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Jusos geben MLPD-Kindergarten einen Korb

Martin Sherman Foto: Privat

Martin Schottek Foto: Privat

Schottek

Der Jugendverband REBELL lud die Jusos Bochum dazu ein, sich an einem sog. „Umweltkampftag“ am 6. Dezember zu beteiligen. Martin Schottek, der Vorsitzender des Bochum Jusos nimmt die Einladung nicht an. 

Lieber Jugendverband REBELL,

Liebe MLPD,

Lieber „Unabhängiger“ Frauenverband Courage

Liebe Redaktion „Rote Fahne“ und liebe Rotfüchse

Eure Einladung hat mich überrascht und doch nicht überrascht. Überrascht war ich, weil Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten normalerweise bei euch nicht so gut wegkommen. Die Sache mit den Kriegskrediten, die Sache mit dem Radikalenerlass, die Sache mit der Agenda 2010, ihr wisst schon.

Wiederum war ich doch nicht überrascht, eine Einladung zu einer eurer schlagkräftigen Aktionen zu bekommen, denn das passt irgendwie in das Schema dessen, was ihr „Bündnisarbeit“ nennt. Eure „Bündnisarbeit“ ist auch der erste Grund, aus dem ich auf eure Einladungen nicht eingehe. Ihr geht mir gewaltig auf die Nerven. Egal wo sich etwas an Aktion regt, seid ihr mit eurem Lautsprecherwagen dabei, um die Veranstaltung für euch zu vereinnahmen. Jahr für Jahr werde ich gezwungen, mir durch euer „offenes Mikrofon“, durch das in den allermeisten Fällen nur die „richtigen“ Leute sprechen, denselben Mist anzuhören. Jedes verdammt Jahr wollen mir 12jährige am Ersten Mai die Weltrevolution in gedruckter Form und Nelken verkaufen, um eure nicht gerade leeren Kassen weiter zu füllen. Jedes Jahr wird Genossinnen von diesem „unabhängigen“ Frauenverband Courage ein Trip nach Venezuela, Kuba oder wo sonst ein „Sozialismus“ gerade in Blüte steht angeboten. Euer Agitprop schafft diese besondere Atmosphäre, die jede Versammlung der großen, trägen Parteien wie Festivals an Kreativität, Kritik und Individualität.

Das hängt wahrscheinlich mit dem zweiten Grund zusammen, aus dem ich nicht mit euch zusammenarbeiten kann. Der DKP kann man vorwerfen, 1989 mit dem Denken aufgehört zu haben. Euch werfe ich vor, euer Denken 1917 eingefroren zu haben. Euer völlig unkritisches Verhältnis zu Leninismus und Stalinismus ist die Grundlage all der falschen Analysen, all des Nichtwissens und Nichtverstehens, das euer Agieren prägt.

Das Wort Dialektik kennt ihr mit großer Wahrscheinlichkeit. Es ist zu schade, dass es in eurem Munde nichts ist als Dekoration. Würdet ihr den Versuch unternehmen, Dialektik auf eure Ikonen anzuwenden, so würdet ihr erkennen, wie grundsätzlich der Versuch Lenins gescheitert ist, mit den Mitteln des Terrors eine befreite Gesellschaft aufzubauen. Diese Dialektik entging Lenin und sie entgeht euch bis heute. Das kann man auch aus eurer Theologie erklären. Die „revolutionäre Arbeiterklasse“, das historische Subjekt der Überwindung des Kapitalismus, geführt durch eine Partei, die von sich weiß, dass sie die „objektiven Gesetze der Menschheitsgeschichte“ auf ihrer Seite hat, braucht sich über die Folgen ihres Handelns keine Rechenschaft zu geben. Für sie spricht ihre große Aufgabe, eine neue Epoche einzuleiten. Und weil diese Partei, unbehelligt von liberalen Weichheiten wie freien Diskussionen, Vollstreckerin der Geschichte ist, kann ihr Scheitern nur auf eine Verschwörung von Kapitalisten/Imperialisten/Saboteuren/Kosmopoliten etc. beruhen. So erklärte der Stalinismus jedes Problem, dass seine Politik schuf. Doch vor allem die deutsche Geschichte ist euer größter blinder Fleck. Es von euch bis heute nicht zu erklären, warum das 20. Jahrhundert nicht das Arbeiterparadies, sondern die Hölle von Auschwitz hervorgebracht hat. Bis heute imaginiert ihr euer historisches Subjekt, die revolutionäre Arbeiterklasse, auch wenn diese in der völkischen Gemeinschaft aufging. Der Nationalsozialismus, der schlimmste aller Versuche, die Widersprüche des Kapitalismus negativ aufzuheben, wird von euch undifferenziert als „Faschismus“ bezeichnet, um ihn dann zu einer Verschwörung des Monopolkapitals zu machen. Hauptsache, nichts kommt auf die Arbeiterklasse.

Mir lässt dieses Nachdenken über euch nur einen Schluss zu: Ihr seid nicht der Narrensaum des Fortschritts und keine schrulligen Alten, die gewissen Traditionen verhaftet seid. Ihr seid Teil des Problems, euer Denken ist ein Hindernis auf dem Weg zur Emanzipation. Deswegen lehne ich eure Einladungen ab. Deswegen will ich nicht in euer offenes Mikro sprechen.

 

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22 Kommentare zu “Jusos geben MLPD-Kindergarten einen Korb

  • #1
  • #2
    Hubert Bauer

    Wieso den Hut ziehen, vor diesem antikomunistischen Tobsuchtsanfall Herr Karl?
    Herr Schottek hat offensichtlich Angst, seine Vorurteile zu verlieren, die er sich recht oberflächlich aus Geheimdienstberichten angelesen hat.
    Vor lauter Eiferei hat er zum Anlaß, einem „Umweltkampftag“ gar nicht Stellung genommen.
    Ist es den Jusos wurscht, dass die Existentbedingungen der Menschheit den Bach hinuntergehen? Hauptsache nicht mit MLPDlern reden?

  • #3
    Stefan Laurin

    @Hubert Bauer: Was soll man den zu einer PR Nummer vom aufgeblasenen Maoisten schon sagen?

  • #4
    Thomas Weigle

    @ Hubert Bauer Sie haben natürlich völlig recht, denn wie wir alle wissen, wird in den Ländern, die die Maoisten als richtungsweisend ansehen, fieberhaft daran gearbeitet, die „Existenzbedingungen der Menschheit“ zu erhalten.

  • #5
    Martin Schottek

    Herr Bauer,

    Sie irren sich, wenn sie mir unterstellen, ich reproduziere ja nur Geheimdienstberichte. In Wahrheit werde ich vom Verfassungsschutz bezahlt, um die Weltrevolution zu sabotieren. Die Herrschenden zittern vor den Massen, die mit Sicherheit zum Umweltkampftag strömen werden. Außerdem muss jeder ja irgendwie sein Studium finanzieren, wenn man schon nicht zur gestählten Armee des Proletariats und seiner Avantgarde gehört.

  • #6
    Martin Petermann

    Danke, Martin, Dein Text trifft voll meine Gemütslage. Dieses selbstverliebte MLPD-Geschwafel kann einem aber auch auf den Keks gehen. Aus meinen sehr lange zurückliegenden Zeiten als Juso kann ich mich allerdings auch an diese STAMOKAP-Leute erinnern, die auch ziemlich nervig sein konnten. (Sozialistischer Wettbewerb etc). Nach 1989 gab’s die dann kaum noch. Merkwürdiger Zufall, das.

  • #7
    Becca

    Naja, würde die MLPD nicht als Maoisten bezeichnen, denn schließlich bekennen sie sich zum Stalinismus.
    Was mich wirklich nervt ist dieses sektenmäßige, dass z. B. die Bücher ihres GROßEN VORSITZENDEN, STEFAN ENGEL, Morgenröte Band 1 bis Band 20, wirklich jeden, aber auch jeden ständig unter die Nase gehalten werden. Dagegen wirkt die Wachturmgesellschaft als total dezent und verständig.
    Für absolut irre und sektenähnlich halte ich die Tatsache, dass in allen MLPD Gruppen Kurse gibt, in denen die Bücher von Stefan Engel studiert werden.

  • #8
    LinksDiagonal

    Genau zum Thema:
    http://www.rf-news.de/2014/kw48/interessante-und-kontroverse-diskussion-mit-stefan-engel-ueber-die-201eeinheit-der-linken201c

    Zitat:
    Während eine Einheit zur Verhinderung eines faschistischen Aufmarschs lediglich eine kämpferische und antifaschistische Basis auf der Grundlage bestimmter Prinzipien der Zusammenarbeit benötigt, brauche es für die Erreichung eines mittelfristigen Ziels wie der Verhinderung von Fracking in Deutschland eine einheitliche Bewegung mit mittelfristigen Zielen, die eine höhere Organisationsform nötig mache.


    Zitat:
    Es war Konsens auf dem Podium, dass eine Zusammenarbeit wie im Rahmen der Montagsdemonstrationen, bei antifaschistischen Demonstrationen und Aktionen oder auch im Rahmen von Aktionstagen, wie sie Blockupy veranstaltet, durchaus möglich ist. Dazu Stefan Engel: „Man muss bei jeder Einheit Prinzipien finden, damit sie möglich ist. Wir brauchen Zusammenschlüsse, aber wir müssen die Stufen unterscheiden, ob es sich dabei um eine Partei, eine Bewegung oder eine Aktion handelt. Gebraucht wird das alles. Sowohl die revolutionäre Partei als auch breite Bewegungen, in denen auf Respekt und Augenhöhe demokratisch und verlässlich zusammengearbeitet wird.“

  • #9
    LinksDiagonal

    Nachtrag: Das obige ist aus einem Bericht von einer Podiumsdiskussion beim Blockupy-Festival in Frankfurt, hier angekündigt:
    http://platypus1917.org/2014/11/09/podiumsdiskussion-brauchen-wir-eine-linke-einheit/

  • #10
    REBELL Bochum

    Guten Tag lieber Martin,

    zufällig haben wir im Internet deinen Brief an uns entdeckt. Es ist eigentlich üblich, einen Brief auch an den Adressaten zu schicken – aber da es dir ja auch gar nicht um einen demokratischen Meinungsstreit geht, hältst du das natürlich nicht für nötig. Naja, das spricht für sich. Eine – auch öffentliche – Antwort kriegst du trotzdem.

    Warum hat der Jugendverband REBELL alle Bochumer Jugend- und Umweltgruppen – darunter auch die Jusos – zum diesjährigen internationalen Umweltkampftag eingeladen? Das ist eine durchaus berechtigte Frage, die du in deiner Ablehnung unserer Einladung aufwirfst. Diese Frage kann man beantworten, wenn man den eigentlichen Gegenstand der Einladung betrachtet. Es ging in unserem anhängenden Brief um eine Aktionseinheit zum Kampf gegen eine drohende globale Umweltkatastrophe. Wie du vielleicht mit bekommen hast, ist das nämlich ein existenzielles Menschheitsproblem geworden.

    Es ist sehr bezeichnend, dass du in deiner ganzen Antwort kein einziges Wort dazu schreibst. Stattdessen setzt du andere Prioritäten und widmest deine kostbare Zeit einer für dich viel existenzielleren Frage: Dem Schreckgespenst Antikommunismus.

    Es liegt auf der Hand, dass breite und neue Bündnisse notwendig sind, wenn wir die Klimakatastrophe, das Umkippen der Weltmeere, die Zerstörung der Regenwälder, die atomare Verseuchung usw. verhindern wollen. Jedem umweltbewegten Menschen ist das klar.

    Dass für dich die Anbetung des Dogmas Antikommunismus wichtiger ist, spricht Bände. Du müsstest dich am Umweltkampftag natürlich mit deiner SPD-Regierung anlegen, aber dafür reicht dein Mumm wahrscheinlich nicht.

    Minister Gabriel hat schließlich gerade im kleinen Kreis verkündet, dass die Klimaziele eh nicht zu erreichen seien. Deshalb könne man unmöglich aus der Kohleverbrennung aussteigen. Dass aufgrund der Entwicklung des Klimas Bangladesh oder Großstädte wie New York oder Mumbai bedroht sind – wenn juckt’s, auch hier muss man schließlich Prioritäten setzen – schließlich sind die Profite deutscher Konzerne in Gefahr! Deine SPD-Minister wollen auch das Fracking zulassen. Dass die AKWs trotz Fukushima weiterlaufen – auch dem hat die SPD zugestimmt. Die Änderung des EEG-Gesetz zulasten der Förderung der erneuerbaren Energien, klar, da stimmt man als Monopolpartei zu.

    Deswegen kommen wir jetzt mal zu dem eigentlichen Kern deines Briefs: Für dich hat deine Karriere, dein Friede mit den Kapitalisten oberste Priorität. Deshalb ist es für dich wichtiger, dich von Marxisten-Leninisten abzugrenzen, als von Profiteuren der Umweltzerstörung, wie sie in den Konzernetagen und in der Regierung sitzen. Deshalb habt ihr nicht vor, euch am 6.12. an den weltweit stattfindenden Aktivitäten zum Weltklimatag zu beteiligen. Deshalb findet man auf eurer Homepage auch kein Wort zu Opel Bochum. Weil du auch hier keinen Handschlag getan hast, die Arbeiter im Kampf gegen den Weltkonzern GM zu unterstützen. Deshalb schreibst du lieber aus dem Verfassungsschutzbericht ab, anstatt dir eine objektive Meinung zu bilden.

    Noch ein Wort zu Faschismus, Nichtwissen und Nichtverstehen. Wir wissen nicht, ob dir bewusst ist, dass du mit deinen Aussagen auch das Lebenswerk mutiger Sozialdemokraten mit Füßen trittst, die in KZs ihr Leben ließen. Du schreibst allen Ernstes, dass die „revolutionäre Arbeiterklasse in der völkischen Gemeinschaft aufging“. Lieber Martin, die revolutionäre Arbeiterklasse wurde von den Faschisten dahin gemetzelt, ihre Organisationen sämtlich verboten, ihre Vertreter – Gewerkschafter, Sozialdemokraten, Kommunisten – in den KZs zu Tausenden ermordet. Was Demagogie der Nazis war, um ihren Faschismus zu tarnen („Nationalsozialismus“, „völkische Gemeinschaft“) nimmst du beim Wort. Und ja, natürlich war der Hitler-Faschismus das Ergebnis einer „Verschwörung“ des Monopolkapitals. Wie kannst du diese historische Tatsache als „Jungsozialist“ bestreiten. Die Rolle der IG Farben, von Thyssen und Krupp bei der Förderung der NSDAP ist tausendfach bewiesen, das solltest du eigentlich in irgendeinem JuSo-Grundkurs gelernt haben. Vielleicht ist dir auch aufgrund dieses Nichtwissens entgangen, dass maßgeblich durch die Oktoberrevolution unter Führung Lenins nicht nur der Terror des I. Weltkriegs beendet wurde, sondern unter Führung Stalins auch der Terror der Hitlerfaschisten besiegt und Europa befreit wurde. Selbst wenn für dich die Adenauer-BRD die befreite Gesellschaft darstellt – auch sie war nur möglich, weil die Rote Armee den Hitler-Faschismus besiegte.

    Im Übrigen hatte der Antikommunismus in der SPD-Führung auch den Hauptanteil daran, dass die antifaschistische Einheitsfront zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten in den 30er Jahren nicht zustande kam. Das war der Arbeiterbewegung eine bittere Lehre, aus der du keinerlei Schlüsse ziehst.

    Dein Problem ist, dass dein Denken einfriert, sobald du dich mit dem etablierten kapitalistischen System anlegen müsstest. Emanzipation bedeutet für dich, auf der Karriereleiter nach oben zu klettern und endlich auch im Wohlstand der Herrschenden leben zu können. Mit den Klimaflüchtlingen in Bangladesh willst du sicher nicht gleich gestellt sein – mit den Herren Bundestagsabgeordneten umso lieber. Wenn das deine Vorstellung von Emanzipation ist – dann sind wir gerne das Hindernis.

    Mit freundlichen Grüßen,

    REBELL Bochum

  • #11
    Stefan Laurin

    @Rebell: „Im Übrigen hatte der Antikommunismus in der SPD-Führung auch den Hauptanteil daran, dass die antifaschistische Einheitsfront zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten in den 30er Jahren nicht zustande kam.“ Totaler Schwachsinn. Stalin ging ein Bündnis mit den Nazis ein, die Faschismusdefinition der Komintern ist Agit-Unsinn – aber was soll man vom Kindergarten einer maoistischen Splitterpartei auch anderes erwarten.

  • #12
    Thomas Weigle

    #Rebell Das Märchen von der Arbeiterklasse, die in Toto dem Faschismus widerstanden hat, ist längst durch zahlreiche regionale Studien widerlegt. Im Gegensatz zum Vaterland aller Werktätigen haben die Nazis durchaus den Arbeiter umworben, bspw mit der Einführung bezahlten Urlaubes und des Weihnachtsgeldes. In der SU dagegen wurden die Arbeiter wie der letzte Dreck behandelt, schon Verspätung zu Arbeitsbeginn konnte zu Lagerhaft führen, was zahllose Erlebnisberichte und die Ukas aus dem Kreml belegen. Hinzu kommt der Artikel 12 der Verfassung von 36 beinhaltete: „wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“Der wurde erst in den /0ern(!!!!) abgeschafft.
    Hinzu kommt, wer sich im 3.Reich nicht widerständig verhielt, keinesfalls Besuch von der Gestapo bekam, das war ja im Arbeiter und Bauernparadies und der GPU durchaus anders. Offensichtlich sind dir die Mitkämpfer des“ großen“ Lenin keine Erwähnung wert, die allesamt von Stalin ermordet wurden. Auch die über 3000 deutsche Antifaschisten, die auf Befehl Stalins ab 37 zwecks Klimaverbesserung an Hitlerdeutschland ausgeliefert wurden, sprechen nicht wirklich für Antifaschismus im Kreml, ebenso, dass Molotov
    noch kurz vor dem Überfall der WH erklärte, dass beide Staaten zusammen noch viel erreichen könnten.
    Ein Antifaschismus der Tat sieht anders aus, zu mal die SU nicht von sich aus gegen Nazideutschland gekämpft hat, sondern notgedrungen, als betrogener Betrüger sozusagen.
    Ich sehe da schon einen Zusammenhang zwischen dem Blödsinn, den du hier verzapfst und euren Wahlergebnissen. Du nicht?

  • #13
    LinksDiagonal

    @Stefan Laurin: „Totaler Schwachsinn. Stalin ging ein Bündnis mit den Nazis ein, die Faschismusdefinition der Komintern ist Agit-Unsinn – aber was soll man vom Kindergarten einer maoistischen Splitterpartei auch anderes erwarten“ …

    Sehr geehrter Herr Laurin, hier geht es doch nicht darum was früher mal mit Stalin war, sondern um die Gegenwart, die Zukunft, ergebnislose UN-Klimakonferenzen und eine drohende Klimakatastrophe:

    Sie haben dazu ja auch eine Meinung: http://www.ruhrbarone.de/klima-hokuspokus/56616

  • #14
    Thomas Weigle

    Bei einem Trüppchen, das nach wie vor eine Diktatur des Proletariats errichten will, geht es sehr wohl darum, was früher mal war. Wie dumm und geschichtsvergessen darf man sein, „linksdiagonal“?

  • #15
    LinksDiagonal

    Diktatur des Proletariats gegen die Diktatur des Finanzkapitals ist doch eine gute Idee: Damit Demokratie herrscht, die Herrschaft der Mehrheit. Ich verstehe die Aufregung nicht. Aber darum geht es hier nicht. Rebell hat nur auf die Bedrohung der Umwelt aufmerksam gemacht. Man muss eigentlich kein Kommunist sein um sie auch zu erkennen. i

  • Pingback: Tonstörung: Manche hören nur: Diktatur der Proletariats … | LinksDiagonal

  • #17
    Veit

    Was eine Diskussion… Was mich am meisten stört, hier diskutieren Leute die offensichtlich keine Ahnung haben und sich nicht mal die Mühe machen sich diese Ahnung zu beschaffen:

    #Stefan Laurin und Thomas Weigle: Zum Begriff „Maoisten“. Also die Stelle wo die MLPD sich als Maoistisch bezeichnet müssen sie mir zeigen. Ich hab gesucht und gesucht… nichts gefunden. Gleichzeitig muss mir das Land gezeigt werden welches sich noch tatsächlich auf Mao-Zedong beruft und auch nach den Ideen Mao-Zedongs handelt… Oder meinen Sie etwa China oder Nordkorea? Bei allem respekt, aber dass das keine Kommunistischen Länder sind da muss man nicht man viel von Marx gelesen haben und dass sie die Mao-Zedong Ideen schon seit Jahrzehnten verraten haben, ein Blick in die „Worte des Vorsitzenden Mao Tsteung“ reicht (Zu bestellen beim Verlag Neuer Weg). Das schreibt die MLPD über Mao in ihrem Parteiprogramm, um mal Fakten zu nennen: „Die KP Chinas unter der Führung Mao Tsetungs stellte sich nach 1956 an die Spitze des Kampfs gegen die Machtergreifung der modernen Revisionisten. Mao Tsetung entwickelte 1966 die Idee der Großen Proletarischen Kulturrevolution als der höchsten Form des Klassenkampfes im Sozialismus, In der ideologisch-politischen Mobilisierung der Millionenmassen der Arbeiter, Bauern, der revolutionären Intellektuellen und der Jugend erkannte er den entscheidenden Damm zur Verhinderung der Restauration des Kapitalismus. Die Große Proletarische Kulturrevolution stellt die entscheidende Methode des Kampfs gegen die Gefahr einer revisionistischen Machtergreifung dar durch eine sprunghafte Entwicklung des sozialistischen Bewusstseins der Massen und die Festigung der Diktatur des Proletariats.“ Hier hat Mao also eine Methode entwickelt um gegen die revisionistische Machtergreifung die Massen zu mobilisieren. Sich diese positiven Errungenschaften des Aufbau des Sozialismus in China zu eigen zu machen ist also nicht nur richtig, sondern eine Notwendigkeit um zukünftig den Aufbau des Sozialismus zu sichern.

    # Becca: Über ihren Beitrag musste ich doch ziemlich schmunzeln. Also ich habe so einen „sektenähnlichen“ Kurs schon mal mitgemacht und ich lade jeden ein diese Erfahrung selber zu machen bevor er hier nicht mal annäherndes Halbwissen zum besten gibt. Nehmen wir das Buch „Katastrophenalarm – Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur“, passt übrigens auch zum Thema „Umweltkampftag“. Direkt im Vorwort wird erwähnt, dass das Buch von einem Redaktionskollektiv von über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erstellt wurde. Wenn jetzt also angeboten wird, sich das Buch gemeinsam zu erarbeiten, was ist sektenähnlich daran? Mag sein das so ein schlauer Kopf wie sie es auf anhieb verstehen. die Thematik ist ja nicht gerade die einfachste, und sofort wissen was sie mit dem Inhalt anzufangen haben, was ich nach ihrem Beitrag bezweifel, aber bei vielen ist das sicherlich nicht der Fall und wenn sie oder auch andere sich ein Bild davon machen wollen wie in einer der öffentlichen Studiengruppen das Buch gemeinsam gelesen wird ist herzlich eingeladen: In den ungeraden Wochen, Mittwochs 18:00 Uhr im Bahnhof Bochum Langendreer Raum 4 oder den vielen anderen Studiengruppen in ganz Deutschland.
    Dann zum Buchverkauf. Abgesehen davon dass ich noch niemals jemanden gehört habe der „Große Vorsitzende Stefan Engel“ gesagt hat, ist es ein unübersehbarer Fakt, auch für Sie Becca, dass die MLPD in den Medien totgeschwiegen wird. Wie also soll ein Buch verkauft werden, dass die MLPD rausgebracht hat? Natürlich auf der Straße, bei Aktionen, Demonstrationen, Ständen usw. in der Diskussion mit den Menschen, in einer Überzeugungsarbeit, in dem es angeboten wird und jeder die Möglichkeit bekommen soll es zu kaufen. Klingt für mich absolut logisch. Vielleicht sollten sie es mal kaufen und lesen, vielleicht kommen sie ja zu dem Schluss dass es sich lohnt sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung oder die Frage der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen allseitig zu befassen. Dafür müssten sie aber ihren Antikommunismus ablegen und verstehen dass es um die Sache geht und nicht um ihre Verfassungsschutzpropaganda und diffamierungen wie „Sekten“usw.
    Zum Schluss zum „Stalinismus“. Was ein Kampfbegriff! Dabei ist das eine glatte lüge die nur im Verfassungsschutzbericht steht. Die MLPD bekennt sich nicht zum Stalinismus. Sie nimmt das Wort Stalinismus nicht mal in den Mund. Andere Tatsachen müssen mir bewiesen werden. Es wird in der MLPD, anders als in anderen linken organisationen wo viel pauschalisiert wird, differnziert die Erfolge und auch Fehler von Stalin untersucht. Ich empfehle jeden das Buch „Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion“ wo die Entwicklung der Sowjetunion untersucht wird, vielleicht können hier dann mal fakten und nicht haltlose verleumndungen diskutiert werden.

    Zum Schluss: Das Schlimmste finde ich, dass der plumpe und teilweise aggressive Antikommunismus verhindert dass es hier um die Sache geht und letztlich ist es das was nur den Herrschenden nützt. Denen ist egal wie es um unsere Zukunft steht. Ich bin 27 Jahre alt und möchte, dass ich meine Kinder und Kindeskinder… gesund auf diesem Planten leben können. Die Klimakonferenz in Lima hat wieder mal gezeigt dass sich die Herrschenden einen dreck darum scheren, im gegenteil, sie treiben die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen mutwillig voran. Das braucht eine breite Aktionseinheit auf Augenhöhe, welche hier aber nicht mehr im Mittelpunkt steht. Der REBELL schlägt eine solche Aktionseinheit vor und anstatt diesen Vorschlag zu würdigen oder sogar anzunehmen weil es um eine richtige und notwendige Sache geht beginnt eine antikommunistische Hexenjagt auf die MLPD, welch Ironie. Ich empfehle jeden der sich ernsthaft mit der MLPD auseinandersetzen will und nicht blind auf den Antikommunismus vertrauen will, sich selber mal ein Bild zu machen wie die MLPD arbeitet. Empfehlen möchte ich dabei, gerade zum Thema Umwelt“ Das Buch „Katastrophenalarm – Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur“ www.katastrophenalarm.info .

  • #18
    Stefan Laurin

    @Veit: „Im Programm der MLPD heißt es dazu: „Mao Tsetung entwickelte 1966 die Idee der Großen Proletarischen Kulturrevolution als der höchsten Form des Klassenkampfs im Sozialismus … Die Große Proletarische Kulturrevolution stellt die entscheidende Methode des Kampfs gegen die Gefahr einer revisionistischen Machtergreifung dar durch eine sprunghafte Entwicklung des sozialistischen Bewusstseins der Massen und die Festigung der Diktatur des Proletariats.“ (S. 45)“
    http://www.mlpd.de/themen/klassiker-des-marxismus-leninismus/mao-tsetung

  • #19
    Thomas Weigle

    Die MLPD wird „totgeschwiegen“? So kann man das Nichtberichten über eine Massenpartei, die um die 25000 Stimmen bei BTWs erhält, in Verkennung sämtlicher Realitäten natürlich auch nennen. Deshalb gibt es auch keine „Hexenjagd“ auf die MLPD, weil da nichts ist, was sich zu jagen lohnt. Im übrigen schließen sich Totschweigen und Hexenjagd gegenseitig aus, gelle!!
    Es wäre doch mal interessant von einem Fachmann zu erfahren, warum eine so tolle, um nicht zu sagen, die tollste Weltanschauung, also der Kommunismus/Maoismus oder wie er sich sonst auch immer nennen mag, unablässig „Verräter“ produziert, die die große und schöne Sache verraten, die sich gegenseitig verleumden, dass es für die Gegner eine wahre Lust ist, dies zu verfolgen? Von den Millionen Ermordeten, die als „Klassenfeinde“, Kulaken, Verräter etc getötet wurden, nicht zu schreiben.

  • #20
    Olaf Swillus

    #Veit
    Herzlichen Dank für Ihre geduldige Art auf viele Beiträge hier im Blog ausführlich einzugehen.

    #Stefan Laurin und Ruhrbarone
    Herzlichen Dank dafür, dass Sie Rede und Gegenrede zulassen.

    Zum Begriff “Maoisten”. Ich weiss, dass MLPD-Mitglieder sich nie als “Maoisten” bezeichnen würden, sondern sich als Marxisten-Leninsten verstehen. “Maoisten” ist also die Fremdbezeichnung derer, die den Marxisten-Leninsten nicht wohlgesonnen sind. Genauso wie Mitglieder der Sozialistischen Partei der Niederlanden (SP) von ihren Gegnern gerne als „Maoisten“ bezeichnet werden.
    Wie hier: http://blogs.taz.de/meineguete/2007/07/26/hollands-maoisten-und-die-demokratie/

    Nun geschieht etwas Merkwürdiges: Je öffter ich Maoismus in Zusammenhang mit der SP lese oder höre, desto positiver erscheint mir dieser Begriff. Ich denke dann an immer an die SP. Oder an die MLPD.

    Falk Madeja der auf blogs.taz.de über „Holland Maoisten“, d.h. über die SP, schrieb, meinte, dass sich die SP mal endlich „richtig“ von Mao distanzieren müsse.

    Ich antwortete darauf:

    Ihre Einschätzung, dass die SP sich von Mao “richtig” distanzieren müsse ist absurd, denn diese Partei hatte, wie alle maoistischen Parteien der 1970er Jahre, nie wirklich etwas mit China zu tun. Der “Maoismus” war genau genommen eine Kritik an den damaligen moskautreuen kommunistischen Parteien und an dem bürokratischen und undemokratischen System in der Sowjetunion. China galt in dieser Zeit als ein Art Gegenmodell. Nachdem der Irrtum eingesehen war und die Wahrheit bekannt wurde, haben sich die Menschen von der SP von ihrer Schwärmerrei für China ohne Umschweife verabschiedet. Ich weiß nicht, ob Sie, Herr Madeja, 1970, den Durchblick gehabt hätten. 1970 werden Sie sicher auch einige Ansichten gehabt haben, die Sie heute aufgrund neuer Erkenntnisse verwerfen müssten. Das ist völlig normal, und keiner fordert Sie deshalb auf sich ständig davon “richtig” zu distanzieren.

    Dieser kleine Briefwechsel zwischen Falk Madeja und mir war vor inzwischen sieben Jahren, ist aber immer noch in Gänze auf seinem Blog nachzulesen. Siehe Kommentare unter:
    http://blogs.taz.de/meineguete/2007/07/26/hollands-maoisten-und-die-demokratie/

    Übrigens, Herr Laurin, ihr Link auf die Darstellung von Mao-Tsetung auf www.mlpd.de steht nicht in Widerspruch zu dem was Herr Veit schrieb: „Also die Stelle wo die MLPD sich als Maoistisch bezeichnet müssen sie mir zeigen.“ Das ist auch noch nicht die Stelle. Die MLPD bezeichnet sich nicht so, wird aber von vielen so bezeichnet. So wie Menschen mit schwarzer Hautfarbe sich auch nicht als ‚Neger‘ bezeichnen, obwohl sie von anderen gelegentlich so bezeichnet werden.

    Viele Grüße Olaf Swillus.

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  • #22
    Markus Wolf

    @Rebell vom 08. Dezember 2014, 11:23 Uhr

    Sorry, dass ich so spät, aber nicht zu spät antanze.
    Habe die Ruhrbarone erst vor wenigen Tagen entdeckt.
    Ich will zum Leserkommentar des REBELL ein paar Anmerkungen machen:
    1.
    Der Rebell wirft Martin "Antikommunismus" vor.
    Das ist Quatsch, denn wo kein Kommunismus ist, kann es auch keinen "Anti-Kommunismus" geben.
    Die MLPD u. ihr Jugendverband Rebell gebärden sich "kommunistisch", wollen "kommunistisch" sein, sind es aber nicht.
    Wenn der Rebell dem Martin "Anti-Stalinismus", "Anti-Pseudo-Kommunismus" um die Ohren hauen würde, wär´s richtiger.
    2.
    Egal welche Felder die MLPD belegt, ob Umweltpolitik, "Antifaschismus" usw, geht es ihr nur darum, auf fahrende Züge aufzuspringen und sich schließlich der Lokomotive zu bemächtigen, Tempo und Richtung des Zuges zu bestimmen und womöglich den Zug zum Entgleisen bringen.
    Und wenn jemand sich NICHT dem "kleinbürgerlichen Führungsanspruch" der MLPD unterwirft, dann beschimpft die MLPD ihn als "Spalter", "Agent des Verfassungsschutzes", dann wirft die MLPD denen "kleinbürgerlichen Führungsanspruch" vor, obwohl die MLPD diejenige ist, die ihren kleinbürgerlichen Führungsanspruch allen aufzwingt.
    Der MLPD ist die Umwelt ebenso wie der Antifaschismus oder Hartz IV scheissegal, sie benutzt diese Felder nur, um sich nützliche Idioten, neue Mitglieder zu "gewinnen".
    3.
    Der Rebell bezeichnet sich als "Marxisten-Leninisten".-
    Das ist eine bodenlose Frechheit.
    Marx und Lenin würden nicht zulassen, dass ihre guten Namen von der MLPD und Rebell durch den Schmutz gezogen werden.
    Nur ein Beispiel von vielen:
    Karl Marx hat in seinem Buch "Der Bürgerkrieg in Frankreich" mit kategorischem Imperativ gefordert, dass niemand in einem Arbeiter-und-Bauern-Staat, auch nicht der höchste Repräsentant, ein höheres Einkommen erzielen dürfe als ein Arbeiter und Wladimir Iljitsch Lenin hat in seinem Buch "Staat und Revolution" sich als Schüler von Marx bezeichnet und dies genauso gesehen wie Marx.
    Sehen wir uns an, was die selbsternannte Avantgarde der Arbeiterklasse mit den Ideen von Marx und Lenin macht.
    Normalerweise müsste jeder "kleinbürgerliche Intellektuelle", also Ärzte/-innen, LehrerInnen usw. den Teil des Einkommens, der den Durchschnittslohn bzw. den Höchstlohn eines Arbeiters übersteigt als Mitgliedsbeitrag zahlen.
    Das ist aber nicht der Fall.
    Zusätzlich verstößt die MLPD damit gegen die Erkenntnis von Marx: "Das Sein bestimmt das Bewusstsein".
    Wenn ein Kleinbürgerlicher Intellektueller "proletarisches Bewusstsein" lernen will, wenn der Kleinbürgerliche Intellektuelle seine "kleinbürgerliche Denkweise" aufgeben will, dann muss zuallererst die ökonomische Basis "proletarisch ausgerichtet" werden. Das heißt natürlich nicht, wenn ein kleinbürgerlicher Intellektueller nur noch das Einkommen eines Proletariers hat, dass er dann die kleinbürgerliche Denkweise vollständig aufgegeben hat, aber dann ist wenigstens ein Fundament gelegt.
    4.
    Der Rebell wirft Martin vor, er habe aus dem "Verfassungsschutzbericht abgeschrieben anstatt sich eine "objektive Meinung" zu bilden" –
    Korrektur:
    Auch die Haltung zum Verfassungsschutz, zur Polizei, zur Staatsanwaltschaft, zur "bürgerlichen Klassenjustiz" usw. ist symptomatisch dafür, dass die MLPD Etikettenschwindel betreibt, den Leuten ein x für ein u vormacht.
    Die MLPD hat sich des öfteren die Polizei, die Staatsanwaltschaft, die "bürgerliche Klassenjustiz" zunutze gemacht um gegen politische Gegner vorzugehen.
    WENN die mlpd wirklich "marxistisch-leninistisch-revolutionär-kommunistisch" WÄRE, dann wäre sie der Ansicht, dass der "Klassencharakter" der Polizei, der Staatsanwaltschaft, der Gerichte der GLEICHE ist wie beim Verfassungsschutz.
    Und Lenin, das Idol der MLPD, sagte über die Justiz: "Das Recht ist der zum Gesetz erhobene Wille der herrschenden Klasse"
    Nach dieser Erkenntnis Lenin´s hätte die MLPD niemals die Klassenjustiz benutzen dürfen, um irgendwen zu verklagen, der irgendetwas nicht gerade schmeichelhaftes über die MLPD gesagt hat.
    Ich könnte noch weitere Beweise liefern, dass die MLPD/REBELL das Vermächtnis von Marx und Lenin mit Füßen tritt, belasse es aber erst mal hierbei.
    Nur noch was zur "objektiven Meinung":
    Der Rebell und die MLPD haben die "objektive Meinung", jeder, der anders als die MLPD denkt, hat eine "subjektive Meinung".
    Beinahe, um ein Haar hätte der Rebell mich überzeugt.
    5.
    Nun wirft der REBELL dem Martin auch noch vor: "…dass Du mit deinen Aussagen auch das Lebenswerk mutiger Sozialdemokraten mit Füßen trittst…"
    Korrektur:
    Das ist eine Mischung aus Blödsinn, Verleumdung und gegenseitigem Ausspielen.
    Die Sozialdemokraten, die im Widerstand gegen Hitler in den KZ´s ermordet wurden, haben NICHT den Rebell bzw. die MLPD beauftragt, sie zu "vertreten".
    Ich bin überzeugt, dass die Sozialdemokraten, die im Widerstand ums Leben kamen, sich NICHT von der MLPD und dem REBELL vertreten fühlen.
    Der REBELL sollte tunlichst vermeiden, sich zum ungebetenen "Anwalt" anderer aufzuspielen.
    Das ist typisch für die MLPD, sich immer ungebeten, unbefugt und vor allem unqualifiziert zum "Anwalt" anderer zu machen und dadurch noch mehr zu zerstören.
    6.
    Nun betreibt der REBELL im Nachhinein noch ein bißchen Personenkult um Stalin, indem er schreibt:
    "…unter der Führung Stalins wurde der Terror der Hitlerfaschisten besiegt…"
    Korrektur:
    Es waren MILLIONEN Sowjetsoldaten, welche den Teror der Hitlerfaschisten besiegten, Stalin hatte daran keinen Anteil, im Gegenteil, durch die stümperhafte Führung Stalins sind weitaus mehr Rotarmisten umgekommen als wenn ein qualifizierterer "Woschd"(Führer) die Führung innegehabt hätte.
    Diese Vergötterung Stalins verstößt gegen den Inhalt des Brecht-Gedichtes "Fragen eines lesenden Arbeiters".
    Da heißt es z.B.: "Philipp der Schöne weinte, als seine Flotte unterging" Wer weinte außer ihm?"
    So gesehen müsste man sagen: "Stalin besiegte den Terror der Hitlerfaschisten. Wer siegte außer Stalin noch?
    Jetzt mache ich erst mal Schluss.

    Markus Wolf
    Ehemaliger "Stalinist"

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