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Jamiri-Plagiator Andreas Heinze wagt eine Ausstellung in Oberhausen: Teil II

Der Oberhausener Andreas Heinze plagiiert den Comickünstler Jamiri. Das haben wir schon hier geschrieben.

Ich finde die Plagiate unterirdisch frech. Genauso frech finde ich es, dass die PR-Schreiberin Sandra Anni Lang vom labkultur.tv dem Plagiator aufgesessen ist – und nachdem Sie auf ihren Fehler hingewiesen worden ist, diesen nicht korrigiert. Genausowenig, wie der Verantwortliche von labkultur.tv, Perik Hillenbach, nicht die Größe hat, den PR-Artikel für den PLagiator zu löschen.

Ich würde mich freuen, wenn die VHS in Oberhausen, die derzeit die Plagiate von Andreas Heinze als eigenständige Kunst ausstellt, ihren Fehler nun erkennt, und die Ausstellung abbricht.

Hier haben wir einige Ausschnitte des Plagiators den Originalen von Jamiri gegenüber gestellt, damit sich mehr Leute eine Meinung bilden können.

Oben ds Original: Jamiri in einer typischen Pose an seinem Zeichenbrett. Unten: Das Plagiat. Gesten, Haltung, Bildschnitt abgekupfert von Andreas Heinze..

Oben ds Original: Jamiri in einer typischen Pose an seinem Zeichenbrett. Unten: Das Plagiat. Gesten, Haltung, Bildschnitt abgekupfert von Andreas Heinze..

Die PR-Schreiberin Sandra Anni Lang meinte in einem Facebook-Eintrag es sei unklar, wer hier wen beeinflusst hat. Das ist Quatsch. Jamiri ist seit Jahren mit seinem Erzählstil bekannt und populär. Andreas Heinze plagiiiert Jamiri seit Kurzem.

Oben: Jamiri mit Gitarre. Unten das Plagiat, wieder Haltung, Erzählstil und Gestik abgekupfert. Peinlich.

Oben: Jamiri mit Gitarre. Unten das Plagiat, wieder Haltung, Erzählstil und Gestik abgekupfert. Peinlich.

Es gibt hier auch keine zwei Seite. Kein „er-sagt-so-der-sagt-so“. Es gibt einen Täter. Das ist der Plagiator Andreas Heinze. Und einen Künstler, dessen Werk gestohlen wird: Jamiri. Deswegen gibt es auch nichts zu diskutieren. Kein Gesprächskreise, keine Aussprache. Die Ausstellung des Plagiators Andreas Heinze muss abgebrochen werden. Und labkultur.tv muss aufhören, für die Ausstellung des Plagiators zu werben. Labkultur.tv muss endlich den PR-Artikel für die Ausstellung des Plagiators löschen. Das Appendix mit dem Hinweis auf einen anderen Artikel, dass Jamiri die Arbeiten von Heinze als Plagiat empfindet, reicht nicht aus. Labkultur.tv muss endlich klar und eindeutig zu den Plagiaten Stellung beziehen und die Rechte von Urhebern schützen.

Oben Jamiri mit Beate. Unten der Plagiator Andreas Heinze mit seiner Figur. Alles ist abgekupfert. Die Haltung, die Gesten, das Layout, einfach alles. Es ist zum fremdschämen peinlich.

Oben Jamiri mit Beate. Unten der Plagiator Andreas Heinze mit seiner Figur. Alles ist abgekupfert. Die Haltung, die Gesten, das Layout, einfach alles. Es ist zum fremdschämen peinlich.

RuhrBarone-Logo

68 Kommentare zu “Jamiri-Plagiator Andreas Heinze wagt eine Ausstellung in Oberhausen: Teil II

  • #1
    Jens Web

    „Genausowenig, wie der Verantwortliche von labkultur.tv, Perik Hillenbach, nicht die Größe hat, den PR-Artikel für den PLagiator zu löschen. “

    Wir sind ja zum Glück hier nicht in China, wo täglich Artikel gelöscht werden.

    Ob es wirklich Plagiate sind, kann der geneigte Leser oder ein Gericht entscheiden, deine 3 Beispiele oben reichen da nicht aus.

  • #2
    S.Ooker

    Ich weiß nicht… unter einem Plagiat stell ich mir was anderes vor.
    Sicher, die Style-Ähnlichkeiten sind auffällig, doch sehen Comics die auf Grundlage von Fotografien erstellt werden nicht nunmal so aus?

    Plagiiert „A Scanner Darkly“ Jamiri? Könnte man ja auch meinen
    http://www.cyberpunkreview.com/images/scanner-darkly02.jpg

    Ich finde das ist hier n bisschen viel der Aufregung. Der Mann ist vielleicht nicht sonderlich kreativ, aber er hat nicht „abgepaust“ – und diese Stilähnlichkeit rechtfertigt meines Erachtens nicht, dass er den Stempel „Plagiator“ aufgedrückt bekommt.

  • #3
    68er

    Wenn das ein bundesrepublikanischer Richter als Verletzung des Urheberrechts erkennt, wird es in Zukunft sehr schwer, als Künstler weiter zu arbeiten.

    Aber auch als Journalist wird man es nicht leicht haben, wenn man sich besonderer stilistischer Mittel bedient. Mit modernen Textanalyseprogrammen wird man dann schauen, ob Herr Laurin eher wie Peter Boehnisch oder Theo Sommer schreibt, Peter Voß wie Franz-Josef Wagner oder der Bezirksrevisor von Recklinghausen, Georg Kontekakis wie Jorge Luis Borges, Berti Vogts oder meine Nichte im 5. Schuljahr.

    Also mal auf dem Teppich bleiben.

    Dass Herr Heinze sich stark am Stil von Herrn Richter anlehnt, darüber müssen wir nicht diskutieren und darauf hat Sandra Anni Lang in ihrem Bericht bei labkultur.tv auch hingewiesen.

    Die Wertung bei den Comics von Heinze handele es sich um „Plagiate“ mag, wenn man es als Meinung äußert, vielleicht noch akzeptabel sein. Die pauschale Bezeichnung „Plagiator“ überschreitet nach meine Meinung aber die Grenze der Meinungsfreiheit.

  • #4
    Georg Kontekakis

    @ Jens Web

    Das Löschen von einer Werbung für eine Plagiatsshow hat nichts mit China zu tun, mit Zensur, sondern nur mit Ehrlichkeit.

    Wenn das da oben keine Plagiate sind, was dann? Die Beispiele reichen dicke aus. Und es gibt mehr.

  • #5
    milena

    Hier hat sich aber einer festgebissen und WILLWILLWILL, dass die doofe Journalistin, der doofe Hillenbach, die doofe VHS, die doofen Kommentatoren und vor allem der doofe Heinze ENDLICH das tun, was Herr K möchte. Die Welt ist so ungerecht. Junge, wach auf! Seit es Internet gibt, wird sowas nicht mehr in den Leserbriefspalten versteckt, sondern nennt sich selbst Journalismus, wenn irgendwer allen anderen erklärt worum es WIRKLICH geht. Ruhigbleiben, wegklicken.

  • #6
    Bea

    Plagiate sind meines Wissens etwas anderes. Solange Andreas Heinze nicht Jamiris Zeichnungen nimmt und seinen Namen drunterschreibt, ist er nicht Plagiator, sondern einfach ein wenig phantasievoller Nachmacher.

  • #7
    Martin

    Ob Plagiator oder nicht, eine sachliche Berichterstattung von Herrn Kontekakis sucht man hier vergeblich. Unterste Schublade würde ich sagen.
    Er bemängelt fehlenden Journalismus bei Sandra Anni Lang und verfasst selber Artikel, die jeder journalistischen Regel strotzen.
    Frau Lang soll PR für Andreas Heinze gemacht haben. Bei Herrn Kontekakis Artikel habe ich das Gefühl, dass er hier das Sprachrohr von Jamiri und Kollegen ist. Das nennt man dann auch PR.
    Kritischer und ambitionierter Journalismus ist was anderes.

    Ach übrigens, die Hintergründe von Andreas Heinze finde ich besser herausgearbeitet, als die von Jamiri. Mehr Details.

    http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/comic-szene-attackiert-angeblichen-plagiator-id6836415.html

  • #8
    undergroundcomix.de

    Hier sind Andreas Heinzes Werke von vor 15 Jahren zu sehen: http://mycomics.de/comics/cartoon/keine-angabe.html

  • #9
  • #10
    milena

    @Voss #9. Ach Herr Voss, schwache Replik wie immer. Tut schon ein bisschen weh, wenn andere anderer Meinung sind als die, die sich als Meinungsmacher sehen, gell?

  • #11
    Arnold Voss

    Milena, ich zittere immer wieder vor Angst wenn sie in die Tasten hauen. Nein, jetzt mal im ernst. Sie haben eine herrlich große Klappe. Passen sie gut auf, dass sie nicht in das tiefe Loch der Unwissenheit fallen, das sich dahinter auftut.

  • #12
    teekay

    Na, da hat die VHS gleich eine tolle Fallstudie fuer ihren Kurs im Wintersemester ‚“Shitstorm“ und digitale Medien‘ ;)…

  • #13
    Klaus Hüsken

    Wozu die ganze Aufregung? Durch seine vor allem unwitzigen Plagiate, beweist Herr Heinze selbst, wer hier der wirklich große Künstler ist. Im direkten Vergleich erkennt nun auch der Letzte, warum Jamiri eine so große Fangemeinde besitzt. Es geht hier doch nicht allein um die graphische Darstellung, sondern um das Gesamte und da sind die genialen Ideen von Jamiri ungeschlagen. An seiner Stelle würde ich mich bei Herrn Heinze bedanken, denn mit seiner Ausstellung hat dieser bewiesen, wer auf diesem Terrain der wahre Meister ist.

  • #14
    paule t.

    @ Nr.2:
    „Sicher, die Style-Ähnlichkeiten sind auffällig, doch sehen Comics die auf Grundlage von Fotografien erstellt werden nicht nunmal so aus?“

    Es ist ja aber eben nicht nur die Zeichenmethode, sondern auch die Figurendarstellung, die Bildgestaltung, die Seitenaufteilung, das Layout (ganz klar zB bei der Überschrift), die Erzählperspektive mit dem Autor als Hauptfigur, die Nebenfiguren, die Erzählweise, die Themenfindung … das alles ist praktisch identisch und das Plagiat damit mMn so klar wie Kloßbrühe.

    Ob es juristisch auch eine Verletzung geistigen Eigentums ist, kann ich nicht beurteilen. Künstlerisch ist es jedenfalls so offensichtlich 100%ig unoriginell, dass es sicherlich keine Würdigung als eigene künstlerische Leistung (durch Ausstellung oder entsprechende Berichterstattung) verdient hat. Ob man entsprechende Artikel zurückziehen muss oder durch ergänzende Artikel korrigieren, sei aber dahingestellt.

  • #15
    Mit-Leser

    Ich finde auch, dass Heinze Jamiri nachmacht – aber so läuft es sehr oft in der Unterhaltungsindustrie. Auf einen guten und erfolgreichen Film folgt einen Haufen Lookalikes. In der Musik läuft es schon seit Mozart genauso, in der Malerei auch. In der Wirtschaft gibt es das auch. Man muss sich nur mal die ganzen iPhone-Klone da draußen auf dem Weltmarkt anschauen… Meine Sympathie gilt auch dem Original – doch Jamiri muss als eigenständige Marke nichts befürchten. Im Gegenteil: Es ist eher eine Ehre, wenn andere einen (versuchen zu) kopieren. Es ist – im Sinne einer Kritik von Heinzes Werk – auch richtig als Kritiker auf die Nähe zu Jamiris Stil hinzuweisen und das Original ins Licht zu rücken. Aber der Ton hier ist echt zu aufgeregt und ne Spur zu krass.

  • #16
    Milena

    #11. Zittern? Sie nicht, das wäre zu viel Bewegung (auch geistig). Ich zittere vielleicht vor Lachen über die älteren Herren mit zu viel Sendungsbewusstsein und zu wenig journalistischer Distanz, die sich aufschwingen, dem Rest die Welt according to Ruhrbarone zu erklären.

    Im Fall Jamiri / Heinze wurde agitiert und nicht recherchiert, wurde Institutionen bashing der Vorzug vor Inhalt sowie dem Kollegen Dissen vor Nachfragen gestellt. Armutszeugnis. Und wie die Kommentare zeigen (nein, nicht meine) haben sie sich damit offenbar ein Ei gelegt.

    But now to something completely different: Wer ist den dieser Georg Kontekakis, der hier so kompetent über Comics recherchiert hat? Den gibt es NUR bei den Baronen, einem non-profit „Journalisten bloggen das Revier“ Blog. Und davon lebt der? Dann ist man Journalist? Sonst schreibt der nicht, sendet nicht laut google und yahoo…? Mmmh seltsam. Ist der Herr K doch ihre Rant-Handpuppe Herr Laurin, wie labkultur andeutete?

  • #17
    Jürgen Lukat

    also den Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg – Gedächtnispreis hat Andreas Heinze schon souverän gewonnen!

  • #18
    Aus Maus

    @Milena, Voss, etc. : bitte nicht diesen unterirdischen Streit fortsetzen. Das ist nur noch peinlich und kindisch.

  • #19
    baranek

    Wie bekannt bei den Ruhrbaronen glänzt auch dieser Artikel durch völlige Abwesenheit detaillierter Kenntnis der Rechtslage. Natürlich darf jeder in dem Stil zeichnen wie irgendjemand anders. Solange er nicht die Stories kopiert – aber sogar das geht, solange es Unikate bleiben und nicht öffentlich reproduziert, also verwertet werden. Jeder darf ein Bild von Gerhard Richter kopieren, allerdings darf er es nur als sein Bild verkaufen, nicht als eines von Richter. Andere Frage ist, ob das Kopieren eines Zeichenstils peinlich ist. Das ist es, klar.

  • #20
    Joe

    What Baranek said…
    Peinlich ist das schon, aber peinlich ist auch, was hier zwischen den Milena, Voss etc abgeht… kann man das nicht privat machen?

  • #21
    David Schraven

    @ Baranek,

    was ich an der Diskussion irre finde:

    Etliche Leute hier argumentieren mit einer Rechtslage.

    Oder blaffen wie Milena nur so rum, ohne sich mit dem Gegenstand der Debatte zu befassen.

    Die Frage ist doch: geht es hier um eine Rechtslage, geht es um Gerichte und Urteile?

    Doch wohl eher nicht.

    Mit ist nicht bekannt und es würde mich sehr wundern, wenn Jamiri gegen Andreas Heinze klagen würde.

    Es geht ALLEINE und EINZIG darum, dass Andreas Heinze plagiiert hat.

    Das ist peinlich.

    Noch peinlicher ist, dass Heinze nicht nur den technischen Stil von Jamiri kopiert hat, sondern dessen Figuren und Tableaus. Das sieht jeder, der weiß, was Figuren und Tableaus sind oben an den Beispielen.

    Gegen eine technische Kopie von Jamiris Stil hätte ja niemand was. Wenn Heinze damit nur seine eigene Geschichten erzählen würde.

    Aber Heinze erzählt die Geschichten von Jamiri mit den Figuren von Jamiri in einer zeichnerischen Umwelt von Jamiri.

    Das ist OBERPEINLICH.

    Warum schauen so viele Leute nur auf Rechtslagen.

    Ist nur das schlimm, was verboten ist? Oder anders gefragt ist alles OK, was kein Gesetz verbietet?

    Oder gibt es da noch Sachen wie Moral, Anstand, Fairness, Achtung und Würde. Gerade in der Comic-Szene in Deutschland sind das Werte, die hoch gehalten werden. Denn dort versuchen die Menschen originell zu sein.

    Nimmt man nun diese Werte zum Maßstab des Handelns von Heinze, dann erkennt man, dass Heinze mit seinen Plagiaten gegen die moralische Werte der Comic-Szene verstoßen hat. Heinze hat anstandslos abgekupfert. er hat unfair Ideen geklaut. Er hat das Werk von Jamiri nicht geachtet und dessen schöperische Würde verletzt.

    Deswegen hat sich Heinze vielleicht nicht nach dem bürgerlichen Gesetzbuch strafbar gemacht.

    Aber er hat damit Jamiri weh getan.

    Das ist der Grund, warum sich alle Menschen, denen Comics was bedeuten, von Heinze verabschieden.

    Ich zumindest will von ihm nichts mehr sehen oder hören. Und ich kenne etliche Zeichner und Skripter, denen es genauso geht. Nur ein paar Flaschen werden ihm zur Seite stehen.

    Ehrlich gesagt finde ich das schade, weil Heinze mal einer der wenigen war, die sich im Ruhrgebiet für Comics eingesetzt haben. Seine Zeitung „Schattenseiten“ fand ich gut und unterstützenswert.

    Mit seinen Plagiaten von Jamiri hat Heinze diese Anerkennung zunichte gemacht.

    Andreas Heinze. Das war es.

  • #22
    Stupor Mundi

    Worum geht´s? Daß Heinze sich evt. eines Stils bemächtigt, den Richter auch nutzt? Daß beide das Wacom-Cintiq Grafiktablett in Gebrauch haben? Daß sich Geschichten ähneln?

    Die Argumentation, „Jamiri macht seine Sachen seit – was weiß ich, 20 Jahren […]“ ist haltlos. Heinze macht „seine Sachen“ mindestens ebenso lang. Auch die Behauptung, Jamiri hätte diesen Stil „erfunden“, ist Wunschdenken.

    Geht es Kontekakis eher darum, daß man ihm nicht zu Willen ist? Daß LABKULTUR, Hillenbach und Lang die Sache anders sehen?

    Irgendwie drängt sich zusätzlich dem Leser der Verdacht auf, daß Kontekakis´ Fremdschämen sich nicht nur auf ein mögliches „Abzeichnen“ beschränkt, sondern eher auf eine allzu freundliche Sichtweise hinsichtlich Jamiris Arbeiten.

    Über Kontekakis´ Stil sei an dieser Stelle die Decke des Schweigens gelegt, jedes weitere Wort ist die pure Verschwendung von Lebenszeit.

  • #23
    Martin

    Es geht hier nicht nur um Andreas Heinze. Es geht um die Sache, wie Ruhrbarone mit so einem Thema umgeht.
    Und dann mit solchen Vokabeln wie „Moral, Anstand, Fairness, Achtung und Würde“ von Seitens David Schravens zu kommen, ist ja wohl ein Witz…

  • #24
    baranek

    Werter David Schraven, ich bezog mich auf den letzten Satz des Artikels:

    „Labkultur.tv muss endlich klar und eindeutig zu den Plagiaten Stellung beziehen und die Rechte von Urhebern schützen.“

    Der Satz setzt voraus, dass die Rechte verletzt werden. Das geschieht aber nicht.

    Der Rest ist reine Geschmackssache. Die Kunst ist so frei, die darf sogar kopieren. Kann man mögen, kann man hassen. Interessiert mich aber nicht.

  • #25
    DH

    @#21: Den hiesigen Argumentationsmustern folgend müsste man wohl konstatieren, David plagiiert gerade den „Georg“. Merkwürdigerweise schießt mir gerade ein ansonsten recht dämlicher Buchtitel in den Kopf: Wer bin ich und wenn ja wie viele?

    Aber wir wollen uns nicht mit Namen, sondern Argumenten beschäftigen: David wie Georg argumentieren nun nur noch mit dem Berufsethos der Comic-Szene. Und konstatieren, Heinze sei erledigt, geächtet, verstoßen, als Zeichner tot. Das sagt in seiner vordergründig-moralischen Rigorosität mehr über David wie Georg als über Heinze und die Comicwelt.

  • #26
    David Schraven

    @ Baranek

    Ich denke zwar auch, es wäre schön, wenn Labkultur.tv sich für mehr Rechte von Urhebern einsetzen würde, anstatt Geld zu verschwenden.

    Aber in meinen Augen ist die Rechtskiste hier nicht der springende Punkt. Da muss ich Georg widersprechen.

    Es geht nicht um Gesetze, es geht um Anstand und Plagiate. Und ob die Plagiate von Heinze Geschmackssache sind – naja, ich hoffe nicht.

    Davon ab, was Heinze macht, ist sicher keine Kunst.

  • #27
    David Schraven

    @ DH,

    Ach Dirk, was willst Du denn jetzt von mir.

    Darf ich nicht die Meinung eines anderen unterstützen, wenn es nicht die Deine ist.

    Nur weil ich weitgehend richtig finde, was Georg geschrieben hat?

    Weißt Du was, dann red doch mit Dir alleine weiter.

  • #28
    Martin

    @David Schraven

    Was heißt denn, Andreas Heinze macht keine Kunst. Ist es keine Kunst, weil er „plagiiert“? Weil er nicht erfolgreich wie Jamiri ist? Weil er nicht so viele Bücher wie er rausgebracht hat?
    Ist man Künstler, wenn viele Leute die Arbeiten mögen? Oder ist man dann gerade kein Künstler mehr, weil man in Mainstream Magazinen ist man auf der Straße angesprochen wird? Oder ist man Künstler, wenn man intellektuelle Sätze wie Jamiri rausbringt?
    Wenn wir über Kunst philosophieren wollen, sollten wir eine neue Seite aufmachen.

  • #29
    DH

    Na, David, ihr Zwei schreibt nicht nur gleich, argumentiert nicht nur gleich, sondern blafft auch gleich zurück. Du darfst meinen, was Du willst; ich darf konstatieren, was mir auffällt. So soll es sein.

  • #30
    TuxDerPinguin

    verstehe die Aufregung nicht. Der Stil ist nahezu identisch, aber nicht das Problem. (im IT-Bereich wäre das sicher durch 50 Trivialpatente abgesichert, von der Tintenzusammensetzung bist zum Kurvengrad von Linienund Apple, Samsung, Microsoft etc. würden sich gegenseitig jahrelang verklagen)
    auf den Beispielbildern kann ich auch grafisch kein Plagiat erkennen.

    Inhaltlich kenne ich beide Zeichner nicht wirklich. Vielleicht gibts dort ein Plagiat.. bezweifel ich aber.
    Wird sicher wieder „nur“ ähnlich sein.

    Der Begriff Plagiat wäre also mMn falsch.
    Man kann durchaus von Abkupfern reden. So wie alle deutschen Internet-Unternehmen Kopien von amerikanischen sind. Die konkurrieren halt mit dem Original. Und wenn sie keine eigene Ideen entwickeln, werden sie damit nicht erfolgreich sein, weil sich die Kundschaft lieber an das original hält (siehe studiVZ – facebook). Manchmal gelingt es durch paar eigene Ideen besser einen Unterschied zum Original aufzuzeigen (linkedin – xing) und sich zu etablieren…

    Ich verstehe daher auch nicht die harten Worte.
    Wird sich schon selber regeln, wenn Andreas Heinze keine eigenen Ideen hat. Die Leser der Comics werden sich dann abwenden und Andreas Heinze wird etwas anderes machen müssen, um davon zu leben… schafft er doch eigenes einzubauen, kann er vielleicht Fans gewinnen…
    also.. lasst die Leser entscheiden.

  • #31
    David Schraven

    Wer plagiiert ist kein Künstler, weil er imitiert und keine Originalität schafft.

    Andreas Heinze ist kein Künstler. Er plagiiert.

  • #32
    Ben

    Charles Caleb Colton schrieb einst „Imitation is the sincerest form of flattery“. Natürlich muss man das nicht so locker sehen wie Colton, aber das bedeutet noch lange nicht, dass das Verbeißen in der Causa, wie es Kontekakis hier betreibt, die Alternative ist. Ist sie nämlich nicht. Dieses „Nachtreten“ schürt doch eher den Verdacht, den Milena schon geäußert hat, nämlich dass es hier nur um ein „aber ich recht“ geht. Die ganze Angelegenheit wird – bei all ihrem Ernst – dadurch zur Sandkastenpöbelei. Das schadet ihr.

    Der Schaden wird durch die Gier nach einem Löschen des betreffenden Artikels auch nicht besser, da sich labkultur.tv damit erst recht angreifbar machen würde: Statt eines transparenten Umgangs mit der Thematik könnte man dann nämlich im Löschvorgang ein „unter den Teppich kehren“ sehen.

    Den Wagen vollends vor die Wand und in den Graben der Lächerlichkeit bugsiert dann aber David Schraven, der auf einmal das „Gefühl“ entdeckt und die emotionale Verletzung des Plagiierten über die Rechtsgrundlage stellen möchte. Dass sich hier so wenige auf der Ebene der verletzten Gefühle äußern, sondern rechtliche Überlegungen anstellen, finde ich erfrischend aufgeklärt. Ohne jetzt irgendjemandens Gefühle verletzen zu wollen, aber das wirklich allerallerletzte was man in Diskussionen über Kunst benötigen kann, ist der Rückfall in voraufgeklärte Gefühlsduseleien. Ansonsten ist man mächtig schnell in einer argumentativen Falle, wenn sich bald mal wieder jemand wegen irgendwelcher Karikaturen echauffiert.

  • #33
    Millus

    Als Comiczeichner (bin beim selben Verlag wie Jamiri, also sind wir Kollegen) kann ich nur sagen: kein Stress
    Solange Andreas H. sich nicht als Jamiri ausgibt und seine Werke als Jamiris Werke ausgibt, ist alles in Ordnung und legal.
    Hier wird ein Stil, eine Zeichentechnik, Typo, Storytelling kopiert, aber ist das schlimm?
    Jamiri war einer der Ersten, die damit Erfolg hatten und es ist doch kein Wunder, das sich jemand seinen Stil eigen macht, um auch Erfolg zu haben oder einfach selbst diese Technik für seine Geschichten nutzt.
    Ich bin mir sicher, das war von Andreas H. (ich kenne ihn nicht) nicht böse gemeint, sondern eher das Gegenteil. Er wollte einen Comic machen, hat wohl einen geeigneten Stil gesucht, den Jamiri Stil für perfekt gehalten und so direkt genutzt. Warum das Rad neu erfinden, wenn es das Rad schon gibt?

    Es ist eher eine Ehre für einen Zeichner, wenn ein anderer seinen Stil auf diese Art kopiert und sich davon inspirieren lässt.

    In der Comiczeichner Szene nennt man solche Zeichner „Klone“ und dieses Phänomen ist uralt.

    Also, take it easy. 🙂

  • #34
    Millus

    und ps:
    ohne Genehmigung Bilder der Comics hier zu nutzen und online zu stellen ist glaube heutzutage schlimmer (und illegal, oder?) als was der Zeichner Andreas gemacht hat…
    😉

  • #35
    Arnold Voss

    @ Millus

    Würden sie das auch schreiben, wenn sie selbst so kopiert worden wären?

  • #36
    halil

    Es geht hier eigentlich gar nicht mehr um einen Plagiator oder nicht. Wer genau hinschaut sieht, dass es eben keine Plagiate sind. Solange nicht exakt kopiert wird trifft dieser Vorwurf nicht zu.
    Das Verhalten der Ruhbarone indes wird immer peinlicher. Es ist schon okay wenn man erwähnt dass der Stil der Bilder denen von Jamiri ähnelt. Es ist auch okay wenn sich die Art der erzählen Geschichte ähnelt. Das kann man kritisieren.
    Aber einen Shitstorm dieser Art zu erzeugen ist unwürdig, und sicherlich kein guter Stil was den sogenannten Qualitäts- Journalismus angeht, den die Barone ganz gerne an die große Glocke hängen und mit stolzgeschwellter Brust vor sich her tragen.
    Was mir in letzter Zeit hier auffällt ist das ganz wie ich finde gerne getreten wird. Dabei ist die Linke so sehe ich das u.a. ein bevorzugtes Opfer. Aber bei anderen Themen bleibt die Adelssippe hier, jedoch sehr vorsichtig. Wirklich heiße Eisen, das Verhalten der SPD oder auch der Grünen in bestimmten Punkten wird nicht besonders kritisch angepackt. Da hält man doch lieber eher die Klappe, bevor man sich mit jemandem anlegt der einem dann doch den ein oder anderen Stein in den Weg legen könnte. Im Alter wird mal halt vorsichtig, könnte ja noch was schiefgehen ;-).
    Dieses passt ganz gut ins Schema auch des Artikels gegen den vermeintlichen Plagiator. Da wird eine völlig unnötige Suppe hochgekocht und ein Mensch plattgemacht. Das ist ein ziemlich mieser Stil. Die Barone sollten sich schone einmal fragen was sie hier eigentlich zelebrieren. Mit gutem Journalismus hat das jedenfalls nicht allzu viel zu tun.
    Mag sein, das dieses Posting, wie mein letztes (das zweite bei diesem Artikel) wieder im Datennirwana verschwindet. War sicherlich einem fiesen Umstand zu verdanken das das meinem letzten Kommentar so ergangen ist, und keine Zensur ;-).
    Aber wie viele Kommentare hier zeigen, interpretieren das vermeintliche Plagiat eine Menge Leser anders als der Autor des Artikels. Und eben dies sollte selbst dem dekadentesten Adel doch ein klein wenig zu denken geben, nicht wahr :-).

  • #37
    Arnold Voss

    @ all

    Wenn ich das hier richtig verstanden habe, dann empfehlen einige hier, dem der kopiert wurde, locker zu bleiben, weil das kopieren a) ganz normal ist bzw. dauernd passiert und b) eigentlich auch jeder darf und c) eigentlich für den Kopierten eine Ehre ist.

    Das können nur Leute so schreiben, denen das in der Weise wie es Jamiri/Richter hier passiert ist, noch nicht widerfahren ist. Denn es ist eben bei Jamiri/Richter auf Grund seines hohen Bekanntheitsgrades nicht normal. Jamiri/Richter ist vielmehr in seiner langen Karriere durch Heinze zum ersten Mal systematisch und öffentlich kopiert worden.

    Das obendrein so drastisch, offensichtlich und in Form einer städtischen Ausstellung, das auch die Art und Weise der Kopie nicht normal sondern außergwöhnlich dreist ist. Schon allein deswegen ist die Plagiatsthese nicht eine Böswilligkeit von Kontekakis sondern eine auch künstlerisch ernst zu nehmende Fragestellung.

    Natürlich kann man da verschiedener Meinung sein, aber auch in der Kunstdiskussion ist die Sache keineswegs so geklärt, wie hier fröhlich immer wieder behauptet wird. Obendrein ist Jamiris/Richters Meinung dazu nicht unerheblich, denn er und nicht die Diskutanten hier, mich eingeschlossen, ist der eigentlich Betroffene.

    Ganz schräg ist die Positition, dass es eine Ehre ist kopiert zu werden. Durch Heinze kopiert zu werden ist zweifellos keine Ehre. Durch einen Star der Comic-Szene schon eher. Aber auch da stellt sich dann die hier völlig missachtete Frage nach dem, was systematische Kopiererei für den Kopierten ökonomisch bedeutet, bzw. bedeuten könnte, wenn sie auf Dauer gestellt wird.

    Auch die Rechtsfrage wird hier offensichtlich nicht von Juristen diskutiert und ist ebenfalls unter Experten nicht gänzlich geklärt. Gerade deswegen ist die Forderung an Heinze, die Kopierarbeit einzustellen und an das LAB, die Reklame für die Ausstellung der Kopien zurückzuziehen, berechtigt. Ob sie juristisch tragfähig und künstlerisch angemessen ist, ist eine andere Frage.

    Dass aber hier von vielen die Interessen des Kopierten systematisch klein und die Harmlosigkeit des Kopierenden und seiner Kopien systematisch groß geredet wird, ist nichts anderes als eine Missachtung der Lebensleistung des Kopierten. Unter Künstlern mag das ja die übliche Umgangsweise sein. Ich finde sie in jeder Weise respektlos.

  • #38
    Arnold Voss

    @ Halil #33

    Sie schreiben hier doch schon länger, oder? Es scheint ihnen also Spaß zu machen, obwohl wir Ruhrbarone so einseitig,eingebildet, unwissend, polemisch usw. usw. sind. Kennen sie sonst einen Blog in dem man so ausgiebig über die Autoren abkotzen kann, ohne das man abgeschaltet wird?

    Also Halil, machen sie mal halblang. Wir freuen uns nämlich, dass sie hier mitmachen. Wir wollen Debatten. Auch welche bei denen wir argumentativ eins über den Sack kriegen. Wer austeilt muss nämlich auch einstecken können. Was uns nervt sind die Milenas dieser Welt. Aber auch die dürfen sich hier aufspulen.

    In diesem Sinne noch einen schönen Tag, Halil!

  • #39
    Georg Kontekakis

    @ Arnold

    Danke für Deine gute Zusammenfassung.

    Ich glaube, die Sache ist klar und wird auch von der großen Mehrheit so gesehen. Die Plagiate gehen nicht.

    Nur eine Lautstarke Minderheit – vermutlich mit dem Plagiator Andreas Heinze und der PR-Schreiberin Sandra Anni Lang befreundet – versucht in den Kommentaren zu relativieren und zu verharmlosen.

    Ich bin guter Dinge, dass die VHS die Ausstellung abbricht. Es gibt erste Signale.

  • #40
    Georg Kontekakis

    @ dh

    Ich bin nicht Stefan und nicht David. Ich bin ich. Georg. Komm damit klar.

  • #41
    Jens Web

    „Jamiris Verlag und Auftraggeber machen Druck, damit die Sache geklärt wird. Er erwägt rechtliche Schritte gegen den Oberhausener.“

    http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/plagiatsvorwuerfe-gegen-oberhausener-comic-zeichner-id6836415.html

    Einfach mal abwarten, was da raus kommt…

  • #42
    Arnold Voss

    @ Georg # 36

    Es ist immer dasselbe Spielchen, Georg. Und es ödet mich an. Erst recht wenn es auch noch unter Decknamen passiert. Aber das ist ein anderes Thema.

  • #43
    Jürgen Lukat

    ich finde beide sollten demnächst beim RTL- (B-) Promi-Boxen gegeneinander antreten.

  • #44
    Eule

    @ Georg Kontekakis (#36):

    Huch? In der Sache einen auf Rumpelstielzchen machen, dann eine Art schweigende Mehrheit für sich reklamieren und schließlich allen mit anderer Meinung eine Verschwörung unterstellen? Und das irgendwie Journalismus nennen? Ernsthaft? Grandios.

    Ich schaue ja gerne bei den Ruhrbaronen vorbei. Aber schon seit längerer Zeit nur noch zur Unterhaltung, nicht mehr zur Information.

  • #45
    Martin Murphy

    Haben sich die beiden Zeichner mal geäußert? Mich würde deren Meinung interessieren. Bislang habe ich diese noch nicht gefunden.

  • #46
    S.Ooker

    … wird echt immer peinlicher hier. Der Großteil der Kommentare hier sieht die Plagiatsproblematik anders, differenzierter. Viele bemängeln den Shitstorm-Charakter des Beitrags und die fehlende Differenzierung.
    Und was kommt als Antwort? Eine Minderheit, die sicher auch alle mit dem Zeichner befreundet sind. RLY??? Verhalten wie im Kindergarten, Kritikfähigkeit null.
    Muss mich leider anschließen, Ruhrbarone verkommt immer mehr zu einem Witz.

  • #47
    Millus

    @Arnold Voss

    das ist mir schon selbst passiert, auch nicht so harmlos wie in diesem Fall.
    (letztens fand ich z.B. ein Bild von mir auf einem Plakat)
    Meistens bin ich da ganz locker, frage nach und muss dabei meistens schmunzeln.

    In USA gibt es z.B. sehr bekannte Comiczeichner, wie z.B. Jim Lee, Mike Mignola (Hell Boy) etc.-die einen sehr eigenen Stil haben und durch ihren Erfolg entstanden die Nachmacher, besonders bei Mike Mignola kann man oft von Kopien bzw. Klone reden, aber das ist dort ein ganz normales Phänomen und erwünscht.

    Ich weiß, das viele Kollegen nicht so locker sind und das einige von ihnen auch völlig übertreiben (wenn ein Zeichner gleichzeitig ein Comic mit dem selben Thema veröffentlicht, flippen einige aus). Künstler, eben. 😉

    Da ich die Verleger von Jamiri selbst meine Verleger sind, werde ich mal nachfragen, denn ich bin natürlich neugierig was wirklich Sache ist…

    Da ich ja selbst in den Medien tätig bin, sehe ich eher keine gute Chancen für Jamiri in einem Gerichtsfall. Dieses Kopieren von Stilen ist in der Werbung z.B. alltäglich. Wenn jetzt der Auftraggeber seine Werbekampagne im Stil von WERNER haben will und der WERNER Zeichner zu teuer ist oder nicht will, dann holt man sich jemanden, der es genauso zeichnen kann.
    Der Stil, der Font etc. sind ja nicht patentiert und Andreas H. hat sich ja nicht als Jamiri ausgegeben, aber wer weiß was alles so in diesem Leben passiert.
    Was jetzt auch passieren kann, das Jamiri oder die Leute, die geäußert haben das es ein Plagiat ist, wegen Rufmord angeklagt werden.
    Wenn das Leben ein Comic ist, dann könnte das alles wirklich sich so steigern.
    Unterhaltsam wird es eher für die Außenstehenden und Presseabteilungen.

    So oder so, nutzt man solche Sachen/Skandale als gute PR, denn jetzt werden sicher Andreas und Jamiri etwas mehr als sonst ins Gespräch kommen und vielleicht so an einen neuen guten Auftrag kommen.
    Ich z.B., hätte mir wohl nie die Ausstellung von Andreas H. angesehen oder wäre mir wohl nie aufgefallen, das es ihn überhaupt gibt, wenn es jetzt nicht diesen Beitrag gegeben hätte.

  • #48
    Ben

    @37 (Arnold Voss): Ein relativ renommierter Filmkritiker hat kürzlich eine bei einem Onlinemagazin erschienene Kritik von mir „plagiiert“. Er hat zwar nicht 1:1 abgeschrieben, aber seine Kritik ähnelt in Struktur, Argumenten und (den sehr steilen) Vergleichen sehr, sehr stark meiner. Ich fühlte mich keineswegs pissed, da er das alles immerhin paraphrasiert hatte, sondern dachte mir nur: „Hey, irgendwas mache ich offenbar richtig“.

    Es macht einen Unterschied, ob Andreas Heinze ein Bild von Jamiri nimmt und darunter seinen Namen klatscht oder ob Heinze den Stil und die Ästhetik übernimmt. Und der Unterschied ist nicht nur ein juristischer, sondern auch ein moralischer.

  • #49
    DH

    @#40, Georg, ich weiß, Du bist auch nicht Arnold, und ob Du Dich hier Georg oder Mamboklaus nennst, it’s up to you. Nur – Davids Comment (#21) hat mir gezeigt, dass Deine Attitüde, die ich hier nicht noch mal kritisieren will, wohl nicht ganz so individuell und eigen-artig ist, wie ich zunächst vermutete. – Also keine Sorge, mit Seelenverwandtschaften dieser Art komm’ ich schon klar.

  • #50
  • #51
    halil

    Also ich bin weder ein Freund des Kopierten noch des angeblichen Kopierers. Mich interessiert der Stil von beiden nicht. Ich persönlich finde diese Art zu zeichnen ziemlich kalt und wenig ansprechend. Das dazu.
    Was euren hier fabrizierten Shitstorm angeht, so muss euch das doch so langsam peinlich vorkommen. Gebt es doch einfach zu, dass ihr gnadenlos übertrieben habt. Das sagen euch die meisten Kommentare in diesem und ersten Beitrag doch nur allzu deutlich.
    In der Minderheit sind eindeutig die Produzenten dieses peinlichen Geschreibsels.
    Jetzt auch noch auf Verschwörung zu machen ist Mega dürftig.
    Ihr im Adelsteam habt schlicht einen Fehler gemacht. Dazu solltet ihr auch stehen. Das ihr jetzt anfangt die schuld bei anderen zu suchen ist so grottig, dass es kaum zu fassen ist.
    Ich hoffe das die Ausstellung nicht abgebrochen wird. Denn schließlich sollten sich die Betrachter ein eigenes Bild machen. Das würde ein Abbruch der Ausstellung verhindern. Und dies wäre Zensur!

  • #52
    Stefan Laurin

    @Halil: Ich sehe nicht, wo wir eine Fehler gemacht haben. Heinze ist ein billiger Plagiator, das Lab hat ihn gepuscht und wir haben darüber geschrieben. Die klassische Aufteilung: Einer macht Unsinn, das Lab jubelt und wir kritisieren. Ich sehe da auf unserer Seite kein Problem.

  • #53
    halil

    „Ich sehe da auf unserer Seite kein Problem.“

    Genau dies ist das Problem ;-). Seid ihr/du so blind, oder einfach nur stur zuzugeben einen Fehler gemacht zu haben?

  • #54
    Martin

    Und so lange das Gericht nicht feststellt, dass Andreas Heinze kein Plagiator ist, ist die Berichterstattung über die Ausstellung legitim.
    Also müsstet Ihr ein wenig Euren Schreibstil ändern. Das ist nicht objektiv. Aber das wollt ihr auch nicht. Ihr findet Eure Berichterstattung klasse. Und was soll man gegen trotzige Kinder machen?

  • #55
    halil

    „Ihr findet Eure Berichterstattung klasse.“
    Das triffts ;-).
    Es geht ja nicht darum die Art der Bilder zu kritisieren. Da kann jeder seine Meinung zu haben. Es geht um die Art und Weise wie die Barone hier agieren. Und ich wiederhole es noch einmal, wie andere Kommentatoren auch. Es ist nicht okay! Es ist peinlich! Es ist kleinlich!
    Und es ist sicherlich kein „guter“ Journalismus, sondern einfach nur ärmlich. Keine Ahnung ob das Adelsvolk an Alterssturheit leidet. Aber man könnte glatt dran glauben ;-).

  • #56
    Stefan Laurin

    @Halil: Klar finden wir gut, was wir machen. Sonst würden wir es ja nicht tun 🙂
    Also: Ein Typ kupfert Jamiri ab, die VHS Oberhausen ist so blöd und macht mit dem eine Ausstellung. Das Lab ist so blöd und feiert ihn auch noch ab. Wir berichten über den peinlichen Heinze, die Blödheit der VHS und darüber, dass das Lab sich nicht zu schade ist, so einen auch noch abzufeiern. Mittlerweile hat die Lokalausgabe der WAZ die Geschichte aufgegriffen, Heinze ist als Plagiator bekannt und auf Google als solcher leicht zu finden. Und das Lab steht einmal mehr als Deppenhaufen da, der mit Steuergeldern nur Schwachsinn macht. Bin ich zufrieden? ich bin sehr zufrieden 🙂

  • #57
    Martin

    Wo denn bitte ist als Herr Heinze denn als Plagiator bekannt? Wo habt ihr denn das her? Ich konnte nichts finden. Was für ein neues Fass wollt Ihr denn jetzt aufmachen.
    Das ist doch schon wieder Rufmord.
    Bleibt bei den Fakten.

  • #58
  • #59
    Martin

    @Stefan Laurin
    Und was heißt das konkret? Wo sind die Links? Wo hat er noch plagiiert?

  • #60
    Stefan Laurin

    @Marrtin: Er hat Jamiri plagiiert. Das reicht. Wenn Du noch weitere Fälle findest wäre es nett, wenn Du sie hier posten würdest.

  • #61
    Basarow

    Herr K, Sie scheinen nicht die geringste Ahnung von künstlerischer Arbeit zu haben! Traurig, wenn so jemand sein gefährliches Halbwissen in die Welt hinausbrüllt!

  • #62
    Ben

    @56: Stefan Laurin: Momentan verhält sich die Sache doch eher etwas anders: Das Lab, das ich beim besten Willen selber nicht ausstehen kann, hat sich relativ souverän verhalten. Es gab einen Artikel, den man zurecht kritisch hinterfragen kann (und sei es nur wegen der Frage, ob sich die betreffende Autorin vielleicht etwas zu sehr hat einlullen lassen von Heinze), darauf gab es hier eine Reaktion, die ein bisschen sehr drastisch formuliert war und – entgegen der sonst üblichen Maxime, dass das Web doch bitte 2.0 transparent sein möge – die Löschung des Artikels forderte. Das allein war schon überzogen. Die Reaktion des Lab war ein zweiter Artikel, in dem Jamiri zu Wort kommen konnte und seine Sicht der Dinge weder angegriffen, noch sonst wie diskreditiert wurde – der Artikel war ein subtiles „wir haben Mist gebaut, sorry“. Alleine das verdient bereits Respekt statt Häme – egal wie die Konsequenzen aussehen. Dass jetzt aber trotzdem nachgetreten wird, weiterhin auf der Löschung bestanden wird und sich hier das komplette Ruhrbarone-Team hinter diese Forderung stellt, macht einen eher ekligen Eindruck, der einen ganz anderen Gedanken reifen lässt: Es geht gar nicht um Jamiri, sondern nur darum, dass man dem Lab eins reinwürgen kann. Alles hier ist in die entsprechende Richtung konstruiert. Ich habe zu diesem Blog ein durchaus ambivalentes Verhältnis, war aber in Sachen Lab immer eher auf eurer Seite. Momentan verschiebt sich das ein bisschen, weil ich das Gefühl habe, dass hier eitle Gockel um die Medienhoheit kämpfen. Und das nervt.

  • #63
    so_it_goes

    @62: Als „neutraler“ Beobachter würde ich dahingehend zustimmen, dass ich die Reaktion auf der Lab-Seite in weiten Teilen souverän finde: Der Vorwurf des Plagiates wird aufgenommen, der Betroffene (Jamiri) darf sich ausgiebig äußern. Seine Meinung ist erstmal die wichtigste, und dem wurde Rechnung getragen.

    Den zweiten Artikel hier (Ruhrbarone) auf bloßes „Nachtreten“ runterzubrechen erscheint mir dagegen nicht fair. Gleich im ersten comment zum Ruhrbarone-Artikel wurde nach Gegenüberstellungen Heinze-Jamiri gefragt, ganz so als ob die Schilderungen im Artikel (der wohl davon ausgeht, dass die meisten Jamiri kennen) keine Beweiskraft hätten. Außerdem wurde in den comments immer wieder behauptet, dass der Plagiatsvorwurf schlicht unzutreffend sei. Der zweite Artikel hier ist also nicht nur „Nachtreten“, sondern er leistet der Forderung nach Gegenüberstellung folge und bietet damit für alle eine erweiterte Basis, um sich irgendwo zwischen ‚“Plagiat“, „dummdreiste Nachäfferei“, „Zitat“ eine eigene Meinung zu bilden (dass der Autor dabei seine eigene Position verteidigt versteht sich von selbst).

    Also meinen Dank an beide. Ihr habt die wesentlichen Informationen geliefert – gut! Das mit der im Hintergrund schwelenden Feindschaft ist natürlich unübersehbar, aber wenn ich die Wahl habe nehme ich das eher in Kauf als völliges Schweigen – dafür empfinde ich den Vorfall denn doch als zu gravierend.

    Fehlt noch irgend etwas? Vielleicht ja die Meinung von Heinze. Also: Vor Beginn der Vorwürfe hieß es von ihm:

    „Unsere Bilder gleichen sich an einigen Stellen. Aber während Jamiri Geschichten für Intellektuelle schreibt, mache ich eher profanes Zeug.“

    Und jetzt, in dem WAZ-Artikel:

    Heinze, dessen Bilder noch bis zum 20. Juli zu sehen sein werden, will hingegen weitermachen. „Alles andere würde ja so aussehen, als würde ich einknicken. Das sind meine Bilder und Geschichten“, gibt er sich unnachgiebig.

    Also die „Geschichten“ machen den Unterschied, das ist für ihn das einzig erwähnenswerte Kriterium – und alles andere spielt keine Rolle? Für einen bildenden Künstler ist das verdammt wenig. Aber Heinze und Jamiri sollen ja laut Zeitungsartikel jetzt im persönlichen Kontakt stehen, und vielleicht zeigt er wenigstens da etwas mehr Respekt vor der Leistung seines Kollegen (falls man hier von „Kollegen“ sprechen darf, denn so wie Heinze in diesen Äußerungen rüberkommt erinnert mich das ganze eher an die Mentalität und „Ehrbarkeit“ chinesischer Produktpiraten).

  • #64
    Jan-Michael

    Hallo Rasselbande. Ich bin Jamiri. Zur Debatte selbst werd ich mich tunlichst hier nicht äußern. Aber ich würde gerne wissen, wer SO_IT_GOES ist.
    Wegen exzeptionell gedanklicher Klarheit und so. An gedanklicher Klarheit kann man wirklich gebrauchen, was ich kriegen kann. Meine Mailadresse ist jamiri@jamiri.com

  • #65
    DH

    Die ganze Aufregung wegen eines Typen, dem zu 160 Kommentaren in seiner ureigenen Sache nur „Hallo Rasselbande“ einfällt? Das muss die Muße sein, die Karl Marx uns versprochen hat.

  • #66
  • #67
    Martin

    @DH
    Danke für den guten Scherz am Ende des Tages. Morgen geht es bestimmt weiter. Gute Nacht.

  • #68

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