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Kölner Clubs buchten „Begleitschutz“-Gründer als DJ

Die Facebook-Seite "Warehouse Fans Cologne" wirbt nach wie vor mit dem Line Up der Party, bei der Dennis Mocha aufgelegt hat. Foto: Facebook Screenshot

Die Facebook-Seite „Warehouse Fans Cologne“ wirbt nach wie vor mit dem Line-Up der Party, bei der Dennis Mocha aufgelegt hat. Foto: Facebook Screenshot

Nazis und die Techno-Szene, das scheint auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen. Doch auch Nazis gehen gerne feiern und hören nicht nur Rechtsrock. Man darf also davon ausgehen, dass auch die heile Welt der Techno-Szene nicht frei von rechtem Gedankengut ist.

Dass Dennis Mocha, der Gründer des fragwürdigen Sicherheitsdienstes „Begleitschutz Köln“, hinter dem sich in Wahrheit Personen aus der rechten Szene verbergen, in Clubs wie dem „Bootshaus“ oder der „Elektroküche“ auflegen darf, ist dann aber doch etwas schockierend.

Die „Elektroküche“ – dort legte Mocha laut seiner Facebook-Seite zuletzt im Februar auf – ist bekannt für harten Techno und es ist ein offenes Geheimnis, dass viele Besucher auch harte Drogen zu sich nehmen. Im „Bootshaus“ hingegen finden häufig EDM-Veranstaltungen statt, sogar Avicii und David Guetta haben dort schon aufgelegt – und Dennis Mocha. Genau vor einer Woche fand dort „Yena’s Birthday Party“ statt. Yena Kisla ist der Gründer des „Warehouse“, das 1991 als einer der ersten deutschen Techno-Clubs in Köln eröffnet wurde. Doch nicht nur Yena feierte bei der Veranstaltung aus der Warehouse-Reihe, die nach dem Kult-Club benannt ist, seinen Geburtstag.

In der Dreherei, einem der drei Floors im Bootshaus, lautete das Motto des Abends nämlich: „Dennis Mocha Birthday Bash“. Was daran so empörend ist, wird klar, wenn man diese Reportage des Sat. 1-Frühstücksfernsehens über den „Begleitschutz Köln“ sieht, in der auch Mocha zu Wort kommt:

Der „Begleitschutz Köln“ hatte zuletzt versucht, an die rechtsextremen Aufmärsche in Chemnitz anzuknüpfen und auch in Köln den Tod von Daniel H. als Anlass für eine Demo zu instrumentalisieren. Nachdem das nicht so gut geklappt hat – die selbsternannten Begleitschützer konnten bei Weitem nicht so viele Menschen auf die Straße bringen wie der Gegenprotest – wollen Mocha und Co. am 29. September einen neuen Versuch wagen.

Bereits bei der letzten Kundgebung zeigte sich, welches Klientel sich im Umfeld der Gruppe bewegt: Hooligans, Neonazis und Personen aus der Rocker-Szene folgten dem Demo-Aufruf, darunter zum Teil auch Mitglieder der rechtsextremen Splittergruppe „Köln für deutschen Sozialismus“.

Foto: Facebook Screenshot

Dass Mocha selbst deren Gedankengut teilt, zeigt ein Blick auf sein Facebook-Profil. Dort verharmloste er den Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Köln-Mülheim mit den Worten: „Wird ein Neubürger auf einem Weihnachtsmarkt geschubst oder ein Knallfrosch vor ein Neubürger-Männerheim geworfen, wird das aufgebauscht und skandalisiert“. Dass jemand, der sich derart öffentlich äußert und in solchen Kreisen bewegt, wie Mocha es tut, in Clubs wie dem „Bootshaus“ und der „Elektroküche“ auflegen darf, ist ein Skandal. Die beiden Clubs täten gut daran, sich ein Beispiel an der Berliner Techno-Szene zu nehmen und sich deutlich zu positionieren.

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5 Kommentare zu “Kölner Clubs buchten „Begleitschutz“-Gründer als DJ

  • #1
  • #2
  • #3
    Oh man ey

    Der yena dessen Geburtstag gefeiert wurde und der Veranstalter dieser party war, ist ausländischer Abstammung.
    Ich denke nicht, das er einem "Nazi" erlauben würde im Bootshaus zu spielen…
    Außerdem ist der besten Freunde vom Herrn Mocha (Mokokoo) Franzose…

    Ich weiß nicht was diese dumme hetze soll.

  • #4
    Willi W.

    Das ist doch wieder mal blinde Hetze hier! Wird in dem Facebook-Artikel einmal zu rechter Gewalt aufgerufen? Und das er den Vorfall in Köln-Mülheim kleinredet, ist auch wieder reine Unterstellung! In dem Facebook-Artikel äußert er seinen Unmut über die aktuelle Berichterstattung und dass in seinen Augen mit zweierlei Maß Straftaten bewertet werden.
    Dennis Mocha ist jemand der das sagt, was er denkt, das stimmt, aber er ist kein Neonazi oder sonst was in der Art! Genauso wenig ist der Begleitschutz Köln e.V. eine rechtsradikale Bewegung. Sonst wäre es aber auch bestimmt kein e.V., wenn man sich mit Vereinsrecht auskennen würde wüsste man das. Hauptsache wieder jemanden in die Pfanne hauen. Ekelhaft solche "Aufklärungsberichte"!!!

  • #5
    Funkk

    Da laufen nur Neonazis, rechte Hools und sonstiges braunes Pack bein Mochas VAs auf! Ganz zu Schweigen von dem Nazisprech in seinen Aussagen. Und dann der dämliche Kommentar dass er ja ausländische Freunde hätte und deshalb kein Nazi sein kann. Alter… gehts noch?!

    Ekelhaft ist wenn man so eine Scheisse auch noch verteidigt und
    versucht hier die Täter zum Opfer zu stilisieren.

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