranstaltung

Universität Duisburg-Essen

Der passionierte „Israelkritiker“ Moshe Zuckermann soll am Freitag auf Einladung des AStA in der Essener Uni sprechen (Ruhrbarone berichtete). Jetzt meldet sich das Junge Forum der deutsch-israelischen Gesellschaft (DIG) mit weiteren Hintergrundinfos zu Wort – auch über Khaled Hamad, de zweiten Referenten des Abends.

Das Junge Forum zeigt in seiner Stellungnahme Khaled Hamads Nähe zur Terrororganisation PFLP auf. Auch sei Hamad bereits seit 2011 als Unterstützer der antisemitischen BDS-Kampagne bekannt. Laut einem aktuellen Beschluss des Studierendenparlaments dürfen solche Referenten eigentlich nicht an der Uni sprechen. Der derzeitige AStA der Uni Duisburg-Essen besteht unter anderem aus RCDS (CDU-nah), Liberaler Hochschulgruppe und Internationaler Liste (Linkspartei-nah).

Die Veranstaltung trage „zu einer Dämonisierung Israels und einem einseitigen Bild des Konfliktes bei“, so die DIG-Jugend. Die Universitätsleitung wird deshalb dazu aufgerufen, den Vortrag zu unterbinden.

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13 Kommentare zu “Uni Duisburg-Essen: Neue Kritik an israelfeindlicher Veranstaltung

  • #1
    Monika Herder

    Diese Reaktion der DIG ist wie immer typisch beim Angebot solcher Veranstaltungen. Die BDS-Kampangne wird von vielen jüdischen Mitbürgern, darunter auch einige, die in ihren eigenen Familien Mitglieder durch den Holocaust verloren haben, unterstützt. Auch mehrere jüdische und christliche Organisationen und Kirchen befürworten die BDS-Kampagne, da sie diese als gewaltfreien Einsatz für die Menschenrechte, die durch die israelische Regierung und ihre Besatzungspolitik immer wieder mit Füßen getreten werden (s. auch Amnesty). Die Aussage des DIG, die BDS-Kampagne ist antisemitisch, ist grundlegend falsch. Die Bundesregierung hat in Beantwortung einer Anfrage eine Einstufung von BDS als antisemitisch verneint (S. 14): http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/041/1804173.pdf
    Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini erklärte im EU-Parlament, der Aufruf zu BDS sei durch das Recht der Meinungsfreiheit, das die Europäische Menschenrechtscharta garantiert, gedeckt:
    http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/eu-right-bds-boycott-israel-palestine-protected-free-speech-federica-mogherini-a7394536.html

    Ich hoffe, die Universitätsleitung hört nicht auf die Polemik der DIG und folgt den demokratischen Grundsätzen unserer BRD und lässt die Veranstaltung stattfinden.

  • #2
    Stefan Laurin

    @Monika Herder: Ich hoffe, es gelingt und so einen antisemitischen Dreck wie BDS zurück zu drängen. Und wenn dabei Pack Christi über den Jordan geht, wäre es auch schön.

  • #3
    Thomas Weigle

    #1Leider ist die Bundesregierung, insbesondere Herr Gabriel, nicht unbedingt ein Kronzeuge, wenn es darum geht, wer und was antisemitisch ist oder nicht. Und die EU schon mal gleich gar nicht. Nur ist es halt so, was viele unbändig ärgert und ihnen das Blut kochen lässt, dass das offizielle Israel sich zu Recht einen Dreck um das schert, was Antisemiten aus dem Lande des Holocausts so von sich geben. Das ist auch gut so.

  • #4
    mike

    Man darf im land der Täter Israel nicht kritisieren.egal ob es 50 Jahre Besatzung gibt.Israel darf das!! Israel muss anders bewertet werden,wegen der Sache vor 80 jahren.wer anderes sagt ist antisemit

  • #5
    langsamdenker

    @ mike
    Wer ist "man"? Und wer verbietet "man" die Kritik an Israel?
    Tum Sie sich keinen Zwang und kritisieren Sie. Das ist das Privileg in freien Gesellschaften wie der unseren. Und dann wird diskutiert.

  • #6
    Thomas Weigle

    Wenn die Araber nicht endlich und glaubwürdig das Existenzrecht Israels anerkennen, wird es auch in 50 Jahren noch "Besatzung" geben und bei uns Antisemiten und Israelfeinde geben, die meinen, es sei ihre vornehmste und allererste Pflicht, Israel zu kritisieren.

  • #7
    mike

    na dann,wo ist denn die die Kritik zu 50 jahren Besatzung? findet nicht statt.nur die bösen Palästinenser werden an den pranger gestellt.wofür?für widerstand gegen die Besatzung.und dieser widerstand wird nur als Antisemitismus dargestellt um weiter land zu rauben und menschen zu unterdrücken.hurra es lebe die Doppelmoral.

  • #8
    Still not loving Israelkritik

    #1 und #4: Das Geschreibsel von euch beiden strotzt vor prototypischen Beispielen dessen, was die Antisemitismusforschung "Schuldabwehrantisemitismus" nennt ‒ die Form, die derzeit besonders en vogue ist und besonders ekelhaft, weil sie wie bei #4 NS-Verbrechen bagatellisiert und/oder wie bei #1 Holocaustüberlebende instrumentalisiert. Eure ach so legitime "Israelkritik" kommt nie ohne NS-Anspielungen aus. Dadurch entlarvt sie sich selbst am besten.

  • #9
    nussknacker56

    #1
    Liebe Monika, großes Lob!!! – endlich mal wieder jemand, der sich traut, die Wahrheit zu sagen.

    Israelkritiker leiden hierzulande und anderswo unter fürchterlichen, ja unmenschlichen Bedingungen (fast schon schlimmer als im KZ!). Überall werden sie angepöbelt, boykottiert, sanktioniert und man knausert bei jedem Cent, der ihnen von Rechtswegen zusteht. Veranstaltungen an Unis werden häufig von einem semitenfreundlichen Mob gestört, gestürmt und unmöglich gemacht (schlimm! Araber sind schließlich auch Semiten!!). Man unterstellt ihnen Judenhass, faschistoides Gedankengut, antiisraelische Obsessionen, Vorlieben für Terrororganisationen wie Hamas, Hisbollah. Es wird behauptet, dass sie jeden Mordanschlag relativieren, bei dem ein Jude oder sogar besser mehrere draufgehen (dabei stimmt das gar nicht!!! Das können auch einige wenige mutige Juden bezeugen, die in ihren eigenen Familien … ach, dass man das immer wieder sagen muss!).

    Und der Fedi (also Frau Mogherini) wird unterstellt, ein Arafat-Groupie zu sein! – bloß weil sie von ihm ein paar Bilder über ihrem Bett hängen hat. Das nur mal zur sogenannten Toleranz der Israelfetischisten.

    Ich bin ganz auf Ihrer Seite, mit Mike unten sind wir dann schon drei.
    Mit Hisbollah-Grüßchen und alles Gute für Sie.

  • #10
    nussknacker56

    Sorry, Moni. Es muss natürlich heißen: … sogenannte Terrororganisationen … !!!

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  • #12
    Reinhold 01

    Kurze Frage Frau Herder.
    Wie oft dürfte Sie Jemand angreifen, Sie oder ein Familienmitglied verletzen, odet sogar zu töten versuchen? Nach Ihrem vorherigen Statement vermutlich nicht einmal.
    Die Berichterstattung über den tödlichen Angriff auf 2 israelische Polizeibeamte ist anscheinend genau das, was Sie unter Wahrheit verstehen.
    Nochmal zur Erinnerung: "Auf dem Tempelberg wurden 3 Terroristen erschossen, 2 Polizeibeamte kamen auch ums Leben!"
    Wie 2 Polizeibeamte kamen auch ums Leben? Plötzlich verstorben, im Einsatz in 2 verirrte Kugeln gelaufen, auf dem Dienstweg gestolpert und unglücklich gefallen? Würde Ihnen so ein Schwachsinn gefallen?
    Tatsache ist und so hätte die Berichterstattung lauten müssen!
    "Auf dem Tempelberg in Jerusalem, sind sind bei einem Terrorattentat, 2 israelische Polizeibeamte erschossen worden. Weitere anwesende, israeliche
    Polizeibeamte haben die arabischen Terroristen erschossen!" Das wäre die korrekte Wiedergabe/ Berichterstattung diese Attentats gewesen!
    Aber es kommt noch besser! Dann entscheidet die israelische Regierung, es werden am Zugang zum Tempelberg Metalldetektorschleusen zur allgemeinem Sicherheit errichtet. Wer reklamiert diese Sicherheitseinrichtungen am ersten? Die Araber(selbsternannte Palästinenser). Warum reklamiert Jemand eine Sicherheitseinrichtung die für den allgemeinen Schutz bestimmt ist. Auf diese Idee kann doch nur ein Terrorist kommen! Aber ich denke, Menschen wie Sie, die den Antisemitismus befürworten, haben darauf auch wieder eine für mich nicht nachvollziehbare Erklärung. Sie wissen aber schon, dass viele Bereiche in Israel, dem Westjordanland, der Westbank und GAZA den einstiegen Eigentümern , die heute in Jordanien leben, abgekauft wurden. Im Übrigen waren die Bereiche Israel, Westbank, Westjordanland, GAZA und Jordanien früher, d.h. noch 1920, mal 1 Land. Dieses Land wurde 1923 geteilt, in 80% was damals, 1923, Transjordanien genannt wurde und 20% was mit nur schwammigen Bestimmungen versehen, der Bereich Israel, Westbank, Westjordanland und GAZA den Juden zugesprochen wurde. Bis 1923 gab es nicht einmal Palästinenser, Armin el Husseini, der die Juden damals im Bereich Tel Aviv Jaffa überfiel, hat den Begriff Palästinenser danach geprägt. Ich nenne das mal einen hinterhältigen PR-Geck. Wenn sich Jemand für die Wahrheit interessiert, es kann alles recherchiert, nachkontrolliett werden.
    Antisemiten sind für mich einfach nur geistig arm. Einen Komentar zu Amnesty spare ich mir mal, nur soviel, wenn es dieser Organisation wirklich un Menschenrechte ging, dann würden und könnten die, mindesten an 25 Tagen im Monat, die hinterhältigen Messerangriffe der selbsternannten Palästinenser verurteilen.

  • #13
    langsamdenker

    #7 MIke, ja wo ist denn die Kritik? Äußern Sie die Kritik doch. Ist doch angeblich verboten. Ich hab´s Ihnen erlaubt, also los. Ach so, wenn Sie sich beklagen, dass der Autor nicht "50 jahren Besatzung" kritisiert, dann erwarte ich von Ihnen, dass Sie sich kritisch z. B. zur "Tibetfrage" positionieren. Wäre evtl. Chinakritik, aber den Mut traue ich Ihnen zu.

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